Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:40 Verletzte und Schäden bei Angriffen auf Dnipro und Odessa +++
Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Dnipro im Osten der Ukraine sind in der Nacht drei Menschen verletzt worden. Laut ukrainischen Behörden löste der Angriff ein Feuer in einem Bürogebäude aus. Die russischen Streitkräfte griffen in der Nacht auch erneut eine Hafenanlage im Gebiet Odessa mit Drohnen an. Dabei seien Lagerhäuser und Bürogebäude beschädigt worden, teilten ukrainische Behörden mit. Verletzte gab es demnach keine.
+++ 08:05 Lawrow: Ukraine soll "Realitäten vor Ort" anerkennen - Russland besteht auf Krim und Donbass +++
Die russische Regierung ist nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass bereit, Verhandlungen mit den USA über eine "Lösung der Ukraine-Krise" fortzusetzen. Außenminister Sergej Lawrow habe nach einem Besuch bei Chinas Präsident Xi Jinping vor Journalisten betont, dass Moskau dabei weiterhin an den Vereinbarungen festhalte, die im vergangenen Jahr auf dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin in Alaska getroffen worden seien. Dabei müssten die "Realitäten vor Ort" in der Ukraine anerkannt werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehne eine solche Anerkennung ab und bezeichne Gebiete wie die Krim und den Donbass weiterhin als vorübergehend besetzt, so Lawrow dem Bericht zufolge. Das weiche von den in Alaska besprochenen Punkten ab. Russland besteht bei den Verhandlungen etwa darauf, dass die Ukraine ihre Truppen komplett aus dem umkämpften Donbass – das sind die Gebiete Luhansk und Donezk – abzieht, obwohl Kiew da teils noch die Kontrolle hat. Die Krim besetzte und annektierte Russland schon 2014 völkerrechtswidrig, also Jahre vor dem Einfall in die Ukraine im Jahr 2022.
+++ 07:30 Frau bei russischem Angriff auf Saporischschja getötet +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine ist laut ukrainischen Angaben in der Nacht eine Frau getötet worden. Sie sei getroffen worden, als sie sich in einem Kiosk in der Nähe einer Bushaltestelle aufgehalten habe, berichtet der Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, Iwan Fjodorow, bei Telegram. Demnach brach infolge des Angriffs auch ein Feuer in einem Wohngebiet aus.
+++ 07:00 Lawrow bei Staatschef Xi: Können Chinas Energieengpässe "ohne Zweifel" ausgleichen +++
Der chinesische Präsident Xi Jinping hat chinesischen Staatsmedien zufolge den russischen Außenminister Sergej Lawrow in Peking getroffen. Xi kam mit Lawrow in der Großen Halle des Volkes in der chinesischen Hauptstadt zusammen, wie der chinesische Staatssender CCTV berichtet. Lawrow hält sich zu einem zweitägigen Besuch in China auf, um die bilateralen Beziehungen auszubauen und über die Kriege im Iran und in der Ukraine zu beraten. Lawrow kündigte einen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in China noch in der ersten Hälfte des Jahres 2026 an, wie russische Staatsmedien berichten. Zudem erklärte der russische Chefdiplomat demnach, sein Land könne die im Zuge des Iran-Krieges entstandenen Energieengpässe in China ausgleichen. "Russland kann ohne jeden Zweifel das entstandene Defizit an Ressourcen ausgleichen", sagte Lawrow bei einer Pressekonferenz in Peking. Das gelte für China und "andere Länder, die daran interessiert sind, mit uns zusammenzuarbeiten". Am Vortag hatte Lawrow bereits den chinesischen Außenminister Wang Yi getroffen und dabei Bemühungen zur "Eindämmung" Russlands und Chinas kritisiert. Peking und Moskau sind enge wirtschaftliche und politische Partner. Seit der russischen Invasion der Ukraine 2022 sind die Beziehungen noch enger geworden.
+++ 06:15 US-Vize Vance: "Sollten Finanzierung des Ukraine-Kriegs einstellen" +++
US-Vizepräsident JD Vance hält das Herunterfahren finanzieller Hilfen für die Ukraine für eine der größten Errungenschaften der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Bei einer Veranstaltung der rechten Jugendorganisation Turning Point USA berichtete Vance, er habe einer Person ukrainischer Herkunft vor der Wahl von Trump gesagt, dass die USA die "Finanzierung des Ukraine-Kriegs einstellen sollten". Er glaube das "offensichtlich" immer noch. "Das ist eines der Dinge, auf die ich in dieser Amtszeit am stolzesten bin. Wir haben Europa klargemacht: Wenn ihr Waffen kaufen wollt, könnt ihr das tun, aber die Vereinigten Staaten kaufen keine Waffen mehr, um sie in die Ukraine zu liefern."
+++ 04:43 Verteidigungsminister mehrerer Länder beraten in Berlin zu Ukraine-Hilfen +++
Gemeinsam mit seinem britischen Kollegen John Healy empfängt Verteidigungsminister Boris Pistorius am heutigen Mittwoch den ukrainischen Kollegen Mychailo Fedorow sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin. Anlässlich des von Deutschland und Großbritannien geleiteten 34. Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe werden weitere Vertreter von Unterstützerstaaten des von Russland angegriffenen Landes zudem digital an dem Treffen teilnehmen.
+++ 03:41 Island und Polen ebnen Weg für Sondertribunal gegen Russland +++
Island und Polen beteiligen sich an der Schaffung eines Sondertribunals "zur Verfolgung des russischen Verbrechens der Aggression gegen die Ukraine". Wie der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha bei X mitteilte, traten beide Länder dem entsprechenden Abkommen innerhalb des Europarats bei. Damit ist die notwendige Unterstützung für die formale Gründung des Gerichts erreicht.
+++ 01:48 Russisches Militär verstärkt Aktivitäten im Gebiet Sumy +++
Russische Streitkräfte verstärken die Pufferzone entlang der Staatsgrenze im Gebiet Sumy, zeigen Daten von DeepState, einer ukrainischen Gruppe von Militäranalysten. Laut deren Daten umfasse das neu entstandene Gebiet russischer Kontrolle entlang der dortigen Grenzregion derzeit rund 150 Quadratkilometer.
+++ 00:13 Ukraine und Norwegen bauen Drohnenkooperation aus +++
Norwegen und die Ukraine unterzeichneten in Oslo eine Verteidigungserklärung mit dem Ziel, die militärische Zusammenarbeit, einschließlich der gemeinsamen Drohnenproduktion, zu vertiefen. Dies geschah im Anschluss an Gespräche zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre, berichtete das Online-Portal "Kyiv Independent".
+++ 22:16 Russische Truppen greifen Industrieanlage in der Region Saporischschja an - Feuer ausgebrochen +++
Russische Streitkräfte haben eine Industrieanlage in der ukrainischen Region Saporischschja angegriffen und so ein Feuer ausgelöst. Der Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, Iwan Fjodorow, teilt dies bei Telegram mit. "Die von den Einwohnern Saporischschjas gehörten Explosionen waren die Folge eines feindlichen Angriffs auf eine Industrieanlage. Auf dem Gelände brach ein Feuer aus", schreibt Fjodorow. Über Tote oder Verletzte liegen noch keine Informationen vor.
+++ 21:34 Drohnen-Attacke: Ukraine meldet sieben Tote - darunter ein Kind +++
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach Behördenangaben sieben Menschen getötet worden, darunter auch ein Kind. Allein in der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk gab es fünf Tote und 27 Verletzte, wie der Gouverneur Oleksandr Hanscha mitteilt. "Der Feind hat vier Bezirke der Region mehr als 30 Mal mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen", erklärte Hanscha nach der morgendlichen Angriffswelle. Die Industrieregion ist mehr als 100 Kilometer von der Frontlinie im Osten der Ukraine entfernt. Die russische Armee hat jedoch kleine Teile der Region erobert. Am Nachmittag tötete eine russische Drohne in der frontnahen Stadt Cherson im Süden der Ukraine eine ältere Frau, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilt. Am Abend tötete eine weitere Drohne einen achtjährigen Jungen in der zentralukrainischen Region Tscherkassy, wie die dortige Militärverwaltung meldet. Neun weitere Menschen wurden demnach verletzt. Auch die Behörden der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten russische Drohnenangriffe. Getroffen wurden demnach zwei zivile Schiffe und Hafeninfrastruktur.
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