Iran-Krieg im Liveticker+++ 20:29 Trump droht: Ohne Deal wird Iran "in Grund und Boden bombardiert" +++
US-Präsident Donald Trump sieht die USA nach eigenen Worten kurz vor einer Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts. Man sei "sehr nah dran", sagt Trump dem US-Sender PBS. Eine Einigung könne möglicherweise noch vor seiner für kommende Woche geplanten China-Reise zustande kommen. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren", sagt Trump.
+++ 20:00 Trump: USA werden angereichertes Uran aus dem Iran erhalten +++
Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump angereichertes Uran aus dem Iran erhalten. "Wir werden es bekommen", sagt Trump am Rande einer Veranstaltung im Weißen Haus. Derzeit ringen beide Länder um ein Abkommen zur Beendigung des Golfkriegs. Eines der Hauptziele der US-Militärschläge gegen den Iran ist es, die Entwicklung von Atomwaffen durch die Regierung in Teheran zu verhindern. Der Iran muss nach dem Willen der USA 408 Kilogramm
+++ 19:25 USA schießen iranischen Tanker manövrierunfähig +++
US-Streitkräfte feuern nach Angaben des US-Zentralkommandos (Centcom) mehrere Schüsse auf den unbeladenen Tanker "M/T Hasna" ab und machen das unter iranischer Flagge fahrende Schiff manövrierunfähig. Der Tanker habe versucht, die Blockade zu durchbrechen und einen iranischen Hafen anzusteuern, teilt Centcom auf X mit.
+++ 18:40 Irans Parlamentspräsident: USA zielen auf "Kapitulation" Teherans ab +++
Die USA wollen den Iran nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf durch verschiedene Methoden zum Aufgeben bewegen. "Der Feind versucht in seiner neuen Strategie, durch eine Seeblockade, wirtschaftlichen Druck und Medienmanipulation den Zusammenhalt des Landes zu zerstören, um uns zur Kapitulation zu zwingen", sagt Ghalibaf in einer auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Botschaft.
+++ 17:44 Palästinenser: Hochrangiger Hamas-Polizist bei israelischem Angriff getötet +++
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen wird palästinensischen Angaben zufolge ein hochrangiger Offizier der von der Hamas geführten Polizei getötet. Getroffen wurde das Fahrzeug des Leiters der Antidrogeneinheit in Chan Junis, wie Sanitäter und ein Vertreter der radikal-islamischen Gruppe mitteilen. Dabei seien mindestens 17 weitere Menschen verletzt worden. Eine israelische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Im Gazastreifen gilt zwar seit Oktober 2025 eine Feuerpause, dennoch werden fast täglich israelische Militärschläge auf Ziele in dem Palästinenser-Gebiet gemeldet. Beide Seiten werfen einander einen Bruch der Waffenruhe vor.
+++ 16:53 Iran: Bericht über bevorstehende Einigung ist überzogen +++
Inmitten neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump prüft der Iran einen neuen US-Verhandlungsvorschlag. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte der iranischen Nachrichtenagentur Isna, nach Prüfung des Vorschlages werde der Iran seine Position dazu an den Vermittlerstaat Pakistan übermitteln. Über Inhalte des Vorschlages macht Baghai demnach keine Angaben. Indes weist Baghai einen Bericht von "Axios" über einen möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den Kriegsparteien als überzogen zurück. "Axios" hatte unter Berufung auf US-Quellen berichtet, ein einseitiges Dokument zur kurzfristigen Beilegung des Krieges sei kurz vor dem gemeinsamen Abschluss.
+++ 16:22 Frankreich: Können mit Partnern Straße von Hormus sichern +++
Frankreich und seine Partner sind nach Angaben des Präsidialamtes in der Lage, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Regierung in Paris wolle zudem, dass das Thema getrennt von den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran behandelt werde, teilt der Élysée-Palast mit. Frankreich gab zuvor die Verlegung des Kampfverbandes um den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" in Richtung des Golfs von Aden bekannt.
+++ 15:50 Iranischer Politiker: US-Vorschlag für Abkommen ist nur Wunschzettel +++
Ein hochrangiger iranischer Parlamentarier bezeichnet einen Medienbericht über einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als realitätsfernen Wunschzettel. Der von dem US-Portal Axios veröffentlichte Text sei eher eine amerikanische Wunschliste als die Realität, erklärt Ebrahim Resaei, Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für Außenpolitik und nationale Sicherheit, auf X. Die USA würden in einem Krieg, den sie verlören, nichts erreichen, was sie nicht schon in direkten Verhandlungen erreicht hätten.
+++ 15:11 Fischer: "Über Israels völkerrechtswidriges Tun blickt man hinweg" +++
Da "bis dato nichts funktioniert", was Trump im Iran-Krieg probiert hat, "bleibt nicht viel übrig als verhandeln", analysiert Politikexperte Clemens Fischer. Ob Israel mitspiele, stehe zur Frage. Verhandlungen mit dem Libanon stünden weniger im Fokus und über völkerrechtswidrige Taten blicke man hinweg, "weil es Israel ist".
+++ 14:45 Vier Tote bei israelischem Luftangriff im Libanon +++
Bei einem israelischen Luftangriff auf das Dorf Zellaya im westlichen Bekaa-Tal im Osten des Libanons sind vier Menschen getötet worden. Darunter seien zwei Frauen und ein älterer Mann, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Fünf weitere Personen wurden zudem verletzt.
+++ 14:08 Trump droht erneut mit Bombardierung des Irans +++
Der US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit Angriffen gedroht, sollte das Regime sich nicht auf einen Deal einlassen. "Angenommen, der Iran erklärt sich bereit, das Vereinbarte zu erfüllen – was vielleicht eine gewagte Annahme ist –, dann wird die bereits legendäre 'Epic Fury' ein Ende finden, und die äußerst wirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Straße von Hormus für alle offen ist, einschließlich des Iran", schreibt Trump auf Truth Social. "Wenn sie sich nicht darauf einlassen, beginnen die Bombardements, und diese werden leider ein weitaus höheres Ausmaß und eine weitaus größere Intensität annehmen als zuvor."
+++ 13:59 Iran: Sichere Hormus-Durchfahrt bei Ende von US-Drohungen +++
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden stellt eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Aussicht. Bei einem Ende der US-Drohungen sei dies möglich, berichten staatliche Medien unter Berufung auf die Garden. Die Elite-Truppen verweisen demnach auch auf neue Verfahrensregeln für den Transit. Worin diese neuen Abläufe bestehen, wird nicht präzisiert. Die Marine dankt jedoch den Reedern und Kapitänen dafür, dass sie bei der Passage die iranischen Vorschriften respektierten. Die Äußerungen sind die erste Reaktion des Iran auf die Entscheidung der USA, ihre Einsätze zur Unterstützung festsitzender Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge vorerst zu stoppen.
+++ 13:01 Israel bietet Deutschland Kerosin an +++
Israel will Deutschland wegen des Iran-Kriegs mit Kerosin beliefern. Dies geschehe auf eine Bitte des deutschen Energieministeriums, teilen das israelische Energie- und das Außenministerium gemeinsam mit. Der israelische Energieminister Eli Cohen habe die zuständigen Stellen angewiesen, einer entsprechenden Anfrage aus Deutschland nach Kerosin und Erdgas zu entsprechen. Das Bundeswirtschaftsministerium reagiert zurückhaltend. Eine Sprecherin bestätigt "konstruktive Gespräche" mit mehreren Ländern, darunter Israel. Im Rahmen einer Energiepartnerschaft habe Israel Unterstützung durch Lieferungen von Kerosin und Erdgas "in Aussicht gestellt". Details und Mengen lägen nicht vor, da Unternehmen die Verträge machten. Die Bundesregierung flankiere solche Lieferungen prinzipiell mit Gesprächen. Der israelischen Erklärung zufolge stehen in dem Land überschüssige Produktionsmengen für den Export zur Verfügung. Die Lieferungen stünden unter dem Vorbehalt, dass sich die derzeitige Sicherheitslage nicht ändere.
+++ 12:36 Pakistanische Vermittlerkreise: USA und Iran kommen Vereinbarung näher +++
Die USA und der Iran stehen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge kurz vor einer Vereinbarung für ein Kriegsende. Eine Absichtserklärung könne sehr bald zum Abschluss gebracht werden, sagt ein pakistanischer Insider aus dem Umfeld der Vermittlungen. "Wir sind kurz davor", heißt es weiter. Es ist demnach von einem Memorandum im Umfang von einer Seite die Rede. Damit wird ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios bestätigt. Stellungnahmen aus Washington oder Teheran liegen bislang nicht vor.
+++ 12:00 Jäger: "Dann käme Trump mit zwei blauen Augen davon" +++
Die US-Sicherung der Passage der Straße von Hormus ist gerade einmal einen Tag alt, als "Operation Freiheit" auf Eis gelegt wird. Laut Trump wegen angeblicher Verhandlungsfortschritte. Doch der Iran zeige sich stur, sagt Politologe Thomas Jäger. Im Hormus-Poker könne Teheran sogar einen für Trump unliebsamen Schritt erzwingen.
+++ 11:23 Bericht: USA und Iran kurz vor Absichtserklärung zu Kriegsende +++
Die US-Regierung steht einem Medienbericht zufolge kurz vor einer Einigung mit dem Iran über eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges. Das eine Seite umfassende Dokument solle zudem den Rahmen für detailliertere Atomverhandlungen abstecken, berichtet das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.
+++ 10:40 Bericht: Trotz Waffenruhe weitere Tote bei israelischen Angriffen im Libanon +++
Trotz einer geltenden Waffenruhe greifen Israel und die Hisbollah-Miliz im Libanon sich weiterhin gegenseitig an. Israel griff mit Kampfflugzeugen und Drohnen im südlichen Libanon an, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet. Der Ort Maifadun sei dabei auch mit Artillerie beschossen worden. Dabei habe es zwei Tote gegeben. Auch in der Bekaa-Ebene im Osten meldet die NNA zwei Tote nach einem israelischen Luftangriff. Israel müsse wegen Verstößen der Hisbollah gegen die Waffenruhe "energisch" gegen die Miliz vorgehen, erklärt ein israelischer Armeesprecher. Er fordert Bewohner weiterer Orte im Südlibanon dazu auf, ihre Häuser umgehend zu verlassen. Auf diese Aufrufe folgen meist neue Luftangriffe Israels.
+++ 09:59 Reederei: Französisches Containerschiff in Straße von Hormus angegriffen +++
In der Straße von Hormus ist ein französisches Containerschiff nach Angaben seiner Reederei angegriffen worden. Bei der "Attacke" auf das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff "San Antonio" seien am Dienstag mehrere Besatzungsmitglieder verletzt worden, die "evakuiert und medizinisch versorgt" worden seien, erklärt die Reederei CMA CGM. Das Schiff sei bei dem Angriff beschädigt worden. Zuvor hatte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) bereits gemeldet, ein Frachter sei am Dienstagabend in der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, ohne jedoch den Namen des Schiffes zu nennen.
+++ 09:21 Bundesbank: Nahost-Krieg würgt Konjunkturerholung ab - Risiken verfestigen sich +++
Bundesbank-Vorstand Michael Theurer rechnet mit längeren Auswirkungen des Nahost-Krieges. Die Folgen für die Finanzstabilität hingen vor allem von der Dauer des Konflikts ab, sagt Theurer. "Von kurzfristigen Auswirkungen kann zwei Monate nach Ausbruch schon keine Rede mehr sein. Geopolitische Risiken haben sich manifestiert." Der Krieg würge das "zarte Pflänzchen" einer konjunkturellen Erholung in Deutschland ab. Die meisten Ökonomen und auch die Regierung hatten ihre Wachstumserwartungen zuletzt deutlich nach unten revidiert. Es wird jetzt noch in etwa mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent in diesem Jahr gerechnet. Die Inflation dürfte eher bei drei Prozent als zwei Prozent liegen. Das ist eine direkte Folge des Iran-Krieges, der die Spritpreise an den Tankstellen nach oben getrieben hat.
+++ 08:17 Irans Außenminister trifft Amtskollegen in China +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, tauschten sie sich in der Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigen die Zusammenkunft. Worüber die Minister sprachen, ist bislang nicht bekannt. Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg, in dem aktuell eine Waffenruhe gilt, dürfte jedoch ein zentrales Thema gewesen sein. China und der Iran sind wirtschaftlich enge Partner, das Land ist ein großer Abnehmer iranischen Öls. Peking hat das Vorgehen der USA gegen den Iran bereits mehrfach kritisiert. Wang und Araghtschi trafen sich gut eine Woche vor einer geplanten China-Reise von US-Präsident Donald Trump. Washington hat den Besuch angekündigt, Peking bestätigte die Visite bislang nicht.
+++ 07:05 Fritz: 'Operation Sackgasse' wird USA womöglich zu riskant +++
Trumps "Operation Freiheit" - vom Iran in "Operation Sackgasse" umgetauft - ist gerade erst gestartet, da wird sie plötzlich auf Eis gelegt. Trump setzt den US-Militäreinsatz in der Straße von Hormus aus, angeblich wegen großer Fortschritte mit dem Iran. Ob das wirklich der Grund ist, sei zu bezweifeln, sagt ntv-Korrespondent Gordian Fritz.
+++ 05:37 USA werben für neue Marinekoalition im Nahen Osten +++
Die USA schlagen ihren Partnern den Aufbau einer neuen multinationalen Marinekoalition für den Nahen Osten vor. Das Bündnis mit dem Namen "Maritime Freedom Construct" (MFC) soll einen Sicherheitsrahmen für die Zeit nach Ende des Konflikts schaffen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder ermöglichen, sobald sich die Lage stabilisiert, heißt es in einem Entwurf der US-Regierung, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Das MFC soll mit einer separaten französisch-britischen Marinemission zusammenarbeiten, an der rund 30 Länder beteiligt sind. Sie arbeitet mit dem Iran daran, eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Einigen Staaten zufolge erfordert die Entsendung militärischer Einheiten jedoch zunächst ein Mandat der Vereinten Nationen (UN). Das MFC soll organisatorisch eigenständig bleiben, seine Einsätze aber eng mit anderen Einsatzgruppen abstimmen, heißt es in dem informellen Dokument weiter.
+++ 04:12 Iran: Haben VAE nicht angegriffen +++
Irans Militär dementiert jegliche neuen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Streitkräfte hätten "in den vergangenen Tagen keine Raketen- oder Drohnenangriffe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeführt", erklärt die Kommandozentrale der iranischen Armee, Chatam Al-Anbija. Zugleich warnte Teheran im Fall von Angriffen auf iranische Inseln, Häfen und Küsten von emiratischem Staatsgebiet aus vor einer "entschlossenen Antwort". Die Emirate hatten am Dienstag trotz der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe erneuten Beschuss aus dem Iran gemeldet. Demnach fing die Luftverteidigung den zweiten Tag in Folge aus dem Iran abgefeuerte Raketen und Drohnen ab.
+++ 03:28 Iran kündigt Genehmigungsverfahren für Transit durch Straße von Hormus an +++
Der Iran will sich mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle über die von ihm blockierte Straße von Hormus sichern. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis der "Persian Gulf Strait Authority", einer Behörde, die der Iran eingerichtet hat, um den Schiffsverkehr in der Meerenge zu überwachen.
+++ 02:26 USA legen UN-Resolution vor: Iran soll Angriffe stoppen +++
Die USA legen gemeinsam mit verbündeten Golfstaaten eine UN-Resolution zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus vor. Darin fordern die Parteien den Iran dazu auf, von weiteren gewaltsamen Eskalationen in der Meerenge abzusehen, wie US-Außenminister Marco Rubio mitteilt. Teheran solle aufhören, Schiffe anzugreifen, die Meerenge zu verminen und Mautgebühren für eine Durchfahrt zu erheben. Um eine sichere Schiffsdurchfahrt wieder zu ermöglichen, solle Teheran die Anzahl und die Standorte der verlegten Seeminen offenlegen und helfen, diese zu beseitigen. Zudem solle ein humanitärer Korridor eingerichtet werden. Über die Resolution soll in den kommenden Tagen abgestimmt werden.
+++ 01:42 Wadephul: Iran sollte "seine Karten nicht überreizen" +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert den Iran auf, seine "Politik der Brandstiftung" zu beenden. "Iran muss sein ballistisches Raketenprogramm aufgeben. Und Iran muss seine Politik der Brandstiftung in der Region aufgeben", sagt Wadephul nach einem Treffen mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar in Berlin. "Und diese Sicherheitsinteressen teilen Deutschland und Israel vollständig. Es wird jeden Tag dringlicher, dass Iran das Angebot zu Verhandlungen jetzt annimmt", sagt der Außenminister. "Wir fordern den Iran auf, seine Karten jetzt nicht zu überreizen." Die Bemühungen um eine Beendigung des Iran-Krieges kommen seit Inkrafttreten einer Waffenruhe vor rund einem Monat nicht voran. Die USA und der Iran überziehen sich derzeit gegenseitig mit Drohungen, die eine erneute Eskalation in der Straße von Hormus befürchten lassen.
+++ 01:03 Trump: Militäreinsatz in der Straße von Hormus wird ausgesetzt +++
Das US-Militär wird vorerst keine weiteren Handelsschiffe durch die Straße von Hormus eskortieren. "Project Freedom" werde auf Bitten Pakistans und anderer Länder "für kurze Zeit" ausgesetzt, teilt US-Präsident Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er begründet das mit angeblich großen Verhandlungsfortschritten. Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Die US-Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe hingegen in vollem Umfang in Kraft.
+++ 00:32 Israels Außenminister: Haben keine territorialen Interessen im Libanon +++
Der israelische Außenminister Gideon Saar unterstreicht, dass der Militäreinsatz im Libanon befristet angelegt sei. "Israel hat keine territorialen Ambitionen im Libanon", sagt Saar bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin. Einziges Ziel der militärischen Präsenz sei der Schutz der Bevölkerung Israels. Daher sei es erforderlich, die radikal-islamische Hisbollah zu zerschlagen.
+++ 23:47 Zweites US-Handelsschiff verlässt Straße von Hormus +++
Mit dem Chemikalientanker "CS Anthem" verlässt das zweite unter US-Flagge fahrende Handelsschiff unter dem Schutz des US-Militärs die Straße von Hormus. Das Schiff habe die Durchfahrt sicher beendet, teilt der Betreiber Crowley-Stena Marine Solutions mit. Zuvor hat bereits der Autotransporter "Alliance Fairfax" der Maersk-Tochter Farrell Lines die Meerenge passiert. Das US-Militärkommando Centcom unterstützt nach eigenen Angaben mit Zerstörern der US-Marine die Wiederaufnahme der Handelsschifffahrt in der Region.
+++ 23:01 Israel: Liefern Deutschland Kerosin +++
Im Zuge der Energiekrise liefert Israel eigenen Angaben zufolge Kerosin nach Deutschland. Dies geschehe auf Anfrage des deutschen Energieministeriums und wegen der "Krise in der Straße von Hormus", teilen das israelische Außenministerium und das israelische Energieministerium mit. Außenminister Gideon Saar habe bei seinem heutigen Besuch in Berlin die deutsche Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche über den Schritt informiert, heißt es in einer Erklärung. Die Bundesregierung hat das noch nicht bestätigt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte jüngst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, dass Kerosinmangel für Deutschland kein Thema sei. Es gebe ausreichend Raffinerien, die Kerosin herstellen können.
+++ 22:38 Rubio: Haben Operation "Epic Fury" abgeschlossen +++
Der US-Militäreinsatz gegen den Iran ist nach Worten des amerikanischen Außenministers Marco Rubio bereits beendet. "Die Operation 'Epic Fury' (Gewaltiger Zorn) ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht", sagt er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump habe den Kongress entsprechend darüber in Kenntnis gesetzt. "Diese Phase haben wir hinter uns. (...) Jetzt widmen wir uns dem 'Project Freedom'." Mit dieser Initiative wollen die USA die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr und damit für den weltweiten Ölhandel öffnen.
+++ 22:15 Rubio unterstellt Hisbollah Blockade eines Friedensvertrags mit Israel +++
Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz blockiert aus Sicht der USA einen Friedensvertrag zwischen dem Libanon und Israel. "Das Problem zwischen Israel und dem Libanon ist nicht Israel oder der Libanon, es ist die Hisbollah", sagt Außenminister Marco Rubio in Washington. Eigentlich sei ein Friedensvertrag zwischen beiden Staaten rasch erreichbar.
+++ 22:03 Frachtschiff in Straße von Hormus getroffen +++
Ein Frachtschiff wird in der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen. Dies teilt die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Weitere Details nennt UKMTO nicht.
+++ 21:40 "Nicht nur reaktiv dasitzen" - Nouripour kritisiert Wadephuls fehlende Iran-Initiative +++
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen bemängelt fehlende Eigeninitiative der Bundesregierung im Umgang mit dem Iran. Das "höchste aller Gefühle", was Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU bislang "von sich gibt, ist, kraftvoll seine Sorgen zum Ausdruck zu bringen", sagt Nouripour dem TV-Sender "Welt". "Das ist nicht initiativ, das bringt uns nicht zurück zum Verhandlungstisch", kritisiert er. Deutschlands Hauptproblem sei, "dass wir eigentlich nur noch reaktiv dasitzen und schauen: Was machen die Amerikaner? Was machen die Iraner", so Nouripour weiter. Die Bundesregierung reagiere darauf anstatt zu überlegen, "wie wir als europäische Staaten, die wir massiv betroffen sind, auch mit eigenen Initiativen an den Verhandlungstisch zurückkommen". Dies gelte ganz besonders für Wadephul. "Da muss ich sagen, dass ich den deutschen Außenminister doch sehr vermisse", sagt Nouripour.
+++ 21:07 Iranisches Militär streitet Angriffe auf Vereinigte Arabische Emirate ab +++
Das iranische Zentralkommando Chatam al-Anbija weist Vorwürfe zurück, in den vergangenen Tagen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verübt zu haben. Zugleich warnt es vor einer "vernichtenden Reaktion", sollten die VAE gegen den Iran vorgehen. Die Regierung in Abu Dhabi meldet dagegen den zweiten Tag in Folge Raketen- und Drohnenbeschuss aus dem Iran.
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