Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:44 Brücke von Kertsch wird vom FSB scharf bewacht +++
Die Kertsch-Brücke auf die russisch besetzte Krim wird derzeit verstärkt abgesichert. Dies berichtet Ukrinform mit Verweis auf den Telegram-Kanal Crimean Wind. "Die Brücke von Kertsch wird von einem Schiff und mehreren Booten verschiedener Art bewacht", heißt es in der Nachricht. Auf der Schwarzmeerseite der Straße von Kertsch liege ein Patrouillenboot des russischen Geheimdienstes FSB, zwei Anti-Sabotage-Boote und ein Artillerieboot. Auch von der Asowschen Seite aus seien Boote in der Meerenge im Einsatz, aber man habe derzeit keine Informationen über die Zusammensetzung der "Patrouille", fügt der Telegram-Kanal hinzu. Zuvor hatte Ukrinform berichtet, dass die russischen Behörden beschlossen hätten, die Kontrollen an den Zufahrten zur Kertsch-Brücke im Vorfeld der Neujahrsfeiertage zu verschärfen.
+++ 04:46 Gouverneur: Öllager in Belgorod von ukrainischen Drohnen in Brand gesetzt +++
Im Öldepot Stary Oskol in der russischen Region Belgorod bricht ein Feuer aus, nachdem es von ukrainischen Drohnen angegriffen worden ist. Das berichtet der „Kyiv Independent“ mit Verweis auf Gouverneur Wjatscheslow Gladkow. Einwohner von Stary Oskol meldeten demnach am späten Abend einen Brand außerhalb der Stadt. Zeugen veröffentlichen Fotos und Videos des Großbrandes in den sozialen Medien. Später bestätigt Gladkow, dass eine Drohne das Öllager angegriffen hatte. "Durch die Detonation gerieten mehrere Tanks auf dem Gelände in Brand", sagt Gladkow. Die Feuerwehr sei mit den Löscharbeiten beschäftigt, und es gebe offenbar keine Verletzten, zitiert ihn die Zeitung.
+++ 03:46 Weihnachtsgottesdienst: Putin beschwört Krieg als "heilige Mission" +++
Der russische Präsident Wladimir Putin lobt bei einem russisch-orthodoxen Weihnachtsgottesdienst die "heilige Mission" seiner Truppen, Russland zu verteidigen. Er verbindet die Zeremonie mit einer Weihnachtsansprache über Einheit, Nächstenliebe und Unterstützung der Streitkräfte. Der Krieg, den Russland mit seinem Einmarsch in die Ukraine begonnen hat, nähert sich dem Ende seines vierten Jahres. Der Kreml stellt den Konflikt als nationale Mission dar und stützt sich stark auf patriotische und religiöse Symbolik.
+++ 02:49 Lockheed Martin wird Produktion von Patriot-Raketen verdreifachen +++
Der US-Rüstungsriese Lockheed Martin hat eine siebenjährige Vereinbarung mit dem US-Kriegsministerium getroffen, um die jährliche Produktionskapazität für seine PAC-3-Raketenabwehrsysteme von zuvor etwa 600 auf 2000 Einheiten pro Jahr zu erhöhen. Das kündigt der Konzern in einer Erklärung an. Die Nachfrage ist gestiegen, da die USA und ihre Verbündeten als Reaktion auf die verschärften geopolitischen Spannungen ihre Luftverteidigungsfähigkeiten ausbauen. Neben den USA liefert Lockheed Martin Patriot-System an sechzehn weitere Länder, darunter Schweden, Katar, Japan und Polen. Das Patriot-System gehört ebenfalls zu den Waffen, die der Westen der Ukraine im Kampf gegen die russische Invasion geliefert hat.
+++ 01:45 Starmer: Großbritannien und Frankreich wollen Militärstützpunkte in der Ukraine errichten +++
Großbritannien und Frankreich wollen nach den Worten des britischen Premierministers Keir Starmer im Falle einer Waffenruhe Militärstützpunkte in der Ukraine errichten. Geplant seien "geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung", um die "Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine" zu unterstützen, sagt Starmer nach dem Gipfel in Paris.
+++ 00:35 Meinungswechsel nach Paris-Gipfel: Tschechiens Premier setzt Munitionsinitiative fort +++
Die von Tschechien angeführte Initiative zur Lieferung von Artilleriemunition an die Ukraine wird fortgesetzt. Das kündigt der tschechische Premierminister Andrej Babis an. Trotz seiner früheren Kritik an dem Projekt. erklärt Babis nach seiner Teilnahme am Gipfeltreffen der Koalition der Willigen in Paris, dass die Tschechische Republik weiterhin Koordinator der Initiative bleiben werde, die Artilleriegranaten für die Ukraine beschafft und liefert. "Ich habe, auch nach Rücksprache mit den Koalitionspartnern, entschieden, dass wir die Munitionsinitiative nicht unterbrechen werden. Das Projekt wird fortgesetzt, und die Tschechische Republik wird die Rolle des Koordinators übernehmen", schreibt Babis auf der Plattform X. Babis fügt hinzu, dass "kein Geld tschechischer Bürger in die Munitionsinitiative investiert wird". Als Grund für seine Meinungsänderung nennt er die bedeutende Rolle der USA bei der Absicherung eines möglichen Friedensabkommens.
+++ 23:21 "Koalition der Willigen" einigt sich auf gemeinsame Erklärung +++
Die Mitglieder der sogenannten Koalition der Willigen aus westlichen Verbündeten der Ukraine sowie Kiew und die USA haben nach ihrem Treffen in Paris eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin heißt es: "Insbesondere hat die Koalition deutlich gemacht, dass die Fähigkeit der Ukraine, sich selbst zu verteidigen, für die Sicherung der Zukunft der Ukraine und der euro-atlantischen kollektiven Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist. Wir haben bekräftigt, dass die Gewährleistung der Souveränität und dauerhaften Sicherheit der Ukraine ein integraler Bestandteil eines Friedensabkommens sein muss und dass jede Einigung durch robuste Sicherheitsgarantien für die Ukraine untermauert werden muss." Das sind die zentralen Punkte der Einigung:
+++ 21:59 Selenskyj: Trotz Fortschritten bleibt Territorialstreit +++
Trotz Fortschritten bei Gesprächen über einen Frieden gibt es nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch ungeklärte Punkte. Territorialfragen seien nicht zu 100 Prozent gelöst, sagt Selenskyj in Paris. Ukrainische Unterhändler sollten deshalb vor Ort bleiben und die Gespräche fortsetzen. Bei dem Streit um Territorium geht es darum, ob die Ukraine - wie von Moskau gefordert - ihre Truppen vollständig aus den Gebieten Donezk und Luhansk im Osten abzieht. Die USA drängen Kiew dazu, weil sonst ein Frieden mit Russland nicht zu erreichen sei. Die Ukraine lehnt dies ab.
+++ 21:14 Witkoff nennt Ukraine-Sicherheitspläne "weitgehend abgeschlossen" +++
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnet die Planungen für die Sicherheitsgarantien für die Ukraine als "weitgehend abgeschlossen". "Die Menschen in der Ukraine müssen wissen, dass wenn (der Krieg) beendet ist, dass es dann für immer ist", sagt Witkoff in Paris. Er räumt ein, dass die Frage nach einer möglichen Aufgabe von Gebieten durch die Ukraine noch nicht geklärt und "ein besonders kritisches Thema" sei. Der zweite US-Gesandte Jared Kushner nennt das Pariser Treffen einen "wichtigen Meilenstein". Es gebe nun "echte Schutzmechanismen", um sicherzustellen, dass die Ukraine nicht erneut angegriffen würde.
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