Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:38 Drohnen-Alarm: Flughafen in Litauen setzt Flüge aus +++

20.05.2026, 00:01 Uhr

Der Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius setzt nach Angaben des nationalen Krisenzentrums wegen eines Drohnen-Alarms den Flugbetrieb aus. Auslöser ist eine Drohne im benachbarten Belarus, die in Richtung Litauen fliegt. Die Herkunft des Fluggeräts ist der Behörde zufolge noch unklar. Erst am Vortag hatte ein Nato-Kampfjet nach estnischen Angaben eine mutmaßliche ukrainische Drohne über Estland abgeschossen. In der Region kommt es vor dem Hintergrund ukrainischer Angriffe auf Russland immer wieder zu Verletzungen des Luftraums.

+++ 10:29 Ukraines Armeechef sieht genügend Personal für dreifache Rotation +++

Ukraines Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj hält einen regelmäßigen Austausch von Soldaten an der Front für möglich. In einem Interview mit dem Portal Military sagte er, die Streitkräfte hätten genug Personal, um drei Schichten zu bilden und Soldaten etwa alle zwei Monate abzulösen. Die Rotation werde jeden Monat geprüft. Dabei sollen Offiziersgruppen kontrollieren, wie Brigaden die Einsatzdauer ihrer Soldaten an vorderster Linie erfassen. In der Ukraine gibt es scharfe Kritik an den langen Einsatzzeiten der Frontsoldaten.

+++ 10:01 Russland zeigt erstmals neuen Kampfjet Su-57 "Felon" +++

Seit mehr als zwei Jahren arbeitet Russland an einem neuen, zweisitzigen Kampfjet des Typs Su-57. Erstmals veröffentlicht Moskau nun Videos vom Test eines Prototypen. Das Flugzeug soll Ziele in der Luft, am Boden und zur See angreifen können – selbst, wenn es mit Überschallgeschwindigkeit fliegt.

+++ 09:44 Russland meldet 273 abgeschossene Drohnen +++

Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge erneut die Region Nischni Nowgorod angegriffen. Dort betreibt der Ölkonzern Lukoil eine Raffinerie. Auch über den Regionen Leningrad, Moskau, Tula und Belgorod wurden Drohnen gemeldet, berichteten russische Medien. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien 273 Flugkörper abgeschossen worden.

+++ 09:17 Großbritannien erlaubt Import von russischem Öl - unter einer Bedingung +++

Großbritannien lockert seine Russland-Sanktionen und erlaubt Importe von Diesel und Kerosin auf der Basis russischen Rohöls, wenn es im Ausland verarbeitet wurde. Die britische Regierung reagiert damit auf steigende Treibstoffpreise. Die Ausnahme gilt ab heute und ist unbefristet. Sie soll regelmäßig überprüft werden hieß es. London erlaubt zudem, russisches Flüssiggas zu verschiffen. Diese Lockerung gilt bis zum Jahresende.

+++ 08:44 Ukraine meldet zwei Tote nach russischen Angriffen auf Dnipro +++

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei den Angriffen auf die Stadt Dnipro im Osten des Landes seien neben den zwei Toten mindestens sechs Menschen verletzt worden, schrieb der Chef der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, auf Telegram. Drei davon befänden sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

+++ 08:16 Ex-Botschafter: Iran-Krieg macht Pipeline-Deal für Putin wahrscheinlicher +++

Der ehemalige deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, sieht den Bau der Gaspipeline "Kraft Sibiriens 2" als zentralen Punkt des Treffens zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Machthaber Wladimir Putin. Russland bekäme mit einer Zusage Pekings im Ukraine-Krieg den Rücken gestärkt. Diese Zusage sei durch den Iran-Krieg wahrscheinlicher geworden, so Fritsch im "Deutschlandfunk". China und Russland seien noch nie so enge Partner gewesen wie jetzt.

+++ 07:57 Putin sichert Xi sichere Energielieferungen zu +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat beim Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die Bedeutung seines Landes als verlässlicher Energielieferant in Krisenzeiten hervorgehoben. "Vor dem Hintergrund der Krise im Nahen Osten behält Russland weiterhin seine Rolle als zuverlässiger Lieferant von Rohstoffen bei, während China als verantwortungsbewusster Abnehmer dieser Rohstoffe auftritt", sagte Putin zum Auftakt. Bei dem Treffen wird es wohl auch um den Bau der Pipeline "Kraft Sibiriens 2" gehen. Kreml-Berater Juri Uschakow hatte zuvor erklärt, das Projekt stehe offiziell auf der Agenda der Gespräche und solle "sehr detailliert" besprochen werden. Seit 2022 versucht Moskau, eine Zusage Pekings zu erreichen.

+++ 07:29 Ukraine soll russisches Chemiewerk angegriffen haben +++

Die ukrainische Armee soll in der Nacht eine Chemiefabrik in der russischen Region Stawropol angegriffen haben. Das berichten russische Telegram-Kanäle. Die Anlage ist einer der wichtigsten russischen Lieferanten von Mineraldünger und Chemikalien, die auch für Sprengstoff und Artilleriegranaten genutzt werden. Laut der ukrainischen Zeitung "Kyiv Independent" produziert sie jährlich bis zu 1 Million Tonnen Ammoniak und mehr als 1 Million Tonnen Ammoniumnitrat. Der Bürgermeister von Newinnomyssk meldete aktive Luftabwehr über der Stadt. Anwohner berichteten von Explosionen und einem Feuer. Der Gouverneur von Stawropol erklärte, die Luftabwehr habe einen Drohnenangriff auf eine Industriezone abgewehrt. Schäden habe es nicht gegeben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 06:56 Bericht: EU-Staaten erwägen Merkel für Gespräche mit Putin +++

In der Europäischen Union (EU) überlegen die Regierungen laut einem Bericht der "Financial Times", wer die EU in möglichen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vertreten könnte. Als potenzielle Vermittler werden demnach die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, gehandelt. Die Zeitung nennt Insider als Quellen. Laut dem Bericht wollen die EU-Außenminister kommende Woche bei einem Treffen auf Zypern besprechen, wer für solche Gespräche infrage kommt.

+++ 06:39 Ukraine meldet elf Verletzte nach russischen Angriffen +++

Russland hat auch in der Nacht wieder ukrainische Städte und Regionen angegriffen. Ukrainische Behörden meldeten nach russischen Drohnenangriffen mindestens elf Verletzte sowie mehrere zerstörte Gebäude in den Städten Odessa, Dnipro und Konotop. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar. Der Bürgermeister der Stadt Konotop, Artem Semenichin, sagte laut einem Medienbericht, aus Mangel an Rettungswagen würden die Verletzten in privaten Fahrzeugen in Krankenhäuser gebracht.

+++ 06:07 Bloomberg: USA arbeiten an Deal mit Ukraine – Drohnentechnologie gegen Sicherheit +++

Die USA wollen im Rahmen eines Abkommens über Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen Zugang zu ukrainischer Drohnentechnologie und geistigen Eigentumsrechten bekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Abkommen wartet demnach auf die politische Zustimmung auf höchster Ebene. Das US-Verteidigungsministerium wolle ukrainische Militärprodukte testen, darunter Drohnen und Systeme für elektronische Kriegsführung. Washington prüft mögliche Käufe für das Militär. Das Pentagon interessiere sich zudem für Schlüsseltechnologien, um ukrainische Systeme in den USA nachbauen zu können. Das Abkommen sei noch nicht abgeschlossen, heißt es in dem Bericht.

+++ 05:42 Russische Medien: Putin von Xi in Peking empfangen +++

Wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump ist der russische Staatschef Wladimir Putin vom chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking empfangen worden. Xi grüßte den Kreml-Chef vor der Großen Halle des Volkes, wie auf Videoaufnahmen russischer Medien zu sehen war. Putin und Xi schritten gemeinsam über einen roten Teppich, anschließend spielte eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder.

+++ 04:57 JD Vance: USA wollen iranisches Uran nicht an Putin geben +++

Die Vereinigten Staaten planen "derzeit nicht", dass Russland im Rahmen eines Abkommens zur Beendigung des Krieges das angereicherte Uran des Irans beschlagnahmt, sagt US-Vizepräsident JD Vance auf einer Pressekonferenz gegenüber Reportern im Weißen Haus. Anfang Mai hatte der russische Präsident Wladimir Putin an, das hochangereicherte Uran aus dem Iran zu übernehmen, um bei den Friedensverhandlungen zu helfen. Vance betont: "Das ist derzeit nicht der Plan der US-Regierung. Die Iraner haben das Thema nicht angesprochen. Ich habe den Eindruck, dass die Iraner davon nicht sonderlich begeistert wären, und ich weiß, dass der Präsident auch nicht sonderlich begeistert davon ist."

+++ 03:57 Geheimdienst: Russland droht akute Benzinknappheit +++

Aufgrund von Problemen in den Ölraffinerien droht in Russland eine großflächige Benzinverknappung. Das geht aus Angaben des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes hervor, wie Ukrinform berichtet. "In Russland bahnt sich eine neue Treibstoffkrise an: Aufgrund verfehlter politischer Entscheidungen, chronischer Probleme in den Ölraffinerien und der Folgen des Krieges versuchen russische Ölkonzerne, die Lage durch eine Produktionsdrosselung des gefragtesten Benzins zu stabilisieren", heißt es. Laut dem Geheimdienst versuchen russischen Behörden, das Ausmaß des Problems mit Zusicherungen über "ausreichende Reserven" und eine "stabile Logistik" herunterzuspielen, aber in Wirklichkeit würden große Raffinerien monatelang repariert, was den Aufbau von Reserven vor der Sommersaison verhindere.

+++ 02:53 Pentagon bestätigt Verzögerung bei Truppenverlegung nach Polen +++

Das US-Verteidigungsministerium bestätigt die von Vizepräsident JD Vance angekündigte Verzögerung bei der Truppenverlegung nach Polen. Grund sei eine Reduzierung der in Europa stationierten Kampfbrigaden von vier auf drei, teilt Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X mit. Dies sei das Ergebnis einer umfassenden Überprüfung der US-Truppenpräsenz. Über die endgültige Stationierung werde auf Grundlage weiterer Analysen sowie der Fähigkeit der Verbündeten entschieden, eigene Truppen zur Verteidigung Europas beizusteuern. Verteidigungsminister Pete Hegseth stehe dazu im Austausch mit dem polnischen Vize-Ministerpräsidenten Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Die USA würden eine starke militärische Präsenz in Polen aufrechterhalten, erklärt der Sprecher.

+++ 01:48 Russland: Drohnenangriff auf russisches Industriegebiet in Region Stawropol +++

Industriegebiete rund um die Stadt Newinnomyssk in der südrussischen Region Stawropol werden nach Angaben des dortigen Gouverneurs von Drohnen angegriffen. Weitere Details nannte Wladimir Wladimirow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram zunächst nicht. In der Gegend befindet sich ein großes Chemiewerk, das bereits in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war. Unterdessen wurden bei einem russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro nach Angaben des regionalen Gouverneurs Oleksandr Hanscha fünf Menschen verletzt.

+++ 00:54 Nach den USA: London setzt Sanktionen auf russisches Öl und Gas aus +++

Das Vereinigte Königreich hat stillschweigend eine neue Lizenz für die Einfuhr von Diesel und Kerosin aus sanktioniertem russischem Öl sowie eine separate Lizenz für den Seetransport von russischem Flüssigerdgas (LNG) erteilt. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die britische Regierung. Dieser Schritt erfolgt einen Tag, nachdem die Vereinigten Staaten ihre Ausnahmeregelung für die Sanktionen gegen russisches Öl erneut verlängert haben, um die inmitten des US-israelischen Krieges gegen den Iran explodierenden Treibstoffkosten zu stabilisieren. Die erste Lizenz erlaubt die Einfuhr von Diesel und Kerosin aus russischem Öl, sofern die Produkte in einem Drittland verarbeitet wurden, wie das britische Regierungsportal mitteilt. Diese Produkte sind von dem allgemeinen britischen Einfuhrverbot für russische Ölprodukte, die im Ausland verarbeitet wurden, ausgenommen. Außerdem erteilte Großbritannien separat eine allgemeine Lizenz für den Seetransport von russischem LNG. "Wir sind entschlossen, unsere Sanktionen gegen Russland zu verschärfen, um dessen Fähigkeit zur Kriegsführung in der Ukraine zu schwächen und gleichzeitig wichtige Lieferketten zu schützen und die Marktstabilität aufrechtzuerhalten", sagt ein Sprecher der britischen Regierung gegenüber der BBC.

+++ 23:45 Deutsche Bank in London verletzte Russland-Sanktionen - Geldstrafe +++

Die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank ist wegen Verstößen gegen Russland-Sanktionen mit einer Geldstrafe von 165.000 Pfund (rund 142.000 Euro) belegt worden. Die Londoner Tochterbank des größten deutschen Geldhauses habe im Juni und Juli 2022 zwei Zahlungen in Höhe von insgesamt 635.619 Pfund an die Tochterfirma eines sanktionierten russischen Unternehmens abgewickelt, teilt die britische Behörde für die Umsetzung von Finanzsanktionen (OFSI) mit. Die Bank habe die Aufseher selbst auf die Verstöße aufmerksam gemacht. "Wir haben unser System zur Einhaltung von Sanktionen und die damit verbundenen Prozesse in allen Bereichen gestärkt und werden dies auch weiterhin tun", erklärt die Bank.

+++ 22:04 Vance: US-Truppenverlegung nach Polen verzögert sich +++

Eine geplante Verlegung von 4000 US-Soldaten nach Polen verzögert sich nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance. Es handele sich dabei jedoch nicht um einen Truppenabbau in Europa, sagt Vance vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA wollten lediglich Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA maximiert werde. "Ich glaube nicht, dass das für Europa schlecht ist", sagt er. Zugleich fordert Vance die Europäer auf, mehr Verantwortung für die gemeinsame Verteidigung zu übernehmen. Berichte über die geänderten Pläne sind bei US-Abgeordneten auf scharfe Kritik gestoßen. Sie fürchten, dass Präsident Donald Trump Verbündete im Stich lassen könnte.

+++ 21:33 Fedorow: Schützen bereits 1170 Kilometer Straße mit Drohnen-Netzen +++

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow berichtet in seinem Telegram-Kanal, mehr als 1170 Kilometer an Versorgungsrouten hinter der Front seien mit Netzen vor Drohnen geschützt. Jeden Tag würden weitere acht Kilometer der Netzkonstruktion hochgezogen, laut Fedorow doppelt so viel wie noch vergangenes Jahr.

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