Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 16:14 Bilder aus der Nacht: So erleben Israelis Iran-Treffer in Jerusalem +++
+++ 16:05 Bahrain: Neue iranische Angriffswelle mit 70 Raketen abgewehrt +++
Der Golfstaat Bahrain erklärt, dass seine Luftverteidigungssysteme eine neue Welle iranischer Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen hätten. "Die Gesamtzahl der feindlichen Geschosse belief sich auf 70 Raketen und 59 Drohnen", teilte das Nationale Kommunikationszentrum laut staatlichen Medien mit, wie Al-Jazeera berichtet.
+++ 15:48 Italien fliegt Staatsbürger mit Charterflügen aus Nahost aus +++
Italien fliegt erste Staatsbürger aus dem Nahen Osten aus. Ein Charterflug mit 127 Italienern an Bord startete von der omanischen Hauptstadt Maskat in Richtung Heimat, wie das Außenministerium in Rom mitteilte. Die Menschen saßen demnach im Oman fest oder waren zuvor mit Unterstützung der italienischen Behörden aus Dubai dorthin gebracht worden. Das Außenministerium teilte weiter mit, Botschaften und Konsulate in der Golfregion arbeiteten daran, weitere Landsleute zu noch erreichbaren Flughäfen zu bringen. Nach Angaben von Minister Antonio Tajani halten sich Zehntausende Italiener - ob als Urlauber oder in den Ländern ansässig - derzeit in der Golfregion auf. Bis zu einer Ausreise sollten sie sich in Sicherheit bringen.
+++ 15:31 Trumps "Kriegsminister" ätzt gegen "jammernde" Verbündete
+++ 15:28 Zypern evakuiert nach iranischem Angriff Gemeinden +++
Mit dem Einschlag einer iranischen Drohne vom Typ Schahed auf Zypern in der vergangenen Nacht hat der Iran-Krieg Europa erreicht. Nach dem Einschlag auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im Süden der Insel ordnete die dortige Regierung Evakuierungen an. Für die Gemeinde Akrotiri in der Umgebung der gleichnamigen Militärbasis und für den Flughafen Paphos seien Evakuierungsanweisungen ausgegeben worden, teilte das zyprische Innenministerium mit. Die Drohne hatte in der Nacht eine Landebahn getroffen. Bis zum Mittag wurden zwei weitere mutmaßlich iranische Drohnen über Zypern abgefangen.
+++ 15:10 Nico Lange: "Härteste Gegenschläge" des Iran könnten noch kommen +++
Ungeachtet der militärischen Erfolge der USA und Israels ist Iran nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Nico Lange auch weiterhin zu heftigen Angriffen in der Lage. "Man muss davon ausgehen, dass noch erhebliche Kapazitäten für Raketenabschüsse im Iran vorhanden sind, die zum Beispiel unterirdisch versteckt worden sind", sagte der Militärexperte dem ZDF. Zudem verwies er auf die libanesische Hisbollah-Miliz, die den Iran militärisch unterstützt. "Iran hat Proxys in der Region, die aus unterschiedlichen Richtungen Israel und die Amerikaner angreifen können, das war so erwartbar und das wird sicherlich jetzt auch kommen", sagte Lange. Mit Proxys sind hier bewaffnete Unterstützergruppen des Irans gemeint. "Möglicherweise stehen die härtesten Gegenschläge noch bevor."
+++ 14:57 Rund 500 Bundeswehr-Angehörige im Nahen Osten im Einsatz +++
Die Bundeswehr hat derzeit mehr als 500 Soldaten als Beitrag zu internationalen Militäreinsätzen im Nahen Osten. Die Männer und Frauen seien allesamt wohlauf und in geschützten Unterkünften oder geschützten Positionen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Verteidigungsminister Boris Pistorius werde sich heute mit den Kontingenten in einer Schalte absprechen und über die Lage informieren lassen. Die eingesetzten Soldaten seien auf multinationalen Stützpunkten. "Das heißt, für alle Abwehrmaßnahmen, Verteidigungsmaßnahmen sind die Gastgeber beziehungsweise die anderen Nutzer, die die Basen federführend betreuen, zuständig", sagte der Sprecher. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind noch jeweils mehr als 200 Soldaten bei den Einsätzen im Irak/Jordanien sowie im Libanon und vor der Küste des Landes. Zudem stellt die Bundeswehr Verbindungspersonal in Kuwait und in Katar für den Einsatz im Irak sowie weitere Soldaten, die die EU-Marineoperation "Aspides" im Roten Meer unterstützen. Die im UN-Einsatz fahrende Fregatte "Nordrhein-Westfalen" ist derzeit vor Zypern.
+++ 14:45 Bundesregierung organisiert Flugzeuge zur Evakuierung von Touristen +++
Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Außenminister Johann Wadephul. Dort seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe bei der Entsendung allerdings vor. Er habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten.
+++ US-Verteidigungsminister Hegseth: Dieser Krieg endet zu Trumps Bedingungen +++
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestreitet, dass die USA im Iran einen Regimewechsel anstreben. "Dies ist kein sogenannter Regimewechselkrieg", sagt Hegseth bei einem Presseauftritt, "aber das Regime hat trotzdem gewechselt". Bislang hat es in Teheran allerdings keinen Regimewechsel gegeben. Trump hatte stets versprochen, keine neuen Kriege anzufangen. Vor allem die Kriege im Irak und in Afghanistan hat er immer kritisiert. Hegseth gibt sich bei seinem Auftritt große Mühe, die Angriffe auf den Iran als etwas völlig anderes darzustellen. Dies sei "das Gegenteil". Die Ziele der USA seien "nicht utopisch, sondern realistisch". Es gehe nicht darum, dem Iran die Demokratie zu bringen. "Wir werden dies unter 'America First'-Bedingungen beenden, über die Präsident Trump entscheidet, niemand sonst, so wie es sein sollte." Ziel sei: "Raketenbedrohung ausschalten, Marine zerstören, keine Atomwaffen".
+++ 14:35 US-Generalstabschef Caine: USA haben Luftraum über Iran unter Kontrolle +++
Die Streitkräfte der USA haben nach Angaben von US-Generalstabschef Dan Caine die Kontrolle über den Luftraum des Iran erlangt. "Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen", sagte Caine in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth.
+++ 14:17 Öltanker vor der Küste Omans angegriffen - ein Toter +++
Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilt die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die etwa 20-köpfige Besatzung mit Landsleuten vor allem aus Indien und Bangladesch sei mit Hilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert worden. Der etwa 220 Meter lange Öltanker "MKD VYOM" fährt unter der Flagge der Marschallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa 430.000 Barrel Öl entsprechen würde.
+++ 14:05 Israel meldet Tötung von Hisbollah-Geheimdienstchef +++
Das israelische Militär meldet die Tötung des Hisbollah-Geheimdienstchefs Hussein Makled. Er sei bei einem Angriff in Beirut ums Leben gekommen, teilt die Armee mit.
+++ 13:52 IAEA-Chef: Keine Anzeichen für Atomwaffen-Programm im Iran +++
Aus Sicht der UN-Atomwächter hat es keine Anzeichen für ein Kernwaffen-Projekt im Iran gegeben. "Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen", antwortet der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage einer Journalistin. US-Präsident Trump hatte als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen. Grossi schließt aber nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge auf politischen Erwägungen beruhten, oder auf weiteren Informationen zum iranischen Atomprogramm, die der IAEA nicht vorlägen. Angesichts des Umfangs des Atomprogramms müssten IAEA-Inspektionen jedenfalls so bald wie möglich wiederaufgenommen werden, betont Grossi.
+++ 13:41 US-Soldat an Verletzungen gestorben +++
Wie das US-Zentralkommando Centcom meldet, ist ein US-Soldat an Verletzungen, die er sich beim Militäreinsatz gegen den Iran zugezogen hat, gestorben. "Die größeren Kampfhandlungen dauern an, und unsere Maßnahmen werden fortgesetzt", schreibt die Behörde auf X.
+++ 13:35 Regierung: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr letzte Wahl +++
Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht. "Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl", sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Das Auswärtige Amt unterstützt die Bundesbürger aber nach Angaben eines Sprechers mit allen Möglichkeiten und steht "in allerengstem Kontakt" mit der Reiseindustrie. "Uns geht es darum, gemeinsam Lösungen für unsere Landsleute zu finden."
+++ 13:25 Nach Luftalarm auf Stützpunkt auf Zypern zwei Drohnen abgefangen +++
Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern werden zwei Drohnen abgefangen. Das teilt der zypriotische Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Der Stützpunkt war Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.
+++ 13:12 Militärexperte Thiele: Iran hat viele Raketen, aber keine Startrampen +++
Die Angriffe auf Teheran gehen weiter, doch auch der Iran hat militärische Möglichkeiten, sagt der Militärexperte Ralph Thiele bei ntv. Er spricht von Mittel-, Lang- und Kurzstreckenraketen. Allerdings mangele es dem Iran wohl an Startrampen, um diese Raketen abzufeuern. Schätzungsweise hätten sie wohl nur zwei- bis dreihundert. Trotzdem sei die Gefahr nicht zu unterschätzen, so Thiele: "Am Ende sind die Kurzstrecken für die Amerikaner besonders gefährlich, weil die ganzen Stützpunkte in der Nähe des Iran in der Reichweite liegen." Der Iran scheue sich nicht seine Waffen einzusetzen, erklärt der Oberst a.D. "Der Iran sucht Blut." Das sei auch der Grund, warum er jetzt seine Nachbarstaaten angreife. Das Ziel: Diese sollten auf die USA einwirken, ihre Angriffe zu beenden.
+++ 12:58 Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten +++
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.
+++ 12:51 Katar kündigt Vergeltung für iranischen Angriff an +++
Der Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen Preis zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale Flughafen gewesen. Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung bleiben, sagt Sprecher Majed Al Ansari dem Sender CNN. Er zeigt sich aber überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst. Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.
+++ 12:40 Linke: Regierung leistet Beihilfe zur Entsorgung des Völkerrechts +++
Die Linke hat der Bundesregierung vorgeworfen, im Iran-Krieg keine "deutlichen Worte für den Völkerrechtsbruch durch die USA und Israel" zu finden. Damit leisteten Bundeskanzler Friedrich Merz und die Bundesregierung "Beihilfe zur Entsorgung des Völkerrechts", sagt Fraktionschef Sören Pellmann. Klar sei: "Das islamistische Regime unterdrückt und tötet seit Jahrzehnten und die Menschen im Iran haben ein Recht auf Frieden und Freiheit", fährt der Politiker fort. Dennoch gelte, dass das Völkerrecht "für alle Staaten, ohne Doppelstandards" gelten müsse. Das Gebot der Stunde für die Bundesregierung müssten Diplomatie und Deeskalation sein.
+++ 12:22 US-Flugzeuge "versehentlich" von Kuwaits Flugabwehr abgeschossen +++
Das US-Zentralkommando Centcom meldet den Abschuss von drei eigenen Kampfjets durch die kuwaitische Luftabwehr (Siehe Einträge von 8.58 Uhr und 7.45 Uhr). Die Maschinen vom Typ F-15E seien versehentlich ins Visier genommen worden. Alle sechs Besatzungsmitglieder der drei Kampfflugzeuge hätten sich retten können und seien in stabilem Zustand. Der Vorfall werde untersucht. "Kuwait hat diesen Vorfall bestätigt, und wir sind dankbar für die Bemühungen der kuwaitischen Streitkräfte und ihre Unterstützung bei dieser laufenden Operation", schreibt das Zentralkommando.
+++ 12:10 Feuer in Amazon-Rechenzentrum in Arabischen Emiraten +++
Nach einem Einschlag mehrerer "Objekte" sind einige Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgefallen. In den Anlagen seien wegen eines Feuers die Stromversorgung und die Datenverbindungen gestört, teilte der Betreiber AWS am Montag mit. Davon betroffen seien neben Standorten in den VAE auch Server in Bahrain. Der Brand brach am Sonntag aus. Der weltgrößte Cloud-Anbieter wollte sich nicht dazu äußern, ob der Vorfall im Zusammenhang mit den iranischen Angriffen auf Ziele in arabischen Nachbarstaaten stehe.
+++ 11:58 Wiegold: USA setzen auch auf "Gegenteil von Hightech"-Waffen +++
Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran scheinen nach Einschätzung von Militärexperte Thomas Wiegold koordiniert und nach Plan abzulaufen. Unwägbarkeiten gebe es eher bei den Munitionsvorräten der Luftverteidigungssysteme und der Verteidigung nicht-militärischer Ziele in der Golf-Region.
+++ 11:47 Luftalarm auf britischem Stützpunkt auf Zypern +++
Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern gibt es erneut Alarm. Der staatliche zyprische Sender CyBC berichtet in einer Live-Sendung von Sirenengeheul kurz nach Mittag. Zudem starten Flugzeuge von der Basis in der Nähe der Stadt Limassol. Der Stützpunkt war erst Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.
+++ 11:36 Insider: Ölriese Aramco stoppt Produktion in Raffinerie +++
Der saudi-arabische Ölriese Aramco fährt einem Insider zufolge seine Raffinerie Ras Tanura nach einem Drohnenangriff herunter. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die Lage sei unter Kontrolle, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Anlage an der Golfküste zählt mit einer Kapazität von 550.000 Fässern pro Tag zu den größten im Nahen Osten.
+++ 11:23 Iran: Atomanlage Natans getroffen +++
Die iranische Atomanlage Natans ist nach Angaben aus Teheran bei den Angriffen der USA und Israels getroffen worden. "Gestern haben sie erneut die friedlichen, überwachten Atomanlagen des Iran angegriffen", sagt der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Reza Najafi, am Rande einer Sitzung des Gouverneursrats. Auf die Frage, welche Einrichtungen getroffen worden seien, antwortet er: "Natans."
+++ 11:06 SPD-Politiker: Regierung muss Völkerrechtsbruch benennen +++
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran hat der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic die Bundesregierung zu einer klaren Haltung zum Völkerrecht gedrängt. "Wenn man Völkerrechtsbrüche nicht benennt, führt man Völkerrecht ad absurdum und man sieht der politischen Erosion zu", sagt er im Bayerischen Rundfunk. Es gehe dabei auch um Glaubwürdigkeit, denn an anderer Stelle sei klar benannt worden, "dass Russland die Ukraine völkerrechtswidrig überfällt". "Alle Experten im deutschsprachigen Raum" hätten sehr deutlich gemacht, dass es sich bei den Angriffen vom Wochenende um einen Bruch des Völkerrechts gehandelt habe, sagte Ahmetovic weiter. Es habe "kein Mandat im UN-Sicherheitsrat" gegeben und es sei "nicht einmal versucht" worden, dieses Thema auf die Tagesordnung des Gremiums zu setzen, sagt der SPD-Politiker. Auch in den USA werde diskutiert, dass die Angriffe ein Bruch des nationalen Rechts seien.
+++ 10:58 CDU-Außenpolitiker Beyer: Angriff musste geschehen +++
CDU-Außenpolitiker Peter Beyer hat den Angriff auf den Iran mit Nachdruck verteidigt: "Ich habe gar keine Scheu, sondern sage das mit Überzeugung, dass dieses Mullah-Regime wegmusste", sagte er in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Der Iran habe mit dieser Führung eine Bedrohung für die eigene Bevölkerung und die Staaten der Region dargestellt. "Wir haben die wiederholten Demonstrationen im Iran nicht nur, aber insbesondere in der Hauptstadt Teheran gesehen. Und die Bedrohung ist da durch den Wiederaufbau des nuklearen Programms. 60 Prozent, wie wir hören, sind schon an waffenfähigem Uran angereichert worden; ab 90 Prozent ist es dann waffenfähig." Die militärische Intervention habe geschehen müssen, so Beyer. Der "New York Times" zufolge gibt es allerdings keinerlei Hinweis, dass der Iran weniger als ein Jahr nach den israelisch-amerikanischen Angriffen auf das Atomprogramm nun schon wieder unmittelbar vor dem Bau einer Bombe stand. Der Angriff wird auch deswegen von vielen Experten als völkerrechtswidrig eingestuft.
+++ 10:40 US-Regierung zweifelt an schnellem Sturz der iranischen Führung +++
Nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei gibt es Skepsis bei US-Regierungsvertretern, dass der Militäreinsatz zu einem raschen Sturz der Führung in Teheran führen wird. Drei mit Geheimdienstkenntnissen vertraute Insider aus der US-Regierung äußerten Zweifel, dass die angeschlagene iranische Opposition das seit 1979 bestehende theokratische System zu Fall bringen kann. Zwar schloss keiner der Insider einen Sturz der Regierung, die durch die Luftschläge und Personalverluste geschwächt sei, kategorisch aus. Kurzfristig sei ein solches Szenario aber unwahrscheinlich. Einschätzungen der CIA zufolge, die dem Weißen Haus in den Wochen vor dem Angriff vorgelegt worden seien, dürften Vertreter der Revolutionsgarden (IRGC) oder klerikale Hardliner Irans Nachfolgeregierung vorerst anführen.
+++ 10:22 "1000 Kilo Sprengstoff": Israel verlegt Klinik unter die Erde +++
Keine 48 Stunden nach dem Beginn der kriegerischen Eskalation mit dem Iran ist in Israel nahe Tel Aviv ein komplettes Krankenhaus bereits unterirdisch voll einsatzfähig - Notaufnahme und Entbindungsstation inklusive. Die Erfahrung des letzten Jahres zeigt: Kein Gebäude über der Erde ist sicher.
+++ 09:56 Israel will Hisbollah-Chef Kassem töten +++
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnet Hisbollah-Chef Naim Kassem als "Ziel für eine Eliminierung". Die mit dem Iran verbündete Miliz im Libanon hat zuvor Israel beschossen. Der Angriff war eine Vergeltung für die Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärt auf die Frage, ob eine Invasion des Libanon mit Bodentruppen geplant sei: "Alle Optionen liegen auf dem Tisch."
+++ 09:43 Ministerium: Feuer in saudi-arabischer Raffinerie nach Drohnenangriff +++
In der großen Raffinerie Ras Tanura ist nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums ein "begrenztes" Feuer ausgebrochen. Grund seien Trümmer abgeschossener Drohnen, sagt ein Sprecher dem Sender Al-Arabija. Zwei Drohnen seien abgefangen worden, niemand sei verletzt worden.
+++ 09:38 Roter Halbmond: Mehr als 550 Tote bei Angriffen im Iran +++
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach dortigen Angaben mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Roten Halbmond im Iran.
+++ 09:36 Regierung in Peking meldet toten Chinesen in Teheran - Tausende evakuiert +++
In Teheran ist nach Angaben des Außenministeriums in Peking ein Chinese ums Leben gekommen. Mehr als 3000 Chinesen seien bereits aus dem Iran herausgeholt worden, teilt das Ministerium weiter mit. Alle Chinesen im Iran werden erneut aufgefordert, das Land so schnell wie möglich zu verlassen.
+++ 09:21 Jäger: Trumps "Könnte, könnte, könnte" zeigt unklaren Kurs +++
US-Präsident Trump spricht immer wieder von einem Regimewechsel im Iran. Dass das von außen gelingt, hält Politologe Thomas Jäger für so gut wie ausgeschlossen. Zwei Tage nach dem Angriff auf den Iran werde zunehmend deutlich, dass sich die USA bewusst alle Optionen offenhalten.
+++ 08:58 Kuwait: Mehrere US-Militärjets abgestürzt - Crews überleben +++
Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt (Siehe Eintrag von 7.45 Uhr). Die Besatzungen hätten überlebt, teilt ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen machte der Sprecher keine Angaben. Kuwaits Behörden hätten die Besatzungsmitglieder der US-Flugzeuge entdeckt und ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei stabil, teilt der Sprecher der Staatsagentur Kuna zufolge mit. Man stimme sich direkte mit den US-Truppen im Land ab über die Umstände des Vorfalls, dessen Hintergründe nun untersucht würden.
+++ 08:56 Großbritannien bereitet Evakuierung von Bürgern aus Golfstaaten vor +++
Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Bürger aus dem den arabischen Staaten am Persischen Golf vor. Schätzungsweise 300.000 Briten seien in der Region, sagt Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Es gehe um Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden.
+++ 08:46 Sharma aus Irak: "Haben Explosionen laut und deutlich gehört" +++
ntv-Reporterin Kavita Sharma befindet sich im nordirakischen Erbil, als die Stadt plötzlich angegriffen wird. Die Explosionen seien von ihrem Hotel aus deutlich zu hören gewesen, das Personal habe einen Schutzraum eingerichtet. Ziel sei ein Militärstützpunkt gewesen, auf dem sich auch Bundeswehrsoldaten befinden.
+++ 08:29 Wadephul stellt klar: Deutschland wird sich nicht an Angriffen beteiligen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat eine militärische Beteiligung Deutschlands an Angriffen der USA und Israels auf den Iran erneut ausgeschlossen. "Wenn wir keine Absicht haben, dann werden wir das auch nicht machen. Wir beteiligen uns daran nicht", sagt Wadephul im Deutschlandfunk. In einer gemeinsamen Erklärung der so genannten E3-Staaten hatte die Bundesregierung gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien bei Bedarf "Defensivmaßnahmen" als Reaktion auf iranische Angriffe angekündigt. Deutschland ziehe hieraus andere Schlüsse für sich als die beiden Verbündeten, sagte Wadephul nun und ergänzte: "Für uns bedeutet es nichts weiter, als dass unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden." Weitere "Maßnahmen darüber hinaus" seien nicht geplant.
+++ 08:07 Kleim: Was Trump versucht, "ist noch nie jemandem gelungen" +++
US-Präsident Trump sagt, der Krieg im Nahen Osten könne noch bis zu vier Wochen andauern. Sein ausgesprochenes Ziel ist es, einen Regimewechsel im Iran zu erzwingen. Doch wie genau das funktionieren soll, darüber scheint er sich nicht im Klaren zu sein, sagt ntv-Korrespondent Peter Kleim.
+++ 07:45 Amerikanischer F-15-Jet soll über Kuwait abgestürzt sein +++
Regionale Medien und Social-Media-Accounts berichten, dass ein F-15-Kampfjet der US-Luftwaffe über Kuwait abgestürzt sein soll. Videos sollen den Absturz zeigen. Laut dem UK Defence Journal berichten lokale Medien, dass der Pilot sich vor dem Aufprall mit dem Schleudersitz gerettet habe. Der israelische Channel 12 teilt ein Video auf X. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm
+++ 07:29 Rauch steigt aus US-Botschaft in Kuwait auf +++
Nach erneuten iranischen Luftangriffen steigt im Golfstaat Kuwait Rauch aus der Botschaft der USA auf. Ein AFP-Korrespondent berichtet aus der Hauptstadt Kuwait-Stadt von einer Rauchsäule über dem Gebäudekomplex, die Botschaft selbst ruft dazu auf, sie nicht aufzusuchen. Zuvor waren über Kuwait-Stadt Warnsirenen erklungen.
+++ 07:25 Erdogan bedauert Chameneis Tod +++
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach der Tötung des iranischen Staatschefs Ali Chamenei sein Beileid bekundet. Er bedauere den Tod Chameneis aufgrund der Angriffe am Samstag und spreche dem iranischen Volk sein Beileid aus, schreibt Erdogan auf der Plattform X. Die Türkei werde ihre Bemühungen fortsetzen, damit der Konflikt in der Region beendet werde und man zur Diplomatie zurückkehre.
+++ 07:07 Israelische Angriffe im Libanon töten 31 Menschen laut Ministerium +++
Bei den israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens 31 Menschen getötet worden. 149 weitere Bürger seien bei den "feindlichen israelischen Luftangriffen" auf den Südlibanon und südliche Vororte der Hauptstadt Beirut verletzt worden, erklärt das Gesundheitsministerium. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hatte zuvor Israel mit Raketen und Drohnen angegriffen.
+++ 06:48 Israel kündigt verstärkte Angriffe auf Libanon an +++
Die israelische Armee hat eine Verstärkung der Angriffe Israels auf Ziele im Libanon angekündigt. "Die Angriffe gehen weiter, ihre Intensität wird zunehmen", erklärt der Befehlshaber des nördlichen Kommandos der israelischen Armee, Rafi Milo. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz, die Israel zuvor mit Raketen und Drohnen aus dem Libanon angegriffen hatte, werde "einen hohen Preis zahlen". Die Miliz hatte erklärt, "als Vergeltung" für die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert zu haben. Die israelische Armee rief daraufhin die Bewohner von etwa 50 Städten und Dörfern im Süden und Osten des Libanon zur Evakuierung auf. In der Küstenstadt Sidon beobachtet ein Reporter eine große Fluchtbewegung aus dem Südlibanon. Familien in Autos, einige mit Matratzen auf ihrem Dach, füllen demnach die Straßen der Stadt. In Beirut waren laute Explosionen zu hören. Die libanesische Regierung verurteilte umgehend die Entscheidung der Hisbollah, Israel ohne Rücksprache mit dem Staat zu bombardieren, ohne dabei den Namen der Organisation zu nennen. "Der Raketenbeschuss aus dem Südlibanon ist eine unverantwortliche und verdächtige Handlung, die die Sicherheit des Libanon gefährdet und Israel einen Vorwand liefert, seine Aggression fortzusetzen", erklärt der libanesische Premierminister Salam in einem Beitrag auf X. Seit dem von den USA unterstützten Waffenstillstand Jahr 2024 hat Israel regelmäßig Angriffe im Libanon durchgeführt, laut eigener Aussage gegen Ziele der Hisollah.
+++ 06:22 Insider: US-Regierung hatte keine Hinweise auf iranischen Erstschlag +++
Der US-Regierung haben Insidern zufolge vor den Angriffen auf den Iran keine Hinweise auf einen bevorstehenden Erstschlag Teherans vorgelegen. Dies räumten laut Insidern Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump demnach bei einer Unterrichtung von Kongressmitarbeitern ein. Zuvor hatten Regierungsvertreter die Angriffe damit begründet, dass man einem iranischen Angriff zuvorkommen wolle.
+++ 05:57 Iran nennt Namen sieben getöteter Generäle +++
Die Liste der bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen getöteten Offiziellen wird immer länger. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht die Namen von sieben Generälen, die zu "Märtyrern" wurden, wie es heißt. Darunter sind unter anderem Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimzadeh. Wann und wo die Generäle ums Leben kamen, geht aus der Meldung nicht hervor.
+++ 05:39 Irans Sicherheitsratschef Laridschani lehnt Verhandlungen mit den USA ab +++
Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran lehnt Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung ab. "Wir werden nicht mit den USA verhandeln", erklärt Laridschani bei X. Er weist Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region "mit seinen 'illusorischen Träumen' ins Chaos gestürzt" zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
+++ 05:01 Wieder Explosionen und Sirenen in Kuwait +++
In Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge laute Explosionen und Sirenen zu hören. Der Iran hatte nach amerikanisch-israelischen Angriffen auf die Islamische Republik auch Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet.
+++ 04:29 Aktien asiatischer Fluggesellschaften brechen ein +++
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten lässt die Aktienkurse asiatischer Fluggesellschaften einbrechen. Die Papiere von Cathay Pacific, Qantas Airways, Singapore Airlines und Japan Airlines geben um mehr als fünf Prozent nach. Die Aktien von Qantas fielen zeitweise um 10,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Auch die Papiere anderer asiatischer Fluggesellschaften wie ANA Holdings, der chinesischen Airlines Air China, China Southern und China Eastern sowie der malaysischen AirAsia X verloren mindestens vier Prozent.
+++ 03:49 Trump: Drei "gute Optionen" für zukünftige Führung des Iran +++
Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels auf den Iran erklärt US-Präsident Donald Trump, über eine Auswahlliste mit drei Kandidaten für dessen Nachfolge zu verfügen. Er habe "drei sehr gute Optionen" für den zukünftigen Anführer des Iran, sagt Trump der "New York Times". Er werde die Kandidaten jedoch "jetzt nicht offenlegen".
+++ 03:17 Angreifer erschießt zwei Menschen in Texas - mutmaßlich proiranische Gesinnung +++
Der Täter eines tödlichen Schusswaffenangriffs im US-Bundesstaat Texas hat nach Angaben der Organisation Site in der Vergangenheit in Onlinediensten eine "pro-iranische Gesinnung" geäußert. Der Täter habe in Beiträgen im Onlinedienst Facebook, die bis ins Jahr 2017 zurückreichten, Unterstützung für die Regierung in Teheran und "Hass auf die israelische und US-Führung" geäußert, erklärt Site, das auf die Beobachtung islamistischer Online-Plattformen spezialisiert ist. Der Mann hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin zwei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt, bevor er von alarmierten Polizisten erschossen wurde.
+++ 02:35 Australien schließt militärische Beteiligung aus +++
Australien schließt eine militärische Beteiligung am Konflikt mit dem Iran aus. Man habe sich nicht an den bisherigen Schlägen beteiligt und sehe auch künftig keine Beteiligung vor, sagt Außenministerin Penny Wong. Die Regierung bemühe sich um die Evakuierung von rund 115.000 Australiern aus der Region. Dies gestalte sich wegen der Luftraumsperrungen jedoch schwierig, erklärt Wong. Der australische Verteidigungsminister Richard Marles erklärt, die Regierung habe bereits Maßnahmen für die Sicherheit von etwa 100 australischen Soldatinnen und Soldaten ergriffen. Diese sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in der Nähe von Dubai stationiert, der zur Unterstützung von UN-Missionen genutzt wird.
+++ 02:22 Israel greift nach Hisbollah-Angriff Ziele im gesamten Libanon an +++
Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah im gesamten Libanon an. Zuvor hatte die radikal-islamische Miliz Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, was dem israelischen Militär zufolge einen Raketenalarm im Norden Israels auslöste. Die Hisbollah bezeichnete den Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei. Die pro-iranische Hisbollah hatte sich nach der Tötung Chameneis zunächst solidarisch mit dem Iran erklärt, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch zunächst offengelassen.
+++ 02:00 Ölpreise schnellen hoch - Konflikt im Nahen Osten stört Öltransporte +++
Die Ölpreise sind heute um mehr als acht Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen. Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA, die den Schiffsverkehr in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37 Dollar, was einem Anstieg von 8,88 Prozent entspricht. Der Preis für die US-Leichtölsorte West Texas Intermediate stieg um acht Prozent auf 72,38 Dollar.
+++ 01:19 Israels Luftwaffe startet neue Angriffswelle auf Teheran +++
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das "iranische Terrorregime im Herzen von Teheran" begonnen worden, teilt das Militär ohne weitere Details mit. Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.
+++ 00:45 Attacke der Hisbollah? Luftalarm in Israel nach Beschuss aus dem Libanon +++
Israel ist nach Angaben des Militärs aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Ein Geschoss sei von der Luftwaffe abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, teilt das Militär mit. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Zuvor hatten in mehreren Gebieten im Norden Israels Sirenen geheult. Von wem die Geschosse abgefeuert wurden, war zunächst nicht bekannt.
+++ 00:09 Wadephul: "Müssen uns alle darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert" +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul stellt die Bevölkerung auf eine längere Dauer des Konflikts im Nahen Osten ein. "Wir alle müssen uns darauf einstellen, dass dieser Konflikt länger dauert. Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nächsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können", sagt Wadephul in der ARD. Deshalb müsse Vorsorge getroffen werden, "dass auf anderem Wege eine Ausreise aus diesen Ländern ermöglicht wird". Mit Blick auf den Tod des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei erklärt Wadephul, dessen Ende sei "mit Sicherheit gut", sollte damit auch das von ihm geführte Regime enden. Chamenei habe ein "ruchloses" System angeführt, das die eigene Bevölkerung unterdrückt und die Region destabilisiert habe.
+++ 23:34 Großbritannien erlaubt USA Nutzung von Stützpunkten +++
Großbritannien erlaubt den USA nach den Worten von Premierminister Keir Starmer die Nutzung britischer Stützpunkte für "defensive" Angriffe zur Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen. An den am Samstag begonnenen Angriffen auf den Iran sei London jedoch nicht beteiligt gewesen, betont Starmer in einer Videoansprache. Sein Land werde sich "auch jetzt nicht an offensiven Aktionen beteiligen". Da der Iran jedoch eine "Strategie der verbrannten Erde" verfolge, unterstütze Großbritannien die "gemeinsame Selbstverteidigung unserer Verbündeten und unserer Leute in der Region", erklärt der britische Premier weiter.
+++ 23:00 Satellitenfoto zeigt Rauchwolken über Dubai +++
Die iranischen Angriffe auf Nachbarstaaten in der Golfregion hinterlassen auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten schwere Schäden. Beim Abschuss einer iranischen Rakete sollen Trümmerteile Brände im Hafen von Dubai ausgelöst haben, wie die Behörden vor Ort mitteilten. Auf einer hochauflösende Satellitenaufnahme sind mindestens zwei Brandstellen in unmittelbarer Nähe der künstlichen Inseln des Immobilienprojekts "The Palm" zu erkennen:
+++ 22:39 Trump geht davon aus, dass weitere US-Soldaten sterben werden +++
US-Präsident Donald Trump sagt in einem Video auf seiner Plattform Truth Social, wahrscheinlich werde es im Iran-Konflikt weitere US-Opfer geben. Er bestätigt, dass bislang drei US-Soldaten getötet wurden. Trump fügt hinzu, der Militäreinsatz werde so lange fortgesetzt, bis alle Ziele erreicht seien.
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