Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:06 Ex-Botschafter Melnyk sieht Merkel nicht als geeignete mögliche Verhandlerin +++
Vor dem Treffen der EU-Außenminister in Zypern hatfordert der frühere Ukraine-Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, die europäischen Staaten dazu auf, diplomatisch stärker auf Russland einzuwirken. "Europa sollte sein gesamtes geopolitisches Gewicht auf die Verhandlungsschale werfen, um den Krieg möglichst schnell zu beenden", sagt Melnyk dem "Tagesspiegel". Der ständige Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen erinnerte daran, dass er bereits Anfang 2024 Deutschland und die europäischen Staaten aufgefordert hatte, diplomatische Initiativen auszuloten, wie man Putin durch Verhandlungen zum Frieden zwingen könnte. "Leider wurde damals dieser Vorstoß zurückgewiesen, viel Zeit wurde vergeudet", sp Melnyk.
"Wer als Hauptverhandler im Namen aller Europäer mit Putin direkte Gespräche führen soll, ist keine einfache Frage", so Melnyk. Er wirbt jedoch für einen aktiven Politiker als Vermittler. Es müsste "auf jeden Fall" ein starker Staats- oder Regierungschef sein. "Er oder sie sollte mit einem robusten EU-Mandat ausgestattet werden"“, fordert Melnyk und schloss die Altkanzlerin Angela Merkel, die einem Zusammenhang mit solch einer Verhandlerinnenposition schon genannt wurde, aus: "Ich glaube nicht, dass ehemalige Politiker wie Angela Merkel diese Aufgabe meistern können."
+++ 14:30 Bundesregierung verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete in der Ukraine +++
Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die massiven russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scharf. "Die Bundesregierung verurteilt diese rücksichtslose Eskalation scharf. Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine", schreibt der CDU-Politiker auf X mit Blick auf den Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik.
+++ 13:49 "Rekordmenge an Raketen, die auf Kiew abgefeuert wurden" +++
Politikanalystin und Ukraine-Expertin Oksana Huss sieht in dem jüngsten Angriff auf die ukrainische Haupstadt Kiew eine neue Dimension der russischen Angriffe. Bei den Dreiergesprächen unter Beteiligung der USA sei aktuell Stillstand zu verzeichnen.
+++ 13:16 Russischer Angriff trifft auch ARD-Studio in Kiew +++
Bei den nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew ist auch das ARD-Studio in der ukrainischen Hauptstadt massiv beschädigt und teilweise zerstört worden. Wie der Westdeutsche Rundfunk in Köln mitteilt, stürzten Wände ein, außerdem gingen Fenster kaputt und Technik wurde zerstört. Da sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio befanden, wurde niemand verletzt.
+++ 12:41 Kallas wirft Russland "nukleares Säbelrasseln" vor +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nennt Russlands jüngste Raketenangriffe auf die Ukraine ein "nukleares Säbelrasseln". Der mutmaßliche Einsatz von Mittelstreckenraketen des Typs Oreschnik, die für atomare Sprengköpfe ausgelegt sind, sei eine politische Einschüchterungstaktik, schreibt Kallas auf X. Russland terrorisiere die Ukraine mit gezielten Angriffen auf Stadtzentren, weil das Land auf dem Schlachtfeld in einer Sackgasse stecke.
+++ 11:55 Zahl der Toten und Verletzten in Kiew und Umgebung steigt +++
Nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew steigt die Zahl der Toten in der ukrainischen Hauptstadt und der umliegenden Region auf vier. Wie Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Sonntag mitteilt, wurden in der Hauptstadt zwei Tote und 56 Verletzte verzeichnet. In der umliegenden Region Kiew gab es nach Angaben von Verwaltungschef Mykola Kalaschnyk zwei Tote und neun Verletzte.
+++ 11:06 Russland: Haben mit vier Raketentypen angegriffen - auch Oreschnik +++
Russland hat die Ukraine nach eigenen Angaben mit vier verschiedenen Raketentypen angegriffen. Zum Einsatz kamen die Systeme Oreschnik, Iskander, Kinschal und Zirkon, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Angriffe hätten sich demnach gegen militärische Kommandozentralen, Luftwaffenstützpunkte und Rüstungsbetriebe gerichtet und sind dem Ministerium zufolge alle erfolgreich verlaufen. Es handele sich um eine Vergeltung für ukrainische Angriffe auf zivile Ziele in Russland. Das ukrainische Militär weist die Vorwürfe zurück und erklärt, es habe eine russische Drohnen-Kommandoeinheit ins Visier genommen.
+++ 10:47 Selenskyj bestätigt Einsatz russischer Oreschnik-Rakete +++
Der ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bestätigt den erneuten Einsatz der wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchteten Mittelstreckenrakete Oreschnik – erstmals nahe der Hauptstadt Kiew. Kremlchef Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagt Selenskyj in einer am Morgen veröffentlichten Videobotschaft. Die Großstadt liegt im Kiewer Gebiet. Die auch in Belarus von Moskau stationierte Oreschnik-Rakete kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent. "Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt", sagt Selenskyj.
+++ 10:02 "Drohnen Games" schulen Ukrainer für den Angriff +++
Im Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine spielt der Einsatz und die Abwehr von Kampfdrohnen für beide Länder eine wichtige Rolle. In der Ukraine erproben Piloten bei den sogenannten "Drohnen Games" den Ernstfall - eine Veranstaltung, die anmutet wie ein Grillfest.
+++ 09:33 Berichte: Oreschnik-Rakete bei Angriff auf Kiew eingesetzt +++
Zwei ukrainische Medien berichten unter Berufung auf den Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, dass in der Nacht eine Rakete vom Typ Oreschnik +die Region Kiew getroffen habe. Die Luftwaffe selbst teilt in Onlinediensten mit, dass Russland bei dem Angriff insgesamt 600 Drohnen und 90 Raketen abgefeuert habe. Unter den Geschossen sei auch eine Mittelstreckenrakete gewesen, den Namen Oreschnik nannte die Luftwaffe dabei jedoch nicht. Russland hat die ballistische Rakete Oreschnik mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine.
+++ 09:03 Russischer Drohnenangriff auf Wohnhochhaus in Tscherkassy – elf Verletzte +++
Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff ist in der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy ist ein Wohnhochhaus von einer Kampfdrohne getroffen worden. Das berichtet die Kyiv Post. Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung wurden elf Zivilisten verletzt, darunter zwei Kinder. Der Einschlag löste demnach einen großflächigen Brand aus, der sich vom fünften bis in den neunten Stock ausbreitete. Feuerwehr und Rettungskräfte konnten neun eingeschlossene Bewohner aus dem Gebäude retten und den 400 Quadratmeter großen Brand schließlich löschen
+++ 08:05 Angriffswelle auf Kiew trifft mehr als 40 Orte +++
Bei dem nächtlichen Angriff auf Kiew sind nach Angaben der Militärverwaltung insgesamt mehr als 40 Orte beschädigt worden, darunter Wohngebäude, Büros und Schulen. Bürgermeister Vitali Klitschko teilt auf Telegram mit, dass ein neunstöckiges Wohnhaus im Stadtzentrum von Kiew getroffen wurde. Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz, um das Feuer zu löschen. In einer Schule und einem Geschäftszentrum in demselben Viertel wurden Menschen in Luftschutzkellern eingeschlossen, da Trümmer die Eingänge blockierten.
+++ 06:58 Ukrainischer Drohnenangriff auf Wohnheim – Zahl der Toten steigt +++
Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim einer Berufsschule im russisch besetzten Gebiet Luhansk steigt die Zahl der Toten laut Behörden auf 18. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk gezogen worden, teilt das russische Zivilschutzministerium mit. Unter den Trümmern würden noch drei Vermisste vermutet, die Suche dauere an. Die Behörden hatten die Zahl der Toten nach dem Angriff am Freitag immer wieder erhöht.
+++ 06:06 Umfrage: Viele zweifeln an Verteidigungsfähigkeit Deutschlands +++
Viele Menschen hegen laut einer Insa-Umfrage große Zweifel an der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. In der Erhebung für die "Bild am Sonntag" gaben nur 17 Prozent der Befragten an, darauf zu vertrauen, dass die Bundeswehr Deutschland im Angriffsfall ausreichend verteidigen könnte. 72 Prozent äußerten daran dagegen Zweifel. Die Sorge vor einem möglichen russischen Angriff auf Deutschland ist zugleich zurückgegangen: 38 Prozent zeigten sich besorgt, jeder Zweite hingegen nicht. Deutlich größer ist die Angst vor Cyberangriffen, Sabotage oder Desinformation. Zwei Drittel der Befragten sehen darin eine Gefahr für das Leben in Deutschland.
+++ 04:44 Mindestens ein Toter bei russischen Angriffen auf Kiew +++
Mindestens ein Mensch ist bei den schweren nächtlichen Angriffen auf Kiew gestorben, als eine Rakete in ein Wohnhaus eingeschlagen ist. Das teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Inzwischen ist von mindestens 13 Verletzten die Rede.
+++ 03:40 Polen lässt Militärflugzeuge aufsteigen +++
Nach den russischen Angriffen auf die Ukraine ist die polnische Luftwaffe im eigenen Luftraum im Einsatz. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilt die Armee mit.
+++ 02:09 Mindestens drei Verletzte bei massivem Angriff auf Kiew +++
Bei dem massiven Angriff mit Raketen und Drohnen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mindestens drei Menschen verletzt worden. Mehrere Wohngebäude seien beschädigt worden, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Dem Angriff ging eine Warnung der Luftwaffe vor dem möglichen Einsatz der russischen Hyperschallrakete Oreschnik voraus. Das gesamte Ausmaß des russischen Angriffs und dessen Folgen sind noch nicht absehbar.
+++ 00:22 Heftige Explosionen in Kiew - Russland greift mit ballistischen Raketen an +++
Kurz nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj vor einem schweren russischen Luftangriff wird Kiew von heftigen Explosionen erschüttert. Eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtet von schweren Detonationen nach der Ausrufung eines Luftalarms durch die Behörden. Der in Kiew lebende Journalist Denis Trubetskoy schreibt auf X von "richtig lauten ballistischen Raketen". Der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, bestätigt auf Telegram, die Hauptstadt sei "das Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Raketen" geworden. Weitere Angriffe seien möglich. "Bleiben Sie in den Schutzräumen", ruft er die Bevölkerung auf.
+++ 23:14 Mehrere Verletzte bei russischen Luftschlägen in Odessa und bei Charkiw +++
Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind am späten Abend zahlreiche Zivilisten verletzt worden. In der Region Odessa müssen nach einem Raketenangriff sieben Menschen ins Krankenhaus, unter ihnen auch drei Kinder, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper mit. Man verschaffe sich derzeit noch ein Bild über das gesamte Ausmaß des Angriffs. Weitere neun Verletzte gibt es im Raum Charkiw, dort haben Drohnen insbesondere die Stadt Balakilja angegriffen. In Kiew gibt es derzeit erneut Luftalarm, nachdem Drohnen Kurs auf die Hauptstadt genommen haben. Hier ist noch nichts über eventuelle Schäden bekannt.
+++ 21:53 Kiew steht möglicherweise eine sehr harte Nacht bevor +++
Die US-Botschaft in Kiew warnt vor einem möglicherweise "signifikanten" Luftangriff Russlands innerhalb der nächsten 24 Stunden. Die Sirenen in der Hauptstadt heulten vorhin bereits auf, die entsprechenden Warn-Apps leuchteten rot auf. Der in Kiew lebende Journalist Denis Trubetskoy schreibt auf der Plattform Bluesky: "Aus bisheriger Erfahrung muss man besonders die Mitteilung der US-Botschaft Kyjiw ernst nehmen. Nach früheren Warnungen dieser Art wurde tatsächlich Oreschnik eingesetzt." Gemeint ist die russische Mittelstreckenrakete. Die Ukraine hat ihre Bürger vor einer möglichen Attacke gewarnt:
+++ 21:02 Geheimdienstler: "Die Zeit arbeitet nicht zugunsten Russlands" +++
Dem Chef des estnischen Geheimdienstes zufolge läuft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Zeit davon, den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Er verweist bei CNN auf die Pattsituation auf dem Schlachtfeld und wachsende Problemen im eigenen Land. In den nächsten vier oder fünf Monaten wird Putin "möglicherweise nicht mehr aus einer Position der Stärke heraus verhandeln können", sagt Kaupo Rosin. Das könnte den russischen Präsidenten an den Verhandlungstisch zwingen, so der Geheimdienstler. "Die Zeit arbeitet nicht zugunsten Russlands."
+++ 20:15 Ukrainisches Rüstungsunternehmen macht Streitkräften begehrtes Geschenk +++
Wild Hornets ist einer der bekanntesten Abfangdrohnenhersteller der Ukraine. Die entwickelte "Sting" kostet pro Stück nur wenige Tausend Dollar und eignet sich unter anderem zur Eliminierung von angreifenden Shahed-Drohnen. Die Abfangdrohne ist auch in anderen Ländern heiß begehrt, doch der Hersteller fokussiert sich in erster Linie auf die Ukraine. Nun wird Wild Hornets 1000 "Sting" an die Streitkräfte des Landes spenden. Alleine 200 Exemplare bekommt das 38. Flugabwehrregiment geliefert:
+++ 19:31 "Berichte erhalten" - setzt Russland bald wieder die Oreschnik-Rakete ein? +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele einen Vergeltungsschlag Moskaus mit der Oreschnik-Mittelstreckenrakete. "Unsere Nachrichtendienste haben Berichte über eingegangene Daten erhalten, einschließlich von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete vorbereitet", teilt Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Die Hauptstadt Kiew ist demnach auch in Gefahr. Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt - einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine:
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.