Politik

"Versicherungsdatei" Assange verschickt 1,5 Gigabyte

Nach der Festnahme von Julian Assange steht die Enthüllungsplattform ohne ihren charismatischen Kopf da. Doch Assange hat offenbar vorgesorgt und die brisanten Dokumente bei zahlreichen Unterstützern hinterlegt. Es fehlt nur noch der digitale Schlüssel.

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Assange war bisher Seele und Herz von Wikileaks.

(Foto: dpa)

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat angeblich eine "Lebensversicherung" besonderer Art abgeschlossen. Mehr als 100.000 seiner Unterstützer in aller Welt haben eine verschlüsselte Datei erhalten. Laut Medienberichten ist "insurance.aes256" 1,5 Gigabyte groß und enthält die kompletten 250 000 Dokumente des US-Außenministeriums, die Wikileaks in die Hände bekam.

Ihre Veröffentlichung würde noch viel größere Erschütterungen auslösen als die wenigen bisherigen Enthüllungen mit zum Teil geschwärzten Namen und Orten. Dem Vernehmen nach enthält das Paket ohne Auslassungen, darunter noch unveröffentlichte Dokumente zum US-Gefängnis Guantanamo. Auch explosive Papiere der Bank of Amerika sollen dabei sein. Die Datei ist mit einem 256-Bit-Code verschlüsselt - auch militärische Hochleistungscomputer können einen solchen Schutz nicht knacken.

Assange warnte seine Gegner vergangene Woche, dass Wikileaks diese digitale Bombe notfalls hochgehen lässt. "Wenn uns etwas zustößt, werden die entscheidenden Teile (der US-Diplomaten-Akten) automatisch veröffentlicht", drohte der 39-Jährige im "Guardian" vergangene Woche. Dafür müsste nur der Schlüssel zu dem Code ins Netz gestellt werden.

Quelle: ntv.de, dpa

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