Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:54 Trump: Iran hat Übergabe seines angereicherten Urans zugestimmt +++
Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, seine Bestände von angereichertem Uran zu übergeben - eine der Bedingungen der USA für ein Abkommen mit Teheran. "Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben", sagt Trump vor Journalisten in Washington, ohne nähere Angaben dazu zu machen. Er fügt hinzu, beide Länder stünden "sehr kurz" vor dem Erzielen eines Friedensabkommens. "Es gibt eine sehr gute Chance, dass wir einen Deal erzielen." Trump verwendet das Wort Atomstaub für die Bestände von angereichertem Uran, die Washington zufolge für den Bau von Nuklearwaffen genutzt werden können.
+++ 22:11 Vor Waffenruhe: neuer Raketenbeschuss Israels durch Hisbollah +++
Vor Beginn einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe hat die libanesische Hisbollah-Miliz erneut zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert. In mehreren Orten im Norden Israels heulten Warnsirenen. Nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet" wurden rund zehn Geschosse auf die israelische Küstenstadt Naharija abgefeuert. Die meisten davon seien von Israels Raketenabwehr abgefangen worden. Der israelische Kan-Sender berichtet zudem von Raketenangriffen auf die Umgebung der Stadt Karmiel. Ein Mensch sei von Raketensplittern schwer verletzt worden.
+++ 21:50 Hisbollah-Abgeordneter: Miliz wird sich unter Bedingungen an Waffenruhe halten +++
Die Hisbollah-Miliz wird sich nach Angaben eines Abgeordneten der proiranischen Gruppe unter Bedingungen an die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte zehntägige Waffenruhe halten. "Wir von der Hisbollah werden uns vorsichtig an die Waffenruhe halten unter der Bedingung, dass es sich um eine umfassende Einstellung der Kampfhandlungen gegen uns handelt", sagt der Abgeordnete Ibrahim al-Mussawi. So dürfe Israel die Feuerpause nicht für "Morde" nutzen.
+++ 21:23 US-Generalstabschef Caine warnt vor Verstößen gegen Blockade +++
US-Generalstabschef Dan Caine fordert nachdrücklich zur Beachtung der Seeblockade auf, mit der das amerikanische Militär den Druck auf die Führung in Teheran erhöhen will, um diese zu einem Abkommen zur Beendigung des Kriegs zu drängen. Man werde jedes Schiff unter iranischer Flagge sowie jedes Schiff, das dem Land materielle Unterstützung liefern wolle, aktiv verfolgen, erklärt Caine während eines Pentagon-Briefings mit Verteidigungsminister Pete Hegseth. Schiffe, die die Blockade durchbrechen wollten, würden abgefangen. Bei Zuwiderhandlung werde militärische Gewalt eingesetzt. Die Blockade werde sowohl in iranischen Hoheitsgewässern als auch in internationalen Gewässern durchgesetzt. Insgesamt 13 Schiffe hätten sich entschieden, umzukehren, anstatt die Blockade zu durchbrechen, fügt Caine hinzu. Bislang sei kein Schiff geentert worden.
+++ 21:05 Trump zuversichtlich: Einigung mit Iran rückt näher +++
Eine Einigung der USA mit dem Iran zur Beendigung des Krieges rückt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump näher. "Der Iran will ein Abkommen schließen, und wir kommen sehr gut mit ihnen aus", sagt Trump. Die Verhandlungsdelegationen könnten sich möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen. Er sei sich nicht sicher, ob die Waffenruhe mit dem Iran verlängert werden müsse.
+++ 20:29 Netanjahu: Armee bleibt während Waffenruhe in Pufferzone +++
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine zehntägige Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz bestätigt. "Ich habe einer vorübergehenden Feuerpause von zehn Tagen zugestimmt", sagt Netanjahu in einer Videobotschaft. Ziel sei es, Gesprächen über ein Friedensabkommen mit dem Libanon eine Chance zu geben, die mit einem Treffen der Gesandten beider Länder in Washington begonnen hätten. Israel habe dabei zwei zentrale Forderungen: eine Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines dauerhaften Friedens beider Staaten. Während der Waffenruhe werde die israelische Armee in einer "verstärkten Sicherheitszone" im Südlibanon bleiben. Diese reiche vom Mittelmeer bis zur syrischen Grenze und sei etwa zehn Kilometer breit. Dies diene dem Schutz der Ortschaften im Norden Israels vor Hisbollah-Angriffen.
+++ 20:03 Waffenruhe: Israels Oppositionsführer kritisiert Netanjahu +++
Nach Ankündigung einer zehntägigen Waffenruhe im Libanon durch US-Präsident Donald Trump hat Israels Oppositionsführer die Regierung seines Landes kritisiert. "Nicht zum ersten Mal zerschellen alle Versprechen dieser Regierung an der Realität", schreibt Jair Lapid in einem Post auf X. Seine Zukunftspartei ist in der politischen Mitte angesiedelt.
+++ 19:30 Thiele: Hormus-Mission notfalls ohne UN‑Mandat möglich +++
Kanzler Merz stellt erstmals eine mögliche deutsche Beteiligung an einer Minenräum‑Mission in der Straße von Hormus in Aussicht. Laut dem Militärexperten und Oberst a. D. Ralph Thiele bräuchte es dafür nicht einmal zwangsläufig ein UN-Mandat. Er ordnet ein, wie realistisch ein solcher Einsatz ist.
+++ 18:52 SPD stellt sich hinter Merz-Vorschlag für Militäreinsatz in Straße von Hormus +++
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat Bundeskanzler Friedrich Merz Unterstützung für sein Angebot eines Bundeswehreinsatzes in der Straße von Hormus zugesichert, aber nur unter einer Bedingung: "Erst wenn die Waffen schweigen und ein robustes internationales Mandat vorliegt, kann über einen deutschen Sicherungseinsatz entschieden werden." "Grundsätzlich unterstützen wir den Kurs des Bundeskanzlers, den Handel zu schützen", sagt Miersch. "Freie Seewege sind die Voraussetzung für stabile Preise an unseren Tankstellen und in den Supermärkten." Wie auch Merz sagt Miersch, dass ein Bundestagsmandat für den Bundeswehreinsatz zwingend notwendig sei. "Wir werden sehr genau darauf achten, dass die völkerrechtlichen Grundlagen und eine realistische Perspektive für Stabilität gegeben sind."
+++ 18:14 Trump: Werde Netanjahu und Aun nach Washington einladen +++
US-Präsident Donald Trump kündigt an, Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den libanesischen Präsidenten Joseph Aum ins Weiße Haus in Washington einzuladen. Ziel seien bedeutungsvolle Gespräche zwischen den beiden nahöstlichen Staaten.
+++ 17:42 Trump: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ab 23 Uhr +++
US-Präsident Donald Trump hat eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon verkündet. Diese greife ab 23 Uhr, erklärte der US-Staatschef auf Truth Social. Die Feuerpause gilt demnach für zehn Tage.
+++ 17:30 Bericht: Feuerpause zwischen Israel und Libanon ab dem Abend möglich +++
Eine Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon könnte nach Einschätzung eines Reporters der Nachrichtenseite Axios am Abend angekündigt werden. Der Bericht beruft sich auf ein namentlich nicht genanntes Mitglied israelischer Sicherheitskreise.
+++ 17:03 Libanesische Regierungskreise: Kein baldiges Telefonat von Aoun und Netanjahu +++
Der libanesische Präsident Joseph Aoun wird libanesischen Regierungskreisen zufolge in naher Zukunft nicht mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefonieren. Zwei der libanesischen Regierungsvertreter sagen, die libanesische Botschaft in Washington habe die US-Regierung im Vorfeld eines Telefonats zwischen Aoun und Außenminister Marco Rubio darüber informiert, dass Aoun nicht mit Netanjahu sprechen werde.
+++ 16:35 Deutschland will Minenjagdboote für Hormus-Mission anbieten +++
Bundeskanzler Friedrich Merz will bei den Beratungen über eine Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen am Freitag in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung machen. So soll die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge bereitstellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfährt. Die Bundeswehr verfügt derzeit über acht Minenjagdboote und zwei Minentauchereinsatzboote. Für die Luftaufklärung hat die Marine zwei Seefernaufklärer vom Typ P-8 Poseidon zur Verfügung, die mit Radar, akustischen Systemen und hochauflösende Optiken ausgestattet sind und in der Regel elf Soldaten an Bord haben. Wie bei solchen Einsätzen üblich, würde ein Versorgungsschiff die Minenräumer begleiten.
+++ 16:26 Libanon: Waffenruhe ist Voraussetzung für Verhandlungen mit Israel +++
Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnet die von seinem Land geforderte Waffenruhe als "natürlichen Ausgangspunkt für direkte Verhandlungen" mit Israel. Dies teilt er nach einem Treffen mit dem britischen Außenamtsstaatssekretär für den Nahen Osten, Hamish Falconer, mit. Pläne für ein Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erwähnt Aoun dabei nicht. Ein israelischer Rückzug sei ein "grundlegender Schritt zur Festigung der Waffenruhe", damit libanesische Truppen in den Süden des Landes verlegt werden könnten, erklärt der Präsident weiter.
+++ 15:52 Merz sagt Einsatz in Straße von Hormus unter Bedingungen zu +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor einer Konferenz in Paris zur Absicherung der Straße von Hormus die grundsätzliche Bereitschaft der Bundesregierung betont, bei der künftigen Absicherung der Schifffahrt in der Meerenge vor der iranischen Küste zu helfen. "Ich habe innerhalb der Bundesregierung die Position abgestimmt", sagt Merz. Voraussetzung seien aber ein internationales Mandat - vorzugsweise der Vereinten Nationen, ein Beschluss der Bundesregierung sowie ein Mandat des Bundestages. "Davon sind wir insgesamt noch weit entfernt", so der Kanzler. Bei dem Treffen europäischer Staaten in Paris am Freitag werde es auch um die Frage gehen, ob bei einer europäischen Mission nach einem Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und Iran auch die US-Streitkräfte eingebunden sein müssten. "Das werden wir noch diskutieren und gegebenenfalls auch zur Entscheidung kommen."
+++ 15:18 Hegseth droht Teheran: "Wir beobachten euch" +++
Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat erklärt, die USA wüssten, welche militärischen Ressourcen der Iran verlegt. Seine Botschaft an Teheran laute: "Wir beobachten euch". Sollte das Regime nicht einlenken und einen Deal abnehmen, werde man die Kämpfe wieder aufnehmen. Hegseth fordert den Iran nachdrücklich auf, einem Friedensabkommen zuzustimmen. Der Iran könne sich "für eine blühende Zukunft entscheiden, für eine goldene Brücke", und die USA hofften, dass der Iran dies für seine Bevölkerung tun werde. Sollte das Land sich jedoch falsch entscheiden, "wird es eine Blockade geben und Bomben werden auf die Infrastruktur, auf Strom- und Energieanlagen fallen."
+++ 14:40 Blufarb: Hisbollah soll Krankenwagen als Waffenlager nutzen +++
Der Libanon meldet einen israelischen Mehrfachangriff auf Rettungsteams. Israel dementiert die Vorwürfe einer gezielten Attacke gegen Helfer, verweist aber auch auf Videobeweise des Militärs. Die sollen zeigen, wie Hisbollah-Terroristen Krankenwagen als Waffenlager und Verstecke missbrauchen, berichtet Raschel Blufarb.
+++ 14:11 Papst Leo verurteilt Kriegstreiber als "Tyrannen" +++
Papst Leo übt bei einem Besuch in Kamerun scharfe Kritik an Staats- und Regierungschefs, die Milliarden für Kriege ausgeben. Die Welt werde "von einer Handvoll Tyrannen verwüstet", sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche. Zuvor hat US-Präsident Donald Trump den ersten US-Papst in den sozialen Medien erneut angegriffen. Leo verurteilt zudem Anführer, die Kriege mit religiöser Sprache rechtfertigen, und fordert einen "entscheidenden Kurswechsel". "Die Herren des Krieges tun so, als wüssten sie nicht, dass es nur einen Moment braucht, um zu zerstören, aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wieder aufzubauen", sagt der Pontifex. Sie verschlössen die Augen davor, dass Milliarden Dollar für Tötung und Verwüstung ausgegeben würden, während die Mittel für Heilung, Bildung und Wiederaufbau fehlten.
+++ 13:32 Libanon: Israelischer Angriff zerstört letzte Brücke in den Süden +++
Ein israelischer Angriff hat die letzte Brücke zwischen dem Südlibanon und dem Rest des Landes gekappt. Das Bauwerk sei "zertrümmert" worden, sagt ein hochrangiger libanesischer Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Reparatur sei ausgeschlossen.
+++ 12:55 Wie stoppt die US-Marine ein verdächtiges Schiff? +++
Die Blockade der Straße von Hormus kann eine empfindliche Wirkung auf den Iran entfalten, wirke aktuell jedoch vor allem auf die Weltwirtschaft, sagt Militärexperte Ralph Thiele. So gerate US-Präsident Trump stark unter Druck. Außerdem erklärt der Oberst a.D., wie die Blockade militärisch einzuschätzen ist.
+++ 11:52 Iran: Fortschritte bei Gesprächen mit den USA +++
Der Iran und die USA verzeichnen bei ihren Bemühungen um ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts einem hochrangigen iranischen Vertreter zufolge gewisse Fortschritte. Nach mehr als der Hälfte einer zweiwöchigen Waffenruhe gebe es jedoch weiterhin große Meinungsverschiedenheiten, unter anderem über die nuklearen Ambitionen Teherans, sagt der Insider. Ein Besuch des pakistanischen Armeechefs, Feldmarschall Asim Munir, in Teheran habe dazu beigetragen, die Differenzen in einigen Punkten zu verringern. Dies nähre die Hoffnung auf eine Verlängerung der Feuerpause und neue Gespräche zwischen Teheran und Washington.
+++ 11:01 Video soll israelischen Dreifach-Angriff auf Helfer zeigen +++
Bodycam-Aufnahmen zeigen verzweifelte Rettungsversuche - dann erschüttern Explosionen die Szene. Im Libanon sollen mehrere Rettungsteams getroffen worden sein. Es gibt Tote und Verletzte. Israels Militär weist Vorwürfe eines gezielten Angriffs auf Sanitäter zurück und kündigt eine Prüfung an.
+++ 10:39 Pakistan: Noch kein Datum für Gespräche zwischen USA und Iran +++
Pakistan zufolge gibt es noch kein Datum für die Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Es gebe auch noch keine Informationen zum Ort der Verhandlungen, teilt das pakistanische Außenministerium mit. Es würden aber alle Kommunikationskanäle zwischen Washington und Teheran offen gehalten.
+++ 10:07 "Bei Hormus-Durchfahrten gibt China den Takt vor" +++
Der Krieg im Iran wird für Donald Trump zunehmend zum Debakel, wie Politikwissenschaftler Thomas Jäger ausführt. Der Druck für den US-Präsidenten ist groß, zeitnah Verhandlungsergebnisse zu präsentieren - und zwar bessere als sein Amtsvorgänger Barack Obama.
+++ 09:11 Beirut dementiert Pläne für Gespräche zwischen Israel und dem Libanon +++
US-Präsident Donald Trump hat für den heutigen Donnerstag Gespräche auf höchster Ebene zwischen Israel und dem Libanon angekündigt. Aus hochrangigen Kreisen des Libanons wurden entsprechende Pläne jedoch dementiert. "Wir haben keine Kenntnis über einen geplanten Kontakt mit der israelischen Seite und wurden auch nicht über offizielle Kanäle darüber informiert", erfuhr AFP aus hochrangigen Kreisen in Beirut. Auch aus dem Büro Netanjahus gibt es bislang keine Bestätigung für ein geplantes Gespräch.
+++ 08:23 "Problem für Trump: Muss das Gleiche machen wie Obama" +++
Medienberichten zufolge planen Washington und Teheran eine zweite Verhandlungsrunde. Es könnte bereits in der kommenden Woche zu Gesprächen kommen, sagt USA-Experte Peter Kleim. Dabei könnte Trump zu einem ähnlichen Kompromiss gezwungen sein, wie er ihn bei seinem Vorgänger einst kritisiert hatte.
+++ 07:17 Iran-Krieg macht USA fast zum Netto-Exporteur von Rohöl +++
Die USA sind wegen des Iran-Kriegs in der vergangenen Woche erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg beinahe zum Netto-Exporteur von Rohöl geworden. Die Netto-Importe von Rohöl in die USA sanken auf 66.000 Barrel pro Tag, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Die Nachfrage aus Asien und Europa ist demnach stark gestiegen. Raffinerien dort suchen nach Alternativen für Lieferungen aus dem Nahen Osten, die wegen des Konflikts ausfallen. Die Rohölexporte aus den USA sind auf 5,2 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, den höchsten Wert seit sieben Monaten. Davon gingen Daten des Schiff-Tracking-Dienstes Kpler zufolge etwa 2,4 Millionen Barrel pro Tag oder rund 47 Prozent nach Europa. Rund 1,49 Millionen Barrel pro Tag oder etwa 37 Prozent gingen nach Asien, wo der Anteil vor einem Jahr noch bei 30 Prozent gelegen hatte. Zu den wichtigsten Abnehmern zählten Deutschland, die Niederlande, Japan, Frankreich und Südkorea. Analysten und Händlern zufolge nähern sich die USA, der weltgrößte Ölproduzent, jedoch rasch ihrer Exportkapazität. Auf Jahresbasis waren die USA den Daten zufolge zuletzt 1943 ein Netto-Exporteur von Rohöl.
+++ 06:13 Trump kündigt Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an +++
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wird es am heutigen Donnerstag Gespräche zwischen Israel und dem Libanon geben. Am Mittwochabend (Ortszeit) sagte Trump, es sei lange her, dass die Staats- und Regierungschefs beider Länder miteinander gesprochen hätten, etwa 34 Jahre. "Das wird morgen geschehen." Man versuche, Israel und dem Libanon eine kleine Atempause zu verschaffen.
+++ 05:25 Verdi pocht angesichts hoher Ölpreise auf größeres Entlastungspaket +++
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hält eine stärkere Entlastung der Bürger angesichts hoher Spritpreise für erforderlich. Die geplante Senkung der Energiesteuer sei unzureichend. "Wenn die Kraftstoffpreise weiter so hoch bleiben wie jetzt, brauchen wir eine Lösung, die über eine auf zwei Monate begrenzte geringfügige Steuersenkung beim Tanken hinausgeht", sagte er dem Magazin "Politico".
+++ 04:50 Trotz Iran-Konflikt: Bundesregierung genehmigt Rüstungsexporte nach Israel +++
Die Bundesregierung hat auch in den ersten Wochen des Iran-Krieges Rüstungsexporte nach Israel genehmigt - allerdings in verhältnismäßig geringem Umfang. Vom 28. Februar, dem Tag des Angriffs israelischer und US-amerikanischer Streitkräfte auf den Iran, bis zum 27. März gab die schwarz-rote Regierung grünes Licht für Ausfuhren im Wert von 6,6 Millionen Euro, wie aus Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf mehrere Anfragen des Linken-Abgeordneten Ulrich Thoden hervorgeht.
+++ 03:57 China drängt Iran zur Öffnung der Straße von Hormus +++
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat den Iran aufgefordert, die reguläre Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Wang habe mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araqchi telefoniert, teilte das chinesische Außenministerium mit. Zwar müssten die Souveränität und die Sicherheit des Irans in der Meerenge respektiert werden, sagte Wang demnach. Jedoch müsse auch die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt auf dem Wasserweg gewährleistet sein. China unterstütze die Einhaltung des Waffenstillstands und die Fortführung der Verhandlungen.
+++ 03:19 Australien erhöht Verteidigungsausgaben auf drei Prozent des BIP +++
Australien will seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen. Bis 2033 sollen sie auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen, wie die Regierung in Canberra mitteilt. Die bisherigen Planungen sahen vor, die Militärausgaben bis dahin auf 2,3 Prozent des BIP anzuheben. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Forderungen von US-Präsident Donald Trump an die Verbündeten der Vereinigten Staaten, mehr Geld in ihre Verteidigung zu investieren. "Heute sind mehr Länder in Konflikte verwickelt als jemals zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs", warnt Verteidigungsminister Richard Marles.
+++ 02:21 Elf Staaten fordern von USA und Israel vollständige Nahost-Waffenruhe +++
Die Finanzminister aus fast einem Dutzend Ländern haben die USA, Israel und den Iran zu einer vollständigen Umsetzung der Waffenruhe im Nahen Osten aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung warnten sie, der Konflikt werde die Weltwirtschaft und die Kapitalmärkte auch dann noch belasten, wenn er bald beigelegt werde. Unterzeichner sind Australien, Neuseeland, Japan, Schweden, die Niederlande, Finnland, Spanien, Norwegen, Irland, Polen sowie Großbritannien. Der Krieg habe zu inakzeptablen Verlusten an Menschenleben geführt. "Erneute Feindseligkeiten, eine Ausweitung des Konflikts oder eine anhaltende Störung in der Straße von Hormus würden ernsthafte zusätzliche Risiken für die globale Energiesicherheit, die Lieferketten sowie die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität darstellen", hieß es weiter. Selbst bei einer dauerhaften Lösung des Konflikts würden die Auswirkungen auf Wachstum, Inflation und Märkte anhalten.
+++ 01:07 UN geben zehn Millionen Euro für Iran-Notfallhilfe frei +++
Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärt Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. "Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im großen Maßstab zu leisten", sagt er.
+++ 00:29 Fed: Iran-Krieg sorgt für Unsicherheit in US-Wirtschaft +++
Die US-Konjunktur ist zuletzt gewachsen, während die Beschäftigung stabil blieb. Dies geht aus dem Bericht der US-Zentralbank Federal Reserve hervor. In diesem im Fachjargon als "Beige Book" bekannten Dokument heißt es weiter, der Iran-Krieg und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise hätten spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Konflikt sei eine Hauptursache für Unsicherheit, die Personalentscheidungen, Preisgestaltung und Investitionen erschwere. Viele Unternehmen nähmen daher eine abwartende Haltung ein. Der Preisanstieg sei insgesamt moderat geblieben, jedoch habe sich der Kostendruck über den Energiesektor hinaus ausgeweitet.
+++ 23:35 Spahn warnt vor Fluchtbewegung aus Iran +++
Angesichts einer drohenden weiteren Eskalation im Nahen Osten warnt Unionsfraktionschef Jens Spahn vor neuerlichen Fluchtbewegungen aus der Region. "Ich werbe dafür, dass wir in Europa verschiedene Szenarien durchspielen", sagt Spahn T-Online mit Blick auf den Krieg im Iran. "Was ist, wenn sich nach dem Fall des Regimes die Revolutionsgardisten aus dem Iran aufmachen würden? Da muss klar sein: Ihr werdet nicht nach Europa gelassen." Für diesen Fall müssten unter anderem Drittstaatenabkommen vorangetrieben werden. "Und es ist ja nicht nur der Iran, es ist auch der Libanon", so Spahn. "Wir müssen uns fragen: Was können wir tun, damit es zu irregulären Migrationsbewegungen nach Europa gar nicht erst kommt. Noch so eine Welle wie 2015 hält Deutschland nicht aus, politisch nicht und faktisch nicht."
+++ 22:15 Netanjahu: USA und Israel verfolgen beim Iran "identische Ziele" +++
Israel und die USA verfolgen gegenüber dem Iran aus Sicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dieselben Ziele. "Unsere amerikanischen Freunde halten uns permanent über ihre Kontakte zum Iran auf dem Laufenden", sagt Netanjahu. "Die Ziele der Vereinigten Staaten und unsere eigenen sind identisch." "Wir wollen, dass angereichertes Material aus dem Iran entfernt wird; wir wollen die Beseitigung der Anreicherungsfähigkeit innerhalb des Iran; und natürlich wollen wir die Öffnung der Meerenge (von Hormus) sehen".
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