Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:17 Russische Truppen greifen Stadt in der Ostukraine mit Raketen an - drei Verletzte +++

19.04.2026, 00:07 Uhr

Bei einem russischen Angriff auf Isjum in der Oblast Charkiw sind drei Personen verletzt worden, wie die örtliche Polizei laut "Ukrainska Pravda" meldet. "Am 19. April griff der Feind die Stadt Isjum mit einem Mehrfachraketenwerfer an. Eine Rakete traf ein Badehaus", teilt die Polizei mit. Demnach wurden drei Personen, eine Frau und zwei Männer, bei dem Angriff verletzt.

+++ 18:23 "Wollen den Krieg beenden" - Ukraine hofft auf Türkei für Treffen zwischen Selenskyj und Putin +++

Die Ukraine hat die Türkei wegen eines möglichen hochrangigen Treffens zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin kontaktiert, gegebenenfalls unter Beteiligung von Recep Tayyip Erdoğan und Donald Trump. Dies erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in einem Interview mit der staatlichen ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. Sybiha hat in dieser Woche am 5. Antalya-Diplomatieforum teilgenommen. "Wir haben die Türkei gebeten, die Möglichkeit eines Treffens auf Ebene von Präsident Selenskyj und Putin zu prüfen", so der ukrainische Außenminister. "Wir sind zu einem solchen Treffen bereit. Das einzige Problem ist, dass sich Putin derzeit versteckt hält. Der ukrainische Präsident ist ebenfalls bereit. Wir wollen diesen Krieg beenden."

+++ 17:41 Papst Leo fordert "Schweigen der Waffen" +++

Papst Leo hat die Verschärfung des Krieges in der Ukraine verurteilt und dazu aufgerufen, "die Waffen zum Schweigen zu bringen und den Weg des Dialogs einzuschlagen". Der Papst war für eine Messe in der Nähe von Luanda, der Hauptstadt Angolas, an der rund 100.000 Menschen teilnahmen.

+++ 16:58 Polizisten bei Schüssen in Kiew davongelaufen: Chef der Patrouillenpolizei reicht Rücktritt ein +++

Nach dem Davonlaufen zweier Polizisten bei den Schüssen auf Zivilisten in Kiew hat der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, die Verantwortung übernommen. "Als kampferfahrener Offizier habe ich beschlossen, meinen Rücktritt von meinem derzeitigen Amt einzureichen. Ich halte das für richtig", sagte der Polizeigeneral bei einer Pressekonferenz in Kiew. Die beiden Streifenpolizisten haben ihm zufolge «unprofessionell und unwürdig» gehandelt. Es sei ein "sehr beschämender Vorfall". 

+++ 16:32 Nach russischer Liste: Verfassungsschützer warnt Firmen +++

Thüringens oberster Verfassungsschützer sieht bestimmte Unternehmen und deren Führungskräfte im Zuge des Ukraine-Kriegs potenziell durch Russland gefährdet. "Nicht jedes Unternehmen ist akut bedroht. Aber das Risiko ist klar erhöht und ernst zunehmen", sagte Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer dem "Handelsblatt". "Am höchsten erscheint mir das Risiko für Unternehmen, die klar erkennbar in Lieferketten für die Ukraine-Unterstützung eingebunden sind, etwa bei Drohnen-, Munitions-, Luftverteidigungs- oder Logistikprojekten", so Kramer. Auch Logistik- und Technologiedienstleister seien relevant, weil sie zentrale Schnittstellen darstellten.

+++ 15:52 Moskau-Reise: Baltenstaaten verweigern Fico Überflug +++

Der slowakische Regierungschef Robert Fico kann zum Weltkriegsgedenken in Russland nicht über die baltischen EU- und Nato-Staaten Estland, Lettland und Litauen fliegen. "Fico wird erneut keine Genehmigung erhalten, den estnischen Luftraum für einen Flug nach Moskau zur Teilnahme an der Parade am 9. Mai zu nutzen", teilt Estlands Außenminister Margus Tsahkna in Tallinn mit. Zuvor hatte Fico in einem Video selbst mitgeteilt, dass ihm Lettland und Litauen den Überflug verweigern. Offizielle Bestätigungen aus Riga und Vilnius lagen dazu zunächst nicht vor. Russland begeht jedes Jahr am 9. Mai den "Tag des Sieges" – den russischen Feiertag zum Gedenken an den sowjetischen Sieg über Hitler-Deutschland. Bereits im Vorjahr hatten die an Russland grenzenden Baltenstaaten ihren Luftraum für Staats- und Regierungschefs gesperrt, die zu den Feierlichkeiten nach Moskau reisen wollten. Darunter war bereits im Vorjahr auch Fico - als einziger Gast aus Europa neben dem serbischen Staatschef Aleksandar Vucic.

+++ 15:10 Russland: Brand in Schwarzmeer-Hafen nach drei Tagen gelöscht +++

Drei Tage nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Ölverladehafen Tuapse am Schwarzen Meer ist der Brand nach russischen Angaben beendet. Das Feuer sei gelöscht, teilen örtliche Behörden mit. Bei der am Donnerstag gemeldeten Attacke auf den wichtigen Exportknotenpunkt im Süden Russlands waren den örtlichen Behörden zufolge zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Zudem war ein unter liberianischer Flagge fahrender Öltanker getroffen worden. Die Ukraine hatte den Angriff auf die Hafeninfrastruktur für sich reklamiert.

+++ 14:39 Ukraine meldet Drohnenangriff auf Eisenbahnnetz in der Region Poltawa +++

Das ukrainische Eisenbahnnetz ist in der Region Poltawa von einer russischen Drohne attackiert worden. Das meldet Vitalii Diakivnych, Leiter der regionalen Staatsverwaltung, bei Telegram. "Der Feind hat die Region Poltawa erneut angegriffen. Ein Drohnenangriff auf eine Eisenbahninfrastrukturanlage wurde registriert", so der Beamte. Demnach sei am Morgen die Lokomotive eines Eisenbahnunternehmens angegriffen worden. Verletzt worden sei niemand.

+++ 14:01 Ukraine gelingt Coup mit Abfangdrohne +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben laut "Kyiv Independent" erstmals eine russische Drohne vom Typ "Shahed" mit Hilfe einer Abfangdrohne zerstört, die zuvor von einem unbemannten Schiff aus gestartet wurde. Solche unbemannten Marineplattformen habe man in letzter Zeit vermehrt eingesetzt, berichtet der oberste Befehlshaber der ukrainischen Drohnenstreitkräfte dem Medium. Der Abschuss markiert dem Militär zufolge eine neue Stufe der Zusammenarbeit zwischen den Drohnenbrigaden der See- und und Luftstreitkräfte des Landes. Damit habe man die eigene Fähigkeit, russischen Luftbedrohungen entgegenzuwirken, erweitert, und eine weitere Verteidigungsebene für die ukrainischen Städte geschaffen.

+++ 13:23 Klitschko gibt Update zu Verletzten nach Schüssen in Kiew +++

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat laut "Ukrainska Pravda" mitgeteilt, dass acht Personen, die bei der Schießerei in Kiew verletzt wurden, derzeit in Krankenhäusern der Hauptstadt behandelt werden. "Unter ihnen befindet sich ein Kind, dessen Zustand stabil ist und das mittelschwere Verletzungen erlitten hat. Bei den Erwachsenen befindet sich eine Person in einem kritischen Zustand, drei in einem schweren Zustand und drei in einem mittelschweren Zustand", sagt Klitschko.

+++ 12:42 Selenskyj verurteilt neue US-Maßnahme +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Verlängerung der Lockerung von US-Sanktionen für russisches Erdöl scharf kritisiert. "Jeder Dollar, der für russisches Öl gezahlt wird, ist Geld für den Krieg" gegen die Ukraine, schreibt Selenskyj am Sonntag auf Onlineplattformen. Durch die anhaltende Lockerung der US-Sanktionen könnten weiter russisches Rohöl und russische Erdölprodukte verkauft werden, die sich bereits auf Schiffen befinden, führt der Präsident aus. "Das sind zehn Milliarden Dollar - Mittel, die direkt in neue Angriffe gegen die Ukraine umgewandelt werden." Das US-Finanzministerium hatte am Freitag eine Lizenz für den Verkauf von russischem Erdöl und russischen Erdölprodukten auf Schiffen bis zum 16. Mai verlängert. Dabei hatte US-Finanzminister Scott Bessent erst am Mittwoch versichert, die vor einem Monat wegen der gestiegenen Ölpreise beschlossene Sanktionslockerung nicht weiter zu verlängern.

+++ 11:53 Verhalten der Polizei bei Schüssen in Kiew wirft Fragen auf +++

Einen Tag nach tödlichen Schüssen in Kiew laufen die Ermittlungen nicht nur zu den Hintergründen der Tat, sondern auch zum Verhalten der Polizei. Innenminister Ihor Klymenko kündigt die Einleitung eines Dienstaufsichtsverfahrens an. "Dienen und schützen ist nicht nur eine Losung", schreibt er auf Telegram. Dies müsse mit Professionalität einhergehen - gerade in kritischen Situationen, wenn das Leben von Menschen auf dem Spiel stehe. Hintergrund der Kritik ist offenbar ein Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert. Zu sehen sind zwei Polizisten, die bei einem kleinen Jungen stehen, bei den ersten Schüssen aber einfach weglaufen und das Kind allein lassen. Der Junge flieht kurz darauf auch und kann entkommen. Allerdings trifft es in dem von Augenzeugen aufgenommenen Video einen Mann, der unmittelbar neben dem Jungen vor den Schüssen davonläuft. Die Bluttat mit mindestens sechs Toten und mehr als einem Dutzend Verletzten wird von den Behörden als Terroranschlag eingestuft.

+++ 11:13 Lukaschenko zu Trump-Treffen bereit - wenn "großer Deal" steht +++

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko zeigt sich zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump bereit, sobald ein "großer Deal" zwischen den USA und Belarus ausgearbeitet sei. Ein solches Abkommen müsse die Interessen beider Länder widerspiegeln und über eine Lockerung westlicher Sanktionen hinausgehen, sagt Lukaschenko in einem in Auszügen veröffentlichten Interview des russischen Fernsehsenders RT. "Wir haben viel mehr Probleme zu lösen", erklärt er, ohne Details zu nennen. Sobald dies auf unterer Ebene geklärt sei, sei er bereit, sich mit Trump zu treffen und den "großen Deal" zu unterzeichnen. Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Im März erklärte Trumps Gesandter John Coale, Lukaschenko könnte bald die USA besuchen.

+++ 10:39 Jugendlicher bei russischem Angriff getötet +++

Bei einem nächtlichen Angriff auf die nordukrainische Stadt Tschernihiw ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein 16-Jähriger getötet worden. Drei Frauen und ein Mann seien verletzt worden, erklärt die örtliche Militärverwaltung am Sonntag. Bei dem Angriff seien sieben Häuser, ein Verwaltungsgebäude und eine Bildungseinrichtung beschädigt worden. Russland setzt seine Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine unvermindert fort. In den vergangenen Tagen wurde dabei auch mehrfach die Energie-Infrastruktur von Tschernihiw getroffen, tausende Bewohner hatten nach Behördenangaben keinen Strom.

+++ 10:08 Ukraines US-Botschafterin: Russland bezeichnet Sanktionsende als "Kooperation" +++

Olha Stefanishyna, die ukrainische Botschafterin in den Vereinigten Staaten, hat die US-Regierung in einem Post auf X aufgefordert, die Sanktionen zur Einschränkung des Handels mit russischem Öl wieder in Kraft zu setzen. Sie betont, russische Vertreter haben die Schritte der Trump-Administration bereits als "Kooperation" bezeichnet. Russland dürfe nicht von den Handlungen seines Verbündeten, des Irans, profitieren.

+++ 09:32 Ukraine bestätigt Zerstörung russischer Drohnenfabrik +++

Das ukrainische Militär hat in Russland nach eigenen Angaben in der Nacht eine Drohnen-Fabrik zerstört. Damit bestätigt das Militär Berichte eines unabhängigen Telegram-Kanals, der auch von drei Verletzten bei dem Angriff berichtete (Siehe Eintrag von 7.09 Uhr). Durch den Angriff werde "die Kapazität des Feindes zur Produktion von Drohnen verringert und die Fähigkeit des russischen Aggressors geschwächt, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen", teilt das Militär über den Onlinedienst Telegram mit. Die Anlage befand sich den Angaben zufolge in der Stadt Taganrog in der Region Rostow. 

+++ 08:49 ISW: Ukraine nutzt "überlastete russische Luftabwehr" +++

Laut der Militäranalysten des Institutes for the Study of War (ISW) nutzt die Ukraine die "überlastete russische Luftabwehr" aus, um Ölinfrastruktur und militärische Einrichtungen in Russland und auf der besetzten Krim zu beschädigen. Die Analysten führen mehrere Angriffe der letzten Tage aus, bei denen Ölraffinerien und Schiffe getroffen wurden. In der Nacht auf Sonntag soll die Ukraine außerdem eine Drohnenfabrik getroffen haben, wie ukrainische Medien berichten (Siehe Eintrag von 7.09 Uhr). Ein bekannter russischer Militärblogger veröffentlichte laut ISW zudem die Nachricht eines russischen Luftabwehrsoldaten, in der behauptet wurde, dass die ukrainischen Streitkräfte den Hafen von Ust-Luga angreifen konnten, weil der russischen Luftabwehr nicht genügend Boden-Luft-Raketen zur Verfügung standen, weswegen die russische Luftabwehr überfordert war. 

+++ 08:03 Ukraine beziffert hohe russische Verluste +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben seit Kriegsbeginn 1.318.220 Soldaten verloren, teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Das umfasst tote und kampfunfähige Soldaten. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vortag um 1070 Soldaten erhöht. Außerdem hat Russland laut dem Bericht 11.882 Panzer, 24.442 gepanzerte Fahrzeuge, und beeindruckende 247.131 Drohnen verloren. Allein im vergangenen Tag waren es über 2000 Drohnen.

+++ 07:09 Ukraine soll russische Drohnenfabrik getroffen haben +++

Eine Drohnenfabrik in der südrussischen Stadt Taganrog wurde in der Nacht von ukrainischen Raketen getroffen. Das berichtet "Kyiv Independent" mit Bezug auf einen unabhängigen Telegram-Kanal. Demnach stellt das Werk Drohnen für die russische Armee her und befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Automobilwerks. Russische Behörden bestätigen den Angriff und berichten von drei Verletzten. Allerdings schreiben die Behörden nur von einem "gewerblichen Gelände", ohne die Fabrik spezifisch zu erwähnen.

+++ 06:27 Lettland und Litauen verbieten Fico Reise nach Moskau durch ihren Luftraum +++

Litauen und Lettland werden dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico nicht gestatten, ihren Luftraum zu nutzen, um im Mai zu den Feierlichkeiten zum russischen Tag des Sieges nach Moskau zu reisen, erklärte er laut "Kyiv Independent". "Litauen und Lettland haben bereits angekündigt, dass sie uns nicht erlauben werden, auf dem Flug nach Moskau über ihr Hoheitsgebiet zu fliegen", sagte Fico in einer Ansprache. Er werde eine andere Route finden, kündige der Präsident an. Fico gilt neben dem inzwischen abgewählten ungarischen Präsidenten Orban als Putins stärkster Verbündeter in der EU. Beim Tag des Sieges feiern die Russen mit Militärparaden die Befreiung vom Nationalsozialismus. Zuletzt nutze Putin die nationalistischen Paraden auch, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu rechtfertigen.

+++ 05:38 Bündnis von russlandfreundlichem Ex-Präsidenten Favorit bei Wahl in Bulgarien +++

In Bulgarien werden am Sonntag vorgezogene Parlamentswahlen abgehalten. Als Favorit bei der achten Wahl binnen fünf Jahren gilt das Bündnis Progressives Bulgarien des ehemaligen Kampfpiloten und Ex-Präsidenten Rumen Radew. Das Mitte-Links-Bündnis kann Umfragen zufolge mit etwa 30 Prozent der Wählerstimmen rechnen. Größter Konkurrent ist das konservative Mitte-Rechts-Bündnis GERB-SDS des ehemaligen Regierungschefs Bojko Borissow. In den Umfragen kommt es auf 20 Prozent. Während Borissows GERB-SDS die Ukraine und die Politik Brüssels unterstützt, ist Radew eher russlandfreundlich. Der 62-Jährige will Bulgarien, das ärmste Land der EU, nach eigenen Angaben "von seinem oligarchischen Regierungsmodell befreien". Gleichzeitig fordert er eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland und sieht Sofia dabei als "ein sehr wichtiges Bindeglied". Waffenlieferungen für die Ukraine sieht er skeptisch.

+++ 00:24 Stromversorgung in der Ukraine wird am Sonntag nicht eingeschränkt +++

Laut dem Versorger Ukrenergo sind in der Ukraine am Sonntag keine Einschränkungen bei der Stromversorgung geplant. Es soll demnach rund um die Uhr Strom zur Verfügung stehen. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass es sinnvoll sei, den Verbrauch auf 11 bis 16 Uhr zu verlagern und die Nutzung leistungsstarker Elektrogeräte in den Abendstunden von 18 bis 22 Uhr einzuschränken. Wegen russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur muss die Stromversorgung immer wieder für mehrere Stunden am Tag gekappt werden.

+++ 22:21 Geheimdienst SBU stuft tödliche Schüsse auf Zivilisten in Kiew als Terroranschlag ein +++

Die Ermittler des ukrainischen Geheimdienstes SBU stufen die Schüsse auf Zivilisten und die Geiselnahme in der Hauptstadt Kiew als Terroranschlag ein. Es sei ein Strafverfahren gemäß Artikel 258 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Terroranschlag mit Todesfolge) eingeleitet worden, teilt der SBU mit. Laut Behörden hatte ein Mann die Tat begangen, der mit einer legal registrierten Schusswaffe bewaffnet war. Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko betonte, dass der Täter gebürtiger Moskauer sei. Allerdings soll er Medienberichten zufolge die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen und lange im Donbass gelebt haben. Die Behörden melden bislang sechs Todesopfer und mehr als zehn Verletzte. Die ukrainische Polizei erschoss den Mann beim Zugriff in das Geschäft, in dem sich der Mann mit Geiseln verschanzt hatte. Zuvor seien Kontaktversuche gescheitert.

+++ 21:54 Ukrainische Botschafterin fordert USA zu Wiederaufnahme der Öl-Sanktionen gegen Russland auf +++

Die Ukraine fordert die US-Regierung auf, die Sanktionen gegen den Handel mit russischem Öl wieder in Kraft zu setzen. Dies erklärte die ukrainische Botschafterin in den USA, Olga Stefanishyna, auf der Plattform X. "Wir können nicht zulassen, dass Russland von den Aktionen seines Verbündeten Iran profitiert", so die ukrainische Diplomatin. Laut Stefanishyna "liegt es in unserem gemeinsamen Interesse, die Finanzierung russischer Angriffe auf die Ukraine und die Unterstützung von US-Gegnern einzuschränken". Wenn Russland erkennt, dass Destabilisierung und Kriegstreiberei profitabel sind, "werden neue Probleme in der Welt nicht lange auf sich warten lassen", warnt die ukrainische Botschafterin. Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl überraschend um einen Monat bis zum 16. Mai verlängert. US-Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor ein Auslaufen der Maßnahme angekündigt.

+++ 21:02 Ukrainische Streitkräfte: Angriffe auf Ölinfrastruktur kosten Russland täglich rund 100 Millionen US-Dollar +++

Gezielte Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur fügen Russland nach ukrainischen Schätzungen erheblichen finanziellen Schaden zu - Geld, das Moskau für die Kriegsfinanzierung wegbricht. Die ukrainischen Streitkräfte gehen von einem Verlust von täglich rund 100 Millionen US-Dollar aus. Laut SBS-Kommandeur Robert Brovdi hat eine Reihe gezielter Operationen gegen Öltransportrouten - darunter Primorsk, Ust-Luga, Scheschkaris und Tuapse - die täglichen Öllieferungen um etwa 880.000 Barrel reduziert. Die ukrainischen Streitkräfte betonen in einer Mitteilung, dass die Angriffe den Betrieb wichtiger Häfen destabilisiert und Russland gezwungen hätten, die Lieferströme umzuleiten. Dies habe zu logistischen Engpässen geführt und alternative Routen überlastet. "Die Angriffe führen zu erheblichen Verlusten bei der Verarbeitung und dem Export von Erdölprodukten", erklärte das Militär.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.