Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:10 Putin wirft Ukraine "Terroranschlag" auf Gastanker vor +++
Moskau wirft Kiew vor, einen Gastanker im Mittelmeer mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. "Das ist ein Terroranschlag", sagt Präsident Wladimir Putin im russischen Staatsfernsehen. "Das verschärft die Lage auf den globalen Energiemärkten, auf den Gasmärkten, in diesem Fall vor allem für Europa." Zugleich macht er die EU mitverantwortlich dafür. "Die Europäische Union leistet dem Regime in Kiew unendliche Hilfe mit Waffen und Geld, und das Regime in Kiew schafft der Europäischen Union ein Problem nach dem anderen", sagt Putin. Nach Angaben aus Moskau wurden alle 30 Besatzungsmitglieder gerettet, zwei von ihnen erlitten Brandverletzungen. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Zuletzt war es im Schwarzen Meer zu Vorfällen mit Handelsschiffen gekommen. Ukrainische Medien hatten Ende vergangenen Jahres bei Explosionen auf leeren Öltankern dort berichtet, dass Kiew für die Angriffe Seedrohnen eingesetzt habe. Russland überzieht die Ukraine seit über vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Die Ukraine wehrt sich auch mit Gegenangriffen.
+++ 19:21 Open-Source-Analysten: Russische Fregatte "Admiral Essen" getroffen +++
Der ukrainische Angriff auf den russischen Hafen Noworossijsk in der Nacht zu Montag hat womöglich auf Seiten der russischen Marine einen noch größeren Schaden angerichtet als bisher bekannt. Die Fregatte "Admiral Essen" sei getroffen worden, schreiben Open-Source-Analysten der Projekte CyberBoroshno und Exilenova nach der Sichtung von Satellitenbildern in sozialen Medien. An dem Kriegsschiff sollen unter anderem Komponenten eines Radars und der elektronischen Kampfführung beschädigt worden sein. Auch ein Raketenschiff des Projekts 1241 "Molnija" sei getroffen worden, heißt es. Das Ausmaß des Schadens bleibt unklar. Den Analysten zufolge sind womöglich weitere Schiffe getroffen worden. Zuvor hatte der "Kyiv Independent" über drei beschädigte Schiffe der russischen Marine berichtet und sich dabei auf den Inlandsgeheimdienst der Ukraine berufen. Die Fregatte wurde dabei jedoch nicht genannt. (Siehe Eintrag um 17:44 Uhr)
+++ 18:59 Medium: Krim-Bewohner hören Reihe von Explosionen +++
Auf der von Russland besetzten Krim sollen sich mehrere Explosionen ereignet haben. Das melden dem Telegram-Kanal "Crimean Wind" zufolge Anwohner. Es wird über Explosionen an verschiedenen Orten berichtet. Diese hätten sich seit dem Mittag unter anderem in der Nähe des Flugplatzes Belbek und nahe der Stadt Simferopol ereignet. Auch von der benachbarten Halbinsel Kertsch aus sollen heftige Explosionen zu hören gewesen sein. Laut "Crimean Wind" sagen Zeugen außerdem, dass in der Nähe von Simferopol eine ballistische Rakete gestartet worden sei. Dem ukrainischen Militär zufolge starten die russischen Streitkräfte am Nachmittag von der Krim aus Raketenangriffe auf den Süden der Ukraine.
+++ 18:22 Russland lässt zwei ukrainisch-ungarische Gefangene frei +++
Kreml-Chef Wladimir Putin kündigt die Freilassung von zwei ukrainisch-ungarischen Gefangenen an. "Diese Bürger besitzen eine doppelte Staatsbürgerschaft - sowohl die ukrainische als auch die ungarische - und wurden zwangsweise mobilisiert. Es wurde beschlossen, zwei von ihnen freizulassen", sagt bei einem Treffen mit dem ungarischen Außenminister Peter Szijjarto in Moskau. Der Minister könne sie auf seinem Rückflug nach Budapest mitnehmen. In der Ukraine gibt es eine große ungarische Minderheit, die hauptsächlich in der westlichen Region Transkarpatien lebt. Das russische Verteidigungsministerium hatte kürzlich ein Video veröffentlicht, das einen Gefangenen mit ungarischer und ukrainischer Staatsbürgerschaft zeigen soll. Er war nach Angaben der russischen Regierung gezwungen worden, sich bei der ukrainischen Armee zu verpflichten.
+++ 17:44 Bericht: Drei russische Schiffe bei Angriff auf Schwarzmeerhafen getroffen +++
Bei dem ukrainischen Angriff auf den südrussischen Hafen von Noworossijsk am Montag sollen drei Schiffe beschädigt worden sein, die zur russischen Schwarzmeerflotte gehören. Der "Kyiv Independent" zitiert eine Quelle aus dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst, wonach das Minenabwehrfahrzeug "Valentin Pikul" getroffen worden sei, sowie zwei kleine "Anti-submarine"-Schiffe - "Yeysk" und "Kasimov" - schwer beschädigt worden seien. Es ist von drei Toten und 14 Verletzten die Rede. Der Angriff habe außerdem Schäden an sechs der sieben Ölladeanlagen des Terminals Schescharis verursacht. Beschädigt worden seien zudem die Hafeninfrastruktur, ein Leitradar für ein Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffensystem vom Typ S-300PMU-2 und ein Pantsir-S2-Flugabwehrsystem.
+++ 16:54 Moskauer Stadtverwaltung streicht zahlreiche Stellen +++
Bei der Stadtverwaltung der russischen Hauptstadt wird kräftig gekürzt: Medienberichten zufolge kündigt Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin an, die Zahl der Beschäftigten im Rathaus und in bestimmten nachgeordneten Behörden mit Verwaltungsaufgaben bis Juni um 15 Prozent zu reduzieren. Das berichten etwa die russischen Exil-Medien "The Insider" und "The Moscow Times". Sobjanin begründe dies mit einem verlangsamten Wachstum der Haushaltseinnahmen. Im Januar und Februar seien die Einnahmen lediglich um 2 Prozent gestiegen, anstatt der im Haushalt für 2026 prognostizierten 6,5 Prozent, heißt es weiter. Die Ausgaben sollen daher überarbeitet werden. Die Moskauer Regierung beabsichtige außerdem, das Investitionsprogramm für dieses Jahr um zehn Prozent zu kürzen. "The Moscow Times" schätzt, dass mindestens 3000 Beschäftigte von den Kürzungen betroffen sein könnten.
+++ 16:25 Insider: USA wollen Rosneft Deutschland unbefristet von Sanktionen ausnehmen +++
Die US-Regierung will die deutsche Tochter des russischen Ölkonzerns Rosneft einem Medienbericht zufolge unbefristet von Sanktionen ausnehmen. Eine Entscheidung des US-Finanzministeriums werde für Freitag erwartet, der Zeitpunkt könne sich jedoch noch ändern, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Eine Verlängerung der bestehenden Ausnahmegenehmigung würde das Risiko von Störungen im deutschen Raffineriebetrieb verringern. Deutschland hatte die hiesigen Töchter von Rosneft 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine unter Treuhandverwaltung gestellt. Zu den Vermögenswerten gehört auch eine Beteiligung an der PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt, einem wichtigen Kraftstofflieferanten für die Hauptstadtregion.
+++ 15:42 Ukraine greift russische Millionenstadt mit Drohnen an +++
Ukrainische Drohnen greifen die russische Millionenstadt Wolgograd an. Eine Drohne verfehlt Berichten zufolge einen Rüstungsbetrieb um mehrere hundert Meter. Die Druckwelle beschädigt Geschäfte und Wohnhäuser. Russische Behörden melden mehrere Verletzte.
+++ 15:01 Ungarn erhofft sich garantierte Öl- und Gaspreise von Putin +++
Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto fordert Russland auf, die Preise für Öl- und Gaslieferungen trotz des Iran-Kriegs nicht zu erhöhen. Während eines Besuchs in Moskau schreibt Szijjarto auf Facebook: "Ich bin auch hier um Garantien zu erhalten, dass Russland trotz der veränderten Umstände und der globalen Energiekrise weiterhin die für Ungarn erforderlichen Mengen an Öl und Gas zu unveränderten Preisen liefern wird". Ungarn unterhält trotz der seit vier Jahren andauernden russischen Offensive gegen die Ukraine enge Beziehungen zu Moskau. Dem Kreml zufolge ist ein Treffen mit Präsident Putin während Szijjartos Besuch vorgesehen. Mehr dazu hier.
+++ 14:27 Russischer LNG-Tanker im Mittelmeer gesunken +++
Der russische Flüssiggas Tanker "Arctic Megagaz" liegt auf dem Meeresgrund. Die libysche Küstenwache teilt mit, das Schiff sei nach einer "plötzlichen Explosion" und einem anschließenden "enormen Brand" im Mittelmeer zwischen Libyen und Malta gesunken. Nach Angaben der Behörde hatte die Schiffsbesatzung am Dienstagabend einen Notruf abgesetzt. Das Schiffswrack liege nun rund 240 Kilometer nördlich der libyschen Hafenstadt Sirte. Russland beschuldigt die Ukraine, den Tanker LNG-Frachter angegriffen zu haben. Die Attacke sei mit einer von der libyschen Küste gestarteten Marinedrohne erfolgt, schreibt das russische Verkehrsministerium. Die Besatzung befinde sich in Sicherheit. (Siehe Eintrag um 12:27 Uhr) Von ukrainischer Seite gibt es bislang kein Statement dazu. Allerdings veröffentlichte Serhij Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, auf X "exklusiv" Aufnahmen, die nach dem Brand vom russischen Gastanker aus der Luft gemacht wurden. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 13:59 Kein Notstrom mehr: slowakischer Netzbetreiber kündigt Vertrag mit der Ukraine +++
SEPS, der staatliche Stromübertragungsnetzbetreiber der Slowakei, kündigt an, seinen Vertrag mit seinem ukrainischen Pendant Ukrenergo über Notstromlieferungen zu kündigen, nachdem diese Maßnahme von der slowakischen Regierung genehmigt wurde. SEPS-Direktor Martin Magát sagt, die Ukraine habe zuletzt im Januar Notstromlieferungen aus der Slowakei erhalten. Er behauptet, Kiew habe Notstromlieferungen beantragt, obwohl die Slowakei diese bereits verboten hatte, aber keine erhalten. Der Antrag auf einseitige Kündigung des Vertrags zwischen SEPS und Ukrenergo wurde vom slowakischen Premierminister Robert Fico gestellt.
+++ 13:27 Russische Drohnen töten zwei Menschen in Cherson +++
Bei russischen Angriffen auf Cherson sind zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. "Eine 76-jährige Frau und ein 35-jähriger Mann sind im Bezirk Dniprovkyi unter feindlichen Beschuss geraten. Sie erlitten tödliche Verletzungen und waren auf der Stelle tot", heißt es etwa von der Militärverwaltung der Stadt. Demnach hätten Drohnen am Morgen unter anderem ein Auto getroffen.
+++ 12:56 Ungarn auf dem Kieker - Wadephul fordert Ende der Blockade von Ukraine-Geld +++
Außenminister Johann Wadephul fordert ein rasches Ende der ungarischen Blockade von bereits beschlossenen neuen Milliarden-Geldern der EU für die von Russland angegriffene Ukraine. "Wir können es uns nicht länger leisten, dass unannehmbare Blockaden - wie sie derzeit von Ungarn ausgehen - diese dringend benötigte Hilfe verzögern und so Menschenleben kosten, weil wichtige Mittel zur Landesverteidigung fehlen", kritisiert der CDU-Politiker. Die Europäer müssten noch mehr tun, um der Ukraine zu helfen, verlangt Wadephul. Dabei gehe es auch um die Begleitung der Ukraine auf ihrem Weg in die Europäische Union. Diesen Weg wolle man gemeinsam gehen - er werde "in Zukunft die vielleicht wichtigste Sicherheitsgarantie für die Ukraine überhaupt sein". Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im Februar bei der Münchner Sicherheitskonferenz erneut für einen EU-Beitritt seines Landes schon 2027 geworben. Kanzler Friedrich Merz hatte allerdings schon zuvor deutlich gemacht, dass er dafür weiterhin keine Chance sieht. "Ein Beitritt zum 1. Januar 2027 ist ausgeschlossen", sagte er damals.
+++ 12:27 Russen wüten gegen Ukraine nach Attacke auf Tanker +++
Russland wirft der Ukraine die Ausweitung der Kampfzone auf das Mittelmeer vor. Am Dienstag sei ein russischer Gas-Tanker im Mittelmeer mit ukrainischen Seedrohnen angegriffen worden und in Brand geraten, teilt das Verkehrsministerium in Moskau mit. Die 30 russischen Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit. Das Ministerium spricht von einem "Akt des internationalen Terrorismus". Eine Stellungnahme der Ukraine liegt bisher nicht vor.
+++ 11:55 Ukrainische Drohne trifft russische Chemiefabrik in 1200 Kilometern Entfernung +++
Eine ukrainische Drohne vom Typ Ljutyj soll eine Chemiefabrik im russischen Kirowo-Tschepezk getroffen haben. Das sollen Videos in sozialen Medien zeigen. Infolge des Einschlags soll ein Feuer in dem Komplex ausgebrochen sein. Zu Beginn eines kurzen Videos sind Schüsse zu hören. Offenbar wird erfolglos versucht, die Drohne abzuschießen. Die Fabrik befindet sich rund 1200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Was genau dort produziert wird, ist offen.
+++ 11:22 Belgien verhängt Kaution für festgesetzten russischen Tanker: Moskau soll 10 Millionen Euro zahlen +++
Die belgische Regierung verhängt eine Kaution in Höhe von 10 Millionen Euro für den russischen Tanker Ethera, der letzte Woche festgesetzt wurde. Das Schiff darf den Hafen erst verlassen, wenn die Kaution bezahlt ist und eine erneute Inspektion die Einhaltung der Seeverkehrsvorschriften bestätigt, darunter gültige Zertifizierung, ordnungsgemäße Flaggenregistrierung und die Beseitigung technischer Mängel. Belgien hat die Ethera am 1. März in einer gemeinsamen Operation mit Frankreich festgesetzt. Damit haben die belgischen Behörden zum ersten Mal ein Schiff beschlagnahmt, das mit der russischen Schattenflotte in Verbindung steht. Der Tanker, der unter guineischer Flagge fuhr, nachdem er einen marokkanischen Hafen verlassen hatte, unterliegt seit Oktober 2025 EU-Sanktionen und seit Juli US-Sanktionen. Die Regierung teilt mit, dass die Inspektoren 45 Verstöße festgestellt hätten, die in erster Linie mit ungültigen Zertifikaten zusammenhingen.
+++ 10:51 Munz: Iran-Krieg hat für Russland nicht nur Vorteile +++
Der Iran ist zwar ein Verbündeter Russlands - "das heißt aber nicht unbedingt, vor den Amerikanern geschützt zu sein", kommentiert ntv-Korrespondent Rainer Munz. Er führt aus, wie die Landesführung auf den Krieg reagiert.
+++ 10:13 Russische Drohnen treffen Bahnhof in Mykolajiw - Waggon brennt aus +++
In der Nacht sollen vier russische Drohnen den Bahnhof der Stadt Mykolajiw getroffen haben. Sie sollen vor allem auf die Strecke abgezielt haben, mindestens eine Drohne soll einen Personenzug getroffen haben. Videos in sozialen Medien zeigen Flammen, die aus einem Waggon schlagen, und eine Rauchwolke, die aufsteigt. Unbestätigten Angaben zufolge sollen sich keine Personen in dem Waggon aufgehalten haben.
+++ 09:41 Russen wollen ukrainische Drohnen abfangen und treffen eigenen Helikopter +++
Nach unbestätigten Angaben soll in der Nacht ein russischer Mi-8-Helikopter von der eigenen Flugabwehr abgeschossen worden sein. Das berichten zahlreiche Telegram-Kanäle. Demnach versuchte die russische Flugabwehr, ukrainische Drohnen abzufangen, und traf dabei einen eigenen Helikopter. Die Besatzung soll dabei ums Leben gekommen sein. Der Vorfall soll sich in der russischen Region Rostow ereignet haben.
+++ 09:03 Ukraine befreit erstmals seit Kursk-Offensive mehr Gebiete, als Russland besetzt +++
Am Dienstag sei es laut ukrainischem Generalstab zu 123 Gefechten entlang der Frontlinie gekommen. Die ukrainische Armee kann in den letzten Tagen und Wochen besonders in der Region Saporischschja Erfolge für sich reklamieren. Besonders entlang des Dnipro bei Stepnohirsk und bei Huljajpole gelang es, Gebiete zu befreien. Unbestätigten Angaben einiger Militärblogger zufolge sind die Gebietsgewinne der Ukraine erstmals seit der Kursk-Offensive größer als die der russischen Armee.
+++ 08:32 Abfangquote: 86 Prozent - Ukraine: 19 russische Drohnen treffen Ziele +++
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe sind in der Nacht 129 von 149 russischen Drohnen abgefangen worden, 19 Drohnen seien an 15 Orten eingeschlagen. Die Abfangquote beträgt demnach gut 86 Prozent. Etwa 100 davon seien vom Iran hergestellte Shahed-Drohnen gewesen. Über Schäden und mögliche Opfer ist derweil nichts bekannt.
+++ 08:01 BND: Russland verschleiert Kriegskosten - Haushaltsdefizit deutlich höher, als angegeben +++
Die Lage der russischen Wirtschaft und des Staatshaushalts ist nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes schlechter als offiziell dargestellt. "Russland versucht, durch geschönte Zahlen die wahren Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern", schreibt der Nachrichtendienst auf LinkedIn. "Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt über 2,36 Billionen Rubel (26,18 Milliarden Euro) höher als offiziell ausgewiesen." Der BND beruft sich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse. Im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine weisen nahezu alle Sektoren der russischen Volkswirtschaft eine Negativentwicklung auf, heißt es weiter. Neben deutlich niedrigeren Öl- und Gaseinnahmen aufgrund der seit 2022 stark gesunkenen Weltmarktpreise läge dies auch an den westlichen Sanktionen. Die Kosten für den Krieg würden von der russischen Führung billigend in Kauf genommen und noch über Jahre nachwirken. "Mit der Verschleierung der wirtschaftlichen Schäden wird der Investitionsstandort Russland zum unwägbaren Risiko", schreibt der BND. Weitere Sanktionen und deren Umsetzung könnten nach Ansicht des Nachrichtendienstes den Druck auf Russland erhöhen und den Preis für den Angriff auf die Ukraine für Russland nach oben treiben.
+++ 07:28 Bericht: Russen stehlen Artefakte, die sie bei Bauarbeiten in Mariupol finden +++
Russland soll archäologische Kulturgüter, die unter dem besetzten Mariupol gefunden wurden, gestohlen haben. Dies berichtet Petro Andriushchenko, Leiter des Zentrums für Besatzungsstudien, auf Telegram. Ihm zufolge erhielten die Besatzer kürzlich die Nachricht, dass beim Bau einer Umgehungsstraße drei archäologische Stätten entdeckt worden seien: der Grabhügel Starokrymsky I, die Siedlung Kalynivka I und die Siedlung Kalynivka II. Die Gesamtfläche der archäologischen Stätten betrug etwa zwei Hektar. Wissenschaftler hätten die Grabhügel auf die frühe Bronzezeit datiert. In den Berichten seien sogar die gefundenen Artefakte erwähnt worden. Doch innerhalb weniger Stunden verschwanden die Nachrichten von fast allen offiziellen öffentlichen Seiten. Die Berichte seien durch Nachrichten über den Bau der Straße ersetzt worden. Andriushchenko vermutet, dass die Artefakte bereits nach Russland gebracht wurden. Allerdings nicht, um sie in russischen Museen auszustellen. Andriushchenko glaubt, dass die Fundstücke "einfach unter den Häusern der Machthaber verteilt" werden. Die Beweise für ihre Herkunft würden dagegen im Asphalt der neuen Autobahn begraben.
+++ 06:55 Ukrainischer Generalstab: erneut knapp 1000 Russen getötet oder verwundet +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert Russland am Dienstag 980 Soldaten in der Ukraine. Sie sollen entweder tot oder verwundet sein. Ihre Gesamtzahl seit Beginn der russischen Invasion soll auf knapp 1,27 Millionen gestiegen sein. Zudem seien insgesamt mehr als 11.700 Panzer und 24.100 gepanzerte Fahrzeuge sowie mehr als 37.800 Artilleriesysteme zerstört worden, heißt es weiter. Das unabhängige niederländische Portal Oryx nennt dagegen niedrigere Zahlen. Es dokumentiert Verluste von Militärgerät auf der Basis von Fotos und Videos.
+++ 06:21 Für die Armee gespendet - Ukrainerin auf Krim wegen "Verrats" angeklagt +++
Die Ukrainerin Maryna Kovalenko ist auf der Krim durch den russischen Staats wegen "Verrats" angeklagt worden. Laut "Human Rights in Ukraine" (HRIU) wurde sie bereits am 10. Juni 2025 auf der besetzten Krim festgenommen, doch erst Ende Februar 2026 offiziell in Untersuchungshaft genommen und angeklagt. Die Anklage scheint sich auf Spenden für das ukrainische Militär zu beziehen. Die Zahl der Ukrainer, die von Russland entführt und anschließend wegen der Unterstützung von Kiews Streitkräften verurteilt werden, soll dramatisch gestiegen sein. HRIU erinnert an den Fall Liudmyla Kolesnikova. Sie wurde ebenfalls 2025 festgenommen, als sie aus Dublin auf die Krim flog, um sich von ihrer sterbenden Mutter zu verabschieden. In einem Prozess bestrafte man sie mit 17 Jahren Haft. Sie soll 2022 25 Euro gespendet für den Kauf von Drohnen für das ukrainische Militär gespendet haben.
+++ 05:41 Sabotage an russischem Frontzubringer in Luhansk +++
Agenten der ATESH-Bewegung haben eine Reihe von Sabotageakten gegen die Eisenbahninfrastruktur im russisch besetzten Luhansk durchgeführt. Damit sei die einzige stabile Nachschubroute für den Frontabschnitt bei Pokrowsk lahmgelegt, berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Telgram-Post der Partisanen. "Zwei Relais in verschiedenen Stadtteilen wurden außer Betrieb gesetzt, was zu einem systemweiten Ausfall der Zugverkehrssteuerung führte. Der Streik traf die Hauptversorgungsroute der Besatzer. Diese Strecke verbindet Russland mit Luhansk, führt über Debalzewe und Popasna nach Pokrowsk", heißt es in der Meldung.
+++ 04:49 Ukraine vor UN-Menschenrechtsrat: Russen richteten 337 Kriegsgefangene hin +++
Russland hat bis Ende 2025 mindestens 337 ukrainische Kriegsgefangene "vorsätzlich und brutal" hingerichtet, sagt der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets laut "Kyiv Independent" während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats. Die Misshandlung von Kriegsgefangenen stellt einen Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht, einschließlich der Genfer Konventionen von 1949, dar. "Russland hat die Folter zur Staatspolitik erhoben und setzt sie als Waffe ein", schreibt Lubinets in einem Beitrag auf Telegram. Lubinets fügt hinzu, dass laut UN-Daten 95 Prozent der ukrainischen Kriegsgefangenen in Gefangenschaft systematisch gefoltert würden.
+++ 03:49 Merz: Trump will an US-Präsenz in Deutschland festhalten +++
US-Präsident Donald Trump hat Kanzler Friedrich Merz zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz in Deutschland festhalten wollen. Trump habe ihm "nicht erst heute, aber erneut versichert, dass die Vereinigten Staaten an ihrer militärischen Präsenz in Deutschland festhalten", sagt der CDU-Vorsitzende in Washington nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. "Das ist eine gute Nachricht, die ich aber auch anders nicht erwartet habe", fügt der Kanzler hinzu. Angesichts der kritischen Grundhaltung von Trump gegenüber Europa war in den vergangenen Monaten spekuliert worden, dass der Präsident US-Soldaten auch aus Deutschland abziehen könnte. Merz ergänzt, man habe in dem Gespräch vor dem im Juli anstehenden Nato-Gipfel in Ankara besprochen, wie man die Abschreckung Russlands in Zukunft besser organisieren könne. Ob Trump zugesagt hat, dass das US-Kontingent in bisherigem Umfang erhalten bleibt, sagt Merz nicht.
+++ 02:39 Kreml-nahe Institute: Russland am Rande der Stagflation +++
Führende Wirtschaftsinstitutionen in Russland haben bestätigt, dass die Wirtschaft des Landes am Rande einer Stagflation steht. Dies berichtete der Auslandsgeheimdienst der Ukraine (FISU) laut Ukrinform. Bei den betreffenden Institutionen handelt es sich um Einrichtungen mit Verbindungen zum Kreml: das Zentrum für makroökonomische Analyse und Kurzfristprognose, die Higher School of Economics und die Zentralbank Russlands. Laut FISU hat der zusammengesetzte Frühindikator für den Eintritt der Wirtschaft in eine Rezession seit November 2025 den Wert von 0,44 überschritten, wobei die kritische Schwelle bei 0,12 liegt. Der symmetrische Indikator für die Erholung von der Rezession fiel im November 2025 auf 0,05, verglichen mit 0,10 im Oktober, und blieb damit deutlich unter dem kritischen Wert von 0,35. "Das bedeutet nicht nur eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Rezession, sondern auch extrem geringe Chancen auf eine schnelle Erholung", heißt es in dem Geheimdienstbericht.
+++ 00:54 Ukrainischer Ex-Grenzschutzchef dient trotz Korruptionsanklage weiter +++
Der ehemalige Chef des staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine, Serhij Deineko, wurde mobilisiert und wird das Grenzschutzdetachement in Luhansk leiten, berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf ukrainische Medienunternehmen Hromadske. Deineko, der von 2019 bis Januar 2026 die staatliche Grenzschutzbehörde leitete, wurde letzten Monat im Zusammenhang mit einem Bestechungsskandal in Höhe von 204.000 Euro angeklagt und aus dem Militärdienst entlassen. Der Sprecher des staatlichen Grenzschutzdienstes, Andrii Demchenko, erklärt, dass Deinekos Entlassung ihn nicht daran hindere, während der Mobilmachung weiterhin im staatlichen Grenzschutzdienst zu dienen.
+++ 23:42 Merz an Trump: Europa in Ukraine-Verhandlungen einbeziehen +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat von US-Präsident Donald Trump mehr Druck auf Moskau verlangt und gefordert, Europa in die Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine einzubeziehen. "Wir sind nicht bereit, ein Abkommen zu akzeptieren, das über unsere Köpfe hinweg verhandelt wird", sagt der CDU-Vorsitzende in Washington nach einem Treffen mit Trump im Weißen Haus. Trump wisse: "Nur ein Frieden, den Europa mitträgt und legitimiert, kann auch wirklich von Dauer sein", erklärt Merz. Der US-Präsident wisse auch, dass Europas Beiträge zur Sicherheit, zum Wiederaufbau und zur europäischen Einbettung der Ukraine "für diesen Frieden schlichtweg unverzichtbar" seien. Ohne die EU und ihre engen Partner wie Großbritannien "geht das nicht".
+++ 22:32 Belgien hält russischen Tanker fest +++
Ein Öl-Tanker, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört, wird nach Aufbringung durch die belgischen Behörden weiter festgehalten. Die "Ethera" könne den Hafen Seebrügge erst wieder verlassen, "wenn sie den Vorschriften genügt" und eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Euro gezahlt werde, erklärt der belgische Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke. Die Inspekteure hätten bei einer Prüfung des Schiffes insgesamt 45 Verstöße festgestellt, darunter technische Mängel, teilt die belgische Regierung mit. Belgische Spezialkräfte hatten die "Ethera" am Sonntag in der Nordsee abgefangen und nach Seebrügge gebracht. Nach belgischen Regierungsangaben fuhr das Schiff fälschlicherweise unter der Flagge Guineas. Der russische Kapitän des Schiffes sowie die 20-köpfige Mannschaft wurden angewiesen, an Bord des Tankers zu bleiben.
+++ 22:05 Selenskyj: Nicht sicher, ob ich noch einmal kandidiere +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt, dass Wahlen im Land erst nach dem Ende des russischen Angriffskriegs stattfinden werden. "Die eigentliche Frage ist, wann wir Wahlen abhalten können", sagt Selenskyj der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". "Sie werden definitiv nach Kriegsende stattfinden, nicht während einer vorübergehenden Waffenruhe." Ob er selbst antreten werde, sei noch nicht entschieden. "Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob ich kandidieren werde. Ich werde sehen, was die Ukrainer wollen", fügt Selenskyj an.
+++ 21:26 Selenskyj bietet Golfstaaten Drohnenabwehr gegen Luftabwehrraketen an +++
Drohnenabwehr gegen mehr Raketenabwehr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt den US-Verbündeten im Nahen Osten im Zuge der massiven iranischen Angriffe ein Geschäft vor. "Sprechen wir über die Waffen, die uns fehlen: PAC-3-Raketen", sagt Selenskyj vor Journalisten in Kiew. "Wenn sie uns diese liefern, liefern wir ihnen Abfangraketen." Selenskyj nennt das Angebot einen "fairen" Tausch.
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