Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:43 Ukrainische Drohnen treffen offenbar russische Raketenfabrik +++
Ukrainische Drohnen haben nach Angaben des Gouverneurs Alexander Bretschalow eine Anlage in der russischen Region Udmurtien getroffen. Es gebe Schäden und Verletzte, sagt Bretschalow in einem Video auf Telegram. Laut ukrainischen Medien galt der Angriff das Maschinenbauwerk von Wodkinsk, einem Zentrum der russischen Rüstungsindustrie. Der "Kyiv Independent" spricht von einer der wichtigsten Raketenfabriken des Landes. Dort werden unter anderem die häufig in der Ukraine eingesetzen Iskander-Raketen und Interkontinentalraketen gefertigt. Es wird zudem vermutet, dass auch die neuartige russische Mittelstreckenrakete Oreschnik dort gebaut wird. Wodkinsk liegt mehr als 1300 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
+++ 23:22 Ungarn droht mit Blockade von riesigem Ukraine-Darlehen +++
Der inoffizielle ukrainische Telegram-Kanal Realna Viyna berichtet, ukrainische Streitkräfte hätten eine Fabrik für russische Raketen in der Stadt Wotkinsk angegriffen. Er veröffentlicht dazu Bilder, die den Angriff zeigen sollen. Wotkinsk liegt etwa 1400 Kilometer von der Ukraine entfernt.
Ungarn droht überraschend, ein milliardenschweres Darlehen an die Ukraine nicht freizugeben. "Wir blockieren das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen wird", schreibt der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X. Die Druschba-Pipeline ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und auch die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern. Die Ölversorgung beider Länder ist weitestgehend von der Pipeline abhängig. Eigentlich gab es in der EU bereits eine Einigung darauf, der Ukraine über zwei Jahre bis zu 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Damit die ersten Gelder ausgezahlt werden können, muss nun nur noch der Rat der Mitgliedstaaten zustimmen, was eigentlich als Formalie gilt. Die Abstimmung ist nun aber verschoben.
+++ 22:06 Ukraine: Haben russische Luftabwehr im Wert von 75 Millionen Dollar zerstört +++
Die ukrainischen Unmanned Systems Forces (USF) haben drei russische TOR-M1-Luftabwehrsysteme im Gesamtwert von 75 Millionen Dollar zerstört, wie USF-Chef Robert "Madyar" Brovdi mitteilte. "Alle drei TORs befinden sich im besetzten Teil der Region Saporischschja. Die Operation wurde gleichzeitig von den Birds des 1. Separaten Zentrums der Unmanned Systems Forces durchgeführt", sagt Brovdi und teilte auf Telegram ein Video der mehr als 90 Sekunden dauernden Operation. Das TOR-M1 ist ein Kurzstrecken-Luftabwehrsystem, das mehrere Ziele gleichzeitig mit einer maximalen Reichweite von 12 Kilometern erkennen und bekämpfen kann. Die Kosten pro Einheit werden auf 25 Millionen US-Dollar geschätzt.
+++ 21:39 Ungarn blockiert Milliarden-Darlehen an die Ukraine +++
Ungarn kündigt an, das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der Europäischen Union an die Ukraine blockieren zu wollen, bis die russischen Öllieferungen über die beschädigte Druschba-Pipeline wieder aufgenommen werden. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn und nur wenige Tage vor dem vierten Jahrestag der Invasion Russlands. "Wir blockieren das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen wird", erklärt der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X. Das Ukraine-Unterstützungsdarlehen, das im Dezember 2025 vorläufig genehmigt wurde, deckt zwei Drittel des Bedarfs der Ukraine für 2026 und 2027 ab und sieht 30 Milliarden Euro (36 Milliarden US-Dollar) für die Haushaltsunterstützung und 60 Milliarden Euro (71 Milliarden US-Dollar) für militärische Zwecke vor.
+++ 20:51 Bericht: Thailand wird zum Handelsdrehkreuz für russische Drohnen +++
Thailand ist laut einem Bericht von Bloomberg News zu einer zunehmend wichtigen Transitroute für in China hergestellte Drohnen mit Ziel Russland geworden. Von Bloomberg ausgewertete Handelsdaten zeigen, dass Thailands Drohnenexporte nach Russland seit 2022 stark angestiegen sind, was zeitlich mit einem Anstieg der Drohnenimporte aus China einhergeht, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin die vollständige Invasion der Ukraine begonnen hatte. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 importierte Russland Drohnen im Wert von 125 Millionen US-Dollar aus Thailand – achtmal mehr als im Vorjahr – was 88 Prozent der gesamten Drohnenexporte Thailands ausmacht. Im gleichen Zeitraum exportierte China Drohnen im Wert von 186 Millionen US-Dollar nach Thailand, was fast den gesamten Importen dieses Landes entspricht. Bloomberg identifizierte das in Bangkok ansässige Unternehmen Skyhub Technologies Ltd. als Thailands zweitgrößten Importeur chinesischer unbemannter Luftfahrzeuge. Obwohl Skyhub in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung tritt, importierte das Unternehmen laut Handelsdaten auf Versandebene im Jahr 2025 Drohnen im Wert von 25 Millionen US-Dollar. Die Drohnen wurden Berichten zufolge von Autel Robotics, einem der größten Hersteller Chinas, geliefert. Aus den in dem Bericht zitierten Handelsdokumenten geht hervor, dass die Lieferungen fast 1000 Einheiten umfassten, die dem Modellcode von Autels EVO Max 4T entsprachen – einer Drohne, die ursprünglich für den zivilen Gebrauch vermarktet wurde, aber Berichten zufolge für den Einsatz auf dem Schlachtfeld in der Ukraine angepasst wurde.
+++ 19:53 Selenskyj: Haben bei Gegenoffensive im Süden 300 Quadratkilometer befreit +++
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass seine Armee kürzlich große Gebiete im Süden der Ukraine befreit habe, obwohl Washington und Moskau Kiew unter Druck setzen, weitere Regionen abzutreten, um den Krieg zu beenden. Selbst vor dem Hintergrund der von den USA geführten Gespräche zur Beendigung des Konflikts habe die Armee Kiews Gebiete von den einfallenden russischen Streitkräften zurückerobert, sagt Selenskyj in einem Exklusivinterview mit AFP im Präsidentenpalast in Kiew. "Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen", sagt Selenskyj, "aber heute kann ich vor allem unserer Armee - allen Verteidigungskräften - gratulieren, denn bis heute wurden 300 Quadratkilometer befreit."
+++ 19:22 USA verlängern Ausnahme von Öl-Sanktionen für Serbien +++
Die USA verlängern die Ausnahmen bei Sanktionen gegen die serbische Firma NIS in russischem Besitz bis zum 20. März. Dies gebe dem Balkanstaat einen weiteren Monat Zeit, Rohöl zu importieren, meldet der staatliche serbische Fernsehsender RTS. Hintergrund ist, dass sich Serbien ebenso wie Ungarn und die Slowakei neue Quellen für Äl-Importe suchen müssen, da Einfuhren aus Russland unter Sanktionen fallen.
+++ 18:52 Ukraine-Botschafter: Noch über 100 deutsche Firmen machen Geschäfte mit Russland +++
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, kritisiert, dass noch immer deutsche Firmen in Russland aktiv sind. Es gebe noch genug Unternehmen, die in Russland Geschäfte machen, sagt Makeiev im Deutschlandfunk. Diese würden dort weiterhin Geld verdienen und mit Steuern auf die Einnahmen die russische Armee finanzieren. Der Botschafter spricht von "über 100 deutschen Firmen". "Business ist etwas, was leider immer noch mit diesem verbrecherischen Russland für möglich gehalten wird in Europa", sagt Makeiev. Er ruft dazu auf, die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland zu kappen und die dort noch aktiven europäischen Firmen dazu zu bringen, dass sie Russland verlassen.
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