Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:13 Lukaschenko zu Trump-Treffen bereit - wenn "großer Deal" steht +++

19.04.2026, 00:07 Uhr

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko zeigt sich zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump bereit, sobald ein "großer Deal" zwischen den USA und Belarus ausgearbeitet sei. Ein solches Abkommen müsse die Interessen beider Länder widerspiegeln und über eine Lockerung westlicher Sanktionen hinausgehen, sagt Lukaschenko in einem in Auszügen veröffentlichten Interview des russischen Fernsehsenders RT. "Wir haben viel mehr Probleme zu lösen", erklärt er, ohne Details zu nennen. Sobald dies auf unterer Ebene geklärt sei, sei er bereit, sich mit Trump zu treffen und den "großen Deal" zu unterzeichnen. Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Im März erklärte Trumps Gesandter John Coale, Lukaschenko könnte bald die USA besuchen.

+++ 10:39 Jugendlicher bei russischem Angriff getötet +++

Bei einem nächtlichen Angriff auf die nordukrainische Stadt Tschernihiw ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein 16-Jähriger getötet worden. Drei Frauen und ein Mann seien verletzt worden, erklärt die örtliche Militärverwaltung am Sonntag. Bei dem Angriff seien sieben Häuser, ein Verwaltungsgebäude und eine Bildungseinrichtung beschädigt worden. Russland setzt seine Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine unvermindert fort. In den vergangenen Tagen wurde dabei auch mehrfach die Energie-Infrastruktur von Tschernihiw getroffen, tausende Bewohner hatten nach Behördenangaben keinen Strom.

+++ 10:08 Ukraines US-Botschafterin: Russland bezeichnet Sanktionsende als "Kooperation" +++

Olha Stefanishyna, die ukrainische Botschafterin in den Vereinigten Staaten, hat die US-Regierung in einem Post auf X aufgefordert, die Sanktionen zur Einschränkung des Handels mit russischem Öl wieder in Kraft zu setzen. Sie betont, russische Vertreter haben die Schritte der Trump-Administration bereits als "Kooperation" bezeichnet. Russland dürfe nicht von den Handlungen seines Verbündeten, des Irans, profitieren.

+++ 09:32 Ukraine bestätigt Zerstörung russischer Drohnenfabrik +++

Das ukrainische Militär hat in Russland nach eigenen Angaben in der Nacht eine Drohnen-Fabrik zerstört. Damit bestätigt das Militär Berichte eines unabhängigen Telegram-Kanals, der auch von drei Verletzten bei dem Angriff berichtete (Siehe Eintrag von 7.09 Uhr). Durch den Angriff werde "die Kapazität des Feindes zur Produktion von Drohnen verringert und die Fähigkeit des russischen Aggressors geschwächt, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen", teilt das Militär über den Onlinedienst Telegram mit. Die Anlage befand sich den Angaben zufolge in der Stadt Taganrog in der Region Rostow. 

+++ 08:49 ISW: Ukraine nutzt "überlastete russische Luftabwehr" +++

Laut der Militäranalysten des Institutes for the Study of War (ISW) nutzt die Ukraine die "überlastete russische Luftabwehr" aus, um Ölinfrastruktur und militärische Einrichtungen in Russland und auf der besetzten Krim zu beschädigen. Die Analysten führen mehrere Angriffe der letzten Tage aus, bei denen Ölraffinerien und Schiffe getroffen wurden. In der Nacht auf Sonntag soll die Ukraine außerdem eine Drohnenfabrik getroffen haben, wie ukrainische Medien berichten (Siehe Eintrag von 7.09 Uhr). Ein bekannter russischer Militärblogger veröffentlichte laut ISW zudem die Nachricht eines russischen Luftabwehrsoldaten, in der behauptet wurde, dass die ukrainischen Streitkräfte den Hafen von Ust-Luga angreifen konnten, weil der russischen Luftabwehr nicht genügend Boden-Luft-Raketen zur Verfügung standen, weswegen die russische Luftabwehr überfordert war. 

+++ 08:03 Ukraine beziffert hohe russische Verluste +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben seit Kriegsbeginn 1.318.220 Soldaten verloren, teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Das umfasst tote und kampfunfähige Soldaten. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vortag um 1070 Soldaten erhöht. Außerdem hat Russland laut dem Bericht 11.882 Panzer, 24.442 gepanzerte Fahrzeuge, und beeindruckende 247.131 Drohnen verloren. Allein im vergangenen Tag waren es über 2000 Drohnen.

+++ 07:09 Ukraine soll russische Drohnenfabrik getroffen haben +++

Eine Drohnenfabrik in der südrussischen Stadt Taganrog wurde in der Nacht von ukrainischen Raketen getroffen. Das berichtet "Kyiv Independent" mit Bezug auf einen unabhängigen Telegram-Kanal. Demnach stellt das Werk Drohnen für die russische Armee her und befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Automobilwerks. Russische Behörden bestätigen den Angriff und berichten von drei Verletzten. Allerdings schreiben die Behörden nur von einem "gewerblichen Gelände", ohne die Fabrik spezifisch zu erwähnen.

+++ 06:27 Lettland und Litauen verbieten Fico Reise nach Moskau durch ihren Luftraum +++

Litauen und Lettland werden dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nicht gestatten, ihren Luftraum zu nutzen, um im Mai zu den Feierlichkeiten zum russischen Tag des Sieges nach Moskau zu reisen, erklärte er laut "Kyiv Independent". "Litauen und Lettland haben bereits angekündigt, dass sie uns nicht erlauben werden, auf dem Flug nach Moskau über ihr Hoheitsgebiet zu fliegen", sagte Fico in einer Ansprache. Er werde eine andere Route finden, kündige der Präsident an. Fico gilt neben dem inzwischen abgewählten ungarischen Präsidenten Orban als Putins stärkster Verbündeter in der EU. Beim Tag des Sieges feiern die Russen mit Militärparaden die Befreiung vom Nationalsozialismus. Zuletzt nutze Putin die nationalistischen Paraden auch, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu rechtfertigen.

+++ 05:38 Bündnis von russlandfreundlichem Ex-Präsidenten Favorit bei Wahl in Bulgarien +++

In Bulgarien werden am Sonntag vorgezogene Parlamentswahlen abgehalten. Als Favorit bei der achten Wahl binnen fünf Jahren gilt das Bündnis Progressives Bulgarien des ehemaligen Kampfpiloten und Ex-Präsidenten Rumen Radew. Das Mitte-Links-Bündnis kann Umfragen zufolge mit etwa 30 Prozent der Wählerstimmen rechnen. Größter Konkurrent ist das konservative Mitte-Rechts-Bündnis GERB-SDS des ehemaligen Regierungschefs Bojko Borissow. In den Umfragen kommt es auf 20 Prozent. Während Borissows GERB-SDS die Ukraine und die Politik Brüssels unterstützt, ist Radew eher russlandfreundlich. Der 62-Jährige will Bulgarien, das ärmste Land der EU, nach eigenen Angaben "von seinem oligarchischen Regierungsmodell befreien". Gleichzeitig fordert er eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland und sieht Sofia dabei als "ein sehr wichtiges Bindeglied". Waffenlieferungen für die Ukraine sieht er skeptisch.

+++ 00:24 Stromversorgung in der Ukraine wird am Sonntag nicht eingeschränkt +++

Laut dem Versorger Ukrenergo sind in der Ukraine am Sonntag keine Einschränkungen bei der Stromversorgung geplant. Es soll demnach rund um die Uhr Strom zur Verfügung stehen. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass es sinnvoll sei, den Verbrauch auf 11 bis 16 Uhr zu verlagern und die Nutzung leistungsstarker Elektrogeräte in den Abendstunden von 18 bis 22 Uhr einzuschränken. Wegen russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur muss die Stromversorgung immer wieder für mehrere Stunden am Tag gekappt werden.

+++ 22:21 Geheimdienst SBU stuft tödliche Schüsse auf Zivilisten in Kiew als Terroranschlag ein +++

Die Ermittler des ukrainischen Geheimdienstes SBU stufen die Schüsse auf Zivilisten und die Geiselnahme in der Hauptstadt Kiew als Terroranschlag ein. Es sei ein Strafverfahren gemäß Artikel 258 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Terroranschlag mit Todesfolge) eingeleitet worden, teilt der SBU mit. Laut Behörden hatte ein Mann die Tat begangen, der mit einer legal registrierten Schusswaffe bewaffnet war. Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko betonte, dass der Täter gebürtiger Moskauer sei. Allerdings soll er Medienberichten zufolge die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen und lange im Donbass gelebt haben. Die Behörden melden bislang sechs Todesopfer und mehr als zehn Verletzte. Die ukrainische Polizei erschoss den Mann beim Zugriff in das Geschäft, in dem sich der Mann mit Geiseln verschanzt hatte. Zuvor seien Kontaktversuche gescheitert.

+++ 21:54 Ukrainische Botschafterin fordert USA zu Wiederaufnahme der Öl-Sanktionen gegen Russland auf +++

Die Ukraine fordert die US-Regierung auf, die Sanktionen gegen den Handel mit russischem Öl wieder in Kraft zu setzen. Dies erklärte die ukrainische Botschafterin in den USA, Olga Stefanishyna, auf der Plattform X. "Wir können nicht zulassen, dass Russland von den Aktionen seines Verbündeten Iran profitiert", so die ukrainische Diplomatin. Laut Stefanishyna "liegt es in unserem gemeinsamen Interesse, die Finanzierung russischer Angriffe auf die Ukraine und die Unterstützung von US-Gegnern einzuschränken". Wenn Russland erkennt, dass Destabilisierung und Kriegstreiberei profitabel sind, "werden neue Probleme in der Welt nicht lange auf sich warten lassen", warnt die ukrainische Botschafterin. Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl überraschend um einen Monat bis zum 16. Mai verlängert. US-Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor ein Auslaufen der Maßnahme angekündigt.

+++ 21:02 Ukrainische Streitkräfte: Angriffe auf Ölinfrastruktur kosten Russland täglich rund 100 Millionen US-Dollar +++

Gezielte Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur fügen Russland nach ukrainischen Schätzungen erheblichen finanziellen Schaden zu - Geld, das Moskau für die Kriegsfinanzierung wegbricht. Die ukrainischen Streitkräfte gehen von einem Verlust von täglich rund 100 Millionen US-Dollar aus. Laut SBS-Kommandeur Robert Brovdi hat eine Reihe gezielter Operationen gegen Öltransportrouten - darunter Primorsk, Ust-Luga, Scheschkaris und Tuapse - die täglichen Öllieferungen um etwa 880.000 Barrel reduziert. Die ukrainischen Streitkräfte betonen in einer Mitteilung, dass die Angriffe den Betrieb wichtiger Häfen destabilisiert und Russland gezwungen hätten, die Lieferströme umzuleiten. Dies habe zu logistischen Engpässen geführt und alternative Routen überlastet. "Die Angriffe führen zu erheblichen Verlusten bei der Verarbeitung und dem Export von Erdölprodukten", erklärte das Militär.

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