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Gute Umfrageergebnisse für Wikileaks-Gründer Assange will australischer Senator werden

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Assange bei der Gründung seiner Wikileaks-Partei - zugeschaltet per Skype aus der ecuadorianischen Botschaft.

picture alliance / dpa

Obwohl Julian Assange seit mehr als einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, will der Wikileaks-Chef bei den Parlamentswahlen in seiner Heimat Australien einen Sitz im Senat erobern. Seine Mitsenatoren möchte Assange im Falle einer Wahl mit Hilfe von sicheren USB-Sticks zu Whistleblowern konvertieren.

Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange rechnet sich gute Chancen aus, bei der Parlamentswahl im September in seiner Heimat Australien einen Sitz im Senat zu erobern. 25 bis 28 Prozent der Wähler hätten laut Umfragen die Absicht, für ihn zu stimmen, sagte Assange dem australischen Fernsehsender SBS. Von den Bürgern unter 30 wollten sogar 40 Prozent für ihn stimmen. "Das ist ein sehr aussagekräftiges Ergebnis."

Assange tritt bei der Parlamentswahl am 7. September mit sechs anderen Kandidaten seiner kürzlich gegründeten Wikileaks-Partei an. Alle sieben bewerben sich um Sitze im Oberhaus. Im Falle eines Wahlerfolgs werde seine Partei als eine der ersten Maßnahmen sichere USB-Speichermedien an sämtliche Senatoren verteilen, kündigte Assange an. Darauf sollten die Mitglieder des Oberhauses Informationen "über Korruption innerhalb der australischen Parteien und so weiter" speichern und an Wikileaks weiterreichen.

Es ist unklar, ob und wie Assange im Falle eines Wahlsiegs sein Senatsmandat wahrnehmen könnte. Er harrt sei mehr als einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London aus, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden.

Assange fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert zu werden. Dort droht ihm lebenslange Haft wegen Geheimnisverrats, da Wikileaks hunderttausende vertrauliche US-Diplomatendepeschen und brisante militärische Geheimdokumente zu den Kriegseinsätzen im Irak und Afghanistan veröffentlichte.

Quelle: n-tv.de, AFP

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