Iran-Krieg im Liveticker+++ 20:02 Neumann: Alle Iran-Optionen "sind für Trump eigentlich schlecht" +++
Kaum geöffnet, schon wieder dicht: Die Straße von Hormus sorgt erneut für Chaos. Der Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte Peter Neumann warnt vor massiven Folgen - von steigenden Ölpreisen bis hin zu einer möglichen Weltwirtschaftskrise - und sieht Trump in einer Sackgasse.
+++ 19:38 Libanon meldet israelischen Drohnenangriff trotz Waffenruhe +++
Trotz einer zehntägigen Waffenruhe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz hat Israel libanesischen Staatsmedien zufolge einen Drohnenangriff auf den Süden des Libanon ausgeführt. Eine "feindliche Drohne" habe einen Ort in der Nähe des Flusses Litani angegriffen, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Montag. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.
+++ 19:07 USA nehmen Frau wegen Waffenschmuggels für Iran fest +++
Am internationalen Flughafen von Los Angeles ist eine iranische Staatsbürgerin nach US-Behördenangaben wegen des Vorwurfs festgenommen worden, im Auftrag des Iran Waffen in den Sudan geschmuggelt zu haben. Die 44-jährige Schanim M. wird beschuldigt, "den Verkauf von Drohnen, Bomben, Zündern und Millionen Schuss Munition vermittelt zu haben, die im Iran hergestellt und in den Sudan verkauft wurden", erklärte US-Staatsanwalt Bill Essayli am Sonntag im Onlinedienst X.
+++ 18:14 Trump: Israel hat mich nicht zum Iran-Krieg überredet +++
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten nicht von Israel zum Angriff auf den Iran überredet worden. "Israel hat mich nicht zum Krieg mit dem Iran überredet, das haben die Ergebnisse vom 7. Oktober getan, zusammen mit meiner lebenslangen Überzeugung, dass der Iran niemals Atomwaffen besitzen darf", schreibt Trump auf seiner Plattform "Truth Social". Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Trumps Entscheidung beeinflusst hat.
+++ 17:36 Insider: Vance doch noch nicht auf dem Weg nach Pakistan +++
US-Vizepräsident JD Vance ist nach Angaben eines Insiders noch nicht nach Pakistan aufgebrochen, da die Aussichten auf eine zweite Verhandlungsrunde mit dem Iran weiterhin unklar sind. Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, Vance werde in einigen Stunden in Pakistan sein. Es ist unklar, ob andere Mitglieder der US-Delegation auf dem Weg nach Islamabad sind oder sich bereits dort befinden. Die "New York Post" hatte berichtet, dass Vance, der Gesandte des Weißen Hauses Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner auf dem Weg zu den Gesprächen seien.
+++ 16:58 Trump: Vance auf dem Weg nach Pakistan +++
Entgegen früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump wird Vizepräsident JD Vance nun doch in einigen Stunden in Islamabad landen, um die Verhandlungen mit dem Iran fortzusetzen. Das sagt Trump der "New York Post" und wideruft damit frühere Aussagen. Vance wird von einer Delegation begleitet, der auch Trumps Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner angehören. Trump sagt dem Blatt, er sei bereit zu einem Treffen mit den iranischen Anführern, falls es Fortschritte in den Verhandlungen gebe.
+++ 16:26 Iran erwägt doch Teilnahme an Friedensgesprächen mit USA +++
Der Iran erwägt jetzt doch eine neue Runde der Friedensgespräche mit den USA in Pakistan. Die Regierung in Teheran stehe einer Beteiligung "positiv" gegenüber, sagt ein hochrangiger iranischer Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Vorausgegangen waren Bemühungen der Regierung in Islamabad, die US-Blockade iranischer Häfen zu beenden, die bislang als Haupthindernis für eine Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch galt. Der Insider erklärt, Pakistan unternehme Anstrengungen, um die Blockade aufzuheben und die iranische Teilnahme sicherzustellen.
+++ 15:47 Israel und Libanon setzen diese Woche Gespräche in Washington fort +++
Die zweite Verhandlungsrunde zwischen Israel und dem Libanon findet israelischen Medienberichten zufolge in dieser Woche in Washington statt. Es sind die ersten Gespräche der beiden Länder seit dem Inkrafttreten einer zehntägigen Feuerpause.
+++ 15:08 Israel wirft Iran versuchten Anschlag auf Pipeline in Aserbaidschan vor +++
Israelische Geheimdienste decken nach eigenen Angaben ein iranisches Netzwerk auf, das Anschläge auf eine Ölpipeline sowie auf israelische und jüdische Ziele in Aserbaidschan geplant hat. Wie Mossad und Schin Bet mitteilen, vereiteln aserbaidschanische Behörden die Pläne der iranischen Revolutionsgarden und nehmen die Mitglieder der Zelle fest. Dabei stellen sie unter anderem Sprengstoffdrohnen sicher. Eine Stellungnahme des iranischen Außenministeriums liegt zunächst nicht vor.
+++ 14:31 Blufarb: In Israel "herrscht Panik" wegen zäher Iran-Verhandlungen +++
Die neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran sorgt in Israel nicht etwa für Erleichterung. Wie ntv-Korrespondentin Raschel Blufarb am eigenen Leib erfährt, wächst eher die Sorge vor neuen Angriffen und langen Aufenthalten in Bunkern.
+++ 13:58 Libanon wirft Israel Sprengungen in 39 Dörfern vor +++
Israelische Streitkräfte haben nach Angaben eines libanesischen Politikers seit der Waffenruhe in der vergangenen Woche in 39 Dörfern im Südlibanon Zerstörungen unterschiedlichen Ausmaßes angerichtet. Ali Hassan Chalil, ein hochrangiger Berater von Parlamentspräsident Nabih Berri, sagt, die israelischen Truppen hätten zivile Wohnhäuser gesprengt. Dies sei ein Kriegsverbrechen. Das israelische Militär erklärt, es gehe gegen die Infrastruktur der Hisbollah im Süden vor.
+++ 13:41 Deutsche Iran-Exporte schon vor Kriegsausbruch fast halbiert +++
Die deutschen Exporte in den Iran sind bereits vor dem jüngsten Kriegsausbruch massiv eingebrochen. Im Januar und Februar fielen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um 48,5 Prozent auf 102,3 Millionen Euro. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Damit beschleunigt sich ein bereits länger anhaltender Abwärtstrend im Handel mit der Islamischen Republik. Im Gesamtjahr 2025 waren die deutschen Ausfuhren in den Iran bereits um ein Viertel gesunken. Die Importe aus dem Iran nach Deutschland legten vergangenes Jahr hingegen leicht zu.
+++ 13:19 Katar kündigt Wiederaufnahme des kompletten Flugbetriebs an +++
In Katar soll erstmals seit Beginn des Nahostkonflikts Ende Februar der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen in Doha für ausländische Airlines wieder anlaufen. Die Luftfahrtbehörde des Golfstaates erklärte, dass der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden soll. Katar hatte den Flugverkehr infolge der US-israelischen Angriffe gegen den Iran Ende Februar eingestellt. Am 7. März war der Flugverkehr bereits in begrenztem Umfang und nur für Flüge der nationalen Fluggesellschaft Qatar Airways wieder aufgenommen.
+++ 12:35 Bericht: Iran hat noch große Drohnen- und Raketenarsenale +++
Das iranische Militär hat offenbar trotz der wochenlangen Angriffe von USA und Israel weiterhin erhebliche Vorräte an Drohnen und Raketen. Teheran verfügt nach US-Militär- und Geheimdienstinformationen noch über rund 40 Prozent seines ursprünglichen Bestands an Drohnen, berichtet die "New York Times". Darüber hinaus seien noch über 60 Prozent der Raketenabschussrampen intakt. Diese Zahl könnte auf über 70 Prozent steigen, je nachdem, wie viele Systeme noch aus den von den USA attackierten Stellungen gerettet werden können, so die Annahme von Geheimdienst und Militär. Seit Beginn des Waffenstillstands sollen die Revolutionsgarden so alleine 100 Raketenwerfer wieder "ausgegraben" haben.
+++ 11:49 Trump soll auf Pakistans Rat hin Aufgabe der Blockade prüfen +++
Im Ringen um eine Fortsetzung der US-iranischen Friedensverhandlungen will US-Präsident Donald Trump Sicherheitskreisen zufolge Ratschläge des Vermittlers Pakistan prüfen. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe Trump in einem Telefonat gesagt, dass die US-Blockade iranischer Häfen ein Hindernis für die Gespräche sei, erklärt ein pakistanischer Insider. Trump habe zugesagt, diese Einschätzung zu berücksichtigen.
+++ 11:26 China moniert US-Angriff auf iranischen Tanker +++
China hat das Vorgehen der USA in der Straße von Hormus kritisiert. "Wir sind besorgt über das gewaltsame Eingreifen der USA gegenüber betreffenden Schiffen", sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun. China hoffe, dass sich die jeweiligen Seiten verantwortungsvoll verhalten und an die Vereinbarung zur Waffenruhe halten würden, sagte er. Das US-Militär hatte einen Tanker festgesetzt, der unter iranischer Flagge fuhr.
+++ 10:45 Kleim erklärt Zögern: "Iran merkt, dass er am längeren Hebel sitzt" +++
Die USA entsenden eine hochrangig besetzte Delegation nach Pakistan, Teheran aber lehnt Verhandlungen ab. Wie kann das sein? ntv-Experte Peter Kleim erklärt, der Iran könne es sich leisten, nicht sofort auf die US-amerikanischen Avancen einzugehen.
+++ 10:17 Irans Außenministerium: Aktuell keine Verhandlungen geplant +++
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. "In dieser Hinsicht wurde keine Entscheidung getroffen", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, sagte der Sprecher.
+++ 09:55 Soldat hämmert auf Kruzifix ein - Israel entschuldigt sich +++
Ein Bild eines israelischen Soldaten, der im Süden des Libanon eine Jesus-Statue zerstört, hat am Wochende für Wut im Internet gesorgt - nun bestätigt die israelische Armee, dass die Aufnahme authentisch ist. Nach Abschluss einer ersten Untersuchung sei festgestellt worden, "dass das Foto einen im Süden des Libanon eingesetzten IDF-Soldaten darstellt", erklärte die Armee auf X. Israels Außenminister Gideon Saar sprach von einer "beschämenden und schändlichen" Tat. Das Bild zeigt einen israelischen Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf einer Jesus-Statue einschlägt, die offenbar schon zuvor von ihrem Kreuz geholt worden war.
+++ 09:17 Sharma: Beschuss von iranischem Frachter "erwartbare Eskalation" +++
Die USA haben die von ihnen angekündigte Blockade der Straße von Hormus erstmals mit Gewalt durchgesetzt. Dass das US-Militär ein iranisches Frachtschiff angegriffen und festgesetzt hat, sei von daher erwartbar gewesen, so ntv-Reporterin Kavita Sharma. Dennoch stelle der Schritt eine Eskalation dar.
+++ 09:06 Israel attackiert Libanon trotz Waffenruhe +++
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Nachbarlandes angegriffen. Diese sei feuerbereit und eine "direkte Bedrohung für die Ortschaften in Nordisrael" sowie für Soldaten gewesen, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Die Armee werde sich weiterhin gegen Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten gewährleisten, hieß es in einer Erklärung weiter.
+++ 08:21 Israel warnt Libanesen vor Rückkehr in Süden +++
Das israelische Militär hat die Bewohner im Südlibanon am Montag davor gewarnt, sich südlich einer bestimmten Linie von Dörfern zu bewegen oder sich dem Fluss Litani zu nähern. Die israelischen Streitkräfte blieben während der geltenden Waffenruhe in dem Gebiet stationiert, teilte das Militär mit. Grund seien anhaltende Aktivitäten der Hisbollah-Miliz. Militärsprecher Avichay Adraee rief die Zivilbevölkerung zudem dazu auf, wegen Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres nicht in mehrere Grenzdörfer zurückzukehren.
+++ 07:35 Iran widerspricht Trump: Werden Uran nicht übergeben +++
Der Iran wird einem Transfer seines angereicherten Urans ins Ausland nicht zustimmen. Die Regierung in Teheran widersprach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach man zugestimmt habe, das Material zu übergeben. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte laut Staatsmedien, das Material werde "nirgendwohin" transferiert, und unterstrich damit Irans langjährige Haltung, die Kontrolle über seine nuklearen Bestände zu behalten. Eine Übergabe des Materials an die USA sei "nie eine Option" gewesen, sagte er und wies zudem Berichte über einen möglichen dauerhaften Stopp der Urananreicherung zurück. Dies sei Teil einer Medienkampagne, den Verlauf der Gespräche zu bestimmen.
+++ 07:14 Iran meldet: Zwei Männer wegen Spionage für Israel hingerichtet +++
Der Iran hat einem Medienbericht zufolge erneut zwei Männer hingerichtet, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und der Planung von Anschlägen verurteilt worden waren. Den beiden Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, berichtet das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. Sie hätten in diesem Zusammenhang im Ausland, unter anderem in der irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten. Sie seien unter anderem wegen "Feindschaft gegen Gott" und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden. Das Oberste Gericht habe die Todesurteile vor der Vollstreckung bestätigt, heißt es in dem Bericht weiter.
+++ 06:34 Iran lehnt erneute Verhandlungen mit USA ab +++
Der Iran hat dementiert, dass erneute Gespräche mit den USA bevorstehen. Berichte darüber seien falsch, die "überzogenen Forderungen der USA, ihre unzumutbaren und unrealistischen Erwartungen, ihre häufigen Positionswechsel, ihre ständigen Widersprüche sowie die sogenannte Seeblockade" stünden dem im Wege, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur IRNA auf X. Berichte über Verhandlungen seien Teil der US-Propaganda und sollten den Iran unter Druck setzen. Eine US-Delegation mit Vizepräsident JD Vance an der Spitze soll zu neuen Verhandlungen in Pakistan sein, hatte es zuvor aus dem Weißen Haus geheißen.
+++ 06:07 US-Militär veröffentlicht Video von Beschuss iranischen Frachters +++
Das US-Militär hat ein Video veröffentlicht, dass den Beschuss eines unter iranischer Flagge fahrenden Frachtschiffs zeigen soll. Am Sonntag hatten die USA gemeldet, auf ein Schiff geschossen zu haben, als dieses versuchte, eine US-Blockade zu durchbrechen. Das iranische Schiff habe Aufforderungen zum Anhalten ignoriert, daraufhin habe ein US-Lenkwaffenzerstörer "ein Loch in den Maschinenraum gesprengt" und das Schiff unter Kontrolle gebracht, erklärte US-Präsident Donald Trump. Ein iranischer Militärsprecher sprach von "bewaffneter Piraterie" und kündigte eine baldige Reaktion an.
+++ 05:35 Mehr als 20 Schiffe fuhren am Samstag durch die Straße von Hormus +++
Am Samstag passierten mehr als 20 Schiffe die Straße von Hormus. Dies ist die höchste Zahl seit dem 1. März, wie aus Daten des Analysehauses Kepler hervorgeht. Die Zunahme des Verkehrs erfolgte vor einer erneuten Eskalation am Sonntag, als die USA ein iranisches Schiff beschlagnahmten und Teheran mit Vergeltung drohte.
+++ 04:19 Möglicher Treibstoffmangel: Merz will zeitnah im Nationalen Sicherheitsrat beraten +++
Die Bundesregierung will einem möglichen Treibstoffmangel wegen der Energiekrise vorbeugen. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt dazu "zeitnah" Beratungen im Nationalen Sicherheitsrat an. Wirtschafts- und Verkehrsministerium haben zum Thema Kerosin für heute Versorger, Flughäfen, Airlines und Verbände zu einem Branchentreffen geladen. Die SPD-geführten Bundesländer fordern derweil eine Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz zum Thema Energiesicherheit. Merz sagt bei der Eröffnung der Hannover Messe zur Ankündigung, den Nationalen Sicherheitsrat einzuberufen: "Unser Ziel ist dabei klar: Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die Versorgung mit zentralen Produkten wie etwa Diesel, Benzin, Flugbenzin gesichert bleibt". Derzeit sei die Lage zwar angespannt, aber die Versorgung gesichert. "Für den Fall, dass sich die Lage verschärfen sollte, sind wir auf Maßnahmen vorbereitet."
+++ 02:48 Israelischer Soldat beschädigt Jesus-Figur im Libanon +++
Die israelische Armee bestätigt, dass einer ihrer Soldaten im Südlibanon ein christliches Symbol beschädigt hat. Man nehme den Vorfall äußerst ernst, teilt die Armee am Abend auf X mit. Das Verhalten des Soldaten sei in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Soldaten erwartet würden. Am Sonntag hatte die Armee ein Foto veröffentlicht, das zeigt, wie ein Mann in israelischer Armeeuniform mit einem Hammer auf eine von einem Holzkreuz gefallene Figur von Jesus Christus einschlägt. Die Armee teilt mit, es sei nach einer ersten Untersuchung festgestellt worden, dass das Bild einen Soldaten im Südlibanon zeige. Gegen die Beteiligten würden angemessene Maßnahmen ergriffen, heißt es von der Armee weiter.
+++ 00:19 Iran wirft USA Bruch der Feuerpause vor +++
Der Iran wirft den USA die Verletzung der Waffenruhe durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes im Golf von Oman vor. Das oberste gemeinsame Militärkommando kündigt Vergeltung für die "Piraterie" an, wie staatliche Medien berichten. Das Schiff sei auf dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach dem US-Angriff hätten iranische Streitkräfte einige amerikanische Kriegsschiffe mit Drohnen attackiert.
+++ 22:13 Trump: US-Militär hat iranisches Frachtschiff beschossen und geentert +++
Die USA haben nach Darstellung von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. "Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das fast 900 Fuß lang ist (etwa 274 Meter) und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen - was für die Besatzung nicht gut ausging", teilt Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die Besatzung ignorierte demnach ein Warnsignal, woraufhin das US-Kriegsschiff "USS Spruance" auf den Maschinenraum feuerte. Ereignet habe sich der Vorfall im Golf von Oman. "Derzeit steht das Schiff unter der Kontrolle der US-Marine", teilt Trump mit. Trump zufolge steht das Schiff wegen illegaler Aktivitäten auf der Sanktionsliste der USA. Aktuell werde geprüft, was sich an Bord befinde.
+++ 21:40 Bericht: Berater hielten Trump von Krisensitzung zu Rettung von US-Soldaten fern +++
Bei der Rettungsmission zweier US-Soldaten im Iran ist US-Präsident Donald Trump laut einem Medienbericht von seinen eigenen Beratern bewusst nicht vollständig eingeweiht worden. Seine Mitarbeiter hätten den Republikaner von einer entsprechenden Krisensitzung ferngehalten, weil seine Ungeduld nicht hilfreich gewesen sei, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Stattdessen sei Trump nur zu entscheidenden Zeitpunkten informiert worden. Der Präsident habe "stundenlang" seine Berater angeschrien, als er vom Abschuss des US-Kampfjets erfahren habe, heißt es in dem Artikel. Anfang April war ein US-Kampfjet abgeschossen worden.
+++ 21:03 Lula prangert "Wahnsinn" des Iran-Krieges an +++
Bei der Eröffnung der Hannover Messe prangert der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als "Wahnsinn" an. In seiner Eröffnungsrede äußert Lula zudem scharfe Kritik an den weltweiten Rüstungsausgaben und an der Handlungsunfähigkeit des UN-Sicherheitsrats. "Wir erleben einen kritischen Moment in der globalen Geopolitik, geprägt von großen Paradoxa: Während Astronauten zum Mond fliegen, werden bei den Bombardements im Nahen Osten wahllos Frauen und Kinder getötet", so der Staatschef aus Südamerika. Lula kritisiert nicht nur US-Präsident Donald Trump, sondern alle fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Das Gremium sei geschaffen worden, um Frieden zu sichern und eine Wiederholung des Zweiten Weltkriegs zu verhindern. Stattdessen erlebe die Welt heute so viele Konflikte wie nie seit 1945, und die Mächtigen schauten tatenlos zu.
+++ 20:35 Merz: Nationaler Sicherheitsrat tagt zu Versorgungssicherheit +++
Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt an, dass sich der Nationale Sicherheitsrat in Kürze mit der Versorgungssicherheit beschäftigen wird. "Für den Moment gilt: Die Marktlage ist angespannt, aber die Versorgung in Deutschland ist gesichert", so Merz bei der Eröffnung der Hannover-Messe unter Hinweis auf die Folgen des Iran-Krieges. "Für den Fall, dass sich die Lage verschärfen sollte, sind wir auf Maßnahmen vorbereitet. Versorgungssicherheit hat für Deutschland höchste Priorität." Man stehe zudem im engen Austausch mit europäischen Partnern sowie allen relevanten Behörden und nutze "alle Instrumente, um Stabilität zu gewährleisten". "Wir werden sehr zeitnah in Berlin eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen, die genau diesem Ziel dient", fügte der Kanzler hinzu.
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