Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:23 Pistorius: Kiew braucht Marschflugkörper Taurus nicht mehr +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius glaubt nicht, "dass die Ukraine den Taurus noch braucht", sagt er der "Bild am Sonntag". Die ukrainische Taktik, Raffinerien in Russland mit Drohnen zu beschädigen, sei aufgegangen. "So gut wie jetzt gerade sah es noch nie aus. Auf dem Schlachtfeld selbst ist wenig Bewegung. Mal ein paar Kilometer in die eine, mal in die andere Richtung, aber immer mit unvorstellbaren Verlusten der russischen Streitkräfte. Vor allem gelingt es der Ukraine immer mehr, in Russland selbst Ziele zu treffen und damit Raffinerie und Logistik für das Militär zu zerstören", so Pistorius.
+++ 21:32 Selenskyj: Marine soll "russische Mistkerle besiegen" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobt die Marinestreitkräfte seines Landes für die militärischen Erfolge im Schwarzen Meer. "Jedes reine Herz auf der Welt erwartet von der Ukraine nur eines - dass wir diese russischen Mistkerle besiegen", zitiert ihn die Agentur Unian aus einer Ansprache vor Marineoffizieren und Kadetten in der Hafenstadt Odessa.
+++ 20:31 Moskau bietet Kiew kurze Feuerpause in Kostjantyniwka an +++
Die russische Militärführung bietet der Ukraine eine Feuerpause in Kostjantyniwka an, um beiden Seiten die Möglichkeit zu geben, die Leichen gefallener Soldaten auszutauschen. Die sechsstündige Feuerpause sei für Dienstag geplant, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Antwort aus Kiew auf diesen Vorschlag werde bis Sonntagmittag erwartet.
+++ 19:51 Kreml: Selenskyj-Putin-Treffen nur in Moskau - nicht in Ostukraine +++
Der Kreml lehnt Selenskyjs Gesprächsangebot in Kostjantyniwka nach angeblichen russischen Eroberungen im Osten der Ukraine ab. Selenskyj könne nach Moskau kommen, wenn er bereit sei, "verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen", erklärt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Staatsagentur Tass. Peskow sagt, dass Putin sich bereit erklärt habe, Selenskyj in Moskau zu empfangen. "Schließlich ist Moskau die Hauptstadt der Russischen Föderation und nicht Kostjantyniwka." Selenskyj hat einen Besuch in Moskau bereits kategorisch ausgeschlossen.
+++ 19:09 Angriffe auf Saporischschja - auch Kind verletzt +++
Die russische Armee greift erneut Saporischschja an. Mindestens fünf Personen sind mittlerweile verletzt, erklärt Ivan Fedorov, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Saporischschja. Auch Häuser seien demnach beschädigt. Unter den Verletzten sei ein zehnjähriges Kind, berichtet Ukrainska Pravda.
+++ 18:11 "Welt braucht diese Art der Führung": Selenskyj dankt den USA +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gratuliert den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit und zieht einen historischen Vergleich: So wie die Amerikaner ihre Unabhängigkeit erkämpft und verteidigt hätten, so kämpfe die Ukraine derzeit um ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit und um das Recht ihrer Bürger auf Glück. Amerika habe im vergangenen Jahrhundert geholfen, die Welt von Tyrannen zu befreien und habe Partnerschaften aufgebaut, die der Menschheit dauerhaften Frieden und die Möglichkeiten zu einer Entwicklung in Freiheit gebracht hätten. Mit amerikanischer Hilfe und Technologie könne Kiew die Angriffe Russlands abwehren. "Die Welt braucht diese Art der Führung, die den Schutz von Freiheit und Leben garantiert", dankt Selenskyj für die bisherige US-Hilfe und fügt hinzu: "Ich bin überzeugt: Wenn wir zusammenhalten, werden wir den Frieden ganz sicher erreichen!"
+++ 17:12 Drohnen bremsen Ölindustrie: Putin will Benzinproduktion ankurbeln +++
Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnet nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass ein Steuergesetz, das für ein größeres Kraftstoffangebot auf dem heimischen Markt sorgen soll. Damit reagiert die Führung in Moskau auf akute Engpässe infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf Anlagen der Mineralölindustrie. Tass zufolge handelt es sich um Steueranreize für die Produktion von hochoktanigem Benzin durch Mischverfahren.
+++ 16:13 Ein Toter bei russischem Angriff auf Kohleförderbetrieb +++
Bei einem russischen Angriff auf einen Kohlebetrieb in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk kommt nach Angaben des Betreibers DTEK ein Mensch ums Leben. Fünf weitere Bergleute werden verletzt, teilt der Energiekonzern mit. Der Betrieb sei vorerst eingestellt worden. Eine russische Stellungnahme liegt bisher nicht vor. Der Vorfall soll sich schon am Freitag ereignet haben, wurde heute aber erst seitens des Kohleförderbetriebs kommuniziert.
+++ 15:39 Nach Nürnberger Vorbild: Sondertribunal gegen russische Führung in den Niederlanden +++
Die niederländische Regierung will ein Sondertribunal zur Verfolgung der russischen Führung wegen des Angriffskrieges einrichten - ähnlich wie nach dem Zweiten Weltkrieg. Dies sagt Premierminister Rob Jetten dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat. Die Niederlande werden als Gastgeberland fungieren, nachdem sie sich bereits im Oktober 2025 dazu bereit erklärt hatten. "Diese Entscheidung wird es ermöglichen, die oberste politische und militärische Führung Russlands konkret für das Verbrechen der Aggression zur Rechenschaft zu ziehen und nicht nur für dessen Folgen", teilt Selenskyj bei Telegram mit. Die ukrainische Regierung geht davon aus, dass das Sondertribunal im Jahr 2027 voll funktionsfähig sein wird.
+++ 14:55 Fischer: Ohne EU-Reformen keine Vollmitgliedschaft der Ukraine +++
Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hat sich gegen eine Vollmitgliedschaft der Ukraine in der EU ausgesprochen. Die Ukraine gehöre "eindeutig" in die EU, sagt der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe, "aber das kann nicht über eine Vollmitgliedschaft funktionieren, denn Voraussetzung dafür wäre eine fundamentale Reform der EU", schränkt Fischer ein. Als Beispiel für ein Thema mit Konfliktpotenzial nennt er den Agrarsektor: "Wie soll die Mitgliedschaft der Ukraine im Agrarmarkt aussehen, wer könnte das finanzieren?" Schon als die Ukraine wegen der russischen Schwarzmeer-Blockade ihre Agrarexporte über Land durch Polen bringen musste, habe es einen "Aufstand" bei den polnischen Bauern gegeben. Fischer sieht dringenden Reformbedarf bei der EU. "Wir dürfen die ohnehin schon schwache Struktur Europas nicht noch weiter schwächen, in dem man einfach so weiter macht wie bisher."
+++ 13:56 Drohnen verwandeln russisches Ölterminal in Rauchsäule +++
Erneut meldet Russland einen ukrainischen Angriff tief im eigenen Hinterland. Demnach wird dabei ein wichtiges Ölterminal bei Sankt Petersburg getroffen. Russische Behörden sprechen inzwischen von einem der größeren Drohnenangriffe auf die Region.
+++ 12:55 "90 Jahre Verkehrssicherheitsinspektion": Kadyrow gibt seinem Sohn noch einen Orden +++
Der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, hat seinem Sohn einen Orden verliehen. Anlass war der 90. Jahrestag des Bestehens der staatlichen Verkehrsinspektion, meldet die russische Zeitung "Kommersant". Auf Telegram habe Kadyrow geschrieben, er habe sich über die Jubiläumsmedaille "90 Jahre Staatliche Verkehrssicherheitsinspektion des russischen Innenministeriums" gefreut. "Auch Adam Kadyrow, Berater des Präsidenten der Tschetschenischen Republik, wurde mit dieser Medaille ausgezeichnet." Adam Kadyrow ist 18 Jahre alt und der Sohn des tschetschenischen Diktators. "Er ist Träger verschiedener regionaler und behördlicher Auszeichnungen und Titel", wie "Kommersant" vermerkt. Unter anderem sei ihm der Titel "Held der Tschetschenischen Republik" verliehen worden. Über die Verkehrsunfälle von Kadyrow Junior berichtet die Zeitung nicht.
+++ 11:55 Selenskyj telefoniert mit Merz: "Putin erzählt nur weitere Lüge" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Er sei dankbar für die deutsche Unterstützung, schreibt Selenskyj auf X. Deutschland sei "weltweit führend beim Schutz von Leben". Zugleich betont der ukrainische Präsident, sein Land brauche Munition für seine Luftabwehrsysteme, um die Ukrainer vor russischen Angriffen zu schützen. "Das war der Schwerpunkt unseres Gesprächs: die Möglichkeit, unsere Patriot-Systeme mit den benötigten Flugkörpern zu versorgen, da Russland alles auf Raketenangriffe gegen die Ukraine setzt. Es hat keine anderen Optionen mehr, um den Krieg in die Länge zu ziehen."
Selenskyj schreibt, er habe mit Merz auch über die Lage an der Front gesprochen. Am Vorabend des Amerikanischen Unabhängigkeitstages habe Putin beschlossen, "die Welt und den Präsidenten der Vereinigten Staaten anzulügen". Putin behaupte, die Stadt Kostjantyniwka erobert zu haben. Das sei "nur eine weitere russische Lüge". Hätten die Russen Kostjantyniwka erobert, "dann hätte Putin vielleicht kein Problem damit, mich dort zu treffen, um einen diplomatischen Weg zu finden, diesen Krieg zu beenden".
+++ 11:45 Ukraine schießt russischen Hubschrauber ab +++
In der Nacht hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben einen russischen Hubschrauber über dem Asowschen Meer abgeschossen, meldet die ukrainische Nachrichtenseite NV unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke über den Fluss Siwerskyj Donez nahe der Kleinstadt Stanyzja Luhanska in der Region Luhansk. Die Brücke sei von den Russen zum Transport von Personal, Waffen und Munition genutzt worden.
+++ 11:38 Zwölf Tote bei Verkehrsunfall in der Region Mykolajiw +++
Beim Zusammenstoß eines Lkw mit einem Kleinbus sind in der ukrainischen Region Mykolajiw zwölf Menschen ums Leben gekommen. Sechs Personen wurden verletzt, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform.
+++ 10:41 Russland greift Gasförderanlage in Poltawa an +++
Russland hat eine Gasförderanlage in der ukrainischen Region Poltawa mit Drohnen angegriffen. In der Anlage sei ein Feuer ausgebrochen, und der Betrieb sei eingestellt worden, meldet die Ukrajinska Prawda. Derweil verbreitet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass die Meldung, die Ukraine habe nur die Hälfte der für den Winter nötigen Gasreserven gespeichert. Russland hat seine Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine zuletzt noch verstärkt, da es an der Front nicht die gewünschten Fortschritte erzielt.
+++ 10:17 Selenskyj bestätigt Angriffe auf Petersburg und Kronstadt +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Angriff auf den Hafen von St. Petersburg bestätigt. "In der vergangenen Nacht erreichten unsere Langstreckensanktionen gegen Russland wegen dieses Kriegs Ziele in der Nähe von St. Petersburg", schreibt Selenskyj auf X. "Die ukrainischen Verteidigungskräfte attackierten die Öl-Infrastruktur im Hafen, die Einnahmen für Putins Krieg generiert." Zudem habe es erfolgreiche Angriffe auf Ziele in Kronstadt gegeben. Die Stadt liegt auf einer Insel vor St. Petersburg und wird von der russischen Marine als Ostseehafen genutzt.
+++ 09:37 Feuer-Tornado in Tschernobyl wirbelt auf Einsatzkräfte zu +++
Dramatische Aufnahmen des staatlichen Notfalldienstes der Ukraine zeigen, wie Feuerwehrleute sich vor einer gewaltigen Feuerwalze retten. Sie kämpfen rund um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl gegen verheerende Waldbrände.
+++ 09:21 Ukraine widerspricht: Kostjantyniwka ist nicht erobert +++
Der ukrainische Generalstab widerspricht russische Meldungen, nach denen die Stadt Kostjantyniwka von russischen Truppen erobert wurde. Militärische Einheiten der Ukraine führten weiterhin "Verteidigungsoperationen an festgelegten Linien innerhalb der Stadt und an Zufahrtsstraßen" durch, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf einen Sprecher des ukrainischen Generalstabs. Putin hatte am Freitag die "Befreiung" der Stadt in der Region Donezk verkündet. Für den Verteidigungsgürtel der Ukraine ist die Stadt strategisch wichtig. Kostjantyniwka ist eine der letzten ukrainischen Bastionen auf dem Weg zu den strategisch ebenfalls bedeutenden Städten Kramatorsk und Slowjansk, deren Einnahme das oberste Ziel des Kreml ist.
+++ 09:12 Russische Medien verschweigen brennendes Öldepot in Petersburg +++
Die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti meldet über den Drohnenangriff auf St. Petersburg, es gebe "keine Berichte über Verletzte oder Schäden". In der Meldung heißt es, russische Truppen würden "ausschließlich militärische Einrichtungen" in der Ukraine angreifen - eine Lüge. Nach Angaben des Hohen Kommissars der UN für Menschenrechte, Volker Türk, wurden in der Ukraine zwischen dem 1. Dezember 2025 und dem 31. Mai 2026 mindestens 1270 Zivilisten durch russische Angriffe getötet, mindestens 6850 wurden verletzt. Die tatsächliche Opferzahl liege wahrscheinlich höher, so Türk. Die verifizierte Zahl der Opfer stelle einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent dar.
+++ 09:02 Russische Fabriken bewaffnen sich, um Drohnen abzuwehren +++
Russische Fabriken haben begonnen, sich zum Schutz vor Drohnen mit Waffen auszurüsten, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Chef des russischen Industrieverbands, Alexander Schochin. Was als Erfolgsmeldung gemeint sein dürfte, ist ein Eingeständnis, dass die russische Armee nicht in der Lage ist, ukrainische Drohnenangriffe tief im Hinterland abzuwehren. In der Nacht haben russische Telegram-Kanäle Bilder und Videos von Angriffen auf den Hafen von St. Petersburg sowie von brennenden Öldepots dort verbreitet. Auch Tass meldet den Angriff. Dass es im Hafen brennt, wird in der Meldung allerdings nicht erwähnt.
+++ 08:28 Russland greift Geflügelfarm an +++
Die russische Armee hat einen Geflügelzuchtbetrieb in der ukrainischen Region Cherson angegriffen. Auf dem Gelände sei ein Großbrand ausgebrochen, meldet die ukrainische Nachrichtenseite NV. Dem Betreiber zufolge handelte es sich um einen der größten Geflügelbetriebe Europas.
+++ 07:52 Angst vor Drohnen: Putin bringt seine Superjacht in Sicherheit +++
Eine "Superjacht", die dem russischen Diktator Putin gehören soll, ist auf dem Weg in die Arktis - offenbar aus Angst vor ukrainischen Drohnenangriffen, meldet der britische "Telegraph". Die 80 Meter lange "Graceful" fahre die norwegische Küste entlang in Richtung des russischen Hafens Murmansk. Dabei werde das Schiff von zwei russischen Kriegsschiffen begleitet. Auf dem Deck der Jacht, deren Kurs auch von der Nato aufmerksam verfolgt werden, sollen Drohnen-Abwehrnetze installiert sein. Vor einer Woche tauchte die Jacht das erste Mal seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine wieder auf. Das Schiff hatte bisher in Kaliningrad gelegen. Putin hält den Hafen an der Ostsee allerdings offenbar nicht mehr für sicher genug. Murmansk liegt weit im Norden, nahe der finnischen Küste.
+++ 07:06 Ukrainischer Generalstab: Fast 1200 russische Soldaten getötet oder verletzt +++
Russland hat nach ukrainischen Angaben in den vergangenen 24 Stunden fast 1200 Soldaten in der Ukraine verloren. Das meldet der ukrainische Generalstab in seinem täglichen Update auf Facebook. Nach dieser Zählung hat Russland seit seinem Überfall auf die Ukraine damit mehr als 1,4 Millionen Soldaten verloren; dies schließt Verwundete und Tote ein. Überprüfbar sind die Angaben nicht.
+++ 06:35 Ölterminal in St. Petersburg steht offenbar in Flammen +++
Auf die russische Großstadt St. Petersburg hat es am Morgen erneut Drohnenangriffe gegeben. Um 06.30 Uhr örtlicher Zeit (05.30 Uhr MESZ) seien in der Stadt Explosionen zu hören gewesen, meldet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle. Die ukrainische Nachrichtenagentur RBC berichtet, ein Ölterminal am Hafen von St. Petersburg sei getroffen worden. St. Petersburg liegt mehr als 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt.
+++ 06:11 Feuer im Fährhafen von Kertsch +++
Nach Angaben russischer Telegram-Kanäle hat die Ukraine in der Nacht zahlreiche Ziele auf der russisch besetzten Halbinsel Krim angegriffen. Russland nutzt die Krim für Angriffe auf das ukrainische Festland. Von einem Militärflugplatz seien Feuer gemeldet worden, berichtet der "Kyiv Independent". Auch am Fährhafen von Kertsch am Ostzipfel der Krim soll es brennen.
+++ 05:41 Angriff auf Mariupol: Russischer Lkw-Parkplatz gesprengt +++
In dem von Russland besetzten Mariupol sind in der Nacht Explosionen zu hören, bei denen ukrainische Drohnen einen Parkplatz mit russischen Lastwagen trafen. Der Stadtrat von Mariupol, der von ukrainisch kontrolliertem Gebiet aus operiert, meldet den Vorfall auf Telegram und veröffentlicht ein entsprechendes Video aus der Stadt, wie Ukrinform berichtet. Laut lokalen Telegram-Kanälen traf der Angriff einen Lkw-Parkplatz im 17. Wohnbezirk der Stadt. Mindestens drei Lkw wurden demnach vollständig zerstört.
+++ 04:45 Russische Drohnengeschwader überziehen Dnipropetrowsk +++
Im Südosten der Ukraine starben bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.
+++ 03:42 Ukraine meldet mindestens vier Tote bei russischem Angriff auf Sumy +++
Bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy sind am Abend nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien ein fünfjähriges Kind und dessen Mutter, teilt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Nachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien 27 Menschen verletzt worden. Die Bombe sei in einem belebten Viertel mit einem Hochhaus und Geschäften eingeschlagen. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlicht Bilder der Zerstörung und fordert die Verbündeten der Ukraine auf, den Druck auf Russland zu erhöhen.
+++ 02:28 Weltkriegs-Streit: Ukraine schlägt Polen Schritte zur Krisenbewältigung vor +++
Im jüngsten Streit um die Weltkriegsvergangenheit hat die Ukraine Polen mehrere Maßnahmen vorgeschlagen, um die Spannungen zwischen beiden Ländern zu entschärfen. "Ich habe ein Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung vorgeschlagen", erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nach einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Radoslaw Sikorski in Warschau im Onlinedienst X. Die Maßnahmen beinhalteten "Beratungen zwischen unseren Außenministerien, die Organisation eines Treffens von Historikern sowie die Einbeziehung der religiösen Anführer beider Nationen". Das polnische Außenministerium fordert derweil "eine Deeskalation der Spannungen und die Schaffung nachhaltiger Mechanismen, die auf einem gegenseitigen Verständnis der Geschichte beruhen".
+++ 01:21 Joschka Fischer zweifelt an Fortbestand der Nato: "USA sind auf dem Weg nach draußen" +++
Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer hält einen Bruch der Nato für wahrscheinlich und plädiert für diesen Fall für eine europäische Allianz mit eigenem Atom-Schutzschirm. "Die Amerikaner sind faktisch auf dem Weg nach draußen", sagt Fischer wenige Tage vor dem Nato-Gipfel in Ankara den Funke-Zeitungen. "Die europäischen Staats- und Regierungschefs und der Nato-Generalsekretär nähern sich Donald Trump auf breiter Schleimspur, um ihn bei der Stange zu halten", erklärt Fischer. Sie müssten das machen, er sehe keine Alternative. "Aber ich glaube nicht, dass die Nato auf die Dauer so überleben wird."
+++ 00:22 Neue Rüstungsprojekte: Rheinmetall-Chef fordert klare Zusagen der Politik +++
Der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger hat vor dem Nato-Gipfel in Ankara die Politik aufgefordert, verbindliche Zusagen zu neuen Rüstungsprojekten zu treffen. "Um unsere Verantwortung gegenüber den Streitkräften zu erfüllen, brauchen wir Planungssicherheit von der Politik. Klare Abnahmegarantien und finanzielle Anzahlungen sind notwendig, um massiv in neue Produktionskapazitäten und Zukunftstechnologien investieren zu können", sagt Papperger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Rheinmetall-Chef bezeichnet die transatlantische Partnerschaft als "unverzichtbar". Er erklärt: "Die Programme, die wir gemeinsam mit unseren US-Partnern vorantreiben, sind essenziell für die Sicherheit auf unserem Kontinent."
+++ 23:17 Russische Behörden: Fünf Tote im besetzten Teil von Saporischschja +++
Bei einem Angriff auf einen Markt im von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben der dortigen Behörden fünf Menschen getötet worden. 18 weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Markt in Tokmak verletzt worden, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizky auf Telegram. Kurz zuvor hatte Balizky bereits erklärt, dass bei weiteren Angriffen in der Region drei Menschen getötet worden seien. Das ukrainische Militär greift seit mehreren Wochen systematisch russische Nachschubrouten hinter der Front an. Ukrainische Behördenvertreter hatten daher als Vorsichtsmaßnahme Zivilisten zur Flucht aus den russisch kontrollierten Gebieten aufgefordert. Tokmak liegt rund 25 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
+++ 22:13 Russland meldet Einnahme der Stadt Kostjantyniwka in der Ostukraine +++
Moskau meldet die Einnahme der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka. "Die Stadt steht nun vollständig unter unserer Kontrolle", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Kostjantyniwka ist ein strategisch wichtiger Stützpunkt auf dem Weg zu den letzten größeren Städten in der Donbass-Region, die noch unter der Kontrolle Kiews stehen: Slowjansk und Kramatorsk. Was genau mit "vollständiger Kontrolle" gemeint ist, ist unklar. Zuletzt gab es unterschiedliche Darstellungen, wie groß die Teile der Stadt sind, die Russland besetzt hat. Dass die Stadt nun tatsächlich zu 100 Prozent unter russischer Kontrolle steht, ist eher nicht anzunehmen. Zuletzt sollen sich allein im Stadtzentrum noch einige hundert ukrainische Soldaten befunden haben, auch wenn die Angaben in so dynamischen Situationen schwer zu verifizieren sind oder sich zügig ändern können.
+++ 21:53 Zivilist bei russischem Gleitbombenangriff in Saporischschja getötet +++
Bei einem russischen Gleitbombenangriff ist in der frontnahen südostukrainischen Großstadt Saporischschja mindestens ein Zivilist getötet worden. Weitere fünf seien verletzt worden, teilt der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Durch die Bombe sei das Gebäude eines Industrieunternehmens beschädigt worden.
+++ 21:36 Ukrainische Drohnen treffen zehn Umspannwerke auf der Krim +++
In der Nacht greift die ukrainische Armee 48 Ziele, vor allem auf der von Russland besetzten Krim, mit Drohnen an. Laut Robert Browdy, dem Chef der ukrainischen Drohnen-Einheit, sind darunter zehn Energieanlagen und ein Flugabwehrsystem. Bei den Energieanlagen soll es sich um Umspannwerke handeln. Über Schäden und mögliche Opfer ist nichts bekannt. Videos in sozialen Medien sollen die nächtlichen Angriffe dokumentieren. Dort werden die Ziele auch konkret genannt.
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