Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:38 Ukraine meldet Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Slowjansk +++

10.03.2026, 00:01 Uhr

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Frontstadt Slowjansk sind vier Menschen ums Leben gekommen. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, sagt der Gouverneur der Region, Wadym Filaschkin. Russland habe drei Gleitbomben auf die Stadt abgeworfen. Unter den Verletzten befinde sich ein 14-jähriges Mädchen. Den Angaben nach wurden sechs Wohnhäuser und zehn Autos beschädigt. Die russisch-ukrainische Frontlinie ist noch etwa 20 Kilometer von der Stadt im Gebiet Donezk entfernt. 

+++ 13:10 Munz: So nimmt Putin Einfluss auf deutsche Öffentlichkeit +++

Der Iran-Krieg treibt die Gas- und Spritpreise in die Höhe. Russlands Machthaber Putin nutzt die Lage, um Europa Lieferangebote zu machen - unter bestimmten Bedingungen. Wie Putin so Einfluss auf die Öffentlichkeit in Deutschland nimmt, erklärt ntv-Reporter Rainer Munz.

+++ 12:52 EU-Ratspräsident hofft auf Verabschiedung neuer Sanktionen gegen Russland bereits morgen +++

Die EU ist laut Ratspräsident Antonio Costa der Ansicht, dass der Druck auf Moskau noch weiter erhöht werden muss, um Russland zu Verhandlungen über einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu zwingen. "Ich hoffe, dass wir morgen die Verlängerung der aktuellen Sanktionen genehmigen und mit der Verabschiedung des nächsten Pakets vorankommen", sagt Costa. Derzeit tagt der Rat der EU für Wirtschaft und Finanzen in Brüssel. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Frage, wie die EU ihren Verpflichtungen zur Finanzierung der Ukraine nachkommen kann, da Ungarn die Auszahlung des von allen 27 EU-Staats- und Regierungschefs im Dezember vereinbarten Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro blockiert.

+++ 11:47 Kartellamt gibt grünes Licht für neue Artilleriemunition-Firma in Deutschland +++

Die Rüstungsschmieden Diehl Defence und Nammo Raufoss dürfen mit Billigung des Kartellamts gemeinsam Artilleriemunition des Kalibers 155 Millimeter produzieren. Die Geschosse sollen unter anderem für die Bundeswehr gefertigt werden. Die Zusammenarbeit fördere den Wettbewerb, sagt Kartellamtschef Andreas Mundt. Größter Munitionsproduzent in Deutschland ist Rheinmetall. Nammo aus Norwegen und Diehl hatten gemeinsam den Zuschlag für einen milliardenschweren Auftrag der Bundeswehr für die Herstellung und Lieferung von 155 mm-Artilleriemunition erhalten. Diehl errichtet dazu eine Produktionsanlage in Deutschland, Nammo steuert die Produktionsrechte und Bauteile bei. "Nammo und Diehl (werden) durch ihre Zusammenarbeit überhaupt erst zu einem leistungsfähigen Wettbewerber", sagt Mundt. Neben der Bundeswehr sind auch einige andere Staaten zu Bestellungen der Munition berechtigt.

+++ 11:06 Kiew sieht Gebiet Dnipropetrowsk fast komplett unter eigener Kontrolle +++

Infolge von Gegenangriffen ist die südostukrainische Region Dnipropetrowsk nach Militärangaben beinahe komplett wieder unter Kontrolle Kiews. Drei kleinere Siedlungen seien noch in russischer Hand und zwei weitere müssten überprüft werden, sagt der im Kiewer Generalstab arbeitende General Olexander Komarenko in einem Interview der Nachrichtenagentur RBK Ukraine. Wegen der ukrainischen Vorstöße gebe es für den Februar eine positive Dynamik. "Es wurde mehr Territorium befreit, als verloren", unterstrich Komarenko. Mehr als 400 Quadratkilometer seien zurückerobert worden. Die Gesamtlage sei weiter "schwierig, aber kontrollierbar". Seit mehreren Wochen laufen in den Gebieten Saporischschja und Dnipropetrowsk ukrainische Gegenangriffe. Die Führung in Kiew betont die Erfolge. Ukrainische Militärbeobachter bewerten die Fortschritte zurückhaltender.

+++ 10:47 EU-Ratspräsident nennt Russland einzigen Gewinner des Nahost-Kriegs +++

Russland ist nach Ansicht von EU-Ratspräsident Antonio Costa bislang der einzige Gewinner des Kriegs im Nahen Osten. "Es erhält neue Ressourcen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine, da die Energiepreise steigen", sagt Costa in einer Rede vor EU-Botschaftern in Brüssel. Zudem rücke der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt und verringere die Aufmerksamkeit für die ukrainische Front. Costa mahnt zur Deeskalation und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch.

+++ 10:03 Kiew: Russland erleidet 950 Verluste innerhalb eines Tages +++

Russland hat seit Beginn seines umfassenden Einmarsches am 24. Februar 2022 rund 1.27 Millionen Soldaten in der Ukraine verloren, wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in den sozialen Medien mitteilt. Die Zahl beinhaltet demnach 950 Opfer, die die russischen Streitkräfte im Laufe des letzten Tages erlitten haben sollen. Dem Bericht zufolge hat Russland außerdem insgesamt 11.758 Panzer, 24.174 gepanzerte Kampffahrzeuge, 82.510 Fahrzeuge und Treibstofftanks, 38.202 Artilleriesysteme, 1679 Mehrfachraketenwerfer, 1328 Luftverteidigungssysteme, 435 Flugzeuge, 349 Hubschrauber, 168.809 Drohnen, 31 Schiffe und Boote sowie zwei U-Boote verloren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Westliche Beobachter halten die Zahlen Kiews zu den russischen Verlusten in der Regel für übertrieben, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Der Kreml macht keine Angaben zu eigenen Verlusten. Auch der ukrainische Generalstab legt seine eigenen Verluste unter Berufung auf operative Geheimhaltung bisher nicht offen. Unabhängige westliche Denkfabriken bestätigen in ihren Berichten, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen: Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt das Verhältnis auf "etwa 2,5:1 oder 2:1".

+++ 09:09 Mindestens 14 Verletzte in der Ukraine durch Drohnen +++

Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 14 Menschen verletzt worden. In der Großstadt Dnipro im Süden sei ein Wohnblock beschädigt worden, teilt der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Zehn Menschen, darunter ein zwölfjähriger Junge, seien verletzt worden (Eintrag 05:40). Schäden habe es auch an einem Verwaltungsgebäude gegeben. In der Großstadt Charkiw im Osten der Ukraine wurden vier Menschen verletzt, als Drohnen einen Stadtteil mit Einfamilienhäusern trafen, wie Bürgermeister Ihor Terechow mitteilt (Eintrag 02:48). Die ukrainische Luftwaffe ortet nach eigenen Angaben in der Nacht 137 angreifende Drohnen aus Russland. 122 von ihnen seien abgefangen worden. An zehn Orten habe es aber Einschläge gegeben. Das russische Militär in Moskau wiederum teilt mit, in der Nacht seien 17 ukrainische Drohnen abgefangen worden.

+++ 08:29 Chelsea-Verkauf nach Kriegsbeginn: Abramowitsch will trotz Sanktionen über eingefrorene Milliarden verfügen +++

Der russische Oligarch Roman Abramowitsch hat seinen Streit mit der britischen Regierung über die 2,5 Milliarden Pfund Erlös (rund 2,89 Milliarden Euro) aus dem Verkauf des FC Chelsea verschärft. Ungeachtet der internationalen Sanktionen gegen sein Vermögen beharrt er laut einem Bericht des "Guardian" darauf, dass er über das Geld frei verfügen kann. Abramovichs Anwälte erklären demnach, das Geld befinde sich nach wie vor "vollständig im Besitz" von Fordstam Ltd., dem Vehikel, über das der Milliardär Chelsea finanzierte und Gelder aus umstrittenen Ölgeschäften durch ein Geflecht von Offshore-Firmen schleuste.

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Roman Abramowitsch war einst der reichste Mensch Russlands. Anfang 2022 schätzte "Forbes" sein Vermögen auf 8,3 Milliarden US-Dollar. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Als Reaktion auf Moskaus umfassenden Einmarsch in die Ukraine hatten Großbritannien und die EU im Jahr 2022 Sanktionen gegen Abramowitsch verhängt und seine Vermögenswerte eingefroren. Großbritannien will, dass die Gelder ausschließlich für die Ukraine verwendet werden, im Einklang mit dem breiteren europäischen Druck, Moskau solle die Kosten für die durch seine Invasion verursachten Verwüstungen tragen. Abramowitsch hatte jedoch angedeutet, dass er mehr Flexibilität bei der Verwendung der Gelder wünscht. Der russische Oligarch ließ dadurch die Möglichkeit offen, dass Gelder auch an russische Empfänger umgeleitet werden könnten. Bereits im letzten Jahr warnte die britische Regierung Abramowitsch, er müsse das Geld freigeben, andernfalls könne er vor Gericht gestellt werden. Als Reaktion auf den Brief der Anwälte Abramowitschs sagt die britische Außenministerin Yvette Cooper: "Dieses Geld wurde der Ukraine vor über drei Jahren versprochen. Es ist an der Zeit, dass Roman Abramowitsch das Richtige tut, aber wenn er es nicht tut, werden wir handeln."

+++ 07:48 ISW: Ukrainische Streitkräfte führen erfolgreich Gegenangriffe durch +++

Ukrainische Streitkräfte führen laut einer Analyse des Institute for the Study of War (ISW) in Washington in mehreren Gebieten erfolgreiche Gegenangriffe gegen die russischen Angreifer durch und drängen diese sogar zurück. Demnach erzielen die Gegenangriffe taktische, operative und strategische Effekte, die Russlands Offensivplan für Frühjahr/Sommer 2026 beeinträchtigen könnten. Unter Berufung auf den ukrainischen Militärbeobachter Kostjantyn Maschowez soll die russische Dnepr-Kräftegruppe, die im Westen des Gebiets Saporischschja und im Gebiet Cherson operiert, ihre Vorstöße bei Orichiw und im Gebiet südlich von Saporischschja, westlich von Orichiw, praktisch gestoppt haben. Zudem sollen die ukrainischen Gegenangriffe in Richtung Richne-Prymorske (beide südlich von Saporischschja) russische Kleinverbände zum Rückzug aus dem nördlichen und zentralen Prymorske gezwungen haben. Maschowez berichtet laut ISW zudem, dass ukrainische Streitkräfte russische Truppen aus Nowojakoliwka und dem nördlichen Lukjaniwskse (beide südöstlich von Saporischschja) zurückgedrängt hätten und dass sie diese auch südlich von Pawliwka (unmittelbar südlich von Nowojakoliwka) zurückgedrängt hätten.

+++ 07:17 Fast 35.000 Ausländer aus über 100 Ländern sollen für Russland kämpfen +++

Bis zu 20.000 ausländische Kämpfer aus mehr als 100 Ländern sollen einem Medienbericht zufolge in der russischen Armee im Krieg gegen die Ukraine kämpfen. Dazu sollen mindestens 15.000 Soldaten kommen, die Nordkorea entsendet haben soll, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Schätzungen von Experten. Demnach kommen die Söldner vor allem aus Weltgegenden, die von Armut und Konflikten geprägt sind. Darunter seien viele afrikanische Länder sowie Syrien und Irak, zudem aus Kolumbien, Kuba, Indien, Nepal, Bangladesch und China. Sie seien oft diejenigen, die vorgeschickt werden, wenn die Russen ein Gebiet erobern wollen. "Ausländische Söldner dienen als menschlicher Schutzschild", wird ein Insider zitiert. Laut der Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf irakische Offizielle sollen etwa 5000 Iraker auf russischer Seite kämpfen. Die ersten ausländischen Kämpfer habe Russland kurz nach Kriegsbeginn vor vier Jahren angeworben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj legte laut "Spiegel" im April 2025 eine Liste mit den Namen von 155 chinesischen Söldnern vor, die angeblich für Russlands Armee kämpfen. "Wir denken, es sind noch viel mehr", sagte er damals.

+++ 06:28 "Held der Ukraine" stirbt bei Kampfeinsatz an der Ostfront +++

Der Kommandeur der 39. Taktischen Luftbrigade, Oberst Oleksandr Dovgach, ist bei einem Kampfeinsatz an der Ostfront getötet worden, wie die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mitteilt.. Der "Held der Ukraine" sei bei einem Einsatz unter Bedingungen "erheblicher russischer Luftüberlegenheit und intensiver Aktivität russischer Luftverteidigungssysteme" ums Leben gekommen. In der Erklärung bezeichnete die Luftwaffe den Verlust als einen schmerzlichen Schlag für die ukrainische Luftfahrt und das Land. Den Angaben zufolge war Dovgach ein erfahrener Kampfpilot. Er habe während des Krieges Hunderte Einsätze geflogen. Wo genau Dovgach starb, teilt die Luftwaffe nicht mit.

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Oberst Oleksandr Dovgach kämpfte laut ukrainischer Luftwaffe für die Regionen Kiew, Charkiw und Cherson sowie für die Insel Sminij. (Foto: Luftwaffe / Telegram)

+++ 05:40 Russen greifen Dnipro an – zehn Verletzte +++

Russische Truppen haben am frühen Morgen die Stadt Dnipro angegriffen. Ein mehrstöckiges Wohngebäude sei beschädigt und zehn Menschen verletzt worden. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf den Chef der regionalen Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanzha.

+++ 05:08 Pistorius organisiert mehr als 30 Patriot-Lenkflugkörper für die Ukraine +++

Die Ukraine kann in den nächsten Wochen mit einem dringend benötigten Paket von Patriot-Flugabwehrraketen aus Europa rechnen. Nach "Spiegel"-Informationen ist es Verteidigungsminister Boris Pistorius gelungen, bei mehreren europäischen Partnern um die 30 Lenkflugkörper der neuesten Bauart PAC-3 loszueisen. Zusammen mit einer Handvoll der weltweit knappen High-Tech-Raketen vom Typ PAC-3 aus Bundeswehrbeständen sollen so schnell wie möglich um die 35 der Abfangraketen in die Ukraine geliefert werden. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigt die geplante Lieferung des neuen Pakets.

+++ 03:51 Eisschicht verzögert Frühlingsaussaat in der Ukraine +++

Der Frühling ist in der Ukraine angekommen, doch dicke Eisschichten, die vom bitterkalten Winter übrig geblieben sind, werden den Beginn der Aussaat um zwei bis vier Wochen verzögern. Das werde die ohnehin schon angeschlagenen Landwirte inmitten der Herausforderungen des Krieges mit zusätzlicher Arbeit belasten. Während in den wärmeren südlichen Regionen der Ukraine die Aussaat bereits begonnen hat, sind die Felder in der Zentral- und Nordukraine noch immer mit fünf Zentimetern Schnee bedeckt, sagt Oleh Khomenko, der Geschäftsführer des Ukrainischen Agrarwirtschaftsclubs, gegenüber dem "Kyiv Independent".

+++ 02:48 Ukraine: Russische Drohne verletzt sechs Menschen in Charkiw +++

Eine russische Drohne trifft in der ukrainischen Großstadt Charkiw ein Gebiet nahe einem Hochhaus. Sechs Menschen werden verletzt, darunter ein Kleinkind, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Die Drohne zerschmettert Fensterscheiben und setzt Autos in Brand. Bei einem separaten russischen Beschuss der südöstlichen Stadt Dnipro werden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanzha sieben Menschen verletzt.

+++ 01:22 Trump kündigt Aussetzung von Öl-Sanktionen an +++

Angesichts der gestiegenen Ölpreise im Iran-Krieg will US-Präsident Donald Trump einige Ölsanktionen seines Landes aussetzen. Die Vereinigten Staaten würden "bestimmte ölbezogene Sanktionen aussetzen, um die Preise zu senken", sagt Trump in Doral im US-Bundesstaat Florida. Der US-Präsident äußert sich nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Ukraine-Krieg. Es sei ein "positives Gespräch" gewesen, sagt Trump. "Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis sich die Lage wieder normalisiert", erklärt Trump weiter. Er äußert sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. US-Finanzminister Scott Bessent deutete am Freitag gegenüber dem Sender Fox News eine mögliche Ausnahmeregelung für russisches Öl an.

+++ 00:29 EU-Sanktionsbeauftragter sieht Russland kurz vor verheerender Finanzkrise +++

Der EU-Sanktionsbeauftragte David O'Sullivan sieht die russische Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch. "Die russische Wirtschaft befindet sich in einem verheerenden Zustand. Alle Wirtschaftsindikatoren blinken rot", sagt O'Sullivan im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das Land taumelt in eine Rezession, hat große Probleme mit den öffentlichen Finanzen, mit der Inflation und mit sehr hohen Zinsen", so der Top-Beamte der EU-Kommission weiter. Die Banken würden auf sehr schlechten Krediten sitzen, die die Industrie zur Finanzierung der Kriegswirtschaft aufnehmen musste. Nun könnten die Unternehmen die Kredite nicht mehr begleichen. "Russland steht kurz vor einer Finanzkrise, ähnlich wie 1998."

+++ 23:13 Insider: Trump erwägt Lockerung von Russland-Sanktionen zur Ölpreis-Dämpfung +++

Angesichts des Konflikts mit dem Iran und drastisch gestiegener Ölpreise erwägt US-Präsident Donald Trump Insidern zufolge Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu gehörten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven, sagen mehrere mit den Überlegungen vertraute Personen. Hintergrund der Überlegungen ist die Sorge im Weißen Haus, dass der Preissprung an den Zapfsäulen die US-Wirtschaft und die Verbraucher vor den Zwischenwahlen im November belasten könnte. Die Republikaner hoffen, bei den "Midterms" ihre Mehrheit im Kongress zu verteidigen.

+++ 22:20 Streit um beschlagnahmte Geldtransporter: Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein +++

Im Streit mit der ungarischen Regierung um zwei beschlagnahmte Geldtransporter und mehrere Ukrainer hat das Außenministerium in Kiew den ungarischen Botschafter in der Ukraine, Antal Heizer, einbestellt. Das teilt das ukrainische Außenministerium am Abend mit. Demnach beschuldigt Kiew Budapest eines schwerwiegenden Verstoßes gegen seine völkerrechtlichen Verpflichtungen im Umgang mit den sieben festgehaltenen Mitarbeitern der staatlichen ukrainischen Oschadbank. Zwischen Ungarn und der Ukraine gibt es seit Wochen bereits Streit um die Druschba-Pipeline. Nach ukrainischen Angaben wurde die Öl-Pipeline bei russischen Angriffen beschädigt, Budapest äußerte Zweifel an der Darstellung und verlangt, dass wieder russisches Öl auf dem Weg geliefert wird.

+++ 22:07 Kreml: Trump und Putin haben über Ukraine-Krieg telefoniert +++

US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben nach Angaben aus Moskau über den Iran-Krieg und den Ukraine-Krieg gesprochen. Das Telefonat habe eine Stunde gedauert und sei sachlich, offen und konstruktiv gewesen, teilt Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in einem vom Kreml veröffentlichten Kommentar mit. Trump habe angerufen. Aus den USA gab es zu dem Telefonat zunächst keine Informationen. Der US-Präsident habe erneut sein Interesse ausgedrückt, den Ukraine-Krieg so schnell wie möglich zu beenden, hieß es in der Mitteilung. Russland habe die Vermittlungsbemühungen von Trump und seinem Team positiv bewertet und eine Beurteilung der derzeitigen Lage an der Front gegeben. Russland rücke dort "äußerst erfolgreich" vor, sagte Uschakow. Die russische Armee arbeitet sich in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg Beobachtern zufolge langsam vor und erleidet hohe Verluste.

+++ 21:46 Russisches Gericht verurteilt drei Asow-Kämpfer zu langen Haftstrafen +++

Ein russisches Gericht hat drei ukrainische Kriegsgefangene der Asow-Brigade wegen Terrorismusvorwürfen zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Militärgericht des Südlichen Bezirks in Rostow am Don verkündete die Urteile, wie das russische Exilmedium "Mediazona" unter Berufung auf den Pressedienst des Gerichts berichtet. Ihor Schtscherbonos, Serhij Schtschepkiw und Artem Domschenko wurden demnach die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Teilnahme an einer terroristischen Ausbildung vorgeworfen. Diese Anklagepunkte werden dem Bericht zufolge häufig gegen Ukrainer erhoben, die in Einheiten der Asow-Brigade gedient haben. Domschenko sei zu 18 Jahren Haft, Schtscherbonos zu 18,5 Jahren und Schtschepkiw zu 29 Jahren verurteilt worden.

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