Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:24 Magyar: Ungarn wird nicht komplett auf russische Energie verzichten +++
Der ungarische Spitzenkandidat und Vorsitzende der Oppositionspartei Tisza Party, Péter Magyar, kündigt an, dass eine von ihm geführte Regierung einen "pragmatischen" Umgang mit Russland verfolgen würde. Beide Staaten würden sich folglich nicht mehr in innere Angelegenheiten einmischen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press kritisiert Magyar Regierungschef Orbán scharf für eine geschaffene Energieabhängigkeit von Russland. Vielmehr plädiert der Oppositionspolitiker dafür, alternative Öl- und Gasquellen für Ungarn zu erschließen. Dabei betont er jedoch, dass dies keinen sofortigen Verzicht auf russische Energie bedeute. Bei den bevorstehenden Parlamentswahlen am 12. April könnte Orbán erstmals nach 16 Jahren Regierung die Mehrheit gegen die Partei von Magyar verlieren.
+++ 11:33 Frankreich plant massiven Drohnen-Ausbau wegen Ukraine-Krieg +++
Im Rahmen eines neuen Verteidigungsplans will die französische Regierung seine Bestände an Raketen und Drohnen massiv ausbauen. Demnach sollen die Vorräte bestimmter Munitionstypen – insbesondere sogenannter "Kamikaze-Drohnen" – bis 2030 um bis zu 400 % erhöht werden, wie "Politico" berichtet. Insgesamt 8,5 Milliarden Euro sind demnach zusätzlich für weitere Drohnen und Raketen vorgesehen. Der Verteidigungsetat soll ebenso innerhalb der nächsten vier Jahre deutlich ansteigen auf 76,3 Milliarden Euro für 2030. Hintergrund sei die Erkenntnis aus dem Ukraine-Krieg, dass moderne Kriegsführung enorme Mengen an Munition erfordert und die europäische Armeen derzeit weder ausreichend lagern noch schnell genug produzieren können.
+++ 10:46 Selenskyj: Immer bereit für Gespräche mit Putin in Istanbul +++
Während seines Türkei-Besuchs wiederholt der ukrainische Präsident Selenskyj seine Bereitschaft für Friedensgespräche mit Russlands Präsident Putin. "Präsident Erdogan möchte hier in Istanbul Gespräche führen. Wir sind bereit, zu kommen. Ich habe immer gesagt, dass wir zu einem Treffen auf Führungsebene zu jeder Zeit bereit sind", sagte der ukrainische Staatschef nach Gesprächen mit Präsident Erdogan. Der türkische Präsident versucht im Ukraine-Krieg stärker zu vermitteln und hatte einen Tag vor der Ankunft Selenskyjs mit Putin telefoniert. Bereits im vergangenen Mai hatte Erdogan beide Staatsoberhäupter nach Istanbul eingeladen. Russland lehnt direkte Gespräche bislang ab.
+++ 10:04 Kriewald: "Schlechterer Vermittler kann Erdogan nicht sein" +++
Während seines Treffens mit dem türkischen Präsidenten Erdogan in Istanbul bittet der ukrainische Präsident Selenskyj um Unterstützung. Im Gegenzug bietet er eine verstärkte Kooperation in Energie- und Sicherheitsfragen. ntv-Reporterin Nadja Kriewald erklärt, warum die Türkei dabei eine Schlüsselrolle spielen könnte. Militärisch bleibt die Lage jedoch kritisch.
+++ 09:22 Heizkraftwerk nach Drohnenangriff auf russische Ölraffinerie beschädigt +++
Nach dem ukrainischen Angriff auf die viertgrößte Ölraffinerie Russlands in der Region Nowgorod ist der Strom infolge von Bränden in umliegenden Häusern ausgefallen. Insgesamt 30 ukrainische Drohnen seien abgewehrt worden, teilt der Gouverneur Gleb Nikitin bei Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser und ein Heizkraftwerk wurden beschädigt. Die Ukraine nimmt immer wieder russische Energieanlagen in ihrem Abwehrkampf gegen den seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg ins Visier. Ziel Kiews ist es, auf diese Weise Moskaus Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas zu minimieren.
+++ 08:05 Belarus deckt offenbar Haushaltslücke mit russischen Geldern +++
Belarus deckt offenbar seine Haushaltsdefizite mit russischen Staatsanleihen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Jahresbericht "Monitoring the Economy of Belarus" durch ukrainische Geheimdienste. Die Steuereinnahmen machen etwa 80 Prozent aller Einnahmen des Landes aus und sind im vergangenen Jahr um fast ein Prozent zurückgegangen. Grund dafür waren demnach geringere Einnahmen durch Auslandsgeschäfte. Um die Lücke zu schließen, kaufte die Nationalbank russische Staatsanleihen in Höhe von 2,3 Milliarden Rubel (24,8 Millionen Euro). Weil auch in diesem Jahr mit einem erneuten Haushaltsdefizit von 1 bis 1,5 Prozent gerechnet wird, warnen die Wirtschaftsexperten, dass sich die Abhängigkeit des Landes von russischen Transfergeschäften noch mehr verschärfen wird.
+++ 07:20 Drei Menschen bei Drohnenangriff auf Odessa verletzt +++
Bei einem nächtlichen russischen Drohnenangriff auf die Stadt Odessa sind drei Menschen verletzt worden. Zwei der Verletzten befinden sich im Krankenhaus, erklärt der Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhiy Lysak. In mehreren Häusern ist die Energieversorgung den Behörden zufolge unterbrochen. Das genaue Ausmaß der Schäden ist laut Rettungskräften noch unklar. Gegen 01:00 Uhr hatten die Behörden vor einem Angriff auf die Region gewarnt. Odessa ist aufgrund seiner Nähe der von Russland besetzten Krim ein regelmäßiges Ziel von Angriffen. Am 28. März starben zwei Menschen infolge eines Drohnenangriffs auf eine Entbindungsklinik und drei Bildungseinrichtungen. 14 weitere wurden verletzt.
+++ 06:19 Slowakei dringt auf Ende der Energie-Sanktionen gegen Russland +++
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico fordert die Europäische Union auf, die Sanktionen gegen russische Öl- und Gasimporte aufzuheben, um die durch den Krieg im Iran ausgelöste Energiekrise zu bewältigen. Die EU solle den Dialog mit Russland wieder aufnehmen, sagt Fico nach einem Telefonat mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. So könnten Mitgliedstaaten fehlende Gas- und Öllieferungen aus russischen Quellen beziehen, heißt es in der Erklärung Ficos. Die Slowakei und Ungarn sind die einzigen EU-Mitgliedsstaaten, die ihre Beziehungen zu Moskau aufrechterhalten. Die Ölpreise sind seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar stark angestiegen, was zu Lieferengpässen aus dem Golf geführt und laut der Internationalen Energieagentur die größte Unterbrechung der Ölversorgung in der Geschichte verursacht hat.
+++ 03:33 Kiew erwartet baldigen Besuch von US-Delegation +++
Die Ukraine rechnet noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in Kiew. Das sagt der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Laut Kyrylo Budanow soll die Delegation vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Jared Kushner, geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine. Auch der republikanische US-Senator Lindsey Graham könnte laut dem Bericht mit von der Partie sein. Die US-Seite bestätigt den Besuch laut Bloomberg zunächst nicht.
+++ 01:43 Viertgrößte Ölraffinerie Russlands brennt +++
In Russland steht die viertgrößte Ölraffinerie des Landes in Flammen. Videos zeigen mutmaßliche Drohnenangriffe auf die Kstowo Raffinerie in der Oblast Nischni Nowgorod. Nach Angaben des Telegram-Kanals Exilenova Plus und weiteren gibt es auf dem Gelände zahlreiche Brände.
+++ 23:55 Verbündete Kiews sollen um Aussetzung der Angriffe auf russische Raffinerien gebeten haben +++
Verbündete der Ukraine haben Kiew angeblich gebeten, Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien auszusetzen. Das sagt der Leiter des Präsidialamts, Kyrilo Budanow, im Interview mit Bloomberg. Hintergrund ist demnach der Anstieg der Kraftstoffpreise durch den Irankrieg. Um welche Länder es genau geht, sagt Budanow nicht. "Lassen Sie mich dies diplomatisch beantworten. Wir erhalten diesbezüglich gewisse Signale", sagt er, ohne weitere Details zu nennen. Er hält sich auch bedeckt zu der Frage, ob die Ukraine den Bitten nachkommt. Die Ukraine hatte ihre Angriffe auf Raffinerien in den vergangenen Wochen intensiviert - eine Reaktion auf die Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl durch die USA.
+++ 22:19 Drohnen-Angriffe auf die Stadt Sumy +++
In Sumy schlägt eine russische Drohne auf einem Parkplatz ein. Zwei Autos werden beschädigt, meldet der Leiter der Militärverwaltung der Stadt bei Telegram. Im Stadtbezirk Kowpakiwskyj verletzt eine Drohne einen 52-jährigen Mann.
+++ 21:22 Selenskyj will mit Türkei Gasfeld-Erschließung prüfen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will mit der Türkei "die Möglichkeiten für die Entwicklung von Gasfeldern" prüfen, unter anderem im Schwarzen Meer, sagt er nach Beratungen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan in Istanbul. Putin hatte Selenskyj zuvor unterstellt, die Gastransportinfrastruktur zwischen Russland und der Türkei angreifen zu wollen.
+++ 20:43 Ukraine dementiert Beteiligung an russischen Flugzeugabstürzen +++
Die ukrainische Marine hat eine Beteiligung an Abstürzen von zwei russischen Militär-Flugzeugen auf der besetzten Krim dementiert, berichtet Ukrinform. Ursache könnte laut Medienbericht möglicherweise ein Defekt oder ein Unfall sein. "Dies könnte mit den extremen Bedingungen zusammenhängen, unter denen diese Flugzeuge eingesetzt werden", sagt Dmytro Pletenchuk, Sprecher der ukrainischen Marine.
+++ 19:51 Selenskyj: Türkei-Kooperation bei Sicherheit und Gas +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vereinbart nach eigenen Angaben mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan "neue Schritte" in der Sicherheitskooperation. Der politische Wille sei vorhanden und Arbeitsgruppen würden in Kürze die Details ausarbeiten, teilt Selenskyj während eines Besuchs in Istanbul bei Telegram mit. "Dies gilt vor allem für die Bereiche, in denen wir die Türkei unterstützen können: mit Fachwissen, Technologie und Erfahrung", schreibt Selenskyj. Zudem erörtern die beiden Staatschefs Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Erdgasinfrastrukturprojekten.
+++ 19:12 Ostermärsche rufen zum Frieden in der Ukraine auf +++
Die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung erreichen ihren ersten Höhepunkt. Nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative finden bundesweit in rund 70 Städten Aktionen statt - unter anderem in Berlin, Bremen, München, Duisburg, Leipzig und Stuttgart. Die Ostermärsche stehen in diesem Jahr unter dem Eindruck der Kriege - wie in der Ukraine.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.