Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:14 Revolutionsgarden: Iran lässt 25 Schiffe Straße von Hormus passieren +++

26.05.2026, 21:14 Uhr

Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden passieren in den vergangenen 24 Stunden 25 Öltanker, Containerschiffe und andere Handelsschiffe die Straße von Hormus mit Erlaubnis des Iran. Dies meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Marine der Elitetruppe.

+++ 20:27 Netanjahu: Haben neuen Hamas-Chef im Gazastreifen angegriffen +++

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilt mit, das Militär habe einen Angriff gegen den neuen Chef des bewaffneten Flügels der Hamas durchgeführt. Der Angriff habe sich im Gazastreifen ereignet. Weitere Details nennt Netanjahu nicht.

+++ 19:36 Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Armee im Südlibanon +++

Die Hisbollah hat nach eigenen Angaben israelische Verbände attackiert, die im Süden des Libanon operieren. Demnach seien Truppen und Militärfahrzeuge mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen worden. Israels Armee hatte am Nachmittag wieder Beschuss mit mehreren mit Sprengstoff beladenen Drohnen der vom Iran unterstützten Miliz gemeldet.

+++ 18:56 Iran-Experte: Hormus ist der Schlüssel +++

Die Gespräche zwischen Iran und USA laufen weiter, doch zentrale Streitpunkte bleiben ungelöst. Iran-Experte Hans-Jakob Schindler erklärt, dass vor allem die Straße von Hormus und Sanktionen den Prozess bestimmen. Eine schnelle Einigung hält er für möglich, aber politisch kompliziert.

+++ 18:19 Rubio: USA werden nur "guten" Iran-Deal akzeptieren +++

Nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio wird es einige Tage dauern, um die Details eines möglichen Abkommens mit dem Iran auszuarbeiten. US-Präsident Donald Trump habe in den vergangenen Tagen mit führenden Politikern in der Region telefoniert, um über eine Beendigung des Krieges zu sprechen. "Ich denke, es gibt eine starke Übereinstimmung und Einigkeit darüber, wie ein vorläufiger Entwurf aussehen sollte", sagt Rubio. "Es wird entweder ein guter Deal sein, oder es wird keinen geben."

+++ 17:49 Iran beginnt mit teilweiser Wiederherstellung von Internetzugang +++

Laut der Internet-Beobachtungsorganisation NetBlocks beginnt der Iran mit einer teilweisen Wiederherstellung des Internetzugangs. Es sei jedoch unklar, ob die Wiederherstellung von Dauer sein werde, so NetBlocks. Zuvor hatte 88 Tage lang eine fast vollständige Isolation von internationalen Netzwerken geherrscht. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur ISNA teilt unterdessen mit, dass die Phasen der Wiedereröffnung des Internetzugangs im Iran im Einklang mit einer Anweisung des Präsidenten im Gange seien. Laut ISNA deuten Folgeabschätzungen darauf hin, dass der Prozess ohne Unterbrechung fortgesetzt werde. Zudem habe die Wiederherstellung des internationalen Internetzugangs im Festnetzsektor bereits begonnen.

+++ 17:15 Israel weitet Bodeninvasion im Libanon aus +++

Israels Armee hat ihre Bodeneinsätze im Nachbarland Libanon ausgeweitet. Ziel sei es, die direkte Bedrohung für die israelischen Bürger sowie israelische Soldaten abzuwehren, sagt ein Militärvertreter. Aus libanesischen Sicherheitskreisen heißt es, schwere israelische Angriffe im Süden deuteten auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Seit einem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatäa habe es mindestens 20 Angriffe gegeben, heißt es. Im Libanon herrscht Sorge vor einer erneuten dauerhaften Besatzung des Südens. Der israelische Militärvertreter sagt, dass die Armee "gezielte" Einsätze auch in Gegenden jenseits der sogenannten "gelbe Linie", die sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze im Südlibanon verläuft, begonnen habe. Hinter dieser Linie waren bereits zuvor israelische Bodentruppen stationiert

+++ 16:16 Israels Armee "total überlastet" - Trump versucht sich in Nahost plötzlich an Diplomatie +++

Die Lage im Nahen Osten bleibt undurchsichtig. Donald Trump droht dem Iran ständig mit neuen Angriffen. Nun versucht der US-Präsident jedoch auch, einen diplomatischen Plan auf den Weg zu bringen. Dieser soll Israel besänftigen, wie Nahost-Expertin Kristin Helberg erklärt.

+++ 15:33 Explosion an Tanker vor Küste Omans - Treibstoff tritt aus +++

Vor der Küste des Oman hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor drei Monaten wurden mehrfach Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1.550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest.

+++ 14:56 Iran wirft den USA "groben Verstoß" gegen Waffenruhe vor - Verhandlungen dauern an +++

Ungeachtet der Bemühungen um ein Friedensabkommen halten die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten an. Der Iran warf den USA heute einen "groben Verstoß" gegen die seit Anfang April geltende Waffenruhe vor und behielt sich das Recht auf Vergeltung vor. Die Flugabwehr habe eine US-Drohne abgefangen und auf eine weitere Drohne sowie einen Kampfjet im iranischen Luftraum geschossen, teilten die Revolutionsgarden mit. Iranischen Medien zufolge waren in der südlichen Region Hormosgan am frühen Morgen Explosionen zu hören. Die USA räumten ein, Ziele im Süden des Iran angegriffen zu haben, darunter Boote zum Verlegen von Seeminen sowie Abschussanlagen für Raketen. Der von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte baldige Abschluss eines Abkommens mit dem Iran zog sich derweil hin. Es könne noch "ein paar Tage" dauern, bis die Einigung ausgehandelt sei, sagte Außenminister Marco Rubio.

+++ 14:02 Bericht: Freigabe eingefrorener iranischer Gelder letzter Streitpunkt +++

Die Freigabe von im Ausland eingefrorenen iranischen Geldern ist einem Agenturbericht zufolge der letzte große Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran. Diese Frage müsse noch in den von Katar vermittelten Gesprächen geklärt werden, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Verhandlungen nahestehende Kreise. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gibt es bislang nicht.

+++ 13:47 Israelische Armee gibt neue Evakuierungsaufforderung für libanesische Stadt heraus +++

Die israelische Armee hat eine Evakuierungsaufforderung für die Stadt Nabatije im Süden des Libanon herausgegeben. "Zu ihrer eigenen Sicherheit" sollten die Bewohner ihre Häuser räumen und sich in Gegenden "nördlich des Flusses Sahrani" zurückziehen, erklärt der arabischsprachige Armeesprecher Avichay Adraee auf X. Die israelische Armee rechtfertigte die Evakuierungsaufforderung mit möglicherweise bevorstehenden Angriffen gegen Einrichtungen der proiranischen Hisbollah-Miliz. "Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Mitgliedern, ihren Einrichtungen oder ihrem militärischem Gerät aufhält, setzt sein Leben aufs Spiel", heißt es in der Erklärung weiter.

+++ 12:34 Libanon meldet zwölf Tote nach israelischen Angriffen +++

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach libanesischen Angaben zwölf Menschen getötet worden. Bei den Angriffen auf einen Ort in der Bekaa-Ebene im Südosten des Landes am späten Montagabend habe es weitere Verletzte gegeben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur NNA, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Es habe dort mindestens acht Angriffe gegeben. Das israelische Militär gab auf Nachfrage an, die Berichte zu prüfen. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.

+++ 11:31 Iran: Haben auf US-Drohne und Kampfjet gefeuert +++

Nach Äußerungen der US-Streitkräfte in der Nacht über Angriffe auf den Iran spricht die Islamische Republik von Luftverteidigungsmaßnahmen. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten auf eine US-Drohne vom Typ RQ-4 und ein Kampfflugzeug des Typs F-35 gefeuert und eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper geortet, heißt es in einer Mitteilung am Vormittag (Ortszeit). Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichten, die IRGC hätten eine US-Kampfdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen. Die Revolutionsgarden warnten zugleich vor jedem Bruch der Waffenruhe durch die USA und pochten auf ihr Recht auf Gegenschläge. Offizielle Äußerungen über Kampfhandlungen blieben von iranischer Seite zunächst aus. Ob sich die Mitteilung über das iranische Feuer auf die US-Drohne und das Kampfflugzeug auf Vorfälle des Vortags oder möglicherweise neue Vorfälle bezog, wurde nicht näher angegeben.

+++ 10:19 Nachricht auf Chamenei-Kanal: Golfstaaten kein Schutz mehr für USA +++

Die USA können sich nach einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal des obersten iranischen Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, heißt es in der Mitteilung. Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt.

+++ 08:57 Straße von Hormus passiert: Öltanker läuft in Japan ein +++

Der erste japanische Öltanker, der während des Krieges die Straße von Hormus passiert hat, ist einem Medienbericht zufolge in Japan eingetroffen. Der unter panamaischer Flagge fahrende Tanker "Idemitsu Maru" lief laut CNN am Montag einen Kai vor der Stadt Chita auf Honshu - Japans größter und bevölkerungsreichster Insel - an, nachdem er im April die Straße von Hormus erfolgreich durchquert hatte.

+++ 07:19 "Selbstverteidigung"? Fritz sieht Trump auf dünnem Eis +++

Die USA greifen trotz laufender Gespräche erneut Ziele im Iran an und sprechen von "Selbstverteidigung". US-Korrespondent Gordian Fritz hält die Begründung für schwer nachvollziehbar. Die neuen Attacken zeigten vor allem eines: Das Misstrauen zwischen Washington und Teheran ist weiter enorm.

+++ 05:32 Rubio: Abkommen mit Teheran trotz US-Angriffen weiter möglich +++

US-Außenminister Marco Rubio hält trotz der jüngsten Angriffe seines Landes auf den Iran ein Abkommen mit Teheran über ein Ende des Krieges weiter für möglich. Bei einem Besuch in Indien verweist Rubio auf für im Laufe des Tages geplante Verhandlungen in Katar. "Wir werden sehen, ob es dabei Fortschritte gibt." Zu einem möglichen Abkommen mit Teheran und den geplanten Verhandlungen in Katar sagt Rubio vor Journalisten: "Es gibt viel Hin und Her bezüglich bestimmter Formulierungen (...), deshalb wird es wohl noch ein paar Tage dauern." US-Präsident Donald Trump habe "den Wunsch geäußert, eine Einigung zu erzielen", fügt Rubio in Jaipur hinzu. "Er wird entweder einen guten Deal abschließen - oder gar keinen."

+++ 02:55 Iranische Medien: Tote nach US-Angriff +++

Iranische Medien berichten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele.

+++ 02:03 USA greifen Raketenstellungen im Iran an +++

Die USA haben nach eigenen Angaben Raketenstellungen im Iran angegriffen. Es habe sich um "Selbstverteidigungsmaßnahmen" gehandelt, erklärt das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (Centcom). Mit den Angriffen hätten US-Soldaten "vor Bedrohungen durch die iranischen Truppen geschützt" werden sollen.

+++ 01:18 Trump: Angereichertes Uran des Irans wird zerstört werden +++

Das im Iran bereits angereicherte Uran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in den USA oder an einem anderen Ort zerstört werden. Entweder es werde "sofort" an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, meint er - und verweist auf die "Atomenergie-Kommission". Unklar ist dabei, ob er damit eine US-Behörde oder möglicherweise die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO mit Sitz in Wien meint.

+++ 00:31 Menschen fliehen aus Beirut +++

Aus Sorge vor einer israelischen Offensive fliehen libanesischen Sicherheitskreisen zufolge zahlreiche Menschen aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. Israel betrachtet diese Gebiete als Hochburg der Hisbollah. Zuvor hatte Netanjahu eine Ausweitung der Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. "Wir befinden uns im Krieg mit der Hisbollah, und wir werden unsere Angriffe verstärken", sagte er in einer Videobotschaft. Anschließend teilten die israelischen Streitkräfte mit, sie griffen Ziele der Miliz in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanons an.

+++ 23:12 Netanjahu angeblich wegen Zahnbehandlung in Klinik eingeliefert +++

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist Berichten zufolge am späten Abend in ein Krankenhaus in Jerusalem eingeliefert worden. Er lasse sich dort einer zahnärztlichen Behandlung unterziehen, berichteten israelische Medien unter Berufung auf sein Büro. Die genaue Art der Behandlung wurde nicht bekanntgegeben. Vor rund einem Monat hatte der 76-Jährige erstmals eine Behandlung wegen eines bösartigen Prostatatumors bekanntgegeben und danach mitgeteilt, er sei gesund. Zugleich erklärte er, er habe die Veröffentlichung seines Gesundheitsberichts verzögert, um zu verhindern, dass Irans Führung Propaganda verbreite. 

+++ 22:10 Übereinkunft erreicht bei eingefrorenen iranischen Geldern? +++

Eine mit den Gesprächen zwischen der hochrangigen iranischen Delegation und Vertretern in Doha vertraute Quelle berichtet gegenüber "Al Jazeera", dass die katarische Vermittlung zu einer grundsätzlichen Übereinkunft ("understanding") mit den USA hinsichtlich der eingefrorenen iranischen Finanzvermögen geführt habe. Dank der Einigung in dieser Frage – die für die iranische Seite von großer Bedeutung war – sei es höchst wahrscheinlich, dass morgen eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran bekannt gegeben wird, fügte die Quelle laut "Al Jazeera" hinzu.

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