Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:19 Krieg kostet USA bislang 25 Milliarden US-Dollar +++

10.04.2026, 00:01 Uhr

Der Iran-Krieg hat die USA und ihre Verbündeten einem Forschungsinstitut zufolge bislang 25 bis 35 Milliarden US-Dollar gekostet. Der untere Rand der Schätzung umfasst Kosten, die den USA angefallen sind, der obere Rand berücksichtigt auch Kosten, die bei Partnernationen in der Region entstanden sind. Das geht aus Schätzungen für das American Enterprise Institute hervor, die von Elaine McCusker erhoben wurden, einer hochrangigen Budgetbeamtin im Pentagon während der ersten Trump-Regierung. Demnach haben die USA und ihre Partner Abfangraketen im Wert von rund 13,7 Milliarden Dollar sowie Bomben und Raketen für Angriffe im Wert von 9,7 Milliarden Dollar abgefeuert. Die Gefechtsschäden an US-Beständen, wie etwa zerstörte oder beschädigte Flugzeuge, werden auf 2,6 Milliarden Dollar geschätzt.

+++ 23:08 Libanon bestätigt Verhandlungen mit Israel für kommenden Dienstag +++

Der Libanon hat Verhandlungen mit Israel über eine Waffenruhe für kommenden Dienstag in Washington bestätigt. Dies hätten die Botschafter Libanons und Israels in Washington und der US-Botschafter im Libanon vereinbart, erklärt das Präsidialbüro in Beirut. Gegenstand dieses "ersten Treffens" sei die mögliche "Bekanntgabe einer Waffenruhe" und des "Beginns von Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel unter Federführung der USA". Am Donnerstag hatte die israelische Regierung bekannt gegeben, sie wolle direkte Gespräche mit dem Libanon über die Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern aufnehmen.

+++ 22:21 Irans Verhandlungsdelegation in Islamabad eingetroffen +++

Die iranische Verhandlungsdelegation ist in Islamabad angekommen. Das berichten iranische Medien. Zu den Unterhändlern zählten Außenminister Abbas Araghtschi, der Sekretär des Verteidigungsrates, der Chef der Zentralbank sowie mehrere Parlamentsabgeordnete. Angeführt werde die Gruppe von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Ghalibaf hat zuvor auf X erklärt, die USA hätten zugestimmt, eingefrorene iranische Vermögenswerte freizugeben und den Libanon in die Feuerpause einzubeziehen. Die Verhandlungen würden nicht beginnen, bevor diese Voraussetzungen erfüllt seien, betont Ghalibaf.

+++ 21:55 Israel: Haben 180 Hisbollah-Kämpfer in einer Minute getötet +++

Israels Militär hat nach eigenen Angaben bei einer koordinierten Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah im Libanon innerhalb einer Minute mehr als 180 Kämpfer getötet. Laut Armee wurden am Mittwoch rund 100 Ziele in Beirut, im Bekaa-Tal und im Südlibanon getroffen, darunter Kommandozentren, militärische Infrastruktur und Waffenlager. Das Militär erklärt weiter, von diesen Kommandozentren aus hätten Hisbollah-Kämpfer Angriffe gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet und geplant. Die meisten der angegriffenen Einrichtungen hätten sich inmitten ziviler Wohngebiete befunden.

+++ 21:25 Insider: Trump verzichtet auf TV-Ansprache zu Waffenstillstand +++

US-Präsident Donald Trump hat Insidern zufolge auf eine geplante Fernsehansprache an die Nation zu dem Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran verzichtet. Berater hätten Bedenken geäußert, die noch fragile Vereinbarung im Vorfeld der am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnenden Friedensgespräche zu sehr zu loben, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen. Das Präsidialamt weist die Darstellung zurück und teilt mit, eine solche Ansprache sei nie auf Ebene des Präsidenten diskutiert worden. Trump hatte die Feuerpause am Dienstag nur wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums über die sozialen Medien verkündet.

+++ 20:55 Libanon: 13 Sicherheitskräfte bei heftigen israelischen Luftangriffen getötet +++

Bei israelischen Angriffen auf die Stadt Nabatijeh im Süden des Libanons sind nach offiziellen Angaben am Freitag 13 Mitglieder der libanesischen Sicherheitskräfte getötet worden. Der amtlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge flog die israelische Luftwaffe "eine Serie heftiger Luftangriffe" auf die Stadt. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah starke Zerstörungen in Nabatijeh ."Dieser schmerzliche Verlust stärkt nur unsere Entschlossenheit, einen Waffenstillstand zu erreichen", erklärt der libanesische Regierungschef Nawaf Salam.

+++ 20:26 Pakistans Regierungschef wertet Gespräche als entscheidend für Nahost +++

Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif bezeichnet die in Islamabad anstehenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran als entscheidend für einen dauerhaften Waffenstillstand im Nahost-Konflikt. Dies sagt er in einer Rede am späten Abend.

+++ 19:45 Selbst Trumps hitzigste Hetzer wenden sich von ihm ab +++

Der Streit um den Iran-Krieg treibt Trumps Lager auseinander. Die hitzigsten Hetzer wie Tucker Carlson, Alex Jones und Joe Rogan - sie alle wenden sich gegen den US-Präsidenten. Der reagiert nun mit wütenden Attacken. Die Bewegung wirkt erstmals tief gespalten.

+++ 19:10 Trump droht Iran mit neuen Angriffen, falls Gespräche scheitern +++

Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan warnt US-Präsident Donald Trump vor einem Scheitern und droht mit neuen Angriffen auf die Islamische Republik. "Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden - sogar besser als das, was wir zuvor eingesetzt haben", so Trump in einem Interview mit der "New York Post". "Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen", sagte Trump mit Blick auf die von ihm erwähnten Waffen weiter. "Und wir werden sie in sehr wirkungsvoller Weise einsetzen." Trump spricht in dem Interview von einem "Neustart", der derzeit laufe.

+++ 18:40 Papst Leo XIV. und Macron kritisieren "sinnlose Gewalt" im Nahen Osten +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Papst Leo XIV. haben vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs zu Frieden in der Welt aufgerufen. "Angesichts der Brüche in der Welt ist der Einsatz für Frieden Pflicht und Anspruch", erklärt Macron nach seiner ersten Privataudienz bei Leo XIV. Der Papst verurteilt die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im Nahen Osten. Macron erklärt nach der Unterredung mit dem Papst auf X, Frankreich werde sich immer "für den Dialog, die Gerechtigkeit und Brüderlichkeit zwischen den Völkern einsetzen". Der Vatikan seinerseits erklärt, Leo XIV. und Macron hätten den Wunsch geäußert, angesichts der "Konflikte in der Welt" möge "das friedliche Zusammenleben durch Dialog und Verhandlungen wiederhergestellt werden". Der Papst erklärt, Christen könnten nicht an der Seite jener stehen, die "heute Bomben abwerfen".

+++ 18:10 Irans Parlamentspräsident nennt zwei Bedingungen für Start von Verhandlungen +++

Vor den Friedensgesprächen zwischen dem Iran und den USA hat der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf Bedingungen für den Start der Verhandlungen gestellt. "Zwei der Maßnahmen, auf die sich die Parteien geeinigt haben, müssen noch umgesetzt werden: ein Waffenstillstand im Libanon und die Freigabe der iranischen Vermögenswerte, noch vor Beginn der Verhandlungen", schreibt Ghalibaf auf X. "Diese beiden Fragen müssen geklärt werden, noch bevor die Gespräche beginnen", fügt Ghalibaf an. Ghalibaf und der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sollen voraussichtlich die iranische Delegation bei den Gesprächen anführen. Die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte war bislang nicht als Voraussetzung für den Beginn der Gespräche genannt worden. Die Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran ist jedoch Teil der zehn Forderungen, die Teheran zu Beginn der Verhandlungen gestellt hatte.

+++ 17:40 Kuwait: Militärangehörige bei iranischem Angriff verletzt +++

Kuwait meldet einen iranischen Angriff. Ziel seien mehrere Einrichtungen der Nationalgarde gewesen, teilt die Armee mit. Mehrere Militärangehörige seien verletzt worden. Außerdem sei erheblicher Sachschaden entstanden.

+++ 17:10 Nach Kritik an Iran-Krieg: Israel wirft Spanien aus Gaza-Mission +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu schließt Spanien inmitten anhaltender diplomatischer Spannungen aus der US-geführten Mission aus, die die Waffenruhe nach dem Gaza-Krieg überwachen soll. Spanien habe sich "wiederholt" dafür entschieden, sich gegen Israel zu stellen, sagt Netanjahu in einer Videobotschaft. "Ich habe heute verfügt, die Vertreter Spaniens aus dem Koordinierungszentrum in Kirjat Gat zu entfernen." In dem Ort im Süden Israels überwacht eine von den USA geleitete Mission die im Oktober in Kraft getretene Waffenruhe im Gaza-Krieg. "Ich werde keinem Land erlauben, einen diplomatischen Krieg gegen uns zu führen, ohne dass es einen unmittelbaren Preis dafür zahlt", so Netanjahu. Zuletzt stellte sich Sánchez gegen die Angriffe Israels und der USA, mit denen der Iran-Krieg begann.

+++ 16:41 Israel: Mehr als 4300 Hisbollah-Stellungen "zerstört" +++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehr als 4300 Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon "zerstört", seit sich der Iran-Krieg Anfang März auf das Land ausweitete. Zudem seien in dieser Zeit "mehr als 1400 Hisbollah-Terroristen eliminiert" worden, teilt die israelische Armee mit. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden seit dem 2. März mindestens 1888 Menschen getötet, darunter 163 Kinder. Die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldet derweil, bei neuen israelischen Angriffen seien in der Stadt Nabatijeh im Süden mindestens acht Mitglieder der libanesischen Sicherheitskräfte getötet worden. Die israelische Armee habe "eine Serie heftiger Luftangriffe" geflogen, darunter auf ein Gebäude mit Büros der Staatssicherheit.

+++ 16:10 Vance warnt Iran davor, die USA zu täuschen +++

Vor seiner Abreise zu Verhandlungen zum Iran-Krieg in Pakistan ermahnt US-Vizepräsident JD Vance Teheran dazu, die Gespräche mit den USA ernst zu nehmen. Wie US-Präsident Donald Trump verdeutlicht habe, sei man bereit, den Iranern die Hand zu reichen, wenn diese bereit seien, in gutem Glauben zu verhandeln, sagt Vance vor Journalisten. "Wenn sie versuchen werden, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam nicht besonders aufgeschlossen ist." Der Vizepräsident ist aber auch um Zuversicht bemüht: Man freue sich auf die Verhandlungen, betont er. Trump habe seinem Verhandlungsteam einige sehr klare Richtlinien gegeben. Man werde sich bemühen, gute Verhandlungen zu führen.

+++ 15:42 Hisbollah-Chef: Machen weiter "bis zum letzten Atemzug" +++

Hisbollah-Chef Naim Kassim hat erneut die Kampfbereitschaft der Organisation betont. "Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen", heißt es in einer im Fernsehen verlesenen Rede Kassims. Israel sei es in 40 Jahren nicht gelungen, die Hisbollah davon abzuhalten, Raketen, Drohnen und andere Geschosse auf sein Gebiet abzufeuern. Die israelischen Waffen und Bedrohungen schüchterten die Hisbollah nicht ein. "Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes", sagt er mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. "Wir werden unsere Souveränität wieder herstellen und den Besatzer vertreiben." Kassim fordert die libanesische Regierung dazu auf, "keine Zugeständnisse" zu machen.

+++ 15:14 Bericht: Sechs Tote nach israelischem Angriff auf Waschanlage im Libanon +++

Medienberichten zufolge sind bei einem israelischen Angriff auf eine Autowaschanlage im Libanon sechs Menschen getötet worden. Dies berichtet Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA. Demnach treffen die Angriffe israelischer Truppen vor allem Südlibanon. Bei einem weiteren Angriff sei ein Mensch getötet worden. Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an. Die Hisbollah feuerte im Laufe des Tages erneut Geschosse auf den Norden Israels. Dort wurde lokalen Medien zufolge in der arabischen Ortschaft Deir al-Asad am Nachmittag eine Schule beschädigt.

+++ 14:48 WHO: Gesundheitssystem im Libanon ist nach Angriffswelle am Limit +++

Nach der massiven israelischen Angriffswelle im Libanon schwinden die medizinischen Vorräte im Land. Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Libanon, Abdinasir Abubakar, warnt davor, dass medizinische Versorgungsgüter wie Arzneimittel und Blutkonserven knapp werden könnten. Innerhalb weniger Tage seien drei bis vier Wochenvorräte an medizinischen Gütern aufgebraucht worden, berichtet er in einer Video-Pressekonferenz. Das Gesundheitssystem sei am Limit. Seit Kriegsbeginn seien im Libanon 13 Krankenhäuser beschädigt worden, sechs seien kriegsbedingt geschlossen worden.

+++ 14:25 Iran fordert Einbeziehung des Libanon in Friedensgespräche +++

Der Libanon will nach Angaben eines Insiders in der kommenden Woche an einem Treffen mit Vertretern der USA und Israels in Washington teilnehmen, um eine Waffenruhe zu besprechen und zu verkünden. Das genaue Datum stehe noch nicht fest, sagt ein hochrangiger libanesischer Regierungsvertreter. Die Position des Libanon sei, dass eine Waffenruhe die Voraussetzung für weitere Gespräche über ein umfassenderes Abkommen mit Israel bilde, erklärt er weiter. Auch die iranische Führung fordere Garantien, dass der Libanon Thema der Verhandlungen wird, heißt es aus gut informierten Kreisen in Teheran. Israel greift bislang weiterhin Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon an. Diese feuerte ihrerseits am Morgen Geschosse auf Nordisrael ab.

+++ 14:00 Iran: USA und Israel haben rund 125.000 zivile Einrichtungen beschädigt +++

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 125.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 100.000 Wohnungen und mindestens 23.500 Geschäfte, sagt der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, im iranischen Staatsfernsehen. Neben Wohn- und Geschäftsvierteln seien im Krieg auch zahlreiche andere zivile Einrichtungen getroffen worden. Koliwand zufolge wurden etwa 339 medizinische Einrichtungen, darunter Krankenhäuser, Apotheken, Notfallzentren und Labore bei den Luftangriffen beschädigt. Außerdem seien 32 Universitäten getroffen worden. 857 Gebäude von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen seien gezielt attackiert worden, so Koliwand.

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Bei Angriffen am vergangenen Donnerstag wurde unter anderem eine Brücke bei Teheran beschädigt. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 13:30 Trump soll vor Rutte stundenlange Schimpftirade abgelassen haben +++

US-Präsident Donald Trump ist bei seinem Treffen mit Nato-Chef Mark Rutte anscheinend mehrfach ausfällig geworden. "Politico" schreibt von einer "stundenlangen Schimpftirade hinter verschlossenen Türen". Der Hauptgrund: Frust, weil mehrere Partner den USA die Nutzung von Militärstützpunkten für Angriffe auf Iran verweigert hatten. Die Spekulationen über einen Nato-Austritt der Vereinigten Staaten hatten deswegen bereits zugenommen. Drei Insider berichteten dem Magazin jedoch, dass Trump in dem Gespräch nicht angedeutet habe, dass die USA ihre Verpflichtungen gegenüber der Nato aufgrund der Entscheidungen reduzieren würden. Auch habe er keine spezifischen Forderungen gestellt. Dennoch soll sich der US-Präsident von seinen Partnern verraten gefühlt haben. Er sei in dem Gespräch mit Rutte immer wieder auf dem Thema herumgeritten.

+++ 13:00 Starmer schimpft wegen hoher Energiepreise über Trump und Putin +++

Der britische Premierminister Keir Starmer macht US-Präsident Donald Trump und den russischen Präsidenten Wladimir Putin für die weltweit steigenden Energiepreise mitverantwortlich. Er "habe es satt", dass britische Familien und Unternehmen mit schwankenden Energiekosten zu kämpfen hätten "wegen der Handlungen von Putin oder Trump auf der ganzen Welt", sagt Starmer dem Sender ITV. Trump hatte den britischen Premier wegen der aus seiner Sicht mangelnden Unterstützung Großbritanniens im Iran-Krieg in den vergangenen Wochen wiederholt angegriffen. Starmer betonte stets, dass Großbritannien sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen werde. Noch am Donnerstagabend telefonierten Starmer und Trump miteinander. Der Downing Street zufolge waren sich die beiden einig, dass mit der vereinbarten Waffenruhe und einer Einigung über die Öffnung der Straße von Hormus "der nächste Schritt zur Lösungsfindung" anstehe. Bei ITV sagte Starmer, für eine offene Straße von Hormus müsse es eine "mautfreie Schifffahrt" geben.

+++ 12:27 IEA: Diesel und Kerosin könnten in Europa knapp werden +++

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, befürchtet Diesel- und Kerosin-Engpässe in Europa. "Wenn sich die Lage nicht verbessert, könnten Diesel und Kerosin in Europa bald knapp werden. Nicht sofort, aber in den kommenden Wochen", sagte der Ökonom im Interview mit dem "Spiegel". "Viele Treibstofflager haben sich in den vergangenen Wochen geleert. Wenn sich die globale Diesel- und Kerosinproduktion nicht bald erholt, könnte es im Monat Mai für einige europäische Staaten brenzlig werden." Welche Staaten das sind, wollte Birol nicht sagen.

+++ 12:00 Rotes Kreuz warnt vor humanitärer Katastrophe wegen israelischer Angriffe +++

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt angesichts der anhaltenden Angriffe Israels auf den Libanon vor einer humanitären Katastrophe in dem Land. "Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten", sagt DRK-Präsident Hermann Gröhe der "Rheinischen Post". Die humanitäre Lage im Libanon habe sich nochmals deutlich verschlimmert. In den vergangenen Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten, beklagt das DRK. Zwar seien die Folgen noch nicht ganz klar, "aber wir müssen von hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen", so Gröhe. Es empöre ihn auch, dass selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden - 2024 und 2025 seien es weltweit über 300 gewesen. Das humanitäre Völkerrecht müsse eingehalten werden, fordert Gröhe. Es gebe Regeln, "welche ein Mindestmaß an Menschlichkeit eben gerade auch in bewaffneten Konflikten bewahren sollen". Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal müssten geschont und die Zivilbevölkerung geschützt werden.

+++ 11:30 Iraner "haben panische Angst, zurückkehren zu müssen" +++

Viele Iraner blicken mit "großer Skepsis" auf die vereinbarte Waffenruhe, berichtet ntv-Reporterin Kavita Sharma. Einige von ihnen würden erneute Eskalationen und ein noch härteres Regime fürchten. Derweil werfen die geplanten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sowie das Treffen in Pakistan Fragen auf.

+++ 11:00 Trump nennt Kriegskritiker aus rechtem Lager "dumme Leute" +++

US-Präsident Donald Trump zeigt sich erbost über bekannte Kommentatoren aus seinem eigenen politischen Lager, die sich gegen den Iran-Krieg ausgesprochen haben. "Das sind dumme Leute, sie wissen es selbst, ihre Familien wissen es und alle anderen wissen es auch", schreibt Trump in einer wütenden Tirade in seinem Online-Dienst Truth Social. Zu den von ihm unter anderem als "Spinner" und "Unruhestifter" bezeichneten Kommentatoren gehören bekannte Namen aus dem rechten Lager wie die ehemaligen Fox-News-Journalisten Tucker Carlson und Megyn Kelly sowie die Verschwörungsideologen Alex Jones und Candace Owens. Die von Trump Geschmähten hatten den US-Präsidenten wegen des Iran-Kriegs lautstark kritisiert. Sie warfen ihm vor, Wahlkampfversprechen gebrochen zu haben, wonach er die USA nicht in Kriege hineinziehen würde. Einige Kommentatoren beschuldigten Trump auch, sich Druck aus Israel gebeugt zu haben. Der Streit belegt die Spaltung im Trump-Lager über den Iran-Krieg. Für die Republikanische Partei bedeutet dies ein Risiko mit Blick auf die sogenannten Zwischenwahlen im November.

+++ 10:30 Hisbollah und Israel greifen sich weiter gegenseitig an +++

Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an. Die Hisbollah feuerte am Morgen erneut Geschosse auf den Norden Israels. Dort wurde israelischen Medien zufolge ein Haus von einer Rakete der Miliz getroffen und beschädigt. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte einen Raketenangriff für sich. Auch im Libanon wurden erneut Angriffe gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen vor allem im Südlibanon. Mindestens ein Mensch sei dabei getötet worden. Bei verheerenden israelischen Angriffen im Libanon waren libanesischen Angaben zufolge am Mittwoch mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.

+++ 10:00 Mehr als 10.000 Sicherheitskräfte sollen Iran-Gespräche in Islamabad schützen +++

Pakistan erhöht vor dem Beginn von Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran die Sicherheit in der Hauptstadt. Mehr als 10.000 Sicherheitskräfte, darunter Soldaten, Polizisten und paramilitärische Einheiten werden Behördenvertretern zufolge in Islamabad stationiert. Das Regierungsviertel und die diplomatische Zone werden abgeriegelt. In Islamabad wollen Vertreter aus Washington und Teheran nach mehr als fünf Wochen Krieg über ein dauerhaftes Ende des Konflikts sprechen. Aus Sicherheitskreisen in Pakistan hieß es, zunächst seien heute Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen. Am Samstag sei dann ein Treffen der Verhandlungsführer angedacht. Die Gespräche könnten bei Bedarf demnach auch bis Sonntag andauern. Der Iran hat eine Abreise oder Ankunft seiner Verhandlungsdelegation bislang nicht bestätigt. Vor den Gesprächen herrscht Misstrauen, das auch die Verhandlungen prägen dürfte. Sowohl die israelischen Angriffe im vergangenen Jahr als auch der Krieg Ende Februar erfolgten inmitten laufender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Die Kriegsparteien streiten zudem über die Öffnung der Straße von Hormus und die anhaltenden israelischen Angriffe im Libanon.

+++ 09:35 Ökonom: Iran behält Druckmittel gegenüber gesamter Weltwirtschaft in der Hand +++

Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer weist darauf hin, dass der Iran mit der faktischen Kontrolle der Straße von Hormus ein Druckmittel gegenüber der gesamten Weltwirtschaft in der Hand hält. "Auch wenn Europa - und gerade Deutschland - einen Großteil seines Erdöls und Erdgases aus anderen Ländern und nicht aus dem Mittleren Osten erhält, können Lieferketten gefährdet werden", warnt der Experte. Denn Deutschland und die anderen europäischen Länder importierten diverse Waren wie Chemikalien, Edelgase und Aluminium aus den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Zudem ergebe sich eine indirekte Abhängigkeit durch Länder insbesondere in Asien, die ihrerseits abhängig sind von Energie aus dem Mittleren Osten und wichtige Lieferanten für die deutsche und europäische Industrie sind: "Aktuell ist der Verkehr in der Meerenge de facto noch eingestellt, und auch in Zukunft dürfte es immer wieder zumindest zu Einschränkungen kommen", prophezeit Stamer.

+++ 08:55 "Trump wirkt hilflos und schwach - Iran weiß um Probleme" +++

Vor der Waffenruhe droht Trump dem Iran mit martialischem Getöse. Zentrale Bedingung: die Öffnung der Straße von Hormus. Das ist nur bedingt passiert - und doch kommt vom US-Präsidenten seither vor allem Schweigen. ntv-US-Korrespondent Gordian Fritz erkennt darin die Hilflosigkeit Trumps.

+++ 08:00 WHO-Chef fordert Israel zur Rücknahme von Evakuierungsaufforderung auf +++

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, fordert das israelische Militär zur Rücknahme einer Evakuierungsaufforderung für die Bewohner eines Beiruter Stadtteils auf. Im Stadtviertel Jnah befinden sich laut WHO-Chef zwei große Krankenhäuser, deren rund 450 Patienten aktuell von keinen anderen medizinischen Einrichtungen in Beirut aufgenommen werden könnten. "Beide Einrichtungen arbeiten mit voller Kapazität, unter anderem bei der Versorgung der Verletzten der Angriffe vom 8. April", schreibt Tedros. Das israelische Militär hatte die libanesische Hauptstadt Beirut am Mittwoch massiv bombardiert. Die Angriffe trafen nicht nur die südlichen Vororte Beiruts, die als Hochburg der Schiitenmiliz Hisbollah gelten, sondern auch Wohn- und Geschäftsviertel im Zentrum Beiruts, viele davon ohne Vorwarnung. Der WHO-Chef fordert Israel auf, die Evakuierungsanordnung "zurückzunehmen und den Schutz aller Gesundheitseinrichtungen, des medizinischen Personals, der Patienten und der Zivilbevölkerung zu gewährleisten". Das libanesische Gesundheitsministerium meldete am Donnerstagabend, dass die Zahl der Toten nach den heftigen israelischen Angriffen auf Beirut und andere Teile des Landes auf 303 angestiegen sei.

+++ 07:10 Israel und Libanon könnten nächste Woche in Washington verhandeln +++

Israel und der Libanon wollen nach Angaben eines US-Regierungsvertreters in der kommenden Woche in Washington Gespräche zur Beilegung der Kämpfe führen. Ein Vertreter des US-Außenministeriums bestätigt, dass es ein Treffen unter US-Vermittlung geben werde, "um die laufenden Waffenruheverhandlungen mit Israel und dem Libanon zu erörtern". Die israelische Armee setzte derweil ihren Einsatz im Libanon fort, auch die Hisbollah feuerte erneut Raketen auf Israel. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif warf Israel vor, im Libanon einen "Völkermord" zu begehen. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte erklärt, bei solchen direkten Gesprächen könne um "die Entwaffnung der Hisbollah und die Schaffung von Friedensbeziehungen zwischen Israel und dem Libanon gehen". Ein libanesischer Regierungsvertreter sagte jedoch, vor Beginn jeglicher Verhandlungen mit Israel verlange Beirut einen Waffenstillstand. Weder Israel noch der Libanon haben die Gespräche in Washington nächste Woche offiziell bestätigt.

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Rettungskräfte suchen nach heftigen israelischen Angriffen auf Beirut nach Überlebenden unter den Trümmern. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

+++ 06:15 US-Regierung bestellt wegen Angriffen pro-iranischer Gruppen Iraks Botschafter ein +++

Das US-Außenministerium bestellt wegen Angriffen pro-iranischer Gruppen auf US-Interessen im Irak den irakischen Botschafter ein. Washington werde diese Angriffe "nicht tolerieren" und erwarte von der irakischen Regierung, dass sie "unverzüglich alle Maßnahmen ergreift, um die mit dem Iran verbündeten Milizen im Irak zu zerschlagen", erklärt der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott. Vizeaußenminister Christopher Landau habe den irakischen Botschafter Nasar al-Chirullah einbestellt, fügt Pigott hinzu. Landau habe al-Chirullah gegenüber die "entschiedene Verurteilung" der Angriffe zum Ausdruck gebracht, "einschließlich des Hinterhalts gegen US-Diplomaten in Bagdad am 8. April", erklärte Pigott, ohne Details zu dem mutmaßlichen Hinterhalt zu nennen. "Bei aller Anerkennung der Bemühungen der irakischen Sicherheitskräfte, auf diese Terrorangriffe zu reagieren", habe Landau "das Versagen der irakischen Regierung" betont, diese Angriffe zu verhindern, erklärt der Sprecher des US-Außenministeriums weiter. Die Beziehungen zwischen den USA und dem Irak litten darunter, dass "einige mit der irakischen Regierung verbundene Elemente weiterhin aktiv politischen, finanziellen und operativen Schutz für die Milizen bieten". Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges war auch der Irak in den Konflikt hineingezogen worden. Immer wieder beschossen pro-iranische bewaffnete Gruppen Ziele im Irak. Die US-Botschaft in Bagdad sowie ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am Flughafen von Bagdad wurden mehrmals beschossen. Auch pro-iranische Gruppen im Land wurden jedoch zum Ziel von Angriffen.

+++ 05:22 Saudi-Arabiens Ölproduktion sinkt um 600.000 Barrel +++

Nach jüngsten Angriffen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines ist Saudi-Arabiens Produktionskapazität für Erdöl um rund 600.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag gefallen. Zudem sei die Kapazität der wichtigen Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der Straße von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, um 700.000 Barrel pro Tag zurückgegangen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium. Der Grund sei ein Angriff auf eine Pumpstation der Pipeline. Durch die rund 1200 Kilometer lange Röhre können im Normalfall etwa 5 bis 7 Millionen Barrel pro Tag fließen.

+++ 04:11 Wadephul telefoniert mit Irans Außenminister +++

Außenminister Johann Wadephul hat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi telefoniert. "Ich habe Iran aufgefordert, den Waffenstillstand einzuhalten und sich auf konstruktive Verhandlungen einzulassen sowie freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen", schreibt der CDU-Politiker auf X.

+++ 03:03 Israel greift Hisbollah-Stellungen an +++

Die israelischen Streitkräfte greifen in der Nacht Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon an. Bei der Attacke seien etwa zehn Abschussrampen getroffen worden, von denen aus zuvor Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert worden seien, teilt das Militär mit.

+++ 02:15 Irans früherer Außenminister Charrasi stirbt nach Luftangriff +++

Der frühere iranische Außenminister Kamal Charrasi ist nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen sei vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden und sei nun ein Märtyrer, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Charrasi war von 1997 bis 2005 Außenminister der Islamischen Republik. Zuletzt beriet er Medienberichten zufolge den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei, der zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden war.

+++ 01:38 Pakistan spricht von Israel als "Fluch für die Menschheit" +++

Kurz vor Beginn der geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Beilegung des Kriegs kritisiert Israel den Vermittler Pakistan scharf. Auslöser waren Äußerungen des pakistanischen Verteidigungsministers Khawaja Muhammad Asif auf X, in denen er Israel als "Fluch für die Menschheit" und Krebsgeschwür bezeichnet. "Der Aufruf des pakistanischen Verteidigungsministers zur Vernichtung Israels ist empörend. Eine solche Äußerung darf von keiner Regierung toleriert werden, schon gar nicht von einer, die sich als neutraler Vermittler für den Frieden versteht", hieß es in einer Mitteilung des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. 

+++ 01:09 Israel: Hisbollah feuert Rakete ab +++

Nach Angaben des israelischen Militärs hat die Hisbollah eine Rakete auf Israel abgefeuert und damit in Teilen des Landes Luftalarm ausgelöst, darunter auch in Tel Aviv. Die Miliz selbst erklärt, sie habe am späten Abend israelische militärische Infrastruktur in der nördlichen Stadt Haifa angegriffen.

+++ 00:39 Kuwait meldet Drohnenangriffe trotz Waffenruhe +++

Der Golfstaat Kuwait meldet am zweiten Tag der Waffenruhe-Vereinbarung "feindliche Drohnenangriffe". Die Drohnen seien in den Luftraum des Landes eingedrungen und hätten "mehrere wichtige Einrichtungen" zum Ziel gehabt, erklärt die Armee auf X unter Verweis auf Angaben des Verteidigungsministeriums. Die Abwehrsysteme seien aktiviert worden. Es war der erste gemeldete Angriff in einem Golfstaat am Tag nach der Bekanntgabe einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen den USA und dem Iran.

+++ 23:52 Trump warnt Iran vor Mauterhebung auf Straße von Hormus +++

US-Präsident Trump fordert vom Iran eine gebührenfreie Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. Auf seiner Plattform Truth Social schreibt er, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: "Das sollten sie besser lassen, und falls sie es tun, sollten sie sofort damit aufhören".

+++ 23:04 Irans Delegation landet für Verhandlungen in Pakistan +++

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist eine iranische Delegation für Verhandlungen mit den USA eingetroffen. Geleitet wird sie nach Informationen von Insidern von Irans Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf. Pakistan wird am Samstag Gespräche zwischen Delegationen der beiden Länder ausrichten, nachdem am späten Dienstag eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart worden war. Für die USA wird voraussichtlich Vizepräsident JD Vance die Verhandlungen führen.

+++ 22:20 Erster nicht-iranischer Tanker passiert Straße von Hormus +++

Erstmals nach der Waffenruhe-Einigung im Iran-Krieg hat offenbar ein nicht-iranischer Tanker die Straße von Hormus passiert. Laut Daten der Plattform Marine Traffic handelt es sich um den unter gabunischer Flagge fahrenden Öltanker "MSG". Das Schiff war den Angaben zufolge mit rund 7000 Tonnen Heizöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Richtung Indien unterwegs. Seit dem Verkünden der Feuerpause in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) waren nur wenige Schiffe durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gefahren, darunter zwei Tanker unter iranischer Flagge, wie das Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler mitteilte. Ein Dutzend weiterer Schiffe nahm offenbar Kurs auf die Straße von Hormus.

+++ 21:48 Spanien legt bei Kritik an Israel und USA nach +++

Spanien verschärft seine Kritik an den israelischen Angriffen auf den Libanon und am Iran-Krieg. Außenminister Jose Manuel Albares bezeichnet den Konflikt vor Abgeordneten als "größten Angriff auf die Zivilisation" und wirft Israel vor, internationales Recht und die neu vermittelte zweiwöchige Waffenruhe zu verletzen. Ministerpräsident Pedro Sanchez fordert erneut die EU auf, ihr Assoziierungsabkommen mit Israel auszusetzen. Deutsche Regierungsvertreter sehen Sanchez' konfrontative Position der Nachrichtenagentur Reuters zufolge als innenpolitisch motiviert und wenig konstruktiv für den Zusammenhalt der Nato an.

+++ 21:25 Hisbollah feuert rund 50 Raketen auf Israel +++

Während Israel direkte Verhandlungen mit dem Libanon angekündigt, feuert die libanesische Hisbollah-Miliz am Abend erneut Raketen auf den Norden Israels. Israels Armee teilt auf Anfrage mit, seit dem Morgen habe die vom Iran unterstützte Miliz rund 50 Raketen aus dem Nachbarland auf Nordisrael gefeuert. In der Stadt Naharija heulen am Abend Berichten zufolge innerhalb von einer Stunde gleich viermal die Warnsirenen. Auch in anderen Orten in Nordisrael gibt es Raketenalarm. Die israelische Armee warnt vor Angriffen aus dem Libanon auf andere Gebiete in Israel in den kommenden Stunden. Sie ruft die Bevölkerung des ganzen Landes zur Wachsamkeit auf.

+++ 21:04 Antrag gegen Trumps Kriegsbefugnisse im Kongress gekippt +++

Im US-Kongress scheitert erneut ein Versuch, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden. Die von den oppositionellen Demokraten eingebrachte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde im Repräsentantenhaus von Trumps Republikanern abgewiesen. Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen, sollte die vereinbarte Feuerpause scheitern. Der Minderheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, nutzte ein Verfahren, das eine namentliche Abstimmung überflüssig macht, sofern kein Abgeordneter Einspruch erhebt, da der Kongress diese Woche noch in der Osterpause ist. Ein Vertreter der Republikaner legte jedoch sein Veto ein und kippte die Resolution damit.

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