Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:49 Trump: "Wladimir, es ist Zeit, dass du aufhörst" +++
US-Präsident Donald Trump zeigt sich erneut überzeugt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin zu einer Einigung über ein Kriegsende in der Ukraine bereit ist. "Ich sage ihm jedes Mal dasselbe: 'Wladimir, es ist Zeit, dass du aufhörst. Es ist Zeit, diesen Krieg zu beenden'", sagt Trump in einem Interview mit Fox News. Auf die Frage, wann ein Deal zustande kommen könnte, antwortete er: "Bald." Trump fügte hinzu: "Zum Tango gehören zwei. Aber ich glaube, er ist bereit."
+++ 19:28 Bericht: Selenskyj feuert Verteidigungsminister - Nachfolger steht fest +++
Laut Quellen der Zeitung "Ukrainska Prawda" in der Parlamentsfraktion "Diener des Volkes" wird Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sein Amt verlieren. Präsident Selenskyj werde ihn im Zuge der Kabinettsumbildung nicht als Verteidigungsminister nominieren. Sein Nachfolger soll der bisherige Innenminister Ihor Klymenko werden. Selenskyj hatte am 12. Juli eine Kabinettsumbildung angekündigt und dabei auch den Rücktritt von Premierministerin Julija Swyrydenko bekanntgegeben. Fedorow ist erst seit Anfang des Jahres im Amt.
+++ 19:18 Gouverneure: Russische Angriffe auf Odessa und Mykolajiw +++
Russland hat ukrainischen Angaben zufolge in der Nacht erneut Hafeninfrastruktur in den Regionen Odessa und Mykolajiw im Süden der Ukraine angegriffen. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, spricht von einem massiven kombinierten Drohnen- und Raketenangriff, der den fünften Tag in Folge andauere. Dabei seien zivile, industrielle und Hafeninfrastruktur angegriffen worden. In der benachbarten Region Mykolajiw sei bei einem russischen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur ein Mann verletzt worden, teilt Gouverneur Witalij Kim auf Telegram mit.
+++ 18:38 Mindestens vier Tote und 26 Verletzte nach russischen Angriffen in Ostukraine +++
Durch russischen Beschuss sind im ostukrainischen Gebiet Donezk nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere Menschen seien bei Angriffen unter anderem mit ferngesteuerten Drohnen verletzt worden, teilt der Militärgouverneur der Region, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Den Angaben nach waren die Siedlung Jasna Poljana und die nahe Stadt Kramatorsk Angriffsziele. Zudem starben zwei Menschen nach russischen Angriffen in Saporischschja, neun weitere wurden verletzt. Auch die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw, wurde angegriffen. Nach Behördenangaben wurden neun Menschen verletzt.
+++ 18:00 Selenskyj schlägt Energiekonzern-Chef als neuen Ministerpräsidenten vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, zum neuen Ministerpräsidenten nominieren. Die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit hätten für das Land oberste Priorität, sagt Selenskyj in Kiew. Nach allen Konsultationen sei Korezkyj der am besten geeignete Kandidat für das Amt. Das Parlament soll voraussichtlich am Donnerstag über die Personalie abstimmen. Eine Zustimmung gilt als sicher, da Selenskyjs Partei über die Mehrheit der Mandate verfügt. Selenskyj hatte die bisherige Regierungschefin Julija Swyrydenko in dieser Woche nach einem Jahr im Amt entlassen. Das Parlament nahm ihr Rücktrittsgesuch am Dienstag an.
+++ 17:20 Selenskyj: Ukraine kann Patriot-Raketen bis Jahresende selbst bauen +++
Die Ukraine dürfte nach Einschätzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj das US-Luftabwehrsystem Patriot bis zum Jahresende selbst herstellen können. Er rechne damit, dass sein Land bis dahin technisch dazu in der Lage sein werde, sagt Selenskyj vor Journalisten. Die Ukraine verfüge zudem über einen Entwurf für eine Startrampe und eine Rakete für das europäische Raketenabwehrprojekt Freyja.
+++ 16:55 Russland will Sprit für Lebensmittel-Lieferanten priorisieren +++
Die russische Regierung will angesichts landesweiter Kraftstoff-Engpässe die bevorzugte Belieferung von Lebensmittel-Transporten mit Benzin und Diesel sicherstellen. "Das ist wichtig, um zu verhindern, dass Lebensmittel verderben", sagt der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak in Moskau. Daher sei besprochen worden, die Kraftstoffversorgung für Lieferanten der großen Einzelhandelsketten zu priorisieren. Damit sollen auch zusätzliche Kosten vermieden werden, die die Verbraucherpreise hochtreiben könnten. Der zur Bewältigung der Krise eingerichtete Krisenstab der Regierung erörterte den Angaben nach auch die Dieselversorgung für die Landwirtschaft. Die russische Zentralbank hat bereits erklärt, dass der Produktionsrückgang das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal beeinträchtigt haben dürfte.
+++ 16:10 Ukraine greift wichtiges Kraftwerk auf der Krim an +++
Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein Kraftwerk in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Bei der nächtlichen Attacke sei das Wärmekraftwerk Balaklawa getroffen worden, teilen die ukrainischen Spezialkräfte in sozialen Medien mit. Die Anlage ist für fast die Hälfte der Stromerzeugung auf der Halbinsel verantwortlich. Das Militär veröffentlicht ein Foto, das die beschädigte Anlage zeigen soll. Nach ukrainischen Angriffen wird in Sewastopol stundenweise der Strom abgeschaltet. Die von Russland eingesetzten Behörden hatten am Dienstag mitgeteilt, dass die Stromversorgung vorerst auf zwei Stunden begrenzt ist, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen.
+++ 15:35 Merz: "Wir leben nicht im Krieg, aber nicht mehr im Frieden" +++
Durch Ukraine-Krieg und hybride Attacken sieht Bundeskanzler Friedrich Merz Deutschland und Europa unmittelbar bedroht. "Wir leben nicht im Krieg, aber wir leben auch nicht mehr im Frieden", sagt Merz auf seiner Sommerpressekonferenz in Berlin. Auch gebe es "Vorbereitungen für weitere Aggressionen Russlands weit über die Ukraine hinaus". Diese Bedrohung richte sich konkret gegen Moldau und das Baltikum, aber auch gegen weitere Teile Europas. Auch Deutschland sei Sabotageakten und hybriden Angriffen ausgesetzt. "Wir sind Hauptzielland von dem, was wir hybride Kriegsführung nennen", sagt der Kanzler. Daher sei es wichtig, die deutsche Verteidigungsfähigkeit wiederherzustellen, betont Merz. "Wir sind dabei, ein gutes Stück vorangekommen", fügt er hinzu. Es gebe einen "rasanten Aufholprozess". Merz äußerte sich auch beeindruckt darüber, welche militärischen Fähigkeiten die Ukraine selbst in den vergangenen Jahren entwickelt habe.
+++ 15:00 EU und Ukraine schließen Drohnen-Deal +++
Die EU und die Ukraine schließen eine neue Partnerschaft zur gemeinsamen Produktion von Drohnen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Kiew ankündigt, geht es darum, Stärken miteinander zu verbinden. Das Wissen, das die Ukraine über den Einsatz von Drohnen- und Drohnenabwehrsystemen erworben habe, sei wahrhaft einzigartig, sagt sie. Europa verfüge hingegen über enorme technologische und industrielle Kapazitäten und habe sichere und geschützte Produktionsstandorte, die zur Ausweitung der Fertigung beitragen könnten.
+++ 14:32 China kritisiert Plan für Russland-Sanktionen +++
Peking übt Kritik am Entwurf mehrerer US-Senatoren für weitere Russland-Sanktionen. Doppelmoral und Zwang würden sich letztlich negativ auswirken, sagt Außenamtssprecher Lin Jian. China lehne illegale, einseitige Sanktionen ohne Grundlage im Völkerrecht ab und werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Rechte und Interessen seiner Firmen und Bürger zu schützen, sagt er.
+++ 13:53 Ukraine erhält Zugang zu EU-Rüstungsprogrammen und Millionenförderung +++
Die Ukraine unterzeichnet Vereinbarungen über den Zugang zu Verteidigungsprogrammen der Europäischen Union und neuen Fördermitteln in Höhe von 300 Millionen Euro. Dies teilt Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf X mit. Ukrainische Unternehmen können demnach über das neue Unterstützungsinstrument "BraveTech EU Ukraine" 260 Millionen Euro für den Ausbau der Produktion sowie 35,3 Millionen Euro für Innovationszuschüsse abrufen.
+++ 13:19 Deutschland beteiligt sich an Manöver der "Koalition der Willigen" +++
Deutschland wird sich nun doch am ersten Manöver der sogenannten "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine beteiligen. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagt, die Bundesregierung prüfe derzeit noch, in welcher Form die Beteiligung erfolgen werde. Noch am Dienstag hatte es aus Regierungskreisen geheißen, Deutschland werde nicht teilnehmen. Die erste Übung der von rund 35 Ukraine-Verbündeten gebildeten Gruppe soll in Polen stattfinden und zunächst Führungsstrukturen sowie Entscheidungswege testen.
+++ 12:46 Wadephul lobt Finnland als Vorbild im Umgang mit Russland +++
Außenminister Johann Wadephul sieht Finnland als Vorbild für einen widerstandsfähigeren Umgang mit Bedrohungen aus Russland. Vor seinem Besuch in Helsinki erklärt der CDU-Politiker, Finnlands Resilienz sowie der Zivil- und Bevölkerungsschutz zeigten, wie sich auch Deutschland besser gegen Sabotage, Cyberangriffe und Desinformation wappnen könne. Bei seinen Gesprächen mit Außenministerin Elina Valtonen soll es unter anderem um die Sicherheitslage an der finnisch-russischen Grenze und die weitere Unterstützung der Ukraine gehen. Zudem will Wadephul die mehr als 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland besuchen.
+++ 12:11 Bolivien untersucht Berichte über Landsleute in russischer Armee +++
Boliviens Behörden wollen Berichte untersuchen, wonach Staatsbürger des Landes mit falschen Versprechungen nach Russland gelockt worden sein sollen, um im Ukraine-Krieg zu kämpfen. Generalstaatsanwalt Roger Mariaca kündigt entsprechende Ermittlungen an, nachdem Aufnahmen von Bolivianern in russischen Uniformen aufgetaucht waren. Ein Fernsehsender berichtet unter Berufung auf einen 29-jährigen Bolivianer, ihm seien rund 14.000 Euro für die Reise nach Russland angeboten worden. Nach Angaben seiner Frau wurde der Mann bei Kämpfen getötet. Auch Peru und Kolumbien kündigen Untersuchungen an.
+++ 11:36 Sharma: "Sehen ausgeklügelte Taktik der Ukraine" +++
Im Krieg mit Russland scheint es jüngst so, als würde das Blatt sich wenden. "Der Ukraine gelingt es erfolgreich, Druck aufzubauen" berichtet Reporterin Kavita Sharma. Jedoch gebe es auch Stimmen, wie den ukrainischen Botschafter in Großbritannien, die vor "voreiligen Schlüssen" warnen.
+++ 10:54 EU schränkt Schutz für wehrfähige Ukrainer ein +++
Die EU-Staaten einigen sich darauf, ukrainischen Männern im wehrfähigen Alter künftig keinen automatischen Anspruch auf Schutz in der EU mehr zu gewähren. Für alle anderen ukrainischen Flüchtlinge soll der Schutzstatus bis März 2028 verlängert werden. Nach Angaben von EU-Innenkommissar Magnus Brunner hatte die Ukraine darum gebeten, Männern zwischen 23 und 60 Jahren den automatischen Schutz zu entziehen, da für sie im Land ein Ausreiseverbot gilt. Männer, die sich bereits in der EU aufhalten, sind von der Änderung nicht betroffen. Die Regelung muss noch vom Rat der 27 EU-Staaten bestätigt werden.
+++ 10:18 Gouverneur meldet drei Tote bei russischem Angriff auf Sumy +++
Bei russischen Angriffen auf die nordukrainische Region Sumy sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs mindestens drei Menschen getötet worden. Sieben Menschen seien verletzt worden, teilt Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Die russischen Truppen hätten sechs Angriffe mit Lenkbomben ausgeführt. Eine Bombe sei in der Nähe medizinischer Einrichtungen eingeschlagen. Die anderen hätten nach vorläufigen Informationen die Infrastruktur getroffen.
+++ 09:37 Ukraine attackiert wieder russische Tanker im Schwarzen Meer +++
Die Ukraine attackiert in der Nacht nach Angaben aus Kiew 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer mit Drohnen. Dabei seien 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schlepper getroffen worden, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit. Die Ukraine hat bei ihren Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur neben Raffinerien teils tief im Landesinneren zuletzt auch verstärkt Tanker im Schwarzen Meer ins Visier genommen.
+++ 08:58 Von der Leyen will engere Verzahnung europäischer und ukrainischer Rüstungsindustrie +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Bei ihren Gesprächen werde es darum gehen, die europäische und die ukrainische Rüstungsindustrie enger miteinander zu verzahnen, schreibt sie auf X. Entsprechende Initiativen werde sie bei ihrem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt vorstellen. Ziel sei es, mehr und schneller zu produzieren.
+++ 08:24 Bericht: Ukraine darf EU-Kredit für chinesische Drohnenteile nutzen +++
Die Ukraine darf einem Zeitungsbericht zufolge Mittel aus einem EU-Verteidigungskredit für den Kauf von Drohnenbauteilen aus China verwenden. Die Regierung in Kiew habe eine Ausnahmeregelung für einen Teil einer Tranche im Volumen von sechs Milliarden Euro erhalten, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
+++ 07:51 UN: Juni war tödlichster Monat für ukrainische Zivilisten seit Frühjahr 2022 +++
Im Juni sind in der Ukraine nach UN-Angaben mindestens 293 Zivilisten getötet und 1990 weitere verletzt worden – so viele wie in keinem Monat seit April 2022. Laut dem Bericht der UN-Menschenrechtsbeobachtermission stieg die Zahl der zivilen Opfer gegenüber Juni 2025 um 37 Prozent. Die UN führt dies auf verstärkte russische Angriffe und den zunehmenden Einsatz von Langstreckenraketen, Drohnen und anderen schweren Waffen zurück. Besonders betroffen waren laut Bericht unter anderem die Regionen Saporischschja, Cherson, Dnipro und Kiew.
+++ 07:16 Kiew verlängert Kriegsrecht +++
Vor dem Hintergrund andauernder Kämpfe verlängert das Parlament in Kiew das seit dem russischen Einmarsch geltende Kriegsrecht und die Mobilmachung um weitere 90 Tage. Für die beiden von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereichten Gesetze stimmt jeweils eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Nach der schnell erwarteten Unterschrift von Selenskyj gelten beide Maßnahmen dann bis Ende Oktober.
+++ 06:42 Bericht: Russland hält Schießübung nahe estnischer Grenze ab +++
Russland hat auf dem Peipussee unweit der estnischen Grenze erstmals seit langer Zeit eine Übung mit scharfer Munition abgehalten. Das berichtet die estnische Zeitung "Postimees". Nach Angaben von Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur beschossen russische Einheiten dabei ein bewegliches Ziel auf dem Wasser. Eine Vorabinformation an Estland habe es nicht gegeben. Innenminister Igor Taro wertet die Übungen in Grenznähe als Provokation. Die estnischen Behörden betonen zugleich, sie hätten die Aktivitäten beobachtet und sähen derzeit keinen Anlass zur Beunruhigung.
+++ 06:05 Von der Leyen reist nach Kiew +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist heute in die Ukraine. Von der Leyen werde in Kiew sein, sagt ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Details der Reise genannt. Von der Leyen hatte am Dienstag gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag in Paris teilgenommen.
+++ 05:19 Kein russisches Öl: Bund sieht PCK-Lieferung gesichert +++
Im Mai stoppt Russland die Durchleitung von kasachischem Rohöl durch die Pipeline Druschba. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht die Versorgungssicherheit der PCK-Raffinerie in Brandenburg derzeit mit neuen Ersatzlieferungen für fehlendes Öl gesichert. "Jetzt sind erste Lieferungen über Danzig in Polen angekündigt und in Umsetzung", teilt das Ministerium mit. "Das stärkt die Versorgungssicherheit in Deutschland und Polen und zeigt, wie wichtig Diversität bei den Lieferungen ist." Die Raffinerie in Schwedt/Oder nordöstlich von Berlin versorgt Teile der Hauptstadt sowie viele Regionen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Benzin, Heizöl und Kerosin.
+++ 04:08 Tote bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe +++
Bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe vor der Küste der Region Odessa und im Schwarzen Meer sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Bei Angriffen auf Hafeninfrastruktur in der Region Odessa sei ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff von einer Drohne getroffen worden, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. "An Bord brach ein Feuer aus. Leider wurden zwei Menschen getötet", so der Regionalgouverneur.
+++ 02:18 Moskauer Bürgermeister: Hunderte Drohnen abgewehrt +++
Russland wehrt nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin binnen 24 Stunden einen Angriff mit 340 ukrainischen Drohnen auf die Hauptstadtregion ab. Die meisten seien von der Flugabwehr weit vor der Stadt neutralisiert worden, schreibt Sobjanin auf Telegram. Mehr als 50 Drohnen seien auf dem Weg nach Moskau zerstört worden. Zuletzt hatten die russischen Streitkräfte ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew verstärkt. Die Angaben lassen sich bisher nicht unabhängig verifizieren.
+++ 01:10 US-Senatoren planen Sanktionen gegen Russlands Energie-Exporte +++
Mehrere Senatoren der beiden großen Parteien in den USA stellen einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vor - ein zentrales Anliegen des kürzlich gestorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham. Die von Republikanern und Demokraten gestützte Initiative sieht Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, welche sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten, sagt der demokratische Senator Richard Blumenthal bei einer Pressekonferenz. Namentlich erwähnt er unter anderem China und Indien.
+++ 00:11 Kreml: Keine Ukraine-Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands +++
Der Kreml kritisiert Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine. "Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands zu formulieren, ist unmöglich", so Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen. Die Aussagen von Merz zeugten davon, dass die Europäer in einer Sackgasse steckten. Sollten die Europäer davon tatsächlich überzeugt sein, "dann schließt das die Teilnahme der europäischen Länder am Prozess der Regulierung aus", sagt Peskow. Der Bundeskanzler hatte die Erfolge des ukrainischen Militärs in den vergangenen Wochen hervorgehoben und erklärt, dass dies Chancen auf einen Frieden biete. "Wie wir im Einzelnen unsere Sicherheitsgarantien ausgestalten, das werden die Ukraine und ihre Partner entscheiden, nicht Moskau", betont der Kanzler.
+++ 22:26 Ukrainisches Parlament stimmt Rücktritt von Ministerpräsidentin zu +++
Das ukrainische Parlament hat den Rücktritt von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko angenommen. Die 40-jährige Ökonomin legte ihr Amt nach einem Jahr auf Bitten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nieder. Mit dem Ausscheiden Swyrydenkos tritt am Dienstag verfassungsgemäß die gesamte Regierung zurück. Selenskyj begründete die Regierungsumbildung kaum und erklärte lediglich, die Ukraine ändere ihren politischen Kurs und benötige neues Personal. Einige Abgeordnete äußerten im Parlament Unbehagen über den abrupten Wechsel. Als mögliche Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten gelten Serhij Korezkyj, Chef des staatlichen Öl- und Gaskonzerns Naftogaz, sowie Swyrydenkos Vorgänger Denys Schmyhal, der derzeit als Energieminister amtiert. Zudem wird Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow für den Posten gehandelt.
+++ 21:50 Ukraine zeigt Satellitenfoto von gesunkenem Geheimdienst-Schiff +++
Die ukrainische Marine veröffentlicht ein Satellitenfoto, das das gesunkene FSB-Patrouillenboot "Izumrud" zeigen soll. Auf dem Bild ist eindeutig zu erkennen, dass das Schiff tief im Wasser liegt, ein Teil aber noch über die Oberfläche hinausragt. Laut früheren Angaben der Marine wurde das Patrouillenboot mit einer Seedrohne getroffen (siehe Eintrag von 14:36 Uhr).
+++ 21:14 "Das ist definitiv nicht normal" - russische Übung mit Waffen an estnischer Grenze +++
Russland hat laut der Zeitung "Postimees" vergangene Woche erstmals eine Übung mit scharfer Munition auf dem Peipus-See an der Grenze zwischen Estland und Russland durchgeführt - und das, ohne die estnischen Behörden darüber zu informieren. Verteidigungsminister Hanno Pevkur sagt dem Medium dazu: "Das ist definitiv nicht normal. Russland hat auf dem Peipus-See bislang keine Waffen eingesetzt. Insofern handelt es sich um etwas Neues." Die Übung habe auf der russischen Seite der Grenze stattgefunden, so der Bericht.
+++ 20:41 Eine Woche nach tödlichem Angriff auf Lager: Rüstungskonzern-Chef tritt zurück +++
Der Chef des staatlichen ukrainischen Rüstungskonzerns Ukroboronprom, Herman Smetanin, tritt zurück. Dies geschieht eine Woche nach einem russischen Angriff auf ein Lager des Unternehmens in der Region Kiew, der Explosionen mit mehreren Todesopfern auslöste. Smetanin nennt keinen Grund für seine Entscheidung. Zum kommissarischen Nachfolger wird der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister Serhij Bojew ernannt, wie der Konzern mitteilt. Ein Auswahlverfahren für einen neuen Chef sei eingeleitet worden.
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