Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 15:33 Medwedew droht Europa mit Oreschnik-Angriffen +++

10.01.2026, 00:01 Uhr

Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, droht Europa offen mit Raketenangriffen. In einem Beitrag auf X reagiert der Ex-Präsident auf Überlegungen westlicher Staaten, Truppen zur Absicherung eines Waffenstillstands in die Ukraine zu entsenden. Die "führenden europäischen Dummköpfe" wollten offenbar "doch einen Krieg in Europa", schreibt Medwedew. Russland werde "keine europäischen oder Nato-Truppen in der Ukraine akzeptieren", so Medwedew weiter. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, den Medwedew in seinem Beitrag "Micron" nennt, verbreite weiter "diesen jämmerlichen Unsinn". Abschließend droht Medwedew: "Na dann los. Das ist es, was ihr bekommen werdet" - und veröffentlichte ein Video, das den Einschlag einer russischen Oreschnik-Rakete in der Region Lwiw in der Nacht auf Freitag zeigen soll. Zuvor hatte Macron gesagt, Frankreich könne im Fall eines Waffenstillstands bis zu 6.000 Soldaten in die Ukraine entsenden.

+++ 14:41 London stellt 230 Millionen Euro für Ukraine-Friedenstruppe bereit +++

Großbritannien stellt 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) bereit, um britische Soldaten für einen möglichen multinationalen Einsatz in der Ukraine auszurüsten. Das Geld soll unter anderem in Fahrzeuge, Kommunikationssysteme und Drohnenabwehr fließen, sagt Verteidigungsminister John Healey bei einem Besuch in Kiew. London hatte sich am 6. Januar gemeinsam mit Frankreich grundsätzlich zu einer möglichen Truppenentsendung nach einem Waffenstillstand bekannt. Russland wies die Pläne scharf zurück: Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte, westliche Truppen in der Ukraine würden als "legitime militärische Ziele" gelten.

+++ 13:55 Stromversorgung in Kiew stabilisiert sich +++

Die Lage bei der Stromversorgung hat sich in Kiew und Umgebung stabilisiert. Das meldet das Energieministerium auf seinem Telegram-Kanal. In den Bezirken am linken Ufer der Region Kiew komme es weiterhin zu Notstromabschaltungen. Die übrigen Bezirke kehren nach und nach zu den Stromabschaltplänen zurück. Das Energieministerium fordert die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben und sich an die offiziellen Informationen zu halten.

+++ 13:27 Partisanen berichten von Razzien in Saporischschja +++

Russische Streitkräfte bereiten laut Angaben der Partisanenbewegung ATESH systematische Repressionen gegen Zivilisten in vorübergehend besetzten Gebieten der Oblast Saporischschja vor. Demnach führen sie Razzien durch und beschlagnahmen Eigentum der Zivilbevölkerung. Der erhöhte Druck gilt als "präventive Bedrohungsbeseitigung", diese Doktrin lässt den russischen Truppen viel Spielraum für Maßnahmen gegen Zivilisten. Das russische Kommando "verbreitet die Darstellung, dass es in diesen Siedlungen an der Front keine loyalen Einwohner mehr gibt. Infolgedessen beginnt jeder Kontakt mit Zivilisten mit Durchsuchungen und Kontrollen auf angebliche Verbindungen zu den ukrainischen Streitkräften", so die Partisanen.

+++ 12:48 Kiew ohne Versorgung +++

Minus 10 Grad derzeit in Kiew, die Versorgung mit Strom und Wärme ist abgestellt, auch Wasser kommt nicht mehr aus den Leitungen, so lauten Meldungen aus der Hauptstadt. Die Stadtverwaltung hat das Stromnetz für die Reparaturarbeiten nach dem russischen Luftschlag abgeschaltet. Daher seien Wasser- und Wärmeversorgung sowie der elektrisch betriebene öffentliche Nahverkehr ebenfalls ausgefallen, heißt es auf Telegram. Wie lange die Reparaturarbeiten andauerten ist unklar. Nach dem jüngsten russischen Angriff am Freitag war die Hälfte der Wohnblocks in Kiew ohne Heizung.

+++ 12:09 Russland: 600.000 in Belgorod ohne Strom +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff sind in der russischen Oblast Belgorod nach Angaben des dortigen Gouverneurs 600.000 Menschen ohne Strom. An der Wiederherstellung werde gearbeitet, die Lage sei jedoch äußerst schwierig, schreibt der Gouverneur auf Telegram. Aufnahmen der Agentur Reuters in der Stadt Belgorod zeigen, dass die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet war und die Anwohner sich mit Taschenlampen und Autoscheinwerfern den Weg suchten. Die an die Ukraine grenzende Oblast wird regelmäßig von der Ukraine angegriffen.

+++ 11:48 Irak will Rekrutierung für Russland verhindern +++

Der Irak richtet eine spezielle Regierungskommission ein, um die Rekrutierung irakischer Jugendlicher für den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu untersuchen und zu verhindern, berichtete das ukrainische Projekt I Want to Live. Die im September 2022 vom ukrainischen Militärgeheimdienst eingerichtete 24-Stunden-Hotline hilft russischen Soldaten, sich freiwillig der ukrainischen Armee zu ergeben oder ihre Einheiten zu übergeben. Laut dem irakischen Vertreter in der Ukraine ist Bagdad besorgt, dass junge Iraker in die Reihen des russischen Militärs gezogen werden könnten. Die Kommission soll Rekrutierungsbemühungen eindämmen und damit verbundene Rechtsverstöße ahnden.

+++ 11:15 ISW: Mit Oreshnik droht der Kreml dem Westen +++

Laut Analysten des amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) hat Moskau am Freitag bewusst die Oblast Lwiw ins Visier genommen, um den westlichen Regierungen seine militärischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Das Institut beschrieb den Angriff als Teil einer umfassenderen "nuklearen Säbelrasselei" Russlands, die darauf abziele, westliche Länder davon abzuhalten, Truppen in der Ukraine zu stationieren. Die sogenannte Koalition der Willigen hat bei einem Treffen in Paris am Dienstag erwogen, nach einem Waffenstillstand eigene Truppen als Teil künftiger Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu entsenden. Der Kreml hat wiederholt erklärt, dass solche Garantien für Russland "inakzeptabel" seien. Der Einsatz der Oreshnik-Rakete – die vermutlich einen Atomsprengkopf tragen kann – gegen ein Ziel im Gebiet Lwiw sei als direkte Drohung gegenüber der Koalition der Willigen und als Versuch gedacht gewesen, jede potenzielle Stationierung ausländischer Truppen, die wahrscheinlich im Westen der Ukraine stationiert würden, zu verhindern, so das ISW.

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Lwiw am Freitag nach dem russischen Angriff. Der Schaden an diesem Wohnhaus ist durch einen Drohneneinschlag entstanden. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

+++ 10:33 Selenskyj: Bewegen uns auf Endphase zu +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass er nichts gegen direkte Gespräche zwischen europäischen Ländern und Russland einzuwenden habe – vorausgesetzt, Putin sei sich der Ernsthaftigkeit solcher Gespräche bewusst. "Ich bin nicht dagegen, dass Europa mit Russland spricht, insbesondere jetzt, wo Druck seitens der USA besteht und Europa begonnen hat, über Sicherheitsgarantien zu sprechen", sagte er im Interview mit der Agentur Bloomberg. "Wir bewegen uns auf die Endphase zu, auch wenn wir noch nicht wissen, wie diese aussehen wird."

+++ 09:57 Ukraine: 171 Gefechte seit gestern +++

Für die letzten 24 Stunden meldet der ukrainische Generalstab 171 Gefechte zwischen den ukrainischen Streitkräften und den russischen Invasoren. Die Russen feuerten demnach zwei Raketen ab und führten 28 Luftangriffe mit 36 Raketen und 92 Lenkbomben durch. Darüber hinaus führten sie 3322 Beschüsse durch, darunter 61 mit Mehrfachraketenwerfern, und setzten 6140 Kamikaze-Drohnen ein. Noch immer kämpfen diverse ukrainische Städte mit Stromausfall und Unterbrechung der Wärmezufuhr bei zweistelligen Minusgraden derzeit in der Ukraine.

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Ukrainische Soldaten in Donezk laden Munition in einen Mehrfachraketenwerfer (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

+++ 09:11 Schwere Schäden auf beiden Seiten +++

Bei erneuten gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Verletzte und schwere Schäden gegeben. In der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurde nach Behördenangaben drei Menschen verletzt. Dort seien wegen der Attacke Brände ausgebrochen, die Infrastruktur wurde beschädigt. Es gab Stromabschaltungen. Auch in Dnipro selbst gebe es Schäden an Energieanlagen und dementsprechend Probleme mit der Stromversorgung. Das russische Verteidigungsministerium meldete seinerseits den Abschuss von 59 ukrainischen Drohnen. Allerdings gab es auch auf russischer Seite Schäden. So wurde nach Angaben des Gouverneurs von Wolgograd ein Öldepot von Drohnentrümmern getroffen. Dort sei ein Brand ausgebrochen, die Löscharbeiten hielten an. Wegen der Flammen mussten die Anwohner in Sicherheit gebracht werden.

+++ 08:23 Trump: Ist nicht nötig, Putin zu fassen +++

US-Präsident Donald Trump hält eine gewaltsame Entfernung des russischen Diktators Wladimir Putin aus dem Präsidentenamt nicht für notwendig. Auf die Frage eines Reporters, ob er jemals den Befehl erteilen werde, Putin zu fassen, antwortete Trump gestern im Weißen Haus: "Ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird." Er habe immer ein gutes Verhältnis zu Putin gehabt und sei sehr enttäuscht. "Im letzten Monat haben sie 31.000 Menschen verloren, viele davon russische Soldaten. Und die russische Wirtschaft läuft schlecht. Ich denke, wir werden das am Ende beilegen können."

+++ 07:55 Ukraine: 880 russische Verluste seit gestern +++

In den vergangenen 24 Stunden hat der Kreml laut Bilanz des ukrainischen Generalstabs 880 verwundete oder getötete Soldaten für den Kampf verloren. Hinzu kommen vier zerstörte russische Panzer, 16 Artilleriesysteme, ein Mehrfachraketenwerfer, 18 Marschflugkörper und 84 Tank- und Transportfahrzeuge.

+++ 07:10 Seit Kriegsbeginn will Ukraine 19 Kreml-Generäle getötet haben +++

Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands sind laut ukrainischen Angaben mindestens 19 russische Generäle getötet worden . Laut "The Insider" belegen dies öffentlich zugängliche Daten und Berichte aus russischen und ukrainischen Quellen, berichtet die Agentur Ukrinform. Demnach waren Verluste unter hochrangigen Kommandanten sowohl direkt an der Front als auch im Hinterland zu verzeichnen – als Folge von Angriffen auf Hauptquartiere, Sabotageakten und Bombenangriffen auf russischem Territorium. Mehrere Generäle wurden in den ersten Monaten des Krieges durch Scharfschützenfeuer oder Artillerieangriffe getötet.

+++ 06:33 Merz, Macron, Starmer diskutieren Nato-Präsenz in der Arktis +++

Vor allem mit Blick auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und Chinas Ansprüche auf Taiwan muss die Nato um ihre Glaubwürdigkeit fürchten, wenn ein führendes Mitglied wie die USA plötzlich droht, sich Gebiete eines Partnerstaates gewaltsam anzueignen. Mehrere Nato-Staaten werben darum für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis. Nach Angaben von Diplomaten sieht ein Vorschlag vor, einen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis) zu starten. Er soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann. Der britische Premier Keir Starmer hat darüber telefonisch bereits mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gesprochen. Das Bündnis müsse im Norden stärker auftreten, um Gegner wie Russland abzuschrecken, sagte Starmer laut einer Sprecherin.

+++ 05:04 Russisches Öllager steht nach Drohnenangriff in Flammen +++

In der russischen Region Wolgograd brennt nach einem Drohnenangriff ein Öldepot. Die Luftabwehr habe die Drohnen abgewehrt, allerdings sei durch herabfallende Trümmer ein Feuer ausgelöst worden, meldet der Gouverneur der Region, Andrey Bocharov auf Telegram. Nach ersten Informationen gebe es keine Opfer.

+++ 03:03 Laschet schließt Entsendung deutscher Soldaten in Ukraine nicht aus +++

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hält die Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine für möglich. Bedingung sei ein Waffenstillstandsabkommen mit Russland. In dem müssten "glaubwürdige Sicherheitsgarantien auch der Amerikaner für die Ukraine vereinbart werden", sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Funke-Zeitungen. "Der Bundeskanzler hat zugesagt, deutsche Soldaten am Rande der Ukraine zu stationieren. Ob die Bundeswehr am Ende drin ist, wird sich aus der Situation ergeben." Laschet geht davon aus, dass Russland einer Friedenslösung zustimmen würde. "Ich habe den Eindruck, dass die Amerikaner jeden ihrer Schritte mit Moskau rückkoppeln und einer Gesamtlösung näher sind als öffentlich bekannt. Anders wäre ihr Verhandlungsaufwand kaum zu erklären", sagte er. "Auch der ukrainische Präsident Selenskyj würde sich nicht so kompromissbereit zeigen, wenn es keine indirekten Signale von der anderen Seite gäbe."

+++ 01:33 Großbritannien plant 200 Mio Pfund für mögliche Truppenentsendung in Ukraine ein +++

Großbritannien stellt 200 Millionen Pfund (etwa 230 Millionen Euro) für die Vorbereitung einer möglichen Truppenentsendung in die Ukraine bereit. Mit dem Geld sollen unter anderem Fahrzeuge und Kommunikationssysteme modernisiert sowie der Schutz vor Drohnen verbessert werden, sagt Verteidigungsminister John Healey bei einem Besuch in Kiew. Die britischen Soldaten sollen Teil einer multinationalen Truppe sein, die im Falle eines Waffenstillstands zum Einsatz kommen soll. Die Ankündigung erfolgt kurz nach einem russischen Angriff mit einer Hyperschallrakete auf die Ukraine.

+++ 23:30 Selenskyj: Moskau will unsere Städte ausschalten +++

Nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versucht Russland, mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die großen Städte der Ukraine unbewohnbar zu machen. "Die Russen nutzen das Wetter - die Kältewelle - und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen", sagt er in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Zuletzt habe es die Hauptstadt Kiew getroffen, davor Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih, wiederum davor Odessa. "Die Haupttaktik Russlands besteht darin, zu versuchen, Städte vollständig auszuschalten", sagt Selenskyj. Er verlangte von allen Stadtverwaltungen, vorbereitet zu sein und die Bürger zu schützen. In den angegriffenen Städten ist die Versorgung mit Strom, Wasser, Heizung zum großen Teil ausgefallen.

+++ 22:15 Russland globaler Spitzenreiter bei Internetzensur +++

Russland wird im Jahr 2025 weltweit den ersten Platz bei Internetzensur und Netzabschaltungen belegen. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die unabhängigen Vergleichsplattform Top10VPN, die globale Internetstörungen verfolgt. Demnach begann Russland im Mai 2025 unter dem Vorwand des Schutzes vor ukrainischen Angriffen mit massenhaften Internetabschaltungen. Experten, die in dem Bericht zitiert werden, sagen jedoch, dass das eigentliche Ziel darin besteht, den Zugang zu unabhängigen Informationen systematisch einzuschränken. Laut dem Bericht verzeichnete das Land im Laufe des Jahres insgesamt 37.166 Stunden Internetausfälle und ist damit der größte Verursacher globaler Verbindungsabbrüche.

+++ 21:31 Berlin will von Indien Reduzierung der Energiekäufe in Russland +++

Kurz vor der Indien-Reise von Kanzler Friedrich Merz hat die Bundesregierung das südasiatische Land aufgefordert, die Käufe von Gas und Öl aus Russland zurückzuschrauben. "Die Bundesregierung wirkt ebenso wie die EU darauf hin, dass die indische Regierung die Umgehung von gegen Russland gerichteten Sanktionen durch indische Unternehmen unterbindet, sowie die Energieimporte aus Russland nach Indien auch reduziert werden", sagt der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. Dazu führe die Bundesregierung auf verschiedenen Ebenen Gespräche. Dies gelte auch für die bevorstehende Reise. Auch die USA fordern von Indien, den Kauf von Öl aus Russland zu beschränken.

+++ 20:41 IAEA verhandelt über Feuerpause an beschädigtem AKW Saporischschja +++

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine begrenzte Feuerpause am AKW Saporischschja zur Reparatur einer Stromleitung. Bei Kämpfen am 2. Januar sei die letzte 330-Kilovolt-Notfallleitung beschädigt worden, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in Wien mit. Das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk im Süden der Ukraine werde derzeit nur über die 750-Kilovolt-Hauptleitung versorgt.

+++ 19:48 Russischer Angriff: Lettland will Sitzung des UN-Sicherheitsrats +++

Lettland will als Reaktion auf den jüngsten schweren russischen Angriff auf die Ukraine eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen. Dies kündigt Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X an. Russland hatte zuvor die Ukraine erneut mit massiven Schlägen aus der Luft überzogen. Dabei setzte Russland nach eigenen Angaben zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn auch seine neue Mittelstreckenrakete Oreschnik ein. Lettland hat am 1. Januar erstmals einen befristeten Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat übernommen und wird für zwei Jahre im mächtigsten UN-Gremium sitzen.

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