Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 23:23 Iran meldet Angriff auf US-Stützpunkt in Saudi-Arabien +++
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen Luftwaffenstützpunkt des US-Militärs in Saudi-Arabien angegriffen. Der Stützpunkt Prinz Sultan sei von Raketen und Drohnen getroffen worden, heißt es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die der staatliche Rundfunk veröffentlichte. Aus Saudi-Arabien und den USA gibt es keine Bestätigung für den Angriff.
+++ 23:02 Trump: Chamenei ist tot +++
Der iranische Machthaber Ajatollah Ali Chamenei ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump tot. Auf seiner Plattform Truth Social schreibt Trump: "Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot." Zuvor hatte Trump lediglich gesagt, er habe "das Gefühl", das Berichte über Chameneis Tod "korrekt" seien.
+++ 22:35 Guterres befürchtet unkontrollierbares Risiko durch Angriffe und Gegenangriffe +++
Zur Stunde läuft eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilt die Angriffe der USA und Israels darin, ebenso die iranischen Gegenschläge. "Militärische Aktionen tragen das Risiko, eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand kontrollieren kann", so Guterres.
+++ 22:13 Explosionen in Tel Aviv, ein Gebäude direkt getroffen +++
Bei einem neuen iranischen Raketenangriff kommt es in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv zu lauten Explosionen. Israelische Medien berichten, ein Gebäude sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender Kanal 12 zeigt Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Straße mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilt mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten.
+++ 21:59 Trump witzelt über Chamenei-Nachfolge: "Sie werden fragen, wen ich mir wünsche" +++
In einem Telefoninterview mit dem Sender NBC News sagt Trump, bei den heutigen Angriffen auf den Iran sei "eine große Menge" der iranischen Führung getötet worden. "Ich meine damit nicht nur so was wie zwei Personen", so der US-Präsident, ohne eine Zahl zu nennen.
Auf die Frage, wer den iranischen Obersten Führer Chamenei ersetzen werde, sagt Trump: "Ich weiß es nicht, aber irgendwann werden sie mich anrufen und fragen, wen ich mir wünsche." Er fügt hinzu: "Das war nur ein bisschen sarkastisch gemeint."
+++ 21:50 Iranische Medien: "Chamenei befehligt entschlossen das Feld" +++
Iranische Medien widersprechen Berichten, der Machthaber des Landes sei tot. Ajatollah Ali Chamenei "befehligt unerschütterlich und entschlossen das Feld", melden die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld von Chameneis Büro.
Unterdessen sagt Trump dem Sender NBC News zu Berichten über Chameneis Tod: "Wir haben das Gefühl, dass das eine korrekte Geschichte ist."
+++ 21:44 Israel: Irans Verteidigungsminister und Revolutionsgarden-Chef tot +++
Nach Angaben des israelischen Militärsprechers, Brigadegeneral Effie Defrin, haben israelische Streitkräfte den iranischen Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh sowie den Chef der iranischen Revolutionsgarde, Mohammad Pakpour, getötet. Unter den Toten sei zudem ein enger Berater des iranischen Obersten Führers, Ajatollah Ali Chamenei. Über Chameneis Verbleib sagte Defrin nichts.
Pakpour war erst im Juni 2025 Chef der Revolutionsgarde geworden, nachdem sein Vorgänger Hossein Salami bei israelischen Angriffen getötet worden war.
+++ 21:26 Jubel in Teheran nach Berichten über Chameneis Tod +++
Nach ersten, noch unbestätigten Berichten über den Tod des faktischen Machthabers im Iran, Ali Chamenei, kommt es in Teheran zu freudigen Reaktionen. Anwohner stehen an ihren Fenstern und applaudieren, wie Augenzeugen berichten. Kurz nach 23.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) war demnach in mehreren Stadtteilen Teherans lauter Jubel zu hören.
+++ 21:06 TV-Sender: Netanjahu und Trump wurde Foto von Chameneis Leiche gezeigt +++
Dem israelischen Sender Kanal 12 zufolge wurde Trump und Netanjahu ein Foto gezeigt, auf dem Chameneis Leiche zu sehen ist. Netanjahu hatte bei einem TV-Auftritt nur von Anzeichen gesprochen, dass Chamenei tot ist. Chameneis Leiche sei aus den Trümmern seiner Residenz geborgen worden, berichtet der öffentlich-rechtliche Sender Kan.
Ein Sprecher aus dem Büro Chameneis warf Israel "psychologische Kriegsführung" vor. "Der Feind greift zur psychologischen Kriegsführung; alle sollten sich dessen bewusst sein."
+++ 21:00 Ölpreis könnte auf 100 Dollar steigen +++
Die Bank Barclays geht angesichts der militärischen Eskalation in Nahost von einem deutlich steigenden Ölpreis aus. "Die Ölmärkte könnten am Montag mit ihren schlimmsten Befürchtungen konfrontiert werden", heißt es in einem Bericht der Bank. "Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass Brent 100 US-Dollar erreichen könnte, da der Markt mit der Gefahr einer möglichen Versorgungsunterbrechung angesichts der sich zuspitzenden Sicherheitslage im Nahen Osten zu kämpfen hat." Erst am Freitag - vor der militärischen Eskalation - hatte Barclays erklärt, der Ölpreis könnte angesichts der Spannungen rund um den Iran auf 80 Dollar steigen.
+++ 20:52 Trump: Iraner werden ein paar Jahre brauchen, um sich von diesem Angriff zu erholen +++
US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Darstellung mehrere Möglichkeiten, den Konflikt mit dem Iran zu beenden. "Ich kann auf die lange Strecke gehen und das Ganze übernehmen, oder ich kann das in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: 'Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder, wenn ihr anfangt, [eure Atom- und Raketenprogramme] wieder aufzubauen", sagt Trump der Nachrichtenseite Axios in einem fünfminütigen Telefoninterview aus Mar-a-Lago. "In jedem Fall werden sie ein paar Jahre brauchen, sich von diesem Angriff zu erholen."
+++ 20:44 Chameneis Leiche angeblich gefunden +++
Bei den israelischen und US-Luftangriffen auf den Iran ist laut einer israelischen Quelle das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet worden. Seine Leiche sei gefunden worden, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch der israelische Sender Kanal 12 meldet den Tod Chameneis.
+++ 20:32 USA setzen bei Angriffen auf Iran erstmals Einweg-Drohnen ein +++
Bei den Luftangriffen auf den Iran hat die US-Armee eigenen Angaben zufolge erstmals preiswerte Einweg-Angriffsdrohnen in einem Konflikt eingesetzt. "Die Einsatzgruppe 'Scorpion Strike' hat zum ersten Mal im Kampf kostengünstige Einweg-Angriffsdrohnen genutzt", erklärt das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando auf X.
+++ 20:28 Israel schließt Grenzübergänge zum Gazastreifen +++
Wegen der Angriffe auf den Iran hat Israel nach eigenen Angaben mehrere Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen. Betroffen sei unter anderem der Übergang Rafah an der Grenze zu Ägypten, teilt die israelische Behörde Cogat mit, deren Aufgabe die Koordinierung und Unterstützung humanitärer Initiativen im Gazastreifen ist.
+++ 20:08 Netanjahu: "Anzeichen" für Tod von Chamenei +++
Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gibt es viele Hinweise, dass Irans faktischer Machthaber, das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei, "nicht mehr ist". Man habe Chameneis Anwesen zerstört, sagt Netanjahu in einer Fernsehansprache. Israel werde in den kommenden Tagen tausende Ziele des Regimes angreifen.
Netanjahu erklärt weiter, es seien bei den Angriffen Kommandeure der Revolutionsgarden und hochrangige Verantwortliche des iranischen Atomprogramms getötet worden. Er ruft die iranische Bevölkerung dazu auf, auf die Straßen zu strömen und "die Sache zu Ende zu bringen".
+++ 20:05 Chamenei-Residenz mit 30 Bomben angegriffen +++
Israel hat bei seinem Angriffen auf den Iran nach Medieninformationen Dutzende Bomben auf den Wohnsitz von Irans geistlichem Führer Ajatollah Ali Chamenei abgeworfen. "30 Bomben wurden auf den Komplex abgeworfen. Ali Chamenei war unter der Erde, aber wahrscheinlich nicht in seinem eigenen Bunker", sagt der Journalist Amit Segal am Abend dem israelischen Sender Kanal 12.
+++ 19:56 US-Militär: Keine US-Verluste durch iranische Angriffe +++
Das US-Militär hat bei den iranischen Vergeltungsangriffen mit Hunderten von Raketen und Drohnen nach eigenen Angaben keine Verluste erlitten. Es gebe weder Meldungen über US-Opfer noch über kampfbedingte Verletzungen. Zudem seien Schäden an US-Einrichtungen minimal und hätten die laufenden Einsätze nicht beeinträchtigt, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Die USA hätten ihrerseits Führungszentralen der iranischen Revolutionsgarden sowie Abschussrampen ins Visier genommen.
+++ 19:35 Iran auf "langen Krieg vorbereitet" +++
Der Iran will mit seinen Angriffen auf US-Ziele in der Region sowie auf Israel weitermachen, "bis der Aggressor bestraft ist", sagt ein namentlich nicht genannter Vertreter der iranischen Regierung dem US-Sender CNN. An den iranischen Verteidigungsfähigkeiten sowie am iranischen Raketenarsenal habe es keine signifikanten Schäden gegeben, "und der Iran hat sich auf einen langen Krieg vorbereitet".
+++ 19:13 Sandra Navidi: Angriff nach US-Recht illegal +++
Sandra Navidi ist nicht nur US-Expertin, sondern auch Juristin. Sie erklärt, warum die Attacke auf den Iran nach geltendem US-Recht illegal ist, wie Donald Trump mehrere seiner Wahlversprechen bricht und was es für die Weltwirtschaft bedeutet, wenn der Konflikt länger anhält.
+++ 19:02 Israel warnt Einwohner in Isfahan vor unmittelbar bevorstehendem Angriff +++
Die israelische Armee warnt Einwohner in der Nähe eines Industriegebiets in der Stadt Isfahan vor einem Angriff. "Die israelischen Streitkräfte werden in den nächsten Minuten militärische Infrastruktur in der Region angreifen", schreibt eine Armeesprecherin auf X. "Liebe iranische Bürgerinnen und Bürger, Sie müssen sich vom Komplex fernhalten." Zugleich fordert sie die Bewohner eines nahegelegenen Dorfes auf, bis in die Morgenstunden in ihren Häusern zu bleiben.
+++ 18:54 Nach iranischen Angaben 201 Tote im Iran +++
In iranischen Medien werden Opferzahlen genannt: Bei den Angriffen der USA und Israel seien 201 Menschen getötet und 747 verletzt worden, heißt es unter Berufung auf den Roten Halbmond.
+++ 18:36 Angriffe auf Iran sind die größten in der Geschichte der israelischen Luftwaffe +++
Die Angriffe auf den Iran sind nach Angaben des israelischen Militärs die größten in der Geschichte seiner Luftwaffe. Rund 200 Kampfjets hätten seit dem Morgen an dem "umfangreichen Angriff auf das Raketenarsenal und die Verteidigungssysteme des iranischen Terrorregimes im Westen und im Zentrum Irans" teilgenommen, erklärte die Armee am Samstag. Die Kampfflugzeuge hätten "etwa 500 Ziele" angegriffen, "darunter Luftverteidigungssysteme und Raketenwerfer".
+++ 18:21 Rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet +++
Wegen der militärischen Angriffe zwischen Israel und dem Iran sind rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Das berichtet der israelische Sender Kanal 12. Wegen der iranischen Gegenangriffe nach den israelisch-amerikanischen Attacken im Iran wurde der Luftraum über Israel bis auf Weiteres für zivile Flüge geschlossen.
Dem Sender zufolge sitzen Dutzende israelische Passagiere in Saudi-Arabien fest. Sie seien eigentlich auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewesen und in Saudi-Arabien notgelandet. Zu Saudi-Arabien unterhält Israel - anders als zu den VAE - keine diplomatischen Beziehungen. Vor Beginn des Gaza-Kriegs nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 hatte es Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gegeben. Laut Channel 12 sind die Israelis noch an Bord ihres Flugzeugs.
+++ 18:19 Klingbeil warnt vor "Eskalation mit unabsehbaren Folgen" +++
Wie zuvor bereits Bundeskanzler Friedrich Merz fordert auch Vizekanzler Lars Klingbeil eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. "Wir sind uns mit unseren internationalen Partnern einig, dass Iran keine Atomwaffen besitzen darf und die brutale, menschenverachtende Gewaltherrschaft der Mullahs besser heute als morgen enden sollte", erklärt der Bundesfinanzminister in einer schriftlichen Mitteilung. "Die auf die Schläge Israels und der USA folgenden maßlosen Vergeltungsschläge des iranischen Regimes führen zu einer gefährlichen Eskalation der Gewalt mit derzeit unabsehbaren Folgen für die Sicherheit in der gesamten Region. Wir appellieren an alle Seiten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um eine dauerhafte Abkehr des iranischen Regimes von seinem Nuklear- und Raketenprogramm und seiner destabilisierenden Rolle in der Region zu erreichen."
+++ 18:17 Israel fliegt aktuell Angriffe auf "hunderte Ziele im Iran" +++
Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran dauern an. "In diesem Moment greifen israelische Luftwaffenpiloten unter erheblichem persönlichem Risiko und in Abstimmung mit US-amerikanischen Angriffen hunderte Ziele im Iran an", sagt Israels Generalstabschef Ejal Zamir einer Mitteilung. In einer weiteren Mitteilung des Militärs heißt es, rund 200 Kampfjets seien eingesetzt worden.
Zudem seien Luftverteidigungssysteme und die Marine im Einsatz, um Israels Luftraum und Küsten vor Raketenangriffen und Bedrohungen aus der Luft und vom Meer zu schützen, so Zamir. "Unsere Bodentruppen sind entlang der Grenzen positioniert, um jeden Versuch, in israelisches Gebiet einzudringen, zu vereiteln und abzuwehren."
+++ 18:09 US-Demokraten werfen Trump vor, von inneren Problemen ablenken zu wollen +++
Während die US-Republikaner mehrheitlich den Angriff auf den Iran unterstützen, wird bei den Demokraten viel Kritik laut. Dennoch: Halten die militärischen Schläge zu lange an, könnte der Rückhalt für den US-Präsidenten bröckeln, wie ntv-Korrespondent Gordian Fritz erklärt.
+++ 18:00 Trump verfolgt Angriffe auf Iran von Mar-a-Lago aus +++
US-Präsident Trump hat den israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran nach Angaben des Weißen Hauses von seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida aus verfolgt. "Der Präsident und sein nationales Sicherheitsteam werden die Lage den ganzen Tag über weiterhin genau beobachten", teilt Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf X mit.
+++ 17:56 Erneut Luftalarm in Israel +++
In Israel wird erneut Luftalarm ausgelöst. Nach Meldungen des israelischen Alarmsystems Tzofar betreffen die Warnungen vor Luftangriffen einen Großteil des Landes. Die israelische Zeitung "Haaretz" schreibt, in Zentralisrael und in der Region Aschdod seien Sirenen zu hören.
+++ 17:45 Saudi-Arabien verhindert Luftangriffe aus Iran +++
Saudi-Arabien fängt iranische Luftangriffe auf die Region Riad und die Ostprovinz ab, teilt das saudische Außenministerium mit. Das Königreich werde "alle notwendigen Maßnahmen" ergreifen, um sich zu verteidigen, "einschließlich der Möglichkeit, auf Aggressionen zu reagieren".
+++ 17:39 Bundesregierung fordert Verhandlungen +++
Bundeskanzler Friedrich Merz gibt dem Iran die Verantwortung für die Eskalation. "Die USA haben über Wochen eine Verhandlungslösung mit Iran gesucht. In Gesprächen im Oman und der Schweiz hat die iranische Seite jedoch keiner umfassenden, verlässlichen und überprüfbaren Vereinbarung zur Beendigung des militärischen Nuklearprogramms zugestimmt", sagt der Kanzler in einer Erklärung. "Die Bundesregierung spricht sich dafür aus, Bemühungen um eine Verhandlungslösung wieder aufzunehmen. Das ist auch ein Beitrag, um Risiken für die regionale Stabilität zu vermindern. Sie ruft die iranische Führung auf, einer solchen Verhandlungslösung zuzustimmen."
+++ 17:25 IAEA hat keine Hinweise auf erhöhte Strahlung im Iran +++
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gibt es nach den jüngsten Angriffen auf den Iran bislang keine Hinweise auf "radioaktive Auswirkungen". Das teilt die Organisation in Wien auf der Plattform X mit. Zugleich mahnt die IAEA zur Zurückhaltung, "um jegliche nukleare Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung der Region zu vermeiden".
+++ 17:21 CIA befürchtet, Machtwechsel könnte noch schlimmeres Regime hervorbringen +++
US-Präsident Trump strebt mit den Luftangriffen auf den Iran einen Sturz der Staatsführung an, doch US-Geheimdienste warnen intern vor einem anderen Szenario: Wenn der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet würde, könnten Hardliner der Revolutionsgarde die Macht übernehmen. Dies geht nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Einschätzungen des US-Auslandsgeheimdienstes CIA hervor, die in den vergangenen zwei Wochen erstellt wurden.
Die Revolutionsgarde ist eine militärische Eliteeinheit, deren Hauptzweck der Schutz der schiitischen Diktatur ist. Trump hat in seiner Videoansprache am Samstagmorgen das iranische Volk zur Machtübernahme aufgerufen.
+++ 17:11 ntv-Reporterin in Tel Aviv: "Absoluter Ausnahmezustand" +++
ntv-Korrespondentin Raschel Blufarb erlebt in Tel Aviv hautnah die Angriffe des Iran, auch ihre Kinder harren in Bunkern aus. Vor Ort wächst die Befürchtung einer militärischen Eskalation, etwa durch den Einstieg der Hisbollah und Huthi.
+++ 17:08 Kuwait fängt mehrere iranische Raketen ab +++
Die kuwaitischen Streitkräfte fangen nach Angaben der Regierung des Landes mehrere ballistische Raketen ab, die auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in dem Golfstaat abgefeuert wurden. Durch den Abschuss seien Trümmerteile in der Nähe des Stützpunkts niedergegangen. Ein Video des Nachrichtensenders Al-Arabija zeigt unterdessen Schäden am Flughafen von Kuwait. Dem Sender zufolge stürzte dort nach dem Angriff einer iranischen Drohne das Dach einer Halle ein.
In Kuwait am Persischen Golf liegen wichtige Basen der US-Armee und der US-Luftwaffe. Nach US-Angaben sind im Land rund 13.500 US-Truppen stationiert.
+++ 17:01 EU-Mission: Iran verbietet Passage durch Straße von Hormus +++
Die iranischen Revolutionsgarden verbieten Schiffen einem Vertreter der EU-Marinemission Aspides zufolge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Schiffe hätten über UKW-Funk die Mitteilung erhalten, dass "keinem Schiff die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet ist", sagt der Vertreter, der anonym bleiben wollte. Eine offizielle Bestätigung des Irans für eine solche Anordnung liege jedoch nicht vor. Die Meerenge ist die weltweit wichtigste Route für den Ölexport und wird für Transporte aus mehreren Förderländern genutzt.
+++ 16:58 Israel: Mehrere ranghohe Angehörige des iranischen Regimes getötet +++
Bei den Angriffen der USA und Israels sind nach Angaben eines israelischen Militärvertreters mehrere ranghohe iranische Vertreter getötet worden. Drei Orte, an denen Treffen "des iranischen Terror-Regimes" stattgefunden hätten, seien gleichzeitig angegriffen worden, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters diese Quelle. Dabei seien mehrere ranghohe Persönlichkeiten getötet worden, die für die Führung der Regierung von entscheidender Bedeutung gewesen seien. Die Angriffe seien über Monate geplant worden.
Dagegen hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi dem US-Sender NBC gesagt, alle hochrangigen Vertreter des Iran seien am Leben, darunter auch Ajatollah Ali Chamenei, "soweit ich weiß".
+++ 16:50 Explosion auf künstlicher Insel "The Palm" in Dubai +++
Auf der Insel "The Palm" in Dubai hat es Augenzeugen zufolge eine Explosion gegeben. Einer der Augenzeugen sagt, von einem Hotel auf der künstlichen Insel steige dichter schwarzer Rauch auf. Außerdem habe er Krankenwagen gehört. Iran hat als Reaktion auf die US-israelischen Luftangriffe Ziele in Israel und anderen Staaten der Region angegriffen.
+++ 16:49 Hisbollah belässt es vorerst bei einer schriftlichen Mitteilung +++
Die mit dem Iran verbündete Terrorgruppe Hisbollah erklärt seine Verbundenheit mit dem iranischen Regime, kündigt jedoch keine eigenen Angriffe auf Israel an. "Die Hisbollah hat ihre volle Solidarität mit der Islamischen Republik Iran bekundet, mit ihrer Führung und ihrem Volk und ruft die Länder und Völker der Region auf, sich diesem aggressiven Plan entgegenzustellen und die damit verbundene Gefahr zu erkennen", erklärt die schiitische Gruppe, die Israel immer wieder vom Libanon aus angegriffen hat.
+++ 16:42 Israelische Armee: Angriffe auf Iran haben "völlig anderes Ausmaß" als 2025 +++
Die aktuellen Luftangriffe auf den Iran haben nach israelischen Militärangaben ein "völlig anderes Ausmaß" als die Angriffe während des zwölftägigen Kriegs im Juni 2025. Der am Morgen gestartete Militäreinsatz sei "komplexer und komplizierter", sagt Generalstabschef Ejal Samir. Die Vorbereitungen seien "kurz, aber intensiv und unglaublich gründlich" gewesen.
Die israelische Armee erklärte zudem, einen "umfassenden Angriff" auf die iranischen Verteidigungssysteme geflogen zu haben. "Einer der Angriffe richtete sich gegen ein modernes SA-65-Luftabwehrsystem in Kermanschah im Westen des Iran", hieß es in einer Erklärung der Streitkräfte.
+++ 16:39 "Britische Flugzeuge sind heute am Himmel", so Starmer +++
Großbritannien ist an den Militärschlägen nicht beteiligt, lässt in der Region aber Militärflugzeuge aufsteigen. "Unsere Streitkräfte sind im Einsatz und britische Flugzeuge sind heute am Himmel im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen zum Schutz unserer Bevölkerung, unserer Interessen und unserer Verbündeten - wie Großbritannien es schon zuvor im Einklang mit dem Völkerrecht getan hat", sagt der britische Premierminister Keir Starmer in einer kurzen Fernsehansprache.
+++ 16:30 Exil-Iraner feiern auf Demos: "Freude und Zuversicht überwiegt" +++
In mehreren deutschen Städten feiern Menschen mit iranischen Wurzeln die Angriffe auf das Land - auch wenn die Sorge um Angehörige vor Ort groß ist. Reporter Bastian Vollmer verfolgt für ntv einen Demonstrationszug in Hamburg.
+++ 16:21 Irans Behörden rufen Einwohner zum Verlassen von Teheran auf +++
Die iranischen Behörden rufen die Menschen in Teheran per SMS zum Verlassen der Hauptstadt auf. "Angesichts der gemeinsamen Einsätze der USA und des zionistischen Regimes gegen Teheran und andere Großstädte sollten Sie, wenn möglich und Ruhe bewahrend, andere Städte ansteuern", heißt es in der SMS, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Teheran hat mehr als acht Millionen Einwohner.
+++ 16:19 Angriffe auf Iran sollen mindestens eine Woche dauern +++
Israel und die USA rechnen damit, dass die Angriffe auf den Iran mindestens eine Woche dauern. Das meldet die "Jerusalem Post" unter Berufung auf Regierungsvertreter aus beiden Ländern.
+++ 16:16 Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in 14 Länder +++
Das Auswärtige Amt verschärft seine Sicherheitshinweise für Länder der Region. Gewarnt wird nun vor Reisen in folgende Staaten: Israel und die Palästinensischen Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Jemen.
+++ 16:07 Gebäude in Tel Aviv getroffen +++
Bei einem iranischen Raketenangriff wird nach israelischen Medienberichten mindestens ein Gebäude im Großraum Tel Aviv getroffen. Das Nachrichtenportal ynet berichtet, es handele sich um ein Haus in Bnei Brak bei Tel Aviv. Dabei seien auch Menschen zu Schaden gekommen. Nach einem anderen Bericht wurde auch ein Haus in dem Ort Rosch Haajin getroffen.
+++ 16:02 Chamenei will angeblich in Kürze eine Rede halten +++
Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei will sich dem staatlichen Fernsehsender Al-Alam zufolge in wenigen Minuten in einer Rede äußern. Zuvor hatten israelische Medien gemeldet, Chamenei könne verletzt oder getötet worden sein (siehe Eintrag 15.14 Uhr).
+++ 16:00 UN-Generalsekretär verurteilt Luftangriffe und Vergeltungsschläge +++
UN-Generalsekretär António Guterres kritisiert sowohl die Luftangriffe auf den Iran wie auch die iranischen Vergeltungsangriffe. "Ich verurteile die heutige militärische Eskalation im Nahen Osten", erklärt Guterres. "Der Einsatz von Gewalt durch die USA und Israel gegen den Iran, und die folgende Vergeltung des Iran in der ganzen Region, untergraben internationalen Frieden und Sicherheit." Alle Länder müssten sich an das Völkerrecht halten. "Ich rufe auf zu einer sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen und zu einer Deeskalation."
+++ 15:57 Merz telefoniert mit Netanjahu +++
Bundeskanzler Merz hat nach Angaben eines Sprechers mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert. Es habe im Laufe des Tages insgesamt "sehr viele Koordinierungstelefonate" gegeben, teilt der Regierungssprecher mit.
+++ 15:49 Opferzahl unter Schülerinnen steigt, Schule gehört Revolutionsgarde +++
Die Zahl der Opfer nach dem Raketenangriff auf eine Schule im Süden Irans ist nach iranischen Angaben auf mindestens 70 Schülerinnen gestiegen. Eine israelische Journalistin und Iran-Expertin schreibt auf Twitter, es handele sich um eine Schule der Revolutionsgarde. Dort befänden sich auch Verwaltungseinrichtungen der Einheit, die im Januar von der EU als Terrororganisation benannt wurde.
+++ 15:30 Iran: Regime Change ist Mission Impossible +++
Irans Außenminister Araghtschi nennt Trumps Hoffnungen auf einen Sturz der Regierung in Teheran eine "Mission Impossible". Aktuell gebe es keinen direkten Draht nach Washington, der Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert, sagt er beim Sender NBC. Voraussetzung für Verhandlungen sei jedoch ein Ende der Angriffe. "Wenn die USA reden wollen, wissen sie, wie sie uns erreichen können."
+++ 15:22 Iran: Verlust von Kommandeuren kein großes Problem +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verurteilt den Angriff der USA und Israels als illegal und unprovoziert. In einem Interview mit dem Sender NBC News räumt er zugleich Verluste in den eigenen Reihen ein: "Wir haben vielleicht ein paar Kommandeure verloren, aber das ist kein so großes Problem."
Bei den israelischen Angriffen sind Insidern zufolge der iranische Verteidigungsminister Amir Nasirsadeh und der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, getötet worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
+++ 15:14 Chamenei möglicherweise getötet oder verletzt +++
Israelische Medien berichten, der iranische Diktator Chamenei sei möglicherweise verletzt oder getötet worden. Die Zeitung "Haaretz" schreibt, die israelische Regierung prüfe, ob Chamenei bei den Angriffen verletzt worden sei. Die "Jerusalem Post" berichtet, er sei "von Kontakten abgeschnitten" und wahrscheinlich verletzt worden. Der israelische Sender Kanal 12 meldet unter Berufung auf eine Regierungsquelle, die Einschätzung, Chamenei sei "ausgeschaltet", verdichte sich. Bei einer Kundgebung von Exil-Iranern in Hamburg wird Chameneis angeblicher Tod bereits bejubelt.
+++ 14:48 Merz, Macron und Starmer verurteilen Irans Angriffe auf andere Staaten +++
Frankreich, Deutschland und Großbritannien reagieren mit einer gemeinsamen Erklärung auf die Angriffe auf den Iran. Die drei Länder, die unter dem Kürzel E3 als die drei wichtigsten europäischen Nato-Mitglieder in sicherheitspolitischen Fragen zusammenarbeiten, verurteilen darin die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region "auf das Schärfste". Der Iran müsse "seine willkürlichen Militärschläge unterlassen", erklären Bundeskanzler Merz, Präsident Macron und Premier Starmer in dem gemeinsamen Statement.
Weiter heißt es darin, die drei Länder hätten "wiederholt an das iranische Regime appelliert, ihr Nuklearprogramm einzustellen, das ballistische Raketenprogramm zu reduzieren, von destabilisierenden Aktivitäten in der Region und unseren Heimatländern abzusehen und die abstoßende Gewalt und Repression gegen die eigene Bevölkerung zu beenden".
"Wir waren nicht an den Militärschlägen beteiligt, stehen aber in engem Kontakt mit unseren internationalen Partnern, inklusive den Vereinigten Staaten, Israel und Partnern in der Region. Wir wiederholen unsere Verpflichtung zu regionaler Stabilität und dem Schutz von Zivilisten."
+++ 14:37 Blockade der Straße von Hormus hätte drastische Folgen +++
In der Vergangenheit droht der Iran immer wieder mit einer Blockade einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt: der Straße von Hormus. Nach den Angriffen der USA und Israels könnte Teheran seine Drohung nun tatsächlich wahrmachen. ntv zeigt, welche Folge der Schritt - auch für Europa - hätte.
+++ 14:32 Iran erklärt alle beteiligten Stützpunkte zu legitimen Zielen +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt alle an den Angriffen auf den Iran beteiligten Stützpunkte zu legitimen Zielen. "Die Standorte, von denen aus die zionistischen und US-Operationen erfolgten, sowie die Standorte aller Aktionen gegen die Verteidigungsoperationen des Iran gelten als legitime Ziele" der iranischen Streitkräfte, sagt Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen.
+++ 14:19 Moskau verurteilt Angriffe auf Ziele im Iran +++
Russland hat die Angriffe Israels und der USA auf Ziele im Iran verurteilt und eine umgehende Rückkehr zur Diplomatie gefordert. Umfang und Art der "militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen" ließen keinen Zweifel daran, dass es sich um einen "im Voraus geplanten und unprovozierten Akt bewaffneter Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen handelt", teilte das Außenministerium in Moskau mit. Die Rede war von einem "unüberlegtem Schritt", der gegen das Völkerrecht verstoße.
+++ 13:52 Iran: 57 Schülerinnen bei Raketenangriff getötet +++
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach aktualisierten iranischen Angaben mindestens 57 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichteten Staatsmedien. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt worden. "Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.
+++ 13:35 Experte: "Irans Bevölkerung ist Angriffen schutzlos ausgeliefert" +++
Der Terrorismusexperte Hans-Jakob Schindler arbeitete lange für die deutsche Botschaft in Teheran. Er betont: Auch wenn sich wohl viele Menschen im Iran eine militärische Intervention von außen wünschen, gibt es für die Zivilbevölkerung - im Gegensatz zu Israel - "weder Vorwarnung noch Schutzräume".
+++ 13:18 Ajatollah-Residenz in Teheran in Schutt und Asche: Aber wo ist Chamenei? +++
Nach den israelisch-amerikanischen Angriffen sind nach iranischer Darstellung wichtige Staatsmänner am Leben. Wohlauf seien neben Präsident Massud Peseschkian auch Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sowie der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani. Auch Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sei am Leben. Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gibt es bislang nicht. Er war einem Regierungsvertreter zufolge an einen sicheren Ort gebracht worden, hatte die Nachrichtenagentur Reuters unmittelbar nach dem Angriff erfahren. Er halte sich nicht in Teheran auf.
Der Journalist Christiaan Triebert von der "New York Times" teilt indes ein Foto, das nach seinen Angaben das erste veröffentlichte von Chameneis Residenz in Teheran nach dem Angriff darstellen soll. Das Anwesen erscheint vollkommen zerstört.
+++ 13:03 Schah-Sohn Pahlavi fordert Iraner auf, bald wieder auf die Straßen zu gehen +++
Angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran erklärt der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, dass die von US-Präsident dem iranischen Volk versprochene Hilfe nun auf dem Weg sei. "Dies ist eine humanitäre Intervention und ihr Ziel ist die Islamische Republik, ihr Apparat und die dazugehörige Tötungsmaschinerie - aber nicht das Land und die große Nation des Iran", schreibt Pahlavi, der seit Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten lebt. Trotz der Hilfe, so Pahlavi, werde der "finale Sieg von uns" erreicht werden. "Wir sind es, das Volk des Iran, das diese Aufgabe in diesem finalen Kampf erfüllen wird. Es nähert sich die Zeit, wieder auf die Straßen zu gehen." Damit spielt er auf die vergangenen Massendemonstrationen um die Jahreswende an und fordert die Iranerinnen und Iraner auf, diese wieder aufzunehmen - jedoch erst zu einer "angemessenen Zeit", die er ihnen mitteilen werde. Derzeit sollten sich alle in sicheren Räumen aufhalten. Der Schah-Sohn wird von vielen Iranerinnern und Iranern, insbesondere solchen im Exil, bewundert und als Sprachrohr gegen das Regime anerkannt. Jedoch ist nicht klar, ob er selbst wirklich eine stabile Anhängerschaft innerhalb des Landes besitzt, um in einer etwaigen Zukunft nach einem Umsturz eine Rolle zu spielen.
+++ 12:45 Iran: 24 Schülerinnen bei Raketenangriff getötet +++
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach aktualisierten iranischen Angaben mindestens 24 Schülerinnen ums Leben gekommen - zuvor war von mindestens fünf Toten die Rede gewesen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur. "Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in dem Bericht. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.
+++ 12:33 Trump verbreitet Umsturzbotschaft auch auf Persisch +++
US-Präsident Trump lässt seine Botschaft an das iranische Volk nach den seit dem Morgen laufenden Angriffen auch auf Persisch teilen. Der persischsprachige Ableger des staatlichen Auslandssenders der USA, Voice of America, teilt den Wortlaut von Trumps Ansprache sowohl gänzlich als auch in Ausschnitten in den sozialen Netzwerken. Trump greift dies wiederum auf Truth Social auf. In seiner Rede hatte er sich im letzten Abschnitt folgendermaßen an die Iranerinnern und Iraner gewandt:
"Und zum Schluss an das großartige und stolze Volk des Iran: Ich sage, heute Nacht ist eure Stunde der Freiheit gekommen. Bleibt in euren Schutzräumen. Verlasst eure Häuser nicht. Draußen ist es sehr gefährlich. Überall werden Bomben fallen. Wenn wir damit fertig sind, übernehmt eure Regierung, es wird an euch sein, sie zu übernehmen. Dies ist wahrscheinlich eure einzige Chance für Generationen. Ihr habt Amerika jahrelang um Hilfe gebeten, aber sie nie erhalten. Kein Präsident hat jemals das getan, was ich heute Nacht tue. Jetzt habt ihr einen Präsidenten, der euch geben wird, was ihr wolltet. Mal sehen, wie ihr reagiert. Amerika steht mit unerschütterlicher Stärke und verheerender Kraft an eurer Seite. Jetzt ist es an der Zeit, eurer Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und die glorreiche, prosperierende Zukunft zu verwirklichen, die in greifbarer Nähe liegt. Jetzt ist der Moment zu handeln. Lasst diese Chance nicht verstreichen."
+++ 12:13 Explosionen im nordirakischen Erbil in Gegend um US-Konsulat +++
Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist auch die nordirakische Stadt Erbil von mehreren Explosionen erschüttert worden. Ein Anwohner sagt der Nachrichtenagentur AFP, in der Gegend um das US-Konsulat in Erbil habe es mindestens drei große Explosionen gegeben.
+++ 12:00 Iran: Fünf Schülerinnen bei Raketenangriff getötet +++
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens fünf Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur. "Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in dem Bericht. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Weitere Details zu dem Angriff lagen zunächst nicht vor.
+++ 11:48 Israel wollte offenbar Chamenei treffen +++
Die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels zielen israelischen Medienberichten zufolge auch auf das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei. Chamenei sowie Irans Präsident Massud Peseschkian "gehörten zu den Zielen des Angriffs", berichtet der Sender Kan unter Berufung auf eine israelische Quelle. Am Samstagmorgen hatten Israel und die USA nach eigenen Angaben Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Die Fox-Journalistin Jennifer Griffin berichtet indes unter Berufung auf einen anonymen US-Vertreter, dass nur Israel auf die iranische Führung abziele, während es die USA auf Militäreinrichtungen absähen, die eine Bedrohung darstellten.
+++ 11:25 Iraner bejubeln in Videos einfliegende Raketen +++
Zwar flüchten angesichts der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran wie bereits berichtet Menschen aus Teheran - vom regimekritischen Oppositionssender Iran International geteilte Videos zeigen aber noch einen weiteren Aspekt: die offenkundige Freude und Erleichterung vieler oder zumindest einiger Menschen angesichts der Angriffe. Der Sender hat auf seinem persischsprachigen Account mehr als 18 Millionen Follower und teilt etwa das Video einer Frau, die Gott unter Freudentränen für die Angriffe dankt.
Auch auf anderen Videos sind Freudenbekundungen und Jubel angesichts anfliegender Raketen und Explosionen zu hören. Menschen tanzen auf den Straßen, hupen mit Autos und Instrumenten und jubeln. Die genaue Herkunft der Aufnahmen ist schwer zu verifizieren. Der Sender ist weit verbreitet und eines der Sprachrohre von Teilen der Opposition.
+++ 11:02 Explosionen nahe Isfahan und Schiras im Iran +++
Iranische Staatsmedien haben Explosionen am Rande der Stadt Isfahan gemeldet. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Südöstlich von Isfahan liegt ein wichtiges Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr bombardiert wurde. Auch am Rand der Stadt Schiras sind der iranischen Nachrichtenagentur zufolge Explosionen zu hören.
+++ 10:45 USA bezeichnen Angriff auf Iran als "Operation Epic Fury" +++
Das US-Verteidigungsministerium bezeichnet den Angriff auf den Iran als "Operation Epic Fury", zu deutsch "Operation gewaltiger Zorn". Operationen mit ähnlichem Titel hat es bereits gegeben. So wurde die US-Invasion in Grenada 1983 innerhalb des Militärs als "Operation Urgent Fury" (dt.: Operation dringlicher Zorn) bezeichnet. 2004 fand zudem mit der "Operation Phantom Fury" (dt.: Operation gespenstischer Zorn") eine Offensive von US-amerikanischen und irakischen Soldaten gegen Aufständische in der Stadt Falludscha statt.
+++ 10:20 Iran: Militäreinrichtung der USA in Bahrain angegriffen +++
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA auch eine US-Militäreinrichtung attackiert. Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden, hieß es im staatlichen Rundfunk.
Update 10:48 Uhr: Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen war der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.
+++ 10:14 Bericht: Rauch über US-Militärbasis in Bahrain +++
Über der US-Militärbasis Juffair in Bahrain ist einem Augenzeugen zufolge Rauch zu sehen, wie Reuters berichtet. Es könnte sich um einen der Gegenschläge des Iran nach dem Angriff durch Israel und die USA handeln. Die Teheraner Führung betont immer wieder, US-Militärbasen als Ziele möglicher Vergeltung zu sehen. Auch die Nachrichtenagentur AFP meldet Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama. In dieser liegt die Militärbasis.
Die US-Botschaften in Katar und Bahrain haben ihr Personal und alle US-Staatsangehörigen in den Golfstaaten aufgerufen, vorerst nicht das Haus zu verlassen. "Wir empfehlen allen Amerikanern, bis auf weiteres dasselbe zu tun", erklärten die Botschaften. Sie sollen sich demnach "einen sicheren Ort zu Hause oder in einem anderen sicheren Gebäude suchen".
+++ 09:58 Lufthansa setzt Flugverkehr nach Israel, Libanon, Oman und Dubai aus +++
Der Angriff von USA und Israel gegen den Iran hat weitreichende Auswirkungen auf den Luftverkehr im Nahen Osten, auch abseits des Iran. So schloss auch der Irak seinen Luftraum. Israels Luftraum wurde ebenso für zivile Flüge geschlossen. Abbildungen von Flightradar24 zeigten bereits kurz nach Angriffsbeginn, dass Flugzeuge den Iran und den Irak umflogen. Die Lufthansa strich indes alle Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten. Der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen, sagt ein Sprecher. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen.
+++ 09:48 Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt +++
In der Millionenmetropole Teheran bilden sich nach den Angriffen durch Israel und die USA lange Schlangen an den Tankstellen. Massen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten. Läden sind vielerorts geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrscht gespenstische Stille. Teheran ist Ziel mehrerer Angriffswellen.
+++ 09:35 Botschaft fordert Deutsche in Israel auf, in Nähe von Schutzräumen zu bleiben +++
Die deutsche Botschaft in Tel Aviv fordert die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. "Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X.
+++ 09:30 Agentur: Massive Cyberangriffe auf den Iran +++
Der Iran wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe.
+++ 09:21 Israel meldet Raketenangriff aus dem Iran +++
Israel meldet iranische Raketenangriffe und ruft Luftschutzalarm in mehreren Regionen des Landes aus. Die Menschen werden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen.
+++ 09:13 Bericht: Israel greift Ziele von "Regime und Militär" des Iran an +++
Israel nimmt bei seinem Angriff auf den Iran nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Einrichtungen der islamischen Führung und der Armee ins Visier. Die israelische Armee greife Ziele von "Regime und Militär" an, berichtet der israelische Sender Kan 11 unter Berufung auf einen israelischen Regierungsvertreter. Die Angriffe richteten sich demnach auch gegen Einrichtungen für "ballistische Raketen".
+++ 09:10 Israel nennt Operation "Brüllen des Löwen" +++
Israel gibt der neuen Militäroperation gegen den Iran nach Medienberichten den Namen "Brüllen des Löwen". Dies berichten israelische Medien unter Berufung auf den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Bereits den Krieg gegen den Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt. Damals lautete der Name der Operation "Rising Lion" - "Sich erhebender Löwe".
+++ 08:40 Trump: Haben großen Kampfeinsatz im Iran begonnen +++
Die US-Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Donald Trump "Kampfeinsätze" im Iran begonnen, teilt er bei Truth Social mit. Zudem ruft er die Iraner zum Sturz des Regimes auf.
Unterdessen droht der Iran mit einem Gegenschlag. Die Vergeltung werde "vernichtend ausfallen", sagt ein iranischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Das US-Militär rechnet mit einem mehrtägigen Einsatz.
+++ 08:29 Iranischer Regierungsvertreter: Angriffe auf mehrere Ministerien +++
Im Süden Teherans sind mehrere Ministerien angegriffen worden. Dies sagt ein iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. In der iranischen Hauptstadt Teheran bilden sich an den Tankstellen indes lange Schlangen. Zudem verlassen zahlreiche Menschen die Stadt, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters berichten.
+++ 08:15 USA an Israels Angriff auf den Iran beteiligt +++
Die USA beteiligen sich am israelischen Militärschlag gegen den Iran. Die US-Angriffe auf den Iran erfolgen von der Luft und von See aus. Dies sagt ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch israelischen Verteidigungskreisen zufolge ist der seit dem Morgen des 28. Februar laufende Militärschlag gegen den Iran mit den USA abgestimmt. Die Aktion sei seit Monaten vorbereitet worden, das Datum des Angriffs stehe seit Wochen fest. Seit Tagen war darüber spekuliert worden, ob die USA im Atomstreit mit dem Iran einen möglicherweise begrenzten Militärschlag gegen den Iran ausführen. Mehrere Medien berichteten in dem Zuge, dass Washington auf einen Erstschlag Israels hoffe.
+++ 08:13 Chamenei in Sicherheit? +++
Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist einem Regierungsvertreter zufolge an einen sicheren Ort gebracht worden. Er halte sich nicht in Teheran auf, sagt der Vertreter gegenüber Reuters. Israel hat nach eigenen Angaben zuvor einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet. Aus Teheran werden mehrere Explosionen gemeldet.
+++ 07:55 Explosionen in Teheran +++
Über der iranischen Hauptstadt Teheran sind am Samstagmorgen zwei dicke Rauchsäulen zu sehen gewesen. AFP-Journalisten berichteten zudem über Dröhnen über der Stadt, dessen Ursache zunächst nicht klar war.
+++ 7:40 Israel startet "Präventivschlag" gegen den Iran +++
Israel startet am Samstag eigenen Angaben zufolge einen Präventivschlag gegen den Iran. Das teilt der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit.