Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:29 Pentagon schickt weitere Kampfflugzeuge in den Nahen Osten +++

31.03.2026, 00:01 Uhr

Angeblich steht ein Ende des Iran-Kriegs kurz bevor. Andererseits entsendet das Pentagon weitere Kräfte in den Nahen Osten. Wie die "New York Times" berichtet, verlegt das US-Verteidigungsministerium 18 Kampfflugzeuge des Typs A-10 in die Region. Die vorhandene Flotte vor Ort solle damit mehr als verdoppelt werden, wie es heißt. Etwa ein Dutzend A-10 befinden sich bereits auf Stützpunkten der Luftwaffe. Sie sollen genutzt werden, um iranische Boote und vom Iran unterstützte Milizen im Irak anzugreifen, sagen zwei Vertreter des Pentagons dem Bericht zufolge. Die Flugzeuge könnten auch eingesetzt werden, um US-Bodentruppen dabei zu unterstützen, Gebiete in der Nähe der Straße von Hormus oder der Insel Charg zu besetzen. Flugverfolgungsdaten und Angaben von Pentagon-Vertretern zufolge machen die A-10 auf ihrem Weg einen Zwischenstopp auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Lakenheath.

+++ 20:56 Bericht: USA verlieren 16 kostspielige MQ-Reaper-Drohnen im Iran +++

Einem Bericht von CBS zufolge verliert das US-Militär seit Beginn des Iran-Kriegs mindestens 16 MQ-Reaper-Drohnen. Zwei davon sollen in dieser Woche nahe Isfahan verloren gegangen sein, wie die CBS-Korrespondentin für das Weiße Haus, Jennifer Jacobs auf X schreibt. Die Drohnen des US-Herstellers General Atomics werden für Aufklärungsmissionen, aber auch für Angriff eingesetzt. Unterschiedlichen Angaben zufolge kostet eine Drohne allein zwischen 20 und 34 Millionen US-Dollar (17 – 29 Mio. Euro). Selbst im günstigsten Fall würden die Drohnen einen Verlust von 320 Millionen US-Dollar (276 Mio. Euro) bedeuten. 

+++ 20:22 Rätsel um Iran-Post - "Keiner weiß, wen Trump da meint" +++

US-Präsident Trump sorgt mit einer Äußerung zum Iran-Krieg wieder einmal für Verwirrung. In einem Post auf Truth Social spricht er unter anderem über eine Waffenruhe, die der Iran erbeten haben soll. Teheran dementiert umgehend. ntv-Korrespondent Gordian Fritz sieht auch darüber hinaus viel "Bemerkenswertes".

+++ 19:53 Französischer Admiral zweifelt an Minen in der Straße von Hormus +++

Die französische Marine hat nach Angaben des Admirals Nicolas Vaujour keine Hinweise darauf, dass die Straße von Hormus vermint worden ist. Auf einer Sicherheitskonferenz in Paris fordert er zudem, China müsse sich stärker für eine Wiederöffnung der Meerenge einsetzen und seine Ungeduld über die anhaltende Sperrung deutlich machen. China und der Iran sind befreundete Staaten.

+++ 19:23 Stimmung in Chinas Industrie fällt wegen Iran-Kriegs +++

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs trübt sich die Stimmung in Chinas Industrie im März laut einer Umfrage leicht ein. Der Einkaufsmanagerindex des Anbieters RatingDog fiel auf 50,8 Punkte nach 52,1 im Februar. Damit liegt der Wert zwar weiter über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Der Kostendruck habe sich jedoch deutlich verschärft, zugleich seien die Lieferketten spürbar gestört gewesen, heißt es von RatingDog-Gründer Yao Yu. Als Belastungsfaktor wird der Iran-Krieg betrachtet. Er treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Unternehmen. China ist der größte Warenexporteur der Welt. Höhere Energiepreise belasten daher auch die chinesische Wirtschaft und besonders exportorientierte Firmen. Zugleich verweisen einige Beobachter darauf, dass China von dem Konflikt auch profitieren könnte. Das Land ist stark bei Solaranlagen, Batterien und Elektroautos. Wenn viele Staaten wegen des Krieges noch stärker auf alternative Energien setzen, könnte das die Nachfrage nach chinesischen Produkten erhöhen. 

+++ 18:52 Israel: Größter Angriff Irans seit Kriegsbeginn +++

Der Iran greift Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen an. Allein in Tel Aviv gibt es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde. Die "Times of Israel" berichtet unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den größten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Über mögliche Opfer und Schäden liegen bislang keine bestätigten Informationen vor. Juden weltweit feiern das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei.

+++ 18:28 Israel tötet hochrangigen Hisbollah-Kommandeur +++

Das israelische Militär hat den ranghohen Hisbollah-Kommandeur Hadsch Jussef Ismail Haschem getötet. Der Befehlshaber der Südfront der Miliz sei durch einen Angriff der Marine ums Leben gekommen, teilt ein Armeesprecher mit. Die Hisbollah bestätigt den Tod. Einem Insider zufolge handelt es sich um den schwersten Verlust für die vom Iran unterstützte Gruppe seit dem Ausbruch der neuen Kämpfe im vergangenen Monat. Haschem sei bei einem Treffen mit anderen Kommandeuren von einem Kriegsschiff aus beschossen worden.

+++ 18:10 Der Iran bringt Russland als Vermittler ins Gespräch +++

Der Iran würde nach Angaben seines Botschafters in Moskau eine Vermittlerrolle Russlands zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel begrüßen. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass und zitiert den iranischen Botschafter Kasem Dschalali. Der Iran und Russland sind verbündet. Die beiden Staaten haben im vergangenen Jahr ein auf zwanzig Jahre angelegtes Abkommen über eine strategische Partnerschaft abgeschlossen, um ihre militärische, wirtschaftliche und politische Kooperation zu vertiefen. Zahlreich westliche Politiker halten dies jedoch für kaum vorstellbar, da Russland seinerseits vor mehr als vier Jahren grundlos eine Invasion in der Ukraine gestartet hat. 

+++ 17:17 Großbritannien beruft Krisensitzung zur Straße von Hormus ein +++

Die britische Außenministerin Yvette Cooper beruft eine Krisensitzung zur vom Iran weitestgehend blockierten Straße von Hormus mit internationalen Partnern ein. Auch Deutschland nimmt an der Schaltkonferenz teil, wie es aus dem Auswärtigen Amt heißt. Premierminister Keir Starmer sagt während einer Pressekonferenz, die Partner würden noch im Laufe dieser Woche zusammenkommen. "Dort werden wir alle tragfähigen diplomatischen und politischen Maßnahmen prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen, die Sicherheit der festgesetzten Schiffe und Seeleute zu gewährleisten und den Transport lebenswichtiger Güter wieder aufzunehmen", so Starmer. Das Nachrichtenportal "Politico" berichtet unter Berufung auf eine Regierungsquelle, das Treffen sei für diesen Donnerstag geplant. Im Anschluss an die große Konferenz sollen Militärplaner zusammenkommen, um Möglichkeiten zu prüfen, wie die Straße auch nach dem Ende der Kämpfe freigehalten werden kann, sagt der Premier. 

+++ 16:36 Iranisches Außenministerium: Haben USA nicht um Waffenruhe gebeten +++

Der Iran weist die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zurück, die Islamische Republik habe die USA um eine Waffenruhe gebeten. Die Äußerung sei falsch und unbegründet, berichtet das staatliche iranische Fernsehen unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums.

+++ 16:20 LNG-Lieferungen für Gasversorger SEFE laufen an +++

Ungeachtet des Iran-Krieges sind die ersten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) aus dem Oman an den bundeseigenen Gasversorger SEFE angelaufen. "Die Lieferungen im Rahmen unserer Vereinbarung mit Oman LNG haben planmäßig begonnen", sagt ein Unternehmenssprecher und bestätigt damit einen Bericht des Magazins "Capital". Sie seien aktuell nicht von den Entwicklungen in der Golfregion betroffen. Es gebe auch keine Bedenken hinsichtlich zukünftiger Lieferungen. Der nun angelaufene Gasfluss geht auf einen Vertrag aus dem Jahr 2024 zurück. Die planmäßigen Lieferungen gewinnen vor dem Hintergrund des Iran-Krieges an Bedeutung, weil viele Öl- und Gastransporte durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus ausfallen. Oman liegt aber an der Außenseite der Meerenge und kann daher weiter LNG verschiffen. 

+++ 15:35 Zwölf Prozent Rückgang - Deutscher Maschinenbau leidet unter Iran-Krieg +++

Die Ausweitung der geopolitischen Konflikte auf den Iran macht dem deutschen Maschinenbau zu schaffen. Nach einer Erholung im vierten Quartal des Vorjahres erhält die als Rückgrat der deutschen Wirtschaft betrachtete Branche im Februar einen "spürbaren" Dämpfer, wie der Branchenverband VDMA mitteilt. Der Auftragseingang sinkt um 12 Prozent, im Inland um 16 und im Ausland um 11 Prozent. "Geopolitische Konflikte belasten unsere Geschäfte schon seit längerem und jetzt ist noch der Iran-Krieg dazugekommen, der für weitere Unsicherheit sorgt", erklärt VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. "Für das globale Investitionsklima sind all diese Auseinandersetzungen eine schwere Belastung, die sich deutlich bemerkbar macht." Insgesamt habe sich die Stimmung bei den Unternehmen leicht eingetrübt. 

+++ 15:06 Trump behauptet, Iran habe um Waffenruhe gebeten +++

Der Iran hat die USA nach Angaben von Präsident Donald Trump um eine Waffenruhe gebeten. "Wir werden das in Betracht ziehen, wenn die Straße von Hormus offen, frei und sicher ist", schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Bis diese Bedingung erfüllt sei, würden die USA den Iran "zurück in die Steinzeit" bomben, drohte der Präsident. Aussagen iranischer Politiker deuteten zuletzt nicht auf eine solche Bitte hin. Außenminister Abbas Araghtschi dementierte sogar, dass es überhaupt Verhandlungen gegeben habe. Der US-Präsident hatte bereits mehrfach Andeutungen eines nahen Kriegsendes gemacht. Diese wurden vielfach als Reaktion auf die schwachen Zustimmungswerte der US-Bevölkerung sowie die stark fallenden Börsenkurse gedeutet. 

+++ 14:40 Energieagentur-Chef bringt weitere Freigabe von Ölreserven ins Spiel +++

Die Internationale Energieagentur (IEA) bringt angesichts von Engpässen eine weitere Freigabe von Ölreserven ins Spiel. "Wenn wir der Meinung sind, dass ein Bedarf an Rohöl oder Produkten besteht, können wir eingreifen", sagt IEA-Chef Fatih Birol in einem Podcast mit dem Chef des norwegischen Staatsfonds, Nicolai Tangen. Die IEA berät die Industriestaaten in Energiefragen. Ihre Mitglieder hatten wegen der Folgen des Iran-Krieges bereits am 11. März die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen. Auch Deutschland beteiligte sich daran. IEA-Chef Birol zufolge sind durch den Krieg im Nahen Osten bislang rund 40 wichtige Energieanlagen beschädigt worden. Der Ölverlust werde im April doppelt so hoch ausfallen wie im März. Hinzu komme der Ausfall von Flüssiggas (LNG). "Das größte Problem ist heute der Mangel an Kerosin und Diesel", so Birol. "Wir sehen das in Asien. Aber ich denke, im April oder Mai wird dies auch Europa erreichen." 

+++ 14:19 "Aufregungsspiralen beenden" - Bundesregierung kontert Trumps Nato-Drohung +++

Die Bundesregierung reagiert gelassen auf die neuerliche Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen die Nato. "Das hat er nicht zum ersten Mal gemacht", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. "Da es ein wiederkehrendes Phänomen ist, können Sie auch die Folgen etwa selbst beurteilen", fügt er in Anspielung auf frühere Äußerungen von Trump hinzu. Dieser soll laut der britischen Zeitung "Telegraph" ernsthaft einen Austritt der USA aus der Nato erwägen und gesagt haben: "Oh ja, ich würde sagen, das geht über eine reine Überlegung hinaus." Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran. "Ich möchte nur für die Bundesregierung feststellen, dass wir selbstverständlich am Nato-Bündnis festhalten", sagt der Regierungssprecher in Berlin. Er verweist erneut darauf, dass die Nato ein Verteidigungsbündnis für das Bündnisgebiet sei. Kornelius fordert, "solche Aufregungsspiralen" zu beenden. 

+++ 14:02 Iran will Straße von Hormus nach eigenen Regeln öffnen +++

Der Zugang zur Straße von Hormus wird nach Aussage des Leiters des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit des Iran, Ebrahim Azizi, neuen, vom Iran festgelegten Bedingungen unterliegen. "Die Straße von Hormus wird sicherlich geöffnet werden; aber nicht für Sie! Für diejenigen, die die neuen Regeln der Islamischen Republik Iran befolgen", schreibt er in einem Beitrag auf X, der sich an Präsident Trump richtet. Der Iran hat mitgeteilt, er werde "befreundeten" Nationen, darunter Pakistan, erlauben, ihre Schiffe durch die wichtige Wasserstraße zu schicken. Teheran hat die Straße von Hormus für die westliche Handelsschifffahrt gesperrt.

+++ 13:44 Israelisches Militär tötet wichtigen Hisbollah-Kommandeur im Libanon +++

Das israelische Militär hat bei einem Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut nach übereinstimmenden Angaben einen hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet. Nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen und der proiranischen Miliz wurde der Hisbollah-Militärkommandeur für den Irak, Jussef Haschem, im Beiruter Viertel Dschna getötet. Demnach nahm Haschem zum Zeitpunkt des Luftangriffs an einem Treffen mit anderen Hisbollah-Anführern in einem Zelt teil. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge wurden bei dem Angriff insgesamt sieben Menschen getötet.

+++ 13:25 Ehemalige US-Botschaft in Teheran bei Angriffen beschädigt +++

Bei Angriffen auf Teheran ist am Morgen die ehemalige US-Botschaft in der iranischen Hauptstadt beschädigt worden. Das berichtete ein AFP-Reporter, wobei zunächst ungeklärt blieb, wer für den Angriff verantwortlich war. Aufnahmen der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zeigten in dem umliegenden Viertel im Zentrum Teherans beschädigte Geschäfte, zerbrochene Fenster und Trümmerteile. Bei weiteren Angriffen der USA und Israels im Zentrum und im Südwesten des Landes wurden iranischen Medienberichten zufolge Stahlwerke getroffen und Produktionsanlagen beschädigt.

+++ 13:03 Starmer reagiert auf Trumps Äußerungen zu Nato-Austritt +++

Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnet die Nato angesprochen auf Trumps Äußerungen als "effektivstes Militärbündnis", das die Welt je gesehen habe. Starmer betont, dass er bei seinen Entscheidungen stets im Interesse des Vereinigten Königreichs handele. "Ganz gleich, wie groß das Getöse ist", sagt Starmer: "Deshalb habe ich sehr klargemacht, dass dies nicht unser Krieg ist". In Fragen der Verteidigung, der Sicherheit und der wirtschaftlichen Zukunft sei eine "engere Beziehung" zu Europa nötig. US-Präsident Donald Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten zuvor erneut den Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato angedroht und insbesondere Großbritannien kritisiert (Eintrag 11:48 Uhr).

+++ 12:15 London kündigt internationales Treffen zur Sicherung der Straße von Hormus an +++

Die britische Regierung hat ein internationales Treffen zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt. Großbritannien habe 35 Länder hinter seiner Initiative "zur maritimen Sicherheit" in der Golfregion vereint, sagt der britische Regierungschef Keir Starmer in London. Außenministerin Yvette Cooper werde im Laufe dieser Woche erstmals Vertreter dieser Länder zu Beratungen empfangen. Das Treffen diene dazu, alle "diplomatischen und politischen Maßnahmen zu prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen", sagt Starmer.

+++ 11:48 Trump nennt Nato "Papiertiger" - und droht mit Austritt +++

US-Präsident Donald Trump und sein Außenminister Marco Rubio haben erneut den Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato angedroht. Trump bezeichnete die Allianz im Gespräch der britischen Zeitung "The Telegraph" als "Papiertiger". Es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdacht werden müsse.

+++ 10:59 Huthis wollen Angriff auf Israel mit Iran und Hisbollah koordiniert haben +++

Ein Militärsprecher der Huthis teilt in einer auf dem X-Konto der Miliz veröffentlichten Erklärung mit, dass die Gruppe in Abstimmung mit dem Iran und der Hisbollah im Libanon eine Salve ballistischer Raketen auf "empfindliche israelische feindliche Ziele" in Israel abgefeuert habe (Eintrag 09:53 Uhr). Er beschrieb dies als die dritte Operation in einer, wie er es nannte, "Schlacht des Heiligen Dschihad". Das israelische Militär teilt mit, es habe eine Rakete aus dem Jemen abgefangen.

+++ 10:25 Katar bestätigt iranischen Raketenangriff auf Öltanker +++

Katar ist nach eigenen Angaben vom Iran erneut mit Raketen angegriffen worden. Zwei Geschosse seien abgefangen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Doha mit. Eine dritte Rakete habe einen Öltanker getroffen. Zuvor hatte die britische Schifffahrtsbehörde (UKMTO) mitgeteilt, dass vor der Küste von Katars Hauptstadt Doha ein Tanker von einem Geschoss getroffen und am Rumpf beschädigt worden sei (Eintrag 03:42 Uhr). Die Besatzung sei in Sicherheit. Dem Staatskonzern Qatar Energy zufolge wurde der Tanker in den frühen Morgenstunden getroffen. Alle Besatzungsmitglieder seien unverletzt. Es bestehe keine Gefahr für die Umwelt, erklärt das Unternehmen.

+++ 09:53 Huthi-Miliz greift Israel erneut mit Raketen an +++

Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben Israel wieder mit Raketen angegriffen. Es habe sich um einen gemeinsamen Einsatz mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz gehandelt, teilt die vom Iran unterstützte Islamisten-Gruppe mit. Die Huthis hatten am Samstag ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen und waren damit in den Iran-Krieg eingetreten. Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht.

+++ 09:26 Unklares Ende, mehr Druck: USA und Israels "Ziele sind im Krieg auseinandergegangen" +++

Während die USA erneut das Ende der Kriegshandlungen im Iran in Aussicht stellen, blutet der Konflikt immer stärker auch in den Libanon hinein. Den Partnern fehle es inzwischen an einer gemeinsamen Linie, kommentiert ntv-Reporterin Elke Büchter. 

+++ 09:04 Mindestens 14 Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel +++

Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind mindestens 14 Menschen verletzt worden. Eine Elfjährige erlitt schwere Verletzungen durch Raketensplitter, wie der israelische Rettungsdienst berichtet (Eintrag 08:33 Uhr). Eine Frau und ein 13-Jähriger wurden ebenfalls von Splittern getroffen, elf weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen. Der Angriff ereignete sich demnach im Zentrum des Landes.

+++ 08:33 Elfjährige in Israel bei iranischem Raketenangriff schwer verletzt +++

Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel ist ein elfjähriges Mädchen schwer verletzt worden. Das Kind erlitt bei dem Angriff im Zentrum des Landes Verletzungen durch Splitter, wie der israelische Rettungsdienst berichtet. Bei dem Angriff wurden demnach zwölf weitere Menschen leichter verletzt. Die Polizei meldet Schäden in mehreren Gebieten im Zentrum Israels. Israelische Medien berichten, bei den Geschossen habe es sich um Streubomben gehandelt.

+++ 08:04 Bericht: Emirate sind bereit, sich dem Iran-Krieg anzuschließen +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bereiten sich einem Medienbericht zufolge darauf vor, den USA und ihren Verbündeten bei der gewaltsamen Öffnung der Straße von Hormus zu helfen. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf arabische Beamte. Damit wären die Emirate das erste Land am Persischen Golf, das zu einer Kriegspartei wird. Den offiziellen Angaben zufolge wollen die VAE sich für eine Resolution im UN-Sicherheitsrats einsetzen, die ein solches Vorgehen autorisieren würde. Diplomaten des Landes haben die USA und Militärmächte in Europa und Asien dringend aufgefordert, eine Koalition zu bilden, um die Straße von Hormus notfalls mit Gewalt zu öffnen. Falls die Resolution scheitern würde, wären die VAE immer noch bereit, sich an den Bemühungen zur Befreiung der Straße von Hormus zu beteiligen, heißt es in dem Bericht weiter. 

+++ 07:43 Netanjahu kündigt Fortführung des Iran-Kriegs an +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Fortführung des Kriegs gegen den Iran angekündigt. "Die Kampagne ist noch nicht vorbei", sagt Netanjahu in einer Fernsehansprache und fügt an: "Wir werden das Terrorregime weiterhin zerschlagen." Israel sei seiner "Mission treugeblieben", habe "das Gesicht des Nahen Ostens verändert" und sich zu einer "Regionalmacht" entwickelt, sagt Netanjahu weiter.

+++ 07:17 Umfrage: Mehrheit der US-Bürger für schnelles Ende des Iran-Kriegs +++

Zwei Drittel der US-Bürger wünschen sich einer Umfrage zufolge ein schnelles Ende der amerikanischen Beteiligung am Krieg gegen den Iran. Selbst wenn dies bedeute, dass die Ziele der Regierung von Präsident Donald Trump nicht erreicht würden, sprachen sich 66 Prozent der Befragten für einen raschen Abzug aus, wie aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervorgeht. Ein längeres Engagement, um die Mission zu erfüllen, befürworteten 27 Prozent. Insgesamt lehnten 60 Prozent der 1021 von Freitag bis Sonntag Befragten die US-Angriffe auf den Iran ab, während 35 Prozent sie guthießen.

+++ 06:50 Israels Armee: Bisher mehr als 800 Luftangriffe im Iran +++

Die israelische Luftwaffe hat seit Beginn des gemeinsam mit den USA geführten Krieges mehr als 800 Angriffe im Iran geflogen. Dabei seien rund 16.000 verschiedene Munitionstypen eingesetzt worden, teilt die Armee am frühen Morgen mit. Gemeinsam mit den Geheimdiensten würden die "gezielten Angriffe" gegen das iranische "Terrorregime" fortgesetzt, heißt es. Derweil habe man weitere großangelegte Angriffe gegen Infrastruktur des iranischen Machtapparats beendet.

+++ 06:28 Trump: Öffnung der Straße von Hormus nicht unsere Sache +++

Die USA wollen die Öffnung der vom Iran weiterhin blockierten Straße von Hormus anderen Ländern überlassen. Die USA hätten mit dem Problem - eine Folge des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran - "nichts zu tun", sagt US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Ob und wann eine Durchfahrt der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge wieder möglich sein wird, ist jedoch völlig ungewiss. Derweil setzt der Iran gut einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss auf die benachbarten Golfstaaten mit Raketen und Drohnen fort.

+++ 06:01 Iranisches Staatsfernsehen meldet Angriff in weiten Teilen von Teheran +++

Das iranische Staatsfernsehen hat Angriffe in weiten Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran gemeldet. Im Norden, Osten und Zentrum der Stadt seien Explosionen zu hören gewesen, berichtet der Sender Irib und sprach von "Angriffen auf Teheran". Weitere Details sind bislang nicht bekannt.

+++ 05:42 Brand an Flughafen von Kuwait nach iranischen Drohnenangriffen +++

Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilt die Zivilluftfahrtbehörde des Landes auf X mit. Sie spricht von "unverhohlenen Angriffen" des Iran und der "von ihm unterstützten bewaffneten Gruppen". Es gebe einen großen Brand, die Feuerwehr sei im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.

+++ 04:47 Kurdenregion im Nordirak unter Drohnenbeschuss +++

Aus dem Norden des Iraks werden Drohnenangriffe gemeldet. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, habe es in der Nacht Attacken mit rund 20 Drohnen gegeben, teilt eine Quelle in der Regionalregierung Kurdistan mit. Es gebe erheblichen Schaden an zivilen Gebäuden in mehreren Stadtteilen aufgrund herabfallender Trümmerteile.  Noch ist unklar, wer für die Angriffe verantwortlich ist. Im Zuge des Iran-Kriegs sind iranisch-kurdische Gruppen im Irak zunehmend ins Visier Teherans geraten. Zum Teil wurden jüngste Angriffe im Irak verbündeten Milizen des Iran zugeschrieben.

+++ 03:42 Tanker vor Katar beschossen +++

Vor der Küste des Golfstaats Katar ist ein Tanker unter Beschuss geraten. Das Schiff sei rund 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha von einem nicht näher beschriebenen Projektil getroffen worden, teilt die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb der Wasseroberfläche entstanden. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, ist unklar. In der vergangenen Nacht war im Persischen Golf ein riesiger kuwaitischer Öltanker im Hafen von Dubai unter iranischen Beschuss geraten.   

+++ 03:04 Trump kündigt wichtige Rede zum Iran-Krieg an +++

US-Präsident Donald Trump will sich in einer Ansprache zum Stand des Iran-Kriegs äußern. Er werde am Mittwoch um 21.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein "wichtiges Update" zum Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit. Kurz zuvor hatte Trump gesagt, die USA würden ihre Angriffe im Iran in zwei bis drei Wochen beendet haben.

+++ 02:17 Israel greift Hisbollah-Ziele in Beirut an +++

Die israelische Luftwaffe führt in der Nacht erneut schwere Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut aus. Es seien ein ranghoher Kommandeur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sowie ein weiterer Terrorist getroffen worden, teilt die israelische Armee auf Telegram mit. Nach vorläufigen Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen mindestens fünf Menschen getötet und 21 weitere verletzt. Bewohner berichten von lauten Explosionen und Bränden in der Nähe des internationalen Flughafens von Beirut. Die Hisbollah hatte zuvor erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels gefeuert.

+++ 01:22 Israel: Fabrik für Irans Chemiewaffen-Entwicklung attackiert +++

Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmaßliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk habe sich als ziviles Unternehmen ausgegeben, aber dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, teilt die Armee mit. Unabhängig überprüfen lässt sich das derzeit nicht. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete. 

+++ 00:26 Trump: USA werden Iran "sehr bald" verlassen +++

US-Präsident Donald Trump kündigt einen baldigen Abzug der USA aus dem Iran an. "Wir werden sehr bald abziehen", sagt Trump vor Reportern im Weißen Haus. Der Abzug könne innerhalb von zwei bis drei Wochen erfolgen. Es habe bereits einen Regimewechsel gegeben, erklärt Trump weiter. Möglicherweise könne vorher noch eine Vereinbarung getroffen werden. Der Iran müsse jedoch kein Abkommen schließen, damit die USA ihren Krieg beenden, fügt der Präsident hinzu. Auch im Sender NBC News hatte er zuvor von einem nahenden Rückzug gesprochen. "Wir machen das großartig", sagte Trump in einem Interview. "Und es geht zu Ende."

+++ 23:55 Länder im UN-Sicherheitsrat verurteilen Tod von Blauhelmsoldaten im Libanon +++

Mehrere Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrats verurteilen die tödlichen Zwischenfälle mit Blauhelmsoldaten im Libanon. Bei einer Sitzung in New York missbilligen unter anderem Frankreich, Großbritannien, China und Russland die Vorfälle, bei denen drei indonesische UN-Soldaten durch Explosionen getötet worden waren. Die Vereinten Nationen haben Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe zu den Explosionen herauszufinden. Am Sonntag wurde zunächst ein 28-jähriger Soldat bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen tödlich verletzt. Am Montag kamen zwei Soldaten im Alter von 33 und 26 bei einer Explosion ums Leben. 

+++ 23:08 USA warnen Staatsbürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen +++

Das US-Außenministerium warnt amerikanische Staatsbürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen und ruft sie auf, Schutz zu suchen. In einem Sicherheitshinweis teilt die US-Botschaft mit, dass Hotels, US-Unternehmen und Bildungseinrichtungen potenzielle Ziele seien. Amerikaner sollen bis auf Weiteres in Gebäuden bleiben und sich von Fenstern fernhalten. Iranischen staatlichen Medien zufolge wollen die Revolutionsgarden ab Mittwoch als Vergeltung für Attacken auf den Iran US-Firmen im Nahen Osten ins Visier nehmen.

+++ 22:19 Papst: Hoffentlich sucht Trump nach "Ausweg" aus Iran-Krieg +++

Papst Leo XIV. hat die Hoffnung geäußert, dass US-Präsident Donald Trump nach einem "Ausweg" aus dem Iran-Krieg sucht. "Hoffentlich sucht er nach einer Möglichkeit, das Ausmaß der Gewalt und der Bombardierungen zu verringern", fügt der Pontifex hinzu. "Mir wurde gesagt, dass Präsident Trump kürzlich erklärt hat, er würde den Krieg gern beenden." Ein Ende der Feindseligkeiten wäre ein "bedeutender Beitrag dazu, den entstehenden Hass abzubauen, der ständig zunimmt - im Nahen Osten und anderswo", erklärt Papst Leo. Der 70-Jährige ist das erste Oberhaupt der katholischen Kirche aus den USA.

+++ 21:44 Nordisrael unter massivem Beschuss der Hisbollah +++

Die libanesische Hisbollah feuert weiter Raketen und Drohnen auf Israel. In mehreren Gebieten im Norden des Landes haben am Abend immer wieder die Warnsirenen geheult. Betroffen ist auch die Küstenstadt Haifa. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldet mehrere Verletzte in Nordisrael, darunter ein Kind, das leicht verletzt sei.

+++ 21:22 Irans Präsident fordert "Garantien" bei Beendigung des Krieges +++

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat für den Fall einer Beendigung des Krieges "Garantien" verlangt. "Wir haben den nötigen Willen, um den Konflikt zu beenden", sagt Peseschkian in einem Telefonat mit EU-Ratspräsident António Costa. Dies gelte "unter der Bedingung", dass die "notwendigen Garantien" gegeben seien, "um eine Wiederholung der Aggression zu verhindern". Dabei erwähnt Peseschkian auch finanzielle Entschädigungen.

+++ 20:42 Trump: Straße von Hormus öffnet sich nach Kriegsende "automatisch" +++

Die Straße von Hormus werde sich mit dem Abschluss der US-Kriegshandlungen "automatisch" wieder öffnen, behauptet Donald Trump in einem Interview mit der "New York Post". "Lasst die Länder, die die Straße nutzen - lasst sie loslegen und sie öffnen", sagt der US-Präsident. Angesprochen auf einen Bericht im "Wall Street Journal", wonach er den US-Militäreinsatz auch ohne eine Öffnung der Straße von Hormus beenden könnte, sagt Trump, er mache sich keine Gedanken darüber. Sein Ziel sei gewesen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen könne. "Sie werden keine Atomwaffe haben. Wenn wir gehen, wird die Straße automatisch offen sein", verspricht Trump.

+++ 20:26 Unicef: Mehr als 340 getötete Kinder seit Kriegsbeginn +++

Rund einen Monat nach Beginn des Iran-Krieges sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef in der Nahost-Region bereits mehr als 340 Kinder getötet und Tausende verletzt worden. Demnach starben im Iran 216 Kinder, im Libanon 124, in Israel 4 Kinder, in Kuwait kam ein Kind ums Leben. Verletzt wurden im Iran zudem mehr als 1700 Kinder, im Libanon mehr als 400, in Israel mehr als 850. Auch in Bahrain und Jordanien wurden Kinder verletzt, wie die Organisation mitteilt.

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