Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:31 Ukraine: Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen +++

28.06.2026, 00:01 Uhr

Bei russischen Angriffen im Süd- und Nordosten der Ukraine werden nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet. In der Stadt Saporischschja kommen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere werden verletzt, teilt Gouverneur Iwan Fedorow bei Telegram mit. Zunächst waren dort lediglich Verletzte gemeldet worden. In der Grenzregion Charkiw gab es bei einem Raketenangriff auf die Stadt Smijiw einen Toten und acht Verletzte, darunter zwei Kinder, erklärt Gouverneur Oleh Synjehubow. Zudem stirbt nach Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung von Anwohnern in einer weiter nördlich gelegenen Gemeinde. Eine russische Stellungnahme liegt bislang nicht vor.

+++ 20:52 Selenskyj plant Gedenkstätte für Helden der Ukraine in Kiew +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine in Kiew ins Leben gerufen. "Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben", er bei sagte er bei einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. "Niemand wird den Ukrainern jemals wieder vorschreiben, welche Helden sie verehren, welche Feiertage sie begehen oder welche Geschichte sie lernen sollen", fügte sein Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hinzu. "Für dieses Recht auf freie Selbstbestimmung und nationale Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren jahrhundertelang gekämpft, und genau dafür vergießen unsere Soldaten heute ihr Blut." Der Hinweis auf Selbstbestimmung galt auch als Stichelei in Richtung des Nachbarn Polen, dessen Präsident Karol Nawrocki in einem Geschichtsstreit Selenskyj einen hohen Orden aberkannt hatte.

+++ 20:14 Zivilisten evakuiert: Polizist bei russischem Luftangriff auf Region Charkiw getötet +++

Bei der Evakuierung von Zivilisten wegen eines russischen Luftangriffs ist ein Polizeibeamter aus der Region Charkiw ums Leben gekommen. Das teilt die Polizei der Region Charkiw bei Facebook mit. Ein Kollege des Mannes wurde demnach verletzt. Der Polizeibeamte befinde sich auf die Intensivstation eines Krankenhauses.

+++ 19:39 Putin räumt Treibstoffmangel ein und erwägt Exportverbot für Diesel +++

Der russische Präsident Wladimir Putin räumt Engpässe bei der Treibstoffversorgung im Land ein und erwägt ein Exportverbot für Diesel. Bei einem Treffen mit Regierungsvertretern fordert er Maßnahmen, um insbesondere den Bedarf der Landwirtschaft zu decken. Die Benzinreserven belaufen sich Putin zufolge auf 1,7 Millionen Tonnen und liegen damit vier Prozent unter dem Vorjahresniveau. Eine Arbeitsgruppe soll nun die landesweite Versorgung sicherstellen. Die Ukraine nimmt bei ihren Drohnenangriffen inbesondere russische Energieanlagen ins Visier.

+++ 19:04 Ukrainischer Kommandeur tot aufgefunden +++

Ein ukrainischer Kommandeur ist aus noch ungeklärten Gründen ums Leben gekommen. Wie das Einsatzkommando "Süd" mitteilt, wurde Oberst Wolodymyr Kononnikow, dem Kommandeur der 154. selbstständigen mechanisierten Brigade, heute tot aufgefunden. Die Untersuchung der Umstände seines Todes dauere an. Erste Erkenntnisse deuteten nicht auf Gewalteinwirkung hin. "Das Einsatzkommando 'Süd' kooperiert vollumfänglich mit den Strafverfolgungsbehörden. Wir bitten Medienvertreter und die Öffentlichkeit, von der Verbreitung unbestätigter Informationen abzusehen und die Privatsphäre der Familie des Verstorbenen zu respektieren", heißt es in der Erklärung. Das Einsatzkommando "Süd" betont, Oberst Kononnikow sei "ein der Ukraine und dem militärischen Dienst zutiefst verbundener Offizier" gewesen.

+++ 18:13 Kiew: Selenskyj schlägt Denkmal für Kosakenführer anstelle der gestürzten Lenin-Statue vor +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vorgeschlagen, ein Denkmal für den Kosakenführer Iwan Masepa an der Stelle in Kiew zu errichten, an der während der Euromaidan-Revolution eine Statue Wladimir Lenins gestürzt worden war. Selenskyj bezeichnet dies in einer Mitteilung bei X als einen Schritt zur Wiederherstellung der "historischen Gerechtigkeit". "Ich bin sicher: Dort, wo Lenin fiel, wird Masepa fest stehen", sagte Selenskyj anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Verfassung. In der Ukraine gilt Masepa als eine der bedeutendsten historischen Führungspersönlichkeiten des Landes. Von russischer Seite wurde Masepa immer wieder in der Geschichte als Verräter dargestellt, während er in der Ukraine zunehmend als Symbol für den Unabhängigkeitskampf des Landes anerkannt wird. "Jahrhundertelang hat Russland seinen Namen in den Schmutz gezogen und versucht, die Ukrainer dazu zu bringen, ihre eigene Geschichte durch die Augen anderer zu sehen und unser Volk davon zu überzeugen, dass Masepa ein Verräter war. Diese Lüge ist gescheitert. Für immer", sagte Selenskyj.

+++ 17:32 Nach wiederholten ukrainischen Luftangriffen: Putin will "Sicherheit" Russlands gewährleisten +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angesichts der verstärkten ukrainischen Luftangriffe auf russischem Staatsgebiet zugesagt, die "Sicherheit" seines Landes zu gewährleisten. "Wir werden sicherlich die Sicherheit sowohl des Landes als auch unserer Bürger gewährleisten, wie auch die Unverletzlichkeit von Russlands Grenzen", sagte Putin bei einem Parteitag seiner Partei Geeintes Russland. Der Kreml-Chef räumte "Herausforderungen" und "Probleme" ein. "Ja, wir sehen die Probleme, wir sind uns ihrer bewusst und antworten darauf", sagte Putin. Er führte aus: "Wir werden ohne Zweifel alle die Herausforderungen bewältigen, mit denen wir heute konfrontiert sind, einschließlich terroristischer Angriffe auf unser Territorium und auf Infrastruktur-Einrichtungen. "Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihrerseits ihre Luftangriffe auf Ziele innerhalb Russlands ausgeweitet. Dabei greift die ukrainische Armee nach Angaben Kiews neben militärischen Einrichtungen vor allem die russische Öl- und Energieinfrastruktur an.

+++ 16:55 Bezirk Saporischschja mit gelenkter Fliegerbombe attackiert - drei Verletzte +++

Die russischen Streitkräfte haben das Dorf Schewtschenkiwske im Bezirk Saporischschja mit einer gelenkten Fliegerbombe angegriffen und dabei drei Menschen verletzt. Das teilt Iwan Fedorow, Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, auf Telegram laut Ukrinform mit. "Die Russen haben Schewtschenkiwske mit einer gelenkten Fliegerbombe angegriffen. Ein Privathaus und ein Auto wurden zerstört, zudem brach ein Feuer aus", sagte er demnach. Zwei Frauen und ein Mann seien verletzt worden.

+++ 16:09 Putin beklagt bei Parteikongress "beispiellosen Druck" des Westens +++

Trotz aktueller Rückschläge an den Fronten und erheblicher wirtschaftlicher Probleme gibt sich Russlands Präsident Wladimir Putin kämpferisch. "Dem Westen gelingt es nicht, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, deshalb versucht er, die politische Lage zu destabilisieren, doch auch das gelingt ihm nicht", sagte der Kremlchef beim Kongress der Regierungspartei "Edinaja Rossija" (Geeintes Russland) in Moskau. Die Parteiführung war zusammengekommen, um die Linien für die Parlamentswahlen im September festzulegen. Russland sehe sich aktuell einem "beispiellosen Druck" seitens westlicher Eliten ausgesetzt, erklärte Putin. Er warf dem Westen vor, die Angriffe Kiews gegen Russland zu ignorieren. "Und gleichzeitig verhängt er gerade gegen uns immer neue - ich betone: unrechtmäßige - Sanktionen", sagte er und wies seinem Land, das seit über vier Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, damit eine Opferrolle zu.

+++ 15:28 Ukrainisches Militär bestätigt Angriffe auf zwei russische Ölraffinerien +++

Trotz aktueller Rückschläge an den Fronten und erheblicher wirtschaftlicher Probleme gibt sich Russlands Präsident Wladimir Putin kämpferisch. «Dem Westen gelingt es nicht, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, deshalb versucht er, die politische Lage zu destabilisieren, doch auch das gelingt ihm nicht», sagte der Kremlchef beim Kongress der Regierungspartei «Edinaja Rossija» (Geeintes Russland) in Moskau. Die Parteiführung war zusammengekommen, um die Linien für die Parlamentswahlen im September festzulegen.

Russland sehe sich aktuell einem «beispiellosen Druck» seitens westlicher Eliten ausgesetzt, erklärte Putin. Er warf dem Westen vor, die Angriffe Kiews gegen Russland zu ignorieren. «Und gleichzeitig verhängt er gerade gegen uns immer neue – ich betone: unrechtmäßige – Sanktionen», sagte er und wies seinem Land, das seit über vier Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, damit eine Opferrolle zu.

+++ 15:28 Ukrainisches Militär bestätigt Angriffe auf zwei russische Ölraffinerien +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben die Angriffe auf zwei russische Ölraffinerien, eine Eisenbahnbrücke auf der vorübergehend besetzten Krim sowie ein russisches Munitionsdepot in der Oblast Donezk in der vergangenen Nacht bestätigt. Nach Angaben des Generalstabs der Ukraine (SBU) nahmen ukrainische Streitkräfte Ölraffinerien ins Visier, die die russischen Streitkräfte mit Treibstoff versorgen. Zu den getroffenen Anlagen gehörte die Ölraffinerie Slawjansk in Slawjansk-na-Kubani in der Region Krasnodar. Bei dem Angriff sei ein Feuer ausgebrochen.

+++ 14:38 Selenskyj: 740 religiöse Gebäude in der Ukraine "von Putin getroffen" +++

Russland hat in der Ukraine bislang 740 religiöse Gebäude beschädigt. Das erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj während der Feierlichkeiten zum Tag der Verfassung, wie ein Korrespondent von Ukrinform meldet. "Die beschädigten Kirchen der Ukraine - vom Bösen angegriffen, von russischen Geschossen durchsiebt, von Lenkbomben und Raketen zertrümmert. Berühmte Kathedralen in Großstädten und kleine Kirchen in unseren Dörfern. Gotteshäuser, Moscheen, Synagogen. 740 religiöse Gebäude in der Ukraine wurden von Putin getroffen. Gegen ihn kämpfen wir. Das ist unser Feind", wird Selenskyj zitiert.

+++ 13:51 Ukraine erklärt "Geist von Anchorage" für tot +++

Die Ukraine weist Russlands Verweis auf angebliche Vereinbarungen des Alaska-Gipfels vom August 2025 als gegenstandslos zurück. Das berichtet der "Kyiv Independent". Außenminister Andrij Sybiha sagt demnach, der sogenannte "Geist von Anchorage" sei "mit Sicherheit tot". Russlands Glaube an die mit den USA beim Alaska-Gipfel erzielten "Übereinkünfte" habe sich als falsch erwiesen. Russland müsse stattdessen damit beginnen, ernsthafte Friedensgespräche führen, so Sybiha. Zuvor hatte auch US-Außenminister Marco Rubio erklärt, bei dem Treffen in Anchorage seien keine Vereinbarungen getroffen worden.

+++ 13:17 Biden wirft Trump Zerstörung der Nato vor +++

Der frühere US-Präsident Joe Biden kritisiert seinen Nachfolger Donald Trump wegen dessen Umgangs mit der Nato und Russland scharf. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, wirft Biden Trump bei einer Spendenveranstaltung der Demokratischen Partei vor, die Nato bewusst zu zerstören und sich im Konflikt mit Russland auf die Seite von Kremlchef Wladimir Putin statt der amerikanischen Verbündeten zu stellen. Zudem habe Trump das internationale Ansehen der USA stärker beschädigt als jeder andere Präsident vor ihm, so Biden.

+++ 12:49 Huss: Ukraine antwortet auf kognitive Kriegsführung +++

Die aktuelle Kriegsstrategie der Ukraine zielt laut Politikanalystin Oksana Huss nicht nur darauf ab, Russland systematisch militärisch zu schwächen und eine Waffenruhe zu erzwingen. Es gehe auch darum, die russische Bevölkerung gegen den Krieg aufzubringen. 

+++ 12:12 Polen warnt vor russischen Übergriffen an Nato-Ostflanke +++

Polens Auslandsgeheimdienst warnt vor einem wachsenden Risiko russischer Provokationen an der Nato-Ostflanke. Geheimdienstchef Pawel Szota sagt der Zeitung "Rzeczpospolita", Russland könnte mit sogenannten "grünen Männchen" in den baltischen Staaten die Reaktion des Bündnisses testen. Mit diesem Begriff wurden die russischen Soldaten ohne Hoheitsabzeichen bezeichnet, die 2014 die ukrainische Halbinsel Krim unter Kontrolle brachten. Moskau überschreite systematisch rote Linien, um die Nato auszuloten, so Szota. Kremlchef Wladimir Putin weist zurück, dass Russland einen Angriff auf Nato-Gebiet plane.

+++ 11:27 Selenskyj bestätigt Angriffe auf zwei russische Raffinerien +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat sein Militär in der Nacht gleich zwei russische Raffinerien mit Drohnen angegriffen. Er bestätigt den zuvor schon von russischen Behörden eingeräumten Einschlag in einer Anlage im südrussischen Slawjansk-na-Kubani. "Außerdem haben wir eine Raffinerie in der Region Jaroslawl getroffen, die etwa 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt liegt", schreibt er bei Telegram. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Die Raffinerie in Jaroslawl gilt als eine der größten in Russland. Sie ist in den vergangenen Monaten immer wieder zum Ziel ukrainischer Attacken geworden, wurde beschädigt und musste repariert werden.

+++ 10:50 Gouverneur: Ein Toter bei Drohnenangriff im Süden Russlands +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Süden Russlands ist nach Angaben des örtlichen Gouverneurs ein Mensch getötet worden. Ein weiterer Mensch sei zudem verletzt worden, erklärt der Gouverneur von Krasnodar. Zuvor war von dem Ausbruch eines Feuers in einer Ölraffinerie in der Region berichtet worden.

+++ 10:02 Russland attackiert ukrainische MiG-29-Kampfjets +++

Russland hat laut eigenen Angaben zwei ukrainische MiG-29-Kampfjets auf dem Luftwaffenstützpunkt Wosnessensk mit Drohnen attackiert. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte Videos, die den Angriff zeigen sollen.

+++ 09:32 Polen fordert direkte Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau +++

Polens Außenminister Radosław Sikorski spricht sich für direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über ein Ende des Krieges aus. Laut einem Bericht der "Europäischen Prawda" sagt Sikorski in einem Interview mit CBS News, künftige Gespräche sollten ohne Vermittler direkt zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin stattfinden, ohne Beteiligung Dritter. Beide Seiten verhandelten bereits über den Austausch von Gefallenen und Kriegsgefangenen. Bei bestimmten Themen wolle man sie nicht unter Druck setzen, so Sikorski.

+++ 08:46 Ex-Soldat nach Appell an Putin festgenommen +++

Der ehemalige russische Frontsoldat Alexander Lunin ist nach Forderungen nach einem direkten Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin festgenommen worden. Das berichtet ein Bekannter des Militärbloggers auf dessen Telegram-Kanal. Zuvor war ein Video Lunins auf Instagram viral gegangen, in dem er über angebliche Missstände an der Front sprach und ein persönliches Treffen mit Putin verlangte. "Wenn ich nicht in Kürze neben Ihnen live im Fernsehen auftrete, dann richtet die Armee ihre Waffen auf den Kreml", hatte er gedroht. Nach Angaben seines Umfelds wurde der Mann für elf Tage in Ordnungshaft genommen. Zuvor hatte es eine Hausdurchsuchung gegeben, schließlich sei er auf dem Weg nach Moskau festgenommen worden.

+++ 08:08 Fico lehnt neue NATO-Hilfen für Ukraine ab +++

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico lehnt die Pläne der NATO ab, der Ukraine auf dem bevorstehenden Bündnisgipfel weitere umfangreiche Militär- und Finanzhilfen zuzusagen. Wie der Kyiv Independent berichtet, kündigt Fico an, die slowakische Delegation ohne Mandat nach Ankara schicken zu wollen, um neuen Militärkrediten oder Finanzbeiträgen für die Ukraine nicht zuzustimmen. Medienberichten zufolge sieht der Entwurf der Gipfelerklärung Militärhilfen in Höhe von 70 Milliarden Euro für die Ukraine vor.

+++ 07:22 US-Diplomatin gibt Posten in Kiew auf +++

Die amtierende US-Geschäftsträgerin in der Ukraine, Julie Davis, beendet ihre diplomatische Mission in Kiew und tritt von ihrem Posten zurück. Das berichtet der "Kyiv Independent". Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bestätigt den Abschied und dankt Davis sowie den USA für ihre Unterstützung. Wer ihr nachfolgt, ist bislang unklar. Spekulationen über einen Rücktritt aus politischen Differenzen mit US-Präsident Donald Trump weist das US-Außenministerium zurück. Diplomatin Davis habe sich stets für die Bemühungen der Trump-Regierung um einen dauerhaften Frieden zwischen Russland und der Ukraine eingesetzt, heißt es.

+++ 06:39 Zwei Verletzte bei russischem Angriff auf Kiew +++

Bei einem russischen Angriff auf Kiew sind in der Nacht mindestens zwei Menschen verletzt worden. Dies teilt der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurde die Hauptstadt mit ballistischen Raketen attackiert. AFP-Journalisten in Kiew berichteten über Explosionen und Lichtblitze am Himmel, während die Luftverteidigung im Einsatz war. Bürgermeister Vitali Klitschko ruft die Bevölkerung über Telegram auf, in Schutzräumen zu bleiben.

+++ 06:00 Feuer in russischer Slawjansk Raffinerie +++

In der russischen Region Krasnodar steht eine Raffinerie in Flammen. Örtliche Behörden bestätigen, dass es in der Nacht einen Drohnenangriff gegeben habe. Herabfallende Drohnentrümmer hätten den Brand in der Raffinerie "Slawjansk Eko" ausgelöst. Das Unternehmen gehört zu den größten Ölraffinerien Russlands und ist schon häufiger Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Dort verarbeiteter Treibstoff wird unter anderem auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim transportiert.

+++ 02:57 Raketenangriffe auf Kiew +++

Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird in der Nacht erneut von russischen Raketen angegriffen. Berichten zufolge waren in der Stadt mehrere Explosionen zu hören, Lichtblitze erleuchteten den Himmel. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurde im Stadtteil Darnyzja mindestens eine Person verletzt. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor bei Telegram Gefahr durch ballistische Waffen aus dem Norden gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko teilt auf Telegram mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Die Bevölkerung soll in den Schutzräumen bleiben. 

+++ 01:46 Strack-Zimmermann begrüßt Einschränkung des Flüchtlingsschutzes für wehrfähige Ukrainer +++

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr wie allen anderen Flüchtlingen aus dem Land pauschal Aufnahme zu gewähren. "Die Ukraine verteidigt seit über vier Jahren ihre Existenz, und mit ihr die Freiheit ganz Europas, gegen einen brutalen Angreifer. Ein Land, das in diesem Überlebenskampf steht, ist auf seine Bürger angewiesen“, sagt die FDP-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.“Wie es seine Wehrpflicht ausgestaltet, ist zuallererst eine Entscheidung der Ukraine selbst, und der Wunsch dazu kommt ausdrücklich aus Kyjiw." Die Einschränkung müsse jedoch rechtsstaatlich sauber erfolgen. Das Recht auf einen Asylantrag und auf eine Prüfung des Einzelfalls bleibe unberührt, humanitäre Härten müsse die EU im Blick behalten. Die EU-Kommission will den vorübergehenden Schutz für Geflüchtete aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 verlängern. Künftig soll der Schutzstatus allerdings nicht mehr für neu Ankommende gelten, die die Ukraine nach ukrainischem Recht wegen ihrer Wehrpflicht nicht verlassen dürfen.

+++ 23:53 Russische Luftangriffe auf Sumy-Region +++

Die Region Sumy wird am Abend zum Ziel russischer Lenkbomben. In der Stadt Sumy wurde dem örtlichen Gouverneur zufolge ein Industriegebiet getroffen. In der Kleinstadt Woroschba seien Schäden in einem Wohngebiet entstanden, mindestens vier Wohnungen seien beschädigt. Über Todesopfer oder Verletzte gibt es noch keine Informationen.

+++ 22:18 Verkehrsbetriebe auf der besetzten Krim beklagen Treibstoffmangel +++

Die ukrainischen Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur wirkt sich Berichten zufolge auch auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim aus: Die Verkehrsbetriebe in der Stadt Sewastopol auf der Krim erhalten nur ein Viertel des eigentlich benötigten Kraftstoffs, was zum Ausfall einiger Busverbindungen führt. Das berichtet "Krym.Realii", ein Projekt von Radio Liberty, unter Berufung auf Wiktor Rykow, Chef des russischen Verbands der Verkehrsunternehmen in Sewastopol. "In Sewastopol kämpfen Fahrgäste seit einigen Tagen darum, in die noch verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittel zu gelangen", heißt es in dem Bericht, aus dem die Zeitung "Ukrainska Pravda" zitiert. Auch das prorussische Portal Forpost meldet, dass Oberleitungsbusse aufgrund von Stromausfällen nur unregelmäßig in der Stadt verkehren, Fahrten auf einigen Buslinien gestrichen und die Taktzeiten verlängert wurden.

+++ 21:44 Außenminister Sikorski: Dürfen nicht zulassen, dass Putin Spannungen zwischen Polen und der Ukraine ausnutzt +++

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski fordert, dass die Ukraine und Polen ihren Streit schnellstmöglich beilegen und sich wieder auf den gemeinsamen Feind Russland konzentrieren. Im Interview mit dem US-Sender CBS zeigte sich Sikorski optimistisch, dass die momentan angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern in naher Zukunft wieder in Ordnung gebracht werden könnten. "Es geht nicht darum, dass man sich in die Arme fällt. Es geht darum, sich zu entscheiden, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und eine bessere gemeinsame Zukunft zu finden. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir die Beziehungen zur Ukraine gestalten können", sagte der polnische Politiker. Es sei wichtig sicherzustellen, so Sikorski, dass der russische Machthaber Wladimir Putin diesen Streit nicht zu seinem eigenen Vorteil ausnutze. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Putin unsere Differenzen für sich nutzt."

+++ 21:02 Bericht: Russische Polizei sucht kritischen Ex-Soldaten +++

Statt eines Gesprächs mit Kremlchef Wladimir Putin über die wahre Lage an den Fronten in der Ukraine muss der ehemalige Frontsoldat Alexander Lunin jetzt wohl mit der Polizei sprechen. Wie die Oppositions-Website "Medusa" unter Berufung auf Lunins Ehefrau Tatjana berichtet, sei die Polizei zu einer nächtlichen Durchsuchung der Unterkunft in ihrem Dorf Lisinowka in der Region Woronesch erschienen. Lunin selbst hätten sie nicht angetroffen, dafür seien alle elektronischen Geräte im Haus beschlagnahmt worden. Wo sich Lunin aktuell aufhalte, sei ihr nicht bekannt, er sei tags zuvor in Richtung Moskau abgereist. Ein Video des Ex-Frontsoldaten Lunin hat unter anderem in Russland Wellen geschlagen. Der Mann hatte im eigentlich in Russland verbotenen Netzwerk Instagram erklärt, er müsse Putin bei einer Live-Audienz die "ganze Wahrheit über das, was bei uns im Land passiert", sagen. An der Front würden Soldaten von ihren Vorgesetzten ausgebeutet, gequält und verheizt, klagte er. "Wenn ich nicht in Kürze neben Ihnen live im Fernsehen auftrete, dann richtet die Armee ihre Waffen auf den Kreml", drohte er. Zugleich behauptete er, von ranghohen Militärs und Beamten zu der Forderung veranlasst worden zu sein.

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