Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 18:53 Russische Regierung: Kraftstoffmarkt stabilisiert sich "teilweise" +++
Nach Angaben der russischen Regierung zeigen das Exportverbot für Erdölprodukte, die Verschiebung von Wartungsarbeiten und die Erhöhung der Produktionsmengen Wirkung: Moskau meldet eine "teilweise Stabilisierung" des Kraftstoffmarktes. Das berichtet das unabhängige Exilmedium "Meduza". Demnach erklärte der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak, die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt. Dennoch bleibe die Lage in einigen Regionen angespannt, räumte Nowak ein. "Der Markt stabilisiert sich teilweise, in vielen Regionen werden Beschränkungen aufgehoben; dies zeigt sich an der Zahl der geöffneten Tankstellen und an kürzeren Warteschlangen." Seit Mai hat die Ukraine ihre Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur verstärkt, um eine wichtige Geldquelle der Führung in Moskau zur Finanzierung des Krieges auszutrocknen und Russland wirtschaftlich zu destabilisieren.
+++ 18:09 UN-Bericht: Sprunghafter Anstieg der Zahl ziviler Opfer in Ukraine +++
In der Ukraine ist die Zahl der Verletzten und Toten unter der Zivilbevölkerung den Vereinten Nationen (UN) zufolge deutlich gestiegen. Im ersten Halbjahr seien es über ein Drittel mehr gewesen als im Vorjahreszeitraum, teilte das UN-Menschenrechtsbüro mit. Als Grund dafür nannte es die drastische Zunahme von Drohnenangriffen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien insgesamt 1396 Tote und 7978 Verletzte dokumentiert worden, teilt die UN-Einrichtung mit. Das entspreche einem Anstieg um 37 Prozent gegenüber dem selben Zeitraum im Vorjahr und fast einer Verdopplung gegenüber 2024. Zwischen Januar und Juni 2026 seien 418 Menschen bei Drohnenangriffen mit kurzer Reichweite getötet und 2437 verletzt worden. Im Vergleich dazu wurden im Vorjahreszeitraum 218 Menschen getötet und 1511 verletzt.
+++ 17:31 Insider: Russland sichert Moskaus Benzin-Versorgung mit Lieferungen aus Sibirien +++
Russland stabilisiert die Treibstoffversorgung in der Region Moskau mit umgeleiteten Lieferungen aus Sibirien und verstärkten Importen aus Belarus. Damit reagieren die Behörden auf Engpässe bei Benzin und Diesel, die durch ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien im ganzen Land verursacht wurden, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilen. Während sich die Lage in der politisch und wirtschaftlich wichtigsten Region des Landes damit entspannt hat, sind andere Teile Russlands weiterhin von Kraftstoffknappheit betroffen. Die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim leidet Händlern zufolge am stärksten darunter. Seit Mai hat die Ukraine ihre Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur verstärkt, um eine wichtige Geldquelle der Führung in Moskau zur Finanzierung des seit fast viereinhalb Jahren wütenden Krieges auszutrocknen.
+++ 17:02 Ukraine: Mindestens drei Tote bei russischem Angriff auf Saporischschja +++
Bei einem russischen Angriff mit einer gelenkten Fliegerbombe auf die südukrainische Stadt Saporischschja werden nach Angaben der regionalen Behörden mindestens drei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt. Sieben Stockwerke eines neunstöckigen Wohnhauses stehen in Flammen, teilt die Militärverwaltung bei Telegram mit. Russland setzt in Frontnähe häufig derartige Bomben ein. Die Regierung in Moskau bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen.
+++ 16:24 Mutmaßlicher Nord-Stream-Saboteur will ukrainischen Streitkräften angehört haben +++
Der kürzlich angeklagte mutmaßliche Nord-Stream-Saboteur Serhij Kusnjezow will zum Tatzeitpunkt den ukrainischen Streitkräften angehört und für den ukrainischen Geheimdienst SBU gearbeitet haben. Das behauptete er laut Ermittlern in einem Telefonat mit seiner Ehefrau, das in der italienischen Untersuchungshaft überwacht wurde, wie aus der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft hervorgeht. Das Dokument liegt dem "Stern" in Gänze vor und enthält mehrere Hinweise auf eine Verstrickung von staatlichen Stellen der Ukraine in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines. Die Anklage wurde vor wenigen Wochen erhoben, ist aber noch nicht zugelassen. Die Ermittler haben nach "Stern"-Informationen nur Indizien gegen Kusnjezow in der Hand. Es handelt sich um die erste Anklage einer deutschen Strafverfolgungsbehörde im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Gasröhren in der Ostsee am 26. September 2022. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat eine Beteiligung der Ukraine an der Pipeline-Sabotage stets zurückgewiesen.
+++ 15:44 Russland untersagt Schiffen Ankern in ungeschützten Gebieten im Asowschen Meer +++
Russland hat in zwei Häfen entlang einer wichtigen Handelsroute für Getreide im Asowschen Meer das Ankern in Gebieten ohne Luftverteidigung verboten. Der Erlass betrifft Schiffe im Hafen von Asow im Asowschen Meer und im Hafen von Kawkas in der Straße von Kertsch. Diese Meerenge verbindet das Asowsche mit dem Schwarzen Meer. Der Schiffsverkehr im Asowschen Meer ist seit vergangenem Freitag aufgrund wiederholter ukrainischer Angriffe auf Tanker und andere Handelsschiffe in der Region eingeschränkt. Über die Route geht etwa ein Viertel der russischen Getreideexporte.
+++ 15:18 Aserbaidschans Präsident bestätigt indirekt deutsch-russisches Geheimtreffen in Baku +++
Am Rande seines Berlin-Besuchs hat Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev indirekt ein deutsch-russisches Geheimtreffen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku bestätigt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU berichtete Aliyev von entsprechenden Informationen seines Grenzschutzes. Demnach seien der ehemalige Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck von der SPD und der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla von der CDU am 12. Juli von Berlin nach Baku geflogen. An den Folgetagen seien dann der ehemalige russische Ministerpräsident Viktor Subkow und Russlands Menschenrechtsbeauftragter Waleri Fadejew angereist. Beide gelten als Vertraute von Kreml-Chef Wladimir Putin. Seit Tagen gibt es Berichte über einen solchen Termin, aber keine offizielle Bestätigung.
+++ 14:50 Russisches Kriegsschiff feuert bei Übung im Ärmelkanal scharfe Munition ab +++
Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal unweit der britischen Küste eine Übung mit scharfer Munition abgehalten. Die halbstündige Übung in internationalen Gewässern habe gestern rund 40 Seemeilen (74 Kilometer) südlich der Stadt Plymouth stattgefunden, erklärte das britische Verteidigungsministerium. Die Besatzung des Kriegsschiffes habe zunächst ein britisches Kriegsschiff, die "HMS Tyne", über die geplante Übung informiert und aufgefordert, sich in eine sichere Position zu bringen. "Die Übung wurde in der Folge in internationalen Gewässern abgehalten und dauerte 30 Minuten", erklärte das Verteidigungsministerium in London. Die britische Marine habe die Übung überwacht. Die Übung wurde am Tag des Amtsantritts des neuen britischen Premierministers Andy Burnham abgehalten. Erst im Juni hatte ein russisches Kriegsschiff im Ärmelkanal Warnschüsse gegen eine britische Segelyacht abgeben. Nur zwei Tage vor diesem Vorfall hatte die britische Marine im Ärmelkanal einen mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehörenden Öltanker aufgebracht. Berichten zufolge eskortieren russische Kriegsschiffe Tanker der Schattenflotte durch den Ärmelkanal.
+++ 14:23 Wegen Russlands Teilnahme: EU fördert die Kunstbiennale in Venedig nicht mehr +++
Die EU stellt die Förderung der Kunstbiennale von Venedig wegen der umstrittenen Teilnahme Russlands ein. Die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) habe nach der rechtlichen Bewertung und Empfehlung der EU-Kommission beschlossen, den laufenden, mit zwei Millionen Euro dotierten Zuschuss an die Fondazione La Biennale di Venezia zu beenden, teilt ein Kommissionssprecher in Brüssel mit. "Kulturvorhaben, die mit europäischen Steuergeldern finanziert werden, sollten demokratische Werte wahren sowie offenen Dialog, Vielfalt und Meinungsfreiheit fördern - Werte, die im heutigen Russland nicht geachtet werden", erläutert der Sprecher. Im Zuge des Moskauer Krieges sind nach offiziellen Angaben Kiews mittlerweile Tausende Kulturdenkmäler und andere kulturelle Einrichtungen in der Ukraine zerstört oder beschädigt worden.
+++ 13:57 Russland hat "keine Hoffnung" auf bessere Beziehungen zu Großbritannien unter Burnham +++
Der Kreml hat nach eigenen Angaben "keine Hoffnung" auf bessere Beziehungen zu Großbritannien unter dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham. "Eine seiner ersten Amtshandlungen war, Beistandsbekundungen für die Ukraine abzugeben und damit zu zeigen, dass er alles in seiner Macht Stehende tun wird, um den Krieg fortzusetzen", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Burnham war am Montag zum britischen Premierminister ernannt worden und hatte daraufhin erklärt, "zu 100 Prozent" an der Seite des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu stehen. In einem ersten Telefonat mit Selenskyj habe er "Großbritanniens entschlossenes Engagement" für Kiew bekräftigt, hatte die britische Regierung im Anschluss mitgeteilt. London wirft Moskau unter anderem Giftanschläge auf britischem Boden vor und ist einer der größten Unterstützer der Ukraine im Krieg mit Russland.
+++ 13:30 Mindestens drei Tote bei russischen Angriffen in Saporischschja und Cherson +++
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von zwei Todesopfern und mehreren Verletzten in Saporischschja im Südosten des Landes. Russland habe mit Gleitbomben ein gewöhnliches mehrstöckiges Wohnhaus angegriffen, schreibt er in sozialen Medien. Auch in Cherson im Süden des Landes wurde Selenskyj zufolge ein Mensch getötet und zwei weitere wurden verletzt. Das russische Militär habe dabei Gleitbomben und Drohnen eingesetzt. Er beklagt auch zwei Verletzte nach Angriffen auf die Stadt und die Region Odessa am Schwarzen Meer. Es sei wichtig, dass die Europäische Union das 21. Sanktionspaket verabschiede, die Partner der Ukraine das angegriffene Land weiter unterstützten und Waffen schnell geliefert würden, schreibt er weiter.
+++ 12:43 UNO: Zahl getöteter Zivilisten im Ukraine-Krieg stark gestiegen +++
Die Zahl der getöteten Zivilisten im Ukraine-Krieg ist nach Angaben der Vereinten Nationen stark gestiegen. In der ersten Jahreshälfte habe die UN-Menschenrechtsmission in der Ukraine (HRMMU) "1396 zivile Todesopfer und 7978 verletzte Zivilisten dokumentiert", erklärt deren Leiterin Danielle Bell in Genf. Dies entspreche einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das UN-Menschenrechtsbüro verurteilte mehrere Angriffe der vergangenen Tage, bei denen in der gesamten Ukraine und in Russland zivile Opfer zu beklagen waren. "Zivilisten und zivile Infrastruktur stehen unter dem Schutz des humanitären Völkerrechts" sagt der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, Thameen Al-Kheetan, Journalisten. "Jeder vorsätzliche Angriff dieser Art ist ein Kriegsverbrechen."
+++ 12:15 Russische Luftangriffe auf die Ukraine: Häufung bei Raketen und Marschflugkörpern +++
Bei den russischen Luftangriffen auf die Ukraine zeigt sich offenbar ein neues Muster: Seit Mitte Juni hat Russland fast jede Nacht ballistische Raketen eingesetzt. In den Monaten davor gab es oft mehrtägige Pausen, in denen das Militär lediglich Angriffsdrohnen in die Ukraine schickte. Seit Juli häufen sich zudem russische Angriffe mit Marschflugkörpern, wie ein Blick auf die verschiedenen Waffensysteme seit Jahresbeginn zeigt:
+++ 11:19 Sharma: "Fedorow-Aus bringt Selenskyj in Bredouille" +++
Selenskyj macht klar, dass der bisherige Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nicht auf seinem Posten bleiben kann. Der wiederum tritt zurück und löst Proteste aus. Was das mit dem ukrainischen Oberbefehlshaber zu tun hat und wie sich die Krise weiterentwickelt, erklärt ntv-Reporterin Kavita Sharma.
+++ 10:57 Rumänien meldet Angriff auf Frachter im Schwarzen Meer mit drei Verletzten +++
Nach einem Angriff auf einen mit Propangas beladenen Frachter im Schwarzen Meer sind nach rumänischen Angaben drei Seeleute verletzt worden. Das Schiff sei auf dem Weg zum ukrainischen Hafen Reni gewesen, als sich der Angriff ereignete, erklärt Rumäniens Präsident Nicusor Dan auf X. Die Behörden untersuchten derzeit, wer für den Angriff verantwortlich sei. Der Vorfall sei "höchstwahrscheinlich Teil des illegalen Angriffskriegs der Russischen Föderation gegen die Ukraine", erklärt Dan. Dem rumänischen Präsidenten zufolge fuhr der Flüssiggas-Tanker "Gas Lisbon" unter der Flagge Liberias. Er wurde demnach "außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer, etwa 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste" getroffen.
+++ 10:29 Indien bestellt russischen Diplomaten nach tödlichem Angriff auf Frachter ein +++
Nach dem Tod von vier indischen Seeleuten bei einem Raketenangriff im Schwarzen Meer hat das Außenministerium in Neu-Delhi einen ranghohen russischen Diplomaten einbestellt. Der russische Geschäftsträger Wladimir Ladanow sei aufgefordert worden, Indiens "ernste Besorgnis" nach Moskau zu übermitteln, teilt das Ministerium mit. Angriffe auf die zivile Schifffahrt und der Tod von Zivilisten seien "inakzeptabel". Solche Angriffe gefährdeten die Sicherheit und Stabilität des internationalen Seehandels. Ukrainischen Angaben zufolge hatte Russland den unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrenden Frachter "Golden Leo" am Sonntag beim Verlassen eines ukrainischen Hafens mit drei Marschflugkörpern beschossen. Dabei seien zehn Menschen getötet worden, darunter die vier Inder. Die Besatzung bestand aus indischen und syrischen Seeleuten. Das Schiff gehört laut Daten des Anbieters LSEG dem im indischen Mumbai ansässigen Unternehmen Ocean Grace Shipping. Eine russische Stellungnahme lag nicht vor.
+++ 10:08 Gouverneur: Eine Tote bei russischem Drohnenangriff in Charkiw +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Charkiw ist offenbar eine 66-jährige Frau getötet worden. Das schreibt das Portal Ukrainska Pravda mit Verweis auf den Leiter der Militärverwaltung. Zudem sei ein Haus beschädigt worden.
+++ 09:18 Naftogaz: Russland greift ukrainische Gasanlagen in Region Charkiw an +++
Russland hat den dritten Tag in Folge Gasförderanlagen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in der nordöstlichen Region Charkiw attackiert. Dies teilt das staatliche Unternehmen über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Angriff auf eine der Anlagen am Sonntag habe zu einem Teilausfall der Produktion geführt. Eine weitere Anlage sei bei einem Angriff am Montagmorgen beschädigt worden.
+++ 08:28 Ukraine meldet mehr als 20 Verletzte bei russischen Angriffen in Cherson +++
Bei russischen Angriffen in der Region Cherson sind im Laufe des vergangenen Tages offenbar 22 Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Gouverneur Oleksandr Prokudin. Mehrere Wohnhäuser und Fahrzeuge wurden demnach beschädigt.
+++ 07:52 IWF genehmigt Ukraine Zugriff auf weitere millionenschwere Hilfskredite +++
Der Internationale Währungsfonds (IWF) macht den Weg frei für die sofortige Auszahlung von rund 690 Millionen Dollar (umgerechnet 604 Millionen Euro) an die Ukraine. Der IWF-Vorstand habe eine Überprüfung des Finanzierungsprogramms für das Land abgeschlossen, teilt der Fonds mit. Die Ukraine habe trotz des Krieges ihre Finanzstabilität aufrechterhalten können. Die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich jedoch eingetrübt. Gründe dafür seien vor allem die verstärkten russischen Angriffe auf die kritische Infrastruktur sowie indirekte Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten. Zudem habe sich die Umsetzung von Reformen verlangsamt. Die Ukraine wird mit einem Kreditprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar unterstützt. Mit der jüngsten Freigabe steigen die bisherigen Auszahlungen auf etwa 2,2 Milliarden Dollar.
+++ 07:16 Bericht: Feuer in Industrieanlagen in russischer Stadt Lipezk +++
In der Nacht sind offenbar Feuer in Industrieanlagen in der westrussischen Stadt Lipezk ausgebrochen. Das meldet die Zeitung "Kyiv Independent" mit Verweis auf den Gouverneur der Region. Einen Angriff bestätigt er demnach nicht. Wie die Zeitung unter Berufung auf die Telegram-Kanäle Exilenova und Astra weiter schreibt, hätten Anwohner Explosionen gehört. Demnach galt seit dem Abend Raketenalarm.
+++ 06:20 Erstmals ukrainisches Kontingent bei belgischer Militärparade +++
Bei der traditionellen Militärparade zum belgischen Unabhängigkeitstag in Brüssel gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen. So soll bei der Parade ab 16 Uhr vor dem Königlichen Palast in der belgischen Hauptstadt erstmals ein ukrainisches Kontingent mitmarschieren. Zudem sollen erstmals belgische Kampfjets vom Typ F-35 sowie neue Militärdrohnen an der Parade teilnehmen.
+++ 05:22 Bericht: FBI-Chef Patel will nach Russland reisen +++
Der FBI-Direktor Kash-Patel plant laut einem Bericht des US-Magazins Politico einen Besuch in Russland. Demnach wird er Mitte Oktober in Moskau und St. Petersburg erwartet. Nach den Quellen von Politico wird Patel voraussichtlich vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB empfangen. Ob auch ein Treffen mit Machthaber Putin geplant ist, ist demnach unklar. Auch zum Grund der Reise äußerten sich die Insider nicht. Der Besuch wäre laut Politico "ungewöhnlich und heikel". Das letzte Mal war ein FBI-Chef im Jahr 2013 in Russland zu Gast, also noch vor der Annexion der Krim.
+++ 02:55 Nordkorea und Russland bekräftigen ihr Bündnis +++
Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui hat in Moskau ihren russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zum strategischen Dialog getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand laut der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA die Umsetzung des im Juni 2024 unterzeichneten Vertrags über eine umfassende strategische Partnerschaft. Dem Bericht zufolge sagte Russland Nordkorea volle Unterstützung bei Maßnahmen gegen "feindselige Akte" zu, die dessen souveräne Rechte und Sicherheitsinteressen bedrohten. Nordkorea habe seine "uneingeschränkte Unterstützung" für die russische Politik bekundet, die darauf abziele, die "Wurzel des Konflikts in der Ukraine" zu beseitigen und die Souveränität und territoriale Integrität Russlands zu verteidigen. Die Beziehungen zwischen Moskau und Pjöngjang umfassen auch eine militärische Zusammenarbeit.
+++ 01:43 Russland weist italienischen Militärattaché aus - Vergeltung für Spionagevorwürfe +++
Nach der Ausweisung zweier russischer Diplomaten durch Italien hat Moskau seinerseits den italienischen Militärattaché des Landes verwiesen. Italiens Außenminister Antonio Tajani bezeichnet den Schritt als “eklatanten Akt der Vergeltung” - die Ausweisung sei ohne Grund erfolgt. Italien hatte vor zehn Tagen zwei russische Militärattachés der Botschaft in Rom wegen mutmaßlicher Spionage ausgewiesen. Einem der beiden wird laut italienischen Medien vorgeworfen, Informationen über ein italienisch-französisches Luftverteidigungssystem, über Raketen für die Ukraine, eine Nato-Mission in Bulgarien sowie über den italienischen Rüstungskonzern Avio gesammelt zu haben.
+++ 00:16 Wadephul setzt auf Fortsetzung des E3-Formats mit London +++
Außenminister Johann Wadephul setzt darauf, dass das politische E3-Format aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit der Regierung des neuen britischen Premierministers Andy Burnham nahtlos fortgesetzt wird. Das sei ihm schon vor der Regierungsbildung signalisiert worden, sagt der CDU-Politiker. Das Format sei "eine große praktische Maßnahme", damit Europa "gesprächs- und handlungsfähig ist". Derzeit gebe es keine praktischen Gespräche, weder im Ukraine-Format noch im Iran-Kontext, kritisiert Wadephul. "Aber ich glaube, sie sind notwendig. Wir können ja nicht beide Kriege immer nur fortsetzen, sondern brauchen endlich in beiden Kriegen einen Ansatz für Diplomatie."
+++ 22:56 Ukraine attackiert FSB-Stützpunkt im besetzten Cherson-Gebiet +++
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben mit 13 Drohnen ein Koordinationszentrum und einen Stützpunkt des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB im besetzten Teil der Oblast Cherson getroffen. Die Anlage befand sich demnach in einem Ferienheim und war durch bewaffnete Wachen, Checkpoints und Schutzunterstände gesichert. Zum Zeitpunkt des Angriffs sollen sich nach ersten Erkenntnissen rund 100 russische Soldaten sowie mehr als 70 Fahrzeuge auf dem Gelände befunden haben. Der Angriff löste einen Großbrand aus. Angaben zu Opfern und zum genauen Standort machte der SBU nicht. Russland hat sich bislang nicht geäußert. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
+++ 22:00 Russland greift Wohnblock in Sumy an +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Sumy sind nach Angaben des Gebietsgouverneurs Oleh Hryhorow drei Menschen verletzt worden - eine Frau und zwei Kinder. Ein Kind wurde ins Krankenhaus gebracht, das andere Kind und die Frau wurden vor Ort behandelt. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde schwer beschädigt. Eingesetzt wurde nach ersten Erkenntnissen eine Jet-Drohne.
+++ 21:10 Ukraines Armeechef äußert sich erstmals zum Konflikt mit Fedorow +++
Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrsky hat sich öffentlich beim entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow entschuldigt. "Für mich war es überraschend zu erfahren, dass wir einen Konflikt hatten", schreibt Syrsky in einer Kolumne für das Portal "Militarnyi". "Verzeihen Sie mir", schreibt er an Fedorow gerichtet. "Ich kann hart sein." Zugleich mahnt er, den Krieg nicht auf eine Auseinandersetzung zweier Personen zu reduzieren – das sei "der größte Dienst, den wir dem Feind erweisen könnten". Syrsky weist zudem Vorwürfe zurück, er habe keine Strategie: Diese werde dem Oberbefehlshaber gemeldet und ihr Ergebnis sei an der Front sichtbar. Seit dem 16. Juli finden in Kiew Proteste statt, bei denen die Rückkehr Fedorows und die Entlassung Syrskys gefordert werden.
+++ 20:32 Satellitenbilder: Ukraine zerstört wichtigen strategischen Bomber Russlands +++
Mit einem Drohnenangriff gelingt der Ukraine ein empfindlicher Schlag gegen die russische Luftwaffe. Auf dem strategisch wichtigen Luftwaffenstützpunkt Engels-2 wird ein Bomber vom Typ Tu-95MS schwer beschädigt. Die Basis ist die wichtigste ihrer Art im europäischen Teil Russlands.
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