Irans Vorschlag ist "Müll"Trump: Habe "den besten Plan", um Iran-Krieg zu beenden

Im Krieg zwischen den USA und dem Iran liegen die diplomatischen Bemühungen auf Eis. Trump sieht die Feuerpause nur noch künstlich am Leben gehalten und bezeichnet die iranische Antwort auf den US-Vorschlag als "Müll". Dennoch glaubt er, dass die Hardliner in Teheran am Ende nachgeben werden.
US-Präsident Donald Trump hat laut eigener Aussage "den besten Plan", um den Iran-Krieg zu beenden. "Ich habe einen Plan, es ist ein ganz einfacher Plan", sagte Trump vor Reportern in Washington. Der Iran dürfe keine Atomwaffe besitzen. "Wir werden sie nicht davonkommen lassen. Das ist der Plan."
Die iranische Antwort auf den US-Vorschlag für ein Kriegsende bezeichnete der Republikaner als "Müll". Er habe die Stellungnahme aus Teheran nicht einmal zu Ende gelesen, weil er seine Zeit nicht damit verschwenden wolle. Trump sagte, der Iran habe sich zunächst bereiterklärt, dass die USA das angereicherte Uran außer Landes schafften. "Aber sie haben ihre Meinung geändert, es stand nämlich nicht in dem Papier." Die Feuerpause mit dem Iran habe deshalb nur noch "eine Überlebenschance von einem Prozent."
Die Waffenruhe werde künstlich am Leben gehalten, sagte der US-Präsident weiter. "Der Waffenstillstand ist unglaublich schwach. Ich würde sagen, er ist im Moment der schwächste überhaupt." Er verglich die Lage mit einem Arzt, der hereinkomme und sage: "Ihr Angehöriger hat ungefähr eine Überlebenschance von einem Prozent". Auf Nachfrage eines Journalisten sagte Trump, er glaube dennoch, dass eine diplomatische Lösung weiter möglich sei. Angesprochen auf die Fraktion der Hardliner in der iranischen Führung sagte Trump: "Sie werden einknicken". Er werde mit ihnen verhandeln, "bis sie einen Deal eingehen".
In dem seit über zwei Monaten dauernden Krieg mit dem Iran waren die diplomatischen Bemühungen um ein Friedensabkommen zuletzt ins Stocken geraten. Trump hatte den Vorschlag des Irans bereits am Wochenende als "inakzeptabel" abgetan. Die Ölpreise zogen danach erneut an. Der Iran hatte nach eigenen Angaben eine Freigabe seiner durch Sanktionen eingefrorenen Vermögenswerte und eine Aufhebung der US-Hafenblockade gefordert. Eine zweite Runde direkter Verhandlungen in Pakistan ist trotz mehrerer Versuche bisher nicht zustande gekommen.
Medienberichten zufolge hatten die USA dem Iran zuvor ein einseitiges Memorandum zugestellt, auf dessen Grundlage weiter über eine umfassende Friedenslösung verhandelt werden soll. Als Hauptbedingung für eine Einigung nannte Trump einen Verzicht des Iran auf Atomwaffen. Laut US-Medien sieht die Vereinbarung vor, dass sich Teheran zu einem Moratorium für die Urananreicherung verpflichtet und die USA im Gegenzug eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben.