Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:14 Kriewald: Selenskyj sucht im Nahen Osten neue Verbündete +++
Noch sind die USA der wichtigste Verbündete der Ukrainer. Doch Washington droht, als Unterstützer wegzubrechen. Nun reist Selenskyj in den Nahen Osten, um dort nach neuen Verbündeten zu suchen. ntv-Reporterin Nadja Kriewald berichtet über die Hintergründe.
+++ 11:39 Ukraine meldet 120 Gefechte an der Front +++
An der Front in der Ukraine ist es im Verlauf des vergangenen Tages zu 120 Gefechten gekommen. Das berichtet der ukrainische Generalstab. Insgesamt 25 russische Attacken entfielen auf das Gebiet Pokrowsk. Dort waren die russischen Truppen demnach am aktivsten. 19 Gefechte gab es darüber hinaus im Gebiet Konstantinowski und zwölf in Richtung Gulyai-Polye.
+++ 11:01 Videos zeigen brennendes Öl-Terminal nach Drohnenangriff +++
Die Ukraine meldet einen Angriff auf die russische Hafenstadt Noworossiysk. Aufnahmen zeigen offenbar, wie ein Ö-Terminal im Hafen nach dem Luftschlag in Flammen steht. Nach Noworossiysk haben sich zuletzt große Teile der russischen Schwarzmeerflotte zurückgezogen.
+++ 10:23 Ukraine zerstört 58 russische Artilleriesysteme +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Verlauf des vergangenen Tages insgesamt 58 Artilleriesysteme der Kreml-Truppen zerstört. Die Zahl der seit Februar 2022 ausgeschalteten Geschütze steigt damit auf 39.497, wie aus dem Lagebericht des Militärs hervorgeht. Darüber hinaus wurden 940 russische Soldaten in den vergangenen 24 Stunden verletzt oder getötet.
+++ 09:42 Kiew schießt über 100 russische Drohnen ab +++
Russland hat in der vergangenen Nacht die Ukraine mit 141 Drohnen angegriffen. Davon seien 114 "neutralisiert" worden, teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 26 der Drohnen schlugen in Ziele in der Ukraine ein, so der Bericht. Bei mehr als der Hälfte der von Russland entsandten Drohnen soll es sich um Shaheds gehandelt haben.
+++ 09:02 Moskau benutzt Kenianer in Ukraine als "Dosenöffner"+++
Sie wollen arbeiten - und landen im Krieg. Kenianische Männer werden mit falschen Jobversprechen nach Russland gelockt und an die Front geschickt, viele als "Dosenöffner" missbraucht. Familien warten verzweifelt auf Nachrichten ihrer Söhne und Ehemänner. Manche hoffen noch. Andere wissen, dass sie nie zurückkehren werden.
+++ 08:27 Nach massiven Attacken: Wichtiger russischer Ölhafen nimmt Betrieb wieder auf +++
Der russische Ostseehafen Ust-Luga hat den Rohölversand wieder aufgenommen, nachdem es aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur der Region zu mehrtägigen Unterbrechungen gekommen war. Ein erster Tanker habe bereits am Samstag wieder begonnen, Öl zu laden, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Schiffsdaten. Die Arbeiten in dem Hafen waren Ende März vorübergehend eingestellt worden, angesichts der ukrainischen Angriffe in der Ostseeregion.
+++ 07:57 Drei Tote bei Angriff auf Odessa +++
Bei einem russischen Luftangriff auf die Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. "Infolge des nächtlichen feindlichen Angriffs sind tragischerweise drei Todesopfer zu beklagen, darunter ein Kind", erklärt der Chef von Odessas Militärverwaltung, Serhij Lysak, auf Telegram. Zwei Menschen seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.
+++ 07:20 Hunderttausende nach russischem Angriff auf Kraftwerk ohne Strom +++
Nach einem russischen Angriff in der Region Tschernihiw haben Hunderttausende Ukrainer derzeit keine funktionierende Stromversorgung. "Infolge eines feindlichen Angriffs wurde eine wichtige Energieversorgungsanlage im Bezirk Nischyn beschädigt. In den Städten Tschernihiw und Pryluky sowie in den Bezirken Tschernihiw und Pryluky kam es zu Stromausfällen, von denen 340.000 Kunden betroffen waren", berichtet das zuständige Energieunternehmen laut Ukrainska Prawda.
+++ 06:41 Ukraine: Bauen Zusammenarbeit mit Syrien in Sicherheitsfragen aus +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit Syrien eine engere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen vereinbart. Angesichts des Iran-Krieges wolle die Ukraine ihre militärische Expertise in der Region einbringen, schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit seinem syrischen Amtskollegen Ahmed al-Scharaa in Damaskus auf der Plattform Telegram. Es gebe ein großes Interesse am Austausch von militärischen Erfahrungen. Die Ukraine hat in ihrem Krieg gegen Russland weitreichende Kenntnisse in der Abwehr von Drohnen- und Raketen erlangt. Syrien verfügt über keine bekannte Luftabwehr, die etwa iranische Geschosse abfangen könnte. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran hat die Regierung in Teheran wiederholt US-Stützpunkte und US-Verbündete in der Region beschossen.
+++ 05:56 Verletzte bei russischer Attacke auf Odessa +++
Bei einem massiven Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind offiziellen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. In mehreren Bezirken seien in der Nacht Wohngebiete getroffen worden, teilt der Chef der städtischen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnenangriffen in der Region gewarnt. In einem der Bezirke sei ein Hochhaus getroffen worden. Es gebe schwere Schäden vom fünften bis zum dritten Stock. Unter den Trümmern könnten sich Menschen befinden, sagte Lyssak weiter. Rettungskräfte seien im Einsatz. Bereits in der Nacht zuvor waren bei Angriffen auf die Stadt am Schwarzen Meer laut Lyssak Wohnhäuser beschädigt und drei Menschen verletzt worden.
+++ 05:05 Russland meldet Abschuss von 148 Drohnen +++
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben innerhalb von drei Stunden 148 ukrainische Drohnen abgefangen. Wegen der Luftangriffe seien fast eine halbe Million Haushalte ohne Strom gewesen, teilen die Behörden mit. In der Grenzregion Belgorod sei ein Zivilschutzhelfer durch eine Drohne getötet worden. In der Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer hätten Trümmerteile ein Hochhaus getroffen.
+++ 03:50 Berichte über Stromausfälle in besetzten Städten +++
In mehreren von Russland besetzten Städten in der Ukraine soll es zu Stromausfällen gekommen sein. Das melden mehrere russischsprachige Telegram-Kanäle. Betroffen seien Mariupol, Donezk, Makijiwka, sowie umliegende Orte, schreibt der Telegram-Kanal Astra. Beim Kanal Baza heißt es am Abend, die Stadt Donezk sei ohne Strom. Zudem ist von Drohnenangriffen und mehreren Explosionen die Rede.
+++ 01:17 Ölverladung im russischen Ostseehafen Ust-Luga läuft wieder +++
Der wichtige russische Ostseehafen Ust-Luga nimmt nach tagelangen Unterbrechungen durch ukrainische Drohnenangriffe die Rohölverladung wieder auf. Das Schiff "The Jewel" habe mit der Verladung begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Schifffahrtsdaten. Eine Stellungnahme des russischen Pipeline-Betreibers Transneft liegt zunächst nicht vor. Nach Berechnungen von Reuters sind mindestens 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten durch Drohnenangriffe und andere Zwischenfälle gestört.
+++ 23:55 Offenbar massiver Dohnenangriff auf russischen Ölumschlagplatz +++
Ukrainische Drohnen greifen am Abend Ziele in der Stadt Noworossijsk in der russischen Region Krasnodar an. Laut dem Telegram-Kanal Astra gelten die Angriffe dem Ölterminal Schescharis im Hafen von Noworossijsk, dem größten Ölumschlagplatz im Süden Russlands. Online kursierende Fotos und Videos sollen Brände zeigen. Russische Behörden melden, dass Trümmerteile abgeschossener Drohnen auf ein Wohnhaus und das Gelände zweier Betriebe gefallen seien.
+++ 22:02 Drohnenattacken auf Autos töten zwei Menschen +++
Bei Drohnen-Attacken auf Autos sind in der Ukraine mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. In Nikopol sei ein 61-jähriger Autofahrer gestorben, nachdem russische Soldaten eine Drohne mit First-Person-View gegen sein Fahrzeug gelenkt hätten, teilt die Nationale Polizei mit. Seine 60-jährige Ehefrau sei in einem kritischen Zustand. Das Fahrzeug prallte infolge des Angriffs gegen einen Baum. In der Stadt Cherson wurde ein leitender Polizist getötet, wie seine Kollegen mitteilen. Eine russische Drohne mit First-Person-View habe sein Einsatzfahrzeug angegriffen.
+++ 20:46 Nikopol sieht Flugblätter als Einschüchterungsversuch +++
Russland versucht offenbar, den Druck auf die Bewohner der südukrainischen Stadt Nikopol und Umgebung mit Angriffsdrohungen auf Flugblättern zu verstärkten. Solche Flugblätter seien nicht das erste Mal im Raum Nikopol aufgetaucht, erklärt die regionale Verwaltung. Das Ziel sei es, die Bewohner einschüchtern, die dem täglichen Beschuss des russischen Militärs standhalten. Die Stadt am Dnipro ist ständig russischen Angriffen ausgesetzt, die vom besetzten Gebiet auf der anderen Seites des Flusses ausgehen.
+++ 19:51 Sprengstoff-Fund? Orban lenkt Verdacht auf Ukraine, Opposition vermutet jedoch Wahlkampftrick +++
Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Premier Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine. Zwar spricht er nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem angeblichen Pipeline-Vorfall vermutet, wiederholt jedoch von ihm zuvor erhobene Vorwürfe. "Die Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden", behauptet Orban in einem Facebook-Video. Auch wirft Orban Kiew schon länger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gründen zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. Nächsten Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbans Partei Fidesz laut Umfragen verlieren könnte. Der Oppositionsführer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, wirft Orban vor, über das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gründen Panik schüren zu wollen. Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen "unter falscher Flagge" in diese Richtung geplant seien, schreibt Magyar bei Facebook. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 19:01 Experte: Russen bringen massenhaft portable Satellitenterminals zur Front +++
Nach der Einschätzung eines ukrainischen Technologieexperten setzt Russland auf eine neue, kompakte Version bestehender Satellitenterminals, um den verlorenen Zugang zum Satellitenkommunikationsnetz Starlink auszugleichen. Die russische Armee habe damit begonnen, massenhaft Satellitenstationen des Typs Spirit-030 an die Front zu verlegen, schreibt Serhij Beskrestnow, der das ukrainische Verteidigungsministerium berät, bei Telegram. Ihm zufolge handelt es sich um eine tragbare Ausführung mit kleineren Antennen. Die Antenne-Größe sei von 90 Zentimeter auf 30 Zentimeter verringert worden, um ihre Entdeckung zu erschweren. Ukrainische Truppen hätten jedoch erstmals einen solchen Terminal aufgespürt und zerstört, sagt er. Überprüfen lässt sich dies nicht.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.