Iran-Krieg im Liveticker+++ 23:24 Libanesischer Soldat stirbt bei israelischem Angriff +++
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte getötet worden. Weitere seien verletzt worden, teilt die libanesische Armee mit. Laut einem israelischen Armeesprecher waren israelische Soldaten in einem Gebiet im Einsatz gewesen, aus dem zuvor Raketen abgefeuert waren. Die Soldaten hätten das Feuer auf Verdächtige eröffnet. Später habe sich herausgestellt, dass es sich dabei um libanesische Soldaten handelte. Der Vorfall werde untersucht. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei.
+++ 22:13 Irans Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus +++
Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Straße von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagt das Ausschussmitglied, Modschtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen.
+++ 21:33 Trump erwägt, Kriegskosten auf arabische Staaten abzuwälzen +++
US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben des Weißen Hauses, die arabischen Länder aufzufordern, die Kosten für den Krieg gegen den Iran zu übernehmen. "Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert wäre, sie dazu aufzufordern", sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Reportern auf die Frage, ob arabische Länder sich an den Kosten des Krieges beteiligen würden. "Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas, worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden."
+++ 20:49 Weißes Haus: Iran-Verhandlungen "verlaufen gut" +++
Die Gespräche mit dem Iran dauern nach Angaben des Weißen Hauses an. "Trotz des öffentlichen Auftretens des Regimes und falscher Berichterstattung gehen die Gespräche weiter und verlaufen gut", sagt Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses. Was die Führung in Teheran öffentlich sage, unterscheide sich angeblich stark von dem, was den USA unter vier Augen mitgeteilt werde.
+++ 20:06 ntv-Korrespondent: "Man müsste dort mit Bodentruppen reingehen" +++
Die USA wollen offenbar Irans angereichertes Uran sichern. Doch laut ntv-Korrespondent Gordian Fritz wäre dafür ein Einsatz am Boden nötig. In unübersichtlichem Gelände und gut geschützten Anlagen könnte eine langwierige und verlustreiche Mission drohen.
+++ 19:39 Geschosse schlagen nahe Containerschiff im Persischen Golf ein +++
Zwei Geschosse verfehlen im Persischen Golf vor Saudi-Arabien nur knapp ein Containerschiff. Wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitteilt, schlagen die beiden nicht näher beschriebenen Projektile innerhalb einer Stunde in der Nähe des Frachters ins Wasser. Die Seeleute seien wohlauf. Nach UKMTO-Angaben ereignet sich der Zwischenfall 22 Seemeilen vor der Stadt Ras Tanura an der saudi-arabischen Küste.
+++ 19:18 Zwei Blauhelmsoldaten sterben bei Explosion im Südlibanon +++
Bei einer Explosion im Südlibanon sind nach Angaben der UN-Mission in dem Land (Unifil) zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Ihr Fahrzeug sei durch eine Detonation, deren Ursache unbekannt sei, zerstört worden, teilt Unifil mit. Im Zuge des Iran-Krieges ist auch der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Am Sonntagabend war ein weiterer Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.
+++ 18:24 Israels größte Ölraffinerie geht lichterloh in Flammen auf +++
Nach einem gemeinsamen Angriff des Iran und der Hisbollah bricht in Israels größter Ölraffinerie "Bazan" in Haifa ein Brand aus. Die genaue Brandursache ist bisher unklar. Bereits Mitte März haben Angriffe Schäden auf dem Gelände hinterlassen.
+++ 17:47 Nato-Abwehrsystem fängt iranische Rakete in der Türkei ab +++
Ein Nato-Abwehrsystem fängt in der Türkei erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss ab. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilt das türkische Verteidigungsministerium bei X mit. Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums ergriffen, heißt es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, verrät das Ministerium nicht.
+++ 17:20 Rubio will nicht verraten, mit wem die USA im Iran verhandeln +++
US-Außenminister Marco Rubio will nicht genau sagen, mit wem die USA im Iran derzeit sprechen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass Gespräche mit einem "neuen und vernünftigeren" Regime über die Beendigung des Krieges im Iran im Gange seien. "Ich werde Ihnen nicht verraten, wer diese Leute sind, denn das würde sie wahrscheinlich mit einigen anderen Personengruppen innerhalb des Irans in Schwierigkeiten bringen", sagt Rubio in einer ABC-Sendung.
+++ 16:47 ntv-Reporterin: "Iran-Regime verbreitet Falschinformationen über Siege" +++
Regimegegner berichten von Desinformationskampagnen, die seitens der Mullah-Regierung in den Umlauf gebracht werden: Es seien Siege gegenüber Israel und den USA zu verzeichnen. Die iranischen Streitkräfte bereiten sich auf eine mögliche Ankunft von US-Bodentruppen auf der Ölverladeinsel Chargh vor.
+++ 16:20 Merz nach Kriegsende für deutsche Hilfe in Straße von Hormus +++
Bundeskanzler Friedrich Merz stellt für die Zeit nach dem Iran-Krieg einen Beitrag Deutschlands bei der Sicherung der Straße von Hormus in Aussicht: "Wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, dann wird Deutschland selbstverständlich bereit sein, seinen Beitrag zur freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten", erklärt der Kanzler. Merz schlägt vor, dies im Rahmen einer internationalen Kontaktgruppe zu tun, damit "eine bestmögliche Koordinierung zwischen den Staaten" ermöglicht werde, die wie Deutschland bereit seien zu helfen.
+++ 15:51 Zwei Oppositionelle im Iran wegen Terrorvorwürfen hingerichtet +++
Im Iran sind zwei Mitglieder der verbotenen Oppositionsgruppe Volksmudschaheddin hingerichtet worden. Die zwei Männer im Alter von 59 und 60 Jahren waren wegen Beteiligung an "terroristischen Handlungen" verurteilt worden, wie es auf der offiziellen iranischen Justiz-Website "Misan Online" heißt. Sie sollen demnach den Sturz der Islamischen Republik angestrebt haben. Sie seien exekutiert worden, nachdem der Oberste Gerichtshof ihre Verurteilung gebilligt habe.
+++ 15:33 Merz: Iran-Eskalation könnte Wirtschaft wie Corona belasten +++
Bundeskanzler Friedrich Merz warnt vor einer Ausweitung des Iran-Krieges. Der Konflikt könne Deutschland und Europa "so stark belasten, wie wir es zuletzt in der Covid-Pandemie oder zu Beginn des Ukraine-Krieges erlebt haben", warnt Merz bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin. Der Krieg betreffe bereits jetzt alle, so der Kanzler.
+++ 15:02 Experte: Isolation durch Internetsperre "trifft Iraner extrem" +++
Der deutsch-iranische Jounalist Bamdad Esmaili hört von Kontakten in dem Kriegsland, dass die anhaltende Internetblockade im Land die Menschen stark belastet. Donald Trumps Behauptung, einen Regime-Wechsel herbeigeführt zu haben, widerspricht er.
+++ 14:25 Trump droht mit "Vernichtung" der Ölinsel Charg +++
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Zerstörung der für den Ölexport wichtigen Insel Charg gedroht. Sollte die blockierte Straße von Hormus nicht "umgehend" wieder für die Schifffahrt geöffnet und nicht "rasch" eine Einigung mit Teheran zur Beendigung des Krieges erreicht werden, wäre ein vernichtender US-Angriff auf die Insel die Folge, warnt Trump bei Truth Social. Falls es nicht bald eine Einigung gebe, würden die USA "alle ihre Kraftwerke, ihre Ölfelder und die Insel Charg" und womöglich alle Entsalzungsanlagen "in die Luft jagen und vollständig vernichten", droht der US-Präsident mit einer Ausweitung der Angriffe auf den Iran.
+++ 14:11 Iran sieht im 15-Punkte-Plan der USA "unangemessene Forderungen" +++
Der 15-Punkte-Friedensplan der USA besteht nach Einschätzung des Iran weitgehend aus "überzogenen, unrealistischen und unangemessenen Forderungen". Dies sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Der Iran habe noch nicht formell auf den Plan geantwortet. Dieser wurde von pakistanischen Vermittlern übergeben. Der Plan fordert unter anderem, dass Teheran seine Urananreicherung aufgibt, seine drei wichtigsten Atomanlagen abbaut, sein Programm für ballistische Raketen beendet und die Straße von Hormus wieder öffnet.
+++ 13:54 Brand in Israels bedeutendster Raffinerie +++
In Israels bedeutendster Ölraffinerie ist am Montag ein Brand ausgebrochen, möglicherweise infolge eines iranischen Angriffs. Der israelische Sender 12 verbreitete Bilder von dem Feuer in der Raffinerie in der nordisraelischen Stadt Haifa. Ein von der Nachrichtenagentur AFP erlangtes Video zeigte eine dichte Rauchwolke über der Anlage. Nach Angaben von AFP-Reportern vor Ort hatten die Feuerwehrleute den Brand später unter Kontrolle. Die israelische Armee hatte kurz zuvor mitgeteilt, sie habe Raketen identifiziert, die sich aus dem Iran kommend näherten. Laut Medienberichten wurde die Raffinerie getroffen. Zunächst war unklar, ob die Anlage möglicherweise durch eine Rakete aus dem Iran oder dem Libanon getroffen wurde oder durch Trümmerteile infolge eines Abfangvorgangs.
+++ 13:33 EU-Ratspräsident: Guter Austausch mit Pakistan zu Iran-Diplomatie +++
EU-Ratspräsident Antonio Costa hat nach eigenen Angaben ein gutes Gespräch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif über den Krieg im Iran geführt. In dem Telefonat sei es um Sharifs Einschätzung der Lage sowie um die Ergebnisse der jüngsten Beratungen der Außenminister Ägyptens, Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei in Islamabad gegangen, teilt Costa auf der Plattform X mit. Die EU sei zutiefst besorgt über die Fortdauer des Krieges und dessen zunehmende Auswirkungen weltweit. Pakistan bereitet nach eigenen Angaben für die kommenden Tage Gespräche vor, die zur Beendigung des Konflikts beitragen sollen.
+++ 12:50 Iran zerstört wichtiges US-Flugzeug und greift Dubai an +++
Das Mullah-Regime setzt die Angriffe auf seine Nachbarländer fort: Mit Raketen und Drohnen beschießt der Iran unter anderem US-Luftwaffen-Stützpunkte. Ein jüngster Angriff auf Dubai soll zudem dem dortigen Hafen gegolten haben. Auf einer US-Airbase werden überdies wohl mindestens zwölf Soldaten verletzt.
+++ 12:02 Trump: Womöglich bald "Deal" mit Teheran +++
US-Präsident Donald Trump hat einen "Deal" mit Teheran zur Beendigung des Krieges in Aussicht gestellt. "Das könnte bald sein", sagt Trump vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. "Ich denke, wir werden ein Abkommen mit ihnen schließen, ich bin mir fast sicher." Auf die Frage, ob dies in den kommenden Tagen der Fall sein werde, sagt der US-Präsident, dies könne "bald" sein. Kurz zuvor hatte er gedroht, dass er "das Öl im Iran nehmen" wolle und von von einer möglichen US-Einnahme der für die iranischen Ölexporte wichtigen Insel Charg gesprochen.
+++ 11:40 Kuwait: Ein Toter bei iranischem Angriff auf Energieanlage +++
Bei einem iranischen Angriff auf eine Energie- und Wasserentsalzungsanlage in Kuwait ist nach Angaben des Elektrizitätsministeriums des Landes ein Mensch getötet worden. Der Angriff habe "den Tod eines indischen Arbeiters und erhebliche Sachschäden zur Folge gehabt", erklärt das Ministerium im Onlinedienst X. Ein Betriebsgebäude der Anlage sei "im Rahmen der iranischen Aggression gegen den Staat Kuwait" attackiert worden.
+++ 11:09 Israel verabschiedet Haushalt mit stark erhöhten Verteidigungsausgaben +++
Das israelische Parlament hat einen milliardenschweren Haushalt für das Jahr 2026 mit stark erhöhten Verteidigungsausgaben verabschiedet. Der Etat in Höhe von 850 Milliarden Schekel (235 Milliarden Euro) passierte die Knesset am frühen Morgen mit 62 zu 55 Stimmen. Die Verteidigungsausgaben werden angesichts des Iran-Krieges um 30 Milliarden Schekel auf insgesamt 142 Milliarden Schekel erhöht, wie das Parlament mitteilt. Die Abstimmung wendet einen automatischen Sturz der Regierung und Neuwahlen ab. Die wären nach israelischem Recht fällig geworden, wenn der Haushalt nicht bis Ende März verabschiedet worden wäre.
+++ 10:37 Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg +++
Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Maßnahme "ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen", erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders "Cadena Ser". Das Verbot betreffe nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich aus operieren, hatten zuvor die Zeitung "El País" und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez berichtet.
+++ 10:09 Iran bestätigt Tod des Marinekommandanten der Revolutionsgarden +++
Der Iran hat am Montag den von Israel in der vergangenen Woche gemeldeten Tod des Marinekommandanten der Revolutionsgarden bestätigt. Aliresa Tangsiri sei "seinen schweren Verletzungen erlegen", melden die Revolutionsgarden auf ihrer Webseite Sepah News. Am Donnerstag vergangener Woche hatte die israelische Regierung erklärt, Tangsiri sei bei einem "präzisen und tödlichen Einsatz" der israelischen Streitkräfte getötet worden.
+++ 09:32 Mögliche Iran-Bodenoffensive "ist große Sorge Israels" +++
Auch wenn viele Israelis laut Umfragen noch hinter dem politischen Verbündeten Donald Trump stehen: Die Verlegung von US-Soldaten erzeugt vor Ort Skepsis, wie ntv-Reporterin Elke Büchter aus Tel Aviv berichtet. Es besteht die Befürchtung, Israels Sicherheitsinteressen könnten in den Hintergrund geraten.
+++ 09:09 Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran +++
US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre, zitiert das "Wall Street Journal" US-Beamte. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen. Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten.
+++ 08:46 Iran: Politiker fordert Ausstieg aus Atomwaffensperrvertrag +++
Ein einflussreicher Politiker im Iran hat nach der Bombardierung mehrerer Nukleareinrichtungen durch Israel und die USA einen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) gefordert. Dies werde im Parlament ernsthaft diskutiert, sagt der Außenpolitiker Alaeddin Borudscherdi in einem Interview mit dem Staatsfernsehen. Als Mitglied internationaler Abkommen habe sich der Iran zur Überwachung seiner nuklearen Aktivitäten verpflichtet und versichert, nicht nach Atomwaffen zu streben. Es sei nicht vorgesehen, "die strengsten Inspektionen zu akzeptieren und gleichzeitig keinerlei Unterstützung zu erhalten", sagt der erzkonservative Politiker. Scharfe Kritik äußert er auch an Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde.
+++ 07:57 Staatsmedien: Iran richtet zwei Oppositionelle hin +++
Im Iran sind einem Bericht staatlicher Medien zufolge zwei der Opposition nahestehende Männer hingerichtet worden. Sie hätten Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt und seien wegen der Planung bewaffneter Angriffe in Teheran verurteilt worden, meldet das Nachrichtenportal der Justiz. Details zum Zeitpunkt der Festnahme der beiden Männer nennt das Portal nicht.
+++ 07:33 Israels Armee: Erneut Drohnen der Huthi-Miliz abgefangen +++
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilt die israelische Armee in der Nacht mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult. Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden.
+++ 06:58 Friedenspreisträger Kermani unterstützt Steinmeiers Kritik am Krieg +++
Der Schriftsteller Navid Kermani hat die offene Kritik von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Iran-Krieg verteidigt. "Wenn eine Bundesregierung das Völkerrecht als irrelevant behandelt, ist es die Pflicht des Bundespräsidenten, an die Geltung des Völkerrechts zu erinnern", sagte Friedenspreisträger Kermani der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Ich bin ihm sehr dankbar dafür." Steinmeier hatte über den Krieg der USA und Israels gegen den Iran gesagt: "Dieser Krieg ist nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig - es gibt wenig Zweifel daran." Abgesehen gesehen davon, dass der Iran-Krieg nach nahezu vollständigem Konsens der Rechtsexperten völkerrechtswidrig sei, sei er auch nicht zielführend. Der Krieg werde dem Iran keine Freiheit und Israel keine Sicherheit bringen, genau wie der erste Krieg im vergangenen Sommer. Kermani wurde als Sohn iranischer Eltern in Siegen geboren.
+++ 06:15 Golfstaaten melden erneuten Beschuss +++
Neben Kuwait stehen auch andere Golfstaaten weiter unter Beschuss durch den Iran. Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilt. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtet der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden.
+++ 05:36 Bericht: Trump sieht Fortschritte bei indirekten Gesprächen mit dem Iran +++
Die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler kommen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einem Zeitungsbericht zufolge gut voran. Ein Abkommen über eine Waffenruhe könne ziemlich schnell erzielt werden, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf Aussagen Trumps. Zudem erlaube der Iran nun 20 Öltankern unter pakistanischer Flagge die Durchfahrt durch die Straße von Hormus und damit doppelt so vielen wie zuvor. Dies habe der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf genehmigt.
+++ 04:28 Bericht: Trump will iranisches Öl und erwägt Einnahme von Insel Charg +++
US-Präsident Donald Trump will sich einem Zeitungsbericht zufolge offenbar das iranische Öl aneignen. Er wolle "das Öl im Iran nehmen" und könne den Exportknotenpunkt auf der Insel Charg einnehmen, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf ein Interview mit Trump.
+++ 03:54 Salman Rushdie: Freiheit im Iran kommt nicht durch Bomben +++
Der vom Iran bedrohte Schriftsteller Salman Rushdie rechnet nicht damit, dass sich die islamistische Führung des Landes von außen stürzen lässt. Er sympathisiere mit jedem Versuch, den Menschen im Iran "echte Freiheit zu geben", sagt Rushdie in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Ob das von außen möglich sei, bezweifle er jedoch. "Sicher ist, dass es nicht gelingt, indem man sie bombardiert." Zudem glaubt Rushdie nicht, dass die Freiheit der Iraner Teil von "Mister Trumps Projekt" sei. "Das iranische Regime ist leider nicht so schwach, wie die Leute dachten - weil es sehr rücksichtslos ist", sagt Rushdie. Bei Unruhen habe sich gezeigt, wie viele Menschen aus der eigenen Bevölkerung es zu töten bereit sei.
+++ 02:46 IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen +++
Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärt die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie beruft sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, heißt es.
+++ 01:40 Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet +++
Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilt. "Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren", mahnt die Mission der Vereinten Nationen. Es ist bislang unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten.
+++ 01:07 Iranische Führung veröffentlicht neue Botschaft von Modschtaba Chamenei +++
Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichten die Staatsmedien. Seit seiner Ernennung ist Modschtaba Chamenei bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Nach Berichten des Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen gesagt, Washington führe Verhandlungen mit einer "hohen Person" im Iran, bei der es sich jedoch nicht um den obersten Führer handele. "Wir haben nichts von dem Sohn gehört", sagte Trump mit Blick auf Modschtaba Chamenei, "wir wissen nicht einmal, ob er lebt."
+++ 00:10 Roter Halbmond: Über 100.000 zivile Einrichtungen im Iran beschädigt +++
Bei den israelisch‑amerikanischen Angriffen im Iran sind nach jüngsten Angaben des Roten Halbmonds mehr als 100.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Allein in der Hauptstadt Teheran wurden demnach fast 40.000 Wohngebäude und Geschäftseinheiten getroffen. Zudem seien in den vergangenen vier Wochen rund 600 Schulen und fast 300 Gesundheitszentren angegriffen worden, teilt der Rote Halbmond auf der Plattform X mit. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht verifizieren.
+++ 23:20 Pakistan bereit zu baldiger Ausrichtung von Iran-Gesprächen +++
Pakistan erklärt sich bereit, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Das teilt der pakistanische Außenminister Ishaq Dar mit. "Pakistan wird es als Ehre empfinden, in den kommenden Tagen bedeutsame Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts zu erreichen", heißt es.
+++ 22:38 Israel: Mehrere Ziele in Teheran getroffen +++
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben in den letzten 24 Stunden bei Angriffen auf Einrichtungen in Teheran mehr als 120 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Zu den Zielen gehörten demnach eine Anlage zur Entwicklung kritischer Komponenten für ballistische Raketen, ein Forschungszentrum der Revolutionsgarden sowie eine Waffenfabrik.
+++ 22:15 Iran meldet Angriff auf Teherans Stromversorgung +++
Aus dem Iran werden erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kommt es in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtet der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium. Die israelische Armee meldet unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär macht zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle.
+++ 21:35 Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael +++
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind rund um die Wüstenstadt Beerscheva im Süden des Landes mehrere Menschen verletzt worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom meldet elf Verletzte durch von Druckwellen umhergeschleuderte Gegenstände.
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