Politik

Wahl zum Vizepräsidenten AfD scheitert auch mit Otten im Bundestag

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Gerold Otten bei der Stimmabgabe im Bundestag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD ist auch mit ihrem Kandidaten Gerold Otten bei der Wahl zum Bundestagsvizepräsidenten gescheitert. Für die Partei ist es die dritte Schlappe in Folge. Zuvor verfehlten bereits zwei AfD-Abgeordnete die notwendige Mehrheit im Bundestag. Fraktionschef Gauland zeigt sich nach der Niederlage unbeirrt.

Die AfD ist erneut mit dem Versuch gescheitert, einen Abgeordneten aus ihren Reihen zum Bundestagsvizepräsidenten wählen zu lassen. Der 63 Jahre alte Berufsoffizier Gerold Otten aus Bayern erhielt in einer geheimen Abstimmung nicht die notwendige Mehrheit. Für den früheren Kampfpiloten stimmten 210 der Abgeordneten. Gegen den AfD-Kandidaten votierten 393 Abgeordnete. 31 Parlamentarier enthielten sich.

Otten ist bereits der dritte Kandidat, den die AfD nominiert hat. In der vergangenen Woche war die Juristin Mariana Harder-Kühnel aus Hessen im dritten Wahlgang abgelehnt worden. Vor ihr hatte der Bundestag Albrecht Glaser drei Mal durchfallen lassen.

Während Angehörige anderer Fraktionen bei Glaser vor allem Äußerungen zur Religionsfreiheit von Muslimen in Deutschland moniert hatten, gab es gegen Harder-Kühnel keine konkreten persönlichen Vorwürfe. Abgeordnete anderer Fraktionen, die sich gegen die Familienpolitikerin aussprachen, begründeten ihre Ablehnung mit Positionen anderer AfD-Politiker wie Björn Höcke vom rechtsnationalen Flügel der Partei. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erklärte beispielsweise: "Die Gesinnung lässt sich halt nicht trennen von den Menschen, mit denen ich gemeinsam Politik mache."

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland sagte nach der Abstimmung, Otten werde nochmals als Kandidat aufgestellt. Der Vorgang belege, "dass es überhaupt nicht um Personen geht". Otten warf den anderen Parteien vor, sie setzten "ihre Obstruktionspolitik" fort.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/AFP

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