Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:59 Zweiter Helikopter bei Suche nach vermisstem F-15-Piloten getroffen +++
Nach Angaben von NBC sollen zwei US-Helikopter über dem Iran beschossen und getroffen worden sein. Sie gehörten zu dem Team, das nach den beiden Crewmitgliedern der abgeschossenen F-15 suchten. Zunächst war nur von einem Helikopter die Rede. Die Helikopter sind allerdings auf dem Weg zu ihren Basen, die Crews bleiben dem Bericht zufolge unverletzt.
+++ 21:45 Strompreis für Privathaushalte in der Türkei steigen um 25 Prozent +++
Die Türkei erhöht die Strompreise für Privathaushalte wegen gestiegener Produktions- und Vertriebskosten um 25 Prozent. Auch die Erdgaspreise für Haushalte steigen im Schnitt um diesen Wert, teilt der staatliche Energieversorger Botas mit. Für Industriekunden verteuert sich Erdgas um 18,6 Prozent und für Kraftwerke um 19,4 Prozent. Die Stromtarife klettern zudem für den öffentlichen Sektor und Dienstleister um 17,5 Prozent, für die Industrie um 5,8 Prozent und für die Landwirtschaft um 24,8 Prozent. Die neuen Preise gelten ab sofort.
+++ 21:29 Ein Toter und vier Verletzte nach Angriff auf Erdgasanlage in Abu Dhabi +++
Bei einem abgefangenen Angriff auf die Erdgas-Anlage Habschan in Abu Dhabi ist nach offiziellen Angaben ein ägyptischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmerteile ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten, teilt das Medienbüro von Abu Dhabi mit. Bei ihnen handele es sich um zwei Ägypter und zwei Pakistaner. An den Energieanlagen sei erheblicher Schaden entstanden, heißt es weiter. Eine genaue Begutachtung dauere an.
+++ 20:57 Zweiter US-Kampfjet nahe der Straße von Hormus abgestürzt +++
In der Golfregion ist einem Zeitungsbericht zufolge heute ein zweites US-Kampfflugzeug abgestürzt. Die Maschine vom Typ A-10 "Warthog" (Warzenschwein) sei nahe der Straße von Hormus etwa zur selben Zeit verunglückt, zu der ein Kampfjet vom Typ F-15E über dem Iran abgeschossen worden sei, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf zwei Insider. Der Pilot der A-10 sei gerettet worden. Eine offizielle Bestätigung des Pentagons oder des Zentralkommandos (CENTCOM) gibt es bisher nicht. Mittlerweile wurde lediglich in einer E-Mail der Abschuss der F-15 bestätigt.
+++ 20:47 US-Hubschrauber während Rettungsmission für abgeschossene Piloten getroffen +++
Bei der Rettungsmission für die beiden Crewmitglieder des abgeschossenen US-Kampfjets ist einem Bericht zufolge ein Helikopter beschossen und getroffen worden. Das hätten zwei US-Beamte gegenüber Newsmax bestätigt. Dabei soll es sich um einen Blackhawk-Hubschrauber handeln. Fotos zeigen einen US-Hubschrauber aus großer Entfernung und aufsteigenden Rauch daraus. Die Crew soll allerdings in Sicherheit sein.
+++ 20:24 Iran schlägt US-Verhandlungsangebot in Pakistan aus: Forderungen inakzeptabel +++
Der Iran ist einer Zeitung zufolge in den kommenden Tagen nicht zu einem Treffen mit US-Vertretern in Islamabad bereit. Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtet das "Wall Street Journal". Damit stecken die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran dem Blatt zufolge in einer Sackgasse.
+++ 20:08 USA rufen Bürger zur Ausreise aus dem Libanon auf +++
Die USA rufen ihre Staatsbürger zur Ausreise aus dem Libanon auf. Die US-Botschaft in Beirut teilt zudem mit, der Iran und verbündete Milizen könnten Angriffe auf Universitäten im Land planen. Die Ausreise solle erfolgen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar seien.
+++ 19:30 Pentagon gesteht Abschuss von Kampfjet ein - in einer E-Mail +++
Laut einer E-Mail des Pentagons, die der Nachrichtenagentur Associated Press vorliegt, bestätigt das US-Militär, dass es eine Meldung über "ein abgeschossenes Flugzeug" im Nahen Osten erhalten habe. Weitere Einzelheiten gibt es nicht. Nachdem es am Donnerstagabend Hinweise auf einen möglicherweise über dem Iran abgeschossenen US-Kampfjet gab, hatte das Zentralkommando der US-Streitkräfte entsprechende Berichte in einem Faktencheck als falsch abgetan. Richtigerweise wurde darauf verwiesen, dass es bereits mehrfach ähnliche Behauptungen gab, die sich allesamt als falsch erwiesen. In diesem Fall lag das US-Militär mit seiner Einschätzung jedoch falsch.
+++ 19:08 Meloni trifft zu Überraschungsbesuch im Nahen Osten ein +++
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni trifft überraschend zu einem Besuch in der Golfregion ein. Die Regierungschefin landet mit einem Flugzeug aus Rom in Saudi-Arabien, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Der Aufenthalt war aus Sicherheitsgründen bis zur Ankunft geheim gehalten worden. Als weitere Stationen der zweitägigen Reise werden neben Saudi-Arabien die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar genannt. Thema soll auch die Energieversorgung sein. In Italien gibt es - wie in vielen anderen Ländern - große Sorge, dass bei einer Fortdauer des Krieges Energie knapp werden und die Preise noch mehr steigen könnten.
+++ 18:39 Emirate fangen mehr als 2000 iranischen Drohnen seit Kriegsbeginn ab +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate fangen nach eigenen Angaben an diesem Karfreitag 47 Drohnen, 18 ballistische Raketen und 4 Marschflugkörper des Irans ab. Zu Schäden oder möglichen Opfern gibt es dagegen keine Angaben. Seit Kriegsbeginn habe das Land 2085 Drohnen, 475 ballistische Raketen und 23 Marschflugkörper abgefangen, so das Verteidigungsministerium. Bisher seien zwei Soldaten sowie zehn Zivilisten ums Leben gekommen. Bei den Zivilisten handelt es sich um Pakistani, Inder und Menschen aus Bangladesch. 203 Menschen seien verletzt worden.
+++ 18:12 Israel greift "Terror-Infrastruktur" in Libanons Hauptstadt Beirut an +++
Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben "Terror-Infrastruktur" in Beirut an. In der libanesischen Hauptstadt sind drei laute Explosionen zu hören. Örtlichen Medien zufolge treffen die Angriffe die südlichen Vororte. Ein Sprecher des israelischen Militärs gab zuvor eine neue Warnung für das gesamte Gebiet heraus.
+++ 17:31 Ein Crewmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets angeblich in Sicherheit gebracht +++
Nach Informationen des israelischen Senders Channel 12 soll eines der beiden Crewmitglieder des abgeschossenen F-15-Kampfjets gefunden und in Sicherheit gebracht worden sein. Das schreibt Reporter Amit Segal unter Berufung auf "westliche Quellen". Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.
+++ 17:22 UN-Sicherheitsrat vertagt Abstimmung über Straße von Hormus auf Samstag +++
Ein Sprecher des UN-Sicherheitsrats sagt der BBC, dass am morgigen im UN-Sicherheitsrat über eine Resolution zur Straße von Hormuz abgestimmt wird. Ursprünglich sollte die Abstimmung am heutigen Freitag stattfinden, wurde aber von der Tagesordnung gestrichen. Gemäß dem von Bahrain vorgeschlagenen Resolutionsentwurf wären die Mitgliedstaaten berechtigt, "alle notwendigen und verhältnismäßigen Verteidigungsmittel" einzusetzen, um die Sicherheit der Durchfahrt durch die Straße von Hormuz für mindestens sechs Monate zu gewährleisten. Die Resolution basiert ursprünglich auf Kapitel VII der UN-Charta, das den Einsatz militärischer Gewalt autorisiert, wurde aber aufgrund von Einwänden Russlands und Chinas im Laufe der Verhandlungen geändert.
+++ 16:56 Explosion im Südlibanon: Drei Blauhelmsoldaten verletzt +++
Die Unifil-Mission im Libanon teilt mit, dass bei einer Explosion in einer ihrer Stellungen drei Blauhelmsoldaten verletzt wurden. Dies ist der dritte Vorfall binnen einer Woche. Die Soldaten würden derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Die Ursache der Explosion ist unklar, sagt Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel. Ein indonesischer Friedenssoldat wurde am Sonntag getötet, zwei weitere starben am folgenden Tag im Süden nahe der israelischen Grenze, wo die UN-Truppe stationiert ist und wo Israel und die Hisbollah seit letztem Monat Krieg führen. Israel macht die Hisbollah für ihren Tod verantwortlich.
+++ 16:24 Viele Diplomaten einig: Kein militärischer Einsatz für Öffnung der Straße von Hormus +++
Laut dem norwegischen Außenminister sprechen sich Diplomaten weltweit gegen den Einsatz militärischer Gewalt zur Öffnung der Straße von Hormus aus und setzen stattdessen auf diplomatische Maßnahmen. "Wir müssen realistisch einschätzen, was militärisch erreicht werden kann, solange der Krieg andauert", sagt Espen Barth Eide, der an einer digitalen Besprechung mit über 40 Diplomaten teilnahm, bei der die wirtschaftlichen Folgen der Sperrung der Meerenge erörtert wurden. "Diese Koalition … wird diplomatisch vorgehen, um Druck auf den Iran auszuüben", erklärt er gegenüber CNN. Seine Äußerungen stehen im Einklang mit denen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der Verhandlungen mit dem Iran befürwortete und eine militärische Intervention zur Öffnung der Handelsader als "unrealistisch" bezeichnete.
+++ 15:56 US-Beamte bestätigen Abschuss von Kampfjet - Suche nach Crew läuft +++
US-Beamte bestätigen laut der "New York Times" und Axios, dass ein US-Kampfflugzeug über dem Iran abgeschossen wurde (siehe Eintrag 8:41 Uhr). Das US-Zentralkommando hatte diese Behauptung am Donnerstagabend noch als falsch zurückgewiesen. Aktuell haben sich weder CENTCOM noch Pentagon dazu geäußert. Das Schicksal der Besatzung ist laut der US-Beamten ungewiss. Es sei eine schnelle Such- und Rettungsmission gestartet worden.
+++ 15:46 USA wiesen Irans Vize-Botschafter schon im Dezember aus +++
Das US-Außenministerium hat im vergangenen Dezember den stellvertretenden iranischen Botschafter bei den Vereinten Nationen unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken ausgewiesen, wie ein US-Beamter und eine mit dem Vorfall vertraute Quelle Axios bestätigen. Insgesamt sollen drei iranische Diplomaten im letzten halben Jahr ausgewiesen worden sein. Anfang Dezember sandte das Außenministerium eine offizielle Note an die iranische Vertretung bei der UNO in New York, in der der stellvertretende Botschafter Saadat Aghajani aufgefordert wurde, das Land unverzüglich zu verlassen. Der iranische Diplomat wurde aufgefordert, die USA im Rahmen des "Section-13-Verfahrens" zu verlassen - einem internen Verfahren des Außenministeriums, das eine diskrete Ausweisung ermöglicht, ohne jemanden offiziell zur "persona non grata" zu erklären. Das Außenministerium wendet Ausweisungen nach Section 13 häufig bei Diplomaten an, denen Spionage oder Handlungen vorgeworfen werden, die den Interessen der USA oder der nationalen Sicherheit zuwiderlaufen. Gegen Aghajani wurden keine konkreten Vorwürfe erhoben. Mindestens zwei weitere Diplomaten der iranischen Vertretung wurden in den zwei Monaten vor Aghajanis Abreise ausgewiesen.
+++ 15:20 XXL-Wehretat: Trump fordert für das US-Militär 1,5 Billionen Dollar im kommenden Jahr +++
Das Weiße Haus legt einen Haushaltsentwurf vor, in dem es für das nächste Jahr ein Verteidigungsbudget in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar (1,3 Billionen Euro) fordert. Als Begründung werden laut "New York Times" steigende Kosten aufgrund des Krieges im Iran genannt. Der Haushaltsentwurf muss vom Kongress allerdings genehmigt werden. Für 2026 steht dem Pentagon ein Budget von gut einer Billion US-Dollar zur Verfügung. 2027 sollen es 445 Milliarden Dollar mehr sein. Der Anstieg würde 42 Prozent betragen. Es wäre der größte Zuwachs im US-Verteidigungsbudget seit dem Zweiten Weltkrieg. Sparen will die US-Regierung auch und zwar beim Klimaschutz, dem Wohnungsbau und der Bildung. In Summe ist von 73 Milliarden US-Dollar die Rede. Mehr Geld soll es hingegen für Grenzschutz und die Strafverfolgung geben.
+++ 14:47 Trump über Straße von Hormus: USA werden sich das Öl holen und ein Vermögen machen +++
Aus Sicht von US-Präsident Trump ist die Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr kein größeres Problem. "Mit ein wenig mehr Zeit können wir die Straße von Hormus leicht öffnen, das Öl nehmen und ein Vermögen machen", erklärt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Diese und ähnliche Behauptungen hatte der Präsident seit Kriegsbeginn immer wieder aufgestellt. Allerdings hatte er sowohl Staaten vor Ort als auch Nato-Staaten aufgefordert, sich an der Öffnung und Offenhaltung der Handelsstraße zu beteiligen. Das lehnten die meisten Staaten ab. Wie genau die Wiedereröffnung der Straße von Hormus gelingen soll, ließ der Präsident bisher stets offen.
+++ 14:24 US-Militär sucht nach Piloten von abgeschossenem Kampfjet +++
Der Iran veröffentlicht Bilder von Trümmerteilen des möglicherweise abgeschossenen US-Kampfjets (Siehe Eintrag 08:41 Uhr). Anders als vom iranischen Militär zunächst behauptet, soll es sich dabei aber wohl nicht um eine F-35 handeln, sondern um eine F-15E "Strike Eagle". Was mit den beiden Piloten geschehen ist, ist unklar. Als Belege, dass tatsächlich ein US-Kampfjet abgestürzt oder abgeschossen wurde, werden zahlreiche Videos veröffentlicht, die US-Such- und Rettungsflugzeuge und -helikopter in der südiranischen Provinz Kohgiluye zeigen sollen. Sie fliegen sehr tief, was auf einen Sucheinsatz hindeutet. Im iranischen Fernsehen wird derweil eine Belohnung für die Festnahme von US-Piloten ausgelobt.
+++ 13:54 Mehr Schiffe sollen Straße von Hormus passiert haben +++
Die Zahl der Schiffspassagen durch die Straße von Hormus hat zuletzt zugenommen. Nach einem Bericht der Datenfirma Windward sind am Mittwoch 16 Frachter durch die weitgehend blockierte Meerenge gefahren, am Vortag seien es elf Schiffe gewesen. Die Zahl der Durchfahrten sei drei Tage infolge gestiegen. Sie beträgt aber noch immer nur einen Bruchteil des Verkehrs vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Die meisten der Schiffe sind den Angaben zufolge nah an der iranischen Küste entlanggefahren. Windward schreibt, dieser Korridor entlang der Insel Larak erlaube dem Iran eine "berechtigungsbasierte, selektive Blockade" aufrechtzuerhalten. Drei Schiffe hätten unter omanischer Kontrolle ebenfalls die Meerenge passiert, heißt es in dem Bericht weiter. Dabei haben sie den Angaben zufolge den vom Iran kontrollierten Korridor gemieden.
+++ 13:24 Fischer: "Trump pfeift und niemand tanzt - das ist unangenehm" +++
Für seinen Krieg im Iran sucht das US-Militär weiterhin händeringend nach Unterstützung. Jüngst untersagt selbst Italien US-Jets die Nutzung von Stützpunkten. Politikexperte Klemens Fischer erklärt die Folgen von Donald Trumps Kurs für die innenpolitische Stimmung.
+++ 12:57 Regime verschleppt bekannte Aktivistin +++
Im Iran ist die bekannte Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh nach Angaben ihrer Tochter erneut festgenommen worden. Ihre Mutter sei am Mittwochabend festgenommen worden, als sie allein zu Hause gewesen sei, schreibt Mehraweh Chandan bei Instagram. Angehörige hätten vor Ort festgestellt, dass Rechner und Telefone ihrer Mutter und ihres Vaters "beschlagnahmt" worden seien, so Chandan weiter. Es sei nicht klar, welche Sicherheitskräfte genau Sotudeh festgenommen hätten. Sie habe seit der Festnahme keinen Kontakt zu ihrer Mutter, fügt Chandan hinzu.
+++ 12:27 Medien: Frachter von französischer Reederei passiert Straße von Hormus +++
Ein Containerschiff der französischen Reederei CMA CGM passiert einem Medienbericht zufolge die Straße von Hormus. Wieso das Schiff die eigentlich durch den Iran gesperrte Meerenge durchfahren konnte, bleibe zunächst offen, berichtet der Sender BFM TV. CMA CGM ist für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das französische Außenministerium lehnt einen Kommentar ab. Der Sender BFM TV gehört zum Unternehmen RMC BMF, das von der Mediensparte der Reederei CMA CGM kontrolliert wird. Zuletzt gab es Berichte, wonach potenzielle Angreifer Geld für eine sichere Passage von Frachtern durch die Straße von Hormus verlangten. Derzeit sitzen sechs Schiffe der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd im Persischen Golf fest.
+++ 11:53 Israelische Armee legt offenbar Kehrtwende bei Kriegszielen hin +++
Die Entwaffnung der Hisbollah im Libanon ist Medienberichten zufolge doch kein Kriegsziel der israelischen Armee. Das meldet unter anderem die "Times of Israel" unter Berufung auf einen Vertreter der Armee. Die israelische Nachrichtenseite ynet spricht von einer Kursänderung des Militärs. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt noch auf eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Miliz gedrungen. Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Teil dieses Abkommens war auch die Entwaffnung der Hisbollah, die bislang nicht umgesetzt wurde. Mehrere israelische Medien melden nun, Ziel der Armee sei es, die Miliz im Nachbarland signifikant zu schwächen. "Die Entwaffnung der Organisation ist kein zwingendes Ziel am Ende dieses Einsatzes", zitiert die "Times of Israel" einen Armeevertreter. Laut "Haaretz" gehen Armeevertreter davon aus, dass die Entwaffnung der Hisbollah die Besetzung des gesamten Libanons voraussetzen würde.
+++ 11:32 Iran richtet 18-Jährigen hin +++
Im Iran ist ein 18-Jähriger hingerichtet worden, der den Behörden zufolge während der jüngsten Protestwelle im Auftrag Israels und der USA gehandelt haben soll. "Amir-Hossein Hatami ist heute im Morgengrauen gehängt worden", heißt es auf der Website der iranischen Justiz Misan Online am Donnerstag. Hatami habe Handlungen begangen, "welche die nationale Sicherheit gefährdet haben". Demnach wurde ihm unter anderem der Versuch zu Last gelegt, in ein Armeezentrum einzudringen. Er habe "dort gelagerte Waffen an sich nehmen wollen", heißt es weiter. Hatami war im Februar gemeinsam mit sechs anderen Männern zum Tode verurteilt worden und wurde im Ghezel Hesar Gefängnis in der Nähe von Teheran hingerichtet, wie die in Norwegen ansässige Nichtregierungsorganisation Iran Human Rights (IHR) mitteilte. Hatami sei "gefoltert und nach erpressten Geständnissen in einem Scheinprozess verurteilt" worden, kritisiert IHR-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam.
+++ 11:03 Ex-Außenminister Irans wirbt für nachhaltigen Frieden mit den USA +++
Der frühere iranische Außenminister Mohammed-Dschawad Sarif hat angesichts des verheerenden Kriegs für einen "echten" Frieden mit den USA geworben. In einem Gastbeitrag für das Magazin "Foreign Affairs" argumentiert Sarif, dass der Grundkonflikt gelöst werden müsse. Anstelle eines möglicherweise fragilen Waffenstillstands sei ein echtes Friedensabkommen nötig. Beide Staaten sollten "diese Katastrophe als Gelegenheit nutzen, um 47 Jahre der Kriegslust zu beenden". "Anhaltende Feindseligkeit wird zu einem größeren Verlust wertvollen Lebens und unersetzlicher Ressourcen führen, ohne die bestehende Pattsituation tatsächlich zu verändern", schreibt Sarif weiter. Der Krieg habe gezeigt, dass Irans Raketen- und Atomprogramm militärisch nicht beendet werden könne. Seiner Ansicht nach sollte Teheran wie in der Vergangenheit anbieten, sein Atomprogramm einzuschränken und die Straße von Hormus öffnen. Im Gegenzug müssten die USA internationale Sanktionen aufheben.
+++ 10:41 Kuwait: Iranischer Angriff trifft Kraftwerk und Entsalzungsanlage +++
Bei einem iranischen Angriff in Kuwait werden nach Angaben der dortigen Regierung ein Kraftwerk und eine Wasserentsalzungsanlage getroffen. Dabei entstehen Sachschäden an Teilen der Anlage, teilt das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien mit. Notfall- und Technik-Teams seien im Einsatz, um den Betrieb gemäß den Notfallplänen aufrechtzuerhalten und das Gelände zu sichern.
+++ 10:14 Wadephul verteidigt Nato gegen Kritik Trumps +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die Nato gegenüber Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wir sind stärker als je zuvor", sagt Wadephul den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir sollten all das nicht infrage stellen, sondern auf unseren Erfolgen aufbauen", fügte er hinzu. Wadephul zeigt sich beunruhigt über Trumps Aussagen zu einem möglichen Austritt der USA aus der Nato. "Natürlich besorgen mich solche Aussagen", sagt er. "Die Nato ist für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland genau wie für die Sicherheit aller Bündnispartner von enormer Wichtigkeit."
+++ 09:45 Iranische Rakete schlägt in Israel ein +++
Die israelische Armee hat eine neue Welle von Raketenangriffen aus dem Iran gemeldet und die Luftverteidigung aktiviert. Es seien Raketen identifiziert worden, "die vom Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels abgefeuert wurden", teilt die israelische Armee am Morgen mit. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Raketen abzufangen. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilt mit, dass im Zentrum des Landes eine nicht abgefangene Rakete eingeschlagen sei. Dabei seien Häuser, Straßen und Autos beschädigt worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Laut dem israelischen Militärradio wurde ein Bahnhof in Tel Aviv durch Splitter beschädigt.
+++ 09:13 Ölraffinerie in Kuwait steht nach Drohnenangriff in Flammen +++
In Kuwait haben Drohnen am frühen Morgen die Mina Al-Ahmadi Raffinerie getroffen. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilt, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen. Es gebe keine Berichte zu Opfern. Die Raffinerie war auch schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen geworden und vor zwei Wochen daher auch abgeschaltet worden. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
+++ 08:41 Iran behauptet, F-35-Kampfjet abgeschossen zu haben +++
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen. Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, heißt es in einer Erklärung der Revolutionsgarden. Von US-Seite gibt es dafür keine Bestätigung. Es sei bereits der zweite Abschuss eines F-35, behaupten die Revolutionswächter. "Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten", heißt es in der Mitteilung. Es sei unwahrscheinlich, dass der Pilot überlebt habe. Iranische Meldungen über erfolgreiche Zerstörungen US-amerikanischer Kampfjets hatte das Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) zuletzt zurückgewiesen. Am Donnerstag etwa widersprach Centcom einem vermeintlichen Abschuss über der iranischen Insel Gheschm im Süden des Landes.
+++ 08:07 EU-Kommissar: Sprit könnte rationiert werden +++
Die Europäische Union prüft Energiekommissar Dan Jorgensen zufolge "alle Möglichkeiten" zur Bewältigung einer langanhaltenden Energiekrise. Dazu gehörten auch Kraftstoffrationierungen und die Freigabe weiterer Ölreserven, sagt Jorgensen der "Financial Times". "Dies wird eine lange Krise sein ... die Energiepreise werden für eine sehr lange Zeit höher sein", zitiert das Blatt den Politiker. Zuvor hatte der Kommissar bereits erklärt, die EU ziehe eine Neuauflage der Krisenmaßnahmen wie zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022 in Betracht. Die Pläne umfassten die Begrenzung von Netzentgelten und Stromsteuern, sagte Jorgensen am Dienstag nach einer virtuellen Konferenz der EU-Energieminister.
+++ 07:46 Bericht: Iran hat noch Tausende Drohnen +++
Trotz der seit Wochen andauernden Angriffe der USA und Israels verfügt der Iran offenbar noch über erhebliche Fähigkeiten zum Gegenschlag. Dem Regime in Teheran sollen weiterhin rund die Hälfte seiner Raketenabschussrampen sowie Tausende von Drohnen zur Verfügung stehen, berichtet CNN unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Auch Raketen selbst soll der Iran weiter in großer Zahl haben. Mit diesen kann Teheran unter anderem seine direkten Nachbarn in der Golfregion oder Israel bedrohen.
+++ 07:21 Hoffnungen auf Öffnung der Straße von Hormus beflügeln Anleger in Tokio +++
In Tokio treiben Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der durch den Krieg im Iran unterbrochenen Öllieferungen aus dem Persischen Golf den Aktienmarkt an. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte um 0,9 Prozent auf 52.938,62 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,7 Prozent höher bei 3.635,03 Zählern. "Die wachsenden Erwartungen an eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus haben zu einem Rückgang der Rohölpreise in Tokio geführt, was den japanischen Aktienmarkt zu stützen scheint", sagt Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Angeführt wurde die Erholung von Aktien in Tokio aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Im Nikkei-Index stehen 201 Kursgewinnern 24 -verlierer gegenüber. Die Branchenschwergewichte Advantest und Tokyo Electron steigen um 1,9 beziehungsweise 1,5 Prozent. Zu den größten Verlierern zählen Chugai Pharmaceutical mit einem Minus von 4,1 Prozent und der Einrichtungskonzern Nitori, der 3,5 Prozent verlor.
+++ 06:45 Brantner wirft Trump "Gepöbel gegen Nato-Verbündete" vor +++
Die Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, hat US-Präsident Donald Trump nach dessen jüngster Rede "Gepöbel gegen Nato-Verbündete" und "Brandstiftung mit den Mitteln der Außenpolitik" vorgeworfen. "Die Rede von Donald Trump ist Ausdruck einer Politik der Eskalation und Planlosigkeit", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit Blick auf dessen Aussagen zum Iran. "Wer offen davon fantasiert, ein Land 'in die Steinzeit' zurückzubomben, macht deutlich, dass er außerhalb einer verantwortungsvollen internationalen Ordnung steht. Trumps Tiraden sind keine Strategie. Sie sind Brandstiftung mit den Mitteln der Außenpolitik."
+++ 06:01 Trump droht Iran: "Zerstören, was noch übrig ist" +++
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der weiteren Zerstörung von wichtiger Infrastruktur. "Unsere Streitkräfte, die größten und stärksten der Welt, haben noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig ist. Als nächstes kommen Brücken, dann Kraftwerke", schreibt der US-Präsident in den sozialen Medien. "Die neue iranische Führung weiß, was getan werden muss, und zwar schnell!", fügt er hinzu.
+++ 05:33 Wadephul: USA beenden Einsatz "in nicht allzu ferner Zukunft" +++
Außenminister Johann Wadephul geht davon aus, dass die USA ihren Militäreinsatz gegen den Iran bald beenden. "Aus vielen Gesprächen mit den USA haben wir nicht den Eindruck, dass Präsident Trump ernsthaft erwägt, in einen großangelegten und langfristigen Bodeneinsatz hineinzugehen", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Meine Erwartung ist schon, dass die USA nach Erreichen der militärischen Ziele ihren Einsatz in nicht allzu ferner Zukunft beenden." Wadephul fordert die US-Regierung auf, eine völkerrechtliche Beurteilung des Krieges vorzulegen. Washington sei "gefordert, uns umfänglicher zu sagen, was ihre Beurteilung ist", sagt er. "Wir erwarten entsprechende Auskünfte nach Ostern."
+++ 04:49 Lang fordert wegen Energiekrise Recht auf Homeoffice +++
Angesichts stark gestiegener Spritpreise fordert Grünen-Politikerin Ricarda Lang ein Recht auf Homeoffice, um Beschäftigte zu entlasten. "Jeder gesparte Tropfen Sprit ist im Moment gut für den Geldbeutel der Bürger", sagt Lang den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Beschäftigte brauchen jetzt ein Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice überall dort, wo die Tätigkeit es zulässt und keine betrieblichen Gründe entgegenstehen."
+++ 04:19 Israelische Armee meldet Raketenangriffe aus dem Iran +++
Die israelische Armee hat eine neue Welle von Raketen aus dem Iran gemeldet. Es seien Raketen identifiziert worden, "die vom Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels abgefeuert wurden", teilt die israelische Armee am Freitagmorgen mit. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz.
+++ 03:29 Wadephul erwägt deutsche Beteiligung bei Absicherung der Seewege +++
Außenminister Johann Wadephul stellt einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung der Seehandelswege im Nahen Osten in Aussicht. "Wir haben - wie die USA und andere - ein Interesse daran, dass die Handelswege im Persischen Golf und im Roten Meer wieder geöffnet werden", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Und natürlich sind wir prinzipiell bereit, uns an einer Absicherung der Seewege zu beteiligen", erklärt Wadephul. Auf die Nachfrage, ob er von einem Einsatz der Bundeswehr spreche, fügt Wadephul hinzu: "Über unseren Beitrag sprechen wir mit einer größeren Gemeinschaft von Staaten, wenn der militärische Konflikt beigelegt ist und die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. So weit sind wir bedauerlicherweise noch nicht."
+++ 02:51 "Situation ernst nehmen": Ökonomin Grimm in Ölkrise für Tempolimit +++
Im Kampf gegen die explodierenden Spritpreise angesichts des Nahost-Konflikts schlägt die Ökonomin Veronika Grimm ein umstrittenes Tempolimit vor. "Das wäre kein Schaden - vielleicht sogar ein kluges Signal, damit die Menschen die Situation ernst nehmen", sagt Grimm der "Rheinischen Post". "Viele Länder des globalen Südens haben schon einschneidende Maßnahmen umgesetzt, wie eine Homeoffice-Pflicht und Einschränkung der Fahrzeugnutzung. Je mehr wir verbrauchen, desto schlimmer trifft es letztlich diese Länder", mahnt Grimm. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte angesichts der Ölkrise zu Maßnahmen geraten, die den Ölverbrauch senken.
+++ 01:38 UN-Sicherheitsrat stimmt wohl über Einsatz von Gewalt in Straße von Hormus ab +++
Der UN-Sicherheitsrat soll an diesem Karfreitag laut einem Medienbericht über den vom Golfkooperationsrat geforderten Schutz der Straße von Hormus mit Waffengewalt abstimmen. Bahrain hatte einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge "alle notwendigen Mittel" eingesetzt werden können, um die Fahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten, berichten Diplomatenkreise.
+++ 01:01 Israelische Armee: Rakete aus dem Jemen abgefeuert +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut eine Rakete identifiziert, die aus dem Jemen Richtung Israel abgeschossen worden sei. Abfangsysteme seien im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung. Es ist der vierte derartige Vorfall seit Beginn des Iran-Krieges.
+++ 22:56 Irans Außenminister: Brückenangriff zeigt "moralischen Zusammenbruch" der USA +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi reagiert mit scharfer Kritik auf die US-Bombardierungen einer Autobahnbrücke: "Angriffe auf zivile Strukturen, einschließlich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen", schreibt Araghtschi auf X. Derartige Angriffe seien Ausdruck eines "moralischen Zusammenbruchs", fügt er hinzu. Das Ansehen der USA werde sich niemals davon erholen, mahnt Araghtschi.
+++ 21:47 Demokratischer Trump-Rivale zerlegt dessen "wirre" Iran-Rede +++
In einem TV-Interview zerlegt der demokratische Anführer im US-Senat, Chuck Schumer, Trumps Iran-Politik und arbeitet sich an seiner Rede an die Nation ab. Sie sei wirr und lächerlich gewesen. Außerdem gebe es keine klaren Kriegsziele.
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