Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:17 Russisches Gericht schickt "Nowaja Gaseta"-Journalisten in U-Haft +++
Einen Tag nach der Razzia von Sicherheitskräften bei der unabhängigen russischen Zeitung "Nowaja Gaseta" in Moskau ordnet ein Gericht Untersuchungshaft für den Journalisten Oleg Roldugin an. Die Ermittler gehen davon aus, dass Roldugin gemeinsam mit Unbekannten illegal Informationen zusammengetragen und veröffentlicht habe, die "personenbezogene Daten" enthielten, teilt das Gericht im Moskauer Bezirk Twerskoi auf Telegram mit. Roldugin bleibe bis 10. Mai in Gewahrsam. Bei seiner Anhörung plädiert Roldugin auf nicht schuldig. Laut "Nowaja Gaseta" kritisiert seine Anwältin, Marina Andrejewa, die Ermittlungen. Die Organisation Komitee zum Schutz von Journalisten fordert Roldugins sofortige Freilassung. Maskierte Sicherheitskräfte hatten nach Angaben der "Nowaja Gaseta" am Donnerstag die Räume der Zeitung in Moskau durchsucht. Roldugin wurde festgenommen. Er hatte über mutmaßliche Korruptionsfälle unter ranghohen russischen Beamten berichtet, darunter der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew und der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow.
+++ 19:49 Ukraine attackiert zwei russische Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer +++
Das ukrainische Militär greift in der Nacht zwei russische Offshore-Bohrplattformen im Kaspischen Meer an. Die Attacken treffen stationäre Plattformen in den Ölfeldern "Juri Kortschagin" und "V. Grayfer", wie Serhiy Bratchuk, Sprecher der ukrainischen Freiwilligenarmee, auf Telegram schreibt. Die Plattformen befinden sich im nördlichen Teil des Kaspischen Meeres, fast 1000 Kilometer von der Front entfernt. Bratchuk erklärt, die Angriffe hätten auf die Energieinfrastruktur abgezielt, die Moskaus Kriegsanstrengungen unterstützt. Ukrainische Regierungsvertreter sagen, die angegriffenen Anlagen spielten eine Schlüsselrolle bei der Versorgung der russischen Streitkräfte mit Treibstoff und Schmiermitteln. Über das Ausmaß der Schäden und mögliche Opfer ist nichts bekannt.
+++ 19:18 Vor Feuerpause: Russland attackiert zivile Infrastruktur +++
In der Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine brennt ein fünfstöckiges Wohnhaus, nachdem eine Drohne eingeschlagen war. Mehrere Menschen werden dabei verletzt. Auch in Odessa stehen Teile des Hafengebiets in Flammen.
+++ 18:49 Russlands ehemaliger Vize-Verteidigungsminister muss 19 Jahre in Haft +++
Ein Militärgericht in der russischen Hauptstadt Moskau verurteilt den früheren stellvertretenden Verteidigungsminister Pawel Popow wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder zu 19 Jahren Haft. Die Richter befanden Popow für schuldig, rund 25 Millionen Rubel (280.000 Euro) veruntreut zu haben, die für einen patriotischen Militär-Themenpark bestimmt waren. Nach monatelangen Rückschlägen bei seiner Offensive in der Ukraine hatte der Kreml Mitte 2024 zahlreiche ranghohe Militärs im Verteidigungsministerium ausgewechselt, darunter auch den Spitzengeneral Popow. Mit der Entlassung verlor Popow auch seinen militärischen Rang und alle staatlichen Auszeichnungen. Der 69-Jährige hatte die Vorwürfe in dem Prozess vehement bestritten. Sein Anwalt verweist darüber hinaus auf den "angeschlagenen Gesundheitszustand" Popows und kündigt an, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen. Im "Park Patriot" westlich von Moskau finden regelmäßig Shows und Ausstellungen zur Förderung der russischen Armee statt.
+++ 18:18 Bericht: USA erlauben Russland vermutlich weiterhin den Verkauf von Öl +++
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich eine Ausnahmegenehmigung verlängern, die es Ländern erlaubt, bestimmte Mengen an sanktioniertem russischem Öl und russischen Erdölprodukten zu kaufen, berichtet Reuters. Seit Mitte März erlaubt das US-Finanzministerium den Kauf von russischem Öl und Erdölprodukten, die sich bereits auf See befinden, im Rahmen einer 30-tägigen Ausnahmeregelung, die am 11. April ausläuft. US-Finanzminister Scott Bessent traf sich am Donnerstag mit Trump im Oval Office, um über eine Verlängerung der Ausnahmeregelung zu beraten, und sie kamen dem Bericht zufolge zu dem Schluss, dass dies eine gute Idee wäre, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet. Die Ölpreise stiegen nach dem Ausbruch des Irankrieges stark an. Steigende Kraftstoffpreise stellen für Trump und die Republikanische Partei im Vorfeld der Zwischenwahlen im November eine ernsthafte Herausforderung dar.
+++ 17:44 Wegen des Iran-Kriegs importieren EU-Staaten deutlich mehr LNG aus Russland +++
Im ersten Quartal 2026 erhöhen die EU-Länder ihre Importe von russischem Flüssigerdgas (LNG), berichtet die "Financial Times". Hintergrund seien die geringeren Lieferungen aus dem Nahen Osten. Die Importe aus Sibirien seien im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um 17 Prozent auf 5 Millionen Tonnen gestiegen. Die EU-Länder gaben für Gas aus der dortigen Anlage rund 2,88 Milliarden Euro aus. Gleichzeitig plant die EU nicht, ihr Ziel aufzugeben, russisches Gas bis Ende 2027 vollständig aus dem Verkehr zu ziehen.
+++ 17:11 Selenskyjs Büroleiter glaubt, dass Friedenseinigung mit Russland nah ist +++
Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidialamtes und einer der Hauptakteure bei den Friedensverhandlungen, erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg, er gehe nicht davon aus, dass eine Einigung lange auf sich warten lassen werde. "Sie alle wissen, dass der Krieg beendet werden muss. Deshalb verhandeln sie", sagt er. "Ich glaube nicht, dass es lange dauern wird." Russland habe einen echten finanziellen Anreiz, schnell zu einer Einigung zu gelangen, so Budanow. "Im Gegensatz zu uns geben sie ihr eigenes Geld aus", sagt er weiter. "Das sind enorme Summen - bereits in Billionenhöhe." Beide Seiten hätten zuvor "maximale Positionen" vertreten, so Budanow, näherten sich nun aber allmählich einem Kompromiss.
+++ 16:37 Russischer Drohnenbauer soll vor Konkurs stehen +++
Das russische Unternehmen Kronstadt, einer der wichtigsten Hersteller von Militärdrohnen, steht Berichten zufolge kurz vor dem Konkurs. Dies berichtet "The Moscow Times". Grund soll eine Mischung aus Verlusten und immensen Schulden sein. Demnach machte das Unternehmen 2025 einen Verlust von 4,6 Milliarden Rubel (51 Mio. Euro). Dazu sollen rund 150 Klagen anderer Unternehmen gegen den Drohnenhersteller gekommen sein. Der Streitwert soll 2,6 Milliarden Rubel (29 Mio. Euro) betragen haben. Dabei soll es um mangelhafte Erfüllung von Lieferverträgen gegangen sein. Bereits 2023 soll der Konkurs von Kronstadt gedroht haben. Er konnte aber durch Rücklagen und Kredite abgewendet werden. Allerdings musste das Unternehmen 2022 den Ausstieg eines strategischen Investors verkraften. Kronstadt unterliegt Sanktionen zahlreicher westlicher Staaten. Zudem griff die Ukraine im Mai 2025 eine Produktionsstätte bei Moskau an. Dort werden unter anderem Orion-Drohnen und der neue russische Marschflugkörper S-8000 Banderol hergestellt.
+++ 16:03 Die Ukraine und Russland planen Gefangenenaustausch vor orthodoxen Ostern +++
Russland und die Ukraine planen laut Medienberichten rund um das orthodoxe Osterfest einen Gefangenenaustausch. Die Zahl der ausgetauschten Gefangenen ist allerdings noch offen. Am Donnerstag hatte die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa erklärt, Russland und die Ukraine stünden kurz vor einer endgültigen Einigung über einen umfangreichen Gefangenenaustausch am Vorabend des orthodoxen Osterfestes am 12. April. Am letzten orthodoxen Osterfest im April 2025 tauschten die Konfliktparteien 277 ukrainische Soldaten gegen 261 russische Soldaten aus, begleitet von einem 30-stündigen Waffenstillstand, auf den sich Russland und die Ukraine auch in diesem Jahr geeinigt haben. Präsident Wladimir Putin ordnete nach wiederholten Aufrufen von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine 32-stündige Kampfpause von Samstagnachmittag bis zum Ende des Sonntags an.
+++ 15:32 Kremlgesandter ist in den USA - Um die Ukraine geht es dabei nicht +++
Der Besuch des Kremlgesandten Kirill Dmitrijew in den USA habe nichts mit Gesprächen über ein mögliches Kriegsende in der Ukraine zu tun, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er leite eine Gruppe zu "wirtschaftlichen Fragen". Damit dürften die von den USA ausgesetzten Sanktionen auf russisches Öl gemeint sein. Die warne infolge der Turbulenzen am Ölmarkt infolge des Irankriegs durch Washington für einen Monat aufgehoben worden. Die Frist endet an diesem Samstag. Russland hofft, dass die Aufhebung verlängert wird. Die Einnahmen aus Öl und Gas sind für den russischen Staatshaushalt fundamental. Infolge westlicher Sanktionen nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, 2022, brachen sie deutlich ein. Das Haushaltsdefizit in Russland wuchs enorm an.
+++ 14:57 Nach Memorial-Verbot: Russland will gegen knapp 200 Aktivisten vorgehen +++
Das russische Justizministerium nimmt nach dem Verbot von Memorial 196 führende Vertreter der Menschenrechtsorganisation ins Visier. Diese Personen seien nicht nur in der Bewegung aktiv, sondern erhielten Geld dafür, zum Teil auch von ausländischen Organisationen. Das teilt das Ministerium in Moskau der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Nach Auskunft der Exil-Organisation Zukunft Memorial in Berlin ist aber unklar, ob sich alle diese Personen noch in Russland befinden. Am Donnerstag hatte das Oberste Gericht die mit dem Friedensnobelpreis 2022 ausgezeichnete Organisation verboten. Es stufte eine in dieser Form nicht existente "internationale gesellschaftliche Bewegung Memorial" als extremistisch ein und verbot deren Tätigkeit in Russland. Memorial setzt sich seit 1989 für die Aufarbeitung sowjetischer Verbrechen und für den Schutz der Menschenrechte in Russland ein. Das Gericht warf der Organisation einen "eindeutig antirussischen Charakter" vor, der auf die Zerstörung der staatlichen Grundlagen Russlands und seiner Werte abziele. Weil der Prozess hinter verschlossenen Türen stattfand, blieben die genauen Vorwürfe unklar, warum Memorial extremistisch sein soll.
+++ 14:28 Selenskyj: Ukraine hat neue Patriot-Raketen erhalten +++
Präsident Selenskyj erklärt, die Ukraine habe kürzlich eine neue Lieferung von Raketen für Patriot-Flugabwehrsysteme erhalten. "Derzeit liefern unsere Partner Raketen für die Patriot-Systeme. Vor kurzem ist eine neue Lieferung eingetroffen. Wir arbeiten weiterhin mit all unseren Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass wir über Flugabwehrsysteme verfügen." Wie die "European Pravda" berichtet, habe Selenskyj kürzlich seine Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass ein langwieriger Krieg im Nahen Osten die Unterstützung der USA für die Ukraine aufgrund sich wandelnder globaler Prioritäten in Washington weiter untergraben könnte.
+++ 14:01 Bericht: Bundesregierung plant staatliche Gasreserve für den Notfall +++
Die Bundesregierung plant einem Medienbericht zufolge nun doch eine staatlichen Gasreserve. Das Wirtschaftsministerium habe ein Konzept erarbeitet, wonach künftig zehn Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten als Notfallreserve vorgehalten werden sollen, berichtete das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums wollte den Bericht nicht bestätigen, erklärte jedoch, man erarbeite derzeit ein zusätzliches Instrument zur Absicherung gegen externe Schocks
+++ 13:38 "Ukrainische Verhandlungsposition ist deutlich besser" +++
Die zwischen Russland und der Ukraine vereinbarte Feuerpause "ist für das ganze Land eine gute Nachricht", berichtet Korrespondentin Nadja Kriewald aus Kiew. Man könne kurz durchatmen und hoffe, dass nun Bewegung in die Verhandlungen komme. Die Verhandlungsposition sei deutlich besser geworden.
+++ 13:11 Kreml dämpft Erwartungen an US-Besuch von Sondergesandtem +++
Die russische Regierung dämpft die Erwartungen an den Besuch ihres Sondergesandten Kirill Dmitrijew in den USA. Die Visite bedeute keine Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zur Ukraine, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Dmitrijew verhandle nicht über eine Beilegung des Konflikts, er leite lediglich eine Arbeitsgruppe für Wirtschaftsfragen. Reuters hatte unter Berufung auf Insider berichtet, Dmitrijew treffe sich in den USA mit Regierungsvertretern, um über ein Friedensabkommen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu sprechen.
+++ 12:36 Munz: Das steckt hinter Moskaus Feuerpause-Ausruf +++
Die ausgerufene Feuerpause des Ukrainekriegs verändert laut Russland Korrespondent Rainer Munz nichts an der Front. Vielmehr sei sie eine Hilfestellung für den russischen Sonderbeauftragten Kirill Dmitrijew, der derzeit in den USA ist.
+++ 11:50 Gouverneur: Neun Verletzte bei russischen Angriffen in Cherson +++
Bei russischen Angriffen in der Region Cherson wurden im Laufe des vergangenen Tages offenbar neun Menschen verletzt, darunter ein Kind. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf Oleksandr Prokudin, Leiter der Militärverwaltung der Region. Russische Truppen haben demnach insbesondere kritische Infrastruktur und Wohngebiete attackiert. Mehrere Häuser seien zerstört worden.
+++ 11:23 Klöckner: Deutschland zeigt Verantwortung an Nato-Ostflanke +++
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat bei einem Besuch in Litauen den Einsatz der Bundeswehr für die Stärkung der Nato-Ostflanke hervorgehoben. "Die Sicherheit Litauens ist die Sicherheit Deutschlands. Das zeigen wir hier nicht nur in Worten, sondern mit Präsenz", sagt die CDU-Politikerin während eines Truppenbesuchs bei deutschen Soldaten auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla. "Deutschland übernimmt Verantwortung dort, wo Europas Sicherheit sehr konkret verteidigt wird." Die Bundeswehr führt in Rukla einen multinationalen Gefechtsverband ("Multinational Battlegroup Lithuania"). Er wurde im Februar der Panzerbrigade 45 "Litauen" der Bundeswehr unterstellt. Mit deren Aufstellung reagiert die Nato auf die wachsende Bedrohung durch Russland. Die Brigade wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Bis 2027 soll sie mit einer Gesamtstärke von 4800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein.
+++ 10:39 Selenskyj: Haben iranische Shahed-Drohnen zerstört +++
Die Ukraine hat laut Präsident Wolodymyr Selenskyj Militärexperten in den Nahen Osten entsandt und iranische Drohnen zerstört. "Wir haben einigen Ländern gezeigt, wie man mit Abfangdrohnen umgeht. Haben wir iranische "Shaheds" zerstört? Ja, das haben wir. Haben wir das in nur einem Land getan? Nein, in mehreren", schreibt Selenskyj auf X. Demnach ging es um Unterstützung beim Aufbau eines modernen Flugabwehrsystems.
+++ 09:58 Moskau: Großer ukrainischer Drohnenangriff auf Russland +++
Die Ukraine hat Russland nach Moskauer Militärangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, es seien 151 gegnerische Kampfdrohnen abgewehrt worden. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, doch den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Schwerpunkte der Angriffe. Seit Donnerstagabend verhängte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija an mehr als 25 Flughäfen Einschränkungen des Betriebs.
+++ 09:39 Selenskyj fordert vollständige Wiedereinsetzung der Ölsanktionen gegen Russland +++
Angesichts der zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Waffenruhe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine vollständige Wiedereinsetzung der gegen Russland verhängten Ölsanktionen gefordert. "Jetzt beginnt ein Waffenstillstand im Nahen Osten und am Golf. Und ich erwarte, dass die Sanktionen gegen russisches Öl wieder vollständig eingeführt werden, so wie sie zuvor waren", sagt Selenskyj.
+++ 08:48 Selenskyj: Ukraine steht vor schwierigen Monaten +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt sich auf eine schwere nächste Phase im Krieg gegen Russland ein. "Diese Frühlings- und Sommermonate werden politisch und diplomatisch ziemlich schwierig", erklärt Selenskyj vor Journalisten. Es werde sowohl auf dem Schlachtfeld als auch diplomatisch Druck auf die Ukraine geben, den Krieg zu beenden. Bis September werde es sehr schwer werden.
+++ 08:23 Gouverneur: Zwei Tote bei russischen Angriffen in Dnipropetrowsk +++v
Bei russischen Angriffen in Dnipropetrowsk sind offenbar zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Das berichtet das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf Oleksandr Hanzha, Leiter der Militärverwaltung der Region. Mehrere Gebäude und Autos seien beschädigt worden. "Der Feind hat drei Bezirke der Region fast 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen", heißt es in einer Mitteilung der Militärverwaltung.
+++ 07:47 Hofreiter vor Wahl in Ungarn: Orban steht auf Seiten der Feinde der EU +++
Kurz vor den Parlamentswahlen in Ungarn hat der Grünen-Politiker Anton Hofreiter Ministerpräsident Viktor Orban scharf kritisiert. "Die Entwicklungen im Vorfeld der Wahl machen unmissverständlich klar, dass Orban auf der Seite der Feinde der EU und der Menschen in Ungarn ist", sagt der Vorsitzende des Bundestags-Europaausschusses. "Die Enthüllungen rund um die Telefonate der ungarischen Regierung mit dem Kreml und Putin persönlich zeigen, dass die EU-Kommission und auch Deutschland viel zu lange Geduld mit Orban gezeigt haben." Das sollte ein Signal sein, es in Zukunft nicht so weit kommen zu lassen, so Hofreiter. Hintergrund ist die veröffentlichte Mitschrift eines Telefonats des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, in dem er Moskau anbietet, EU-Dokumente zu übergeben. Orban verhindert derzeit sowohl ein 20. EU-Sanktionspaket gegen Russland als auch die Auszahlung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU an die Ukraine.
+++ 07:14 Bericht: Russland plant neue Botschaften in afrikanischen Ländern - mehr Einfluss in der Region +++
Russland plant offenbar, vier weitere Botschaften in afrikanischen Ländern zu eröffnen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine. Demnach soll so der politische und ideologische Einfluss Russlands in der Region gestärkt werden.
+++ 06:14 General: Balkan hat große Bedeutung für Sicherheit in Europa +++
Heeresinspekteur Christian Freuding hat bei einem Bosnien-Besuch die Bedeutung der weiteren Stabilität auf dem Balkan für die Sicherheit in Europa bekräftigt. Der Generalleutnant warnte davor, dass Spannungen in der Region instrumentalisiert werden könnten. "Und wir sehen ja, dass es auch andere Akteure gibt, die versuchen, Einfluss in dieser Region zu nehmen", sagt Freuding. Mit Sorge wird von Experten etwa beobachtet, wie vor allem Russland aber auch China ihren Einfluss im serbischen Landesteil ausbauen. Dazu gehören Kooperationen beim Abbau von Bodenschätzen und Energiegeschäften, im Falle Chinas auch die Lieferung von Überwachungstechnik.
+++ 05:33 Brände nach Drohnenangriffen in Konotop +++
Russische Drohnen haben in der Nacht die Stadt Konotop in der Region Sumy angegriffen. Bürgermeister Artem Semenikhin berichtet von mehreren Bränden. In der Innenstadt stehe ein Verwaltungsgebäude in Flammen, außerdem gebe es ein Feuer in einem fünfstöckigen Wohnhaus. Später heißt es, die Brände seien gelöscht. Im Stadtzentrum sei aber weiterhin die Gasversorgung teilweise unterbrochen. Konotop liegt im Nordosten der Ukraine und hat etwa 70.000 Einwohner.
+++ 03:38 Trump ruft zur Wahl von Orban auf +++
US-Präsident Donald Trump mischt sich erneut in den ungarischen Wahlkampf ein und wirbt für Regierungschef Viktor Orban. "GEHT RAUS UND WÄHLT VIKTOR ORBAN", schreibt Trump mit Blick auf die Wahl am Sonntag auf Truth Social. Orban sei ein "wahrer Freund, Kämpfer und GEWINNER". Er stehe voll und ganz hinter ihm. Der Rechtspopulist Orban ist ein Verbündeter Trumps. Auffallend ist auch seine Nähe zum russischen Präsidenten Putin, dessen Narrative er in den von ihm kontrollierten Medien verbreiten lässt. Umfragen zufolge droht ihm am Sonntag eine Niederlage.
+++ 01:01 Insider: Putins Sondergesandter redet in den USA über wirtschaftliche Zusammenarbeit +++
Der Sondergesandte des russischen Präsidenten Putin, Kirill Dmitrijew, hält sich Insidern zufolge derzeit zu Gesprächen mit der US-Regierung in den USA auf. Dabei gehe es um ein Friedensabkommen für die Ukraine sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder, sagen mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein weiteres Thema dürfte die mögliche Verlängerung von US-Ausnahmeregelungen für russische Ölexporte sein, die am 11. April auslaufen. Die USA haben wegen der durch den Iran-Krieg ausgelösten Turbulenzen an den Energiemärkten eine 30-tägige Frist gewährt, um auf See befindliches russisches Öl trotz Sanktionen zu kaufen.
+++ 23:37 Selenskyj stimmt Feuerpause über Ostern zu +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj stimmt der vom russischen Präsidenten Putin angekündigten Feuerpause anlässlich der Osterfeiertage der russisch-orthodoxen Kirche zu. "Die Ukraine hat wiederholt erklärt, dass wir zu gegenseitigen Schritten bereit sind", schreibt Selenskyj auf Telegram. Man habe eine Waffenruhe über die Feiertage vorgeschlagen und werde entsprechend handeln. Zuvor hatte der Kreml seinen Truppen eine 32-stündige Feuerpause befohlen. Die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen, erklärt Selenskyj weiter. Russland habe zudem die Chance, auch nach Ostern auf Angriffe zu verzichten.
+++ 22:12 Selenskyjs Büroleiter: Verbündete wollen, dass wir russische Ölterminals nicht zerstören +++
Verbündete hätten die Ukraine gebeten, russische Ölterminals unbeschadet zu lassen. Dies berichtet Kyrylo Budanow, der Leiter des ukrainischen Präsidialamts, auf einer Pressekonferenz. Auf die Frage, ob es stimme, dass Partner die ukrainischen Behörden gebeten hätten, russische Ölterminals nicht zu zerstören, antwortet er: "Ich kann nur allgemein sagen: Ja, das gibt es. Warum ist das so? Als intelligenter Mensch können Sie das verstehen - es ist eine Frage der Preisbildung. Aber wir haben unseren eigenen Krieg." Budanow ergänzt, dass die Ukraine während des gesamten Krieges mit solchen Forderungen konfrontiert war. Welche Verbündeten er meint, sagt er dagegen nicht. Durch zahlreiche Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien sank die Förderung teils deutlich, weil Anlagen über längere Zeit stillstanden.
+++ 21:31 Putin kündigt für orthodoxe Ostern Feuerpause in der Ukraine an +++
Der russische Präsident Wladimir Putin kündigt eine Feuerpause in der Ukraine für die orthodoxen Ostertage an. "Auf Beschluss des Oberbefehlshabers ... W. W. Putin wird im Zusammenhang mit dem bevorstehenden orthodoxen Osterfest ein Waffenstillstand vom 11. April, 16 Uhr, bis zum Ende des Tages am 12. April 2026 verkündet", erklärt der Kreml in einer Mitteilung.
+++ 21:20 Nachschub für Kiews Flugabwehr: Schweden sendet Tridon Mk2 +++
Schweden wird die Ukraine mit modernen Tridon Mk2-Flugabwehrsystemen beliefern, teilt das ukrainische Verteidigungsministerium auf seiner Website mit. "Schweden wird 400 Millionen Euro für die Beschaffung dieser Systeme bereitstellen, was fast einem Drittel des im Februar angekündigten neuen Militärhilfepakets in Höhe von 1,2 Milliarden Euro entspricht", heißt es dort. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich beim Tridon Mk2 um ein mobiles Mittelstrecken-Flugabwehrsystem, das erstmals 2024 eingeführt wurde. Es kann bei allen Wetterbedingungen sowie bei Tag und Nacht eingesetzt werden. Einer seiner Vorteile sind die relativ geringen Kosten pro Schuss. Das System ist mit einer automatischen 40-mm-Kanone vom Typ Bofors 40 Mk4 ausgestattet, die Ziele in Entfernungen von bis zu 12 Kilometern bekämpfen kann und eine Feuerrate von bis zu 300 Schuss pro Minute aufweist.
+++ 20:57 Zwei Verletzte bei russischen Angriffen auf Dnipropetrowsk +++
Russische Streitkräfte haben die Region Dnipropetrowsk knapp 60 Mal mit Artillerie und Drohnen angegriffen, schreibt Gouverneur Oleksandr Hanzha. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden. Zum einen wird 66-jährige Frau verletzt, zum anderen ein 17-jähriger Junge. Beide befinden sich im Krankenhaus, so Hanzha auf Telegram.
+++ 20:23 Ukraine zeigt Drohnenangriff auf Tornado-Raketensystem +++
Ukrainische Einheiten sollen im Grenzgebiet bei Belgorod ein russisches Tornado-Raketensystem ausgeschaltet haben. Ein Video zeigt, wie Drohnen den Werfer am Waldrand lokalisieren, ins Visier nehmen und anschließend gezielt attackieren.
+++ 19:57 Russland den Rücken gekehrt: Moldau verlässt die GUS +++
Die moldauische Präsidentin Maia Sandu unterzeichnet Gesetze zum Austritt aus der von Russland geführten Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), wie das moldauische Medienunternehmen Newsmaker berichtet. Das Gesetz tritt laut Newsmaker ab sofort in Kraft. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen Moldaus, sich aus dem Einflussbereich Russlands zu lösen und der Europäischen Union beizutreten. Moldau erhielt 2022 den EU-Kandidatenstatus und nahm 2024 offiziell Beitrittsverhandlungen auf. Die 1991 gegründete Gemeinschaft Unabhängiger Staaten umfasst Russland, Belarus, Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan. Turkmenistan ist assoziiertes Mitglied. Georgien trat aus der GUS aus, als Russland 2008 in das Land einmarschierte. Die Ukraine hat den GUS-Vertrag nie ratifiziert, war jedoch de facto Mitglied, bis Russland 2014 seine Invasion auf der Krim und im Donbass startete. Kiew zog sich zwischen 2014 und 2018 schrittweise aus dem Bündnis zurück.
+++ 19:26 Wie Transport-Drohnen eine russische Brücke sprengten +++
Der Vorfall ist längst bekannt, doch erst jetzt wird die Methode klar: Ukrainische Einheiten nutzten 2025 spezielle Drohnen, um Sprengstoff unter einer russischen Brücke zu platzieren. Ein koordinierter Angriff führte schließlich zum Einsturz der Konstruktion.
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