Iran-Krieg im Liveticker+++ 05:20 Israel meldet erstmals Raketenbeschuss aus dem Jemen +++
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den Start einer Rakete aus dem Jemen erfasst. Dies sei das erste Mal seit Ausbruch des Krieges, dass ein Geschoss von dort abgefeuert werde, teilen die Streitkräfte am frühen Morgen mit. Zuvor hatten die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen mit einem Eingreifen in den Konflikt gedroht.
+++ 05:00 IAEA: Atomkraftwerk Buschehr im Iran erneut angegriffen +++
Das Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA erneut angegriffen worden. Die UN-Organisation sei von Teheran darüber informiert worden, dass der in Betrieb befindliche Atomreaktor keine Schäden davongetragen habe und keine radioaktive Strahlung freigesetzt worden sei, erklärte die IAEA bei X. Es handele sich um den dritten Angriff auf Buschehr innerhalb von zehn Tagen. IAEA-Chef Rafael Grossi mahnte an, dass jeglicher Angriff auf den Reaktor einen schweren Atomunfall verursachen könne und forderte "größtmögliche militärische Zurückhaltung". Das Akw Buschehr im Südwesten des Iran verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der IAEA im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Iran-Krieg.
+++ 04:30 Nouripour: Iran könnte ganze Weltwirtschaft in den Würgegriff nehmen +++
Einen Monat nach Kriegsbeginn sieht Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour von den Grünen die Möglichkeiten des Irans noch längst nicht ausgeschöpft. "Der Iran hat ja noch gar nicht die volle Eskalationsstufe ausgenutzt", sagte Nouripour der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Sie könnten zum Beispiel durch ihre Verbündeten im Jemen die Straße von Aden schließen. Das bedeutet, dass nicht nur kein Öl mehr kommt, sondern gar keine Güter mehr aus Ostasien. Damit hätten sie ihren Würgegriff um den Hals der gesamten Weltwirtschaft gelegt." Das Rote Meer und der sich südlich anschließende Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Sie liegen zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Indischen Ozean. Die aus dem Jemen agierende und mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz attackierte dort bereits in der Vergangenheit immer wieder Handelsschiffe, weshalb diese nun von internationalen Streitkräften eskortiert werden. Die EU-Operation "Aspides" war bereits 2024 gestartet worden.
+++ 03:45 Syrien: Explosionen über Damaskus - Israel fängt iranische Raketen ab +++
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung sind Explosionen zu hören. Dabei handele es sich um Einsätze der israelischen Luftabwehr, die im syrischen Luftraum iranische Raketen abfange, berichtet das Staatsfernsehen.
+++ 03:00 US-Präsident nennt Straße von Hormus "Straße von Trump" +++
US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus "Straße von Trump" genannt. Auf einem Kongress in Miami sprach der Republikaner über den Verlauf des Iran-Kriegs und sagte: "Sie müssen die Straße von Trump öffnen - ich meine Hormus." Im Publikum wurde daraufhin gelacht. Trump ergänzte dann: "Entschuldigung - es tut mir so leid. So ein schlimmer Fehler." Er schob nach, dass die "Fake News" berichten würden, dass er es aus Versehen gesagt habe. Er ergänzte: "Bei mir gibt es keine Versehen - zumindest nicht viele." Einige Medien kamen anschließend zur Einschätzung, dass er all dies scherzhaft gemeint habe. Trump kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit der Umbenennung etwa von Institutionen und setzte das zum Teil in die Tat um. So heißt das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington inzwischen Trump Kennedy Center. Er verfügte auch die Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika".
+++ 02:30 Israel greift erneut Ziele in Teheran an - Berichte über zehn Explosionen +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert. Die Angriffe richteten sich gegen "Ziele des iranischen Terrorregimes in ganz Teheran" und hielten am frühen Morgen an, erklärte die Armee. Ein AFP-Reporter berichtete von einer schwarzen Rauchwolke über der Stadt. Es seien etwa zehn heftige Explosionen im Osten Teherans zu hören gewesen. Am Freitag waren bereits mehrere Regionen des Irans von erneuten Luftangriffen getroffen worden. Dabei wurden Medienberichten zufolge mehr als 20 Menschen getötet, darunter auch Kinder und Frauen.
+++ 02:00 Mindestens ein Toter und vier Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel +++
Bei iranischen Raketenangriffen sind nach israelischen Angaben mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Ein 52-jähriger Mann sei in Tel Aviv seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom am Freitagabend mit. Zwei weitere Menschen in der Küstenstadt seien leicht verletzt worden. In der südisraelischen Stadt Kuseife seien ebenfalls zwei Menschen verletzt worden. Zuvor hatte die israelische Armee vor iranischen Raketenangriffen gewarnt, in Jerusalem waren Sirenen zu hören. In Jericho im besetzten Westjordanland gab es Explosionen. Am Ort eines Raketeneinschlags in Tel Aviv waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, eine Hauptstraße wurde teilweise abgesperrt. Mehrere Raketen seien in Richtung Israel abgefeuert worden, die "Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen", erklärte die Armee im Onlinedienst Telegram. In den frühen Morgenstunden am Samstag warnte die Armee vor weiteren Angriffen.
+++ 01:35 Trump kritisiert Kanzler "Friedrich" für Haltung im Iran-Krieg +++
US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien - und kam dann auf Deutschland zu sprechen: "Der deutsche Bundeskanzler - das sind alles meine Freunde - Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: 'Das ist nicht unser Krieg'." Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei. Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als "unangemessen" empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: "Das ist nicht unser Krieg." Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Äußerung der Spitze zu ("the head of Germany"). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Merz hatte sich unlängst bei einem Besuch in Norwegen so geäußert: "Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden."
+++ 01:15 Witkoff hofft auf Gespräche mit Teheran "in dieser Woche" +++
US-Unterhändler Steve Witkoff geht davon aus, dass der Iran in der kommenden Woche zu Gesprächen mit Washington über eine Beendigung des Iran-Krieges bereit sein wird. "Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich", dass es "ein Treffen in dieser Woche geben wird", sagte Witkoff auf einem Wirtschaftsforum in Miami. Die USA erwarteten nun eine Antwort Teherans auf einen vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges. "Wir haben einen 15-Punkte-Plan auf dem Tisch. Wir erwarten, dass die Iraner darauf reagieren. Das könnte alles lösen", erklärte Witkoff. Pakistan hatte zuvor bestätigt, einen 15-Punkte-Plan der US-Regierung im Rahmen von indirekten Verhandlungen mit Teheran unter Unterstützung der Türkei, Ägyptens und weiterer "Bruderstaaten" übermittelt zu haben. Laut Medienberichten sieht der US-Plan die Wiederöffnung der weitgehend gesperrten Straße von Hormus für den Schiffsverkehr sowie strikte Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Im Gegenzug sollen demnach die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.
+++ 00:50 US-Verletzte bei iranischem Angriff in Saudi-Arabien +++
Zehn US-Einsatzkräfte sind nach einem Bericht des "Wall Street Journals" bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien (siehe Eintrag von 23:05 Uhr) verletzt worden. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete. Der Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien wird auch vom US-Militär genutzt. Bei dem Angriff wurden laut dem Zeitungsbericht auch amerikanische Tankflugzeuge beschädigt. Der Stützpunkt war seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder Ziel von Angriffen.
+++ 00:30 Trump stellt Beistand für Nato-Verbündete infrage +++
US-Präsident Donald Trump stellt den Beistand seines Landes für die Nato-Verbündeten infrage. Die USA gäben jährlich Hunderte Milliarden für die Allianz aus, sagt er auf einem Investorenforum in Miami. Bislang seien die USA immer für die Partner da gewesen. "Aber jetzt, angesichts ihres Handelns, müssen wir das wohl nicht mehr", sagt Trump. "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind? Sie waren für uns nicht da." Trump hat sich wiederholt beklagt, dass die Nato-Verbündeten nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran nicht auf deren Seite eingegriffen haben.
+++ 00:10 Ein Dutzend Explosionen in Teheran +++
Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von Explosionen erschüttert worden. Wie ein AFP-Reporter berichtete, waren am heute gegen 01.00 Uhr Ortszeit im Osten der Stadt rund ein Dutzend Detonationen zu hören. Im Laufe des Tages waren bereits mehrere Regionen des Landes von erneuten Luftangriffen getroffen worden.
+++ 23:55 Blockierte Güter: UN suchen nach Mechanismus für Straße von Hormus +++
Wegen des andauernden Iran-Kriegs will UN-Generalsekretär António Guterres einen Weg finden, wie bestimmte Güter durch die Straße von Hormus gelangen können. Ziel sei es zunächst, den Handel mit Düngemitteln und landwirtschaftlichen Produkten zu erleichtern, sagte Guterres' Sprecher. Der Fokus liege auf humanitären Bedürfnissen. Es gehe nicht um den Handel mit Öl. Wie der Mechanismus konkret aussehen werde, sei noch nicht festgelegt, so der Sprecher. Zugleich stellte der iranische UN-Botschafter in Genf, Ali Bahreini, in Aussicht, dass es für bestimmte Güter Erleichterungen beim Transport durch die Meerenge geben könnte. Der Iran habe auf Ersuchen der Vereinten Nationen beschlossen, "die sichere Durchfahrt humanitärer Hilfslieferungen durch die Straße von Hormus zu erleichtern und weiter zu beschleunigen", schrieb Bahreini auf X.
+++ 23:25 Mindestens ein Toter bei iranischem Raketenangriff auf Israel +++
Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach israelischen Angaben mindestens ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden. Ein älterer Mann sei seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom am Abend mit. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Zuvor hatte die israelische Armee vor iranischen Raketenangriffen gewarnt, in Jerusalem waren Sirenen zu hören.
+++ 23:05 Iranische Rakete trifft US-Basis in Saudi-Arabien +++
Bei dem Einschlag einer iranischen Rakete auf einem US-Stützpunkt in Saudi-Arabien sind einem Medienbericht zufolge mehrere amerikanische Soldaten verletzt worden. Getroffen worden sei die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis, berichtet das "Wall Street Journal". Eine Stellungnahme der Regierung in Washington liegt zunächst nicht vor.
+++ 22:50 Huthi-Rebellen drohen mit Kriegseintritt +++
Die Huthi-Rebellen im Jemen drohen mit einem militärischen Eingreifen in den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran. Dies gelte, falls sich neue Verbündete den USA und Israel gegen den Iran anschließen oder das Rote Meer für Angriffe auf den Iran genutzt werde, sagt ein Sprecher in einer Fernsehansprache. Ein mögliches Ziel wäre die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Die vom Iran unterstützte Bewegung hatte bereits während des Gaza-Krieges mit Angriffen auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer für Chaos im Welthandel gesorgt.
+++ 22:24 US-Sondergesandter rechnet noch "diese Woche" mit Iran-Gesprächen +++
Der Sondergesandte der US-Regierung, Steve Witkoff, rechnet mit baldigen Gesprächen mit dem Iran. "Wir denken, dass es in dieser Woche Treffen geben wird", sagt er bei einem Kongress im US-Bundesstaat Florida. Es ist unklar, in welchem Rahmen diese von Witkoff erwähnten Gespräche stattfinden sollen.
+++ 22:01 Atomenergiebehörde fordert "militärische Zurückhaltung" +++
Nach US-israelischen Angriffen auf einen Schwerwasserreaktor und eine Uran-Aufbereitungsanlage im Iran hat die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Kriegsparteien im Nahen Osten erneut zur Zurückhaltung aufgefordert. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bekräftigt seinen Aufruf "zur militärischen Zurückhaltung, um jegliches Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden", teilt die Organisation bei X mit.
+++ 21:41 Mehrere Tote bei Angriffen auf Wohnkomplexe in Teheran +++
Bei Angriffen auf Wohngebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Kurdenprovinz Kermanschah sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Zivilisten ums Leben gekommen. In Teheran sterben im Stadtviertel Schahr-e Rey zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff der amerikanisch-israelischen Streitkräfte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher berichtet. In der Stadt Kermanschah im Westen des Landes sind dem Gouverneursbüro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen worden. 13 Menschen seien ums Leben gekommen.
+++ 21:05 "Hoher Preis": Iran droht Israel nach Stahlwerk-Angriff +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, der Iran werde für den israelischen Angriff auf mehrere Infrastruktureinrichtungen im Land einen "hohen Preis" fordern. "Israel hat unter anderem zwei der größten Stahlwerke Irans, ein Kraftwerk und zivile Nuklearanlagen angegriffen", beklagt Araghtschi. "Israels Behauptung, es habe in Abstimmung mit den USA gehandelt, widerspricht der vom US-Präsidenten verlängerten Frist für diplomatische Bemühungen."
+++ 20:49 Merz offen für Minenräumung durch die Bundeswehr nach Kriegsende +++
Bundeskanzler Friedrich Merz kann sich nach einem Ende des Iran-Krieges einen Einsatz der Bundeswehr zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus vorstellen. "Das können wir. Und wenn wir danach gefragt werden und das im Rahmen eines wirklichen Mandates kollektiver Sicherheit geschieht - also Vereinte Nationen, Nato, Europäische Union - mit einem Bundestagsbeschluss, ist das eine Option", sagt er in einem Interview auf dem "FAZ"-Kongress 2026. Die Bundeswehr verfüge über mehrere Minenjagdboote. "Das könnten wir militärisch leisten und selbstverständlich wäre das eine Option", erklärt Kanzler Merz.
+++ 20:35 Merz: Frankreichs Hormus-Marinemission "nur gemeinsam" wirksam +++
Friedrich Merz zweifelt an der Wirksamkeit der von Paris forcierten Pläne für eine Marinemission in der Straße von Hormus, sagt er beim "FAZ"-Kongress 2026. "Na ja, also Frankreich plant... Es hört sich immer etwas großartiger an, als es dann tatsächlich ist. Nun hat Frankreich einen Flugzeugträger, weitgehend funktionstüchtig - und den haben sie jetzt ins Mittelmeer geschickt. Ich sage mal, wirkliche Fähigkeiten, da einen Frieden abzusichern, die hätten wir wahrscheinlich nur gemeinsam", erklärt der Bundeskanzler.
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