Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:03 Zwei Tote bei Drohnenangriff in Cherson +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der ukrainischen Stadt Cherson sind zwei Personen getötet worden. "Eine Frau erlitt in ihrer eigenen Wohnung, die von einer feindlichen Drohne angegriffen wurde, tödliche Verletzungen. Die zuständigen Behörden sind derzeit dabei, ihre Identität festzustellen", erklärt die regionale Militärverwaltung. Bei der zweiten getöteten Person handelt es sich demnach um einen Mann.
+++ 12:29 Kiewer Lagerhäuser brennen nach russischem Angriff +++
Im Kiewer Stadtteil Browary ist nach einem russischen Angriff ein Feuer in mehreren Lagerhallen ausgebrochen. "Am Morgen hat der Feind die Region Kiew erneut mit Angriffsdrohnen angegriffen. Im Bezirk Browary brach infolge des feindlichen Angriffs ein Feuer in Lagergebäuden aus. Leider wurde dabei ein 65-jähriger Mann verletzt", erklärt die örtliche Militäradministration auf Telegram. In der vergangenen Nacht hatte Russland die Ukraine mit mehreren Raketen sowie insgesamt 138 Drohnen angegriffen. 112 der unbemannten Flugobjekte konnten nach Angaben der Ukraine neutralisiert werden.
+++ 12:03 Dänische Firma produziert neue ukrainische Bodendrohne +++
Das ukrainische Unternehmen Ukrainische Unbemannte Systeme (UUT) und die dänische Firma Vidar Technologies wollen gemeinsam eine Bodendrohne bauen. Die Produktion des Ravlyk Bodensystems soll einer Vereinbarung zufolge in Dänemark stattfinden. Damit sollen bis zu 3000 Systeme pro Jahr produziert werden. Die Entwickler positionieren Ravlyk als Plattform für Logistik an der Front, Evakuierungsunterstützung und Feuerunterstützung.
+++ 11:31 Ukraine: 60 russische Artilleriesysteme zerstört +++
Der ukrainische Generalstab meldet über die vergangenen 24 Stunden die Zerstörung von 60 Artilleriesystemen. Darüber hinaus sind 1260 Soldaten der Putin-Armee getötet oder verwundet worden, heißt es in dem Lagebericht des Militärs. Man habe auch sieben gepanzerte Fahrzeuge, zwei Mehrfachreketenwerfer sowie ein Flugabwehrsystem ausschalten können.
+++ 10:59 Selenskyj: Marine-Basis mit Neptun-Raketen und Palianytsia-Turbojetdrohnen angegriffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zum Ziel des Angriffs in Noworossijsk geäuert. Dabei sei eine russische Marinebasis mit Neptun-Raketen und Palyanitsa-Drohnen ins Visier genommen worden, so der Staatschef. "In dieser Nacht haben unsere ukrainischen Streitkräfte eine einzigartige Operation zur Zerstörung des Marinestützpunkts in Noworossijsk durchgeführt - dem letzten wichtigen Stützpunkt der russischen Flotte im Schwarzen Meer, der mehr als 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt liegt."
+++ 10:39 Insider: Kein Betrieb an Getreideterminal in Noworossijsk nach Angriff +++
Der Betrieb des Getreideterminals im russischen Hafen Noworossijsk ist Insidern zufolge aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe in der Nacht eingestellt worden. Die Demetra Holding, die Eigentümerin des Terminals am Schwarzen Meer ist, bestätigt, dass das Terminal bei dem Angriff beschädigt wurde. "Der Terminalbetrieb wurde eingestellt, und die Schadensbewertung ist im Gange", sagt der Insider, der anonym bleiben wollte. Ein Sprecher der Demetra Holding erklärt lediglich, dass das Terminal einen nicht näher spezifizierten Schaden erlitten habe, und lehnt weitere Kommentare ab.
+++ 10:07 Putin-Armee bestätigt Angriff auf Odessa +++
Russland hat nach eigenen Angaben den Hafen von Odessa im Süden der Ukraine angegriffen. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht.
+++ 09:39 Russland treibt Bau neuer Drohnen-Generation massiv voran +++
Die russische Rüstungsindustrie hat offenbar den Bau von Geran-Drohnen der 3. Generation gestoppt, um die Fertigstellung von solchen der 4. Generation zu beschleunigen. Das berichtet das ukrainische Portal Defense Express. Die Geran-4 soll im Vergleich zum Vorgänger vor allem deutlich höhere Geschwindigkeiten von rund 500 Kilometern pro Stunde statt bisher 300 Kilometer pro Stunde erreichen. Dafür ist die Reichweite mit 550 Kilometern deutlich reduziert. Auch der Sprengkopf könnte sich beim neuen Modell mit einem Gewicht von 50 bis 90 Kilogramm gegebenenfalls verdoppeln.
+++ 09:05 Bürgermeister: Kind bei Angriff auf Noworossijsk getötet +++
Bei einem Drohnenangriff auf die russische Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer ist Behördenangaben zufolge in der Nacht ein Kind getötet worden. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt Bürgermeister Andrej Krawtschenko auf Telegram mit. Zudem seien vier Unternehmen und mehr als zwei Dutzend Wohngebäude beschädigt worden. Weniamin Kondratjew, der Gouverneur der südrussischen Region Krasnodar, in der Noworossijsk liegt, erklärt auf Telegram, bei den Angriffen in der Region seien eine weitere Person getötet und mehrere andere verletzt worden.
+++ 08:31 Spritmangel in Putins Reich? Russland importiert Treibstoff aus Indien +++
Russland hat damit begonnen, Treibstoff aus Indien zu importieren. Erstmals werde aus dem südasiatischen Land Sprit durch das Putin-Reich importiert, berichtet Bloomberg. Die Importe dürften eine Reaktion auf die stetigen Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien sein, die mitunter zu Versorgungsengpässen geführt haben. Das erste Schiff wurde dem Bericht zufolge vor einer Woche in Indien beladen.
+++ 08:02 Selenskyj: Russland startet im Herbst neue Mobilisierungswelle +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist überzeugt davon, dass das Putin-Reich bald eine neue Mobilisierungswelle starten wird. "Es gab einen Bericht des Verteidigungsnachrichtendienstes - von Oleg Ivashchenko [Leiter des ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienstes] - über Russlands Vorbereitungen für eine Mobilmachung. All dies wird durch interne russische Dokumente bestätigt - sie bereiten diese für den Herbst vor, unmittelbar nach der Inszenierung der Parlamentswahlen", so Selenskyj. Seinen Angaben zufolge sollen mehrere hunderttausend Russen mobilisiert werden.
+++ 07:40 Russland: Haben 502 ukrainische Drohnen abgefangen +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 502 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen gewesen seien mehrere russische Regionen. Wie viele der gegnerischen Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel getroffen haben, teilt Russland nicht mit.
+++ 07:13 Bericht: Ukraine stoppt nach US-Bitte Angriffe auf Tanker +++
Die Ukraine hat offenbar auf Bitten der USA ihre Angriffe auf Öltanker eingestellt, die den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Ende Juli habe US-Vizepräsident JD Vance die Regierung in Kiew darum gebeten, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Regierungskreise in Kiew. Die US-Regierung sei alarmiert gewesen, dass die Ukraine durch den Beschuss die Ölmärkte weiter destabilisiere und US-Firmen schädige. Die Angriffe hatten Tankern gegolten, die über ein Terminal des Caspian Pipeline Consortiums (CPC) im Hafen Noworossijsk Rohöl aus Kasachstan an Bord nehmen.
+++ 06:47 Angriff auf Tanklaster tötet zwei Menschen +++
Bei einem russischen Angriff auf einen Tanklaster in der Region Odessa sind zwei Menschen getötet worden. "Der Feind hat einen Lastwagen mit einem Tankaufbau getroffen, der Ölrückstände enthielt. Durch den Treffer gerieten der Lastwagen und ein weiterer Pkw in Brand", erklärt der Chef der regionalen Militäradministration Oleg Kiper. Drei weitere Personen wurden verletzt.
+++ 06:18 Russland lässt gefangenen US-Marine frei +++
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass Russland zugestimmt habe, den ehemaligen US-Marine Robert Gilman freizulassen, der 2022 in Russland inhaftiert worden war. "Nach meinen Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin hat Russland zugestimmt, ihn aus rein humanitären Gründen freizulassen. Wir begrüßen diese Entscheidung und die Tatsache, dass Russland keine Gegenleistung verlangt hat - es fand kein Austausch statt", schreibt der Republikaner auf Truth Social. Reuters hatte vergangene Woche berichtet, dass Gilman sich nach vierjähriger Haft und Folter in einem lebensbedrohlichen Zustand befinde.
+++ 05:42 Millionenschaden nach Angriff auf Online-Händler +++
Ein Angriff zerstört Anfang August ein Verteilzentrum eines Online-Händlers nahe Kiew. Nach Angaben von Mitbegründerin Iryna Chechotkina belaufen sich allein die Gebäudeschäden auf rund 70 Millionen US-Dollar. Eine Reparatur der 2017 eröffneten Anlage, die täglich über 100.000 Bestellungen abwickelt hat, sei nicht möglich. Da Versicherungen solche Kriegsschäden nicht abdecken, fordert Chechotkina vom staatliche Hilfe für den Wiederaufbau.
+++ 04:34 Selenskyj legt USA neuen Friedensplan für die Ukraine vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben den USA Vorschläge für einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Russland übergeben. "Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt", sagt Selenskyj in einer Videoansprache. Die USA könnten helfen, die Verteidigung der Ukraine zu stärken, vor allem bei der Flugabwehr. Zudem könnten sie Druck auf Moskau ausüben, damit dessen Pläne auf ein Ende des Krieges anstatt auf eine Verlängerung abzielten. Details zu den Vorschlägen nennt Selenskyj nicht.
+++ 02:46 Explosionen erschüttern russische Hafenstadt Noworossijsk +++
Drohnentrümmer treffen in der Nacht die russische Hafenstadt Noworossijsk. Laut russischen Staatsmedien beschädigen sie sechs Wohnhäuser und ein Geschäftsgebäude. Es soll offenbar mehrere Opfer geben - Details zur genauen Anzahl und Schwere der Verletzungen sind derzeit unbekannt. Die Stadt am Schwarzen Meer beheimatet einen Hafen und einen wichtigen Marinestützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.
+++ 01:01 Drohnen nahe rumänischer Gasplattform zerstört +++
Rumänische Militärtaucher haben zwei Gerbera-Drohnen zerstört, die in der Nähe eines Offshore-Gasprojekts im Schwarzen Meer trieben, sagt der rumänische Verteidigungsminister Radu Miruta. Nach dem Fund kontaktierten die rumänischen Behörden die Ukraine. "Wir haben unsere ukrainischen Partner kontaktiert, die bestätigten, dass die Systeme nicht ihnen gehören", so Miruta. Woher die Drohnen stammen, ist nicht unabhängig bestätigt. Die Spuren führen nach Russland: Die Mehrzweckdrohne wird dort hergestellt und im Ukraine-Krieg eingesetzt. Die Drohne basiert auf der iranischen Shahed-136-Drohne.
+++ 00:10 Seit Kriegsausbruch in Ukraine auch mehr Drohnen in Deutschland +++
Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren eine Zunahme von Drohnensichtungen verzeichnet. "Seit Beginn der völkerrechtswidrigen russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 hat das Meldeaufkommen auch zu Drohnensichtungen mit Bezug zur Bundeswehr deutlich zugenommen und sich verstetigt", sagt ein Sprecher des Operativen Führungskommandos dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
+++ 22:10 UN: Großteil der ukrainischen Kriegsgefangenen wird in russischer Haft misshandelt oder gefoltert +++
Nach Angaben der Beigeordneten Generalsekretärin für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, Claudia Fuentes Julio, berichteten mehr als 95 Prozent früherer ukrainischer Kriegsgefangener, die vom Büro des Hochkommissars für Menschenrechte befragt wurden, von Folterungen oder Misshandlungen in russischer Haft. Das Büro hat laut Julio auch Hinrichtungen von 129 ukrainischen Kriegsgefangenen zu Beginn ihrer Inhaftierung sowie den Tod von 48 ukrainischen Kriegsgefangenen durch Folterungen, Misshandlungen, Verweigerung der medizinischen Hilfe oder andere menschenunwürdige Haftbedingungen dokumentiert. Mehr als die Hälfte der befragten Ex-Gefangenen habe von sexueller Gewalt berichtet, hieß es. Unter den dokumentierten Foltermethoden nannte Julio brutale Prügel mit Schlagstöcken und schweren Gürteln, Elektroschocks sowie Scheinhinrichtungen.
+++ 21:30 Selenskyj: Putins Plan mit "vorgetäuschter" Wahl ist nicht besonders kompliziert +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Kremlchef Wladimir Putin erneut vor, eine groß angelegte Mobilisierung zu planen. Die massenhafte Rekrutierung von Soldaten werde für den Herbst vorbereitet, gleich nach der "vorgetäuschten" Parlamentswahl im September, sagt Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft und beruft sich auf Geheimdienstinformationen und russische Dokumente. Bis zum Jahresende gehe es um mehrere Hunderttausend Russen und noch einmal ungefähr so viele für das nächste Jahr, behauptet er. Putins Plan sei nicht besonders kompliziert: Er wolle den Anschein erwecken, dass die Russen den Krieg gegen sein Land angeblich unterstützen. Erst am Vortag war mit der liberalen Oppositionspartei Jabloko die einzige Partei von der Wahl ausgeschlossen worden, die den russischen Angriffskrieg offen ablehnt. Selenskyjs Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Auch in der Vergangenheit hatte Kiew Moskau mehrfach vorgehalten, eine weitere Mobilisierung vorzubereiten, ohne dass es dazu kam. Die Frage, ob es in diesem Herbst zu einer neuen Mobilisierungswelle kommt, wird aber auch von Beobachtern viel diskutiert. Bei der großen Mobilisierungswelle im Herbst 2022 waren rund 300.000 Männer eingezogen worden.
+++ 20:55 Kiew übergibt Washington Vorschläge für Kriegsende +++
Die Ukraine hat US-Unterhändlern nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Vorschläge zur Beendigung des mehr als vierjährigen Krieges mit Russland übergeben. "Wir haben der amerikanischen Seite unsere Vorschläge übermittelt", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die USA könnten helfen, die ukrainische Verteidigung vor allem durch Flugabwehr zu stärken und Druck auf Russland auszuüben. Ziel sei es, dass sich Moskau auf ein Ende des Krieges vorbereite, anstatt ihn in die Länge zu ziehen.
+++ 20:15 Ukrainischer Katastrophenschutz erhält Ausrüstungspaket in Millionenhöhe aus Deutschland +++
Deutschland stellt dem Staatlichen Rettungsdienst der Ukraine (SESU) ein Hilfspaket im Wert von 5,7 Millionen Euro bereit. Wie "European Pravda" unter Berufung auf die deutsche Botschaft in der Ukraine berichtet, umfasst das neue deutsche Hilfspaket die Robotersysteme "Alpha Robotics Wolf R1", "LUF 60", "LUF-CRV" und "Magirus AirCore TAF60" zur Brandbekämpfung und zur Durchführung von Einsätzen unter gefährlichen Bedingungen. Berlin übergab zusätzlich unter anderem Löschfahrzeuge, einen schweren Bergungstraktor, Busse und Kleinbusse für den Personentransport sowie persönliche Schutzausrüstung für Rettungskräfte. Das Paket sei Teil der umfassenden Unterstützung Deutschlands für den SESU, die seit 2015 geleistet werde, hieß es.
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