Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:54 Nach Drohnenangriff: Industriegebiet in russischer Region Leningrad beschädigt +++
Bei einem Drohnenangriff in der nordwestrussischen Region Leningrad ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Industriegebiet beschädigt worden. Insgesamt seien 20 Drohnen über der Region an der Ostsee abgeschossen worden, teilt Gouverneur Alexander Drosdenko mit. Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. Das betroffene Industriegebiet liegt in der Umgebung von Kirischi, wo sich eine der größten Ölraffinerien Russlands befindet, die schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war. Die Ukraine hatte in der Region zuletzt auch wiederholt die Ölverladehäfen Ust-Luga und Primorsk mit Drohnen attackiert.
+++ 07:22 Zwei Tote nach ukrainischem Angriff in Belgorod +++
In der russisch-ukrainischen Grenzregion Belgorod sind nach russischen Angaben zwei Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe getötet worden. Bei den Toten handele es sich um einen 18-jährigen Motorradfahrer in einem grenznahen Dorf und eine Autofahrerin in der Stadt Graiworon, teilt der Gouverneur der Region, Wiacheslaw Gladkow, mit.
+++ 06:47 Ukrainische Soldaten testen Roboteranzug im Kampfeinsatz +++
Teile der ukrainischen Streitkräfte testen im Abwehrkampf gegen Russland sogenannte Exoskelette. Die Gestelle sollen die Soldaten um bis zu 30 Prozent körperlich entlasten. Vor allem Artilleristen könnten davon profitieren, denn sie müssten nach ukrainischen Angaben täglich viele etwa 50 Kilogramm schwere Granaten stemmen.
+++ 06:19 G7-Außenminister beraten über Ukrainekrieg +++
Inmitten einer angespannten geopolitischen Lage treffen sich die Außenminister der G7-Länder wirtschaftsstarken Demokratien ab 11.00 Uhr zu Beratungen. Im französischen Cernay-la-Ville wollen der deutsche Außenminister Johann Wadephul und seine Kollegen zunächst über mögliche Reformen bei Friedenssicherung und humanitärer Hilfe reden. Auch soll es um das Thema Wiederaufbau gehen, etwa mit Blick auf die beschädigte Schutzhülle um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl und den Kampf gegen den Drogenhandel in Syrien.
+++ 05:36 Britische Armee darf jetzt Schattenflotte-Tanker beschlagnahmen +++
Großbritannien erhöht den Druck auf Russland. Die Armee des Landes hat nun die Erlaubnis, sanktionierte Schiffe der russischen Schattenflotte beim Durchqueren britischer Hoheitsgewässer zu entern und zu beschlagnahmen. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer habe zugestimmt, "dass die britischen Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden Schiffe stoppen können, die vom Vereinigten Königreich sanktioniert wurden und britische Gewässer durchqueren", teilt die britische Regierung mit. London werde "die Schattenflotte weiter in die Zange nehmen, indem es britische Gewässer, einschließlich des Ärmelkanals, für sanktionierte Schiffe sperrt". Die Schiffe müssten künftig teure Umwege nehmen oder zu riskieren, von britischen Kräften festgesetzt zu werden.
+++ 04:30 Neue Angriffe auf Ostseehafen Ust-Luga +++
Russische Behörden berichten von Drohnenangriffen in der Oblast Leningrad. Sie hätten unter anderem eine große Ölraffinierie getroffen. Außerdem gebe erneut ein Feuer am Hafen von Ust-Luga, an dem unter anderem Öl und Gas exportiert werden. Schon in der letzten Nacht hatten ukrainische Drohnenattacken mehrere Brände an dem wichtigen Energieumschlagplatz ausgelöst. Wegen der neuen Angriffe ist der Flugbetrieb am Flughafen von St. Petersburg vorübergehend eingestellt.
+++ 03:00 Zwei Tote bei russischen Drohnenangriffen in Charkiw und Umgebung +++
Bei russischen Angriffen auf Charkiw und die umliegende Region sind zwei Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt sei eine Frau ihren Verletzungen im Krankenhaus erlegen, teilen die Staatsanwälte der Region auf Telegram mit. Eine russische Drohne habe außerdem einen Mann in seinem Auto in einem Bezirk näher an der Grenze getötet. Insgesamt wurden neun Menschen bei Angriffen auf zwei Stadtbezirke verletzt. Die rund 30 Kilometer von der Grenze entfernte Stadt ist häufiges Ziel russischer Angriffe. Im südwestukrainischen Donauhafen Ismail sind zudem bei einem Angriff Hafen- und Energieanlagen beschädigt worden, melden örtliche Behörden.
+++ 01:51 Bundeswehrverband: Russland könnte schon jetzt Gelegenheit für Nato-Angriffe nutzen +++
Die Bedrohung Deutschlands durch Russland steigt nach Einschätzung des Bundeswehrverbands täglich - und zwingt zu viel mehr Tempo bei der Aufrüstung. Die Rüstungsindustrie hierzulande müsse ihre Kapazitäten erweitern und im Schichtbetrieb arbeiten, fordert Verbandschef André Wüstner im "Handelsblatt". Dass Russland erst 2029 zu einer Konfrontation mit der Nato bereit sei, sei nichts als Wunschdenken, meint Wüstner. "Die Gefahr besteht bereits jetzt – und sie wird täglich größer." Durch das Verhalten von US-Präsident Trump, auf den kein Verlass sei, und durch Europas militärische Schwäche sei eine "Abschreckungslücke" entstanden, die schnellstens geschlossen werden müsse. Für Russlands Präsidenten öffne sich, auch durch den Iran-Krieg, zunehmend ein günstiges Zeitfenster. Er könne seine Angriffe auf die Ukraine verstärken und möglicherweise sogar Grenzverletzungen an der Nato-Ostflanke riskieren.
+++ 00:35 Selensky: Russen wollen Wasserversorgung ins Visier nehmen +++
Der ukrainische Präsident Selensky warnt vor Angriffen Russlands auf die Wasserversorgung. "Wir wissen, dass die Russen in den kommenden Monaten eine Operation gegen die Wasserversorgungssysteme vorbereiten", sagt er in seiner abendlichen Videobotschaft, ohne ins Detail zu gehen. Jede Kommune müsse den Schutz der entsprechenden Anlagen sehr ernst nehmen.
+++ 22:07 Simbabwe: 15 Staatsangehörige bei Kämpfen für Russland getötet +++
Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben der Regierung von Simbabwe 15 Staatsangehörige des Landes ums Leben gekommen, die für Russland gekämpft haben. Die Männer seien unter falschen Versprechungen angeworben worden, sagt Informationsminister Zhemu Soda. Er spricht von Menschenhandel, der unter anderem über soziale Medien laufe. Weitere 16 Simbabwer seien aus dem Kriegsgebiet zurückgekehrt und würden medizinisch versorgt. Die russische Botschaft in der Hauptstadt Harare lehnt eine Stellungnahme ab.
+++ 21:39 Selenskyj setzt auf Waffenpartnerschaft mit Golfstaaten +++
Die Ukraine verhandelt nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit den Staaten der Golfregion über eine Waffenpartnerschaft. Diese hätten wegen des Iran-Kriegs größtes Interesse an der ukrainischen Expertise bei der Drohnenbekämpfung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Die Ukraine schlägt eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft vor: Wir können diejenigen stärken, die uns stärken können", sagte er. Als Gegenleistung sei Kiew an Flugabwehrwaffen und Geld für den eigenen Abwehrkrieg gegen Russland interessiert, machte er deutlich.
+++ 21:11 Ukraine plant Reform bei Mobilisierungen +++
Das ukrainische Verteidigungsministerium bereitet Änderungen beim Mobilisierungsprozess vor. Auch bei den Regelungen für unentschuldigtes Fernbleiben vom Dienst sowie an gesonderten Regelungen für Sturmtruppen und Infanteristen hinsichtlich Dienstdauer und Sold soll es Veränderungen geben, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Welche Anpassungen es genau geben soll, ist jedoch offen. Bei einem Treffen mit dem Minister Michael Fedorow besprachen Soldaten aus verschiedenen Infanterieeinheiten die Probleme an der Front. Dazu zählen: die Dauer des Aufenthalts in den Stellungen, die Schwierigkeiten beim Ein- und Ausrücken, die komplizierte Logistik unter ständigen Drohnenangriffen, Personalmangel, die Qualität der militärischen Ausbildung, die Bereitstellung von Drohnen und der notwendigen Ausrüstung, die Moral sowie die Kommunikation an der Front.
+++ 20:38 Ukraine attackiert russischen Eisbrecher +++
Ukrainische Streitkräfte haben einen russischen Militär-Eisbrecher im Ostseehafen Wyborg beschädigt. Das teilt der ukrainische Generalstab mit. Der Angriff ist der erste bekannte erfolgreiche Angriff auf ein russisches Militärschiff in der Ostsee, fast 1000 Kilometer vom ukrainischen Staatsgebiet entfernt.
+++ 20:08 Selenskyj: Russland versucht, USA im Iran-Krieg zu erpressen +++
Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu stoppen, sagt Selenskyj. Im Gegenzug solle Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile. Russland weist eine Unterstützung des Irans im Krieg gegen die USA und Israel zurück.
+++ 19:39 Bundeswehr will bei KI auf Daten aus Krieg in der Ukraine setzen +++
Das deutsche Heer will bei der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Beschleunigung militärischer Entscheidungen auf ein Nato-System setzen und dabei auch auf Daten aus dem Ukraine-Krieg zurückgreifen. Die US-Streitkräfte hätten ein solches KI-System bereits eingeführt und seien voraus, sagte der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Er schloss ein europäisches System zwar nicht aus, fände es aber "wichtig, dass wir schnell etwas Funktionierendes haben". Die KI solle Schlachtfeld-Daten schneller analysieren als Menschen und so die Entscheidungszyklen des Gegners durchbrechen. Als Vorbild nannte Freuding die ukrainischen Streitkräfte, die KI nutzten, um auf Basis gesammelter Daten feindliches Verhalten zu analysieren und Gegenaktionen vorzuschlagen.
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