Iran-Krieg im Liveticker+++ 23:52 Trump warnt Iran vor Mauterhebung auf Straße von Hormus +++
US-Präsident Trump fordert vom Iran eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. Auf seiner Plattform Truth Social schreibt er, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: "Das sollten sie besser lassen, und falls sie es tun, sollten sie sofort damit aufhören".
+++ 23:04 Irans Delegation landet für Verhandlungen in Pakistan +++
In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist eine iranische Delegation für Verhandlungen mit den USA eingetroffen. Geleitet wird sie nach Informationen von Insidern von Irans Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf. Pakistan wird am Samstag Gespräche zwischen Delegationen der beiden Länder ausrichten, nachdem am späten Dienstag eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart worden war. Für die USA wird voraussichtlich Vizepräsident JD Vance die Verhandlungen führen.
+++ 22:20 Erster nicht-iranischer Tanker passiert Straße von Hormus +++
Erstmals nach der Waffenruhe-Einigung im Iran-Krieg hat offenbar ein nicht-iranischer Tanker die Straße von Hormus passiert. Laut Daten der Plattform Marine Traffic handelt es sich um den unter gabunischer Flagge fahrenden Öltanker "MSG". Das Schiff war den Angaben zufolge mit rund 7000 Tonnen Heizöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Richtung Indien unterwegs. Seit dem Verkünden der Feuerpause in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) waren nur wenige Schiffe durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gefahren, darunter zwei Tanker unter iranischer Flagge, wie das Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler mitteilte. Ein Dutzend weiterer Schiffe nahm offenbar Kurs auf die Straße von Hormus.
+++ 21:48 Spanien legt bei Kritik an Israel und USA nach +++
Spanien verschärft seine Kritik an den israelischen Angriffen auf den Libanon und am Iran-Krieg. Außenminister Jose Manuel Albares bezeichnet den Konflikt vor Abgeordneten als "größten Angriff auf die Zivilisation" und wirft Israel vor, internationales Recht und die neu vermittelte zweiwöchige Waffenruhe zu verletzen. Ministerpräsident Pedro Sanchez fordert erneut die EU auf, ihr Assoziierungsabkommen mit Israel auszusetzen. Deutsche Regierungsvertreter sehen Sanchez' konfrontative Position der Nachrichtenagentur Reuters zufolge als innenpolitisch motiviert und wenig konstruktiv für den Zusammenhalt der Nato an.
+++ 21:25 Hisbollah feuert rund 50 Raketen auf Israel +++
Während Israel direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt, feuert die libanesische Hisbollah-Miliz am Abend erneut Raketen auf den Norden Israels. Israels Armee teilt auf Anfrage mit, seit dem Morgen habe die vom Iran unterstützte Miliz rund 50 Raketen aus dem Nachbarland auf Nordisrael gefeuert. In der Stadt Naharija heulen am Abend Berichten zufolge innerhalb von einer Stunde gleich viermal die Warnsirenen. Auch in anderen Orten in Nordisrael gibt es Raketenalarm. Die israelische Armee warnt vor Angriffen aus dem Libanon auf andere Gebiete in Israel in den kommenden Stunden. Sie ruft die Bevölkerung des ganzen Landes zur Wachsamkeit auf.
+++ 21:04 Antrag gegen Trumps Kriegsbefugnisse im Kongress gekippt +++
Im US-Kongress scheitert erneut ein Versuch, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden. Die von den oppositionellen Demokraten eingebrachte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde im Repräsentantenhaus von Trumps Republikanern abgewiesen. Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen, sollte die vereinbarte Feuerpause scheitern. Der Minderheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, nutzte ein Verfahren, das eine namentliche Abstimmung überflüssig macht, sofern kein Abgeordneter Einspruch erhebt, da der Kongress diese Woche noch in der Osterpause ist. Ein Vertreter der Republikaner legte jedoch sein Veto ein und kippte die Resolution damit.
+++ 20:39 Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel ab +++
Die Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel ab. Die libanesische Regierung müsse einen Waffenstillstand als Vorbedingung für weitere Schritte fordern, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Ali Fajjad. Zudem müsse der Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon sowie die Rückkehr der Vertriebenen Priorität haben. Zuvor hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sein Kabinett angewiesen, direkte Gespräche mit dem Libanon aufzunehmen.
+++ 20:15 Trump: Israel wird Angriffe auf Libanon zurückfahren +++
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview. Netanjahu hatte zuvor direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt. Trump sagte dem Sender auch, dass er "sehr optimistisch" in Bezug auf eine mögliche Friedensvereinbarung mit dem Iran sei. Die aktuelle iranische Führung verhalte sich hinter verschlossenen Türen "viel vernünftiger" als in der Öffentlichkeit. "Sie stimmen all den Dingen zu, denen sie zustimmen müssen." Wenn Teheran keinen Deal mit den USA eingehe, "wird es sehr schmerzhaft", droht Trump.
+++ 20:01 "Sieger des Konflikts": Angeblich neue Botschaft von Irans Revolutionsführer +++
Irans neuer Revolutionsführer Modschtaba Chamenei hat in einer ihm zugeschriebenen Erklärung sein Land als Sieger im Konflikt mit den USA und Israel dargestellt. Wie zuvor wurde die Botschaft im Staatsfernsehen nur verlesen, es gab weder ein Bewegtbild noch eine Audio- oder Videoaufnahme. In der Modschtaba Chamenei zugeschriebenen Botschaft heißt es, der Iran sei der Sieger des Konflikts. "In den letzten 40 Tagen hat die große Nation Iran ein Epos geschaffen und die Welt verblüfft." Der 56-Jährige ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle.
+++ 19:40 Trump wütet: "Keine Abschreckung mehr - die Nato ist in der Krise" +++
Wieder einmal schießt Donald Trump gegen die Nato, denn die Mitgliedstaaten hätten nach Meinung des US-Präsidenten beim Angriff auf den Iran helfen müssen. Schon die Drohungen richten Schaden innerhalb des Bündnisses an, wie ntv-Korrespondent Gordian Fritz erläutert.
+++ 19:28 Nach massiver Angriffswelle: Zahl der Toten im Libanon steigt auf 303 +++
Die Zahl der Toten durch die israelischen Angriffe im Libanon am Vortag steigt nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums auf 303. Die Bilanz sei noch nicht endgültig und dürfte weiter steigen, da Rettungsteams noch immer Leichen aus den Trümmern bergen, teilt die Behörde mit. Seit dem 2. März seien damit insgesamt 1888 Menschen getötet und mehr als 6000 verletzt worden.
+++ 19:11 Israel und Libanon wollen schon kommende Woche verhandeln +++
Israel und der Libanon wollen einem Medienbericht zufolge bereits kommende Woche direkte Verhandlungen aufnehmen. Das erste Treffen solle im US-Außenministerium in Washington stattfinden, schreibt ein Reporter des Nachrichtenportals Axios auf X.
+++ 18:49 "Etwas zögerlich": Rutte rügt einzelne Nato-Länder +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte kritisiert eine in Teilen zu zögerliche Reaktion der Bündnisstaaten auf den Krieg im Iran. "In Bezug auf die logistische und sonstige Unterstützung der Vereinigten Staaten im Iran reagierten einige Verbündete - gelinde gesagt - etwas zögerlich", sagte Rutte in Washington. Welche Länder er meinte, sagte der Niederländer nicht. Fairerweise müsse man aber anerkennen, dass viele von dem Angriff überrascht gewesen seien, fügte er hinzu. Am Vortag war Rutte bei Trump im Weißen Haus zu Gast, der Austausch fand hinter verschlossenen Türen statt. Rutte deutete allerdings an, dass es ein hartes Gespräch war. "Ich habe seine Enttäuschung darüber gespürt, dass seiner Ansicht nach zu viele der Verbündeten nicht hinter ihm stehen." Rutte habe dem Präsidenten gesagt, die überwältigende Mehrheit der Europäer tue genau das, was die USA von ihnen wollten. Manchmal brauche es ein paar Tage, aber jetzt stehe das Bündnis bereit, sowohl Europa als auch die USA zu verteidigen.
+++ 18:20 Russland zu Waffenruhe: Feuerpause gilt auch für den Libanon +++
Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Waffenruhe muss nach Einschätzung des russischen Außenministers Sergej Lawrow auch für das Gebiet des Libanon gelten. "Moskau geht davon aus, dass diese Abkommen eine regionale Dimension haben und sich insbesondere auf den Libanon erstrecken", erklärte das russische Außenministerium nach einem Telefonat Lawrows mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi. Die russische Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa verurteilt ihrerseits die Angriffe Israels auf den Libanon. Es handle sich um "aggressive Handlungen, die drohen, den aufkommenden Verhandlungsprozess scheitern zu lassen".
+++ 18:00 Netanjahu kündigt direkte Verhandlungen mit dem Libanon an +++
Israel plant offiziellen Angaben zufolge, direkte Verhandlungen über friedliche Beziehungen mit dem verfeindeten Libanon aufzunehmen. Nach den wiederholten Bitten des Nachbarlandes habe der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch das Kabinett angewiesen, die Gespräche "so bald wie möglich" zu beginnen, heißt es in einer Mitteilung seines Büros. Die Verhandlungen sollen sich demnach auf die Entwaffnung der Hisbollah und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon konzentrieren. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach die Bereitschaft zu Verhandlungen mit Israel signalisiert. Die Ankündigung folgt kurz auf die Erklärung Netanjahus, Libanon weiter anzugreifen.
+++ 17:45 Netanjahu: Israel wird im Libanon weiter angreifen "wo immer nötig" +++
Nach den jüngsten israelischen Angriffen auf den Libanon mit mehr als 200 Toten hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weitere Angriffe auf Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz angekündigt. Es werde weitere Angriffe geben, "wo immer" das "nötig" sei, bis die Sicherheit für Bewohner im Norden Israels "vollständig wiederhergestellt" sei, erklärte Netanjahu am Donnerstag auf X. Das israelische Militär erklärt, es gehe weiter mit Bodentruppen im Südlibanon vor. In der Nacht zum Donnerstag seien zwei wichtige Übergänge getroffen worden, die von Hisbollah-Kämpfern zum Transport von "tausenden Waffen, Raketen und Abschussvorrichtungen" über den Fluss Litani Richtung Süden genutzt worden seien, heißt es in einer Erklärung der Armee. Mehrere Waffenlager, Abschussvorrichtungen und Gefechtsstände seien angegriffen worden.
+++ 17:31 Krieg fordert bereits mehr als 4 Millionen Vertriebene und 4000 Tote +++
Im Nahen und Mittleren Osten sind im Iran-Krieg nach UN-Angaben insgesamt rund 4,25 Millionen Menschen geflüchtet und etwa 4100 ums Leben gekommen. Laut dem jüngsten Lagebericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf wurden seit Kriegsbeginn Ende Februar fast 45.700 Menschen in der Region verletzt. Die UN-Gesundheitsorganisation berichtet von 3,2 Millionen Vertriebenen im Iran und mehr als 1 Million Menschen im Libanon, die im Zuge des Konflikts ihr Zuhause verlassen mussten. Der Iran und der Libanon haben demnach auch die meisten Todesopfer zu beklagen. Nach Angaben der WHO sind in den beiden Ländern jeweils rund 2400 und 1700 Menschen ums Leben gekommen. Im Irak waren es 109, in Israel 24. Der von den Vereinigten Staaten und Israel angegriffene Iran hat nach WHO-Angaben bislang mehr als 32.000 Verletzte verzeichnet.
+++ 17:31 Merz: Iran-Krieg ist "transatlantischer Stresstest" geworden +++
Angesichts des Ärgers von US-Präsident Donald Trump über Deutschland und andere Nato-Verbündete will sich Kanzler Friedrich Merz für den Erhalt des Militärbündnisses einsetzen. "Bei allem Verständnis für Forderungen nach klarer Kante, lassen Sie mich das hier an dieser Stelle auch einmal sagen: Wir wollen, ich will keine Spaltung der Nato", sagte der CDU-Chef in Berlin. "Die Nato ist ein Garant unserer Sicherheit, auch und vor allem in Europa. Wir müssen hier weiter kühlen Kopf bewahren. "Der Iran-Krieg sei zum "transatlantischen Stresstest" geworden, sagte Merz. In seinem Telefonat mit Trump am Mittwoch sei es auch um die Nato gegangen. Er habe dem US-Präsidenten angeboten, sich vor dem Nato-Gipfel im Juli mit ihm über die Zukunft des Bündnisses zu verständigen. "Dieses Bündnis ist jedenfalls gegenwärtig durch nichts zu ersetzen", sagte Merz weiter. Er habe ein hohes Interesse daran, es zu erhalten und mit Trump weiterzuentwickeln.
+++ 17:04 Experte zu Straße von Hormus: "Unzureichende Beweise, dass Minen ausgebracht wurden" +++
Der Experte für Maritime Sicherheit, Jeremy Stöhs, zweifelt daran, dass der Iran tatsächlich Minen in der Straße von Hormus ausgebracht hat. Die Beweislage hierfür wäre unzureichend. Sollte dies wirklich der Fall sein, hätte Deutschland eine führende Expertise im Bereich der Minenräumung.
+++ 16:40 Merz: Bei Frieden könnte Deutschland Meerenge mit sichern +++
Wenn ein Friedensschluss mit dem Iran erreicht ist, wird sich Deutschland laut Kanzler Friedrich Merz an einer Sicherung der Meerenge von Hormus beteiligen - unter bestimmten Bedingungen. Dies habe er US-Präsident Donald Trump zugesichert, sagt der CDU-Politiker in Berlin. Dafür brauche es aber ein Mandat, am besten des UN-Sicherheitsrats, und ein "tragfähiges Konzept". Nötig sei außerdem ein Beschluss des Bundestags auf Basis einer Entscheidung der Bundesregierung, so Merz. "Deswegen sind von uns innerhalb weniger Tage hier keine Entscheidungen zu erwarten." Trump kenne den deutschen Entscheidungsprozess aus mehreren Gesprächen und respektiere dies, versichert Merz.
+++ 16:18 Merz: Trump droht nicht mit Abzug von US-Soldaten +++
US-Präsident Donald Trump hat in dem Telefonat mit Kanzler Friedrich Merz nach dessen Angaben nicht mit einem Abzug von US-Soldaten gedroht. "Wir haben weder über den Abzug gesprochen noch über die Einschränkung der Nutzung der Militärinfrastruktur, die von den amerikanischen Streitkräften in Deutschland vorgehalten wird", sagt Merz. Zu einer möglichen Einschränkung der Nutzung der US-Basen in Deutschland fügt er hinzu: "Es gibt Stationierungsabkommen. Und wir hatten in der Bundesregierung keine Veranlassung daran zu zweifeln, dass die amerikanischen Streitkräfte sich auch in den letzten Wochen im Rahmen der Befugnisse aus diesem Stationierungsabkommen verhalten haben."
+++ 16:10 Merz mahnt: Erfolg bei Verhandlungen nicht sicher +++
Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet mit schwierigen Verhandlungen für einen dauerhaften Frieden im Iran. "Ein diplomatischer Erfolg ist keineswegs ausgemacht", sagte der CDU-Vorsitzende in Berlin mit Blick auf die für Samstag geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Pakistan. "Die Ankündigung einer maßlosen Eskalation, die in den letzten Tagen im Raum stand, ist damit zunächst einmal abgewendet", sagte Merz mit Blick auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die iranische Zivilisation auszulöschen. Zwar gebe es jetzt eine Chance auf Frieden, dieser sei aber noch lange nicht erreicht, betonte Merz. "Allein die letzten 24 Stunden haben gezeigt, wie fragil die Waffenruhe in der Region ist, wie unklar die Lage auch in der Straße von Hormus bleibt und wie weit die Positionen der Beteiligten noch auseinander liegen."
+++ 16:00 Merz kritisiert Israels Kriegsführung im Libanon +++
Kanzler Friedrich Merz kritisiert die israelische Kriegsführung im Libanon. Man sehe die Lage in der gesamten Region mit großer Besorgnis, sagte der CDU-Politiker - aber mit besonderer Besorgnis die Lage im Süden des Libanon ."Die Härte, mit der Israel dort Krieg führt, könnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen. Und das darf nicht geschehen", betont Merz. "Deswegen habe ich gestern auch mit weiteren Staats- und Regierungschefs die israelische Regierung gebeten, ihre nochmals verschärften Angriffe zu beenden."
+++ 15:50 Merz: Bundesregierung nimmt Gespräche mit Iran wieder auf +++
Nach der vereinbarten Waffenruhe in Nahost nimmt die Bundesregierung ihre Gespräche mit der Regierung im Iran wieder auf. Ziel sei es, damit einen Beitrag zum Erfolg der anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges in der Region zu leisten, sagte Kanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz. Er betont, es öffne sich jetzt "ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung", die Lage sei aber noch "fragil".
+++ 15:28 Bericht: Trump drängt Europa zu Militärhilfe in der Straße von Hormus +++
Einem Bericht zufolge erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf europäische Staaten, militärisch in der Straße von Hormus zu unterstützen. Nato-Generalsekretär Mark Rutte soll Staaten darüber informiert haben, dass Trump innerhalb der nächsten Tage konkrete Zusagen für die Entsendung von Kriegsschiffen oder anderen militärischen Fähigkeiten aus Europa erwartet, berichtet der "Spiegel". Politische Zusagen wie in den Tagen seit Kriegsbeginn seien nicht mehr ausreichend. Demnach hieß es von mehreren Diplomaten, die Forderung Trumps komme einem Ultimatum gleich.
+++ 15:00 Thiele: "Trump braucht die Nato - versteht sie aber nicht genug" +++
US-Präsident Trump poltert gegen die Nato. Ralph Thiele sieht darin vor allem Frust und wenig Substanz. Die USA profitieren massiv vom Bündnis, erklärt der Militärexperte. Für Europa wäre es trotzdem gefährlich, weil Washington seine Verlässlichkeit aushöhle.
+++ 14:38 USA: Irans Niederlage wird "ganze Generation prägen" +++
Eigenen Angaben zufolge haben das US-amerikanische und israelische Militär die militärischen Fähigkeiten des Iran deutlich geschwächt. "Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, die Fähigkeit des iranischen Regimes, Macht über seine eigenen Grenzen hinaus auszuüben, zu zerstören, und diese Aufgabe haben wir eindeutig erfüllt", erklärt der Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper. Der Iran habe eine militärische Niederlage erlitten, "die eine ganze Generation prägen wird". Das US-Militär bleibe jedoch vor Ort, "wir bleiben wachsam und wir bleiben bereit, falls wir gerufen werden".
+++ 14:15 Irans Parlamentspräsident droht Israel mit "starken Reaktionen" +++
Irans Parlamentspräsident hat nach den verheerenden israelischen Angriffen im Libanon mit einer entschiedenen Reaktion gedroht. "Verstöße gegen die Waffenruhe haben konkrete Konsequenzen und ziehen STARKE Reaktionen nach sich. Löschen Sie das Feuer sofort", schreibt Mohammed-Bagher Ghalibaf auf X. Ghalibaf verweist dabei auch auf Worte von Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif, der die Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran in der Nacht zu Mittwoch verkündet hatte. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte verkündet, die Angriffe im Libanon fortführen zu wollen.
+++ 13:53 Irans Atomenergiebehörde schließt Beschränkung von Urananreicherung aus +++
Die iranische Atomenergiebehörde hat jegliche Beschränkung der Urananreicherung des Landes ausgeschlossen. Die Forderungen der USA würden "sich nicht erfüllen", erklärt der Chef der Behörde, Mohammed Eslami, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Isna. "Die Forderungen unserer Feinde, das iranische Anreicherungsprogramm einzuschränken, sind nichts weiter als Wunschvorstellungen, die sich nicht erfüllen werden", zitiert Isna den Behördenchef. "Alle Verschwörungen und Handlungen unserer Feinde, dieser brutale Krieg eingeschlossen, haben zu nichts geführt", fügte er hinzu.
+++ 13:29 Mehrere Schiffe befahren Straße von Hormus +++
Ein Tanker für Ölprodukte und fünf verschiedene Massengutfrachter haben in den letzten 24 Stunden die Straße von Hormus durchquert, wie aus einer Auswertung von Daten von Schiffsverfolgungsdiensten hervorgeht. Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge ist praktisch zum Erliegen gekommen: Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar gab es kaum Bewegung, und laut Daten von Kpler, Lloyd’s List Intelligence und Signal Ocean passierten durchschnittlich nur wenige Schiffe pro Tag die Meerenge. Vor dem 28. Februar fuhren laut Marktschätzungen durchschnittlich 140 Schiffe täglich durch die Meerenge.
+++ 13:03 Mehr als 3000 Kriegstote im Iran +++
Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen nach Worten eines Mediziners mehr als 3000 Menschen getötet worden. Etwa 40 Prozent der Leichen seien nicht identifizierbar gewesen, sagt der Leiter der iranischen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, laut einem Bericht der Zeitung "Shargh". Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte deutlich höher liegen. Aktivisten hatten in ihren eigenen Zählungen schon vor Wochen mehr als 3000 Tote gemeldet. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen berichtete am Mittwoch, dass mindestens 7650 Menschen ums Leben kamen, darunter 1030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen derzeit nicht.
+++ 12:36 Kallas: Waffenruhe sollte auch für den Libanon gelten +++
Die Verständigung auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sollte der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zufolge auf den Libanon ausgeweitet werden. Die vom Iran unterstützte Hisbollah sollte entwaffnet werden, schreibt Kallas auf X. Die israelischen Aktionen belasteten die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran stark. "Israelische Angriffe haben letzte Nacht Hunderte Menschen getötet, was es schwer macht zu argumentieren, dass solche hart durchgreifenden Maßnahmen unter Selbstverteidigung fallen."
+++ 11:57 Trump weint, Welt brennt: Irans finstere Lego-Propaganda +++
Der kleine Lego-Trump hat Alpträume, ihm brennt der Hintern, Lego-US-Soldaten werden niedergeknüppelt - das zeigen animierte Propaganda-Videos, die online derzeit viral gehen. Experten halten diese unterhaltsame Form der Propaganda, die sich der Internetkultur bedient, für "unglaublich besorgniserregend".
+++ 11:35 China fordert Zurückhaltung nach Israels Angriff auf Libanon +++
China fordert nach den Angriffen Israels auf den Libanon Zurückhaltung. Die Volksrepublik rufe die jeweiligen Seiten auf, ruhig zu bleiben und zum Abkühlen der Lage in der Region beizutragen, sagt Außenamtssprecherin Mao Ning. Die Souveränität und Sicherheit des Libanons dürfe nicht verletzt werden, erklärte sie weiter. Israels massiver Angriff auf Ziele im Libanon hatte gestern nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 180 Menschen getötet und rund 900 weitere verletzt. Israels Militär hatte das Vorgehen damit begründet, Kommandeure und militärische Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen zu haben.
+++ 10:57 Brake: "Wir füttern das Monster, das uns bei der Gurgel hält" +++
Die Straße von Hormus wird nur kurzfristig freigegeben, nun ist sie erneut blockiert - mit Folgen für den globalen Energiemarkt. Moritz Brake, Experte für maritime Sicherheit, warnt: "Es fehlt wirklich physisch an Öl." Der Preiskampf eskaliert. Dabei gehöre die Meerenge dem Iran "völkerrechtlich gar nicht".
+++ 10:29 Israel meldet Tötung eines engen Beraters von Hisbollah-Chef +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei Angriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Vortag einen Sekretär und engen Berater von Hisbollah-Chef Naim Kassem getötet. "Gestern hat die israelische Armee einen Angriff in der Region Beirut ausgeführt und Ali Jussuf Harschi, den persönlichen Sekretär und Neffen des Hisbollah-Chefs, getötet", erklärt die Armee. Hartschi sei "ein enger Mitarbeiter und persönlicher Berater" Kassems gewesen und habe "eine zentrale Rolle bei der Verwaltung und Sicherheit seines Büros" gespielt, heißt es weiter.
+++ 09:41 Sharma: Iran könnte "auf Knopfdruck Chaos" auslösen +++
Im Nahen Osten gilt eigentlich eine Feuerpause. Doch Israel nimmt sich aus der Rechnung und greift den Libanon unvermindert an. Teheran droht, die Gespräche mit den USA platzen zu lassen. "Es zeigt vor allem, wie fragil diese Waffenruhe ist", sagt ntv-Reporterin Kavita Sharma. Der Iran hat ein entscheidendes Druckmittel.
+++ 09:17 Pellmann: "Deutschland ist de facto am Iran-Krieg beteiligt" +++
Sören Pellmann fordert im ntv Frühstart, dass Deutschland sich nicht an der militärischen Sicherung der Straße von Hormus beteiligt. Auch eine Schließung der US-Basen hierzulande unterstützt der Linke-Fraktionschef, da Deutschland durch die Nutzung der Infrastruktur de facto am Krieg beteiligt sei.
+++ 08:41 Griechenlands Premier: Hormus-Gebühr "völlig inakzeptabel" +++
Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis fordert nach Ende des Iran-Krieges einen gebührenfreien und sicheren Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. "Ich glaube nicht, dass die internationale Gemeinschaft bereit wäre zu akzeptieren, dass der Iran für jedes Schiff, das die Straße von Hormus durchquert, eine Mautstelle einrichtet", sagt er dem US-Fernsehsender CNN. "Das erscheint mir völlig inakzeptabel." Griechenland verfügt über eine der weltweit größten Handelsflotten, gemessen an der Frachttransportkapazität.
+++ 07:44 Großbritannien: Schifffahrt durch Straße von Hormus muss gebührenfrei sein +++
Großbritannien fordert eine gebührenfreie Schifffahrt durch die Straße von Hormus. "Die grundlegenden Freiheiten der Meere dürfen nicht einseitig entzogen oder an einzelne Bieter verkauft werden", sagt Außenministerin Yvette Cooper laut vorab veröffentlichten Auszügen aus einer Rede. Damit stellt sie sich den Bestrebungen des Iran entgegen, die Meerenge zu kontrollieren und künftig Gebühren für die Durchfahrt zu erheben. Vor dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran galt die Meerenge formell als internationales Gewässer. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases wird durch die Wasserstraße transportiert. Es dürfe keinen Platz für Mautgebühren auf einer internationalen Wasserstraße geben, sagt Cooper. Zudem schließt sich Cooper der Forderung an, die kürzlich zwischen den USA und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe auf den Libanon auszuweiten. Israel hat zuletzt seine bislang schwersten Angriffe auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon geflogen.
+++ 06:55 "Jetzt gilt es": Nouripour macht Druck auf Bundesregierung +++
Der grüne Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour hat eine zentrale Rolle Deutschlands bei der Sicherung einer Friedenslösung im Iran-Krieg gefordert. "Jetzt gilt es, sich im europäischen Geleit eine eigenständige Rolle zu erarbeiten", sagt Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die bisherige Kopf-im-Sand-Haltung der Bundesregierung war nicht im Interesse Deutschlands." Deutschland habe in im Nahen Osten handfeste Interessen, betont Nouripour. "Von der Freiheit der Schifffahrt bis zur Stabilität und der Energiepartnerschaft."
+++ 06:37 Trump: US-Militär bleibt schussbereit +++
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer neuen militärischen Eskalation gedroht, falls Teheran sich nicht komplett an das Waffenruheabkommen halten sollte. Die Schiffe, Flugzeuge und Soldaten des US-Militärs würden, gegebenenfalls auch mit zusätzlicher Ausrüstung, rund um den Iran stationiert bleiben, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Dies gelte, bis das "erzielte WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird". Es werde alles bereitgehalten, was für die "Vernichtung" eines bereits geschwächten Gegners notwendig sei, schreibt er weiter. Sollte dies nicht geschehen, werde es zu deutlich stärkeren militärischen Maßnahmen kommen. Dann beginne das "Schießen" - "größer, besser und stärker" als je zuvor, warnte Trump. Er bezeichnete dieses Szenario gleichzeitig als "höchst unwahrscheinlich".
+++ 06:02 China: Kein Frieden in Nahost, sondern "eine Gelegenheit +++
Chinesische Staatsmedien fordern, das "schmale Fenster" des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran für Friedensverhandlungen zu nutzen. Die Feuerpause sei "kein Frieden, sondern eine Gelegenheit", kommentiert die staatliche Zeitung "China Daily". Die Versuchung, die Pause militärisch zur Neuaufstellung zu nutzen, sei groß. Bei falschen Entscheidungen drohe eine viel längere und schädlichere Krise. Die von der Kommunistischen Partei kontrollierte "Global Times" schreibt, die US-Truppen stünden bereit weiterzukämpfen, auf iranischer Seite hätten die Soldaten weiter "die Finger am Abzug". Sollten die Verhandlungen nur zum Zeitschinden genutzt werden, könne der Konflikt jederzeit wieder eskalieren.
+++ 05:21 Schah-Sohn Pahlavi: Politischer Umbruch ist "einzige Lösung" +++
Schah-Sohn Reza Pahlavi pocht trotz der mit den Machthabern in Teheran vereinbarten Waffenruhe auf einen politischen Umbruch im Iran. "Wir hoffen (...), dass die freie Welt versteht, dass die einzige Lösung - nicht nur für uns, sondern auch für alle unsere Nachbarn in der Region und für die ganze Welt - darin besteht, dass dieses Regime nicht mehr an der Macht ist", sagt Pahlavi im Interview mit dem französischen Sender LCI. Anders als US-Präsident Donald Trump es darstelle, gebe es im Iran bislang keinen politischen Umbruch. Es seien dieselben Menschen, "vielleicht etwas geschwächt", die weiterhin an der Macht seien. "Für uns ist das kein Regimewechsel", sagte er. "Es muss einen klaren Schnitt geben."
+++ 04:29 Hisbollah meldet Raketenangriffe auf Israel +++
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon feuert nach eigenen Angaben wieder Raketen auf Israel. "Als Reaktion auf die Verletzung des Waffenruhe-Abkommens durch den Feind" sei am frühen Morgen der israelische Kibbuz Manara nahe der Grenze zum Libanon "mit einem Raketenhagel" ins Visier genommen worden, teilt die Miliz mit. Zuvor hatte die Hisbollah erklärt, sie habe das "Recht", auf israelische Angriffe zu reagieren. Die israelische Armee hatte nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt
+++ 03:55 Wegen Seeminen: Iran verweist auf Alternativen zur Hormus-Straße +++
Wegen der Gefahr durch mögliche Seeminen in der Straße von Hormus verweist die Marine der iranischen Revolutionsgarden auf zwei alternative Routen entlang der iranischen Küste. "Alle Schiffe, die beabsichtigen, die Straße von Hormus zu passieren", sollten "zum Schutz vor möglichen Kollisionen mit Seeminen alternative Routen" nutzen, heißt es in einer Erklärung, die in iranischen Medien verbreitet wird. Es gibt Anweisungen für eine alternative Ein- und Ausfahrt durch die Meerenge. Die Routen verlaufen demnach südlich und nördlich der Insel Larak. Um aus dem Arabischen Meer in den Golf einzufahren, müssen Schiffe zwischen der iranischen Küste und Larak hindurchfahren. Die Schifffahrtszeitschrift "Lloyd's List" hat diese Passage als "Teheraner Mautstelle" bezeichnet.
+++ 02:56 Trump spricht nach Rutte-Treffen wieder über Grönland +++
US-Präsident Donald Trump wirft den Nato-Partnern erneut mangelnde Unterstützung im Krieg gegen den Iran vor. Dabei thematisiert er wieder den Streit um Grönland. "Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen", schreibt er in Großbuchstaben auf seiner Plattform Truth Social nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Die Verbündeten sollten sich an Grönland erinnern, das er als "großes, schlecht verwaltetes Stück Eis" bezeichnet.
+++ 02:30 Macron: Waffenruhe muss auch für Libanon gelten +++
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron pocht in Telefonaten mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian auf ein Einhalten der vereinbarten Waffenruhe. "Sie muss den Weg für umfassende Verhandlungen ebnen, die die Sicherheit aller im Nahen Osten gewährleisten", schreibt er auf X. Er habe auch mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Premierminister Nawaf Salam telefoniert und Frankreichs uneingeschränkte Solidarität angesichts der massiven israelischen Angriffe im Libanon zum Ausdruck gebracht, so Macron weiter. "Wir verurteilen diese Angriffe auf das Schärfste." Der Libanon müsse vollständig unter dem Schutz des Waffenstillstands stehen.
+++ 01:57 Rutte: Trump ist "eindeutig enttäuscht" über Nato +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnet das Gespräch mit US-Präsident Trump im Weißen Haus als "sehr offene Diskussion zwischen zwei Freunden". Trump habe sich "eindeutig enttäuscht" über das transatlantische Bündnis und mehrere Partnerstaaten gezeigt, so Rutte im interview mit dem US-Sender CNN. Ob und in welchem Umfang ein möglicher Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Verteidigungsbündnis thematisiert wurde, sagt Rutte nicht.
+++ 01:24 Heftige Angriffe im Libanon: Über 180 Tote an einem Tag +++
Am ersten Tag nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran verstärkt die israelische Armee ihre Angriffe im Libanon. Bei den massiven Angriffen wurden mindestens 182 Menschen getötet und 890 weitere verletzt, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Die Hauptstadt Beirut habe die heftigsten Angriffe seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz erlebt. Israel erklärt, die Waffenruhe gelte nicht für den Libanon.
+++ 00:39 Trump: Iran und USA könnten Straße von Hormus gemeinsam absichern +++
Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus könnte nach den Worten von US-Präsident Trump gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert werden. Es gebe die Überlegung, es als Gemeinschaftsprojekt umzusetzen, sagt er dem Sender ABC News zufolge. "Das ist eine Möglichkeit, sie abzusichern - auch vor anderen Leuten", sagt er, ohne weiter ins Detail zu gehen. Trump hatte sich zuvor bereiterklärt, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, sollte Teheran die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus öffnen. Der Iran hält derweil weiterhin an einer Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Meerenge fest. Laut einer Erklärung von Irans Außenminister Abbas Araghtschi unterliegt der Verkehr nach wie vor "technischen Beschränkungen und der Abstimmung mit den iranischen Streitkräften". Der Iran hatte zuvor den Vorschlag unterbreitet, eine Art Maut von Schiffe zu kassieren und diese mit dem Oman, der sich auf der anderen Seite der Straße von Hormus befindet, zu teilen. Zu einem möglichen Engagement der USA ist aus Teheran bisher nichts zu hören.
+++ 23:58 Vance: Waffenruhe zwischen USA und Iran umfasst nicht den Libanon +++
US-Vizepräsident JD Vance sieht den Libanon nicht in der vereinbarten Waffenruhe inbegriffen. Dass der Iran davon ausgehe, sei ein Missverständnis, sagt Vance in Budapest. "Weder wir noch die Israelis haben gesagt, dass dies Teil der Waffenruhe sein würde." Die USA hätten derlei Versprechen nie auch nur angedeutet. "Was wir gesagt haben, ist, dass sich der Waffenstillstand auf den Iran und die Verbündeten der USA konzentrieren würde". Dazu zählen laut Vance neben Israel auch die arabischen Golfstaaten.
+++ 23:24 Bericht: USA erwägen Schließung von Militärbasis in Deutschland oder Spanien +++
Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die "Bestrafung" bestimmter Nato-Mitgliedsländer wegen einer mangelnden Unterstützung der USA während des Iran-Kriegs. So könnten US-Soldaten aus bestimmten Ländern abgezogen werden, die wenig geholfen hätten, und in Ländern stationiert werden, die die US-Angriffe stärker unterstützt hätten, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Auch könne der Plan umfassen, eine US-Basis in mindestens einem europäischen Land zu schließen, möglicherweise in Deutschland oder in Spanien, hieß es.
+++ 23:06 Hisbollah: Leibwächter von Hisbollah-Chef bei Angriff getötet +++
Bei einem israelischen Luftangriff im Süden des Libanon ist nach Hisbollah-Angaben ein Leibwächter des Hisbollah-Chefs Naim Kassim getötet worden. Der genaue Ort ist unklar. Aus israelischen Sicherheitskreisen heißt es, ein anderer Angriff Israels habe ein Gebäude sowie einen nahegelegenen Parkplatz in der libanesischen Hauptstadt Beirut getroffen. Es sei vermutet worden, dass Kassim selbst sich dort versteckt gehalten habe. Kassim führt die Schiitenorganisation seit Oktober 2024 an. Er folgte auf den langjährigen Generalsekretär Hassan Nasrallah, der im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im September 2024 vom israelischen Militär gezielt getötet wurde.
+++ 22:49 Israel hebt Beschränkungen durch Ausnahmezustand weitgehend auf +++
In Israel sollen ab morgen zahlreiche Beschränkungen gelockert werden, die zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar im Rahmen des Ausnahmezustands eingeführt worden waren. Bis auf das Grenzgebiet zum Libanon im Norden könne das Leben in den anderen Landesteilen ab 06 Uhr Ortszeit (05 Uhr MESZ) "zum normalen Maß" zurückkehren, kündigen die Sicherheitsbehörden am Mittwoch an. Das bedeutet, dass Unternehmen wieder normal arbeiten und die Schulen wieder öffnen können. Der Donnerstag ist an den meisten Schulen der erste Tag nach den Pessach-Schulferien. Der Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv will ab Mitternacht wieder in den Normalbetrieb gehen. In vielen Landesteilen bleiben allerdings Versammlungen weiter auf 1000 Teilnehmer beschränkt.
+++ 22:09 Tanker müssen umkehren - Iran hat Straße von Hormus geschlossen +++
Im iranischen Staatsfernsehen heißt es, die Straße von Hormus sei vollständig geschlossen worden. Öltanker müssten wieder umkehren.
+++ 21:48 Bericht: Nato erwägt Marine-Einsatz am Persischen Golf, um Trump zu beschwichtigen +++
Die Nato erwägt einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge einen Marine-Einsatz in der Nahost-Region, um den Schiffsverkehr im Persischen Golf zu sichern. "Es spricht vieles dafür, das als Nato-Mission zu organisieren", zitiert die Zeitung Nato-Insider. Zu den Vorteilen einer Nato-Mission gehöre, dass die Amerikaner in den Einsatz eingebunden wären. Zugleich würde das Bündnis den USA beweisen, dass es weiterhin relevant sei. Eine Idee wäre demnach, die Mission zunächst als "Koalition der Willigen" zu starten und dann auf dem Nato-Gipfel im Juli in Ankara in die Nato-Kommandostrukturen zu überführen. Die mögliche Nato-Mission könne der "Tribut" sein, der nötig sei, um US-Präsident Donald Trump zu besänftigen, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Nato-Insider weiter. Die Gespräche über einen solchen Einsatz seien aber noch in einem frühen Stadium.
+++ 21:24 US-Regierung drängt Iran zur Öffnung der Straße von Hormus +++
Die USA drängen den Iran zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormus. Präsident Donald Trump erwarte, dass die Meerenge "unverzüglich, schnell und sicher wieder geöffnet" werde, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in Washington. Jede Schließung sei "völlig inakzeptabel". Der Iran hatte die Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA zugesagt. Seit Verkündung der Feuerpause in der Nacht durchquerten nach Angaben des Meeres-Beobachungsdienstes MarineTraffic aber nicht einmal eine Handvoll Schiffe die Meerenge. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars war die Durchfahrt von Öltankern zuletzt wieder "vollständig unterbrochen". Als Grund nannte die Agentur den erneuten israelischen Angriff auf den Libanon. Dieser sei "ein Verstoß gegen die Waffenruhe". Die USA und Israel behaupten das Gegenteil. Tatsächlich hatte der pakistanische Ministerpräsident in der Mitteilung über die Einigung den Libanon allerdings einbezogen, wie Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf X schreibt..
+++ 21:02 Iran warnt: USA haben bereits gegen drei von zehn Punkten verstoßen +++
Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagt, drei zentrale Punkte des 10-Punkte-Vorschlags des Irans seien bereits vor den für Samstag in Pakistan geplanten Verhandlungen mit den USA verletzt worden. Zu den Verstößen gehörten die Verletzung eines Waffenstillstands im Libanon, das Eindringen einer Drohne in den iranischen Luftraum und die Verweigerung des Rechts des Iran auf Urananreicherung, schreibt Ghalibaf auf X. Unter solchen Umständen seien ein bilateraler Waffenstillstand oder Verhandlungen nicht sinnvoll.
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