Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:03 Russland wirft Ukraine Beschuss von Bus mit Kindern vor - Kiew dementiert +++
Russland beschuldigt Ukraine, in der westrussischen Grenzregion Brjansk einen Bus mit einer belarussischen Kinderfußballmannschaft beschossen und dabei eine Frau getötet zu haben. Sieben weitere Menschen seien bei dem Drohnenangriff verletzt worden, darunter fünf Kinder, erklärt das Gesundheitsministerium in Moskau. Die getötete Frau sei als Betreuerin mit den Kindern unterwegs gewesen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow spricht von einem "barbarischen Terrorakt". Die ukrainische Armee weist die Anschuldigung als "falsch" zurück. Sie habe zu dem Zeitpunkt keine Angriffe in Brjansk ausgeführt, erklärte sie.
+++ 22:09 Trump erwägt Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland +++
US-Präsident Donald Trump schließt eine Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland nicht aus. Er habe sicherstellen wollen, dass der Ölpreis so niedrig wie möglich bleibe, sagt Trump. "Ich werde sie vielleicht wieder einführen", erklärt er mit Blick auf die Strafmaßnahmen. Das US-Finanzministerium veröffentlichte keine Verlängerung für die Ausnahmegenehmigung von Sanktionen auf russisches Öl, das über den Seeweg transportiert wird. Die Regelung ist um Mitternacht (Ortszeit) abgelaufen.
+++ 20:17 Selenskyj kommt zum EU-Gipfel nach Brüssel – Friedensverhandlungen im Fokus +++
Einen Tag nach dem G7-Gipfel in Évian kommen die Staats- und Regierungschefs der EU am Donnerstag zu einem zweitägigen Gipfeltreffen in Brüssel zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Lage in der Ukraine und mögliche Friedensverhandlungen mit Russland; auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird erwartet. Zudem startet der Gipfel die Verhandlungen über den nächsten mehrjährigen EU-Haushalt ab 2028. Auch die Handelsbeziehungen mit China sowie das für Freitag geplante Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran dürften Thema sein.
+++ 20:20 EU verlängert Schutzstatus für Ukrainer - werden Männer ausgenommen? +++
Die EU-Kommission will den temporären Schutzstatus für ukrainische Geflüchtete weiter verlängern, kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an. Zugleich müsse aber sichergestellt werden, dass "die legitime Fähigkeit der Ukraine zur Selbstverteidigung nicht untergraben wird" - ein mutmaßlicher Hinweis darauf, wehrfähige ukrainische Männer von der Regelung auszunehmen. Ob die neue Regelung nur Neuankömmlinge betrifft oder auch bereits in der EU lebende Ukrainer, ist noch unklar. Der Schutzstatus, der zuletzt bis März 2027 verlängert worden war, erlaubt es Ukrainern, sich ohne reguläres Asylverfahren in der EU aufzuhalten, zu arbeiten und Sozialleistungen zu erhalten. Mehr als 4,3 Millionen Menschen nehmen ihn derzeit in Anspruch, erwachsene Männer machen davon rund 27 Prozent aus.
+++ 19:34 Finnisches Parlament hebt Atomwaffenverbot auf +++
Das finnische Parlament stimmt mit 125 von 199 Stimmen für die Aufhebung des vollständigen Verbots von Atomwaffen im Land. Künftig dürfen Atomwaffen nach Finnland gebracht, dort transportiert und besessen werden, wenn dies für die militärische Verteidigung des Landes nötig ist - sofern der finnische Präsident dem Gesetz noch zustimmt. "Wir ermöglichen den uneingeschränkten Einsatz der nuklearen Abschreckung der NATO zum Schutz Finnlands", erklärt Verteidigungsminister Antti Häkkänen. Die Opposition kritisiert die Abkehr von Finnlands jahrzehntelanger Position. Finnland war 2023 wegen der russischen Bedrohung der Nato beigetreten.
+++ 19:00 Ukrainischer Verteidigungsminister: Krim verwandelt sich bald in eine Insel +++
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow kündigt eine Isolation der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim mittels Drohnenangriffen an. "Es sieht so aus, als ob sich die Krim in Kürze in eine Insel verwandelt", sagt der Minister in einem Interview. Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein "Fenster der Möglichkeiten". "Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden", kündigt Fedorow an. Das betreffe nicht nur die Krim, sondern auch die Ostukraine. Die Beeinträchtigungen der russischen Logistik haben demnach bereits direkte Auswirkungen auf die Zahl der russischen Angriffe entlang der Frontlinie.
+++ 18:22 Bulgarien will Teil der EU-Sanktionen gegen Russland blockieren +++
Bulgarien will einen Teil möglicher neuer EU-Sanktionen gegen Russland nicht mittragen. Außenministerin Welislawa Petrowa sagt im Parlament in Sofia zu Journalisten, ihre Regierung sei gegen Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill und gegen Maßnahmen, die "direkt" den Erdölriesen Lukoil und seine Tochterunternehmen treffen würden. "Die Position Bulgariens ist sehr klar", sagt die Ministerin. "Wir unterstützen Sanktionen, die wirtschaftliche Auswirkungen haben, die die Mitgliedstaaten nicht mehr bestrafen als das Land, das den Krieg führt, und die nicht nur symbolischen Charakter haben." So wolle die bulgarische Regierung die "Energiesicherheit des Landes" bewahren, sagte Petrowa. Diese Haltung werde von anderen EU-Staaten geteilt.
+++ 17:39 Beamter: EU hat diplomatische Kontakte mit dem Kreml aufgenommen +++
Das Büro von EU-Ratspräsident Antonio Costa hat in den vergangenen Wochen diplomatischen Kontakt mit dem Kreml aufgenommen. Es seien "kurze Kontakte" auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um "Kommunikationskanäle zu öffnen", teilt ein EU-Beamter mit. Dabei sei nichts Inhaltliches besprochen worden, fügt er hinzu.
+++ 17:01 168 Deutsche erhalten Russland-Visum nach Bekenntnis zu "traditionellen Werten" +++
Russland hat offiziellen Angaben zufolge im vergangenen Jahr mehr als 1100 Ausländern Visa ausgestellt, nachdem sie sich zu "traditionellen russischen Werten" bekannt hatten. 2025 hätten insgesamt 1112 Menschen über einen entsprechenden Erlass des russischen Präsidenten Wladimir Putin Einreisevisa erhalten, sagt der Direktor der Konsularabteilung im russischen Außenministerium, Alexej Klimow, laut einem Bericht der staatlichen Agentur RIA Nowosti. Ein Erlass Putins aus dem Jahr 2024 bietet "humanitäre Unterstützung" und Einreisevisa für Menschen aus einer bestimmten Gruppe von Ländern an, die "eine destruktive neoliberale ideologische Politik verfolgen, die im Widerspruch zu traditionellen russischen geistigen und moralischen Werten" stünden. Die meisten dieser Länder liegen in Europa, zu ihnen zählen aber auch die USA, Japan, Südkorea oder Neuseeland. 2025 wurden den Angaben zufolge insgesamt 168 dieser Visa an deutsche Staatsbürger vergeben, die damit an erster Stelle standen. Danach folgten Franzosen mit 140 und dann US-Bürger mit 105 erhaltenen Visa.
+++ 16:24 Wadephul lobt militärische Zusammenarbeit mit Polen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul lobt die geplante Vertiefung der militärischen Kooperation zwischen Deutschland und Polen. Die Neufassung des deutsch-polnischen Verteidigungsabkommens sei "gut und wichtig", sagt Wadephul bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski in Berlin. Das neu aufgesetzte Abkommen, dessen Unterzeichnung für heute Nachmittag in Warschau geplant ist, biete "das Potential, unsere rüstungsindustrielle Zusammenarbeit endlich so zu vertiefen, wie es zwischen engen Nachbarn und Bündnispartnern sein sollte".
+++ 15:39 Thiele: "Geht bei Atomwaffen nicht immer um Vernichtung der Welt" +++
Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland steht beim G7-Gipfel im Fokus. Die europäischen Staaten hoffen darauf, mithilfe von US-Präsident Donald Trump Druck auf den Aggressor ausüben zu können. Nach Meinung von Militärexperte Ralph Thiele verfügt Russland aber nach wie vor über die "Eskalationsdominanz".
+++ 15:09 Ukraine: Tanker der russischen Schattenflotte angegriffen +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen. Bei dem Schiff handele es sich um den Tanker "FINA A", teilt der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Das Ziel sei erfolgreich getroffen worden, das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Zudem seien zwei Straßenbrücken in von Russland besetzten Gebieten attackiert worden. Dabei handele es sich um eine Straßenbrücke über den Nord-Krim-Kanal nahe der Siedlung Stawky sowie eine weitere Brücke nahe Wojinka im besetzten Teil der südlichen Region Cherson. Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die westlichen Sanktionen zu umgehen und sein Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dabei kommen oft veraltete Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die auch eine Gefahr für die Umwelt darstellen können.
+++ 14:41 Merz: Trump hat Lizenzproduktion von US-Waffen für Ukraine zugestimmt +++
Die G7-Staaten wollen Engpässe bei der Versorgung der Ukraine mit Waffen über die Vergabe von Produktionslizenzen beseitigen. Es gehe dabei "um umfassende Lizenzerteilungen, auch von amerikanischen Unternehmen" an europäische und ukrainische Hersteller, sagt Bundeskanzler Friedrich Merz beim G7-Gipfel in Evian. Er sei US-Präsident Donald Trump "sehr dankbar", der hier "wirklich ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft" gezeigt habe. Die Möglichkeit der Produktion von Waffen in Lizenz war schon in der während der Nacht veröffentlichten Gipfel-Erklärung zur Ukraine angesprochen worden. "Wir sind zudem bereit, eine Ausweitung der Lizenzen an die Ukraine in Betracht zu ziehen, um eine Steigerung der militärischen Produktion in der Ukraine zu ermöglichen", hieß es dort. "Wir alle haben das Problem, dass wir zurzeit zu wenig produzieren und das kann durch Lizenzerteilungen an Unternehmen ausgeglichen werden, die diese Produktionskapazitäten haben", erläutert Merz. Dies seien "eben auch europäische und das sind auch ukrainische". Angaben dazu, um welche Art von Waffensystemen es gehen könnte, wurden nicht gemacht.
+++ 14:11 Russische Behörden: Ukrainische Drohne schlägt in Reisebus mit Kindern ein +++
Beim Einschlag einer Drohne in den Bus einer Schülermannschaft in der westrussischen Region Brjansk ist nach offiziellen Angaben eine Frau getötet worden. Sieben Personen, darunter fünf Kinder, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilt das russische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt sollen in dem Reisebus 44 Personen gesessen haben, darunter 28 Kinder einer Fußballmannschaft aus dem belarussischen Gomel. Der Bus war demnach zum Badeort Gelendschik an der russischen Schwarzmeerküste unterwegs.
+++ 13:32 Russische Warnschüsse im Ärmelkanal - "sowas ist erlaubt" +++
Zwei britische Rentner auf einer Segeljacht werden im Ärmelkanal von Warnschüssen aufgeschreckt. Moskau wirft ihnen vor, auf eine russische Fregatte zugefahren zu sein. Aus London wird der Vorfall jedoch anders dargestellt, berichtet ntv-Reporter Rainer Munz.
+++ 13:27 Tusk: "Alle Hinweise" deuten auf "politischen Mord" an russischem Künstler in Polen hin +++
Die Erschießung des russischen Künstlers und Putin-Kritikers Semjon Skrepezki in Polen war nach den Worten des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk aller Wahrscheinlichkeit nach ein "politischer Mord". Falls dieser von Russland in Auftrag gegeben worden sei, "dann ist dies auch eine sehr ernste Angelegenheit mit internationaler Dimension", sagt Tusk. Skrepezki, mit bürgerlichem Namen Robert Kusowkow, war am Montag in Biala Podlaska im Osten Polens auf offener Straße erschossen worden.
+++ 13:14 IEA: Russische Ölförderung wegen ukrainischer Angriffe gesunken +++
Die russische Ölförderung ist nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) im vergangenen Monat wegen verstärkter ukrainischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Sie belief sich auf 8,7 Millionen Barrel pro Tag und lag damit zehn Prozent unter der Zielvorgabe für Mai, wie die IEA mitteilt. Die Ukraine greife mit Langstreckendrohnen inzwischen auch weiter im russischen Landesinneren gelegene Fördergebiete an, heißt es im Monatsbericht der in Paris ansässigen Agentur, die Industriestaaten in Energiefragen berät. Wegen der Angriffe senkte die IEA ihre Prognose für die russische Rohölförderung in diesem Jahr um 200.000 Barrel auf täglich 8,95 Millionen Barrel.
+++ 12:49 Behörden: Zehn Tote, Dutzende Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine +++
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind im Laufe des vergangenen Tages offenbar mindestens zehn Menschen getötet und 64 weitere verletzt worden. Das meldet die Zeitung "Kyiv Independent" unter Berufung auf örtliche Behörden. In der Region Donezk etwa seien vier Menschen getötet worden. Auch die Regionen Sumy, Cherson, Saporischschja, Dnipropetrowsk und Charkiw waren demnach betroffen.
+++ 12:21 Bundesregierung: Russland kann Krieg nicht gewinnen +++
Die schwindenden militärischen Aussichten Russlands im Ukraine-Krieg machen nach Einschätzung der Bundesregierung Friedensverhandlungen wahrscheinlicher. "Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen. Das wird immer deutlicher", sagt ein Regierungssprecher in Berlin. Die Bundesregierung wolle gemeinsam mit den G7-Partnern diese Dynamik nutzen, um einen neuen Anlauf für ernsthafte Friedensgespräche zu nehmen. Russland zeige bisher jedoch keine Verhandlungsbereitschaft.
+++ 11:34 ISW: Russland schränkt Verkauf von Benzin und Diesel zunehmend ein +++
Russische Behörden und Energieunternehmen schränken den Verkauf von Benzin und Diesel im Land offenbar zunehmend ein. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Demnach führen die Angriffe der Ukraine auf die russische Ölinfrastruktur zu Versorgungsengpässen.
+++ 11:04 Starmer nennt Warnschüsse von russischem Kriegsschiff im Ärmelkanal "leichtsinnig" +++
Der britische Premierminister Keir Starmer hat die von einem russischen Kriegsschiff abgegebenen Warnschüsse in Richtung einer Jacht im Ärmelkanal als "leichtsinnig" bezeichnet. Nach Einschätzung des Verteidigungsministeriums in London habe es sich bei dem Schiff um ein im Wasser "treibendes Kriegsschiff" gehandelt und "nicht um etwas weiter Bedrohliches", sagt Starmer dem Sender GB News. Starmer sagt, der Vorfall sei beim G7-Gipfel im französischen Evian Thema gewesen. "Wir müssen wachsam sein", fügt er hinzu.
+++ 10:18 Kanadas Premier sieht in Trumps Auftritt bei G7-Gipfel möglichen "Wendepunkt" +++
Kanadas Premierminister Mark Carney sieht im Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel einen möglichen Wendepunkt. Das Treffen eröffne die Möglichkeit eines "Game-Changers" mit Blick auf die Kriege in der Ukraine, aber auch im Libanon, sagt Carney im französischen Evian. Es habe in den Gipfel-Diskussionen "einen veränderten Ton" gegeben. Bei der Ukraine hätten sich die Gipfel-Teilnehmer auf eine "realistischere Einschätzung des weiteren Verlaufs dieses Krieges" sowie die Haltung gegenüber Russland und die Verschärfung der Sanktionen einigen können, sagt Carney. Trump hatte am Dienstag mit Blick auf den Ukraine-Krieg verschärfte Sanktionen gegen Russland unterstützt.
+++ 09:41 Ukrainischer Generalstab meldet 237 Gefechte an der Front +++
Im Laufe des vergangenen Tages hat es offenbar 237 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen gegeben. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform mit Verweis auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Demnach hat Russland 94 Luftangriffe durchgeführt und 9872 Kamikaze-Drohnen eingesetzt.
+++ 09:11 Polen-Beauftragter: Verteidigungsabkommen ist wichtiges Zeichen +++
Der Polen-Beauftragte der Bundesregierung misst dem deutsch-polnischen Verteidigungsabkommen eine hohe Bedeutung zu. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen einer immer intensiveren Zusammenarbeit bei der militärischen, aber auch generell sicherheitspolitischen Kooperation", sagt Knut Abraham im Deutschlandfunk. Das Abkommen werde vor allem die Beistandsverpflichtungen unterstreichen, die beide Staaten über Nato und EU eingegangen sind. Daneben gebe es eine ganze Reihe von Einzelregelungen etwa in den Bereichen Verteidigungsindustrien und Fähigkeitsentwicklung. Bei der Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine gibt es laut Abraham "keine Abstimmungsprobleme". Er glaube, dass die Bilanz der beiderseitigen Bemühungen für die Ukraine gut ist. "Es ist so, dass beide Länder wirklich engagiert hinter dem überfallenen Land, hinter der Ukraine stehen. Größere Zerwürfnisse kann ich nicht bestätigen." Verteidigungsminister Boris Pistorius reist am heutigen Mittwoch nach Warschau, um das Verteidigungsabkommen zu unterzeichnen.
+++ 08:27 Verletzte bei russischen Angriffen in Region Sumy +++
Bei russischen Drohnenangriffen in der Region Sumy im Nordosten der Ukraine sind offenbar drei Menschen verletzt worden. Das meldet das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf die Polizei. Demnach wurden Wohnhäuser und Autos beschädigt. In der Nacht traf laut dem Leiter der örtlichen Militärverwaltung eine russische Drohne zudem eine Reitschule in der Region. Mehrere Pferde seien dabei getötet worden.
+++ 07:45 Saporischschja spannt weitere Anti-Drohnen-Netze über Bushaltestellen +++
Nach verstärkten Angriffen werden in Saporischschja offenbar weitere Anti-Drohnen-Netze an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs errichtet. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Iwan Fedorow. Demnach hat Russland in den vergangenen Wochen seine Drohnenangriffe intensiviert.
+++ 06:48 Albaniens Regierungschef plädiert für schnelle Aufnahme neuer Mitgliedsländer in die EU +++
Der albanische Ministerpräsident Edi Rama plädiert für eine schnelle, unkomplizierte Aufnahme neuer Mitgliedsländer in die Europäische Union. Er sprach dabei für Albanien und die Nachbarstaaten auf dem Westbalkan sowie für die Ukraine und Moldau, die durch Russlands Angriffskrieg besonders gefährdet sind. "Wir müssen einen Weg finden, aus Europa eine einige Familie zu machen", sagt Rama bei einem Besuch in Berlin. Dafür müsse die EU aber umdenken: Es sei zuerst eine politische Entscheidung notwendig, die technischen Details der Anpassung sollten folgen.
+++ 06:05 Rentner an Bord von britischer Jacht: Russische Warnschüsse waren unnötig +++
Besatzungsmitglieder einer in Großbritannien registrierten Jacht haben die Warnschüsse eines russischen Kriegsschiffs in Richtung ihres Schiffs als ungerechtfertigt kritisiert. Das britische Rentnerpaar Jane und Alan Kelvey beschreibt den Vorfall in einem Interview mit dem Sender BBC am Dienstag als "surreal". Jane Kelvey schildert dem britischen Sender, nachdem fünf Mal das Horn des russischen Kriegsschiffs "Admiral Grigorowitsch" erklungen sei, hätten sie die Jacht "sofort zwei Grad Richtung Hafen gewendet, so dass sie sehen konnten, dass wir eine absichtliche Kursänderung vorgenommen haben, wir sie also gesehen haben". Etwa eine Minute später sei das Signalhorn der Russen erneut fünf Mal erklungen und direkt danach habe die Schiffsbesatzung "vier bis fünf Schüsse kleinen Kalibers" abgegeben. "Das galt nicht uns - es waren Warnschüsse in die Luft, glauben wir", sagt Jane Kelvey. Den Vorwurf Russlands, ihre Jacht habe sich auf einem "gefährlichen" Kollisionskurs befunden, wies sie zurück. Ihr Mann bezeichnet die Schüsse als "nicht notwendig".
+++ 04:35 Russische Luftangriffe auf Saporischschja setzen Wohnblock in Flammen +++
Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine ist in der Nacht ein Mann getötet worden, sieben weitere Menschen wurden verletzt. Wegen russischer Drohnen im Luftraum gilt weiter Luftalarm. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow gibt es vor allem an ziviler Infrastruktur Schäden, ein mehrstöckiger Wohnblock stehe in Flammen. Der Mann starb laut einem Bericht des "Kyiv Independent", als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe. Ziel der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein. Die Angaben lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.
+++ 02:16 Ukraine: 13 entführte Kinder aus russisch besetztem Gebiet heimgeholt +++
Die Ukraine meldet die erfolgreiche Rückkehr von 13 Kindern und Jugendlichen, die in den russisch kontrollierten Teil des Landes deportiert worden waren. Die fünf Mädchen und acht Jungen seien im Alter zwischen 3 und 17 Jahren mit Hilfe des Programms "Bring Kids Back UA" zurückgeholt worden, teilt der Gouverneur der teils russisch besetzten Oblast Cherson, Oleksandr Prokudin, mit. Die Kinder hätten Schreckliches erlebt, teils hätten ihnen russische Soldaten mit Erschießung gedroht. Einige Jugendliche seien gezwungen worden, sich beim Militär registrieren zu lassen. Zur Vorbereitung hätten sie auf Übungsplätzen gelernt, Schützengräben auszuheben und zu schießen. Seit Beginn der russischen Vollinvasion sind nach ukrainischen Angaben mehr als 20.000 Kinder von Russland entführt worden.
+++ 00:55 G7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhen +++
Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten.
+++ 23:11 Türkischer Außenminister äußert sich besorgt über "Eskalation im Ukraine-Krieg" +++
Bei einem Besuch in Moskau zeigt sich der türkische Außenminister Hakan Fidan besorgt über "die jüngste Eskalation im Ukraine-Krieg". Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow spricht Fidan zudem von einer Gefahr der "geografischen Ausweitung" des Konflikts. Dies gebe Anlass zu "ernster Sorge". Insbesondere die zunehmende Zahl von Angriffen auf Ziele hinter der Front und Angriffe, die die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer bedrohen, hätten "Auswirkungen, die die Interessen Dritter beeinträchtigen", so Fidan. Es seien "bestimmte deeskalierende Maßnahmen" notwendig. Die Türkei grenzt wie Russland und die Ukraine an das Schwarze Meer und unterhält zu beiden Ländern gute Beziehungen.
+++ 22:02 Kiew: Mindestens acht Tote bei russischen Luftangriffen in der Ukraine +++
Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind den ukrainischen Behörden zufolge am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden. Bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der Region Dnipropetrowsk habe es drei Todesopfer gegeben, erklärt der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha. Die russische Armee habe mit Drohnen Zivilisten angegriffen, die "auf einer Straße unterwegs waren". Beim Beschuss von Wohngebieten in der Stadt Slowjansk in der Region Donezk kamen drei weitere Menschen ums Leben, wie der dortige Bürgermeister Vadym Liach mitteilt. Zwei weitere Tote gab es laut Behördenangaben durch Drohenbeschuss in der südlichen Region Cherson. Hier wurden demnach weitere 16 Menschen verletzt. Bei massiven russischen Angriffen waren erst in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Ukraine mindestens elf Menschen getötet worden.
+++ 21:25 Ukrainischer Kampfjet abgestürzt - Piloten tot +++
Beim Absturz eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-24 sind nach offiziellen Angaben beide Piloten ums Leben gekommen. Der Absturz habe sich am Abend in der Region Chmelnyzkyj im Westen des Landes ereignet, teilen die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. "Die Ursachen und Umstände der Katastrophe werden geprüft", heißt es in der Mitteilung des Militärs. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion des Landes. Das russische Militär hat dabei ein starkes Übergewicht an Flugzeugen, die es in der Vergangenheit immer wieder zu Luftangriffen auf den Nachbarn genutzt hat. Der Verlust jedes einzelnen Kampfjets wiegt für Kiew daher schwer.
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