Verkauf von StaatsbürgerschaftenAngebot aus Montenegro

Wer eine halbe Million Euro übrig hat, kann neuerdings die "wirtschaftliche Staatsbürgerschaft" des kleinen Balkanlandes Montenegro kaufen - und visafrei in die EU einreisen. Der gesuchte thailändische Ex-Regierungschef Thaksin hat schon zugegriffen, der russische Milliardär Abramowitsch soll interessiert sein.
Für Investitionen von mindestens 500.000 Euro will Montenegro ausländischen Geschäftsleuten künftig seine Staatsbürgerschaft anbieten, die unter anderem Visa-freie Einreise in die Europäische Union erlaubt. Das "wirtschaftliche Staatsbürgerschaft" genannte Programm wurde von der Regierung in Podgorica beschlossen. Damit sollen ausländische Geschäftsleute motiviert werden, in Montenegro zu investieren.
Die Staatsbürgerschaft könnte vor allem für Nicht-EU-Ausländer interessant sein. Denn seit Ende vergangenen Jahres brauchen Staatsbürger Montenegros kein Visum mehr, um in den Schengen-Raum einzureisen.
Montenegro hat seine Staatsbürgerschaft unter anderem schon dem von der Justiz seines Landes gesuchten ehemaligen thailändischen Regierungschef Thaksin Shinawatra gewährt. Er hat sich verpflichtet, in das Hotelgewerbe an der Adriaküste zu investieren. Medienberichten zufolge ist auch der russische Milliardär Roman Abramowitsch an der Staatsbürgerschaft des kleinen Balkanlandes interessiert.