Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:17 Ölverladung im russischen Ostseehafen Ust-Luga läuft wieder +++

06.04.2026, 00:01 Uhr

Der wichtige russische Ostseehafen Ust-Luga nimmt nach tagelangen Unterbrechungen durch ukrainische Drohnenangriffe die Rohölverladung wieder auf. Das Schiff "The Jewel" habe mit der Verladung begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schifffahrtsdaten. Eine Stellungnahme des russischen Pipeline-Betreibers Transneft liegt zunächst nicht vor. Nach Berechnungen von Reuters sind mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten durch Drohnenangriffe und andere Zwischenfälle gestört.

+++ 23:55 Offenbar massiver Dohnenangriff auf russischen Ölumschlagplatz +++

Ukrainische Drohnen greifen am Abend Ziele in der Stadt Noworossijsk in der russischen Region Krasnodar an. Laut dem Telegram-Kanal Astra gelten die Angriffe dem Ölterminal Schescharis im Hafen von Noworossijsk, dem größten Ölumschlagplatz im Süden Russlands. Online kursierende Fotos und Videos sollen Brände zeigen. Russische Behörden melden, dass Trümmerteile abgeschossener Drohnen auf ein Wohnhaus und das Gelände zweier Betriebe gefallen seien.

+++ 22:02 Drohnenattacken auf Autos töten zwei Menschen +++

Bei Drohnen-Attacken auf Autos sind in der Ukraine mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. In Nikopol sei ein 61-jähriger Autofahrer gestorben, nachdem russische Soldaten eine Drohne mit First-Person-View gegen sein Fahrzeug gelenkt hätten, teilt die Nationale Polizei mit. Seine 60-jährige Ehefrau sei in einem kritischen Zustand. Das Fahrzeug prallte infolge des Angriffs gegen einen Baum. In der Stadt Cherson wurde ein leitender Polizist getötet, wie seine Kollegen mitteilen. Eine russische Drohne mit First-Person-View habe sein Einsatzfahrzeug angegriffen.  

+++ 20:46 Nikopol sieht Flugblätter als Einschüchterungsversuch +++

Russland versucht offenbar, den Druck auf die Bewohner der südukrainischen Stadt Nikopol und Umgebung mit Angriffsdrohungen auf Flugblättern zu verstärkten. Solche Flugblätter seien nicht das erste Mal im Raum Nikopol aufgetaucht, erklärt die regionale Verwaltung. Das Ziel sei es, die Bewohner einschüchtern, die dem täglichen Beschuss des russischen Militärs standhalten. Die Stadt am Dnipro ist ständig russischen Angriffen ausgesetzt, die vom besetzten Gebiet auf der anderen Seites des Flusses ausgehen.  

+++ 19:51 Sprengstoff-Fund? Orban lenkt Verdacht auf Ukraine, Opposition vermutet jedoch Wahlkampftrick +++

Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Premier Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine. Zwar spricht er nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem angeblichen Pipeline-Vorfall vermutet, wiederholt jedoch von ihm zuvor erhobene Vorwürfe. "Die Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden", behauptet Orban in einem Facebook-Video. Auch wirft Orban Kiew schon länger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gründen zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Nächsten Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbans Partei Fidesz laut Umfragen verlieren könnte. Der Oppositionsführer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, wirft Orban vor, über das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gründen Panik schüren zu wollen. Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen "unter falscher Flagge" in diese Richtung geplant seien, schreibt Magyar bei Facebook. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:01 Experte: Russen bringen massenhaft portable Satellitenterminals zur Front +++

Nach der Einschätzung eines ukrainischen Technologieexperten setzt Russland auf eine neue, kompakte Version bestehender Satellitenterminals, um den verlorenen Zugang zum Satellitenkommunikationsnetz Starlink auszugleichen. Die russische Armee habe damit begonnen, massenhaft Satellitenstationen des Typs Spirit-030 an die Front zu verlegen, schreibt Serhij Beskrestnow, der das ukrainische Verteidigungsministerium berät, bei Telegram. Ihm zufolge handelt es sich um eine tragbare Ausführung mit kleineren Antennen. Die Antenne-Größe sei von 90 Zentimeter auf 30 Zentimeter verringert worden, um ihre Entdeckung zu erschweren. Ukrainische Truppen hätten jedoch erstmals einen solchen Terminal aufgespürt und zerstört, sagt er. Überprüfen lässt sich dies nicht.

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