Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:10 Vor Mandat für Bundeswehr: Unionspolitiker fordern Klarheit über Inhalt des Iran-Abkommens +++

15.06.2026, 00:01 Uhr

Eine deutsche Beteiligung an einer Mission in der Straße von Hormus hängt für einige Verteidigungspolitiker der Union vom Inhalt des Iran-Abkommens ab. Neben dem internationalen Mandat brauche es für einen Bundeswehr-Einsatz noch einen Bundestagsbeschluss mit einfacher Mehrheit, sagte Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, dem "Spiegel". "Diese Entscheidungen hängen sehr von dem endgültigen Text der Vereinbarungen ab. Auch der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Thomas Erndl, sagte dem "Spiegel": "Um die notwendigen Beschlüsse herbeiführen zu können, muss die Bundesregierung jetzt schnell Klarheit schaffen über die Inhalte einer möglichen Vereinbarung zwischen den USA und Iran und die notwendigen rechtlichen Anknüpfungspunkte für ein Mandat des Bundestages." Die Deutsche Marine habe viele Fähigkeiten, die in den Dienst einer internationalen Mission gestellt werden könnten, etwa im Bereich Minenjagd und -räumung, Luftraum- und Seeraumüberwachung, fügte Röwekamp hinzu.

+++ 21:38 Auf 40-Jahres-Tief: Iran-Krieg zehrt an den Öl-Reserven der USA +++

Im Iran-Krieg ist die strategische Ölreserve der USA auf den niedrigsten Stand in mehr als 40 Jahren gefallen. Stand Juni bevorrateten die Vereinigten Staaten noch 340,3 Millionen Barrel Öl, wie das Energieministerium in Washington mitteilte - so wenig wie seit Juli 1983 nicht mehr. Ein Barrel entspricht rund 159 Litern. Vor dem Hintergrund des Ölpreisschocks im Iran-Krieg hatten die USA, Deutschland und die anderen Mitgliedsländer der Internationalen Energie-Agentur (IEA) im März die bislang größte Freigabe ihrer Notfallreserven beschlossen. US-Präsident Donald Trump spielte das Ausmaß jedoch herunter. Der US-Ölvorrat werde "ein bisschen reduziert, und dadurch sinken die Preise", sagte er. Trump steht durch den massiven Anstieg der Treibstoffpreise im Iran-Krieg innenpolitisch seit Monaten unter Druck. Vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen im November sind seine Zustimmungswerte deutlich gesunken.

+++ 20:54 Netanjahu verkündet: Israel bleibt vorerst im Libanon +++

Israel behält sich nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jede Freiheit zur Abwehr von Gefahren vor und lässt seine Truppen vorerst in der "Sicherheitszone" im Libanon. Das Land werde so lange wie nötig in diesen Gebieten bleiben, sagt Netanjahu. Israel sei vor der Vernichtung gerettet worden, doch der Kampf sei noch nicht vorbei. Man werde weiterhin Bedrohungen in der Region abwehren. Mit Blick auf das geplante Abkommen zwischen den USA und dem Iran betont Netanjahu, dass die Islamische Republik weder mit noch ohne eine Vereinbarung in den Besitz von Atomwaffen gelangen werde. Zudem räumt er ein, dass er und US-Präsident Donald Trump zwar Partner, manchmal aber nicht einer Meinung seien.

+++ 20:07 Militärexperte: Straße von Hormus "ist eigentliches Kerninteresse" +++

Wie viele andere Beobachter sieht auch Matthias Wasinger, Oberst beim österreichischen Bundesheer, in dem verkündeten Iran-Deal ein Problemaufschub statt einer echten Lösung. Laut dem Militärexperten ist vor allem die Normalisierung der Handelsschifffahrt Motivator für das Abkommen.

+++ 19:29 USA stellen Iran 300 Milliarden Dollar in Aussicht - an Bedingungen geknüpft +++

Die USA haben dem Iran im Rahmen des geplanten Abkommens US-Regierungskreisen zufolge Zugang zu einem Wiederaufbaufonds im Umfang von 300 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Voraussetzung sei jedoch, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfülle, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter. Zugleich betonte er, dass es nicht darum gehe, den Iran für seine Teilnahme an den Verhandlungen zu belohnen. Teheran müsse zunächst beweisen, dass es dauerhaft auf den Erwerb von Atomwaffen verzichte und keine Aktivitäten verfolge, die eine Wiedereinführung von Sanktionen auslösen könnten. Zudem dürften freigegebene Mittel nicht zur Unterstützung von Terrorismus oder zur Destabilisierung der Region verwendet werden. US-Vizepräsident JD Vance sagte dem US-Sender CBS, dass der Fonds von den Golfstaaten mitfinanziert werden solle. Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran am Sonntag auf das Rahmenabkommen für ein Ende des Krieges verständigt, über dessen Inhalt noch nicht viel bekannt ist. Viele Stimmen bewerteten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden.

+++ 19:09 Israel greift trotz USA-Iran-Deal weiter Ziele im Libanon an - ein Toter +++

Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran ist es Berichten zufolge zu einem tödlichen Drohnenangriff Israels im Süden des Libanons gekommen. Der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge wurde ein Auto in der Nähe der Ortschaft Kfar Tebnit angegriffen. Der Fahrer kam demnach bei dem Vorfall ums Leben. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, ein Fahrzeug sei von einer Drohne attackiert worden, um "eine Bedrohung zu eliminieren". Israels Armee teilte auf Anfrage lediglich mit, man prüfe die Angaben. Nach Darstellung der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah soll die Einigung zwischen Teheran und Washington auch für den Libanon gelten. Doch israelische Minister widersprachen dieser Darstellung. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Nachmittag gefordert, die Vereinbarung müsse auch für den Libanon gelten.

+++ 18:37 Minen vor Hormus: Welche Rolle spielt die Bundeswehr? +++

Während des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus ein großer Streitpunkt. Nun steht die Meerenge womöglich vor der Wiederöffnung - doch eine große Gefahr bleibt. In der wichtigen Handelsroute werden Seeminen vermutet. Welche Rolle die Bundeswehr dabei spielen könnte, erklärt ntv-Reporterin Lena Materna.

+++ 17:57 Washington: US-Truppen bei Kontrolle iranischer Nuklearbestände möglich +++

US-Vizepräsident JD Vance schließt einen möglichen Einsatz amerikanischer Streitkräfte bei der Durchsetzung eines Atomabkommens mit dem Iran nicht aus. Zwar glaube er nicht, dass US-Streitkräfte dafür nötig seien, sagt er dem US-Sender CBS. Zugleich macht Vance deutlich, die USA würden vor Ort sein, um sicherzustellen, dass iranische Bestände hochangereicherten Urans vernichtet würden. Die USA hätten bereits mit dem Iran darüber gesprochen, wie der Vorrat an angereichertem Uran zerstört werden könne, so Vance. Washington wolle dabei mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und Teheran zusammenarbeiten, sagt Vance. Offen sei noch, welche Rolle die Vereinigten Staaten letztendlich übernehmen werde. Die technischen Details sollen bei Gesprächen am Freitag geklärt werden. "Ob wir eine Beobachterrolle übernehmen oder eine aktivere Rolle spielen, das sind die Fragen, die wir in den technischen Gesprächen klären werden", sagt Vance.

+++ 17:19 US-Vize Vance: Iran bekommt keinen einzigen amerikanischen Dollar +++

Vor dem Hintergrund eines potenziellen Deals zwischen den USA und dem Iran tritt US-Vizepräsident JD Vance Befürchtungen vor etwaigen Zugeständnissen an Teheran entgegen. "Wir geben ihnen kein amerikanisches Geld, kein einziger Dollar aus amerikanischen Mitteln wird an den Iran fließen", sagt er in der US-Sendung "Good Morning America". Stattdessen ginge es "im Wesentlichen um Sanktionserleichterungen", so Vance weiter. Sollte Teheran etwa auf seine Bestände an hoch angereichertem Uran verzichten oder eine Verifikation zulassen, damit die USA sicher sein könnten, dass der Iran keine Atomwaffe baue, würden Sanktionen aufgehoben. "Es geht hier also wirklich darum, einen Weg einzuschlagen, auf dem die Iraner in der Weltwirtschaft aufgenommen werden, wenn sie das Richtige tun", betont Vance.

+++ 16:39 USA-Iran-Deal ist für Israel "strategisches Versagen" +++

Sowohl der Iran als auch die USA wollen am Freitag ein Abkommen unterschreiben, das den Krieg beendet. Märkte weltweit jubeln, Israel hingegen reagiert verstimmt auf die Ankündigung. Die Gründe kennt ntv-Korrespondentin Raschel Blufarb.

+++ 16:05 Doch keine Minenräumung? Schiffe bewegen sich laut Trump aus Straße von Hormus heraus +++

Nach der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu einem Rahmenabkommen im Krieg gibt es in der Straße von Hormus nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits Bewegung. Auf der Plattform Truth Social schreibt der Republikaner: "Schiffe, viele mit Öl beladen, beginnen, sich aus der Straße von Hormus herauszubewegen." Sie würden eine südliche Route nehmen, die "völlig sicher" sei. Es gebe weitere solche Bereiche in der Meerenge. Trump hatte zunächst betont, dass die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden soll. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, hatte er auf Truth Social mitgeteilt. Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am Freitag in der Schweiz. Sie sieht eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Wiederöffnung der Straße von Hormus vor.

+++ 15:42 Hisbollah stoppt Angriffe - und knüpft Haltung zur Waffenruhe an Einhaltung durch Israel +++

Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon hat nach eignen Angaben seit Bekanntgabe des Abkommens zwischen dem Iran und den USA keine Einsätze mehr gegen Israel ausgeführt. Sie knüpfe ihre Haltung zur Waffenruhe an deren Einhaltung durch Israel, sagt ein Hisbollah-Vertreter zu Reuters. Die Hisbollah lehne zudem eine "Bewegungsfreiheit" Israels im Libanon ab. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor angekündigt, Israel werde sich nicht aus den im Libanon besetzten Gebieten zurückziehen.

+++ 15:03 Militärexperte sieht große Risiken für Trumps Iran-Deal +++

Oberst a. D. Wolfgang Richter ordnet die angekündigte Iran‑Absichtserklärung als unsicheren Zwischenschritt ein und betont mehrere ungelöste Konfliktpunkte. Zentrale Fragen zur Urananreicherung, zur Kontrolle der Straße von Hormus und zur Einbindung Israels sind weiterhin offen. 

+++ 14:34 Israels Finanzminister Smotrich: Müssen allein weiterkämpfen +++

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich wettert auf X gegen das Rahmenabkommen, das die USA mit dem Iran geschlossen haben. Es sei "schlecht für Israel und für die gesamte freie Welt", schreibt er. Gemeinsam mit den USA sei es gelungen, den Iran zu schwächen. "Wir müssen die Offensive zum Sturz des Regimes auf kreative Weise selbst fortsetzen und dafür sorgen, dass der Iran niemals Atomwaffen besitzt", so der Chef der rechts-religiösen Zionismus-Partei.

+++ 14:01 Heusgen: "Bis Freitag kann viel passieren" +++

Nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs hat sich der ehemalige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, noch skeptisch gezeigt. "Ich glaube schon, dass es erstmal eine positive Nachricht ist, aber wir sollten uns da schon noch eine gewisse Skepsis bewahren", sagte er dem Sender Phoenix. Die Iraner hätten bereits angemerkt, dass das Abkommen erst mit der Unterschrift am Freitag gelte, sagte Heusgen. "Bis Freitag kann viel passieren."

+++ 13:29 Regierung hält Mandat für Hormus-Einsatz der Bundeswehr bis Freitag für möglich +++

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die Bundeswehr bald an einem möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen könnte. Nötig sei dafür ein Mandat des Bundestags, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin. Er sei "optimistisch", dass dieses gegebenenfalls auch bis Freitag verabschiedet werden könne, wenn das Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet werden soll. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass ein solches Mandat "ziemlich zügig herbeigeführt werden kann", sagte Hille. Und die Reaktion auf die aktuelle Situation sei bereits intern vorbereitet worden. "Das ist ja jetzt keine Situation, die ganz neu vom Himmel fällt."

+++ 13:06 Kiesewetter sieht in Iran-Deal ein "Desaster" +++

CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat das Rahmenabkommen zwischen USA und dem Iran als "Desaster" bezeichnet. "Der angebliche Friedensdeal von Donald Trump mit dem Iran ist ein sicherheitspolitischer Offenbarungseid", sagte Kiesewetter bei "t-online". Trump habe einmal mehr bewiesen, dass er am Ende stets einen Rückzieher mache. "Sobald ein brutales Regime droht, knickt er ein und opfert langfristige Sicherheitsinteressen für einen schnellen PR-Erfolg." Der "Terror des Regimes" würde mit dem Deal noch belohnt. Kiesewetter sprach von einem "beispiellosen Verrat an der iranischen Bevölkerung".

+++ 12:45 Ex-Diplomat: Es gibt keinen Deal, solange er nicht unterschrieben ist +++

Alan Eyre, ehemaliger persischsprachiger Sprecher des US-Außenministeriums sagt, die Einigung zwischen dem Iran und den USA sei solange kein wirklicher Deal, bis der nicht unterschrieben sei. Im Sender Aljazeera beschrieb Eyre die grundlegende Vereinbarung zwischen den Kriegsparteien so: Der Iran öffnet die Straße von Hormus, im Gegenzug heben die USA ihre Seeblockade auf. Der Iran bekomme zudem Geld.

+++ 12:23 Bundesregierung pocht auf gebührenfreie Straße von Hormus +++

Die Bundesregierung hat die Notwendigkeit einer gebührenfreien Durchfahrt durch die Straße von Hormus bekräftigt. Die Meerenge müsse "dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt geöffnet werden", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes verwies darauf, dass die Bundesregierung sich in der Vergangenheit dabei immer für eine "gebührenfreie Schifffahrt" eingesetzt habe.

+++ 11:59 Iran behauptet: USA stimmten Maut auf Straße von Hormus zu +++

Nach iranischen Angaben ist in das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran im letzten Moment eine Klausel eingefügt worden. Die soll dem Iran Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus zugestehen. Dies meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf informierte Kreise. Der Text der Einigung sei im letzten Moment geändert worden, "um die Frage der iranisch-omanischen Souveränität über die Straße von Hormus klar und ausdrücklich hervorzuheben". Fars erklärte: "Die Verwendung des Begriffs 'maritime Dienstleistungen' (in der endgültigen Fassung) bedeutet, dass die Vereinigten Staaten akzeptiert haben, dass Gebühren an den Iran gezahlt werden." Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hieß es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. 

+++ 11:40 Briten melden Schüsse auf Containerschiff - versuchte Enterung +++

Die britische Seeverkehrsbehörde UKMTO berichtet, Meldung von einem Angriff auf ein Containerschiff bekommen zu haben. Der Frachter sei demnach vor der Küste Jemens von einem kleinen Beiboot angefahren und nach einer versuchten Enterung beschossen worden. Der Angriff soll sich 26 km vor der Südküste des Jemen ereignet haben.

+++ 11:28 Wadephul fordert uneingeschränkte Öffnung der Straße von Hormus +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert eine uneingeschränkte Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt. Dies erklärt Wadephul vor einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Es müsse in dem Abkommen zwischen den USA und Iran klargestellt werden, dass die Meerenge ohne Einschränkungen wieder befahrbar werde, betont Wadephul.

+++ 11:06 Nouripour warnt: Menschenrechte im Iran nicht vergessen +++

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour mahnt angesichts des Abkommens zwischen den USA und dem Iran, die Menschen vor Ort nicht zu vergessen. "Ein Abkommen beseitigt weder die katastrophale Menschenrechtslage im Iran noch die regionale Aggression des Regimes", sagte der Grünen-Außenpolitiker der "Rheinischen Post". "Wer nur über Uran spricht und über die Menschen schweigt, wiederholt die Fehler der Vergangenheit."

+++ 10:39 Trump warnt Iran: Ohne Atomdeal drohen neue Militärschläge +++

Für den Fall, dass nach dem Abschluss des Rahmenabkommens mit dem Iran keine Einigung zu Teherans Atomprogramm gelingt, hat US-Präsident Donald Trump der "New York Times" zufolge Konsequenzen angekündigt. Er werde die Militärschläge wieder aufnehmen oder die USA zum "Wächter des Nahen Ostens" machen und als solcher künftig 20 Prozent der Einnahmen in der Region kassieren, zitiert ihn die Zeitung.

+++ 10:22 Stadt im Südlibanon: "Unter keinen Umständen" zurückkehren +++

Trotz des zwischen den USA und Iran verkündeten Rahmenabkommens besteht im Libanon weiter Sorge vor neuen israelischen Angriffen. Die Stadt Nabatija rief Anwohner heute auf, wegen anhaltender Gefahr "unter keinen Umständen" in ihre Häuser zurückzukehren. "Wir verstehen das Ausmaß Ihres Leidens vollkommen und sind zutiefst dankbar für Ihre Geduld und Ausdauer", hieß es in einer Mitteilung der Gemeinde.

+++ 10:10 Israel: Ziehen uns nicht aus Libanon zurück +++

Israel zieht sich nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz nicht aus den im Libanon besetzten Gebieten zurück. Sollte der Iran Israel wegen der Ereignisse im Libanon angreifen, werde das Land Vergeltung üben, kündigte Katz in einer Erklärung zudem an.

+++ 10:02 Lagarde nennt Einigung "gute Nachricht" +++

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, bezeichnet die mit dem Iran erzielte Einigung der USA als "gute Nachricht". Lagarde äußert sich im Radiosender France Culture. Wegen der Folgen des Iran-Kriegs hat die EZB vorige Woche erstmals seit fast drei Jahren ihre Leitzinsen erhöht und könnte Experten zufolge in diesem Jahr noch einmal nachlegen.

+++ 09:17 Libanon: Israel setzt Luftangriffe im Süden fort +++

Laut dem Libanon hat die israelische Armee ihre Angriffe im Süden des Landes fortgesetzt - trotz des verkündeten Rahmenabkommens im Iran-Krieg. Israel habe unter anderem die Umgebung der Stadt Nabatija angegriffen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. Bei einem Drohnenangriff habe es mehrere Verletzte gegeben. Augenzeugen berichteten ebenfalls von neuen israelischen Angriffen im Raum der strategisch wichtigen Stadt. Libanesische Sicherheitskreise berichteten von Angriffen im Südlibanon mit Artillerie und Drohnen durch die Nacht und bis in die Morgenstunden mit einer vorübergehenden Pause.

+++ 08:44 Von der Leyen: Frieden in Nahost "unmöglich, solange Libanon in Flammen steht" +++

Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran sollte nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus ermöglichen. Priorität habe nun die rasche und vollständige Umsetzung durch alle Parteien, sagt von der Leyen. Die Freiheit der Schifffahrt müsse wiederhergestellt werden. Dies sei unerlässlich für die regionale Stabilität sowie die Weltwirtschaft und öffne die Tür für umfassendere Verhandlungen über Frieden und Sicherheit im Nahen Osten, erklärt sie weiter. Ein Frieden in der Region sei jedoch "unmöglich, solange der Libanon in Flammen steht". Europa rufe erneut alle Parteien dazu auf, die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes zu respektieren.

+++ 08:23 Katar freut sich auf "Festigung eines nachhaltigen Friedens" +++

Der Golfstaat Katar hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran als wichtigen Schritt zur "Festigung eines nachhaltigen Friedens" bezeichnet. Dieses würde "regional und international wirtschaftliches Wachstum fördern", teilte das katarische Außenministerium der Staatsagentur QNA zufolge mit. Die USA und der Iran hätten sich entschlossen gezeigt dabei, "Differenzen durch Verhandlungen und friedliche Mittel zu lösen".

+++ 07:51 Fritz: Abkommen ist Schritt Richtung Vorkriegszustand +++

Wieder einmal zeichnet sich ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran ab. US-Präsident Donald Trump meldet es bereits als vollständig. ntv-Reporter Gordian Fritz erklärt, die Verhandlungen zwischen beiden Seiten seien so weit wie seit Ausbruch des Krieges nicht.

+++ 07:33 Macron will mit G7 über Öffnung von Straße von Hormus reden +++

Macron hat für den G7-Gipfel im französischen Évian angekündigt, über eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus beraten zu wollen: "Ziel wird es sein, die Folgen dieses Abkommens zu beleuchten, die Unterstützung für den Libanon, die dauerhafte Wiedereröffnung der Straße von Hormus und selbstverständlich den Abschluss eines Abkommens über das Atom- und das Raketenprogramm im Iran", sagte Macron am Abend in einer Videobotschaft auf Instagram.

+++ 06:57 Experte: Lösung der Hormuskrise könnte indirekt Frachter-Überangebot verursachen +++

"Aus globaler Perspektive ist der bedeutendere Faktor (für die Containerschifffahrt) nicht die Hormuskrise, sondern die Krise im Roten Meer", meint der dänische Schifffahrtsexperte und -berater Lars Jensen. Seit im Herbst 2023 der Gaza-Krieg begann, meiden die meisten Reedereien die kurze Route von Ostasien nach Europa: durch Rotes Meer und Suezkanal. Im Roten Meer bedrohen Huthi-Rebellen die Schifffahrt. Stattdessen umrunden sie den afrikanischen Kontinent. Das kostet viele Tausend Seemeilen. "Eine Lösung der Hormuskrise könnte auch die Bühne für eine mögliche Lösung der Krise im Roten Meer bereiten", sagt Jensen. "Das wiederum würde Schiffskapazität in großem Umfang freisetzen und eine Wende am Markt vom derzeitigen Kapazitätsmangel zum Überangebot nach sich ziehen."

+++ 06:36 Politologe zu Unterzeichnung: "Bezweifle, dass Iraner auf einen Fototermin aus sind" +++

Die USA wollen die Unterzeichnung eines Abkommens mit dem Iran in der Schweiz mit einem Top-Vertreter begleiten. Vizepräsident JD Vance sagte Fox News, er wolle dabei sein. Möglich sei auch, dass Präsident Donald Trump selbst kommt. Beide dürften aus Sicherheitsgründen kaum reisen. Wer für Iran den Iran unterzeichnet, ist offen. Karim Sadjadpour von der Denkfabrik Carnegie rechnet mit Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf oder Außenminister Abbas Araghtschi. "Aber ich bezweifle, dass das iranische Regime auf einen Fototermin aus ist, mit Umarmungen und einem Lächeln", sagte er dem Sender CNN.

+++ 06:20 UN-Generalsekretär Guterres nennt Iran-Abkommen "entscheidenden Schritt" +++

UN-Generalsekretär António Guterres hat das verkündete Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran begrüßt. "Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts", erklärt Guterres in New York. Er äußert die Hoffnung, dass alle Parteien nun "ihre Anstrengungen für eine endgültige Lösung des Konflikts verdoppeln" würden. Die Vereinten Nationen stünden bereit, für einen dauerhaften und umfassenden Frieden Unterstützung zu leisten, ergänzte Guterres. Er würdigte insbesondere die "konstruktive Rolle Pakistans, Katars, Ägyptens, Saudi-Arabiens, der Türkei und anderer Länder der Region", die die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unterstützt hätten.

+++ 05:55 Deutschland bereit für Aufhebung von Iran-Sanktionen +++

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben nach der Verkündung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran ihre Bereitschaft zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran erklärt. "Wir stellen in Aussicht, entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt", teilen die Staats- und Regierungschefs der vier Länder in einer gemeinsamen Erklärung in der Nacht mit.

+++ 05:35 Experte: Iran-Deal ist noch nicht einmal der Anfang vom Ende +++

Nach der Einigung zwischen dem Iran und den USA auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung ihres Konflikts warnen Experten vor verfrühtem Optimismus. "Selbst wenn es Bestand hat, bleiben die schwierigen Fragen bestehen: das iranische Atomprogramm, die Unterstützung von Stellvertretern, Raketen und Drohnen sowie die Unterdrückung im Inland", gibt Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security zu bedenken. Die im Rahmenabkommen ausgesparten Punkte seien genau die, die erst zum Krieg geführt hätten, schreibt er auf der Plattform X. Das Rahmenabkommen sei deshalb keinesfalls das Ende des Krieges, nicht einmal "der Anfang vom Ende". Es könne aber ein erster Schritt in die richtige Richtung sein, meint Fontaine. Auch Karim Sadjadpour von der Denkfabrik Carnegie sagt, er sehe in der Einigung noch kein Ende des Krieges. Vor allem der Krieg im Libanon werde weiterhin eine Quelle von Spannungen bleiben, sagt er dem Sender CNN. Erschwert würden die Friedensbemühungen durch die belastete Beziehung beider Länder. Zur Führung in Teheran sagt er: "Das ist ein Regime, das nach wie vor zutiefst gekränkt ist."

+++ 04:47 Straße von Hormus soll erst Freitag geöffnet werden +++

Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilt US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach werde das Öl wieder frei fließen, zugunsten der Region und der ganzen Welt. Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.

+++ 03:40 Merz gratuliert Trump: "Diplomatischer Durchbruch" +++

Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt das geplante Abkommen zwischen den USA und Iran. Merz gratuliert beiden Seiten zur erzielten Einigung auf X und bezeichnet diese als diplomatischen Durchbruch. "Das kann den Weg zur Erholung der Weltwirtschaft und Stabilisierung der Region bahnen. Es gilt, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen", schreibt der Bundeskanzler auf der Plattform.

+++ 02:49 Trump droht bei Scheitern des Atomabkommens mit erneuten Angriffen +++

US-Präsident Donald Trump droht einem Medienbericht zufolge dem Iran mit neuen militärischen Angriffen, falls kein endgültiges Atomabkommen mit den USA zustande kommt. Alternativ würden die USA gegen eine Beteiligung von 20 Prozent an den Einnahmen der Region als "Wächter des Nahen Ostens" auftreten, sagt Trump der Zeitung "New York Times". Die von ihm erzielte Vereinbarung mit der Regierung in Teheran stelle letztlich sicher, dass die Straße von Hormus "dauerhaft gebührenfrei" bleibe, erklärt er weiter. Zudem habe er Israel trotz des Widerstandes des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor der nuklearen Vernichtung bewahrt.

+++ 02:09 Iran veröffentlicht weitreichende Details zu geplantem Abkommen +++

Die iranische Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht Details aus dem 14-Punkte-Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. Demnach sieht das Papier ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten einschließlich des Libanons vor. Innerhalb von 30 Tagen sollen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene iranische Gelder in Höhe von 24 Milliarden Dollar freigegeben werden. Die Hälfte dieser Mittel müsse ebenso wie die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen gewährt werden, bevor die abschließenden Verhandlungen beginnen. Diese Gespräche sollen 60 Tage dauern und sich auf Nuklearfragen sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen konzentrieren. Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Widerstandsgruppen sind dem Bericht zufolge von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die USA und ihre Verbündeten müssen zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen. Ein endgültiges Abkommen soll durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gebilligt werden.

+++ 01:35 Iran knüpft Verzicht auf Vergeltung an israelischen Abzug aus Libanon +++

Der Iran macht einen israelischen Rückzug aus dem Südlibanon zur Bedingung für einen Verzicht auf Vergeltungsschläge. Dies beziehe sich auf den israelischen Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut, erklärt der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Unterdessen teilt das Oberkommando der iranischen Streitkräfte mit, das Volk habe unter der Führung des obersten geistlichen Führers den USA bewiesen, dass diesen "kein anderer Weg bleibt, als die Niederlage zu akzeptieren".

+++ 01:04 Merz, Macron, Starmer und Meloni begrüßen Kriegsende +++

Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien begrüßen die Ankündigung des Kriegsendes in einer gemeinsamen Erklärung und bieten ihre Unterstützung an. "Wir gratulieren den Vereinigten Staaten, der iranischen Regierung sowie allen Beteiligten einschließlich Pakistans, Katars und aller anderen Vermittler zu diesem diplomatischen Durchbruch", heißt es in der Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, des britischen Premiers Keir Starmer und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Mit dem Abkommen öffnet sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren." Entscheidend sei nun, "die Folgeverhandlungen über die Einzelheiten abzuschließen und die Vereinbarung rasch und umfassend umzusetzen". 

+++ 00:46 Ölpreis fällt um vier Prozent nach Ankündigung von Iran-Deal +++

Nachdem sowohl US-Präsident Donald Trump als auch der Iran das Ende des Krieges bestätigt haben, gibt der Ölpreis deutlich nach. Der Preis für die Nordseesorte Brent fällt auf 83,51 Dollar je Barrel und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Das US-Leichtöl WTI verbilligt sich auf ein Tagestief von 80,25 Dollar.

+++ 00:03 Iran kündigt sofortiges Ende des Krieges an +++

Der Iran kündigt ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges und der Militäreinsätze an verschiedenen Fronten in dieser Nacht an. Das gelte auch für den Libanon, erklärt der iranische Vize-Außenminister. Zudem beginne dann die Aufhebung der US-Seeblockade gegen die Islamische Republik, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Politiker. Die Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen stattfinden, erklärt er weiter. Sollte die Gegenseite gegen Vereinbarungen verstoßen, werde der Iran eigene Maßnahmen ergreifen.

+++ 23:44 Trump: Einigung mit dem Iran ist "jetzt vollständig" +++

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei "jetzt vollständig", erklärt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Die Durchfahrt ist laut Trump gebührenfrei. Er fügt hinzu, "Schiffe dieser Welt, werft eure Motoren an. Lasst das Öl fließen."

+++ 23:32 Pakistan: USA und Iran einigen sich auf Abkommen +++

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben der pakistanischen Regierung auf ein Friedensabkommen geeinigt. Beide Seiten hätten nach intensiven Gesprächen die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten erklärt, teilte der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Dies schließe auch den Libanon ein. Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für kommenden Freitag (19. Juni) in der Schweiz geplant.

+++ 23:01 UN-Generalsekretär kritisiert israelischen Angriff auf Beirut +++

UN-Generalsekretär António Guterres hat den israelischen Angriff auf Vororte von Beirut kurz vor der möglicherweise bevorstehenden Unterzeichnung eines Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs scharf kritisiert. "Die Angriffe fanden trotz der Waffenruhe statt und zu einem Zeitpunkt, an dem eine Einigung der Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erwartet wird, die den Weg für eine friedliche Lösung dieses Konflikts ebnen wird", erklärt der UN-Generalsekretär. "Ich fordere alle Seiten auf, in diesem entscheidenden Moment größtmögliche Zurückhaltung auszuüben", fügt Guterres hinzu.

+++ 22:17 Irans Präsident verteidigt Verhandlungsteam gegen Kritiker im Land +++

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat das iranische Verhandlungsteam gegen die Kritik einiger Hardliner-Gruppen in Schutz genommen. "Die Mitglieder als Vaterlandsverräter zu bezeichnen, ist schlicht unfair und gegen die nationalen Interessen des Landes", sagt der Präsident. Bei nächtlichen Versammlungen in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten war es am Samstagabend zu heftigen Protesten und Parolen gegen die beiden Hauptakteure des iranischen Verhandlungsteams, Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, gekommen. "Ihr solltet euch schämen" und "Tod den Kompromissmachern" gehörten zu den zentralen Rufen der Kundgebungen.

+++ 21:40 Staatsfernsehen: Alle Flüge im Westen des Iran gestrichen +++

Nach einer iranischen Angriffsdrohung gegen Israel sind laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens alle Flüge im Westen des Landes gestrichen worden. Alle von westiranischen Flughäfen startenden Flüge seien "bis auf weiteres" annulliert, berichtet das Staatsfernsehen am Abend. Zuvor hatte der iranische Nationale Sicherheitsrat erklärt, eine "Reaktion" auf den israelischen Angriff auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut stehe unmittelbar bevor.

+++ 21:16 Irans Nationaler Sicherheitsrat droht nach Israels Angriff mit Reaktion +++

Nach einem Angriff Israels auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut droht der iranische Sicherheitsrat mit einer raschen Reaktion: "Die Reaktion der Kämpfer des Islam steht unmittelbar bevor", erklärt der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat im Onlinedienst X. "Der Libanon ist unser Leben, und eine Überschreitung der roten Linien der Islamischen Republik wird nicht toleriert werden", heißt es weiter.

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