Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:44 Experte: Russlands Rekrutierung verlangsamt sich Anfang des Jahres +++

13.04.2026, 00:01 Uhr

Im ersten Quartal dieses Jahres scheint die Rekrutierung von Russen für das Militär an Tempo verloren zu haben. Sowohl offizielle Angaben als auch Schätzungen auf der Grundlage regionaler Haushaltsdaten würden diesen Trend bestätigen, schreibt der Wissenschaftler Janis Kluge von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Für das erste Quartal geht er von 800 bis 1000 neu rekrutierten Soldaten pro Tag aus, während es im Vorjahreszeitraum noch 1000 bis 1200 Soldaten pro Tag gewesen seien. Kluge zufolge deuten regionale Haushaltsdaten darauf hin, dass Russland im ersten Quartal des laufenden Jahres ungefähr 70.500 Soldaten rekrutiert hat.

+++ 14:51 Kreml betrachtet Ungarn als "unfreundliches Land" +++

Russland wird dem designierten ungarischen Regierungschef Peter Magyar nicht zu seinem Wahlsieg gratulieren. Ungarn sei formell als "unfreundliches Land" eingestuft worden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Der Grund dafür sei, dass Ungarn in der Vergangenheit gegen Russland gerichtete Sanktionen unterstützt habe.

+++ 14:41 Von Orban blockierte Ukraine-Hilfe: Berlin erwartet rasche Auszahlung +++

Nach der Ungarn-Wahl erwartet die Bundesregierung eine zügige Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU an die Ukraine. "Natürlich erwarten wir jetzt ein politisches Signal von ungarischer Seite", sagt die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Katrin Deschauer. Zur Freigabe des Kredits, der von dem abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orban blockiert wurde, reiche eine Abstimmung über den EU-Rat oder aber den ständigen Vertretern in Brüssel. Bisher ist unklar, ob der Kredit erst nach dem Regierungsantritt des designierten neuen Ministerpräsidenten Peter Magyar freigegeben werden kann, der sich bis Mitte Mai hinziehen könnte.

+++ 14:00 Russland reagiert auf Wahl in Ungarn +++

Die Wahlniederlage des moskaufreundlichen Regierungschefs Viktor Orban in Ungarn hat nach Darstellung aus dem Kreml keinen Einfluss auf den weiteren Fortgang des Ukraine-Kriegs. Seiner Ansicht nach habe das keine Auswirkungen auf die Perspektive des Konflikts, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Das sind wohl unterschiedliche Prozesse, daher sehe ich hier keinen Zusammenhang." Peskow betont das Interesse Moskaus an weiterhin guten Beziehungen zu Budapest. Die Ungarn hätten ihre Wahl getroffen, die Russland akzeptiere, sagt er. "Wir haben die Erklärungen über die Bereitschaft zum Dialog gehört. Zweifellos ist das nützlich für Moskau und Budapest", führt er aus. Es bleibe aber abzuwarten, wie sich die neue Führung unter Wahlsieger Peter Magyar nach der Machtübernahme verhalte. Ungarn hatte in der Vergangenheit mehrfach europäische Hilfen für die Ukraine ausgebremst.

+++ 13:23 Neue gelenkte russische Shahed-Drohne wird ukrainischer Feuergruppe zum Verhängnis +++

Serhii "Flash" Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorow, warnt vor Angriffen mit gelenkten Shahed-Drohnen und zeigt auf Telegram ein entsprechendes Foto. "Leider haben wir einen weiteren Treffer gegen eine mobile Feuergruppe. Diese kämpfte gerade gegen eine Shahed-Drohne, während eine andere in diesem Moment die Besatzung ins Visier nahm", so der Drohnenspezialist. Mobile Feuergruppen sind bei der Flugabwehr aktiv und versuchen Drohnen beispielsweise mit Maschinengewehren vom Himmel zu holen, die auf Autos montiert sind. Gelenkte Shahed-Drohnen werden von Piloten ins Ziel gesteuert. "Bitte zeigt und erklärt den Besatzungen diese neue Bedrohung. Man muss sowohl moralisch als auch physisch darauf vorbereitet sein. Denkt im Voraus an Tarnung und einen Handlungsplan. Fahrzeuge sind nur Metall – unser Wert sind die Menschen", so Beskrestnow.

+++ 12:47 Großes Aufatmen in Brüssel nach Wahl in Ungarn +++

Nach dem deutlichen Sieg der Opposition bei den Parlamentswahlen in Ungarn taten am Sonntagabend zahlreiche EU-Funktionäre und Europaabgeordnete ihre Erleichterung über die Abwahl des notorischen Europa-Saboteurs Viktor Orban kund. "Heute Abend schlägt das Herz Europas in Ungarn stärker", begeisterte sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Wahlabend. Experteneinschätzungen zufolge wird sich die grundsätzliche politische Ausrichtung Ungarns unter Magyar allerdings nicht ändern. Ein EU-Diplomat sagt jedoch, das Verhältnis zur EU dürfte wieder "normal" und "geordnet" werden. Magyar hatte im Wahlkampf angekündigt, die von der EU geforderten Reformen vorzunehmen - um somit mehrere Milliarden an EU-Fördergeldern loszueisen, die Brüssel bisher zurückhält. Gleichzeitig werde der 45-jährige Konservative vermeiden wollen, in der Heimat als bloßes Objekt Brüssels wahrgenommen zu werden, gab der EU-Diplomat zu bedenken. "Man sollte nicht erwarten, dass er hier allem zustimmt."

+++ 12:02 Experten: Ukraine ist einer der größten Gewinner der Wahl in Ungarn +++

Die Ukraine ist nach Einschätzung von Experten einer der größten Gewinner der Wahl im Nachbarland. Regierungschef Orban hatte seinen Wahlkampf auf antiukrainischer Rhetorik aufgebaut. Generell lehnt er Hilfen für Kiew mit dem Verweis darauf ab, dass Ungarn dadurch in den Krieg hineingezogen würde. Zuletzt hatten sich die Spannungen wegen des Streits um eine zerstörte Transitleitung, aus der russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn floss, noch verschärft. Kiew kann nun nicht nur auf das bislang von Orban blockierte, aber dringend benötigte Geld hoffen, sondern auch darauf, dass Budapest seine Blockadehaltung gegenüber Ukraine-Hilfen insgesamt lockert. Die Beitrittsperspektiven Kiews zur EU sind zwar weiterhin unkonkret, aber mit der Regierung Orban tritt ein gewaltiger Bremser ab.

+++ 11:26 Ukraine: Russischer Vormarsch bei Pokrowsk verlangsamt +++

Die ukrainische Truppengruppierung Ost meldet sich mit einem Update zu den Kämpfen im Raum Pokrowsk. Die Lage bleibe weiterhin schwierig, heißt es. "Die Angreifer versuchen, ihre Offensive im Ballungsraum Pokrowsk zu verstärken, indem sie die Zahl der Sturmtruppen erhöhen und verstärkt Langstreckenartillerie sowie Drohneneinheiten einsetzen. Trotz des anhaltenden Drucks des Feindes halten unsere Einheiten ihre Stellungen weiterhin, insbesondere im nördlichen Teil von Pokrowsk." Die russische Seite habe ihren Vormarsch verlangsamt und versuche, sich neu zu formieren, so die Truppengruppierung.

+++ 10:47 Ukraine hebt nach Wahlsieg von Peter Magyar Reisewarnung für Ungarn auf +++

Nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar hebt die Ukraine ihre Reisewarnung für das Nachbarland auf. "Der Wahlkampf, der leider von Manipulationen zur Ukraine geprägt war, liegt hinter uns", erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha gemäß einer Mitteilung. Damit entfielen die erhöhten Risiken für Provokationen, auf deren Grundlage die Reisewarnung ausgesprochen wurde. Am 6. März hatte Kiew seinen Bürgern von Reisen nach Ungarn abgeraten. Zuvor hatte die Regierung in Budapest Geldtransporter der ukrainischen Oschadbank auf dem Weg von Österreich in die Ukraine beschlagnahmt und sieben Begleiter festgenommen.

+++ 10:15 Ukraine meldet Tote trotz Oster-"Waffenruhe" +++

Noch vor dem Ende der Feuerpauer zum orthodoxenn Osterfest meldet die Ukraine Todesopfer durch russische Angriffe in der Region Donezk. Ein Mensch sei in der Stadt Kramatorsk getötet worden und ein weiterer in Druschkiwka, teilt Regionalgouverneur Wadym Filaschkin auf Telegram mit. Russische Soldaten haben zudem nach Angaben der ukrainischen Koordinierungsstelle für die Behandlung von Kriegsgefangenen vier ukrainische Kriegsgefangene in der Region Charkiw erschossen.

+++ 09:26 Orban-Kumpel Robert Fico äußert sich zur Wahl in Ungarn +++

Der slowakische Regierungschef Robert Fico schreibt auf X, er nehme die Entscheidung der ungarischen Bürger mit vollem Respekt an. Er wolle eine intensive Zusammenarbeit mit dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten, dem er zum Wahlergebnis gratuliere. Fico schreibt, die Slowakei habe insgesamt ein starkes Interesse an der Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Ölpipeline. Diese ist laut ukrainischen Angaben durch russische Angriffe beschädigt worden. Die Reparatur soll laufen. Fico fordert ein "gemeinsames Vorgehen mit Ungarn beim Schutz unserer Energieinteressen". Die durch die Ukraine verlaufende Druschba-Pipeline versorgt die Slowakei und Ungarn mit Öl aus Russland.

+++ 08:40 "Empfindliche Niederlage"? Wie Moskau auf Ungarn blickt +++

Ungarn wählt seinen bisherigen Ministerpräsidenten Viktor Orban ab. Orban ist lange Zeit die stärkste prorussische Stimme innerhalb der EU. Wie Russland auf die Wahlniederlage seines Verbündeten reagiert, weiß ntv-Korrespondent Rainer Munz:

+++ 07:52 Ukraine meldet fast 11.000 russische Verstöße gegen die "Waffenruhe" +++

Der Generalstab der ukrainischen Armee meldet 119 russische Sturmangriffe während der angeblichen Waffenruhe. Es seien zwar keine Raketenangriffe oder Luftangriffe mit Drohnen vom Typ Shahed und Gerbera registriert worden, die Kreml-Streitkräfte hätten aber 1567 Mal mit Artillerie angegriffen sowie 9035 Mal andere Drohnen eingesetzt, zum Beispiel vom Typ Italmas, Lancet oder Molnija. "Insgesamt wurden seit Beginn des ausgerufenen Waffenstillstands 10.721 Verstöße durch den Gegner registriert", so die ukrainische Armee. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 07:05 Ukraine hat seit der russischen Invasion nicht einen einzigen Panzer gebaut +++

Der ukrainische Leiter des Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, macht bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern deutlich, dass die Waffen des Landes stark abhängig von Bauteilen aus dem Ausland sind. Die Ukraine stelle beispielsweise keine Lenksysteme mehr her. Man habe seit der russischen Vollinvasion nicht ein einzigen Panzer gebaut. Budanow dürfte damit aber nicht Restaurierungen alter Modelle oder auch von erbeuteten russischen Panzern gemeint haben. Bestimmte Teile und Komponenten würden nicht an die Ukraine verkauft, so der Präsidialamtsleiter - auch nicht von Verbündeten. Man habe die Fähigkeit zur eigenen Herstellung vor 20 Jahren verloren. Besonders bei Lenksystemen gelte es, schnell aufzuholen.

+++ 06:24 Freude in der Ukraine über Orbans Niederlage +++

In der Ukraine ist die Freude über die Wahlniederlage Viktor Orbans groß. Es wird gehofft, dass sich die Beziehungen zu Ungarn nun normalisieren. "Lassen Sie uns endlich all diesem Mist und diesen künstlich geschürten 'Konflikten', die durch Orbáns schmutzige Wahlkampftaktiken aufgebläht werden, ein Ende setzen", schreibt der ukrainische Journalist Illia Ponomarenko auf X. "Niemand in der Ukraine hat Ungarn oder die Ungarn jemals auch nur im Entferntesten als Feinde betrachtet. Niemand hatte jemals die Absicht, ungarische Soldaten in irgendeinen Krieg zu schicken oder den Ungarn ihre Waffen, ihr Geld oder irgendetwas anderes wegzunehmen."

+++ 05:43 Osterwaffenruhe in der Ukraine abgelaufen - Angriffe in Sumy und Charkiw +++

Die von Moskau angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest ist um Mitternacht (23 Uhr MESZ) abgelaufen. Wie schon bei früheren Waffenruhen zu Feiertagen bezichtigten sich die Kriegsparteien gegenseitig, gegen die Anordnung verstoßen zu haben. Sowohl Russland als auch die Ukraine berichteten von weiteren Angriffen der jeweiligen Gegenseite, allerdings in kleinerem Maßstab als sonst. Die ukrainischen Luftstreitkräfte bestätigen, dass es für sie eine Pause von 18 Stunden gegeben habe. Am Morgen habe es allerdings im Gebiet Sumy einen für die Flugabwehr relevanten russischen Drohnenangriff gegeben. Im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine melden die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff während der Waffenruhe zwei Verletzte in einem Lebensmittelgeschäft.

+++ 03:37 Ukrainischer Geheimdienst: Russland streicht aus Finanznot Agrarsubventionen +++

Angesichts seines wachsenden Haushaltsdefizits will Russland die staatliche Unterstützung für seine Agrarindustrie reduzieren - einen der wenigen Sektoren, die die Behörden als strategische Priorität eingestuft hatten.Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf den Auslandsgeheimdienst der Ukraine. Das Landwirtschaftsministerium der Russischen Föderation hat demnach einen Resolutionsentwurf vorbereitet, der die Logik der Subventionierung des Sektors hin zu strikter Sparsamkeit umgestaltet. Das Dokument sehe die Reduzierung oder vollständige Abschaffung von Subventionen für landwirtschaftliche Technologieprojekte, die Kürzung der Mittel für Bodenschutz- und Umweltschutzmaßnahmen sowie die Einstellung der Unterstützung für Projekte zur Weiterverarbeitung von Getreide und Milch vor.

+++ 02:10 Ukraine: Russen töten ihre eigenen Soldaten während Oster-Waffenruhe +++

Russische Streitkräfte haben am Samstag versehentlich drei ihrer eigenen Leute getötet, als sie eine Evakuierung verwundeter Soldaten nahe Chasiv Jar in der Oblast Donezk während der eigentlich geltenden Oster-Waffenruhe mit Drohnen angriffen. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf die 24. Separate Mechanisierte Brigade der Ukraine. "Sie bewegten sich von der Kontaktlinie in den rückwärtigen Bereich, unbewaffnet, mit Anzeichen medizinischer Versorgung und an Krücken - in Übereinstimmung mit den Konventionen und den Waffenstillstandsbedingungen", schildert die Brigade das Geschehen. Was die Angreifer nicht gewusst hätten: Bei den verwundeten Soldaten handelte es sich um russische Soldaten, die einen Tag zuvor in Gefangenschaft genommen worden waren. Sie wurden laut der ukrainischen Armee zuerst evakuiert, um Russlands Bereitschaft zur Einhaltung des vereinbarten Waffenstillstands zu testen.

+++ 00:49 Grüne werfen Bundesregierung zu laxen Umgang mit kritischer Infrastruktur vor +++

Die Bundesregierung soll Übernahmen sicherheitsrelevanter und strategisch wichtiger Unternehmen durch ausländische Investoren aus Sicht der Grünen sehr viel strenger prüfen als bisher. Das geht aus dem Entwurf eines Entschließungsantrag hervor, den die zweitgrößte Oppositionsfraktion in dieser Woche in den Bundestag einbringen will. "Die nationale Sicherheit steht mehr denn je auf dem Spiel", heißt es in dem Papier, das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. "Anstatt aus der fatalen Abhängigkeit von russischem Gas zu lernen, begibt sich Deutschland sehenden Auges in eine neue, asymmetrische Abhängigkeit." Im Blick haben die Grünen unter anderem Investoren, die vor allem die "America-First-Interessen" von US-Präsident Donald Trump verfolgen.

+++ 00:02 Selenskyj zu Ungarn-Wahl: "überwältigender Sieg" von Magyar +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem bisherigen ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem "überwältigenden Sieg" bei der Parlamentswahl gratuliert. Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze, schreibt Selenskyj am späten Abend auf der Plattform X. Die Ukraine habe stets gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten angestrebt und sei bereit, ihre Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen. Selenskyj schreibt weiter, Kiew sei zu gemeinsamer konstruktiver Arbeit zum Wohle beider Nationen bereit. Europa und alle europäischen Nationen müssten gestärkt werden, Millionen von Europäern wünschten sich Zusammenarbeit und Stabilität.

+++ 22:44 Von der Leyen zu Parlamentswahl in Ungarn: "Ungarn hat Europa gewählt" +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Sieg der Oppositionspartei bei den Parlamentswahlen in Ungarn begrüßt. "Ungarn hat Europa gewählt", erklärt von der Leyen am Abend im Onlinedienst X. Das Land kehre "auf seinen europäischen Weg zurück". "Heute Abend schlägt das Herz Europas in Ungarn stärker", schreibt von der Leyen. "Die Union wird stärker." Zuvor hatte der langjährige Regierungschef Viktor Orban seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingestanden. Sein Herausforderer Peter Magyar teilte mit, Orban habe ihn angerufen und ihm zum Wahlsieg gratuliert. Orban hatte Ungarn die letzten 16 Jahre ununterbrochen regiert. Während dieser Zeit lag er immer wieder mit Brüssel über Kreuz. Orban nutzte sein Veto auf EU-Ebene immer wieder, um Vorhaben zu blockieren, insbesondere Hilfen für die Ukraine oder Sanktionen gegen Russland.

+++ 22:12 Kiew: Russland "hält Waffenruhe grundsätzlich ein" - aber 7696 Verstöße registriert +++

Seit Beginn der Osterwaffenruhe hat die Ukraine nach Angaben des ukrainischen Generalstabs 7696 russische Verstöße registriert. Darunter seien 1355 Artilleriebeschüsse, 115 Sturmangriffe sowie 6226 Drohnenangriffe – davon 4549 FPV-Drohnen. Raketen- und Luftangriffe sowie Shahed-Drohnen seien seit Beginn der Feuerpause hingegen nicht eingesetzt worden. Der Generalstab stellt fest, dass Russland die Waffenruhe "grundsätzlich einhält", aber an einzelnen Frontabschnitten weiter kämpft. Die ukrainischen Streitkräfte hielten die Feuerpause ein, erwiderten aber russisches Feuer.

+++ 20:56 Kiew rechnet mit weiterem Gefangenenaustausch nächste Woche +++

Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, rechnet noch vor Ende kommender Woche mit einem weiteren Gefangenenaustausch. "Ich hoffe, dass es gegen Ende der Woche noch eine weitere Phase geben wird. Es handelt sich um rein bürokratische Formalitäten", sagt er gegenüber dem Sender Nowosti.Live. Am Samstag hatten Russland und die Ukraine je 175 Soldaten und sieben Zivilisten ausgetauscht.  

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