Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:19 Sharma: "Fedorow-Aus bringt Selenskyj in Bredouille" +++

21.07.2026, 00:01 Uhr

Selenskyj macht klar, dass der bisherige Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nicht auf seinem Posten bleiben kann. Der wiederum tritt zurück und löst Proteste aus. Was das mit dem ukrainischen Oberbefehlshaber zu tun hat und wie sich die Krise weiterentwickelt, erklärt ntv-Reporterin Kavita Sharma.

+++ 10:57 Rumänien meldet Angriff auf Frachter im Schwarzen Meer mit drei Verletzten +++

Nach einem Angriff auf einen mit Propangas beladenen Frachter im Schwarzen Meer sind nach rumänischen Angaben drei Seeleute verletzt worden. Das Schiff sei auf dem Weg zum ukrainischen Hafen Reni gewesen, als sich der Angriff ereignete, erklärt Rumäniens Präsident Nicusor Dan auf X. Die Behörden untersuchten derzeit, wer für den Angriff verantwortlich sei. Der Vorfall sei "höchstwahrscheinlich Teil des illegalen Angriffskriegs der Russischen Föderation gegen die Ukraine", erklärt Dan. Dem rumänischen Präsidenten zufolge fuhr der Flüssiggas-Tanker "Gas Lisbon" unter der Flagge Liberias. Er wurde demnach "außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer, etwa 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste" getroffen.

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Ein Rettungsschiff evakuiert verletzte Besatzungsmitglieder und nähert sich dem Hafen von Tulcea. (Foto: picture alliance/dpa/ISU Tulcea via AP)
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Rettungskräfte und Sanitäter an einem Anlegeplatz im Hafen von Tulcea. (Foto: picture alliance/dpa/ISU Tulcea via AP)

+++ 10:29 Indien bestellt russischen Diplomaten nach tödlichem Angriff auf Frachter ein +++

Nach dem Tod von vier indischen Seeleuten bei einem Raketenangriff im Schwarzen Meer hat das Außenministerium in Neu-Delhi einen ranghohen russischen Diplomaten einbestellt. Der russische Geschäftsträger Wladimir Ladanow sei aufgefordert worden, Indiens "ernste Besorgnis" nach Moskau zu übermitteln, teilt das Ministerium mit. Angriffe auf die zivile Schifffahrt und der Tod von Zivilisten seien "inakzeptabel". Solche Angriffe gefährdeten die Sicherheit und Stabilität des internationalen Seehandels. Ukrainischen Angaben zufolge hatte Russland den unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrenden Frachter "Golden Leo" am Sonntag beim Verlassen eines ukrainischen Hafens mit drei Marschflugkörpern beschossen. Dabei seien zehn Menschen getötet worden, darunter die vier Inder. Die Besatzung bestand aus indischen und syrischen Seeleuten. Das Schiff gehört laut Daten des Anbieters LSEG dem im indischen Mumbai ansässigen Unternehmen Ocean Grace Shipping. Eine russische Stellungnahme lag nicht vor.

+++ 10:08 Gouverneur: Eine Tote bei russischem Drohnenangriff in Charkiw +++

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Charkiw ist offenbar eine 66-jährige Frau getötet worden. Das schreibt das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf den Leiter der Militärverwaltung. Zudem sei ein Haus beschädigt worden.

+++ 09:18 Naftogaz: Russland greift ukrainische Gasanlagen in Region Charkiw an +++

Russland hat den dritten Tag in Folge Gasförderanlagen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in der nordöstlichen Region Charkiw attackiert. Dies teilt das staatliche Unternehmen über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Angriff auf eine der Anlagen am Sonntag habe zu einem Teilausfall der Produktion geführt. Eine weitere Anlage sei bei einem Angriff am Montagmorgen beschädigt worden.

+++ 08:28 Ukraine meldet mehr als 20 Verletzte bei russischen Angriffen in Cherson +++

Bei russischen Angriffen in der Region Cherson sind im Laufe des vergangenen Tages offenbar 22 Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Gouverneur Oleksandr Prokudin. Mehrere Wohnhäuser und Fahrzeuge wurden demnach beschädigt. 

+++ 07:52 IWF genehmigt Ukraine Zugriff auf weitere millionenschwere Hilfskredite +++

Der Internationale Währungsfonds (IWF) macht den Weg frei für die sofortige Auszahlung von rund 690 Millionen Dollar (umgerechnet 604 Millionen Euro) an die Ukraine. Der IWF-Vorstand habe eine Überprüfung des Finanzierungsprogramms für das Land abgeschlossen, teilt der Fonds mit. Die Ukraine habe trotz des Krieges ihre Finanzstabilität aufrechterhalten können. Die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich jedoch eingetrübt. Gründe dafür seien vor allem die verstärkten russischen Angriffe auf die kritische Infrastruktur sowie indirekte Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten. Zudem habe sich die Umsetzung von Reformen verlangsamt. Die Ukraine wird mit einem Kreditprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar unterstützt. Mit der jüngsten Freigabe steigen die bisherigen Auszahlungen auf etwa 2,2 Milliarden Dollar. 

+++ 07:16 Bericht: Feuer in Industrieanlagen in russischer Stadt Lipezk +++

In der Nacht sind offenbar Feuer in Industrieanlagen in der westrussischen Stadt Lipezk ausgebrochen. Das meldet die Zeitung "Kyiv Independent" mit Verweis auf den Gouverneur der Region. Einen Angriff bestätigt er demnach nicht. Wie die Zeitung unter Berufung auf die Telegram-Kanäle Exilenova und Astra weiter schreibt, hätten Anwohner Explosionen gehört. Demnach galt seit dem Abend Raketenalarm. 

+++ 06:20 Erstmals ukrainisches Kontingent bei belgischer Militärparade +++

Bei der traditionellen Militärparade zum belgischen Unabhängigkeitstag in Brüssel gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen. So soll bei der Parade ab 16 Uhr vor dem Königlichen Palast in der belgischen Hauptstadt erstmals ein ukrainisches Kontingent mitmarschieren. Zudem sollen erstmals belgische Kampfjets vom Typ F-35 sowie neue Militärdrohnen an der Parade teilnehmen.

+++ 05:22 Bericht: FBI-Chef Patel will nach Russland reisen +++

Der FBI-Direktor Kash-Patel plant laut einem Bericht des US-Magazins Politico einen Besuch in Russland. Demnach wird er Mitte Oktober in Moskau und St. Petersburg erwartet. Nach den Quellen von Politico wird Patel voraussichtlich vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB empfangen. Ob auch ein Treffen mit Machthaber Putin geplant ist, ist demnach unklar. Auch zum Grund der Reise äußerten sich die Insider nicht. Der Besuch wäre laut Politico "ungewöhnlich und heikel". Das letzte Mal war ein FBI-Chef im Jahr 2013 in Russland zu Gast, also noch vor der Annexion der Krim.

+++ 02:55 Nordkorea und Russland bekräftigen ihr Bündnis +++

Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui hat in Moskau ihren russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zum strategischen Dialog getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand laut der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA die Umsetzung des im Juni 2024 unterzeichneten Vertrags über eine umfassende strategische Partnerschaft. Dem Bericht zufolge sagte Russland Nordkorea volle Unterstützung bei Maßnahmen gegen "feindselige Akte" zu, die dessen souveräne Rechte und Sicherheitsinteressen bedrohten. Nordkorea habe seine "uneingeschränkte Unterstützung" für die russische Politik bekundet, die darauf abziele, die "Wurzel des Konflikts in der Ukraine" zu beseitigen und die Souveränität und territoriale Integrität Russlands zu verteidigen. Die Beziehungen zwischen Moskau und Pjöngjang umfassen auch eine militärische Zusammenarbeit. 

+++ 01:43 Russland weist italienischen Militärattaché aus - Vergeltung für Spionagevorwürfe +++

Nach der Ausweisung zweier russischer Diplomaten durch Italien hat Moskau seinerseits den italienischen Militärattaché des Landes verwiesen. Italiens Außenminister Antonio Tajani bezeichnet den Schritt als “eklatanten Akt der Vergeltung” - die Ausweisung sei ohne Grund erfolgt. Italien hatte vor zehn Tagen zwei russische Militärattachés der Botschaft in Rom wegen mutmaßlicher Spionage ausgewiesen. Einem der beiden wird laut italienischen Medien vorgeworfen, Informationen über ein italienisch-französisches Luftverteidigungssystem, über Raketen für die Ukraine, eine Nato-Mission in Bulgarien sowie über den italienischen Rüstungskonzern Avio gesammelt zu haben.

+++ 00:16 Wadephul setzt auf Fortsetzung des E3-Formats mit London +++

Außenminister Johann Wadephul setzt darauf, dass das politische E3-Format aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit der Regierung des neuen britischen Premierministers Andy Burnham nahtlos fortgesetzt wird. Das sei ihm schon vor der Regierungsbildung signalisiert worden, sagt der CDU-Politiker. Das Format sei "eine große praktische Maßnahme", damit Europa "gesprächs- und handlungsfähig ist". Derzeit gebe es keine praktischen Gespräche, weder im Ukraine-Format noch im Iran-Kontext, kritisiert Wadephul. "Aber ich glaube, sie sind notwendig. Wir können ja nicht beide Kriege immer nur fortsetzen, sondern brauchen endlich in beiden Kriegen einen Ansatz für Diplomatie." 

+++ 22:56 Ukraine attackiert FSB-Stützpunkt im besetzten Cherson-Gebiet +++

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben mit 13 Drohnen ein Koordinationszentrum und einen Stützpunkt des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB im besetzten Teil der Oblast Cherson getroffen. Die Anlage befand sich demnach in einem Ferienheim und war durch bewaffnete Wachen, Checkpoints und Schutzunterstände gesichert. Zum Zeitpunkt des Angriffs sollen sich nach ersten Erkenntnissen rund 100 russische Soldaten sowie mehr als 70 Fahrzeuge auf dem Gelände befunden haben. Der Angriff löste einen Großbrand aus. Angaben zu Opfern und zum genauen Standort machte der SBU nicht. Russland hat sich bislang nicht geäußert. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 22:00 Russland greift Wohnblock in Sumy an +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Sumy sind nach Angaben des Gebietsgouverneurs Oleh Hryhorow drei Menschen verletzt worden - eine Frau und zwei Kinder. Ein Kind wurde ins Krankenhaus gebracht, das andere Kind und die Frau wurden vor Ort behandelt. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde schwer beschädigt. Eingesetzt wurde nach ersten Erkenntnissen eine Jet-Drohne.

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Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde schwer beschädigt. (Foto: Sumy Oblast Military Administration)

+++ 21:10 Ukraines Armeechef äußert sich erstmals zum Konflikt mit Fedorow +++

Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrsky hat sich öffentlich beim entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow entschuldigt. "Für mich war es überraschend zu erfahren, dass wir einen Konflikt hatten", schreibt Syrsky in einer Kolumne für das Portal "Militarnyi". "Verzeihen Sie mir", schreibt er an Fedorow gerichtet. "Ich kann hart sein." Zugleich mahnt er, den Krieg nicht auf eine Auseinandersetzung zweier Personen zu reduzieren – das sei "der größte Dienst, den wir dem Feind erweisen könnten". Syrsky weist zudem Vorwürfe zurück, er habe keine Strategie: Diese werde dem Oberbefehlshaber gemeldet und ihr Ergebnis sei an der Front sichtbar. Seit dem 16. Juli finden in Kiew Proteste statt, bei denen die Rückkehr Fedorows und die Entlassung Syrskys gefordert werden.

+++ 20:32 Satellitenbilder: Ukraine zerstört wichtigen strategischen Bomber Russlands +++

Mit einem Drohnenangriff gelingt der Ukraine ein empfindlicher Schlag gegen die russische Luftwaffe. Auf dem strategisch wichtigen Luftwaffenstützpunkt Engels-2 wird ein Bomber vom Typ Tu-95MS schwer beschädigt. Die Basis ist die wichtigste ihrer Art im europäischen Teil Russlands.

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