Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:58 China: Einhaltung der Waffenruhe "äußerste Priorität" +++
Die Einhaltung der Waffenruhe ist nach Ansicht Chinas derzeit von "äußerster Priorität". Außenminister Wang Yi telefonierte deshalb mit seinem Kollegen aus Pakistan, das bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran als Vermittler auftritt. "Unsere äußerste Priorität ist es, alles zu unternehmen, um die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zu verhindern und die hart erkämpfte Waffenruhe aufrechtzuerhalten", sagte Wang Yi nach Angaben seines Ministeriums in dem Telefonat mit Ishak Dar.
+++ 18:40 Deutschland und Südafrika fordern weitere Verhandlungen +++
Deutschland und Südafrika verlangen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran eine Fortsetzung der Gespräche. "Der Waffenstillstand hält. Und ich kann nur an beide Seiten dringend appellieren, diese Zeit weiterhin zu nutzen", sagt Außenminister Johann Wadephul in Berlin beim Treffen mit seinem südafrikanischen Kollegen Ronald Lamola. Dieser sagt, dass sein Land den Angriff Israels und der USA auf den Iran genauso als Verstoß gegen das Völkerrecht verurteilt habe wie die Angriffe Irans auf dessen Nachbarn. Er äußert sich enttäuscht, dass die Verhandlungen am Wochenende abrupt beendet wurden.
+++ 17:52 Schah-Sohn: Bin in Kontakt mit der gesamten Exil-Opposition +++
Der Sohn des letzten Schahs im Iran steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit den verschiedenen Gruppen der tief gespaltenen Exil-Opposition. Er wolle "als einende nationale Figur" agieren, sagt Reza Pahlavi bei einem Besuch im schwedischen Parlament. Er wolle nicht nur eine einzelne Gruppierung oder Idee unterstützen. Auf die Frage, was er zur Vereinigung der verschiedenen Teile der Opposition unternehme, antwortete Pahlavi: "Ich spreche mit ihnen, ich führe Dialoge mit ihnen, ich treffe mich mit ihnen." Mit wem er genau in Kontakt steht, sagt er aber nicht.
+++ 17:32 Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington +++
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington direkte Gespräche auf politischer Ebene auf. Geführt werden sie am Dienstag zunächst von der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter. Die Gespräche finden nach Wochen der gegenseitigen Angriffe statt. Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert eine Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist. Die Schiitenmiliz lehnt dies jedoch ab und Experten halten ihre gewaltsame Entwaffnung für äußerst schwierig.
+++ 17:10 Russland zieht fast gesamtes Personal aus Akw Buschehr ab +++
Angesichts der weiter unsicheren Lage im Iran zieht Russland fast sein gesamtes Personal aus dem Atomkraftwerk Buschehr ab. Es hätten weitere gut hundert russische Mitarbeiter die Anlage verlassen, erklärt der Chef der russischen Atombehörde Rosatom, Alexej Lichatschow. Nun seien nur noch 20 russische Manager und Techniker vor Ort. Das Kraftwerk verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war. Russland war am Bau des Akw beteiligt, hunderte russische Techniker unterstützten seitdem den Betrieb vor Ort. Sie wurden seit Beginn des Iran-Krieges nach und nach abgezogen.
+++ 16:40 Trump: Iranische Schnellboote, die sich der Blockade nähern, werden eliminiert +++
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit Konsequenzen, sollte das Land versuchen, die US-Blockade der Straße von Hormus zu durchbrechen. "Die iranische Marine liegt am Meeresgrund, vollständig vernichtet - 158 Schiffe", schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Einzig die Schnellboote Teherans seien noch übrig, weil sie keine nennenswerte Bedrohung darstellen würden. "Sollte sich eines dieser Schiffe unserer Blockade nähern, wird es sofort eliminiert, und zwar mit demselben Verfahren, das wir gegen die Drogenhändler auf See anwenden", so Trump.
+++ 16:20 US-Militär will ab sofort Straße von Hormus blockieren +++
Die von den USA geplante Blockade der Straße von Hormus soll früheren Ankündigungen zufolge am Nachmittag in Kraft getreten sein. Unklar blieb zunächst, ob das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) tatsächlich seit 16 Uhr MESZ bestimmte Schiffe an der Durchfahrt durch die Meerenge hindert. Angekündigt war zuvor eine Blockade von Schiffen, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel hatten. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hatte Centcom am Sonntag mitgeteilt. Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle.
+++ 15:58 Israelische Armee kesselt Stadt im Südlibanon vollständig ein +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Stadt Bint Dschbeil im Süden des Libanon vollständig eingekesselt. "Die Streitkräfte der 98. Division haben die Einkesselung der Stadt Bint Dschbeil abgeschlossen und mit einem Angriff auf sie begonnen", teilt der Armeesprecher Avichay Adraee bei X mit. In der vergangenen Woche hatten israelische Soldaten demnach bei direkten Gefechten und bei Luftangriffen in der Stadt und ihrer Umgebung mehr als hundert Hisbollah-Kämpfer getötet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte in einer Kabinettssitzung, die Kämpfe im Südlibanon konzentrierten sich seit Sonntag auf Bint Dschbeil. "Die Kämpfe gehen weiter. Sie haben nicht aufgehört - sie dauern ununterbrochen an. Gestern und heute haben sie sich auf Bint Dschbeil konzentriert", sagte er laut einem am Montag von seinem Büro veröffentlichten Video.
+++ 15:22 Krause: "Trump wird nicht ohne Eskalation auskommen" +++
Laut dem Sicherheitsexperten Joachim Krause hat sich Donald Trump mit der Militäroperation im Iran "selber in eine Klemme gebracht" - und könnte nun zu weiteren Eskalationsschritten gezwungen sein. In Washington werde bereits über militärische Optionen beraten, bis hin zur Besetzung von Inseln oder Küstenstreifen.
+++ 14:46 Nach Angriff auf Sanitäter: Rotes Kreuz massiv besorgt +++
Nach einem Angriff auf ein Zentrum des Libanesischen Roten Kreuzes im Süden des Landes sowie der Tötung eines freiwilligen Helfers zeigt sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zutiefst besorgt über Attacken auf medizinisches Personal im Libanon. Der Verlust von Menschen, die ihr Leben der Rettung anderer widmeten, sei angesichts der Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, die auf ihre Hilfe angewiesen sei, äußerst besorgniserregend, sagt die Leiterin der IKRK-Delegation in dem Land, Agnes Dhur, in Genf.
+++ 14:14 China will engere Energie-Zusammenarbeit mit Emiraten +++
Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang fordert bei einem Treffen mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Chaled bin Mohammed bin Sajed Al Nahjan, in Peking eine engere Zusammenarbeit im Energiebereich mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). China wolle die Basis dafür stärken und Potenziale bei Energiespeichern, Wasserstoff und Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ausloten, berichtet der staatliche Sender CCTV unter Berufung auf Li. Angesichts des Krieges im Iran dringe Li zudem auf starke Maßnahmen der VAE, um die Sicherheit chinesischer Bürger, Einrichtungen und Projekte in dem Land zu gewährleisten. China werde seine konstruktiven Bemühungen zur Beendigung des Konflikts fortsetzen, erklärt er weiter.
+++ 13:47 Sichtbar beschädigtes US-Militärflugzeug landet in England +++
Auf einer Militärbasis in Großbritannien landet ein KC-135-Stratotanker der US-Luftwaffe - übersät mit unzähligen kleineren Schäden. Das Tankflugzeug wurde vermutlich vor Wochen bei einem iranischen Angriff in Saudi-Arabien beschädigt.
+++ 13:17 Öltanker mit Verbindung zum Iran verlassen Golf vor US-Blockade +++
Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker verlassen vor einer geplanten US-Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete den Persischen Golf durch die Straße von Hormus. Dies geht aus Schifffahrtsdaten von Kpler und LSEG hervor. Der Tanker "Auroura" sei mit iranischen Ölprodukten beladen, während die "New Future" Diesel aus dem Hafen Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord habe, zeigen die Daten von Kpler weiter.
+++ 12:47 Hormus-Blockade: Frankreich und Großbritannien planen internationale Mission +++
Vor dem Hintergrund der angekündigten Teil-Blockade der Straße von Hormus durch die US-Armee wollen Frankreich und Großbritannien den Aufbau einer internationalen Mission zur Absicherung der Meerenge vorantreiben. In den kommenden Tagen solle dazu eine internationale Konferenz in Paris stattfinden, kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag im Onlinedienst X an. "Diese strikt defensive und von den Konfliktparteien getrennte Mission soll eingesetzt werden, sobald es die Lage zulässt", betonte Macron. Der britische Premierminister Keir Starmer hatte zuvor gesagt, dass Großbritannien die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Teil-Blockade nicht unterstütze. Großbritannien wolle sich nicht "in den Krieg ziehen lassen", sagte er dem Sender BBC.
+++ 12:13 Iranische Hilfsorganisation: Haben fast 1000 Menschen in Teheran aus den Trümmern gerettet +++
Laut Angaben des iranischen Roten Halbmonds haben Teams der Hilfsorganisation in Teheran 960 Menschen aus den Trümmern nach den US-israelischen Luftangriffen auf die iranische Hauptstadt gerettet. Dies berichtet die Nachrichtenagentur staatliche Irna. Demnach wurden infolge der Angriffe landesweit insgesamt 125.630 zivile Gebäude beschädigt, darunter etwa 100.000 Wohnhäuser und rund 24.000 Gewerbeimmobilien. Die iranischen Behörden meldeten bislang 3300 Tote bei den Angriffen. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.
+++ 11:40 Papst: "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung" +++
Papst Leo XIV. weist Kritik von US-Präsident Donald Trump an seinem Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt zurück. "Was ich sage, ist keineswegs als Angriff auf irgendjemanden gemeint", sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Flug nach Algerien, der ersten Station einer Afrika-Reise. "Ich bin kein Politiker. Ich lade alle Menschen dazu ein, Brücken für Frieden und Versöhnung zu bauen und nach Wegen zu suchen, um Krieg zu vermeiden." Zugleich betonte Leo: "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung." Der US-Präsident hatte dem Pontifex unmittelbar vor dessen Abflug vorgeworfen, eine "schreckliche" Außenpolitik zu betreiben. Auf der Plattform Truth Social schrieb Trump, Leo sei nur ins Amt gekommen, weil man gehofft habe, dass ein Papst aus den USA besser mit ihm umgehen könne. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan." Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Dazu sagte Leo an Bord seines Flugzeugs vor Journalisten: "Die Botschaft des Evangeliums ist ganz klar: "Selig sind die Friedfertigen." Ich werde mich nicht scheuen, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden. Meine Botschaft auf eine Stufe mit dem zu stellen, was der Präsident hier zu tun versucht, bedeutet, die Botschaft des Evangeliums nicht zu verstehen. Und es tut mir leid, das zu hören, aber ich werde weitermachen mit dem, was ich für die Mission der Kirche halte."
+++ 11:17 Analyse: "Iran könnte Blockade kurzfristig gern in Kauf nehmen" +++
Nachdem zunächst der Iran selbst die Straße von Hormus blockiert, sind es nun die US-Streitkräfte die ebenjene Maßnahme ankündigen. Warum manche Experten davon ausgehen, dass der Iran sich kaum daran stört, erklärt ntv-Korrespondentin Kavita Sharma.
+++ 10:47 Britische Regierung stellt sich gegen Trumps Seeblockade +++
Die britische Regierung unterstützt die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Blockade der Straße von Hormus ausdrücklich nicht. Das sagte Premierminister Keir Starmer am Morgen in der BBC. Alle diplomatischen, politischen und militärischen Maßnahmen seien darauf ausgerichtet, die Meerenge wieder zu öffnen, sagte Starmer. Ohne Details zu nennen, verwies er auf britische Kapazitäten zum Räumen von Minen.
+++ 10:17 US-Blockade löst "große Angst" in Israel aus +++
Nachdem zunächst der Iran die Straße von Hormuz blockiert hat, sind es nun die USA, die den Seeweg versperren. Trumps Entscheidung wird in Israel kritisch beäugt, wie ntv-Korrespondent Stephan Richter erklärt.
+++ 09:45 Irans Militär nennt Trumps Seeblockade "Akt der Piraterie" +++
Irans Streitkräfte bezeichnen die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als "Akt der Piraterie". Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagt ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden", so der Sprecher weiter. Die von Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll heute beginnen. Ab 16.00 Uhr MESZ werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) an.
+++ 09:20 Trump: US-Ausgaben für Nato "werden sehr ernsthaft hinterfragt" +++
US-Präsident Donald Trump wirft der Nato zum wiederholten Male vor, die USA und Israel nicht beim Krieg gegen den Iran unterstützt zu haben. "Sie waren nicht für uns da", sagte er vor Reportern. "Jetzt wollen sie sich einbringen, aber es gibt keine echte Bedrohung mehr." Trump stellte zudem den Wert der US-Mitgliedschaft in dem Bündnis generell infrage: "Wissen Sie, wir haben Billionen Dollar für die Nato ausgegeben, um ihnen zu helfen, sich wirklich gegen Russland zu schützen - wenn man darüber nachdenkt, wir schützen vor Russland. Und ich habe das schon lange für ein wenig lächerlich gehalten, aber wir geben Billionen Dollar dafür aus. Und ich denke, das wird sehr ernsthaft hinterfragt werden", sagte er.
+++ 08:30 Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung steigen Ölpreise deutlich +++
Der Ölpreis am Weltmarkt ist mit Blick auf die gescheiterten Friedensverhandlungen der USA mit dem Iran und der Ankündigung aus Washington, nun ebenfalls die Straße von Hormus zu blockieren, stark angestiegen. Sowohl die US-Referenzsorte WTI als auch die Nordseesorte Brent notieren am Morgen deutlich über 100 Dollar pro Barrel. Bei beiden Ölsorten beträgt der Preisanstieg über acht Prozent. Die Straße von Hormus ist bereits seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran faktisch gesperrt. Passieren konnten die Meerenge, durch die im Regelfall rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports verläuft, zuletzt nur iranische Schiffe oder solche mit expliziter oder erkaufter Erlaubnis aus Teheran. Für heute hat das US-Militär auf Anordnung von Präsident Donald Trump eine Blockade von Schiffen in der Straße von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde. Die Blockade soll um 16.00 Uhr MESZ beginnen.
+++ 08:00 Schifffahrtsdaten: Viele Öltanker meiden Straße von Hormus vor US-Blockade +++
Vor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden viele Öltanker Schifffahrtsdaten zufolge die Straße von Hormus. Ein unter der Flagge Maltas fahrendes Schiff hat demnach an der Meerenge bereits kehrtgemacht. Andere Tanker mit Ziel in arabischen Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin. Die US-Streitkräfte wollen ab 16.00 Uhr (MESZ) den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. Die iranischen Revolutionsgarden drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe.
+++ 07:25 US-Senator nennt Trumps Attacke gegen den Papst "abscheulich" +++
US-Senator Mark Kelly kritisiert Präsident Donald Trump scharf für dessen verbalen Angriff auf den Papst. "Als Katholik finde ich es abscheulich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten den Nachfolger des heiligen Petrus öffentlich angreift", schreibt der Demokrat bei X. "Donald Trump ist am Ende. Sein Krieg gegen den Iran hat zum Tod und zur Verwundung amerikanischer Soldaten sowie zum Tod iranischer Kinder geführt." Trump greife alles und jeden an, um sich selbst zu schützen - "sogar die Kirche, in der Millionen von Amerikanern jeden Tag Glauben und Trost" fänden. "Das amerikanische Volk verdient einen Präsidenten, der die Konsequenzen seiner Worte versteht und Verantwortung für sein Handeln übernimmt." Trump hatte Papst Leo zuvor als "schrecklich" in Bezug auf Außenpolitik bezeichnet. Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Papst Leo XIV. hat sich als entschiedener Kritiker des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran positioniert. Die Drohung Trumps, die iranische Zivilisation zu zerstören, nannte der Papst "inakzeptabel".
+++ 06:53 UN-Mission: Israelische Soldaten rammen Fahrzeuge der Vereinten Nationen mit Panzer +++
Die UN-Mission im Libanon (Unifil) wirft Soldaten des israelischen Militärs vor, Unifil-Fahrzeuge bei zwei Vorfällen mit einem Panzer gerammt zu haben. In einem der Fälle sei dabei erheblicher Schaden entstanden, schreibt Unifil auf X. Die israelischen Soldaten hätten eine Straße blockiert, über die man zu Stellungen der UN-Mission im Südlibanon gelange. Zusätzlich schreibt die Mission, dass israelische Soldaten in der vergangenen Woche "Warnschüsse" in dem Gebiet abgegeben hätten, die "eindeutig als solche erkennbare UNIFIL-Fahrzeuge getroffen und beschädigt haben". In einem Fall sei ein solcher "Warnschuss" nur einen Meter von einem Friedenssoldaten eingeschlagen, der gerade aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war. Ende März waren binnen 24 Stunden drei indonesische Blauhelmsoldaten bei Explosionen im Libanon getötet worden. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Vereinten Nationen waren dafür ein Angriff durch einen Panzer der israelischen Armee sowie eine von der Hisbollah gelegte Sprengfalle verantwortlich. Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der libanesischen Grenzregion zu Israel stationiert. Aktuell sind daran rund 7500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.
+++ 06:18 Iran nach Verhandlungen: USA blockieren Friedensabkommen +++
Der Iran gibt den USA die Schuld am Scheitern einer Einigung zur Beendigung des Krieges. In den intensivsten Gesprächen auf höchster Ebene seit 47 Jahren habe sich der Iran in gutem Glauben engagiert, teilt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mit. Kurz vor dem Abschluss der Gespräche in Islamabad sei man jedoch auf Maximalforderungen, immer neue Bedingungen und eine Blockade gestoßen. Es seien "null Lehren" gezogen worden, kritisiert der Minister.
+++ 05:48 Trump: Irans Rückkehr an den Verhandlungstisch würde keine Rolle spielen +++
Eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des Iran-Krieges würde US-Präsident Donald Trump zufolge keine Rolle spielen. "Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht", sagt Trump vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. "Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung", fügt er hinzu.
+++ 04:44 Trump attackiert Papst Leo: "schrecklich" +++
US-Präsident Donald Trump hat das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Leo XIV., in einem außergewöhnlichen Akt attackiert. Der Papst sei "schrecklich" in Bezug auf Außenpolitik, schreibt der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Trump schreibt, der Papst sollte "dankbar" sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei - damit man besser mit Trump umgehen könne. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan", behauptet Trump, der sich häufig bei seiner Politik auf den christlichen Glauben bezieht. Der US-Präsident schreibt weiter, er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Er wolle keinen Papst, der denke, dass es falsch sei, dass die USA Venezuela angegriffen hätten. "Leo sollte sich als Papst zusammenreißen", schreibt Trump in seinem Beitrag weiter und erklärt später gegenüber Reportern, er sei kein großer Fan des Pontifex.
+++ 03:49 Teherans Parlamentspräsident: US-Drohungen gegen Iran wirkungslos +++
Die Drohungen der USA haben nach Angaben des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf ihren Einfluss verloren. "Der Iran hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben", sagt Ghalibaf laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen, deutete er die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die Washington seit dem Ausbruch des Krieges geraten sei. Der Iran werde Logik mit Logik und Kampf mit Kampf erwidern und den USA erneut eine Lektion erteilen. "Die USA aber sollten lieber das Vertrauen des Irans zurückgewinnen und das Versäumte wiedergutmachen", so der einflussreiche Politiker. Als Leiter der iranischen Delegation bei den Friedensgesprächen war Ghalibaf der erste iranische Politiker seit fast 50 Jahren, der direkt mit einem US-Vizepräsidenten - JD Vance - gesprochen hat.
+++ 02:50 Nach Trumps Seeblockade-Ankündigung: Ölpreise steigen +++
Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder gestiegen. In der Nacht lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte in der Nacht zum Montag wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
+++ 01:47 Blatt: Trump erwägt begrenzte Militärschläge im Iran +++
US-Präsident Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge im Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden.
+++ 00:51 US-Militär: Seeblockade der Straße von Hormus beginnt Montag +++
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll am Montag beginnen. Ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigt das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X an. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt, heißt es weiter. Zugleich erläuterte Centcom, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, deren Ziel oder Startpunkt nicht ein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde.
+++ 00:17 Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus "lächerlich" +++
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als "lächerlich" zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagt nach Angaben des Staatsfernsehens: "Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd." Die iranische Marine "überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region".
+++ 23:18 Nach Telefonat mit Putin: Irans Präsident gibt sich friedenswillig +++
Teheran ist iranischen Staatsmedien zufolge zu einem "ausgewogenen und fairen" Abkommen bereit, das dauerhaften Frieden und Sicherheit gewährleistet. Eine Einigung sei nicht in weiter Ferne, sollten die USA "in den Rahmen des Völkerrechts zurückkehren", sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian nach dem Bericht in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.
+++ 22:15 Iran veröffentlicht Video von Kommunikation mit US-Kriegsschiff +++
Das iranische Militär veröffentlicht ein Video, in dem der Vorfall mit einem US-Kriegsschiff vom Samstag gezeigt werden solle. Die USS Michael Murphy hatte nach US-Angaben die Straße von Hormus durchfahren. Das sollte der Vorbereitung der Minenräumung dienen, hieß es. Der Iran reagierte darauf und warnte das Schiff, seine Fahrt fortzusetzen, drohte sogar mit Beschuss. Diese Warnung habe das US-Militär aber nicht erhalten, erklärt ein Offizieller gegenüber Axios am Samstag, wie Korrespondent Barak Ravid auf X schreibt. Das nun veröffentlichte Video stellt die Situation anders dar. Dort ist zu hören, wie die Michael Murphy auf die Warnung des Irans reagiert.
+++ 21:53 Iran meldet mehr als 3300 Tote seit Beginn des Krieges +++
Im Iran sind seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf das Land nach Behördenangaben mehr als 3300 Menschen getötet worden. Unter ihnen seien knapp 500 Frauen, teilt die iranische Rechtsmedizin-Organisation mit, die zur Justiz des Landes gehört. Von unabhängiger Seite können die Angaben nicht überprüft werden. Es habe sich um 2875 männliche und 496 weibliche Opfer gehandelt. Angaben zu Kindern unter den Opfern werden nicht gesondert gemacht.
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