Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:18 US-Außenminister Rubio: Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst meinen +++
US-Außenminister Marco Rubio hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eingeräumt, dass es unklar ist, ob Russland in den von US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensgesprächen für die Ukraine wirklich verhandlungsbereit ist. "Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst meinen mit der Beendigung des Krieges", sagte Rubio auf eine entsprechende Frage von Veranstaltungsleiter Wolfgang Ischinger. Die Russen sagten, dass sie es seien. Es sei aber unklar, unter welchen Bedingungen sie zu einem Kriegsende bereit wären, und ob sich Bedingungen finden ließen, die auch für die Ukraine akzeptabel seien.
+++ 09:41 Ukrainische Luftabwehr zerstört 91 russische Drohnen in der Nacht +++
Die ukrainischen Luftverteidigungskräfte haben in der vergangenen Nacht 91 von 112 russischen Kampfdrohnen abgefangen. Das teilen die ukrainischen Luftverteidigungskräfte mit. Demnach waren etwa 70 der Drohnen vom Typ Shahed. Bei den nächtlichen russischen Angriffen gab es Verletzte und Tote. (Eintrag um 07:21 Uhr)
+++ 09:12 ntv-Reporterin besucht geheime Drohnenwerkstatt in Charkiw +++
Drohnen spielen bei der Verteidigung der Ukraine gegen den Angriffskrieg Russlands eine entscheidende Rolle. ntv-Reporterin Nadja Kriewald kann eine geheime Werkstatt für die wichtigen Waffen im Oblast Charkiw besuchen.
+++ 08:38 Kiew: Mehr als 1000 russische Soldaten innerhalb eines Tages "eliminiert" +++
Kiew macht täglich Angaben zu den personellen Verlusten auf russischer Seite. Laut Ukraine sind es 1070 russische Soldaten, die am vergangenen Tag verletzt oder getötet worden sind. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind seit Beginn des Krieges im Februar 2022 insgesamt 1.252.020 russische Soldaten "eliminiert" worden. Wie das Verteidigungsministerium in seinen täglichen Angaben zu den Verlusten Russlands verkündet, habe der Gegner seit Kriegsbeginn knapp 11.700 Panzer und mehr als 134.000 Drohnen, die sich nicht mehr im Besitz des russischen Militärs befinden oder zerstört wurden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Moskau selbst hält sich mit Informationen zu eigenen Verlusten in der Ukraine zurück.
+++ 08:07 Indien drosselt Ölkäufe aus Russland weiter - trotz höherer Kosten +++
Indiens Käufe von saudischem Rohöl sind im Januar auf den höchsten Stand seit Anfang 2022 gestiegen, da die Raffinerien ihre Importe russischer Barrel reduzieren, wie aus Daten des Branchendienstes Kpler hervorgeht. Die Lieferungen kletterten im Januar auf 774.000 Barrel pro Tag, nach 706.000 im Dezember, während für Februar laut dem Datenanbieter derzeit Ankünfte von rund 911.000 Barrel pro Tag erwartet werden. "Für Indien ist der Golf aufgrund der kürzeren Transportzeiten und der Kompatibilität der Sorten die einfachste Alternative zu russischen Lieferungen", meint Jashan Prema, Marktanalyst bei Kpler. Allerdings "hat die Umstellung ihren Preis, da Rohölsorten aus dem Nahen Osten typischerweise mit einem Aufschlag auf die stark verbilligten russischen Barrel gehandelt werden, die sie ersetzen."
+++ 07:21 Ukraine: Verletzte und eine Tote nach russischen Angriffen +++
Bei neuerlichen russischen Angriffen in der Nacht ist in der ukrainischen Hafenstadt Odessa eine Frau ums Leben gekommen. Die Frau sei beim Einschlag einer Drohne in ein einstöckiges privates Wohnhaus getötet worden, teilt Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Das Haus sei abgebrannt. Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden. Ein Mann habe im Landkreis Wyschhorod zahlreiche Schnittverletzungen erlitten, eine Frau einen Oberarmbruch. Beide seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilt der Chef der Regionalverwaltung Mykola Kalaschnyk mit. Das durch den Drohnenangriff verursachte Feuer in ihrem Haus sei gelöscht worden.
+++ 07:04 Selenskyj zeichnet disqualifizierten Olympioniken mit Staatsorden aus +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeichnet den von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossenen Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch mit einem hohen Staatsorden aus. Heraskewytsch war bei den Spielen in Italien disqualifiziert worden, weil er mit einem Helm an im Krieg mit Russland getötete Athleten erinnerte. "Medaillen sind wichtig für die Ukraine und für Sie, aber das Wichtigste ist, wer Sie sind", sagte Selenskyj bei der Verleihung des ukrainischen Freiheitsordens am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Er habe großen Respekt vor allen Olympioniken, die Heraskewytsch und seine Haltung unterstützt hätten, so der Präsident.
+++ 06:26 Informationen über Nato-Truppen weitergegeben: Lettland verurteilt russischen Spion +++
Ein Gericht in Lettland hat einen Mann wegen Spionage für das benachbarte Russland zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Der lettische Staatsbürger wurde der Informationsweitergabe an den russischen Militärgeheimdienst GRU für schuldig befunden. Das Urteil kam einem Bericht der lettischen Nachrichtenagentur Leta zufolge nach einer sogenannten Verständigung zwischen dem Gericht und dem Angeklagten zustande. Der Mann soll aus ideologischen Motiven gehandelt haben. Laut Bericht sammelte der als Bauleiter tätige Mann illegal Informationen über die Standorte lettischer Militäreinrichtungen, Infrastrukturanlagen und die in Lettland stationierten Nato-Truppen. Die Kommunikation mit dem GRU erfolgte demnach über einen Telegram-Kanal.
+++ 05:44 Hohe Nachfrage lässt Rüstungsgüter teils deutlich teurer werden +++
Die hohe staatliche Nachfrage und die Aufhebung der Schuldengrenze für Verteidigungsausgaben könnten die Inflation bei Rüstungsgütern befeuern. Das befürchtet der Ökonom und Rüstungsexperte Guntram Wolff vom Brüsseler Thinktank Bruegel. "Der Druck, die Verteidigungsbudgets zu verausgaben, ist groß", sagt Wolff dem "Spiegel". Und weiter: "Wenn man auf die Preise sieht, die dabei bezahlt werden, muss man sich fragen, ob die Beschaffer von allen guten Geistern verlassen sind." Ein Preisindex, der wie bei den Verbraucherpreisen ein Gesamtbild liefert, fehlt für die Waffenbranche. Forscher des Kiel Instituts für Weltwirtschaft haben für den "Spiegel" die Entwicklung für ausgewählte Produkte untersucht, mit unterschiedlichen Ergebnissen. So hat der Bund Ende 2022 noch 140 Geländefahrzeuge des Typs BvS10 für rund 2,9 Millionen Euro pro Stück bestellt. Wenige Monate später zahlte er für weitere 227 der sogenannten CAT-Vehicles jeweils gut vier Millionen Euro. "Das Beispiel scheint die These zu stützen, dass es Rüstungsinflation gibt", sagt Wolff, der die Untersuchung ausgewertet hat.
+++ 04:53 USA wollen mit Ungarn und der Slowakei über Einkaufsstopp für russisches Öl sprechen +++
Die Vereinigten Staaten wollen Gespräche mit Ungarn und der Slowakei über die Beendigung der Käufe russischer Energieressourcen aufnehmen. Das kündigt US-Außenminister Marco Rubio an. Er sagt, Washington plane Konsultationen und werde die notwendigen Schritte zur Verringerung der Abhängigkeit von russischem Gas erörtern. "Wir werden diese Gespräche mit ihnen führen. Wir werden mit ihnen darüber sprechen, was geschehen muss", betont der US-Außenminister. Auf Einzelheiten geht Rubio bisher jedoch nicht ein.
+++ 04:05 EU spendet neue Stromgeneratoren +++
Kiew erhält im Rahmen einer zweiten Lieferung 323 Generatoren von der Europäischen Union. Die Gesamtzahl autonomer Stromquellen aus der EU erhöht sich laut dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf 500. "Kiew hat eine zweite Lieferung aus der Europäischen Union erhalten - weitere 323 Generatoren. Die Hauptstadt nahm sie von der EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Vorsorge und Gleichstellung, Adja Lybib, unter Beteiligung der ersten stellvertretenden Ministerin für Gemeinden und Territorialentwicklung der Ukraine, Alona Shkrum, entgegen", schreibt Klitschko auf Telegram. Die gesamte Ausrüstung besteht aus 438 Generatoren mit einer Leistung von 20 kW und 62 Generatoren mit einer Leistung von 22 kW. Die Stromquellen stammen aus der strategischen Katastrophenschutzreserve rescEU der EU. Die EU finanziert die Lieferungen aus der rescEU-Reserve vollständig. Nachdem Klitschko ausländische Partner um Hilfe gebeten hatte, um Kiew bei der Bewältigung der durch russische Angriffe auf die kritische Infrastruktur der Hauptstadt verursachten Notsituation zu unterstützen, erhielt die Stadt über 200 Generatoren aus Polen, 30 Generatoren aus Frankreich, 177 Generatoren aus der EU sowie ein mobiles Kesselhaus und Generatoren aus Kopenhagen.
+++ 03:16 Merz: Auf Deutschland kann sich die Ukraine weiterhin verlassen +++
Bundeskanzler Friedrich Merz verspricht der Ukraine weitere Unterstützung im Abwehrkrieg gegen Russland. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei der Münchner Sicherheitskonferenz habe Merz unterstrichen, "dass auf Deutschland als momentan größter Unterstützer der Ukraine weiter Verlass sein werde", heißt es aus deutschen Regierungskreisen. Im Zentrum des Gesprächs hätten die aktuelle Kriegssituation und der Stand der Verhandlungen mit Russland und den USA gestanden. Darüber hinaus hätten Merz und Selenskyj Fragen der Rüstungskooperation und der zivilen Hilfe für die Ukraine besprochen, heißt es weiter.
+++ 02:28 Russland: Zwei Tote bei ukrainischem Angriff auf Belgorod +++
Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Männer seien Teil von Teams gewesen, die beschädigte Heizungs- und Stromnetze in der Stadt reparieren, erklärt Gladkow in einem Video auf Telegram. Durch den Angriff seien auch Energieanlagen schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.
+++ 01:43 Ukrainische Experten suchen Sowjet-Kraftwerke in Osteuropa +++
Ukrainische Experten seien in Osteuropa auf der Suche nach Heizkraftwerken, die aus der Sowjetzeit stammen. Das sagt der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal während einer Fragestunde im Parlament in Kiew. Hintergrund sind die verstärkten russischen Angriffe auf ukrainische Energieanlagen. In den anderen Kraftwerken hoffen die Ingenieure und Energieexperten, Ersatzteile für die zerstörten Kraftwerke in der Ukraine zu finden. "Dabei entfernen wir ganze Anlagenblöcke, was uns den Austausch ermöglicht", so Schmyhal.
+++ 00:56 Rutte: Europa übernimmt Verantwortung und Führungsrolle +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte regiert auf die Forderung von Kanzler Friedrich Merz, Europa müsse innerhalb der Nato stärker und entschlossener handeln. Eine Spaltung des Bündnisses sieht Rutte nicht. "Im Gegenteil, ich stimme ihm vollkommen zu, denn was Sie jetzt sehen, ist, dass Europäer und Kanada mehr ausgeben. Genau das war immer der große Kritikpunkt der Vereinigten Staaten, dass sie so viel ausgaben und wir so wenig. Jetzt wird es ausgeglichen, das sind gute Nachrichten", sagt Rutte am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Interview mit ntv. Er ergänzt: "Natürlich übernimmt Europa mit diesem Geld nicht nur die Verantwortung, sondern auch eine größere Führungsrolle und mehr Verantwortung für seine eigene Verteidigung. Deutschland ist hierfür ein gutes Beispiel, und ich denke, das ist genau das, was wir brauchen. Wir müssen weiterhin mit den USA und Kanada zusammenarbeiten, genau wie es der Bundeskanzler in seiner Rede sagte. Wir brauchen heute eine stärkere Nato als je zuvor. Ich würde sogar behaupten, dass die Nato heute, da die Europäer so viel mehr leisten und dieser große Kritikpunkt auf der US-Seite wegfällt, stärker denn je ist", so Rutte in München.
+++ 00:15 Selenskyj lehnt Rückzug aus dem Donbass ab +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erteilt russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage. Er begründet dies mit den etwa 200.000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben. "Ich soll zu ihnen gehen, in jede Wohnung, klopfen und sagen: Schau mal, eine großartige Idee! Vergiss dein Haus, vergiss alles, deine Verwandten, verlass dein Haus, denn das ist die großartige Idee der großen Bosse", sagt Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Administration von US-Präsident Donald Trump übt ebenfalls Druck auf die Ukraine zu diesem Gebietsverzicht aus, um ein Ende des Kriegs zu erreichen. Selenskyj nutzt auch ein militärisches Gegenargument. Russland verliere in den Kämpfen im Osten monatlich Zehntausende Soldaten, sagt er. Moskau gebe aber das Ziel nicht auf, die gesamte Ukraine zu besetzen. "Wir können uns nicht einfach von unserem Territorium zurückziehen", so Selenskyj.
+++ 23:42 Macron: "Europa muss lernen, eine geopolitische Macht zu werden" +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron fordert eine grundlegende Neuausrichtung der europäischen Sicherheitspolitik. Europa müsse sein Augenmerk auf langfristiges strategisches Denken richten, sagt Macron auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Dazu gehöre die Schaffung von Fähigkeiten zu tiefen Militärschlägen und die Prüfung, wie die französische nukleare Abschreckung in die künftige Sicherheitsarchitektur des europäischen Staatenbundes passen könne. "Dies ist die richtige Zeit für ein starkes Europa", sagt Macron. "Europa muss lernen, eine geopolitische Macht zu werden. Das war nicht Teil unserer DNA." Er verteidigt zudem das Vorgehen gegen Desinformation und die Auswüchse der sozialen Medien. Diese würden den westlichen Demokratien schaden.
+++ 23:00 Trump fordert Selenskyj zu Zugeständnissen auf +++
US-Präsident Trump erhöht vor einer neuen Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine den Druck auf Kiew. "Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance", sagt Trump vor Journalisten. Der ukrainische Präsident Selenskyj und andere ukrainische Vertreter hatten zuletzt erklärt, dass die USA eine Friedensvereinbarung bis Juni anstreben.
+++ 22:11 Finnischer Präsident: Putin erleidet strategische Niederlagen +++
Der finnische Präsident Alexander Stubb sieht auf russischer Seite bereits eine Niederlage in der Erreichung der Kriegsziele. "Putin wollte die Ukraine russisch machen - und sie ist noch europäischer geworden", sagt Stubb bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Er wollte auch die Nato-Erweiterung verhindern - und er hat Finnland und Schweden zum Beitritt bewegt." Darüber hinaus erleide das russische Militär Verluste und Gebietsgewinne an der Front seien zuletzt "unbedeutend". Stubb gibt den Ukrainern deshalb folgenden Ratschlag: "Macht einfach weiter wie bisher, und irgendwann werdet ihr durchhalten und diesen Krieg gewinnen."
+++ 21:53 Merz: Bundeswehr wird "stärkste konventionelle Armee Europas" +++
Die Bundesregierung will die Bundeswehr massiv ausbauen, kündigt Kanzler Friedrich Merz bei der Münchner Sicherheitskonferenz an. "Wir werden die Bundeswehr so schnell wie möglich zur stärksten konventionellen Armee Europas machen. Eine Armee, die im Bedarfsfall einsatzbereit ist", sagt Merz in München. "Wir unterstützen die Ukraine auch in ihrem mutigen Widerstand gegen den russischen Imperialismus. Wir tun dies auf diplomatischem, politischem und wirtschaftlichem Wege, aber natürlich auch militärisch. Im Übrigen leisten Deutschland und Europa hier seit einem Jahr die wichtigste Führungsarbeit. Wir haben Moskau beispiellose Verluste und Kosten auferlegt."
+++ 21:38 Strack-Zimmermann: "Warum gibt Herr Merz kein grünes Licht, Taurus zu liefern?" +++
Die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP, erinnert Bundeskanzler Friedrich Merz an die Verantwortung für den Schutz der Ukraine. "Deutschland macht in der Tat im Vergleich zu anderen europäischen Partnern sehr viel, aber nicht genug. Insofern steht auch dieser Elefant im Raum: Warum gibt Herr Merz kein grünes Licht, den Taurus zu liefern?", sagt Strack-Zimmermann am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Interview mit ntv. Deutschland müsse die Ukraine auch darin unterstützen, "russische Waffen anzugreifen, von denen wir wissen, dass jeden Tag Hunderte von Drohnen, Raketen, Marschflugkörper auf die Ukraine gezielt auf die Zivilbevölkerung abgefeuert werden", so die Politikerin.
+++ 21:12 Russische Truppe greift Kinderkrankenhaus in Sumy an +++
In Sumy haben Drohnen Schäden an einer Klinik verursacht. "Dies war ein Angriff auf eine medizinische Einrichtung, in der Kinder behandelt werden", sagt Oleh Hryhorov, Leiter der örtlichen Militärverwaltung. Der Angriff habe sich gegen 12 Uhr in zwei Wellen ereignet. Mitarbeiter und Kinder hätten sich in Schutzräumen aufgehalten. Opfer gibt es demnach keine. "Dutzende Fenster des Krankenhausgebäudes wurden beschädigt. Es werden Informationen über die Folgen des Angriffs gesammelt", so Hryhorov.
+++ 20:44 Sandu: Russland droht Moldau mit "selbem Schicksal wie Ukraine" +++
Die moldauische Präsidentin Maia Sandu spricht von einer "kognitiven Kriegsführung" Russlands gegen Moldau. "Im Fall Moldaus haben wir wohl nahezu alle Elemente hybrider Kriegsführung erlebt", sagt die Staatschefin bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Das wichtigste Element ist jedoch die kognitive Kriegsführung, da sie schwer erkennbar ist, aber sehr gravierende Auswirkungen haben kann. Im Fall Moldaus lautete die russische Darstellung: Ihr habt einen schwachen Staat, eure Institutionen sind nicht in der Lage, euch zu schützen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren zu gewährleisten." Moskau versuchte auf diese Weise, Bürger bei der vergangenen Wahl zur russlandfreundlichen Partei zu bewegen. Die Erzählung sei: Wenn die Wähler nicht für diejenigen stimmen, die Russland unterstützen, werde "Moldau dasselbe widerfahren wie der Ukraine". Am Wahltag registrierte die Wahlkommission zudem fast eine Milliarde bösartiger Anfragen auf ihrer Website. Sandu sagt, Russland habe einen Betrag in Höhe von zwei Prozent des moldauischen BIP ausgegeben, "um unsere Wahlen zu manipulieren".
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