Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:14 Innenminister: Verdächtige im Gebiet Lwiw festgenommen +++
Nach zwei Explosionen in der westukrainischen Großstadt Lwiw informierte der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko über die Festnahme einer Verdächtigen im Gebiet Lwiw, ohne Details zu nennen. Lwiws Bürgermeister Sadowyj teilte mit, es handele sich bei der festgenommenen Frau um eine ukrainische Staatsbürgerin.
+++ 11:27 Selenskyj: Toter und Verletzte nach russischen Angriffen +++
Bei neuen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein Kind, teilte Selenskyj bei Telegram mit. "Das Hauptziel des Angriffs war die Energieversorgung, auch normale Wohngebäude wurden beschädigt, und es gab Schäden an der Eisenbahn", sagte Selenskyj. Bei dem Toten im Kiewer Gebiet handelte es sich Behörden zufolge um einen 49 Jahre alten Mann. Allein in dieser Woche habe Russland über 1300 Kampfdrohnen, mehr als 1400 Gleitbomben und 96 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. "Deshalb müssen wir unsere Luftverteidigung stärken", sagte der Präsident weiter. Die Ukraine brauche Abwehrsysteme, die auf ballistische Raketen reagieren. "Jedes solche Paket schützt kritische Infrastruktur und erhält die Normalität des Lebens", sagte er.
+++ 10:52 Studie: Ukrainischer Arbeitsmarkt widerstandsfähig - "Schocks standgehalten" +++
Der Arbeitsmarkt in der Ukraine hat sich einer Studie zufolge vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion als überraschend widerstandsfähig erwiesen. Die Arbeitslosenquote sei nach dem Überfall am 24. Februar 2022 zeitweise auf mehr als 20 Prozent nach oben geschnellt, liege derzeit aber bei etwa elf Prozent, heißt es in der Analyse der Rockwool Foundation Berlin. Das seien nur wenige Prozentpunkte mehr als vor dem Krieg. Die Reallöhne erreichten nach einem anfänglichen Rückgang bis 2024 wieder das Vorkriegsniveau und würden es inzwischen sogar übertreffen. "Lange Kriege werden oft eher in Fabriken als auf Schlachtfeldern gewonnen. Der ukrainische Arbeitsmarkt hat bisher Schocks von beispiellosem Ausmaß standgehalten", sagte Mitautor Tito Boeri, Professor an der Bocconi-Universität in Mailand. "Die Zahlen deuten darauf hin, dass es möglich ist, Arbeitskräfte unter extremen Belastungen und überraschend schnell umzuverteilen."
+++ 10:14 Ukraine: Russland griff mit 50 Raketen und fast 300 Drohnen an +++
Russland hat bei seinem nächtlichen Angriff nach Angaben des ukrainischen Militärs 50 Raketen und 297 Drohnen eingesetzt. Die Luftverteidigung habe 33 Raketen und 274 Drohnen abschießen oder neutralisieren können, teilt die Luftwaffe auf Telegram mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X: "Russland untergräbt mit terroristischen Großangriffen weiterhin die Diplomatie". Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, harte Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Eine Stellungnahme aus Moskau liegt zunächst nicht vor.
+++ 09:40 Zahl der Verletzten nach Explosionen in Lwiw steigt +++
Bei der Detonation mehrerer Sprengsätze in der westukrainischen Stadt Lwiw wurden nach Angaben der Behörden 24 Menschen verletzt. Bisher war von 15 Verletzten die Rede gewesen. Laut Behörden wurde eine Polizistin getötet. Die erste Explosion habe sich ereignet, als nach einem mutmaßlichen Einbruch eine Polizeistreife eingetroffen sei, teilt die Nationalpolizei auf Telegram mit. Wenig später sei eine zweite Detonation gefolgt. Es habe sich um selbstgebaute Sprengsätze gehandelt. Der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, spricht von einem Terrorakt.
+++ 09:04 Bericht: Ukrainischer Angriff auf Öldepot +++
Die Ukraine hat in der Nacht offenbar ein Öldepot im russisch besetzten Luhansk angegriffen. Das berichtet das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" unter Berufung auf den Telegram-Kanal Exilenova+. Demnach sei in der Anlage ein heftiger Brand ausgebrochen, der bis zum Morgen andauerte.
+++ 08:12 Neuer Angriff auf Energieanlagen - Kiew und Odessa im Visier +++
Die Ukraine meldet einen russischen Angriff mit zahlreichen Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Die Attacke in der Nacht habe erneut auf die Energieinfrastruktur gezielt, erklären das ukrainische Militär und örtliche Behörden. Im Visier seien vor allem Kiew, der Schwarzmeerhafen Odessa und die Zentralukraine gewesen. In der Hauptstadt wurde nach Angaben von Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk mindestens eine Person verletzt. Schäden habe es in fünf Stadtbezirken gegeben, schreibt Kalaschnyk auf Telegram. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, erklärt, durch den Angriff seien Brände ausgebrochen, die inzwischen aber gelöscht werden konnten.
+++ 07:40 Ukrainischer Generalstab meldet 68 russische Luftangriffe +++
Am 21. Februar habe es 121 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen gegeben, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine berichtet. Betroffen waren demnach vor allem Huliaipole und Pokrovsk. Russland habe unter anderem 68 Luftangriffe durchgeführt und 178 Gleitbomben abgeworfen.
+++ 06:36 Kiew: Europäer müssen Produktion von Luftabwehrraketen hochfahren +++
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fjodorow hat während einer Videokonferenz mit Vertretern Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Polens und des Vereinigten Königreichs die Ausweitung der gemeinsamen Fähigkeiten bei der Entwicklung und Produktion von Systemen zur Abwehr ballistischer Raketen gefordert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform. Fjodorow betont demnach, dass die europäische Verteidigungsindustrie dringend ihre Produktionskapazitäten für ballistische Raketenabwehrsysteme erhöhen müsse, da das derzeitige Produktionsniveau weiterhin kritisch niedrig sei.
+++ 05:44 Syrskyj: 97 Prozent von Kupjansk unter ukrainischer Kontrolle +++
Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyj, sagt im Gespräch mit der Zeitung "Le Monde", dass trotz der russischen Behauptungen 97 Prozent von Kupjansk unter ukrainischer Kontrolle stünden. Gleichzeitig leiste Pokrowsk, das russische Truppen seit über anderthalb Jahren zu erobern versuchten, immer noch Widerstand. Syrskyj betonte, Russland habe im vergangenen Jahr eine groß angelegte Offensive gestartet, um den Donbass, Teile der Regionen Saporischschja, Dnipropetrowsk und Cherson zu erobern sowie eine Pufferzone in den Regionen Charkiw und Sumy zu schaffen. "Das ist ihnen nicht gelungen."
+++ 04:55 Heftige Explosionen in Kiew nach Warnung vor ballistischen Raketen +++
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist von heftigen Explosionen erschüttert worden. Das berichten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am frühen Morgen. Die Militärverwaltung der Stadt löste kurz vor den Explosionen wegen der Gefahr eines feindlichen Einsatzes ballistischer Waffen Luftalarm aus. Die örtlichen Behörden erklären, die Luftabwehr sei gegen Drohnen aktiv, die über der Region Kiew entdeckt worden seien. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. Kiew ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor fast genau vier Jahren regelmäßig Ziel russischer Raketen- und Drohnenangriffe.
+++ 03:51 Kiew: Angriff auf Oreo-Fabrik zielt auf US-Interessen +++
Russland hat laut ukrainischen Angaben eine Oreo-Keksfabrik in der Ostukraine mit einer Rakete angegriffen. Es habe keine Toten gegeben, jedoch sei ein Produktionsgebäude beschädigt worden, schreibt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. "Wenn russische Raketen solche Orte treffen, zielen sie nicht nur auf die Ukraine. Sie richten sich gegen amerikanische Geschäftsinteressen in Europa." Die Anlage in Trostjanez gehört dem US-Konzern Mondelez und war bereits 2022 schwer beschädigt worden. Eine Stellungnahme von Mondelez und dem Kreml liegt zunächst nicht vor.
+++ 02:43 Bürgermeister von Lwiw: "Das war ein Terroranschlag" +++
Nach Explosionen in der westukrainischen Großstadt Lwiw, bei denen mindestens eine Polizistin getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt wurden, gehen die Behörden von Terror aus. "Das war ein Terroranschlag. Nach jetzigem Stand wurden 14 Opfer ins Krankenhaus gebracht", zitiert das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" Bürgermeister Andrij Sadowyj. Das Portal beruft sich auf eine Mitteilung der ukrainischen Nationalpolizei, wonach die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines Notrufs zum vermeintlichen Einsatzort geeilt seien. Nach ihrer Ankunft dort seien dann mehrere Explosionen ausgelöst worden, nicht alle Polizisten hätten überlebt. Bürgermeister Sadowyj sprach demnach von einer getöteten Polizistin. Die Region Lwiw liegt im Westen der Ukraine an der polnischen Grenze. Die gleichnamige Stadt ist nur etwa 50 Kilometer Luftlinie vom EU-Gebiet entfernt.
+++ 01:48 Explosionen in Lwiw töten Polizisten +++
In der Nacht kommt es im westukrainischen Lwiw zu Explosionen. Dabei wurden Polizisten getötet, berichtet Suspilne. Korrespondenten der ukrainischen Nachrichtenagentur hörten die erste Explosion in der Stadt gegen 00:30 Uhr, und gegen 00:43 Uhr folgten weitere Explosionen. Diese seien nicht nur in Lwiw, sondern auch außerhalb der Stadt zu hören gewesen. Um 01:21 Uhr meldete die ukrainische Nationalpolizei, dass es infolge der Explosionen in Lwiw Tote und Verletzte unter den Polizeibeamten gebe. Die Explosionen ereigneten sich demnach nach dem Eintreffen der alarmierten Streifenwagen.
+++ 00:41 Generalstab in Kiew meldet Angriffe auf der Krim +++
Die ukrainische Armee hat in der Nacht zum Freitag russische Patrouillenboote sowie Luft- und Artillerieeinheiten auf der russisch besetzten Krim angegriffen. Das meldet die "Ukrainska Pravda" mit Verweis auf den ukrainischen Generalstab. "In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar wurden zwei feindliche Grenzpatrouillenboote des Projekts 22460 Okhotnik (Jäger) in der Nähe der Stadt Inkerman auf der vorübergehend besetzten ukrainischen Krim getroffen. Treffer auf die Ziele wurden registriert. Das Ausmaß des Schadens wird derzeit ermittelt", schreibt der Generalstab auf Facebook. Außerdem seien in der Stadt Jewpatorija zwei B-12-Flugzeuge auf dem Gelände des Jewpatorija-Flugzeugreparaturwerks getroffen worden.
+++ 23:27 Ukraine holt zwei weitere Kinder aus besetztem Gebiet zurück +++
Der Ukraine gelingt die Rückführung von zwei weiteren Kindern aus dem russisch besetzten Teil der Oblast Cherson. Damit sind in diesem Jahr 31 Kinder aus der Region zurückgeholt worden. Die Rettungen erfolgen im Rahmen der Initiative "Bring Kids Back UA". Wie sie konkret abliefen, ist nicht bekannt. Laut ukrainischen Behörden wurden seit Kriegsbeginn mindestens 20.000 Kinder nach Russland verschleppt - bislang konnten nur 2003 zurückgeführt werden. Ukrainische Beamte schätzen die tatsächliche Zahl der entführten Kinder auf ein Vielfaches höher. Im Jahr 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen den Kremlchef Wladimir Putin und die russische Kinderrechtskommissarin Maria Lwova-Belowa wegen ihrer Rolle bei staatlich organisierten Kindesentführungen.
+++ 21:54 Kiew reagiert auf Drohungen aus Ungarn und Slowakei mit deutlichen Worten +++
Das ukrainische Außenministerium bezeichnet die Drohungen Ungarns und der Slowakei, Stromlieferungen an die Ukraine zu stoppen, als Erpressung und weist sie zurück. "Ultimaten sollten an den Kreml geschickt werden, und sicherlich nicht an Kiew", heißt es in einer Erklärung. Die Regierungen beider Länder spielten damit dem Aggressor in die Hände und schadeten zugleich ihren eigenen Energieunternehmen. Die Slowakei und Ungarn hatten zuvor damit gedroht, die Stromlieferungen einzustellen, sollte die Ukraine den Transit von russischem Öl über die Druschba-Pipeline nicht wieder aufnehmen. Kiew schlägt nach eigenen Angaben alternative Lösungen vor und erwägt die Aktivierung eines EU-Frühwarnmechanismus.
+++ 21:06 Ukraine verhängt Sanktionen gegen 225 Kapitäne der Schattenflotte +++
In seiner abendlichen Ansprache fordert Selenskyj auch weitere Sanktionen gegen Russland seitens der EU, um den Druck auf das Land zu erhöhen, die Kampfhandlungen einzustellen. Er selbst teilt mit, gegen 225 Kapitäne von Schiffen der sogenannten Schattenflotte, die russisches Öl transportieren, Sanktionen verhängt zu haben. Selenskyj schlägt auch vor, dass Dienstleister im internationalen Seeverkehr mit Sanktionen belegt werden müssten, wenn sie Russlands Schattenflotte unterstützten. Es müssten alle bestraft werden, die Russland helfen, Geld zu verdienen für seinen Krieg, sagt Selenskyj. Das Land müsse zu echter Diplomatie für eine Beendigung des Krieges gezwungen werden.
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