Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 02:43 Selenskyj: Hatte wichtiges Gespräch mit Trump und Macron +++

17.06.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt auf Telegram mit, er habe zum Abschluss des G7-Gipfels in Evian mit US-Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen. "Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, das viel verändern könnte." In einem weiteren Beitrag erklärt Selenskyj, er habe in Brüssel auch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Ergebnisse des G7-Gipfels gesprochen. "Die Hauptsache ist, an der Stärkung unserer Verteidigung zu arbeiten und US-Lizenzen für die Produktion von Luftabwehrsystemen zu erhalten", schreibt Selenskyj. 

+++ 01:24 Russland feuert mehrere ballistische Raketen auf Kiew +++

Das russische Militär hat mehrere Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert. "Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an", teilt der Militärgouverneur der Hauptstadt Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. In der Innenstadt waren mehrere Explosionen zu hören. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge flogen mindestens zwei Raketen in Richtung der Dreimillionenstadt, eine war auf das zentralukrainische Gebiet Poltawa gerichtet.

+++ 00:57 Wadephul: Bundeswehr verteidigt "jeden Zentimeter" der Nato +++

Außenminister Johann Wadephul sichert dem Nato-Verbündeten Polen zu, dass die Bundeswehr ohne Wenn und Aber zur Verteidigung seines Nachbarn bereitsteht. Auf die Frage, ob sich Polen im Falle einer russischen Aggression auf die Hilfe Deutschlands verlassen könne, antwortet Wadephul in einem Interview mit der Deutschen Welle und dem polnischen Sender TVP: "Wir werden keine Sekunde zögern." Weiter sagt er: "Wenn das Nato-Territorium angegriffen wird, und es geht ja im Zweifel nur um Russland, dann werden deutsche Soldatinnen und Soldaten sofort jeden Zentimeter verteidigen. Das ist eine Zusage. Und das ist vollkommen klar."

+++ 23:03 Russland wirft Ukraine Beschuss von Bus mit Kindern vor - Kiew dementiert +++

Russland beschuldigt Ukraine, in der westrussischen Grenzregion Brjansk einen Bus mit einer belarussischen Kinderfußballmannschaft beschossen und dabei eine Frau getötet zu haben. Sieben weitere Menschen seien bei dem Drohnenangriff verletzt worden, darunter fünf Kinder, erklärt das Gesundheitsministerium in Moskau. Die getötete Frau sei als Betreuerin mit den Kindern unterwegs gewesen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow spricht von einem "barbarischen Terrorakt". Die ukrainische Armee weist die Anschuldigung als "falsch" zurück. Sie habe zu dem Zeitpunkt keine Angriffe in Brjansk ausgeführt, erklärte sie.

+++ 22:09 Trump erwägt Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland +++

US-Präsident Donald Trump schließt eine Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland nicht aus. Er habe sicherstellen wollen, dass der Ölpreis so niedrig wie möglich bleibe, sagt Trump. "Ich werde sie vielleicht wieder einführen", erklärt er mit Blick auf die Strafmaßnahmen. Das US-Finanzministerium veröffentlichte keine Verlängerung für die Ausnahmegenehmigung von Sanktionen auf russisches Öl, das über den Seeweg transportiert wird. Die Regelung ist um Mitternacht (Ortszeit) abgelaufen.

+++ 20:17 Selenskyj kommt zum EU-Gipfel nach Brüssel – Friedensverhandlungen im Fokus +++

Einen Tag nach dem G7-Gipfel in Évian kommen die Staats- und Regierungschefs der EU am Donnerstag zu einem zweitägigen Gipfeltreffen in Brüssel zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Lage in der Ukraine und mögliche Friedensverhandlungen mit Russland; auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird erwartet. Zudem startet der Gipfel die Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt ab 2028. Auch die Handelsbeziehungen mit China sowie das für Freitag geplante Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran dürften Thema sein.

+++ 20:20 EU verlängert Schutzstatus für Ukrainer - werden Männer ausgenommen? +++

Die EU-Kommission will den temporären Schutzstatus für ukrainische Geflüchtete weiter verlängern, kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an. Zugleich müsse aber sichergestellt werden, dass "die legitime Fähigkeit der Ukraine zur Selbstverteidigung nicht untergraben wird" - ein mutmaßlicher Hinweis darauf, wehrfähige ukrainische Männer von der Regelung auszunehmen. Ob die neue Regelung nur Neuankömmlinge betrifft oder auch bereits in der EU lebende Ukrainer, ist noch unklar. Der Schutzstatus, der zuletzt bis März 2027 verlängert worden war, erlaubt es Ukrainern, sich ohne reguläres Asylverfahren in der EU aufzuhalten, zu arbeiten und Sozialleistungen zu erhalten. Mehr als 4,3 Millionen Menschen nehmen ihn derzeit in Anspruch, erwachsene Männer machen davon rund 27 Prozent aus.

+++ 19:34 Finnisches Parlament hebt Atomwaffenverbot auf +++

Das finnische Parlament stimmt mit 125 von 199 Stimmen für die Aufhebung des vollständigen Verbots von Atomwaffen im Land. Künftig dürfen Atomwaffen nach Finnland gebracht, dort transportiert und besessen werden, wenn dies für die militärische Verteidigung des Landes nötig ist - sofern der finnische Präsident dem Gesetz noch zustimmt. "Wir ermöglichen den uneingeschränkten Einsatz der nuklearen Abschreckung der NATO zum Schutz Finnlands", erklärt Verteidigungsminister Antti Häkkänen. Die Opposition kritisiert die Abkehr von Finnlands jahrzehntelanger Position. Finnland war 2023 wegen der russischen Bedrohung der Nato beigetreten.

+++ 19:00 Ukrainischer Verteidigungsminister: Krim verwandelt sich bald in eine Insel +++

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow kündigt eine Isolation der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim mittels Drohnenangriffen an. "Es sieht so aus, als ob sich die Krim in Kürze in eine Insel verwandelt", sagt der Minister in einem Interview. Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein "Fenster der Möglichkeiten". "Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden", kündigt Fedorow an. Das betreffe nicht nur die Krim, sondern auch die Ostukraine. Die Beeinträchtigungen der russischen Logistik haben demnach bereits direkte Auswirkungen auf die Zahl der russischen Angriffe entlang der Frontlinie.

+++ 18:22 Bulgarien will Teil der EU-Sanktionen gegen Russland blockieren +++

Bulgarien will einen Teil möglicher neuer EU-Sanktionen gegen Russland nicht mittragen. Außenministerin Welislawa Petrowa sagt im Parlament in Sofia zu Journalisten, ihre Regierung sei gegen Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill und gegen Maßnahmen, die "direkt" den Erdölriesen Lukoil und seine Tochterunternehmen treffen würden. "Die Position Bulgariens ist sehr klar", sagt die Ministerin. "Wir unterstützen Sanktionen, die wirtschaftliche Auswirkungen haben, die die Mitgliedstaaten nicht mehr

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