Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:31 "Kriegsgrund": Russische Medien spekulieren über iranische Soldaten in Ukraine +++

29.07.2026, 00:01 Uhr

Laut russischen Medienberichten erwäge die iranische Führung angeblich, ähnlich wie Nordkorea, Soldaten in die Ukraine zu schicken. Auslöser seien die ukrainischen Angriffe auf russische und iranische Handelsschiffe im Kaspischen Meer. Angesichts dieser Vorfälle droht Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Richtung Kiew: Solche Aktionen hätten bereits in früheren Zeiten einen "Kriegsgrund" dargestellt.

+++ 19:24 Bericht: Chef von russischem Drohnenhersteller angeschossen +++

Der Geschäftsführer eines russischen Drohnenherstellers ist bei einem Schusswaffenangriff verletzt worden, berichtet die russische Zeitung "Iswestija". Andrej Tscheresow sei auf dem Heimweg von der Arbeit von einem unbekannten Angreifer angeschossen worden. Das von Tscheresow gegründete Unternehmen Russian Air Transport Laboratory entwickelt Owod-Kampfdrohnen. Die russische Armee setzt diese Drohnen im Ukraine-Krieg ein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Vorfall in Tula - rund 200 Kilometer südlich von Moskau - wegen versuchten Mordes. Informationen über Tscheresows Gesundheitszustand sind nicht bekannt. Er sei derzeit im Krankenhaus. Die Zeitung "Iswestija" meldet, dass Tscheresows Ehefrau drei Schüsse gehört habe.

+++ 18:32 Vorwurf Desinformation: Frankreich weist russische Journalistin aus +++

Frankreich erlässt nach Angaben des Innenministeriums eine Ausweisungsverfügung gegen die umstrittene russische Journalistin Xenia Fedorowa. Der ehemaligen Chefin des in der EU mittlerweile verbotenen russischen Auslandssenders RT France wird unter anderem von Außenminister Jean-Noel Barrot vorgeworfen, russische Desinformation zu verbreiten. Fedorowa tritt inzwischen häufig in den Medien des französischen Milliardärs Vincent Bollore auf. Deren Muttergesellschaften Canal+ und Lagardere äußern sich schockiert über die Entscheidung und versprechen Fedorowa Unterstützung. Laut Medienberichten wehre sich Fedorowa juristisch gegen die Ausweisungsverfügung.

+++ 18:03 Selenskyj und Macron beraten zu Luftverteidigung und Waldbrand-Hilfe +++

Wolodymyr Selenskyj berichtet bei Telegram über ein Telefonat mit Emmanuel Macron. Angesichts schwerer Waldbrände in Frankreich bietet Selenskyj die Hilfe ukrainischer Löschspezialisten an. Frankreich suche nach Lösungen, um die Ukraine mit weiteren Hilfspaketen für die Luftverteidigung und den Energiesektor zu unterstützen, so Selenskyj. Damit solle das Land besser auf den nächsten Winter vorbereitet werden.

+++ 17:28 Oblast Donezk: Frau stirbt bei Angriff in Trümmern +++

Bei einem russischen Angriff auf das Dorf Raihorodok in der Oblast Donezk wird eine 37-jährige Frau in den Trümmern ihres Hauses tot aufgefunden, meldet die Staatsanwaltschaft der Oblast Donezk bei Telegram. Sechs Menschen seien zudem verletzt, darunter ein Kind. Das Krankenhaus berichtet von Splitterverletzungen, Verbrennungen, Gehirnerschütterungen und Knochenbrüchen. Bei dem Angriff sollen zudem zwölf Häuser beschädigt worden sein.

+++ 16:33 Russland schießt ukrainisches Frachtschiff in Brand +++

Vor der Hafenstadt Odessa beschießt die russische Armee ein Frachtschiff und setzt es in Brand. Dichter Rauch zieht über die ukrainische Küste. Beide Seiten haben unterschiedliche Auffassungen über den Grund für den Angriff.

+++ 15:51 Selenskyj zu Friedensgesprächen: Krim "noch nicht" im Fokus +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist die Befreiung der von Russland besetzten Krim derzeit nicht Gegenstand der Verhandlungen. Das sagt Selenskyj im Interview mit dem US-Sender Fox News. Der Moderator will wissen, ob die Krim auf der Tagesordnung stehe: "Leider nein. Oder noch nicht. Wir werden sehen, ich weiß es nicht. Das Land ist sehr wichtig. Es ist unser Territorium, es ist unsere Geschichte, es geht um unsere Häuser. Aber das Wichtigste ist, keine Menschen zu verlieren", antwortet Selenskyj und betont, dass die Halbinsel weiter fester Bestandteil der Ukraine bleibe.

+++ 15:21 Militärverwaltung meldet Stromausfälle in Cherson +++

In der ukrainischen Stadt Cherson ist der Strom teilweise wegen Reparaturarbeiten ausgefallen. Das teilt Jaroslaw Schanko, Leiter der Militärverwaltung der Stadt, bei Telegram mit. "Achtung, Bewohner von Cherson! Aufgrund dringender Reparaturarbeiten an der Stromversorgungsinfrastruktur kommt es in der Stadt zu einem teilweisen Stromausfall. Wir bitten um Geduld und Verständnis", heißt es in dem Beitrag.

+++ 14:23 Wildberries-Feuer treffen russischen Wirtschafts-Pfeiler +++

Die ukrainischen Angriffe auf Lager von Russlands größtem Onlinehändler Wildberries setzen immer mehr russischen Händlern zu. Mittlerweile sind es so viele, dass Wildberries offenbar selbst finanzielle Unterstützung braucht, um die Schäden zu ersetzen. Das Unternehmen ist für die gesamte russische Wirtschaft wichtig.

+++ 13:49 1500 Kilometer entferntes Ziel: Geheimdienst nennt Details zu Attacke auf russische Raffinerie +++

Der ukrainische Geheimdienst SSU hat nach eigenen Angaben eine russische Ölraffinerie in Perm mehr als 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt angegriffen. Es handele sich um eine der größten russischen Raffinerien, die Lukoil-Permnefteorgsintez, wie der SSU mitteilt. Demnach dient der Drohnenangriff dazu, das militärische und wirtschaftliche Potenzial Russlands zu schwächen. Die Raffinerie habe eine Kapazität von fast 13 Millionen Tonnen pro Jahr und beliefere sowohl den zivilen Sektor als auch das russische Militär mit Treibstoff. Nach Geheimdienstangaben hat der Drohnenangriff ein größeres Feuer in der Hauptanlage zur Erdölverarbeitung verursacht. "Angriffe auf solche Raffinerien sind von strategischer Bedeutung, da sie Treibstoff für das militärische Gerät, die Luftfahrt und die Logistik der Besatzungsarmee produzieren", heißt es in der Mitteilung. "Zudem bleibt die Erdölverarbeitungsindustrie eine der Haupteinnahmequellen für den Haushalt der Russischen Föderation, aus dem der Krieg gegen die Ukraine finanziert wird."

+++ 13:05 Selenskyj: Baldiger Besuch der US-Sondergesandten Kushner und Witkoff in Kiew möglich +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt baldige Beratungen mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Aussicht. Es sei möglich, dass Witkoff und Kushner in den kommenden zwei Wochen zu Beratungen nach Kiew kommen, sagt Selenskyj dem US-Nachrichtenportal "Axios". Er bemühe sich zudem vor dem Winter um 300 Patriot-Luftabwehrraketen. Denn er erwarte, dass Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur im Winter wieder verstärken werde. Selenskyj hatte sich gestern mit US-Präsident Donald Trump in Washington getroffen. Dabei ging es um die Wiederbelebung der Friedensverhandlungen mit Russland und eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr. Selenskyj zufolge stimmte Trump zu, der Ukraine Lizenzen für die Produktion von Patriot-Raketen zu erteilen.

+++ 12:38 Insider: Russland bereitet Verlängerung von Diesel-Exportverbot vor +++

Russland bereitet Insidern zufolge angesichts der anhaltenden ukrainischen Angriffe auf Öl-Anlagen eine Verlängerung seines Exportverbots für Diesel um einen Monat vor. Die Beschränkung könnte jedoch Mitte August aufgehoben werden, falls sich die Versorgungslage im Inland verbessere, teilen zwei mit den Beratungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters mit. Das Energieministerium äußert sich bislang nicht dazu. Die Regierung in Moskau hatte das Verbot am 8. Juli zunächst bis zum 31. Juli in Kraft gesetzt. Hintergrund sind Treibstoffengpässe infolge der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und andere Öl-Infrastruktur.

+++ 11:56 Russische Behörden: Zwei Zivilisten getötet bei ukrainischem Angriff auf der Krim +++

Bei dem nächtlichen ukrainischen Angriff auf einen russischen Stützpunkt auf der Krim sind zwei Zivilisten getötet und fünf verletzt worden. Das melden russische Behörden. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zielte der nächtliche Angriff auf Schnellboote der russischen Schwarzmeerflotte auf der besetzten Halbinsel ab.

+++ 11:23 Selenskyj: Ukraine hat Logistik-Lager, Ölraffinerien und russischen Stützpunkt auf der Krim angegriffen +++

Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge mehrere Ziele in Russland angegriffen. Es habe sich um Einrichtungen gehandelt, die dazu dienten, den Krieg zu unterstützen und zu verlängern. Es seien ein Logistikzentrum und eine Ölraffinerie in der Stadt Rjasan, eine Ölraffinerie in der Region Perm sowie ein Exportterminal und ein Militärbetrieb in der Region Rostow angegriffen worden, erklärt Selenskyj. Er berichtet außerdem von einem Angriff auf einen Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte auf der von Russland besetzten Krim, an dem deren Schnellboote stationiert sind.

+++ 10:50 ntv-Reporter Munz: Neue Sanktionen werden in Moskau keine Kehrtwende bewirken +++

US-Präsident Donald Trump empfängt Benjamin Netanjahu und Wolodymyr Selenskyj, zudem bringt der US-Senat neue Sanktionen gegen Russland auf den Weg. Wie das in Moskau gesehen wird, weiß ntv-Korrespondent Rainer Munz.

+++ 10:17 Neuer ukrainischer Militärchef Drapatyj will Luftangriffe ausweiten +++

Mychajlo Drapatyj, der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, hat in einem Gespräch mit General Alexus Grynkewich, dem Oberbefehlshaber der Nato in Europa, seine Vision für einen ukrainischen Sieg und die dafür erforderlichen Fähigkeiten dargelegt. "In dieser Phase des Krieges müssen wir die Operationen über mehrere Einsatzbereiche hinweg verstärken, das Eindringen des Feindes in unsere Verteidigungslinien verhindern und die Präzisionsschläge gegen den Gegner - sowohl mit großer als auch mit mittlerer Reichweite - ausweiten", schrieb Drapatyj nach dem Telefonat in einem Beitrag in den sozialen Medien. "Zudem habe ich betont, wie wichtig es ist, unsere Armeekorps weiterzuentwickeln und deren operative Eigenständigkeit zu erhöhen." Zudem arbeite die Ukraine daran, den russischen Streitkräften schwerere Verluste zuzufügen und Moskaus wirtschaftliche Fähigkeit zur Kriegsführung zu schwächen.

+++ 09:38 Ukrainische Luftabwehr schießt 65 russische Drohnen in der Nacht ab +++

Die ukrainische Luftabwehr hat in der vergangenen Nacht 65 Drohnen erfolgreich abgewehrt und zerstört. Das meldet die ukrainische Luftwaffe bei Telegram. Zehn Ziele wurden vom russischen Militär getroffen. Die Angriffe begangen laut Mitteilung ab 18 Uhr Ortszeit.

+++ 08:53 Interfax: Russland erlässt Haftbefehl gegen Telegram-Gründer +++

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat laut Interfax einen internationalen Haftbefehl gegen den Gründer des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, erlassen. Ihm werde die Ermöglichung terroristischer Aktivitäten vorgeworfen, meldet die russische Nachrichtenagentur.

+++ 08:02 Kiew veröffentlicht Zahlen zu "eliminierten" russischen Soldaten +++

Laut Ukraine sind es 1310 russische Soldaten, die am vergangenen Tag verletzt oder getötet worden sind. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind seit Beginn des Krieges im Februar 2022 insgesamt 1.443.450 russische Soldaten "eliminiert" worden. Wie das Verteidigungsministerium in seinen täglichen Angaben zu den Verlusten Russlands verkündet, sind es zudem seit Kriegsbeginn rund 12.000 Panzer und mehr als 430.000 Drohnen, die sich nicht mehr im Besitz des russischen Militärs befinden oder zerstört wurden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Moskau selbst hält sich mit Informationen zu eigenen Verlusten in der Ukraine zurück.

+++ 07:32 Selenskyj: Putin hat auf dem Schlachtfeld und in der Diplomatie nicht mehr die Oberhand +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat aus Sicht von Wolodymyr Selenskyj im Krieg gegen sein Land die Initiative verloren, aber weigert sich, einen Waffenstillstand zu erklären. Das sagte der ukrainische Präsident in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Selenskyj war in den USA, um an der Trauerfeier für den verstorbenen Senator Lindsay Graham teilzunehmen und in dem Zuge auch US-Präsident Donald Trump zu treffen. Der ukrainische Präsident betonte im Gespräch mit Fox-News-Moderator Sean Hannity die sich wandelnde Dynamik im Russland-Ukraine-Krieg, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch auf der diplomatischen Ebene hinter den Kulissen. "Die Initiative liegt jetzt nicht mehr in Putins Händen", sagte Selenskyj. "Und das ist die wesentliche Veränderung."

+++ 06:58 Russischer Online-Händler Wildberries evakuiert Logistikzentrum +++

Der russische Online-Händler Wildberries hat nach eigenen Angaben sein Logistikzentrum in der zentralrussischen Stadt Rjasan evakuiert. Einen Grund für das Vorgehen nannte das Unternehmen, das als Pendant von Amazon in Russland gilt, nicht. Die Regierung der Oblast Rjasan hatte zuvor mitgeteilt, mehrere Industrieanlagen seien nach einem Drohnenangriff in Brand geraten. Wildberries hat zuletzt wiederholt ukrainische Drohnenangriffe auf Lagerhallen an verschiedenen Standorten gemeldet.

+++ 06:27 Auto explodiert in Odessa - ein Verletzter +++

Ein Auto ist am frühen Morgen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa explodiert. Wie die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Regionalpolizei meldet, ereignete sich der Vorfall auf dem Innenhof eines Hochhauses im Bezirk Peresypskyj. Der 49 Jahre alte Fahrer sei dabei verletzt worden. "Ersten Erkenntnissen zufolge explodierte das Auto genau in dem Moment, als der Fahrer den SUV startete und losfuhr", so die Polizei.

+++ 05:55 Drohnenangriff trifft Wildberries-Lager in Rjasan +++

In Russland steht erneut ein Lager des Online-Versenders Wildberries in Flammen. Am frühen Morgen habe es einen "massiven Drohnenangriff" auf die Stadt Rjasan gegeben, teilt der Gouverneur der Region, Pawel Malko, mit. Neben dem Logistikzentrum wurde auch eine der größten Ölraffinierien des Landes getroffen. Rjasan liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau entfernt.

+++ 04:40 Selenskyj: Trump hat uns Patriot-Lizenzen zugesagt +++

US-Präsident Trump hat der Ukraine laut deren Präsident Selenskyj die vielfach geforderten Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen zugesichert. "Er hat zugesagt, uns die Lizenzen zu erteilen", sagte Selenskyj im Interview des Fox-News-Moderators Sean Hannity. Er hofft dadurch, die Produktion der dringend benötigten Abwehrraketen selbst schneller steigern zu können. Die Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen. 

+++ 03:06 US-Senat macht Weg frei für schärfere Sanktionen gegen Moskau +++

Der US-Senat bringt einen weitreichenden Gesetzentwurf für Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg. In einer ersten Verfahrensabstimmung haben die Senatoren mit 86 zu zwölf Stimmen für die Vorlage gestimmt, die den wirtschaftlichen Druck auf Moskau erhöhen soll. US-Präsident Trump würde damit die Befugnis erhalten, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie China und Indien zu erheben, die in großem Umfang russisches Öl und Gas kaufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verfolgte die Abstimmung im Kapitol. Sie gilt als Würdigung des kürzlich verstorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham, einem der einflussreichsten Unterstützer der Ukraine im Kongress, an dessen Beerdigungstag die Abstimmung stattfand.

+++ 00:54 Drohne tötet Mann in Cherson +++

In Cherson ist ein Mann von einer russischen Drohne getötet worden. Der 48-Jährige sei bei einem Angriff auf ein Dorf tödlich verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region bei Telegram mit. Schon am Morgen war ein 61 Jahre alter Mann bei Artilleriebeschuss ums Leben gekommen.

+++ 23:27 Kreml: Genug Freiwillige für Einsatz in der Ukraine +++

Nach offiziellen Angaben haben sich in Russland im ersten Halbjahr erneut rund 200.000 Freiwillige für den Krieg gegen die Ukraine gemeldet. Diese nennt der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, bei einer Sitzung. Überprüfen lässt sie sich nicht. In einem bei Telegram veröffentlichten Video weist er zugleich Behauptungen der ukrainischen Führung zurück, wonach Moskau wie nach Kriegsbeginn 2022 eine Mobilmachung plane, um massive Verluste bei den Streitkräften auszugleichen. Auch 2022 hatte der Kreml behauptet, es sei keine Zwangsrekrutierung geplant. Als sie doch kam, ergriffen Hunderttausende die Flucht.

+++ 22:06 Deepstate: Russen versuchen neuen Vorstoß in der Region Charkiw +++

Russische Streitkräfte versuchen offenbar, in der Nähe des Grenzdorfes Artilne in der ukrainischen Region Charkiw Fuß zu fassen und in Richtung des Dorfes Iwaschkine vorzurücken. Das berichtet der ukrainische Analyseblog Deepstate. Demnach könnten die russischen Angriffe in dem Gebiet mit Moskaus Bemühungen zusammenhängen, eine Pufferzone entlang der nördlichen Grenze der Ukraine zu errichten. Bereits am Montag sollen Kreml-Truppen mit einem Angriff auf Artilne gescheitert sein.

+++ 21:13 Ukraine richtet Botschaft an den Iran +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilt Sybiha bei X mit. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen. Der Minister räumt ein, dass die Ukraine im Kaspischen Meer ein ziviles Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet zu haben. Demnach fordert Sybiha seinen Kollegen Araghtschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen. "Dieser Krieg ist illegal, und er muss enden", sagt der Minister.

+++ 20:29 Russland lockert Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf +++

Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe sind in mehreren Regionen die Beschränkungen wieder aufgehoben oder gelockert worden. Anfang der Woche wurden die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorgeht. Darunter sind die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole St. Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden. In Moskau und St. Petersburg hoben die Mineralölkonzerne Lukoil, Teboil und Gazprom Neft die Abgabebeschränkungen an ihren Tankstellen vollständig oder teilweise auf, wie das Fachmedium Infotek berichtet. Laut örtlichen Medienberichten wurden die Einschränkungen auch in den Regionen Rostow, Wolgograd, Stawropol und Krasnodar im Südwesten sowie in der Region Omsk in Sibirien gelockert oder aufgehoben.

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