Zusammenhang mit Castor-Transporten?Anschläge auf Bahnstrecken
Auf mehrere Bahnstrecken in Deutschland sind erneut Anschläge verübt worden. Von den Tätern fehlt jede Spur.
Auf mehrere Bahnstrecken in Deutschland sind erneut Anschläge verübt worden. Von den Tätern fehlt jede Spur. Polizei und Bundesgrenzschutz schlossen Zusammenhänge zu bevorstehenden Atommüll-Transporten in die Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen und Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern nicht aus.
In Hannover und in der Nähe Berlins seien auf drei Bahnlinien Hakenkrallen auf die Oberleitungen geworfen worden, teilte der zuständige Bundesgrenzschutz mit. Bei den Anschlägen in Hannover-Linden sowie an den Strecken Potsdam-Brandenburg und Berlin-Luckenwalde habe es jeweils geringen Schaden an den Lokomotiven gegeben, so ein Sprecher.
In Hannover hinterließen die Täter ein Flugblatt, auf dem sie die Aktion mit dem Widerstand gegen den Castor-Transport aus Frankreich nach Gorleben begründeten. Der Transport ist für Ende März angekündigt.
In der Nähe von Greifswald wurden Gleise unterhöhlt, Bolzen entfernt und Äste und Baumstämme auf die Schienen gelegt. Hier entstand Sachschaden.
Bereits vor früheren Castor-Transporten hatte es zahlreiche Anschläge auf Bahnstrecken gegeben, die aber nicht aufgeklärt werden konnte.