Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 19:33 Medien: Iran nimmt Irak von Hormus-Beschränkungen aus +++

04.04.2026, 00:01 Uhr

Der Iran nimmt örtlichen Medienberichten zufolge den Irak von jeglichen Beschränkungen für die Passage durch die Straße von Hormus aus. Die Medien berufen sich auf das gemeinsame iranische Militärkommando Chatam al-Anbija. Eine Stellungnahme der Regierung in Bagdad liegt bislang nicht vor.

+++ 19:01 Minister: Seit Beginn des Krieges mehr als 30 Universitäten im Iran angegriffen +++

Die USA und Israel haben im Iran seit Beginn des Krieges nach iranischen Angaben mehr als 30 Universitäten angegriffen. "Bis heute wurden mehr als 30 Universitäten direkt angegriffen", sagt der iranische Wissenschaftsminister Hossein Simai Sarraf. Er äußert sich beim Besuch der Schahid-Beheschti-Universität im Norden Teherans, die am Freitag getroffen worden war. Der Iran hatte zuvor bereits als Vergeltung auf die Angriffe damit gedroht, US-Universitäten in Ländern im Nahen Osten ins Visier zu nehmen.

+++ 18:27 Experte: Krieg könnte gefährlicheren Iran hinterlassen +++

Der innenpolitische Druck in den USA auf die Regierung von Donald Trump ist weiter hoch. Amerikaner und Europäer sollten die strategischen Auswirkungen eines schnellen Kriegsendes bedenken. Denn das könnte einen gestärkten Iran hinterlassen, der für die Region noch gefährlicher als vorher ist, sagt Sicherheitsexperte Frank Umbach.

+++ 18:04 Nichte und Großnichte des getöteten Kommandeurs Soleimani in USA festgenommen +++

In den USA werden die Nichte und Großnichte des getöteten iranischen Militärkommandeurs Ghassem Soleimani festgenommen. Zuvor habe US-Außenminister Marco Rubio deren dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung widerrufen, teilt das Außenministerium in Washington mit. Hamideh Soleimani Afschar und ihre Tochter befänden sich nun in der Obhut der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, heißt es in der Erklärung weiter. Der ehemalige Kommandeur der Al-Kuds-Brigade war im Januar 2020 auf Befehl von US-Präsident Donald Trump bei einem Drohneneinsatz in Bagdad getötet worden.

+++ 17:39 Büchter: Jet-Abschüsse können "die gesamte Stimmung verändern" +++

Schon der Abschuss des ersten US‑Kampfjets durch den Iran sorgt nicht nur militärisch für Aufsehen, sondern entfaltet auch eine psychologische Wirkung, berichtet ntv-Reporterin Elke Büchter aus Tel Aviv. Nach zahlreichen Erfolgsmeldungen stehe plötzlich die Frage im Raum, wie belastbar diese wirklich sind.

+++ 17:18 Sprengstoffangriff auf proisraelische Organisation in den Niederlanden +++

In den Niederlanden ist ein Sprengstoffangriff auf eine proisraelische Organisation verübt worden. Wie eine Polizeisprecherin sagt, kam es am Vorabend vor dem Gebäude der Nichtregierungsorganisation Christen für Israel in der Stadt Nijkerk zu einer Detonation. Verletzt wurde niemand: In dem Gebäude hielt sich zum Tatzeitpunkt niemand auf. Es sei aber leichter Sachschaden entstanden. "Ermittlungen haben ergeben, dass eine schwarz gekleidete Person den Sprengsatz platziert hat", teilt die Polizei mit. Die Behörden riefen mögliche Augenzeugen auf, sich zu melden. Angaben zu einem möglichen Motiv machte die Polizei bisher nicht, Festnahmen gab es keine. Seit Beginn des Iran-Kriegs hat es in Belgien, Großbritannien und in den Niederlanden mehrere ähnliche Angriffe gegeben.

+++ 16:45 Trump droht Iran erneut mit der "Hölle" und erinnert an Ultimatum +++

US-Präsident Donald Trump hat mit martialischen Worten darauf verwiesen, dass ein von ihm dem Iran gesetztes Ultimatum in 48 Stunden ablaufe. Zugleich drohte er Teheran mit der "Hölle", wenn es sich einer Einigung verweigere. "Die Zeit läuft ab." "Erinnern Sie sich daran, wie ich dem Iran zehn Tage Zeit gegeben habe, einen Deal zu machen oder die Straße von Hormus zu öffnen", schreibt Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. "48 Stunden, bevor die Hölle über sie niederregnen wird." Trump hatte am 26. März ein eigentlich auslaufendes Ultimatum an den Iran verschoben.

+++ 16:22 Iran behauptet: Haben bei Abschuss von US-Jet neues System eingesetzt" +++

Die iranische Militärführung hat nach eigenen Angaben beim Abschuss eines US-Kampfjets am Freitag ein neues Luftabwehrsystem eingesetzt. Man werde mit Sicherheit die vollständige Kontrolle über den Luftraum des Landes erlangen, schwadroniert das Oberkommando der iranischen Streitkräfte.

+++ 15:52 Ex-Botschafter zur Hormus-Straße: Teheran hat "ganz geschickte, perfide Taktik" +++

Trotz massiver Schläge gegen das iranische Regime bleibt der strategische Durchbruch aus. Der ehemalige deutsche Botschafter im Iran, Hans-Udo Muzel, warnt, dass Teheran zwar operativ angeschlagen, aber keineswegs handlungsunfähig ist. Zudem würden sich die Iraner "jegliche Zugeständnisse teuer abkaufen lassen".

+++ 15:32 Österreichs Außenministerin telefoniert mit iranischem Amtskollegen +++

Die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat sich per Telefonat direkt ihren iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi gewandt. "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten", erklärt sie auf X. Sie fordert nach eigenen Angaben eine Deeskalation und ein Ende der Angriffe auf Nachbarstaaten. Zudem müsse die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederhergestellt werden. Dies sei besonders wichtig für die globale Versorgung mit Lebensmitteln. Österreich unterstütze jeden diplomatischen Weg zu einer neuen Vereinbarung über das iranische Atomprogramm und zur vollständigen Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

+++ 15:05 Türkei: Zwei Schiffe passieren Straße von Hormus +++

Zwei von insgesamt 15 Schiffen unter türkische Flagge, die in der Nähe der Straße von Hormus auf die Durchfahrt warten, haben diese inzwischen passieren dürfen. Das sagt der türkische Verkehrsminister Abdülkadir Uraloğlu dem Sender CNN Türk. Eines der beiden Schiffe habe bereits am 13. März die Meerenge passiert, berichtet der Sender TRT unter Berufung auf das Ministerium. Für neun weitere Schiffe liefen Gespräche mit den zuständigen Behörden, um die Passage durch die strategisch wichtige Meerenge zu ermöglichen, sagt Uraloğlu. Die Verantwortlichen für vier weitere Schiffe hätten entschieden, dass diese vorerst vor Ort bleiben, darunter seien zwei schwimmende Kraftwerke. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar kam die Schifffahrt durch die Meerenge weitgehend zum Erliegen. 

+++ 14:50 Iran schießt angeblich Schiff mit Bezug zu Israel in Straße von Hormus in Brand +++

Der Iran greift in der Straße von Hormus ein Schiff mit nicht näher erläutertem Bezug zu Israel mit einer Drohne an und setzt es in Brand. Dies melden iranische Staatsmedien unter Berufung auf den Marine-Kommandeur der Revolutionsgarden. Eine Stellungnahme aus Israel liegt bisher nicht vor.

+++ 14:26 Israel meldet erneuten Raketenbeschuss aus dem Iran +++

Der Iran hat erneut Israel angegriffen. Unter anderem in der Küstenmetropole Tel Aviv mussten sich zur Mittagszeit etliche Menschen in Schutzräume begeben. Israels Polizei meldete mehrere Einschläge. Dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom zufolge wurden vier Menschen verletzt. Israelischen Medienberichten zufolge wurden in Vororten von Tel Aviv Wohnhäuser schwerbeschädigt. Den Angaben zufolge setzte der Iran bei dem Raketenangriff erneut international weitgehend geächtete Streumunition ein. Israelische Medien meldeten zugleich, eine Drohne der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf dem Weg in die Stadt Eilat sei abgefangen worden.

+++ 13:57 Fritz: Iran schießt F-15 ab - "Auffallend ist der Zeitpunkt" +++

Nach dem Abschuss zweier US‑Kampfjets durch den Iran wächst in Washington die Sorge - nicht nur um den vermissten Piloten, sondern auch um die strategische Lage. "Diese Abschüsse kommen für die USA zur absoluten Unzeit", sagt ntv-US-Korrespondent Gordian Fritz. Derweil kippe die Stimmung in den USA.

+++ 13:46 Meloni in Katar eingetroffen +++

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist nach Katar gereist, einen Tag nach ihrer überraschenden Reise in die Golfregion, wie die "New York Times" berichtet. Am Freitag hatte sie in Saudi-Arabien den Machthaber des Königreichs, Kronprinz Mohammed bin Salman, getroffen. Es ist der erste Besuch eines Staatsoberhaupts eines EU- oder Nato-Landes am Persischen Golf seit Kriegsbeginn am 28. Februar. Als weitere Station der zweitägigen Reise wurden neben Saudi-Arabien und Katar auch die Vereinigten Arabischen Emirate genannt. Thema soll vor allem die Energieversorgung sein. Italien ist stark von Energieimporten abhängig. Die Regierung Meloni gab am Freitag bekannt, dass sie angesichts der globalen Energiekrise die Senkung der Kraftstoffsteuern verlängern werde. In Italien gibt es - wie in vielen anderen Ländern - große Sorge, dass bei einer Fortdauer des Krieges Energie knapp werden und die Preise noch mehr steigen könnten.

+++ 13:20 Bericht: Bestimmte Schiffe mit Ziel Iran dürfen durch Hormus-Straße fahren +++

Der Iran erlaubt Schiffen mit lebenswichtigen Gütern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu den eigenen Häfen. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf ein offizielles Schreiben. Schiffe, die iranische Häfen ansteuern, müssen sich demnach mit den Behörden abstimmen und festgelegte Protokolle einhalten. Dies gelte auch für Schiffe, die sich derzeit im Golf von Oman befinden. Der Iran hält die Meerenge, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt, als Vergeltung für die am 28. Februar begonnenen US-israelischen Angriffe weitgehend geschlossen.

+++ 13:04 Irak schließt Grenzübergang zum Iran nach Luftangriffen +++

Der Irak schließt den Grenzübergang Schalamtscheh zum Iran für den Handel und für Reisende. Das teilen die irakischen Grenzbehörden mit. Zuvor ist bei Luftangriffen auf einen Empfangsbereich auf der iranischen Seite ein irakischer Staatsbürger getötet worden, wie aus Sicherheitskreisen verlautet. Mindestens fünf weitere Iraker seien schwer verletzt worden. Die meisten von ihnen befänden sich in einem kritischen Zustand.

+++ 12:36 Blufarb: Iran-Krieg bringt Jerusalem gespenstischen Karfreitag +++

Jerusalem ist für jüdische, muslimische und christliche Gläubige eine heilige Stadt. Letztere begehen an Karfreitag üblicherweise Prozessionen durch die Stadt. Doch in diesem Jahr ist die Via Dolorosa, der Kreuzweg Jesu, beinahe menschenleer, berichtet Nahost-Korrespondentin Raschel Blufarb.

+++ 12:24 IAEA: Keine erhöhte Strahlung nach Einschlag nahe AKW Buschehr +++

Nach dem Einschlag eines Projektils in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks Buschehr gibt es der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge keine erhöhten Strahlungswerte. Wie die IAEA auf bei X mitteilt, kam ein Wachmann durch Splitter ums Leben. Zuvor hatte bereits die iranische Nachrichtenagentur Tasnim über das Todesopfer und Schäden an einem Nebengebäude berichtet. Die IAEA erklärt dazu, dass die Schäden durch Druckwellen und Trümmerteile entstanden seien.

+++ 11:56 Iranische Staatsmedien melden erneuten Angriff auf Atomkraftwerk Buschehr - ein Toter +++

Die USA und Israel haben nach Angaben iranischer Staatsmedien erneut einen Luftangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr geflogen. Dabei sei in der Nähe der Anlage ein Sicherheitsmann getötet worden, berichtet die Nachrichtenagentur Irna. An den Atominstallationen seien jedoch keine Schäden entstanden. Das Atomkraftwerk war seit Beginn des Iran-Krieges bereits mehrmals von den USA und Israel angegriffen worden.

+++ 11:29 Iran meldet Angriffe auf Petrochemie mit mehreren Verletzten +++

Der Iran hat Luftangriffe auf die Sonderwirtschaftszone der Petrochemie in Mahschahr gemeldet. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet unter Berufung auf das Gouverneursamt, dass es drei Einschläge und heftige Explosionen gegeben habe. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir. Nach Angaben von Staatsmedien sollen mindestens fünf Menschen verletzt worden sein. Zudem sei es sehr wahrscheinlich, dass es auch Todesopfer gegeben habe. Israels Armee hat sich bisher nicht zu dem Angriff geäußert.

+++ 10:42 "Iranische Aggression": Vier Verletzte durch Drohnen-Trümmer in Bahrain +++

In Bahrain sind vier Menschen durch Trümmer abgeschossener Drohnen verletzt worden. "Infolge der iranischen Aggression erlitten vier Bürger leichte Verletzungen", erklärt das Innenministerium des Golfstaates bei X. "Mehrere Häuser in Sitra wurden durch Splitter beschädigt, die beim Abschuss iranischer Drohnen entstanden." Der Zivilschutz und Rettungsdienste seien vor Ort, erklärt das Ministerium des Golfstaates.

+++ 10:03 USA und Iran liefern sich Wettrennen um Suche nach Crewmitglied des abgeschossenen F-15-Jets +++

Nachdem sein F-15-Kampfjet über dem Iran abgeschossen wurde, ist der Status eines US-Soldaten weiterhin unklar. Der Pilot konnte US-Medienberichten zufolge von US-Spezialeinheiten gerettet werden. Während die USA nach dem verschollenen Soldaten suchen, verspricht Teheran eine Belohnung für dessen Auslieferung. Berichten zufolge soll es sich bei dem gesuchten Crewmitglied um einen Waffensystemoffizier handeln. Der Kampfjet vom Typ F-15 hat zwei Besatzungsmitglieder: den Piloten und einen Waffensystemoffizier. Der Iran hatte am Freitagabend mitgeteilt, ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-15 abgeschossen zu haben. Die US-Armee startete US-Medienberichten zufolge umgehend eine großangelegte Such- und Rettungsaktion. Bilder und Videos auf Onlineplattformen zeigten mutmaßlich tief fliegende US-Hubschrauber und mindestens ein Flugzeug in der Gegend.

+++ 09:31 Hohe Spritpreise: Klingbeil will Prüfung von Übergewinnsteuer auf EU-Ebene +++

Angesichts anhaltend hoher Spritpreise fordern Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und vier weitere europäische Finanzminister die EU-Kommission zur Prüfung einer Übergewinnsteuer auf europäischer Ebene auf. In einem Schreiben wird auf ein ähnliches, befristetes Instrument im Jahr 2022 verwiesen. "Angesichts der derzeitigen Marktverzerrungen und fiskalischen Zwänge sollte die Europäische Kommission rasch ein ähnliches EU-weites Abgabeninstrument entwickeln, das auf einer soliden Rechtsgrundlage beruht", heißt es in dem Brief, der von den Finanzministern Deutschlands, Spaniens, Portugals, Österreichs und Italiens unterzeichnet ist. Die europäische Maßnahme soll dem Dokument zufolge zusätzlich zu nationalen Initiativen gegen hohe Spritpreise in den 27 EU-Mitgliedstaaten beschlossen werden. Als Begründung führen die Finanzminister an, dass der Iran-Krieg durch die hohen Ölpreise zu einer erheblichen Belastung für Europas Wirtschaft und Bürger geführt habe.

+++ 08:51 Iran behauptet, US-Drohne abgeschossen zu haben +++

Die iranischen Revolutionsgarden haben den Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 vermeldet. Mit einem "modernen fortschrittlichen" System sei das unbemannte Flugobjekt vom Himmel geholt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Fars. Eine Bestätigung der USA für den Abschuss gibt es nicht. Die militärischen Kräfte des Regimes in Teheran hatten in der Vergangenheit aber bereits mehrfach Drohnen der USA zerstört. Am Freitag konnten zudem erstmals zwei Flugzeuge zum Absturz gebracht werden.

+++ 08:06 Bericht: USA und Israel nehmen iranische Industrie bei Luftangriffen ins Visier +++

Die USA und Israel weiten ihre Attacken im Iran offenbar aus. Dabei werde zunehmend die iranische Industrie angegriffen, berichtet der TV-Sender Al Jazeera. In der Nacht habe es in verschiedenen Teilen des Landes Angriffe gegeben. Neben Teheran seien unter anderem Isfahan, Urmia, Khorramabad, Karaj und Qom betroffen gewesen.

+++ 07:28 Iranische Medien: Erneut zwei Oppositionelle hingerichtet +++

Im Iran sind einem Medienbericht zufolge erneut zwei Oppositionelle hingerichtet worden. Die beiden Männer hätten Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt und seien wegen bewaffneter Angriffe verurteilt worden, melden iranische Medien. Details werden zunächst nicht bekannt. In den vergangenen Tagen hat es immer wieder Exekutionen von Gegnern der iranischen Führung mit diesem Hintergrund gegeben.

+++ 06:49 Israel zerstört Brücke im Südosten des Libanons +++

Die israelische Armee hat bei ihrem militärischen Vorgehen gegen die islamistische Hisbollah-Miliz eine Brücke im Südosten des Libanon zerstört. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichte, israelische Kriegsflugzeuge hätten eine Brücke zwischen den Städten Sohmor und Maschghara bombardiert. Dabei sei die Brücke zerstört worden. Israel hatte Angriffe auf zwei Brücken über den Fluss Litani angekündigt. Damit solle der Transport von "Verstärkung und militärischer Ausrüstung" der Hisbollah unterbunden werden, erklärten die israelischen Streitkräfte. Israel hatte zuvor bereits fünf andere Brücken attackiert, die über den Fluss Litani führen. Der Fluss liegt im Süden des Libanon, rund 30 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel.

+++ 06:01 Drohnen-Trümmer schlagen auf Niederlassung von US-Firma ein +++

Nach einem Luftabwehreinsatz in Dubai stürzen Trümmerteile auf ein Gebäude des US-Technologiekonzerns Oracle. Bei dem Vorfall im Technologiepark Internet City gibt es nach Angaben der Behörden des Emirats keine Verletzten. Oracle steht auf einer Liste von 18 US-Unternehmen, die die iranischen Revolutionsgarden als Vergeltung für Angriffe auf ihr Land zu Zielen erklärt haben.

+++ 05:05 Trümmer treffen Gebäude in Dubai +++

In Dubai treffen nach einem Abfangmanöver Trümmerteile die Fassade eines Gebäudes im Marina-Viertel. Nach Angaben des Emirats gibt es keine Verletzten.

+++ 04:30 US-Botschaft warnt: Angriffe auf Unis im Libanon möglich +++

Die US-Botschaft in Beirut warnt vor möglichen Angriffen des Irans und verbündeter terroristischer Milizen auf Universitäten im Libanon. Der Iran habe insbesondere gegenüber amerikanischen Universitäten im Nahen Osten Drohungen ausgesprochen, schreibt die Botschaft in einer Sicherheitswarnung.  Das US-Außenministerium legt Amerikanerinnen und Amerikanern, die sich im Libanon befinden, dringend nahe, das Land zu verlassen, solange es noch kommerzielle Flugverbindungen gebe.

+++ 03:49 Explosionen in Beirut - Israel meldet Angriffe auf Hisbollah-Ziele +++

Mehrere laute Explosionen haben die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert. Binnen einer halben Stunde habe es mindestens zwei Explosionen gegeben, berichtet ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Die israelische Armee erklärt auf Telegram, sie habe "Einrichtungen" der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz in Beirut angegriffen. Libanesische Medien berichteten von Attacken auf südliche Vororte der Hauptstadt.

+++ 02:53 Universität in Teheran bei Angriffen schwer beschädigt +++

Bei Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ist erneut eine renommierte Universität in der Hauptstadt Teheran getroffen worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim weurden bei der Attacke das medizinische Forschungsinstitut sowie das Laborgebäude der Beheschti-Universität fast vollständig zerstört. Zudem sei auch das Studentenwohnheim auf dem Uni-Gelände stark beschädigt worden. Zu möglichen Opfern gebe es vorerst keine Angaben, heißt es bei Tasnim weiter.

+++ 02:25 Raketenangriffe aus dem Iran auf Israel +++

Das israelische Militär meldet in der Nacht mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran. In Zentralisrael habe es Einschläge gegeben, teilte die Armee auf Telegram mit. Such- und Rettungskräfte seien auf dem Weg dorthin. Die Bewohner der betroffenen Gebiete waren per Handy-Mitteilung angewiesen worden, während der Angriffe die Schutzräume aufzusuchen. 

+++ 01:27 Iran wirft Internationaler Atomenergiebehörde Einseitigkeit vor +++

Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf Nuklearanlagen im Iran kritisiert die dortige Atomenergieorganisation (AEOI) die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) als parteiisch. Das Schweigen der IAEA zu den Angriffen der USA und Israels auf friedlich genutzte Nuklearanlagen sei "nicht bloß Untätigkeit, sondern eine klare Komplizenschaft mit den Tätern", schreibt die AEOI auf X. Der Iran habe dem IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mehrere Protestschreiben zugeschickt und ihn darauf hingewiesen, dass die Vernachlässigung seiner Pflichten das "noch verbliebene Ansehen" der IAEA diskreditieren könnte. Der Iran hat wiederholt das Streben nach Atomwaffen bestritten und erklärt, sein Nuklearprogramm diene rein friedlichen Zwecken. Die AEOI hatte bereits nach den US-israelischen Angriffen auf Irans Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres die IAEA und Grossi wegen deren Passivität scharf verurteilt. Das iranische Parlament stellte daraufhin per Gesetz sogar die Zusammenarbeit mit der IAEA ein und ließ Inspektoren nur sehr begrenzt ins Land.

+++ 00:47 Insider: Iran dürfte Straße von Hormus vorerst geschlossen halten +++

US-Geheimdienstberichte kommen Insidern zufolge zu dem Schluss, dass der Iran die Straße von Hormus vorerst nicht wieder öffnen wird. Die Kontrolle über die wichtigste Ölroute der Welt sei das einzige echte Druckmittel der Islamischen Republik gegen die USA, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung in Teheran wolle die Energiepreise hoch halten, um US-Präsident Donald Trump zu einem raschen Ende des seit fast fünf Wochen andauernden Krieges zu drängen. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärt dagegen, Trump sei zuversichtlich, dass die Meerenge "sehr bald" wieder befahrbar sein werde.

+++ 00:19 Papst Leo ruft Israel zu Diplomatie auf +++

Papst Leo XVI. fordert den israelischen Präsidenten Jitzchak Herzog nach Angaben des Vatikans in einem Telefonat auf, "alle Wege des Dialogs wieder zu öffnen", um den Krieg im Iran zu beenden. Der Papst, der scharfer Kritiker des regionalen Konflikts ist, dringe zudem darauf, Zivilisten zu schützen und die Einhaltung des Völkerrechts sowie des humanitären Völkerrechts zu fördern, teilt der Vatikan weiter mit.

+++ 23:58 Schwere Angriffe auf Teheran +++

In Teheran gibt es am späten Abend neue schwere Angriffe. Bewohner im Norden der Stadt berichten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem lokalen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen. Überall sei demnach Rauch zu sehen. Von offizieller Seite gibt es bislang keine Informationen.

+++ 23:29 Drohnen sollen Lagerhaus des Roten Halbmonds im Iran getroffen haben +++

Ein Drohnenangriff im Süden des Irans soll ein Lagerhaus getroffen haben, in dem Hilfscontainer und Rettungsfahrzeuge untergebracht waren, wie eine Sprecherin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) mitteilt. Der Angriff in der südlichen Provinz Bushehr zerstörte demnach zwei Container, zwei Busse und eine unbekannte Anzahl von Rettungsfahrzeugen, so die Sprecherin. Von wem der Angriff ausging, sagt sie nicht. Die IFRC ist die einzige humanitäre Organisation, die landesweit tätig ist, und verfügt über 100.000 Einsatzkräfte.

+++ 22:53 Trump: Abschuss von Kampfjet hat keinen Einfluss auf Iran-Gespräche +++

US-Präsident Trump geht nicht davon aus, dass der Abschuss eines F-15-Kampfjets mögliche Verhandlungen mit dem Iran beeinträchtigt. In einem Telefoninterview mit dem US-Sender NBC sagt er auf eine entsprechende Frage: "Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg." Auf Einzelheiten zu laufenden Such- und Rettungsmaßnahmen will der Präsident in dem kurzen Gespräch nicht weiter eingehen.

+++ 22:15 Aluminiumwerk in Abu Dhabi schließt für Reparatur - Zwölf Monate Stillstand möglich +++

Emirates Global Aluminium teilt mit, dass es sein Aluminiumwerk Al Taweelah in Abu Dhabi infolge iranischer Angriffe vorübergehend schließen werde. Das berichtet Al Dschasira. Der Unternehmensstandort wurde bereits im März attackiert durch den Iran attackiert. Schon da soll es zu erheblichen Schäden am Werk gekommen sein. Nun wird das Werk in länger stillgelegt, um Reparaturen durchzuführen. Die könnten sich bis zu ein Jahr hinziehen, heißt es. 

+++ 21:59 Zweiter Helikopter bei Suche nach vermisstem F-15-Piloten getroffen +++

Nach Angaben von NBC sollen zwei US-Helikopter über dem Iran beschossen und getroffen worden sein. Sie gehörten zu dem Team, das nach den beiden Crewmitgliedern der abgeschossenen F-15 suchten. Zunächst war nur von einem Helikopter die Rede. Die Helikopter sind allerdings auf dem Weg zu ihren Basen, die Crews bleiben dem Bericht zufolge unverletzt. 

+++ 21:45 Strompreis für Privathaushalte in der Türkei steigen um 25 Prozent +++

Die Türkei erhöht die Strompreise für Privathaushalte wegen gestiegener Produktions- und Vertriebskosten um 25 Prozent. Auch die Erdgaspreise für Haushalte steigen im Schnitt um diesen Wert, teilt der staatliche Energieversorger Botas mit. Für Industriekunden verteuert sich Erdgas um 18,6 Prozent und für Kraftwerke um 19,4 Prozent. Die Stromtarife klettern zudem für den öffentlichen Sektor und Dienstleister um 17,5 Prozent, für die Industrie um 5,8 Prozent und für die Landwirtschaft um 24,8 Prozent. Die neuen Preise gelten ab sofort.

+++ 21:29 Ein Toter und vier Verletzte nach Angriff auf Erdgasanlage in Abu Dhabi +++

Bei einem abgefangenen Angriff auf die Erdgas-Anlage Habschan in Abu Dhabi ist nach offiziellen Angaben ein ägyptischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmerteile ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten, teilt das Medienbüro von Abu Dhabi mit. Bei ihnen handele es sich um zwei Ägypter und zwei Pakistaner. An den Energieanlagen sei erheblicher Schaden entstanden, heißt es weiter. Eine genaue Begutachtung dauere an.

+++ 20:57 Zweiter US-Kampfjet nahe der Straße von Hormus abgestürzt +++

In der Golfregion ist einem Zeitungsbericht zufolge heute ein zweites US-Kampfflugzeug abgestürzt. Die Maschine vom Typ A-10 "Warthog" (Warzenschwein) sei nahe der Straße von Hormus etwa zur selben Zeit verunglückt, zu der ein Kampfjet vom Typ F-15E über dem Iran abgeschossen worden sei, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf zwei Insider. Der Pilot der A-10 sei gerettet worden. Eine offizielle Bestätigung des Pentagons oder des Zentralkommandos (CENTCOM) gibt es bisher nicht. Mittlerweile wurde lediglich in einer E-Mail der Abschuss der F-15 bestätigt.

+++ 20:47 US-Hubschrauber während Rettungsmission für abgeschossene Piloten getroffen +++

Bei der Rettungsmission für die beiden Crewmitglieder des abgeschossenen US-Kampfjets ist einem Bericht zufolge ein Helikopter beschossen und getroffen worden. Das hätten zwei US-Beamte gegenüber Newsmax bestätigt. Dabei soll es sich um einen Blackhawk-Hubschrauber handeln. Fotos zeigen einen US-Hubschrauber aus großer Entfernung und aufsteigenden Rauch daraus. Die Crew soll allerdings in Sicherheit sein.

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