Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 20:15 USA: Rohölpreise könnten wegen Blockade der Straße von Hormus bald deutlich steigen +++

12.05.2026, 20:16 Uhr

Die US-Energieinformationsbehörde geht davon aus, dass der Iran demnächst gezwungen sein wird, seine Ölförderung zu drosseln. Dies sei zum Teil auf die US-Blockade seiner Häfen zurückzuführen. In einer Erklärung heißt es, man rechne damit, dass die Ölförderung und die Handelsströme erst Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres wieder das Vorkriegsniveau erreichen würden, selbst wenn der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen werde. Sollte die Meerenge bis Ende Juni geschlossen bleiben, würden die Rohölpreise um 20 Dollar pro Barrel steigen, da die aktuelle Prognose auf der Annahme beruhe, dass die Meerenge Ende dieses Monats wieder geöffnet werde.

+++ 19:25 Abstellen iranischer Flugzeuge? US-Senator traut Pakistan nicht als Vermittler im Iran-Krieg +++

Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham hat sich empört über einen Medienbericht gezeigt, wonach Pakistan als Vermittler im Iran-Krieg Teheran das Abstellen von Flugzeugen auf seinen Stützpunkten gestatten soll. "Ich traue Pakistan nicht über den Weg", sagte der Republikaner in einem Senatsausschuss. Er konfrontierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine mit der Frage, ob der Bericht zutreffend sei. Keiner der beiden wollte sich zu dem Sachverhalt äußern. "Wenn tatsächlich iranische Flugzeuge auf pakistanischen Stützpunkten stationiert sind, um iranische Militäranlagen zu schützen, dann sagt mir das, dass wir uns nach jemand anderem als Vermittler umsehen sollten", sagte Graham. Er vermutete dies als Grund für die seit Wochen stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Zuvor hatte der US-Sender CBS News unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter berichtet, der Iran habe Flugzeuge nach Pakistan und Afghanistan verbracht. Teheran habe kurz nach Verkündung der Waffenruhe durch US-Präsident Donald Trump im April mehrere Militärflugzeuge auf eine Militärbasis in der Nähe von Islamabad geflogen. Das pakistanische Außenministerium wies den CBS-Bericht in einer Stellungnahme als "irreführend und reißerisch" zurück. Einige Flugzeuge des Iran und der USA seien nach Verkündung der Waffenruhe in Pakistan angekommen, um die Logistik im Rahmen der Friedensverhandlungen der beiden Länder in Islamabad zu unterstützen. Einige Flugzeuge und Personal seien anschließend in Erwartung weiterer Gespräche im Land verblieben.

+++ 18:25 Libanon: 380 Tote seit Waffenruhe - Israel geht im Süden des Landes weiter militärisch vor +++

Bei israelischen Luftangriffen auf den Libanon sind seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen beiden Ländern nach neuen offiziellen Angaben 380 Menschen getötet worden. Unter den seit dem 17. April Getöteten seien 108 Angehörige der Sicherheitskräfte und der Gesundheitsbehörden, erklärte der libanesische Gesundheitsminister Rakan Nassereddin heute. Die israelische Armee gab einen Einsatz von Bodentruppen im Libanon am Litani-Fluss bekannt, Medienberichten zufolge überquerten dabei Soldaten den Fluss. In der Nacht zum Dienstag waren libanesischen Medienberichten zufolge sechs Menschen bei einem Angriff auf ein Haus in der südlibanesischen Ortschaft Kfar Dunin getötet worden. Sieben weitere Menschen wurden bei den Angriffen zudem verletzt, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete. Am Dienstag wurden in der ebenfalls im Süden des Libanon gelegenen Stadt Nabatäa laut dem Zivilschutz zwei Rettungskräfte im Einsatz getötet.

+++ 17:30 Kuwait beschuldigt Iran: Revolutionsgarde griff Insel des Golfstaats an +++

Irans Revolutionsgarde hat eine zu Kuwait gehörende Insel nach Darstellung des Golfstaats angegriffen. Sechs bewaffnete Männer hätten sich der kuwaitischen Insel Bubijan im Auftrag der Revolutionsgarde vor rund zwei Wochen mit einem Fischerboot genähert, teilte das Innenministerium heute mit. Zwei davon seien bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften geflohen, die vier weiteren Männer seien festgenommen worden. Die unbewohnte Insel Bubijan liegt im Norden Kuwaits an der Grenze zum Irak und zugleich nur wenige Kilometer vom Iran entfernt. China baut auf der Insel als Teil seiner Initiative "Neue Seidenstraße" einen großen Hafen. Bubijan und weitere Inseln sollen für Handel und Tourismus ausgebaut werden. Die vier Festgenommenen hätten gestanden, der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) anzugehören und in deren Auftrag gehandelt zu haben, hieß es der Staatsagentur Kuna zufolge. Das Fischerboot sei gechartert worden, um "feindliche Handlungen" gegen Kuwait durchzuführen.

+++ 17:00 Außerhalb des Gazastreifens: 70 Kinder seit 2025 in besetzten Palästinensergebieten getötet +++

In den besetzten Palästinenser-Gebieten außerhalb des Gazastreifens sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef seit Anfang 2025 70 Kinder getötet worden. Zudem seien mehr als 800 Kinder verletzt worden, teilt die Organisation mit. Die meisten Opfer im Westjordanland und in Ost-Jerusalem seien von scharfer Munition getroffen worden. "Dies sind keine Einzelfälle", sagt Unicef-Sprecher James Elder. Sie weisen auf ein anhaltendes Muster der schlimmsten Art von Verstößen gegen Kinder hin. Rund 93 Prozent der getöteten Kinder seien durch israelische Streitkräfte ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor..

+++ 16:20 Krieg im Iran kostet USA nach eigenen Angaben bislang 29 Milliarden Dollar +++

Die Kosten für den Krieg der USA im Iran belaufen sich nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums bislang auf 29 Milliarden Dollar. Dies ist ein Anstieg um vier Milliarden Dollar im Vergleich zu einer Schätzung von Ende vergangenen Monats, wie der amtierende Finanzkontrolleur des Pentagons, Jules Hurst, vor Parlamentariern erklärt. Die neuen Zahlen umfassen demnach Ausgaben für Reparatur und Ersatz von Ausrüstung sowie Betriebskosten. Wie das Ministerium auf die Gesamtsumme kommt, bleibt unklar. Einem Insider zufolge schätzte die Regierung von Präsident Donald Trump die Kosten für die ersten sechs Kriegstage im März auf mindestens 11,3 Milliarden Dollar.

+++ 15:25 Hisbollah-Video soll Angriff auf israelisches Iron-Dome-Geschütz zeigen +++

Die Hisbollah-Miliz veröffentlicht Videos, die zwei Drohnenangriffe auf Israel zeigen sollen. Eine FPV-Drohne soll eine Stellung des Iron Dome getroffen haben, einen Tag später werden zwei Israelis bei einem Angriff auf eine Soldatengruppe verletzt, berichtet CNN.

+++ 14:40 Norwegen kann wegen Iran-Krieg mit Milliarden-Mehreinnahmen rechnen +++

Norwegen profitiert von den infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreisen. Für dieses Jahr werden Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft von 721,1 Milliarden Kronen (rund 70 Milliarden Euro) erwartet und damit rund 30 Prozent mehr als bislang, wie die Regierung in Oslo mitteilt. Ursprünglich waren 557,4 Milliarden Kronen veranschlagt worden. Die Zusatzeinnahmen sollen jedoch nicht ausgegeben, sondern dem bereits 2,2 Billionen Dollar schweren Staatsfonds zugeführt werden - dem größten der Welt. Anders als die meisten europäischen Länder erzielt Norwegen dank seiner Rohstoffvorkommen hohe Haushaltsüberschüsse. Die Regierung muss die Ausgaben jedoch begrenzen, um die heimische Inflation nicht durch eine übermäßige Nachfrage weiter anzuheizen. Die norwegische Zentralbank hatte erst vergangene Woche den Leitzins überraschend von 4,00 auf 4,25 Prozent angehoben, um die durch starkes Lohnwachstum und hohe Energiekosten getriebene Teuerung einzudämmen. Die Regierung geht nun von einem durchschnittlichen Rohölpreis von 91 Dollar pro Barrel aus, nach 67 Dollar im Oktober. Trotz der wachsenden Öleinnahmen senkte das Finanzministerium seine Prognose für das Wirtschaftswachstum außerhalb des Ölsektors. Für 2026 wird nun nur noch ein Plus von 1,7 Prozent erwartet statt der im Oktober prognostizierten 2,1 Prozent. Als Grund nannte das Ministerium die Folgen des Iran-Kriegs.

+++ 13:41 Iran erklärt Meerenge zu "riesigem Einsatzgebiet" +++

Der Iran weitet das als Straße von Hormus bezeichnete Gebiet deutlich aus und erklärt die Meerenge zu einem "riesigen Einsatzgebiet". Sie werde nicht mehr als schmaler Streifen um eine Handvoll Inseln betrachtet, sondern sei in ihrem Umfang und ihrer militärischen Bedeutung erheblich erweitert worden, sagt Mohammad Akbarsadeh, ein ranghoher Offizier der Marine der Revolutionsgarden, der staatlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge. "Früher wurde die Straße von Hormus als begrenzter Bereich um Inseln wie Hormus und Hengam definiert, doch heute hat sich diese Sichtweise geändert", sagt Akbarsadeh. Die strategische Zone erstrecke sich nun von der Stadt Dschask im Osten bis zur Insel Siri im Westen. Es ist bereits die zweite derartige Ausweitung seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasangebots wird üblicherweise durch die Meerenge transportiert.

+++ 12:55 WHO: Reha-Geräte für Gaza stecken an Grenze fest +++

Im Gazastreifen haben nach neuen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 43.000 Menschen durch die Angriffe Israels seit Oktober 2023 lebensverändernde schwere Verletzungen erlitten. Material, um ihnen zu helfen, stecke aber teils mehr als ein Jahr beim Zoll fest, kritisiert die WHO-Vertreterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, Reinhilde van de Weerdt. Rund ein Viertel dieser Verletzten seien Minderjährige. Rund die Hälfte der 43.000 Menschen haben schwere Verletzungen an den Gliedmaßen, mehr als 5000 Amputationen, gut 2000 Verletzungen des Rückenmarks, mehr als 3400 Verbrennungen und gut 1300 schwere traumatische Hirnverletzungen, wie die WHO berichtet. Zusammen mit weniger komplizierten Fällen liege die Gesamtzahl der Verletzten bei rund 172.000. 

+++ 11:50 Iran-treuer Milizenverband startet "Sucheinsatz" in Iraks Wüste +++

Die irakischen Volksmobilisierungskräfte - ein staatlich eingebundener proiranischer Milizenverband - haben nach eigenen Angaben einen militärischen "Säuberungs- und Sucheinsatz" im Süden des Iraks gestartet. Der Einsatz habe in den Wüstenregionen der Provinzen Nadschaf und Kerbala begonnen, melden die staatliche Nachrichtenagentur INA. Der Einsatz erfolgt wenige Tage nach Berichten über einen mutmaßlichen israelischen Militärstützpunkt in dem Wüstengebiet im Irak. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass Israel von dort auch Luftangriffe im benachbarten Iran durchgeführt habe. Das israelische Militär soll dem Bericht zufolge den Stützpunkt auch mit eigenen Luftschlägen verteidigt haben. Dabei wurde demnach mindestens ein irakischer Soldat getötet.

+++ 11:08 USA: Israel liefert Raketenabwehrsystem Iron Dome an Emirate +++

Israel entsendet nach Angaben des US-Botschafters Mike Huckabee ein Raketenabwehrsystem vom Typ Iron Dome sowie Bedienpersonal in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). "Israel hat (den VAE) gerade Iron-Dome-Batterien und Personal geschickt, um ihnen bei der Bedienung zu helfen", sagt Huckabee bei einer Veranstaltung in Tel Aviv. Dies basiere auf den außergewöhnlichen Beziehungen durch die sogenannten Abraham-Abkommen. Einem Insider zufolge sollen die Luftabwehrsysteme die VAE vor iranischen Angriffen schützen. Der Iran greift die Emirate seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel am 28. Februar verstärkt an.

+++ 10:19 Iran droht mit Urananreicherung auf waffentaugliche 90 Prozent +++

Der Iran droht damit, bei einem erneuten Angriff sein Uran auf einen atomwaffentauglichen Reinheitsgrad anzureichern. "Eine der Optionen des Irans im Falle eines weiteren Angriffs könnte die Anreicherung von Uran auf 90 Prozent sein", schreibt der Abgeordnete Ebrahim Resaei, der Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik ist, auf X. "Wir werden dies im Parlament prüfen." Die USA und Israel haben den Iran am 28. Februar mit dem erklärten Ziel angegriffen, die Islamische Republik daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln. Derzeit besteht eine Waffenruhe.

+++ 09:39 Medien: Mindestens sechs Tote im Süden des Libanons bei israelischen Angriffen +++

Bei israelischen Luftangriffen im Süden des Libanon sind Medienberichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Sieben weitere Menschen wurden bei den Angriffen in der Nacht zudem verletzt, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet. Getroffen wurde demnach ein Haus in der Stadt Kfar Dunine. Die israelische Armee äußert sich zunächst nicht zu den Angriffen.

+++ 08:47 Emirate griffen Ziele im Iran an +++

Die Emirate haben offenbar Anfang April Ziele im Iran angegriffen. Die Attacken richteten sich gegen Raffinerien auf der Insel Lavan, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte Quellen. Zu dem Zeitpunkt der Angriffe soll eigentlich bereits die Waffenruhe gegolten haben.

+++ 07:59 Mann wegen angeblichem bewaffnetem Aufruhr im Iran hingerichtet +++

Im Iran ist ein Mann wegen bewaffneten Aufruhrs hingerichtet worden. Abdoldschalil Schahbachsch habe der militanten sunnitischen Organisation Ansar al-Furkan angehört, die in der Provinz Sistan und Belutschistan im Südosten des Landes aktiv sei, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei wegen bewaffneten Aufruhrs gegen die Sicherheitskräfte und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt worden. Das Todesurteil sei vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden. Die Belutschen sind eine ethnische und religiöse Minderheit im Iran, die überwiegend vom schiitischen Islam geprägt ist. Sie leben im Südosten des Irans und in Teilen der Nachbarländer Afghanistan und Pakistan. Sistan und Belutschistan ist eine der ärmsten Provinzen im Iran.

+++ 07:19 UN warnen vor "massiver humanitärer Krise" +++

Die Vereinten Nationen haben vor einer "massiven humanitären Krise" angesichts der weiterhin geschlossenen Straße von Hormus gewarnt. Wenn Düngemittel nicht bald durch die Straße von Hormus transportiert werden dürfen, könnten Millionen von Menschen Hunger und Hungersnot drohen, erklärt der Leiter einer UN-Taskforce, Jorge Moreira da Silva.

+++ 06:34 Israel richtet Militärtribunal für Angreifer vom 7. Oktober ein +++

Das israelische Parlament hat ein Gesetz zur Einrichtung eines Militärtribunals verabschiedet, vor dem Hunderte palästinensische Kämpfer für ihre Teilnahme am Angriff vom 7. Oktober 2023 angeklagt werden sollen. Der Schritt werde zur Heilung des nationalen Traumas beitragen, erklären Abgeordnete. Das neue Gesetz wurde mit einer breiten Mehrheit von 93 der 120 Abgeordneten der Knesset angenommen. Es wurde von Abgeordneten sowohl der Regierungskoalition als auch der Opposition eingebracht. Das Gesetz soll sicherstellen, dass alle Angreifer nach den bestehenden israelischen Strafgesetzen für Verbrechen gegen das jüdische Volk, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden.

+++ 05:57 Strack-Zimmermann lehnt Änderung von EU-Mandat für Straße von Hormus ab +++

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat eine Änderung des bestehenden EU-Mandats "Aspides" für einen Marine-Einsatz in der Straße von Hormus abgelehnt. "Die EU-Mission ist militärisch ausschließlich auf das Rote Meer und den Golf von Aden ausgerichtet", sagt Strack-Zimmermann der "Rheinischen Post". "Würde man das Mandat auf den Persischen Golf und die Straße von Hormus erweitern, müsste man Fregatten verlegen, die aus Deutschland zum Beispiel in der Ostsee und im Nordatlantik im Einsatz sind. Die EU sollte planen, wie sie nach Kriegsende dort zugegen sein könnte", sagt Strack-Zimmermann. "Um die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen, reichen übrigens nicht nur Seeeinheiten. Es bräuchte auch Bodentruppen, losgelöst mal von der Frage, ob das völkerrechtskonform wäre. Und davor schrecken selbst die USA zurück", so die FDP-Politikerin.

+++ 05:28 Vereinigte Arabische Emirate sollen im April Iran angegriffen haben +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben laut einem Medienbericht im April den Iran angegriffen. Die Angriffe hätten sich gegen eine Raffinerie auf der iranischen Insel Lawan gerichtet, so das "Wall Street Journal". Ein genaues Datum nennt die Zeitung nicht. Es wäre der erste bekannte Angriff der VAE in dem Krieg. Der iranische Sender Irib hatte am 8. April berichtet, Raketen- und Drohnenangriffe unter anderem auf die Emirate seien "wenige Stunden nach dem Angriff auf die Ölanlagen der Insel Lawan" ausgeführt worden.

+++ 04:04 Finanzströme der Revolutionsgarden: US-Regierung belohnt Informanten +++

Die US-Regierung setzt eine Belohnung von bis zu 15 Millionen Dollar "für Informationen aus, die zur Zerschlagung der Finanzmechanismen" der Islamischen Revolutionsgarden im Iran führen. Die Belohnung ist Teil der Bemühungen der Regierung, die iranische Wirtschaft lahmzulegen und Teheran zu einem Abkommen zu zwingen. Sie wird im Rahmen des "Rewards for Justice"-Progamms des Außenministeriums gezahlt für Informationen über die Einnahmequellen der Revolutionsgarden. Honoriert werden sollen unter anderem Hinweise auf Scheinfirmen und Finanzinstitute, die mit den Revolutionsgarden Geschäfte machen.

+++ 02:04 US-Marine: Atom-U-Boot in Gibraltar eingelaufen +++

In Gibraltar ist ein Atom-U-Boot der US-Marine eingelaufen. "Der Hafenbesuch demonstriert die Leistungsfähigkeit, Flexibilität und das anhaltende Engagement der USA gegenüber ihren Nato-Verbündeten", teilt die Sechste Flotte der US-Marine mit. Ob das Schiff im Rahmen des Iran-Krieges nach Gibraltar geschickt wurde, ist unklar. Das nuklear betriebene Boot der sogenannten Ohio-Klasse sei bereits am Sonntag angekommen. U-Boote der Ohio-Klasse sind mit sogenannten Trident-II-(D5)-Raketen bestückt, die mit mehreren nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden können. Ob das nun in Gibraltar aufgetauchte Boot nuklear bewaffnet ist, ist unklar. Die US-Marine verweist lediglich auf "ballistische Raketen".

+++ 00:38 Umfrage: US-Bürger vermissen klare Ziele im Iran-Krieg +++

Zwei Drittel der US-Bürger werfen Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge vor, die Ziele des Iran-Krieges nicht klar dargelegt zu haben. Das geht aus einer am Montag abgeschlossenen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervor. Rund 63 Prozent der Befragten geben zudem an, dass die gestiegenen Energiekosten ihre Haushaltskasse belasten. Bei einer Umfrage Mitte März lag der Anteil noch bei 55 Prozent. Nach Kriegsbeginn Ende Februar sind die Benzinpreise in den USA um rund 50 Prozent in die Höhe geschossen.

+++ 23:17 USA verhängen Sanktionen wegen Irans Ölexporten nach China +++

Vor der Reise von Präsident Trump nach Peking verschärfen die USA ihre Sanktionen gegen den Iran wegen Öl-Exporten nach China. Die neuen Maßnahmen richten sich gegen drei iranische Verantwortliche und neun Unternehmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten. China ist ein wichtiger Abnehmer von iranischem Öl. Unter den Sanktionen werden Vermögenswerte der Betroffenen in den USA eingefrorenen, zudem werden Geschäfte von US-Unternehmen und -Bürgern mit ihnen untersagt. Die US-Regierung wirft den iranischen Revolutionsgarden vor, die Ölexporte nach China über "Scheinfirmen" zu verschleiern und die Einnahmen an die Führung in Teheran umzuleiten.

+++ 22:14 Teheran droht mit Vergeltungsmaßnahmen im Falle von Angriffen +++

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf droht angesichts stockender Verhandlungen über ein Ende des Krieges mit Vergeltungsmaßnahmen auf jegliche Angriffe. "Unsere Streitkräfte sind bereit, zu reagieren und jedem Angreifer eine Lektion zu erteilen", erklärt Ghalibaf im Onlinedienst X. Zuvor hat US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran als äußerst brüchig bezeichnet. "Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet, sie werden überrascht sein", fügt Ghalibaf hinzu. "Eine schlechte Strategie und schlechte Entscheidungen führen immer zu schlechten Ergebnissen - das hat die Welt bereits verstanden."

+++ 21:38 Indiens Regierungschef mahnt zu Spritsparen und Homeoffice +++

Angesichts des Kriegs und höherer Energiepreise ruft Indiens Premierminister Narendra Modi seine Landsleute den zweiten Tag in Folge auf, Sprit zu sparen und auch wieder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Der Verbrauch von Benzin und Diesel müsse runter, ratsam seien daher öffentliche Transportmittel, sagt Modi laut der Nachrichtenagentur ANI und anderer indischer Medien bei einer Rede im westlichen Bundesstaat Gujarat. Die gestörten Lieferketten als Folge des Kriegs belasten das bevölkerungsreichste Land der Erde erheblich. Indien deckt 90 Prozent seines Ölbedarfs und 60 Prozent seines Bedarfs an Flüssiggas (LPG) mit Importen ab.

+++ 20:47 Ölkonzern: Krieg hat "größten Energieschock" der Geschichte ausgelöst +++

Der Iran hat nach Einschätzung des Chefs des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco den größten Energieschock der Geschichte ausgelöst. "Selbst wenn die Straße von Hormus heute wieder geöffnet würde, würde es noch Monate dauern, bis sich der Markt wieder stabilisiert hat", sagt Amin Nasser vor Investoren in Riad. Sollte sich die Öffnung der Meerenge um weitere Wochen verzögern, würde sich eine Normalisierung "bis ins Jahr 2027 hinziehen". Der Markt habe einen "beispiellosen Versorgungsverlust" von rund einer Milliarde Barrel Öl erlebt, sagt Nasser.

+++ 20:07 Luftfahrtbehörde: US-Militärflugzeuge blockieren Betrieb in Tel Aviv +++

Der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde in Israel ist laut einem Medienbericht der Meinung, dass die starke Präsenz von US-Militärflugzeugen am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv den Flugbetrieb beeinträchtigt. Schmuel Sakai erklärt laut der israelischen Wirtschaftszeitung "Calcalist", Ben Gurion habe sich de facto in einen US-Militärflughafen verwandelt. Die vielen US-Militärflugzeuge behinderten die israelischen Fluggesellschaften. Sie verzögerten auch die Rückkehr von internationalen Fluggesellschaften, die wegen des Kriegs ihre Israel-Flüge gestoppt hatten. Dieser Zustand könne die Flugpreise vor den Sommerferien erheblich in die Höhe treiben, warnt er dem Bericht zufolge in einem Brief an Transportministerin Miri Regev. 

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