Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:01 Ukraine eröffnet erste Rüstungsfabrik in UK +++

25.02.2026, 00:01 Uhr

Russland startet in den frühen Morgenstunden einen kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine, der sich gegen Kiew sowie Charkiw, Saporischschja und Krywyj Rih richtet. In den Städten wurden laut Angaben der lokalen Behörden Wohngebäude und zivile Infrastruktur beschädigt. Erste Explosionen gab es laut Journalisten der Zeitung "Kyiv Independent" vor Ort gegen 4:00 Uhr Ortszeit in der ukrainischen Hauptstadt. Der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, Tymur Tkachenko, sagt, Russland greife die Stadt sowohl mit ballistischen Raketen als auch mit Drohnen an, und forderte die Einwohner auf, in Schutzräumen zu bleiben, bis die Luftalarmwarnung aufgehoben werde.

+++ 03:40 Ukraine eröffnet erste Rüstungsfabrik in UK +++

Das erste ukrainische Rüstungswerk hat offiziell seinen Betrieb im Vereinigten Königreich aufgenommen, teilt der ukrainische Botschafter im Vereinigten Königreich, Valerii Zaluzhny, mit. Der neue Produktionskomplex gehört Ukrspecsystems, einem führenden Entwickler von unbemannten Flugsystemen (UAS). Die Expansion zielt darauf ab, eine kontinuierliche Produktion sicherzustellen, da die heimische Infrastruktur der Ukraine unerbittlichen Raketenangriffen ausgesetzt ist. Zaluzhny erklärt, dass das technische Know-how des Unternehmens zwar in der Ukraine verbleiben werde, um direkte Erfahrungen aus der Front in den Konstruktionsprozess einfließen zu lassen, die Integration in den britischen Verteidigungssektor jedoch den Fertigungszyklus sichere.

+++ 01:44 Schweiz führt "vollständiges Verbot" für russisches Gas ein +++

Die Schweiz unternimmt einen Schritt in Richtung vollständige Umsetzung der EU-Sanktionen gegen Russland. Die Regierung verkündet ein vollständiges Verbot des Kaufs und Imports von russischem Flüssigerdgas (LNG). Am 23. Oktober 2025 verabschiedete die EU ihr 19. Sanktionspaket gegen Russland. Es richtete sich gegen die militärische Industrie, den Energiesektor und den Finanzsektor Russlands und sollte Moskau unter Druck setzen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um ein Ende des umfassenden Krieges Russlands in der Ukraine zu verhandeln. In einer Pressemitteilung erklärt der Schweizer Bundesrat, dass er das vollständige Verbot des Kaufs und Imports von russischem LNG ab dem 25. April umsetzen werde – mit Ausnahme bereits bestehender langfristiger Lieferverträge, für die eine Übergangsfrist bis Ende 2026 gilt.

+++ 00:43 Nawrocki: Russland sieht NATO als "Hauptfeind" im "Zivilisationskrieg" +++

Russland führt einen "Zivilisationskrieg" gegen den Westen und betrachtet die NATO, einschließlich Polen, als seinen "Hauptfeind", sagt Karol Nawrocki. Der polnische Präsident warnte, dass Moskau weiterhin Staaten entlang der Ostflanke der NATO durch "groß angelegte hybride Kriegsführung und Einflussoperationen" bedrohen werde. "Wir müssen darauf vorbereitet sein, auf eine Reihe von Ereignissen und Vorfällen unterhalb der Kriegsschwelle zu reagieren, die unsere Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellen werden", sagt der Staatschef.

+++ 23:00 Selenskyj: Trump unterstützt Gipfeltreffen nach nächsten Ukraine-Gesprächen +++

Bei den von den USA moderierten russisch-ukrainischen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges strebt auch US-Präsident Donald Trump nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Spitzentreffen an. Die für Anfang März geplanten trilateralen Gespräche mit Russland sollten den Weg für eine Begegnung der Staatschefs ebnen, teilt Selenskyj nach einem Telefonat mit Trump mit. Der US-Präsident unterstütze diese Vorgehensweise. "Dies ist der einzige Weg, um alle komplexen und sensiblen Fragen zu klären und den Krieg endlich zu beenden", schreibt Selenskyj auf X. An dem Telefonat nahmen auch die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner teil.

+++ 22:10 Erste ukrainische Drohnenfabrik in Großbritannien beginnt Produktion +++

In Großbritannien hat die erste ukrainische Fabrik zur Herstellung von Drohnen ihren Betrieb aufgenommen. In der Ukraine seien die Fabriken wegen des Kriegs ständig von Zerstörung bedroht, daher sei die Aufnahme der Produktion in Großbritannien nur logisch, erklärt der ukrainische Botschafter Waleri Saluschnyj bei Telegram. Es handele sich aber nicht um eine Verlagerung der Produktion aus der Ukraine heraus, sondern "um eine Erweiterung unserer gemeinsamen Fähigkeiten und die Schaffung einer zweiten Verteidigungslinie, die die Kontinuität der Produktion gewährleistet".

+++ 21:35 Klitschko zu Verhandlungen mit Putin: "Kann mit Kannibalen nicht über Speisekarte reden" +++

Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko bedauert, dass US-Präsident Donald Trump nicht persönlich die Ukraine-Verhandlungen mit Russland Präsident Wladimir Putin führt. "Trump muss rankommen, nicht aus der Distanz oder indem er Leute schickt", sagte Klitschko in der ARD-Sendung "Maischberger". Der US-Präsident "kommt klar oder klarer als seine Repräsentant" mit Putin, meint Klitschko. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff sei für Verhandlungen mit Putin jedenfalls nicht der Richtige: "Man kann nicht mit einem Kannibalen, über eine Speisekarte reden".

+++ 20:54 Bericht: Kremlsprecher dämpft Hoffnungen auf baldiges Treffen zwischen Selenskyj und Putin +++

Kremlsprecher Dmitri Peskow dämpft die Erwartungen auf ein baldiges Treffen der Staatschefs der Ukraine, Russlands und der USA. Ein solches Spitzentreffen sollte erst stattfinden in der letzten Phase der Friedensgespräche, um "die Vereinbarungen abzuschließen", sagte Peskow laut einem Bericht der Zeitung "Kyiv Independent". Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte vor einigen Tagen im Interview bei "Fox News" gesagt, dass sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der russische Staatschef Wladimir Putin kurz nach der nächsten Runde der Friedensgespräche treffen könnten, die Washington innerhalb von drei Wochen organisieren will. Witkoff betonte, dass US-Präsident Donald Trump nur an an einem möglichen Ukraine-Russland-Gipfeltreffen teilnehmen würde, wenn er "das Gefühl hat, dass er dies zum Erfolg führen und das beste Ergebnis erzielen kann".

+++ 20:31 Korruptionsverdacht: Ukrainischer Geheimdienst nimmt zwei hochrangige Beamte fest +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst (SBU) hat zwei hochrangige Beamte in der Abteilung für Innere Sicherheit wegen Korruptionsverdachts festgenommen. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut einer Mitteilung des Geheimdienstes um den Logistikchef des Luftwaffenkommandos und den Leiter des SBU-Regionalbüros in Schytomyr. Gegen sie werde wegen Veruntreuung von Staatsgeldern ermittelt. Diese seien eigentlich für den Bau von Befestigungsanlagen an strategisch wichtigen Standorten vorgesehen gewesen, darunter auch Einsatzflugplätze der ukrainischen Streitkräfte. Im Mai 2025 hatte die Regierung laut Mitteilung 1,4 Milliarden Hrywnja (37 Millionen US-Dollar) für den Bau modularer, bogenförmiger Bauten zum Schutz von Flugzeugen und Infrastruktur bereitgestellt. Dem SBU zufolge versuchten die Beamten, Kontrollen zu verhindern und die mutmaßliche Veruntreuung zu verschleiern. Die beiden Männer seien überwacht und festgenommen worden, als sie umgerechnet rund 320.000 US-Dollar in bar entgegennehmen wollten.

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Der SBU veröffentlichte bei Telegram Aufnahmen, die die Festnahme der Beschuldigten zeigen sollen. (Foto: Telegram/Sicherheitsdienst der Ukraine SBU)

+++ 19:47 Ukraine: Russisches Luftabwehrsystem auf der Krim in der Nacht zerstört +++

Ukrainische Spezialeinsatzkräfte bestätigen den Angriff auf russische Luftverteidigungsstellungen auf der besetzten Krim in der vergangenen Nacht. Dabei haben sie nach eigenen Angaben wichtige Elemente eines S-400-Systems und eines Pantsir-S1-Raketenabwehrsystems zerstört. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Demnach richtete sich der Angriff gegen russische Luftverteidigungsanlagen auf der ukrainischen Halbinsel, die Russland seit 2022 völkerrechtswidrig besetzt hält. Neben der Startrampe eines S-400-Systems sollen eine Radarstation vom Typ 92N6E sowie weitere wichtige Komponenten zerstört worden sein.

+++ 19:20 Sybiha: Mehr als 1700 Afrikaner kämpfen auf russischer Seite im Krieg +++

Mehr als 1.700 Afrikaner kämpfen als Soldaten auf russischer Seite, sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha laut Reuters. Moskau täusche die Männer, um sie für den Kampf zu gewinnen, so Sybiha. Man führe Gespräche mit Regierungen in ganz Afrika, um zu verhindern, dass deren Bürger in solche Machenschaften hineingezogen würden, sagte er im Beisein seines ghanaischen Amtskollegen Samuel Okudzeto Ablakwa. Russland hat den Vorwurf der illegalen Rekrutierung bislang zurückgewiesen.

+++ 18:56 Nach Mord an ukrainischem Ex-Politiker - Polizei nimmt Verdächtigen in NRW fest +++

Spanische und deutsche Polizisten haben im nordrhein-westfälischen Heinsberg einen Tatverdächtigen im Fall eines in Spanien ermordeten ukrainischen Ex-Abgeordneten festgenommen. Wie die spanische Polizei mitteilt, wurden Polizisten aus Madrid bei dem Zugriff in der Stadt nahe der niederländischen Grenze von Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) unterstützt. Der prorussische Ex-Abgeordnete Andrij Portnow war im Mai vergangenen Jahres in Pozuelo de Alcarcón, einem Vorort von Madrid, erschossen worden. Er gehörte früher dem ukrainischen Parlament an und war stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung unter dem Kreml-treuen früheren Staatschef Viktor Janukowitsch.

+++ 18:27 Ukraine will bis Jahresende 4000 Kilometer Straßen mit Anti-Drohnen-Netzen schützen +++

Die Ukraine wird die Installation von Drohnenabwehrnetzen über Straßen in den Frontgebieten beschleunigen und plant, bis Ende des Jahres 4000 Kilometer Straßen so zu schützen. Das erklärte Verteidigungsminister Mychajlo Fjodorow, wie Reuters meldet. Russland greife immer wieder mit Drohnen militärische Nachschubwege und Stützpunkte in der Ukraine an, so der Minister.

+++ 17:42 Putin an Karneval verunglimpft? Moskau setzt Prozess gegen Jacques Tilly fort +++

Die russische Justiz hat im umstrittenen Strafverfahren gegen den deutschen Bildhauer Jacques Tilly unter anderem wegen Beleidigung von Kremlchef Wladimir Putin für den morgigen Donnerstag (9.00 Uhr MEZ) einen neuen Prozesstermin angesetzt. Richter Konstantin Otschirow hatte zwar in Anwesenheit einer Pflichtverteidigerin die Anklage verlesen lassen, dann aber die Verhandlung erneut unterbrochen, weil Zeugen fehlten. Sie werden nun erwartet. Unklar ist, wann ein Urteil gesprochen wird. Der Prozess findet in Abwesenheit des Angeklagten statt. Er sei noch immer nicht von der russischen Justiz über das Verfahren informiert worden, sagte Tilly auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Gleichwohl beobachten Diplomaten der deutschen Botschaft in Moskau das Verfahren mit seiner Kenntnis. Tilly hatte Karnevalswagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Karikaturen von Putin gebaut. Laut Gericht muss sich Tilly nun wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane verantworten, dazu gehört neben der russischen Armee auch Präsident Putin.

+++ 17:14 EU: Kroatien prüft Import von russischem Öl über Seeweg für Ungarn und Slowakei +++

Kroatien prüft wegen der Unterbrechung der Druschba-Pipeline nun eine Versorgung Ungarns und der Slowakei mit russischem Rohöl über den Seeweg. Das Land prüfe, ob es im Einklang mit den EU- und US-Sanktionen gegen Russland von dort Rohöl in seinem Hafen annehmen könne, sagte ein Sprecher der Europäischen Kommission in Brüssel. Die Druschba-Pipeline, über die Ungarn und die Slowakei seit den 1960er Jahren von Russland mit Öl versorgt werden, ist seit dem 27. Januar unterbrochen. Die Ukraine macht dafür einen russischen Drohnenangriff verantwortlich. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der bereits zur Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte.

+++ 16:38 Selenskyj: Russland will mit Behauptungen zu Atomwaffen nur Druck auf Gespräche ausüben +++

Bei Russlands Behauptungen, Kiew versuche, Atomwaffen zu beschaffen, handelt es sich dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge um einen Versuch, während der laufenden Friedensgespräche Druck auf die Ukraine auszuüben..

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